DE1237804B - Farbpyrometer - Google Patents

Farbpyrometer

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DE1237804B
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DES62344A
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Vincent Gabriel Shaw
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SHAW INSTR CORP
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01JMEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
    • G01J5/00Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry
    • G01J5/60Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry using determination of colour temperature

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Radiation Pyrometers (AREA)

Description

  • Farbpyrometer Die Erfindung bezieht sich auf ein Farbpyrometer zur Bestimmung der Temperatur eines Körpers oder Gegenstandes.
  • Es sind zahlreiche Pyrometer bekannt, bei denen die Bestimmung der Temperatur des Meßobjektes durch Vergleich mit einem Vergleichsstrahler erfolgt.
  • Die Nachteile einer derartigen Anordnung sind offensichtlich. Da häufig der Abstand der Vergleichsstrahlungsquelle zum Strahlungsdetektor auf Grund der Konstruktion gleichbleibend ist, der Abstand zum Meßobjekt dagegen variiert, ist eine häufige Neueichung erforderlich. Hinzu kommt, daß häufig auch noch getrennte Strahlungsdetektoren für beide Messungen verwendet werden, wodurch das Eichungsproblem noch komplizierter wird.
  • Es ist andererseits bereits bekannt, daß die Energieverteilung in dem Spektrum eines heißen Körpers eine Funktion seiner Temperatur ist. Mit anderen Worten, bei zunehmender Temperatur des strahlenden Körpers erhöht sich auch die Energie in Richtung auf das blaue Ende des Spektrums. Von der Bestimmung des Quotienten des Anteils von rotem und blauem Licht lassen sich demgemäß eindeutige Rückschlüsse auf die Temperatur des strahlenden Körpers ziehen. Ein wesentlicher Vorteil dieser Methode ist, daß die Emissions- und Reflexionseigenschaften des Gegenstandes nicht in den Meßwert eingehen, so daß vom Standpunkt der Genauigkeit aus diese sogenannten Farbpyrometer den obenerwähnten optischen Pyrometern schon theoretisch überlegen sind. Derartige Farbpyrometer sind ebenfalls bereits bekannt. Grundsätzlich arbeiten sie so, daß das vom strahlenden Körper ausgehende Licht mittels Filterscheiben in die einzelnen Spektralbereiche zerlegt wird und danach einem oder mehreren Detektoren zugeführt wird. Die Verwendung von mehreren Detektoren ist der Verwendung eines einzigen Detektors insofern unterlegen, als die bekannten Eichschwierigkeiten auch hier auftreten, da die Empfindlichkeit der Strahlungsdetektoren auch von äußeren Einflüssen abhängig ist oder sein kann.
  • Führt man dagegen beide Frequenzen oder beide Spektralbänder dem gleichen Detektor zu, so ergibt sich die Schwierigkeit, daß nach dem Detektor die beiden Anteile wieder voneinander getrennt werden müssen. Eine bekannte Anordnung moduliert deshalb die einzelnen Spektralbereiche zusätzlich mit verschiedenen Frequenzen und siebt in geeigneten Filteranordnungen die Einzelmeßwerte wieder aus, so daß danach ihr Quotient gebildet werden kann.
  • Einer weiteren bekanntgewordenen Anordnung liegt das gleiche Problem zugrunde wie dem Erfin- dungsgegenstand, nämlich die Aufgabe, das Meßergebnis unabhängig vom Abstand des strahlenden Körpers zur Meßvorrichtung zu machen oder mit anderen Worten unabhängig von der vom Detektor aufgenommenen Gesamtenergie. Bei dieser bekannten Anordnung werden die Meßwerte zunächst logarithmiert und dann die Differenz der Logarithmen gebildet, wobei diese Differenz dem Logarithmus des Quotienten entspricht. Dieses Verfahren ist zwar theoretisch einwandfrei, in der Praxis jedoch nur mit sehr großen Schwierigkeiten zu verwirklichen, da Logarithmierschaltungen nur unter großen Schwierigkeiten stabil gehalten werden können. Dies gilt insbesondere auch für tragbare Geräte, für die ja die Anordnung insbesondere bestimmt ist, da der Abstand zwischen Meßobjekt und Detektor nicht in das Meßergebnis eingehen soll. Diesen Nachteil vermeidet die Anordnung gemäß der Erfindung, da bei ihr eine einfache Dlfferenzmessung vorgenommen wird. Dies ist offensichtlich nur dann möglich, wenn der Bezugspegel, von dem man ausgeht, einen konstanten und vom Meßobjekt unabhängigen Wert besitzt.
