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Schienenbefestigung Die Erfindung bezieht sich auf eine Schienenbefestigung,
bei welcher die Schiene mittels federnder Spannbügel auf einer Rippenunterlagsplatte
befestigt.ist.
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Für eine einwandfreie und auch auf die Dauer haltbare Schienenbefestigung
ist ein hoher Anpreßdruck am Schienenfuß erforderlich, wobei die Befestigung in
der Weise beschaffen sein soll, daß nicht schon geringe Lockerungen einen Abfall
des Anpreßdruckes bewirken, da dieser einen wesentlichen Faktor zur Erzielung einer
hohen Verwerfungssicherheit des Gleises darstellt.
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Die heute noch gebräuchliche Befestigung mit Klemmplatte, Schraubenbolzen
und Federring hat den Nachteil, daß schon bei einer .geringen Entspannung des Federringes
der Anpreßdruck @am Schienenfuß von 1500 kg auf 200 bis 300 kg absinkt, wodurch
ein häufiges Nächspannen der Befestigungsmittel erforderlich ist.
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Umdiesen Nachteil zu beheben, ist es bereits bekannt, aus Stabstahl
geformte federnde Spannbügel zu verwenden, die mit .ihren mit Abstand voneinander
angeordneten Endteilen auf .der von der Schiene abgewandten Seite in Ausnehmungen
der Rippen .der Unterlagsplatte eingreifen und mit ihrem Mittelteil den. Schienenfuß
niederdrücken. Bei diesen Spannbügeln sind jeweils ,die in Einbaustellung etwa waagerecht
und senkrecht zur Schiene verlaufenden Endteile mit dem Mittelteil über aufwärts,
dann zur Schiene hin und schließlich wieder .abwärts führende Stababschnitte verbunden.
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Infolge dieser Formgebung wird neben den Rippen auf .der von der Schiene
abgewandten Seite ein Teil des Platzes auf der Unterlagsplatte durch !die Spannbügel
in Anspruch genommen. Soll daher die Unterlagsplatte nicht zu breit und zu lang
ausgebildet werden, ,so kann auf jeder Schienenseite nur eine Schwellenschraube
zum Befestigen der Unterlagsplatten an der Schwelle angeordnet werden, die dann
zum Teil zwischen den gebogenen Stababschnitten des jeweiligen Spannbügels liegt.
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Ähnlich liegen -die Verhältnisse bei einer anderen Schienenbefestigung,
bei der ebenfalls federnde Spannbügel verwendet werden; .die jeweils auf der von
der Schiene abgewandten Seite in eine Ausnehmung der Rippe der Unterlagsplatte eingreifen
und beim Ein- oder Ausbau von dieser Seite her in etwa waagerechter Richtung in
diese Ausnehmung hineingeschoben oder aus ihr herausgezogen werden. Je nachdem,
ob die Unterlagsplatte auf jeder Schienenseite mit einer oder mit zwei Schwellenschrauben
befestigt werden soll, ,sind Spannbügel verschiedener Form erforderlich, um den
Platz für die Schwellenschrauben auf der Unterlagsplatte frei zu halten.
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Es ist ferner eine Schienenbefestigung bekannt, bei welcher die Endteile
der Spannbügel etwa lotrecht verlaufen und .seitliche Ansätze aufweisen, mit welchen
sie unter Vorsprünge .an der Rippenunterlagsplatte greifen. Der Mittelteil des Spannbügels
drückt den Schienenfuß nieder. Um das Einführen der seitlichen Ansätze der Spannbügel
unter die Vorsprünge der Unterlagsplatte zu ermöglichen,. ist die Unterlagsplatte
an den entsprechenden Stellen vollständig durchlocht. Diese Löcher füllen sich mit
Wasser, das schon bei geringer Lockerung der Plattenbefestigung unter die Unterlagsplatte
gelangt und die vorzeitige Zerstörung der Schwelle bewirkt. Die Spannbügel dieser
Schienenbefestigung weisen nur eine geringe Elastizität euf, da ihr Mittelteil lediglich
unter Bildung einer kleinen Abbiegung in die Endteile übergeht,. so daß .sie .schon
bei geringen Abnützungen die Schiene nicht mehrelastisch verspannen: Der Erfindung
liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schienenbefestigung der eingangs jangegebenen Art
zu schaffen, beider die genannten Nachteile vermieden sind und bei der ein einfacher
und sicherer Ein und Ausbau der Spannbügel möglich ist.
