DE1237458B - Gegendruckfueller zum luftarmen Abfuellen von Bier und anderen kohlensaeurehaltigen Fluessigkeiten - Google Patents

Gegendruckfueller zum luftarmen Abfuellen von Bier und anderen kohlensaeurehaltigen Fluessigkeiten

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DE1237458B DE1963E0026090 DEE0026090A DE1237458B DE 1237458 B DE1237458 B DE 1237458B DE 1963E0026090 DE1963E0026090 DE 1963E0026090 DE E0026090 A DEE0026090 A DE E0026090A DE 1237458 B DE1237458 B DE 1237458B
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    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67CCLEANING, FILLING WITH LIQUIDS OR SEMILIQUIDS, OR EMPTYING, OF BOTTLES, JARS, CANS, CASKS, BARRELS, OR SIMILAR CONTAINERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; FUNNELS
    • B67C3/00Bottling liquids or semiliquids; Filling jars or cans with liquids or semiliquids using bottling or like apparatus; Filling casks or barrels with liquids or semiliquids
    • B67C3/02Bottling liquids or semiliquids; Filling jars or cans with liquids or semiliquids using bottling or like apparatus
    • B67C3/22Details
    • B67C3/26Filling-heads; Means for engaging filling-heads with bottle necks
    • B67C3/2614Filling-heads; Means for engaging filling-heads with bottle necks specially adapted for counter-pressure filling

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  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)

Description

  • Gegendruckfüller zum luftarmen Abfüllen von Bier und anderen kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten Die Erfindung bezieht sich auf einen Gegendruckfüller zum luftarmen Abfüllen von Bier und anderen kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten.
  • Es ist bekannt, daß der in der Luft enthaltene Sauerstoff besonders bei längerer Einwirkung für Bier und andere Getränke sehr nachteilig ist und daß die im Flaschenhals verbliebene Luft schädigende Einflüsse ausübt. Es ist ferner bekannt, zunächst die Flasche zu evakuieren, die Flasche mit Kohlensäure nachzufüllen und dann den Füllvorgang in Kohlensäureatmosphäre durchzuführen. Dennoch kann auf eine Schaumentwicklung in der Flasche selbst nicht ganz verzichtet werden, denn selbst in Kohlensäureatmosphäre schwarz abgefüllte Flaschen weisen nach dem Verschließen im Flaschenhals Luft auf, die teilweise während des Transportes zur Verschließmaschine eindringt, so daß trotz großer Sorgfalt beim Abfüllen die Hauptursache für die schädliche Beeinflussung des Getränkes, nämlich die im Flaschenhals lange Zeit einwirkende Luftmenge, nicht vermieden werden kann.
  • Es ist weiter bereits bekannt, Füllapparate herzustellen, die auch bei höherem Kohlensäuregehalt der abzufüllenden Flüssigkeiten eine weitgehende Schwarzabfüllung erlauben. Solche Füllapparate sind für eine exakte Füllung an sich sehr erwünscht. Um die Luft aus den Hälsen derart abgefüllter Flaschen zu entfernen, ist es bereits bekannt, durch Anklopfen der Flaschen Schaum im Flaschenhals zu erzeugen. Da das Anklopfen der Flaschen in vielen Fällen nicht rasch genug das erforderliche Aufschäumen bewirkt, ist es auch bekannt, mit energiereichem Ultraschall schwingende Behandlungsköpfe in Kontakt mit den schwarz abgefüllten Flaschen zu bringen. Dadurch kann das Aufschäumen des Flascheninhaltes erreicht werden. Zuweilen ist jedoch auch die Ultraschall-Energie nicht ausreichend, um ein rechtzeitiges Aufschäumen des Flascheninhaltes zu erreichen.