  • Das erfindungsgemäße Farbpyrometer mit einem einzigen lichtempfindlichen Empfangs element, mit einer Filteranordnung, die von der auf einer einzigen Bahn zugeführten Strahlung eines erhitzten Körpers ohne Unterbrechung nacheinander in rascher Folge zwei Spektralbereiche auf das Empfangs element durchläßt und mit einer Schaltung zum Auswerten der sich abwechselnden Strahlungsenergiemeßwerte unterschiedlicher Größe, die unabhängig von der aufgenommenen Strahlungsenergie beim gleichen Quotienten der Meßwerte den gleichen Ausgangswert abgibt, ist demgemäß dadurch gekennzeichnet daß zur automatischen Einregelung eines vorgegebenen Bezugspegels für die Strahlungsgesamtenergie das Empfangs element über einen Lastwiderstand vom positiven Pol einer Gleichspannungsquelle gespeist wird und daß von dem Verbindungspunkt zwischen Empfangselement und Lastwiderstand einerseits eine Impulsmeßvorrichtung, die die Differenz der sich abwechselnden Meßwerte festellt, und andererseits ein Steuerkreis angeschlossen sind, welch letzterer die Spannung der Gleichspannungsquelle absenkt, wenn die auftreffende Strahlungsgesamtenegie über dem vorgegebenen Pegel liegt, und eine kleinere Ansprechgeschwindigkeit besitzt, als es der raschen Folge der Spektralbereiche entspricht.
  • Zweckmäßigerweise wird das Farbpyrometer nach der Erfindung so ausgebildet, daß das Empfangselement eine Photovervielfacherröhre ist und daß Lastwiderstand, Impulsmeßvorrichtung und Steuerkreis an deren Anode angeschlossen sind.
  • Wenn die Filteranordnung zur Aussiebung der beiden Spektralbereiche scheibenförmig ausgebildet ist und Segmente verschiedener Farbe aufweist, so wird sich der Gesamtstrahlungspegel, der auf den Detektor einwirkt, einem Mittelwert der beiden Spektralbereichsenergien nähern. Das Farbpyrometer nach der Erfindung kann nun dadurch vereinfacht werden, daß das eine Segment, beispielsweise das rote, wesentlich größer ist als das andere.
  • Dann wird sich der Gesamtenergiepegel nahe dem Pegel des Spektralbereichs einstellen, dem die größere Filterfläche zugeordnet ist, und eventuell kann bei Vernachlässigung des kleinen Fehlers, der dadurch entsteht, dieser Pegel gleich dem Gesamtpegel gesetzt werden. Dann ist nur noch die Amplitude des anderen Spektralbereichs im Vergleich zum Gesamtpegel mittels einer Differenzmessung zu bestimmen. Das kann erfindungsgemäß durch eine Spitzenwertspannungsmeßvorrichtung geschehen.
  • Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausbildung der Anordnung weist das Farbpyrometer in seinem Steuerkreis eine Verstärkeranordnung auf, bei der die Steuerelektrode der ersten Stufe über eine Vorspannungsbatterie und einen Widerstand an den Verbindungspunkt zwischen Empfangselement und Lastwiderstand angeschlossen ist und deren Ausgang an einen die Gleichstromquelle aufweisenden Stromkreis gelegt ist, so daß ein Spannungsanstieg an der Steuerelektrode einen Spannungsabfall im Verstärkerausgang zur Folge hat.
  • Die Vorrichtung gemäß der Erfindung arbeitet bei Temperaturen im Bereich von 11000 C leicht mit einer Genauigkeit von höchstens 120 C Toleranz und ist damit wesentlich genauer als beispielsweise Thermoelementpyrometer. Sie vermag auf einen sehr viel geringeren Fehler anzusprechen und Sinderungen von 0,60 C festzustellen. Für die meisten industriellen und metallurgischen Zwecke ist jedoch eine Genauigkeit von 120 C völlig ausreichend. Neben der bequemen Handhabung im Vergleich mit optischen Pyrometern oder auch Thermoelementen und neben der Tatsache, daß das Instrument nicht in die Nähe des strahlenden Körpers oder sogar in Berührung mit ihm gebracht werden muß, besitzt die Erfin- dung eine große Wirtschaftlichkeit gegenüber Thermoelementen, da deren Spitze beim Eintauchen in einen heißen Körper häufig zerstört wird und ersetzt werden muß.
