DE1240934B - Bindemittel fuer ferromagnetische Pulver bei der Herstellung von Magnetogrammtraegern - Google Patents

Bindemittel fuer ferromagnetische Pulver bei der Herstellung von Magnetogrammtraegern

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DE1240934B
DE1240934B DE1965B0083746 DEB0083746A DE1240934B DE 1240934 B DE1240934 B DE 1240934B DE 1965B0083746 DE1965B0083746 DE 1965B0083746 DE B0083746 A DEB0083746 A DE B0083746A DE 1240934 B DE1240934 B DE 1240934B
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binder
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ferromagnetic powder
acid
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DE1965B0083746
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Dr Hans Wilhelm
Dr Guenter Becht
Dr Herbert Henkler
Dr Georg Schnell
Dr Job-Werner Hartmann
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BASF SE
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    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B5/00Recording by magnetisation or demagnetisation of a record carrier; Reproducing by magnetic means; Record carriers therefor
    • G11B5/62Record carriers characterised by the selection of the material
    • G11B5/68Record carriers characterised by the selection of the material comprising one or more layers of magnetisable material homogeneously mixed with a bonding agent
    • G11B5/70Record carriers characterised by the selection of the material comprising one or more layers of magnetisable material homogeneously mixed with a bonding agent on a base layer
    • G11B5/702Record carriers characterised by the selection of the material comprising one or more layers of magnetisable material homogeneously mixed with a bonding agent on a base layer characterised by the bonding agent