  • Es ist auch bekannt, zwischen Füll- und Verschließmaschine über der vorbeilaufenden Flaschenreihe eine Spritzdüse für Wasser oder Bier anzuordnen, die in jede Flasche kurzfristig einen dünnen Strahl einspritzt. Es hat sich gezeigt, daß hierdurch ein Aufschäumen zustande kommt. Häufig werden jedoch einzelne Flaschen bei der komplizierten Steuerung des Spritzstrahles nicht erfaßt, so daß der Erfolg insgesamt sehr unsicher ist. Diese Vorrichtung ist ferner für den praktischen Betrieb wegen der ständig anfallenden Flüssigkeitsmenge wenig geeignet. Auch das Einspritzen von Bier in die unter der Düse vorbeilaufenden Flaschen ist unerwünscht, weil Verunreinigungen entstehen und zudem erhebliche Biermengen verlorengehen.
  • Es ist auch bekannt, daß Abfüllorgane älterer Bauart häufig beim Entlasten oder Abziehen der gefüllten Flaschen in den Flüssigkeits- und Gaskanälen gespeicherte bzw. vorhandene Flüssigkeit in die Flaschen zurückspritzen, wodurch häufig ein Aufschäumen des Flascheninhaltes zustande kommen kann. Der Vorgang ist jedoch unerwünscht und auch ungesteuert und wird bei Füllorganen neuerer Bauart möglichst vermieden.
  • Um die Nachteile der bisher bekannten Vorrichtungen und Füllorganbauarten zu vermeiden und um nach schaumfreier Abfüllung am Schluß der Abfüllung dennoch eine ausreichende Schaumkrone im Flaschenhals zu erhalten, wird ein Gegendruckfüller zum luftarmen Abfüllen von Bier und anderen kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten durch Erzeugen von Schaum im Hals der zuvor schaumarm abgefüllten Flaschen durch Einspritzen von Flüssigkeit in den Flaschenhals vorgeschlagen, der gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet ist, daß das Einspritzen von Bier vom Füllorgan aus steuerbar ist.
  • Gemäß der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, daß zum Erzeugen eines feinen, vom Füllorgan her in den Flaschenhals gerichteten Bierstrahls ein unter Abfülldruck stehendes dünnes Flüssigkeitsrohr vorgesehen ist.
  • Außerdem wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß der Durchmesser des während der Dauer von 0,05 bis 3,0 Sekunden in die Flasche eingespritzten Bierstrahls etwa 0,1 bis 1,0 mm beträgt.
  • Gemäß der Erfindung kann somit unmittelbar im Anschluß an den Füllprozeß, während die Flasche noch zentriert ist, ein gesteuerter Bierstrahl in die Flasche eingespritzt werden, der je nach der Einwirkzeit, die leicht von außen verstellt werden kann, die gewünschte Menge Bierschaum erzielt. Es können nicht nur Flaschen, sondern auch andere Behälter wie Dosen, Kanister oder Fässer in dieser Weise mit der Schaumkrone versehen werden. An Stelle eines Bierstrahls wird beim Abfüllen anderer Flüssigkeiten jeweils der entsprechende Flüssigkeitsstrahl verwendet. Es können auch nacheinander mehrere kurze Einspritzstöße durchgeführt werden.
  • Weiter wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß ein in die Flasche reichendes Füllelement während bzw. nach dem Herausziehen des Elements aus der gefüllten Flasche ein kurzfristig an einen unter vollem Abfülldruck stehenden Flüssigkeitskanal des Füllorgans anschließbares Flüssigkeitsrohr mit Bohrung aufweist, die mit einer in den Hals der Flasche gerichteten Spritzdüse geringen Durchmessers versehen ist.
  • Bei Gegendruckfüllern mit leicht lösbarem und mit Fußventil und Schließfeder versehenem Füllrohr für Flaschen und Dosen, mit einer im Füllrohr angeordneten, vom Füllorgan aus betätigbaren Zugstange für das Fußventil und mit einem unter der Kraftwirkung der Schließfeder stehenden, verschiebbaren Zugstangenkopf wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß die Zugstange als Flüssigkeitsrohr ausgebildet ist und daß das Flüssigkeitsrohr einerseits über den mit einem eigenen abgefederten Spritzventil versehenen Stangenkopf mit dem unter Fülldruck stehenden Druckkanal des Füllorgans und andererseits mit dem am unteren Ende eine Spritzdüse geringen Durchmessers aufweisenden Fußventil verbunden ist.