  • Die Erfindung soll nun an Hand der beigefügten Zeichnung im einzelnen erläutert werden. Es zeigt F i g. 1 eine allgemeine Ansicht eines Ausftihrungsbeispiels der Vorrichtung, F i g. 2 ein Schaltbild des Instruments selbst, F i g. 3 eine Vorderansicht der Verschluß- oder Filterscheibe, F i g. 4 ein Stück des Schaltbildes in anderer Ausführung, Fig. 5 in einem Diagramm eine typische Wellenform, die der Meßinstrumentenschaltung eingespeist wird, und Fig. 6 eine Teilschnittzeichnung einer Verbesserung des Gehäuses für die Photovervielfacherröhre.
  • Es wird zunächst auf Fig. 1 der Zeichnungen Bezug genommen. Die Vorrichtung in ihrer Gesamtkonstruktion umfaßt eine Abtasteinheit oder einen Fühlkopf A und einen Netzteil- und Instrumentenkasten B, der als Steuereinheit bezeichnet wird. A ist üblicherweise mit B über ein Flexibles Vielfachleiterkabel verbunden, so daß die Abtasteinheit mit Bezug auf B bewegt werden kann.
  • Die Abtastvorrichtung oder der Fühlkopf besteht aus einem Gehäuse 1 mit einem Fenster oder einer Öffnung 2, durch welche Licht in das Gehäuse eintreten kann. Innerhalb des Gehäuses befindet sich eine Filteranordnung 3, die, wie in Fig. 3 gezeigt, einfach die Form einer Scheibe haben kann, wobei sich ein größerer Farbfilter 3 a über den großen Teil seiner Fläche und ein zweiter, kleinerer, unterschiedlicher Farbfilter über einen kleinen Teil der Fläche erstreckt. Insbesondere kann der Filter 3 a aus rotem Kunststoff oder Glas und der Filter 4 aus blauem Kunststoff oder Glas bestehen, und die Verhältnisse sind derart, daß, wenn die Scheibe sich über die Öffnung hinwegdreht, Licht von einer äußeren Quelle, d. h., dem strahlenden Körper, dessen Temperatur gemessen werden soll, über etwa 900io der Zeit durch den roten Filter und über etwa 10 01 durch den blauen Filter einfällt. Ein Unterschied in dieser allgemeinen Größenordnung wird als »groß« und »klein« bezeichnet, aber die Verhältnisse sind nicht kritisch.
  • Die Scheibe wird mit einer Drehzahl in der Größenordnung von einigen 1000 U/min durch einen kleinen Motor 5 auf einer Welle 6 gedreht. Beispielsweise dreht sich die Scheibe mit 3600 U/min. Im Gehäuse 1 befindet sich hinter der Scheibe eine lichtempfindliche Einheit, beispielsweise eine Photovervielfacherröhre 7 (Sekundäremissionsvervielfacher, Multiplier), welche das durch die Öffnung eintretende und durch den sich drehenden Filter gelangende Licht aufnimmt. Das Kabel 8 enthält die Zuleitung für den Motor und den Anschluß der lichtempfindlichen Einheit an den Kasten B, der ein Voltmeter oder ein Mikrovoltmeter 9 sowie die nachstehend noch zu beschreibende Schaltung aufweist.
  • Das Voltmeter ist in üblicher Weise in Temperaturgraden geeicht.
  • Um die Erfindung weiter zu beschreiben, sei nunmehr auf F i g. 2 Bezug genommen. In dieser Figur sind schematisch die wesentlichen Teile einer Schaltung gezeigt, die für die Funktion der Erfindung erforderlich sind. Hierbei wird die Leistung von dem normalen Netz abgenommen. Die Netzleistung gelangt zu einem Transformator 10. Die an der Sekundärseite dieses Transformators abgenommene Hochspannung liegt an einem Einweggleichrichter mit einer Diode 11 und einem Filterwiderstand und -kondensator. Der negative Ausgang ist über eine Leitung 12 an die Kathode 13 einer Photovervielfacherröhre 7 angeschlossen. Die bevorzugte Gleichspannung liegt in der Größenordnung 1500 V.
