DE12682C - Neuerungen an Gas-Sengmaschinen - Google Patents
Neuerungen an Gas-SengmaschinenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
- D06C9/00—Singeing
-
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- D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
- D06C2700/00—Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
1880.
Klasse 8.
HERMANN LEUSCH in CREFELD. Neuerungen an Gas-Sengmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Juni 1880 ab.
Das bis jetzt beim Sengen der Gewebe gebräuchliche Verfahren hat den Nachtheil,, dafs
durch die Ueberführung der Stoffe über die Gasflammen, sowie durch die grofse Erhitzung
nicht nur der unteren Leitwalzen über den Flammen, sondern auch der oberen, die Stoffe
nach und nach so erhitzt werden, dafs dieselben über höchstens drei Flammen in einem Zuge
weggeführt werden können. Zugleich leiden durch diese Erhitzung die Farben der Stoffe, und die
Fäden des Gewebes werden spröde.
Um diesen Uebelständen zu begegnen, sind nachstehende Anordnungen getroffen. Zunächst
ist den oberen Leitwalzen ein gröfserer Durchmesser wie bisher gegeben, dann aber sind
diese, sowie auch die unteren, direct über den Gasflammen befindlichen Walzen hohl und werden
dieselben durch Wasserzuflufs oder durch Ventilation vermittelte Luftzuströmung beständig
kühl erhalten. Dadurch wird der Stoff einerseits durch die Flamme selbst nicht so sehr erhitzt
wie früher, andrerseits in der Zwischenzeit, die er braucht, um wieder an die Flamme zu
gelangen, völlig abgekühlt, so dafs derselbe, ohne Schaden zu nehmen, in einem Zuge über eine
weit gröfsere Zahl von Flammen weggeführt werden kann, und dafs auch die Farbe sowie
das Gewebe keinen Schaden mehr leiden.
Die Vortheile dieser Erfindung gegenüber der bisherigen Methode bestehen, wie der Erfinder
hervorhebt:
i. in der bedeutend erhöhten Leistungsfähigkeit einer Maschine. Während nämlich bisher
bei einer Zusammenstellung von drei Flammen die Stücke je nach ihrer Qualität diese Maschine
4 bis 9 mal zu passiren hatten, werden dieselben jetzt, falls man die vier- bis neunmal gröfsere
Zahl von Flammen in einer Maschine vereinigte, in derselben Zeit fertig gesengt sein, in welcher
sie früher nur zu Y4 bis Y9 gesengt waren,
'da das Durchgehen des Stückes durch die vermehrte Flammenzahl nicht mehr Zeit, als bei
der bisherigen geringen Zahl erfordert. Es wird also eine Maschine der neuen Construction vierbis
neunmal soviel leisten können, als früher. Ueberhaupt verhält sich die Leistungsfähigkeit
der neuen Maschine zu der der früheren wie die Zahl der Flammen an der neuen zu der an
der früheren;
2. in dem Umstände, dafs die Farben der Stoffe nicht geschädigt werden. Während bei
dem bisherigen Verfahren die Stoffe selbst noch auf den oberen Leitrollen eine Temperatur
bis zu 1050 R. gewöhnlich aushalten können
und dadurch gröfstentheils ihre Farben verändern, eine Gefahr, welcher besonders die blauschwarzen
Zeuge und die sogenannten Couleuren ausgesetzt sind, wird nunmehr jene übermäfsige Hitze
vermieden und es werden die Farben in ihrer ganzen Schönheit erhalten bleiben;
3. in dem Umstände, dafs durch die stete Abkühlung der Faden des Gewebes nicht spröde
wird, sondern seine frühere Geschmeidigkeit behält.
Beschreibung der Gas-Sengmaschine.
Von der Rolle A läuft das Stück über Leitrolle B nach Rolle E1, worunter die Gasflammen
sich befinden. Von dort gelangt es zur grofsen Leitrolle F1, um von da zur RoIIe^2,
unter der die zweite Flammenreihe ist, zurückzugehen und dann sofort unter E3 zur dritten
Flamme gebracht zu werden u. s. w., bis dasselbe, nachdem es die letzte Flamme passirt
hat, über das Messer G und Bürste H durch die Zugwalzen C zur Aufwickelrolle D gelangt.
Der Durchmesser der oberen Leitrollen F1 F2
etc., sowie die Zahl der Flammen kann beliebig grofs sein, nur ist die Anwendung der Neuerung
um so vortheilhafter, je gröfser sowohl der Durchmesser als auch die Zahl der Flammen genommen
wird. Die Sengerollen E1 E1 E3 u. s. w.,
welche sich unmittelbar über den Gasflammen befinden, sowie die Rollen F1 F2 u. s. w. werden
hohl angefertigt. Dieselben liegen mit ihren Zapfen α (s. die Vorderansicht) in den
Düsen b, welche in den Zuflufsrohren X1 X2
(letzteres, sowie das Abflufsrohr Z2 ist auf der
Seitenansicht nicht mitgezeichnet), die in J1 y2
endigen, und in den Abflufsrohren Zx Z2, die
in Px Pv endigen, sich befinden. Vermittelst
dieser Zu- und Abflufsrohre werden nun die genannten Leitrollen beständig mit kühlem Wasser
oder Luft gespeist und abgekühlt erhalten.
Claims (1)
- PATENT-Ansprüche:
i. Bei Gas-Sengmaschinen die Abkühlung der Senge- und Leitrollen an der Maschine mittelst Wassers.Die hierdurch bedingte Construction der hohlen Rolle, deren Durchmesser dem Zweck entsprechend gleich oder verschieden und auch in verschiedenen Dimensionen gewählt werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE12682C true DE12682C (de) |
Family
ID=289880
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT12682D Active DE12682C (de) | Neuerungen an Gas-Sengmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE12682C (de) |
-
0
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