  • Außerdem wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß das Spritzventil und seine Haltefeder als Druckstück für einen Ventilstößel im Stangenkopf angeordnet sind und die Haltefeder schwächer als die den Stangenkopf beeinflussende Schließfeder des Fußventils ausgebildet ist, derart, daß unter langsam anwachsendem Druck des Ventilstößels auf den Stangenkopf zunächst das Spritzventil und weiterhin dann das Fußventil geöffnet wird.
  • Es wird weiter bei einem Gegendruckfüller mit am Umfang der Füllmaschine angeordneten, in Eingriff mit den Steuerkreuzen der Füllorgane gelangenden Steuerbolzen, wobei neben anderen bekannten Schaltungen zum Füllen des Gefäßes mit Flüssigkeit das Fußventil geöffnet und nach Beendigung der Füllung wieder geschlossen wird, gemäß der Erfindung vorgesehen, daß am Füllerumfang ein zusätzlicher, die Steuerarme der Steuerkreuze nur bis zum öffnen der Spritzventile - bei geschlossen bleibenden Fußventilen - zurückdrehender Steuerbolzen und ein die Rückdrehung kurz darauf wieder aufhebender weiterer Steuerbolzen vorgesehen ist. Solche Schaltbewegungen können auch mehrmals hintereinander erfolgen, wofür dann jeweils ein zusätzliches Bolzenpaar erforderlich ist.
  • In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise und schematisch dargestellt.
  • A b b. 1 zeigt das Füllrohr im Längsschnitt, A b b. 2 einen Schnitt A -B nach A b b.1, A b b. 3 den Ventilkörper, und A b b. 4 zeigt Ober- und Unterteil des Füllrohres in vergrößerter Darstellung in Füllposition; A b b. 5 und 6 zeigen das Füllrohroberteil in geschlossener und in Spritzposition; A b b. 7 stellt eine Draufsicht auf das Füllrohroberteil dar; in A b b. 8 sind die letzten Schaltstellungen des Füllorgans und in A b b. 9 die Anordnung der Schaltbolzen am Füllerumfang dargestellt. Das Füllrohr 1 gelangt in die Flasche 27 und weist an seinem Oberteil 2 eine becherartige Erweiterung 3 und an seinem Unterteil 4 einen hülsenartigen Füllrohrfortsatz 5 auf. Der Füllrohrfortsatz 5 kann in das Unterteil 4 des Füllrohres 1 eingeschraubt sein und weist eine als Ventilsitz dienende Einschnürung 6 auf, gegen die sich der Kopf des tropfenförmig in Strömungsrichtung verjüngten Fußventilkörpers 7 abdichtend anlegt. Der Fußventilkörper 7 ist völlig innerhalb des Füllrohrfortsatzes 5 angeordnet und mit Leitflächen 8 im Inneren des Fortsatzes 5 geführt. Im Inneren des Füllrohres 1 ist eine mit Bohrungen 9' als Röhrchen ausgebildete Zugstange 9 vorgesehen und einerseits mit dem Fußventilkörper 7 und andererseits mit einem Zugstangenkopf 10 in Verbindung. Am unteren Ende des Fußventilkörpers 7 ist eine Spritzdüse 7' geringen Durchmessers, z. B. 1 mm oder 0,5 mm, angeordnet, und am oberen Ende des Zugstangenkopfes 10 ist ein aus einer Ventilkugel 11 und einer Haltefeder 12 bestehendes Spritzventil vorgesehen, das eine obere Zentralöffnung 13 des Zugstangenkopfes 10 verschließt. Der Zugstangenkopf 10 ist außerdem mit Leitflächen 14 versehen, die leitwerkartig in der becherförmigen Erweiterung 3 geführt sind. Der Zugstangenkopf 10 steht unter Einwirkung einer Schließfeder 15, die gegen die