  • Die Anode 14 der Photovervielfacherröhre ist mit der positiven Seite (Erde) über einen Draht 15 und einen Widerstand 16, der als »Lastwiderstand« bezeichnet wird, verbunden. Die Anode ist außerdem über eine zwischen Anode und Widerstand 16 abzweigende Leitung 17 mit einem Widerstand 18 verbunden, der an dem negativen Pol einer Gleichstromvorspannung liegt, genauer gesagt, einer Bezugsspannungsquelle, die durch die Standardbatterie 19 mit 22,5 V gebildet wird. Die positive Seite der Standardbatterie 19 ist über die Leitung 20 mit dem Eingangsgitter einer Verstärkerschaltung verbunden, die eine Standard-6AN8-Röhre 21 und einen hierfür typischen Kreis aufweist. Eine Anode 26 dieser Röhre ist über eine Leitung 23 an das Gitter 24 einer Röhre 25 angeschlossen, die als Steuerung für den Gleichrichter 11 dient, während die andere Anode 22 des Verstärkers über einen Draht 27 mit der Kathode 28 der Röhre 25 verbunden ist.
  • Im Betrieb arbeitet die Einrichtung wie folgt: Wenn Licht auf die Photovervielfacherröhre fällt, werden der positive Strom von Erde zur Anode durch den Widerstand 16 und der Strom zu der Verstärkerschaltung durch die negative Polarität der Batterie 19 blockiert, bis auf jene Zeit, in der das Licht stark genug ist, um eine Spannung zu erzeugen, die größer ist als die 22,5 V der Batterie plus einem genügenden Zusatzwert zur Überwindung gewisser Trägheiten im Verstärker, insgesamt also etwa 24 V.
  • Die Lichtintensität muß einen Punkt erreichen, wo der durch die Photovervielfacherröhre geleitete Strom diese Bezugsspannung, hier als 24 V angenommen, überwindet, bevor ein wirksamer Strom zu dem Gitter der Verstärkerröhre 21 fließt. Dies ist daher der Mindestpegel der Lichtintensität, auf den das System anspricht. Wenn die auf die Photovervielfacherröhre einfallende Gesamtlichtintensität anwächst, so daß die Bezugsspannung überwunden wird, wird der Spannungsabfall an dem Anodenlastwiderstand 16 der Photovervielfacherröhre der Verstärkerschaltung zugeführt, und es ergibt sich ein Strom zurück zu der Steuerröhre 25, der den Gleichrichter auf einen geringeren Strom einstellt, der dadurch die Leitung 12 und die Kathode der Photovervielfacherröhre auf eine geringere Spannung bringt und damit das genaue Potential an diesem Anodenlastwiderstand erneut errichtet. Dann ist es so, als ob die Photovervielfacherröhre keine Erhöhung in der Lichtintensität »sieht«. Es gibt eine kurze erwünschte Zeitverzögerung in der Funktion dieser Schaltung. Erwünschterweise ist diese Verzögerung größer als die Zeit, die erforderlich ist, damit der blaue oder kleinere Abschnitt des Filters an der Photovervielfacherröhre vorbeibewegt wird.
  • Vorzugsweise geht sie jedoch nicht über diejenige Zeit hinaus, die der Filter für die Vollendung eines vollen Zyklus benötigt.
  • Diese Schaltung bewirkt, daß, nachdem eine Mindestlichtintensität erreicht ist, die Photovervielfacherröhre in der Tat jede Intensität oberhalb dieser Mindestintensität so »sieht«, als wäre sie von gleichförmiger Intensität, mit Ausnahme der erwünschten Zeitverzögerung, die auftritt, wenn die Schaltung sich selbst wegen einer Intensitätsänderung korrigiert.