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Dies wird im wesentlichen durch die Vereinigung folgender Merkmale
erreicht: a) Jede der beiden Rippen der Unterlagsplatte ist mit einer quer durch
die Rippe verlaufenden Nut versehen, welche derart nach unten verbreitert äst, daß
auf beiden Seiten vorkragende Vorsprünge gebildet sind.
b) Die Spannbügel
sind aus Stabstahl geformt und greifen jeweils mit ihren beiden etwa lotrecht verlaufenden
Endteilen von oben in eine der Nuten ein.
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c) Die Endteile der Spannbügel weisen seitliche Ansätze .auf, mit
welchen sie unter die an :den Rippen gebildeten Vorsprünge fassen.
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d) Die Spannbügel- sind so gebogen, @daß ihr Mittelteil .den Schienenfuß.im
Bereich ihrer Endteile niederdrückt und die von dem Mittelteil ausgehenden beiden
Stababschnitte über Schleifen in die Endteile übergehen.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht in der Verwendung einer
üblichen Rippenunterlagsplatte, deren Rippen . jeweils mit einer mittleren Schwalbenschwanznut
versehen sind.
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Hierdurch kann die Schienenbefestigung nach der Erfindung im Zusammenhang
mit Rippenunterlag,splatten des generell in Europa eingeführten K-Oberbaus eingesetzt
werden. Auch bei Altgleisen, die mit Rippenunterlagsplatten- des K-Oberbaus ausgerüstet
sind, kann die Schienenbefestigung nach der Erfindung durch Einbau der Spannbügel
Verwendung finden. Hierdurch können .auch solche Gleise :den modernen Anforderungen
angepaßt werden, wobei die Rippenunterlagsplatten unverändert, d. h. mit zwei oder
mehr Schwellenschrauben und ohne Ausbau, beibehalten werden können.
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In der Zeichnung- sind mehrere Ausführungsbeispiele :der Erfindung
dargestellt, und zwar zeigt F i g. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Schienenbefestigung in d er Seitenansicht und teilweise im Schnitt= vor dem Einsetzen
des Spannbügels, F :i g. 2 den Spannbügel im eingesetzten Zustand, F i g. 2 a eine
abgeänderte Ausführungsform der Verankerung der Endteile des Spannbügels, F .i g.
3 einen Schnitt nach der Linie A-A in der F i g. 2,-F i g. 4 die Draufsicht auf
die Schienenbefestigung nach F i g. 2, .
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F i g. 5 und 6 in Draufsicht weitere abgeänderte Ausführungsformen
:der Spannbügel.
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Nach der in den F i g. 1 bis 4 dargestellten Ausführung ruht die Schiene
1 sauf einer Unterlagsplatte 2 auf. Zwischen dem Schienenfuß 1a und der Unterlagsplatte
2 .ist eine elastische Zwischenlage 3 eingelegt. Die Unterlagsplatte 2- weist zur
seitlichen Führung :des Schienenfußes la seitliche Führungsrippen 2 a auf, die in
der Mitte mit einer Schwalbenschwanznut 2 b versehen sind. Die Unterlagsplatte 2
ist mittels Schwellenschrauben 4 auf die Schwelle 5 aufgeschraubt. Die $chwalbenschwanznut
2 b in der Rippe 2 a .der Unterlagsplatte 2 dient zur Verankerung :eines Spannbügels
6, der nach einer Raumkurve geformt ist. An den beiden zur Verankerung des Spannbügels
6 in der- Nut 2 b ausgebildeten Bügelendteilen6a sind zwei Schleifen6b angebogen,
die von :den beiden Endteilen 6a ausgehend entgegengesetzt, zunächst in Längsrichtung
der Rippen 2 a und dann nach oben und-.anschließend nach unten in einer parallelversetzten
Ebene verlaufen und dort meinem Mittelteil 6 c vereinigt sind, der als Druckteil
auf dem Schienenfuß la aufliegt Und sich neben den Endteilen 6a des Spannbügels
6 befindet. Der Spannbügel 6 hat, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, eine symmetrische
Form in-_bezug auf eine Querebene A (F i g. 2)._ _ .
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Die Endteile 6 a der Klammer 6 sind mit Ansätzen 6e versehen, die
dazu bestimmt sind, die Vorsprünge 2 c an der Rippe 2 a klinkenartig zu Untergreifen
und so den Spannbügel zu verankern. Hierzu weisen :die Ansätze 6 e Schrägflächen
6 d auf, die beim Einsetzen des Spannbügels 6 von oben in die Nut 2 b an den Vorsprüngen
2 c der Rippe 2 a auflaufen. Im oberen Teil weisen die Ansätze 6e je .eine gewölbte
Haltefläche auf, mit denen sie sich im eingesetzten Zustand an Gegenflächen 2 d
:der Vorsprünge 2 c anlegen.
