DE126103C - - Google Patents

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DE126103C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01BPERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
    • E01B5/00Rails; Guard rails; Distance-keeping means for them
    • E01B5/02Rails
    • E01B5/08Composite rails; Compound rails with dismountable or non-dismountable parts
    • E01B5/10Composite grooved rails; Inserts for grooved rails

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 126103 KLASSE 19«.
Es giebt schon verschiedene Systeme von Straf senbahnschien en, bei welchen die Gegenschiene durch Laschen, Füllstücke, Querstücke und Unterlegscheiben mit der Hauptschiene vereinigt ist. Diese Schienensysteme haben aber den Nachtheil, dais die Spurkranzrinnen an den Curven nicht weiter gestaltet werden können als sonst, und dais bei geringer Abnutzung des Laufkopfes eine vollständige Erneuerung der Schienen erforderlich wird, wodurch erhebliche Kosten erwachsen.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine neue Schiene für Strafsenbahnen, welche nicht mit den oben erwähnten Mangeln behaftet ist. Sie besteht aus der Vereinigung einer Schiene mit geeignet gestaltetem Fufse mit einer Gegenschiene, ebenfalls von besonderer Form, durch Laschen, Füllstücke, Querstücke und Unterlegscheiben in der Weise, dais der Abstand zwischen der Hauptschiene und der Gegenschiene für jeden Fall beliebig gewählt und die Höhenlage der beiden Schienen zu einander durch Fortnehmen von Unterlegscheiben geändert werden kann.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Schiene im Querschnitt dargestellt.
Fig. ι zeigt die Schiene und Gegenschiene in normalem Abstande von einander,
Fig. 2 eine Schiene und Gegenschiene in gröfserem Abstande von einander, mit ihren Laschen und Füllstücken, Und
Fig. 3 veranschaulicht die Schiene mit eingesetztem Schienenboden und eingegossener Asphaltmasse.
Die Schiene besteht aus der Hauptschiene i, der Gegenschiene 2, den Unterlegplatten 3 für die letztere, den Laschen 4, den Verbindungsbolzen 5, den Füllstücken 6 und den Querstücken 7 zur Bestimmung der Spurweite. Mit 8 ist ein Pflasterstein der Chaussee bezeichnet.
Die Vorsprünge 9 und 10 stützen das zur Reinigung der Spurkranzrinne dienende Werkzeug und die gemeinsame innere Lasche. Der Raum zwischen den Vorsprüngen 9 und 10 ist genügend grofs, um Wasser, Staub, Schmutz, Schnee, zermalmte Steine u. s. w. durchzulassen; der freie Raum zwischen der Schiene und der Gegenschiene bis zu den gegen einander stofsenden Schienenfüfsen herab, welche das Regenwasser nicht durchlassen, braucht nur in längeren Zeitabschnitten ausgeräumt zu werden.
Um einen leichten Uebergang über Curven zu ermöglichen, wird, wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, der Abstand zwischen Schiene und Gegenschiene in den Curven erweitert. Zu diesem Zweck werden die den äufseren Schienenstrang bildende Schiene 1 und Gegenschiene 2 weiter von einander entfernt, was leicht dadurch geschehen kann, dafs man den für die Curven bestimmten Laschen eine etwa 5 mm gröfsere Dicke giebt.
Um in Curven mit sehr kleinem Radius das äufsere Rad auf seinem Spurkranz rollen zu lassen, wird ein Schienenboden 11 aus Stahl (Fig. 3) zwischen die Schiene und die Gegenschiene eingelegt und geeignet befestigt.
Wenn in den Curven die Spurkranzrille erweitert ist und infolge dessen — sofern nicht,
wie in Fig'. 2, Schienen mit breiteren Füisen verwendet werden — ein Zwischenraum zwischen dem Fuis der Schiene und dem der Gegenschiene entsteht, giefst man diesen Zwischenraum beim Verlegen der Schienen mit Asphalt aus. Diese Asphaltmasse 12 schliefst den zwischen der Schiene und der Gegenschiene befindlichen Raum nach unten hin ab.
Bei Abnutzung des Kopfes der Laufschiene kann man, ohne diese erneuern zu müssen und ohne die Höhenlage der beiden Schienenstränge des Gleises zu einander zu verändern, die Gegenschiene bis zu etwa 5 mm, je nach Wunsch, senken, indem man die Platte 3 unter dem Fufse der Gegenschiene fortnimmt und die Laschen einfach umdreht. Die Bohrungen 13 der Gegenschiene sind zu diesem Zweck oval gestaltet oder haben einen genügend grofsen Durchmesser, um die Verschiebung zu gestatten. Die Füfse der Schiene und Gegenschiene sind so breit, dafs sie sich mit einer genügenden Fläche gegen den Boden und die Schwellen stützen und ein Widerlager für die neben den Schienen und Gegenschienen verlegten Pflastersteine bilden, welche weder über die Schienen vorstehen, noch gegen diese zurücktreten dürfen.
Die auf der Zeichnung dargestellten Profile der Schiene und Gegenschiene sind so gewählt, dafs letztere gegen Formänderungen durch die vom Verkehr von Lastwagen herrührenden Beanspruchungen und die seitlichen Stöfse, welche häufig auf Strafsen mit ziemlicher Heftigkeit auftreten, gesichert sind.
Die mittlere Lasche 4 kann mit der Schiene und Gegenschiene gemeinsam oder auch mit jeder einzeln verbunden sein.
Das Querstück 7 ist so geformt, dafs es den Fuis der Gegenschiene stützt.
Das Ganze ist so vereinigt, dafs die Pflastersteine 8 durch die Schienen füise gegen Senken gesichert werden und die Schienen und Gegenschienen sich nicht verschieben können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Strafsenbahnschiene mit durch Laschen, Füllstücke, Querstücke und Unterlegscheiben mit ihr vereinigter Gegenschiene, dadurch gekennzeichnet, dais zwischen beiden Schienen ein bestimmter, aber beliebig" zu wählender Abstand in waagrechter und lotlirechter Richtung nach Bedarf angeordnet und durch Fortnehmen der Unterlegscheiben unter der Gegenschiene die Höhenlage der letzteren gegen die Hauptschiene geändert werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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