  • Den größten Teil der Zeit »sieht« die Photovervielfacherröhre das von dem zu beobachtenden Gegenstand ausgestrahlte Licht durch den roten Bereich der Scheibe. Wenn sich der blaue Bereich über die »Sichtlinie« der Röhre bewegt, ergibt sich eine Intensitätsänderung; diese tritt aber so schnell auf, daß der blaue Bereich sich außerhalb der Sichtlinie der Röhre befindet, bevor die Verstärkerschaltung auf Grund der Ansprechverzögerung zur Vornahme einer Korrektur zu arbeiten beginnt. Der Ausgang der Photovervielfacherröhre wird über eine Leitung 30 zu einer Spitzenwertvoltmeterschaltung geführt. Daher ist der normale Strom in der Leitung 30 ein gleichmäßiger Bezugsstrom mit einem kurzen Impuls oder einer Spitze in jener Zeit, in der sich das blaue Segment der Scheibe an der lichtempfindlichen Röhre vorbeibewegt. Dies ist in Fig. 5 dargestellt, wo die Linie X-X den Bezugspegel darstellt. Die geradlinig gezeichneten Impulse Y von kurzer Dauer werden erzeugt, wenn sich der blaue Filter vor der Photoröhre vorbeibewegt. Wenn das blaue Segment den größeren Teil der Fläche bedecken würde, beispielsweise etwa gleich demjenigen der roten Fläche, würde die Absenkung keine Rechteckwellenform haben, sondern würde beginnen, sich auf einer geneigten Bahn auf den Bezugspegel zurückzubewegen, weil die Schaltung die automatische Fähigkeit besitzt, immer zu dem Bezugspegel zurückzukehren.
  • Zu diesem Zweck ist ein Verzögerungs- oder Trägheitsfaktor in die Verstärkerreglerschaltung eingebaut, welche die Röhre 21 und die Regelröhre 25 umfaßt. Die Vorrichtung ist daher in der Lage, zwischen den kurzen Impulsen, welche durch die Unterschiede der Energie zwischen den roten und blauen Bändern dargestellt werden, und einer Gesamtänderung der Intensität zu unterscheiden.
  • Um dies besser zu verstehen, sei herausgestellt, daß beispielsweise in einer Sekunde die Abtastvorrichtung von einem Abstand von 3,60 m von dem strahlenden Körper auf 1,80 m herangeführt wird.
  • Dies ist eine ausreichende Zeit (genauer gesagt, mehr als ausreichend) für die Schaltung, um sich selbst auf die erhöhte Lichtintensität einzuregeln, während welcher sich die Scheibe mit 60 U/sec oder 3600 U/min dreht und die blaue Fläche etwa 10 ovo der Scheibe bedeckt, der »blaue Impuls« 60mal für 1/io von I/oo einer Sekunde erzeugt wird. Mit anderen Worten, die Anderungen der Gesamtintensität des Lichts verlaufen relativ allmählich, verglichen mit der Dauer eines einzelnen Impulses, so daß die Gesamtänderung der Lichtintensität in dem Meßwert des Instruments unwichtig ist. Die Tiefe des Impulses in F i g. 5 unterhalb der Bezugslinie hängt direkt von der Differenz der Energie zwischen den roten und blauen Bändern des Spektrums ab und zeigt daher die Temperatur des Körpers gemäß dem Wienschen Gesetz an.
  • Die Leitung 30 ist über einen Sperrkondensator 30a und eine Leitung 30b mit der Kathode eines Einweggleichrichters 31 verbunden. Die Anode 32 dieses Gleichrichters ist mit einem Gitter 33 einer Doppeltriode 34 des Typs 6SL7 verbunden. Die beiden Anoden dieser Röhre liegen über eine Leitung 35 an einer Anodenspannungsquelle, die noch beschrieben wird. Die beiden Kathoden 36 und 37 der Doppeltriode sind über die Leitungen 38 und 39 sowie die Widerstände 40 bzw. 41 mit den beiden Enden eines Potentiometers 42 verbunden. Eine negative Spannung wird einem mittleren Punkt 43 dieses Widerstandes aufgedrückt.
  • Es ergibt sich ein Brückenzweig 49 zwischen den Leitungen 38 und 39, der ein Mikrovoltmeter 9, das in Graden geeicht ist, und einen veränderlichen Widerstand 50 aufweist. Das andere Gitter 33' der Doppeltriode ist über eine Leitung 51 mit der Anode einer Diode 52, welche das Gegenstück zur Diode 31 darstellt, und außerdem über eine Leitung 51' und einen Sperrkondensator 53 mit der Leitung 30 b verbunden. Das Gitter 33' ist zusätzlich über eine Leitung 54 und einen Widerstand 55 an die Kathode der Diode 52 angeschlossen. Ein Stromkreis führt parallel zur Diode 31, über einen Widerstand 56, die Leitung 57 und einen Kondensator 58 zu dem ersten Gitter 33 der Doppeltriode 34.