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Description

  • Bindemittel für ferromagnetische Pulver bei der Herstellung von Magnetogrammträgern Die Erfindung betrifft ein spezielles Bindemittel für pulverförmige magnetisierbare Stoffe beim Herstellen schichtförmiger Magnetogrammträger für die Bild-, Impuls- und Schallaufzeichnung.
  • Es ist bekannt, Magnetogrammträger herzustellen, indem man einen Träger, z. B. eine Folie oder einen Faden aus Kunststoff oder Metall, mit einer Dispersion eines magnetisierbaren Stoffes beschichtet, bei der als Bindemittel filmbildende Stoffe, wie Celluloseäther, Celluloseester, Polyvinylchlorid, Polyester, Polyurethane, Polyvinylidenchlorid, Polyvinylacetat, Polybutadien, Polyacrylnitril, Polystyrol oder in Lösungsmitteln lösliche Polyamide, verwendet werden. Derartige Bindemittel entsprechen nicht immer den technischen Anforderungen, wie hohe Abriebfestigkeit, mechanische und chemische Widerstandsfähigkeit, Temperaturbeständigkeit, Verträglichkeit mit dem magnetisierbaren Stoff oder Dimensionsbeständigkeit. Häufig schrumpfen derartige Bindemittel beim Entfernen des Lösungsmittels.
  • Es ist auch bekannt, als Bindemittel polymerisierbare Stoffe, wie Gemische aus Polyisocyanaten und Hydroxylgruppen enthaltenden Polyestern oder Polyäthern, zu verwenden. Derartige Bindemittel liefern zwar Magnetogrammträger mit verbesserten mechanischen Eigenschaften, sie haben jedoch den Nachteil begrenzter Verarbeitungszeit, da sie schon in der Dispersion (aus dem magnetisierbaren Stoff und dem Bindemittel) vernetzen.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich als Bindemittel für ferromagnetische Pulver bei der Herstellung von Magnetogrammträgern besonders gut Lösungen eignen, die Polyamide und Verbindungen mit mindestens zwei polymerisierbaren Doppelbindungen enthalten.
  • Vorteilhafterweise werden zum Aufbringen der ferromagnetischen Pulver diese in der Lösung der Bindemittel suspendiert und das Gemisch nach dem Aufbringen auf den Träger bestrahlt, erwärmt oder ozonisiert. Man erhält Magnetogrammträger mit unter anderem verbesserter Abriebfestigkeit und Flexibilität.
  • Eine vorteilhafte Durchführungsform des erwähnten Verfahrens der Herstellung von Magnetogrammträgern unter Verwendung der erfindungsgemäßen Bindemittel besteht darin, daß man als - lösliche Polyamide Mischpolyamide aus Adipinsäure--Hexamethylendiamin, Caprolactam und Adipinsäurep,p'-diaminodicyclohexylmethan, als polymerisierbare Verbindungen x,ß-äthylenisch ungesättigte Mono-oder Dicarbonsäureester oder -amide, gegebenenfalls im Gemisch mit Vinylmonomeren, und als Lösungsmittel Gemische von Alkoholen, chlorierten Kohlenwasserstoffen und Wasser verwendet und die Umsetzung mit Benzoinäthern und UV-Bestrahlung einleitet.
  • Geeignete Polyamide für die erfindungsgemäßen Bindemittel sind beispielsweise hergestellt durch übliche Polymerisation von Lastamen, wie Caprolactam, Önanthlactam, Capryllactam, Laurinlactam, bzw. entsprechende C-substituierte Lactame, wie C-Methyls-caprolactam oder ö-Äthyl-önanthlactam; Gemischen oder Salzen aus aliphatischen Dicarbonsäuren, die auch verzweigt sein können. wie Korksäure, Acelainsäure, Sebacinsäure, Dodecandicarbonsäure oder oc-Äthylkorksäure oder anderen verzweigten Dicarbonsäuren, wie !x,cx-Diäthyladipinsäure oder x-Äthylkorksäure und Diaminen, wie Pentamethylendiamin, Hexamethylendiamin, Heptamethylendiamin, Octamethylendiamin usw. sowie deren C- und N-substituierte Derivate, wie N-Methyl-N-äthylhexamethylendiamin, 1,6-Diamino-4-methylhexan, cycloaliphatische und aromatische Diamine, wie m-Phenylendiamin, m-Xylylendiamin, 4,4'-Diaminodiphenylmethan oder p,p'-Diaminodicyclohexylmethan.
  • Geeignet sind auch die den vorstehend genannten Lastamen zugrunde liegenden Aminocarbonsäuren. Bevorzugt werden Mischpolyamide oder Gemische von Polyamiden verwendet.
  • Zu den erfindungsgemäß im Gemisch mit den genannten Polyamiden verwendeten Verbindungen mit mindestens zwei polymerisierbaren Doppelbindungen gehören beispielsweise: (Meth)-acrylamide, wie NN'-Methylenbisacrylamid, N,N'-Methylenbismethacrylamid, N,N'-Äthylenbisacrylamid, N,N'-Trimethylenbisacrylamid, N,N'-Hexamethylenbisacrylamid. Ferner: Acrylate und Methacrylate von Polyolen, wie Glykol, Propylenglykol, Butandiol, Pentandiol, Hexandiol, Glyzerin, Trimethylolpropan, Pentaerythrit, sowie von cyclischen Polyomen.
  • Auch Weichmacher für Polyamide, wie Benzolsulfosäurebutylamid, Phthalsäureanhydrid, Maleinsäureanhydrid, 2-Äthylhexyl-p-oxybenzoat, können mitverwendet werden.
  • Zur Erhöhung der Lichtempfindlichkeit werden in den meisten Fällen noch geringe Mengen von Initiatoren, die durch aktinisches Licht aktiviert werden und die Polymerisation starten und/oder beschleunigen, zugesetzt. Solche Verbindungen sind beispielsweise: Peroxyde (Benzoylperoxyd), Azoverbindungen (Azoisobuttersäuredinitril), vicinale Ketaldenylverbindungen (Diacetyl, Benzil), rx-Ketaldenylalkohole (Benzoin, Pivaloin), Acloinäther (Benzoinmethyläther), x-kohlenwasserstoffsubstituierte aromatische Acyloine (x-Methylbenzoin). Diese Initiatoren können untereinander gemischt verwendet werden.