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Der Spannbügel 6 wird mittels eines Hebels od.-dgl., der über den
Schienenkopf greift, von oben in die Nut 2 b so weit eingepreßt, bis er in der richtigen
Spannlage gemäß F i g. 2 fest verankert ist, in welcher Stellung der Mittelteil
6 c auf die ansteigende Fläche des Schienenfußes 1 a gepreßt wird (F i g. 3).
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Beim Niederpressen des Spannbügels 6 entstehen durch die schrägen,
keilartig wirkenden Flächen 6 d der Ansätze 6 e gegen die Mitte ,der Nut 2 b zu
Seitenkräfte, welche die Endteile 6a zusammenpressen, so daß diese an den Vorsprüngen
2 c entlang so weit nach unten gepreßt werden können, daß die Ansätze 6 e unter
den Vorsprüngen 2 c einrasten, wobei der Mittelteil 6 c mit ,hohem Druck auf den
Schienenfuß 1 a niedergepreßt wird.
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Um zu verhüten, daß -der Spannbügel 6 kippt, kann dieser so ausgebildet
sein, daß die untersten Stellen der Schleifen 6 b auf der oberen Fläche der
Rippe 2a
zum Aufliegen kommen (F i g. 2).
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Die Endteile 6 a können so lang ausgebildet sein, daß sie sich im
eingesetzten Zustand des Spannbügels 6 bis unmittelbar @an den Grund der Nut 2 b
in der Rippe 2a erstrecken. Falls die Endteile 6a kürzer ausgebildet .sind und sich
nicht bis ian den Grund er Nut 2 b :erstrecken, wird in einfacher Weise ein leicht
keilförmiger Klotz 7, wie aus F i g. 2 a ersichtlich, in -die Nut 2 b eingeschlagen.
Die Ansätze 6 e können durch Aufstauchen .des Stabstahls oder durch Abkröpfung desselben
hergestellt werden. Das Ausgangsmaterial für den Spannbügel ist ein Walzstab, der
durchgehend gleich dick :ist.
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Nach der in F i g. 5 gezeigten Ausführungsform kann der Spannbügel
6 so ausgebildet .sein, daß die Bügelerdteile 6 a in Querrichtung zur Schienenlänge
versetzt zueinander liegen. Durch die besondere Form des Spannbügels 6 wird -dieser
sowohl auf Torsion als auch auf Biegung beansprucht, wodurch eine zweckmäßige Materialausnützung
ermöglicht wird. Da der Spannbügel 6 mit seinen Endteilen 6 a von oben her in die
Nut 2 b der Rippen 2 a -eingreift, kann eine sehr hohe Druckkraft
auf den Schienenfuß 1 a ausgeübt werden, die ebenso groß oder größer ist als bei
den bekannten Befestigungen mit Federringen. Ferner hat die Einführung der Endteile
6 a -des Spannbügels 6 von oben in die Nut 2 b der Rippe 2 a den erheblichen
Vorteil, :daß die Anordnung -der Schwellenschrauben 4 nicht beeinträchtigt wird.
Da der Mittelteil 6 c des Spannbügels 6 tiefer liegt :als der höchste Punkt der
Rippe 2a, kann sich :der Spannbügel 6 ,unter :dem Einfuß der Erschütterungen des
Betriebes nicht lockern.
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Im Vergleich zu der beschriebenen Ausführungsform nach F i g. 5 mit
den seitlich versetzten Bügelerdteilen ist eine weitere verbesserte Ausführungsform
in F i g. 6 dargestellt. Auch hier ist, wie bei der vorher beschriebenen Ausführungsform,
der Spannbügel aus Rundstahl hergestellt. Die Endteile 6 a mit den anschließenden,
in Bogenform übergehenden Bügelteilen
6 f sind jedoch in der in
F i g. 1 dargestellten Weise flach gestaucht oder gequetscht. Auf diese Weise können
beim Einsetzen des Spannbügels 6 die beiden Endteile 6a mittels einer besonderen
Vorrichtung einander ausreichend genähert werden, ohne daß dazu die Bügelteile 6
f mit :den Endteilen 6 a im Grundriß gesehen gegeneinander in Richtung quer zur
Schiene versetzt- werden müssen. Sie können parallel zur Schiene hintereinander
liegen und eine gemeinsame Mittellinie m aufweisen. Durch die bezüglich der Mittellinie
nz symmetrische Anordnung bzw. Ausbildung der Endpartien des Spannbügels wird eine
Vereinfachung in der Herstellung und damit auch eine Verbilligung des Spannbügels
erzielt.