  • Jenseits der Leitung 30 ist die Schaltung im wesentlichen eine Spitzenwertvoltmeterschaltung. Wenn alle Größen im stationären Zustand sind, fließt kein Strom über den Brückenzweig mit dem Meßgerät 9.
  • Die von dem blauen Filter erzeugten Impulse stören dieses Gleichgewicht und neigen dazu, eine Ladung auf dem Kondensator 58 zu errichten, wodurch sich eine positive Ladung auf dem Gitter 33 ergibt, um das Meßgerät 9 zum Ausschlag zu bringen, wobei die Größe des Ausschlages von der Amplitude der Impulse abhängt. Es ist erwünscht, daß der Farbfilter mit einer großen Frequenz arbeitet, damit die Impulse dicht aufeinander folgen. Die Diode 52 drückt eine konstante Spannung gleich der Bezugsspannung auf das Gitter 33'. Durch die Leitung 51' und den Kondensator 53 wird die Ansprechempfindlichkeit des Voltmeters 9 etwas verringert, aber sie helfen, Röhren- oder Hintergrund-Rauschen auszugleichen. Da der Kondensator 53 wesentlich kleiner ist als der Kondensator 58 - der erstere hat etwa 0,001 FF, der letztere beispielsweise 0,01 F - und da kein Widerstand entsprechend dem Widerstand 56 vorhanden ist, wird das erwünschte Signal nicht ausgeglichen, sondern nur etwas vermindert.
  • Der Rest der Schaltung ist im wesentlichen »Netzteil« zur Zuführung von Gleichstrom zur Doppeltriode, einschließlich einer Vollweggleichrichterröhre 60 und der üblichen Schaltungsteile hierfür, vor allem Stabilisatoren und Filter. Es wird eine positive Spannung an die Leitung 61 gelegt, die über eine Leitung 62, die Leitung 27 und die Leitung 35 mit den beiden Anoden der Röhre 34 verbunden ist. Die negative Seite des Gleichrichters wird durch die Leitung 63 dargestellt, die etwa in der Mitte 43 des Widerstandes 42 angelegt wird, den Umständen entsprechend jedoch verstellt werden kann.
  • Wenn auch ein Aufzeichnungsinstrument gewünscht wird, kann es beispielsweise an den Punkten 64 und 65 an das Brückenglied angeschlossen werden.
  • In den Zeichnungen sind nur schematisch die verschiedenen Parallelelektroden oder Dynoden des Photovervielfachers dargestellt.
  • In den unteren Temperaturbereichen kann eine Kadmiumsulfid- oder Bleisulfidzelle oder eine andere lichtempfindliche Zelle, die auf Infrarotstrahlen in dem längeren Ende des Bereichs anspricht, an Stelle einer Photovervielfacherröhre verwendet werden, in welchem Fall die Spannung des Eingangsgleichrichters 11 in der Größenordnung von 200 V anstatt 1500 V liegen würde. Dies ist in F i g. 4 gezeigt, wo eine lichtempfindliche Zelle 70, beispielsweise eine Kadmiumsulfidzelle oder eine Selenzelle od. dgl. an Stelle einer Photovervielfacherröhre verwendet ist.
  • Für eine größere Stabilität kann die in F i g. 6 gezeigte Abwandlung verwendet werden. Eine Photovervielfacherröhre ändert ihren Ausgangswert bei einer Erhöhung der Temperatur, wenn sie in Betrieb ist. Die Röhre 7 wird mit einer Hülle 70 umgeben, in der ein thermostatisch geregelter elektrischer Heizer 71 vorgesehen ist, um eine konstante Temperatur im Bereich der Röhre aufrechtzuerhalten, so daß sie im Betrieb nicht durch Temperaturänderungen beeinflußt wird. In F i g. 6 ist die Röhre in Seitenansicht gezeigt und das Gehäuse im Schnitt. Ein Bimetall- oder ein anderer Thermostat ist schematisch mit 72 bezeichnet.