  • Das Bestrahlen und/oder Erwärmen des erfindungsgemäß verwendeten Gemisches kann vor, während oder nach dem in üblicher Weise durchgeführten Trocknen der aufgebrachten Schicht aus ferromagnetischem Pulver und Bindemittel durchgeführt werden.
  • Geeignete Wärmequellen sind beispielsweise: Infrarotstrahler, Umluftöfen oder beheizte Walzen. Zum Bestrahlen wird kurzwelliges, sichbares Licht, UV-Licht, a-, ,B- oder y-Strahlung verwendet. Die Polymerisation kann auch durch Überleiten von Ozon oder elektrischer Glimmentladungen eingeleitet werden.
  • Die Dispersion, die den magnetisierbaren Stoff und das erfindungsgemäß verwendete Gemisch aus gelöstem Polyamid und Verbindungen mit mindestens zwei polymerisierbaren Doppelbindungen enthält, wird vorzugsweise wie üblich hergestellt, indem man das Magnetpigment mit Lösungsmittel, Dispergiermittel und etwa einem Fünftel der vorgesehenen Bindemittelmenge in Kugelmühlen etwa 1 Tag vordispergiert. Dann wird die restliche Bindemittellösung zugefügt und 1 bis 3 Tage zu Ende dispergiert.
  • Das Gewichtsverhältnis ferromagnetischer Stoffe zu Bindemittel ist innerhalb weiter Grenzen, etwa zwischen 2:1. und 6:1, bevorzugt zwischen 3:1 und 5:1, variierbar.
  • Geeignete ferromagnetische Stoffe sind beispielsweise: Magnetit, nadelförmiges Eisenoxyd (y-Fe203) oder metallische Stoffe, wie Eisenpulver mit geeigneten magnetischen Werten.
  • Geeignete Trägerfolien für die magnetisierbare Schicht sind beispielsweise aus Polyester, Polyvinylchlorid, Cellulosetriacetat oder Polyacrylnitril hergestellt.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Magnetogrammträger eignen sich besonders zur magnetischen Fernsehaufzeichnung, für Computerbänder oder hochbeanspruchte Instrumentationsbänder.
  • Die in den Beispielen genannten Teile beziehen sich auf das Gewicht.
  • Beispiel l In einer Rührwerk-Stahlkugelmühle mit 1-mm-Kugeln wird die nachstehende Mischung innerhalb von 2 Stunden dispergiert: 375 Teile einer 20°/°igen Lösung eines Polyamids aus 80 Teilen eines Umsetzungsproduktes aus 1 Mol Heptadecandicarbonsäure und 1 Mol p,p'-Diaminodicyclohexylmethan und 20 Teilen Capryllactam in Toluol-Propanol (50:50), 25 Teile p,p'-Diaminodicyclohexylmethan-bisacrylamid, 2,5 Teile einer 10°/°igen Lösung von Benzoinmethyläther in Methanol, 350 Teile y-Eisenoxyd, 4 Teile Stearinsäure, 38 Teile einer 550%igen Lösung eines Carboxylgruppen enthaltenden Polyacrylatharzes in Isopropanol, 600 Teile Lösungsmittel Toluol-Propanol (50:50). Nach dem Filtrieren durch ein 15-#t-Papierfilter werden Aufstriche mit 80 #t Naßfilmdicke auf eine 24-#t-Polyesterfolie (Polyäthylenterephthalat) hergestellt. Die 40 .120 mm großen Muster werden sofort nach dem Aufstreichen im feuchten Zustand 60 Sekunden mit einer UV-Lampe (240 Watt) im Abstand von 50 mm belichtet.
  • Nach dem Trocknen läßt sich die Magnetschicht mittels Klebeband nicht mehr von der Trägerfolie abziehen. Ein 6 mm breites Stück des Magnetbandes kann auf die doppelte Länge gedehnt werden, ohne daß die Magnetschicht abkreidet.
  • Beispiel 2 Eine Rührwerk-Stahlkugelmühle wird wie folgt gefüllt (die Mischung wird anschließend dispergiert): Eine 20°/°ige Lösung von 340 Teilen eines Polyamids, hergestellt in üblicher Weise aus 35 Teilen Salz aus 1 Mol Adipinsäure und 1 Mol Hexamethylendiamin, 30 Teilen Caprolactam und 35 Teilen Salz aus 1 Mol Adipinsäure und 1 Mol p,p'-Diaminodicyclohexylmethan, in Methanol-Benzol-Wasser (7:2:1),.
  • 3,5 Teilen Benzolsulfonsäurebutylamid, 7 Teilen Triallylcyanurat, 3,5 Teilen Styrol, 2 Teilen Maleinsäureanhydrid, 3,5 Teilen Butandiolmonoacrylat, 14 Teilen Hexamethylenbisacrylamid, 4 Teilen Benzoinmethylätherlösung 10°/°ig (in Methanol), 900 Teilen Lösungsmittel aus 20 Teilen Methanol, 20 Teilen Methylenchlorid, 20 Teilen Äthanol, 20 Teilen Trichloräthylen, 10 Teilen Benzylalkohol, 1.0 Teilen Wasser, 380 Teilen y-Eisenoxyd, 4 Teilen Stearinsäure, 38 Teilen Carboxylgruppen enthaltendes Acrylharz 55°/°ig (in Isopropanol). Das Eisenoxyd wird, erst nachdem die anderen Zusätze gelöst sind, zugegeben. Während des Dispergierens steigt die Temperatur der Kugelmühle auf über 60°C an.
  • Die Magnetdispersion wird danach, wie im Beispiel 1 beschrieben, weiterbehandelt.
  • Die auf eine nicht vorbehandelte Polyesterfolie aufgebrachte, getrocknete und gemäß Beispiel 1 belichtete Magnetschicht haftet sehr gut. Ein etwa 40 # 120 mm großes Muster wird in ein Video-Aufzeichnungsgerät so eingespannt, daß der radförmige, mit großer Geschwindigkeit rotierende Magnetkopf 60 Sekunden auf der gleichen Stelle das Band beansprucht. Hiernach können weder auf der Magnetschicht Verletzungen noch auf dem Magnetkopf Abriebmaterial festgestellt werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verwendung von Lösungen, die Polyamide und Verbindungen mit mindestens zwei polymerisierbaren Doppelbindungen enthalten, als Bindemittel für ferromagnetische Pulver bei der Herstellung von Magnetogrammträgern. In Betracht gezogene Druckschriften: USA: Patentschrift Nr. 2 686 897.
DE1965B0083746 1965-09-15 1965-09-15 Bindemittel fuer ferromagnetische Pulver bei der Herstellung von Magnetogrammtraegern Pending DE1240934B (de)

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