  • Indem der Fühlkopf getrennt von dem Steuerkasten nur durch ein Kabel verbunden behalten wird, besitzt die Vorrichtung eine große Anpassungsfähigkeit und kann leicht gehandhabt werden, da der Fühlkopf nur einige Kilogramm wiegt, während die Vorrichtung in dem Steuerkasten notwendigerweise schwerer ist und mehr Raum einnimmt. Die Filter werden gemäß dem Temperaturbereich ausgesucht, in dem das Instrument benutzt wird. Innerhalb dieses Bereichs überdecken sie eine große Temperaturspanne, falls gewünscht bis zu einem Bereich von wenigstens 13700 C, und es werden Änderungen von nur 0,60 C entdeckt. Die Entladung der Batterie 19 ist vernachlässigbar klein, so daß sie für längere Zeiträume ohne Ersatz benutzt werden kann.
  • Obwohl die erfindungsgemäße Vorrichtung in erster Linie nützlich für das Messen der Temperatur von strahlenden Körpern ist, kann sie auch in anderen Zusammenhängen verwendet werden, wo Lichtmessungen vorzunehmen sind, beispielsweise beim Bewerten von Farben. In solchen Fällen wird die Normfarbe durch eine Normlampe beleuchtet.
  • Jeder andere Gegenstand der gleichen Farbe, der in dem gleichen Licht betrachtet wird, gibt dann die gleiche Anzeige, während eine Farbe, die sich davon unterscheidet oder beschattet ist, eine andere Anzeige gibt.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Farbpyrometer mit einem einzigen lichtempfindlichen Empfangselement, mit einer Filteranordnung, die von der auf einer einzigen zugeführten Strahlung eines erhitzten Körpers ohne Unterbrechung nacheinander in rascher Folge zwei Spektralbereiche auf das Empfangselement durchläßt und mit einer Schaltung zum Auswerten der sich abwechselnden Strahlungsenergiemeßwerte unterschiedlicher Größe, die unabhängig von der aufgenommenen Strahlungsenergie beim gleichen Quotienten der Meßwerte den gleichen Ausgangswert abgibt, d a d u r c h gekennzeichnet, daß zur automatischen Einregelung eines vorgegebenen Bezugspegels für die Strahlungsgesamtenergie das Empfangselement über einen Lastwiderstand vom positiven Pol einer Gleichspannungsquelle gespeist wird und daß von dem Verbindungspunkt zwischen Empfangselement und Lastwiderstand einerseits eine Impulsmeßvorrichtung, die die Differenz der sich abwechselnden Meßwerte feststellt, und andererseits ein Steuerkreis angeschlossen ist, welch letzterer die Spannung der Gleichspannungsquelle absenkt, wenn die auftreffende Strahlungsgesamtenergie über dem vorgegebenen Pegel liegt, und eine kleinere Ansprechgeschwindigkeit besitzt, als es der raschen Folge der Spektralbereiche entspricht 2. Farbpyrometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Empfangs element eine Photovervielfacherröhre ist und daß Lastwiderstand, Impulsmeßvorrichtung und Steuerkreis an deren Anode angeschlossen sind.
    3. Farbpyrometer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer scheibenförmig ausgebildeten Filteranordnung mit segmentartigen Filtern verschiedener Farbe daß eine Segment wesentlich größer ist als das andere.
    4. Farbpyrometer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsmeßvorrichtung eine Spitzenwertspannungsmeßvorrichtung aufweist.
    5. Farbpyrometer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkreis eine Verstärkeranordnung aufweist, bei der die Steuerelektrode der ersten Stufe über eine Vorspannungsbatterie und einen Widerstand an den Verbindungspunkt zwischen Empfangselement und Lastwiderstand angeschlossen ist und deren Ausgang an einen die Gleichstromquelle aufweisenden Stromkreis gelegt ist, so daß ein Spannungsanstieg an der Steuerelektrode einen Spannungsabfall am Verstärkerausgang zur Folge hat.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 682 693; deutsche Patentanmeldungen H 17711IX/42i (bekanntgemacht am 21. 7. 1955), M 1115 Ix/42i (bekanntgemacht am 27. 11. 1952), M 1915 IX/42i (be kanntgemacht am 7. 5. 1953), P 128IX/42i (bekanntgemacht am 22. 11. 1951), P 9609 D IX/42i (bekanntgemacht am 2. 5. 1951), S23560IX/42h (bekanntgemacht am 25. 9. 1952); deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 716 117; französische Patentschrift Nr. 1 034 618; britische Patentschrift Nr. 702 172; USA.-Patentschrift Nr. 2759392.
DES62344A 1958-04-01 1959-03-26 Farbpyrometer Pending DE1237804B (de)

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