Leitflächen 14 ansteht und an einer Kröpfung 16 des Fülirohroberteils abgestützt ist. In Zwischenräumen 15' zwischen den Leitflächen 14 (A b b. 7) strömt eine abzufüllende Flüssigkeit 17' aus einem Flüssigkeitskanal 17 des Füllorgans (A b b. 1 und 4) durch das Füllrohroberteil2 und das Füllrohrunterteil4 und gelangt bei von der Ventilsitzeinschnürung 6 abgehobenem Fußventil 7 durch Zwischenräume 18 (A b b. 2) zu einer Ausflußöffnung 19 des Füllrohrfortsatzes 5. Der Fußventilkörper 7 stellt hierbei zusammen mit der Innenwandung des Füllrohrfortsatzes 5 und den Leitflächen 8 einen Diffusor und Gleichrichter für den Flüssigkeitsstrom dar, so daß an der Ausflußöffnung 19 die Flüssigkeit weitgehend als glatter Strahl in ein zu füllendes Gefäß 27 austritt (A b b. 4 und 8 a). Bei geschlossenem Fußventil 7 (A b b. 1) verbleibt in den Zwischenräumen 18 zwischen den Leitflächen 8 infolge der Kapillarwirkung bzw. Oberflächenspannung Flüssigkeit, die beim späteren Wiederöffnen des Fußventils 7 ein sofortiges wirbelungsfreies Strömen der Flüssigkeit bewirkt, wodurch jede Wirbelbildung und Vergurgelung am Auslauf des Füllrohres vermieden wird. Lufteinschlüsse werden dabei ebenso vermieden wie eine dem Gasaustausch günstige Ausbildung der Oberfläche des Bierstrahls. Wie aus A b b. 4 leicht erkennbar ist, gelangt der Ventilstößel 20 z. B. durch mechanische Einwirkung des nicht weiter gezeichneten Füllorgans gegen den oberen Teil des Zugstangenkopfes 10, wobei er zunächst die Ventilkugel 11 des Spritzventils von der Zentralöffnung 13 abdrückt, danach aber diese Öffnung 13 durch seine eigene Kuppe auch wieder abdeckt. Es kann auch ein den ganzen Stangenkopf beaufschlagendes Druckstück vorgesehen werden. Gegen die Druckwirkung der Schließfeder 15 wird dann der Stangenkopf 10 um den Betrag nach unten gedrückt, der zum Abheben des Fußventilkörpers 7 von der als Ventilsitz dienenden Einschnürung 6 erforderlich ist, Als Verbindung zwischen dem Stangenkopf 10 und dem Fußventil 7 ist die Zugstange 9 vorgesehen, die eine Bohrung 9' aufweist, durch die unmittelbar aus dem Druckkanal 17 Flüssigkeit zu der Spritzdüse 7' des Ventilkörpers 7 gelangen kann, sobald die Ventilkugel 11 von der Zentralöffnung 13 - ihrem Ventilsitz -- so weit abgerückt ist, daß Flüssigkeit zwischen der Zentralöffnung 13 und der Ventilkugel 11 durch die Ventilkammer 21 des Spritzventils über das Zugstangenröhrchen 9 zum Ventilkörper? gelangt.
  • In A b b. 6 ist der Zugstangenkopf 10 in seiner oberen Stellung dargestellt. Der Fußventilkörper 7 liegt dabei, wie in A b b. 1, gegen den Ventilsitz 6 an, so daß keine Flüssigkeit ausströmen kann. Der Ventilstößel 20 ist in Richtung eines Pfeiles 22 so weit nach unten gerückt, daß die Ventilkugel 11 von ihrem Sitz 13 so weit abgedrückt ist, daß Flüssigkeit aus dem Druckkanal 17 durch die Ventilkammer 21 und die Bohrung 9' des Zugstangenröhrchens 9 bis zu der Spritzdüse 7' des Fußventilkörpers 7 gelangt und dort in scharfem, feinem Strahl von etwa 1 mm Durchmesser nach unten und in den etwa darunter befindlichen Hals einer bereits gefüllten Flasche 27 einspritzt. Hierdurch wird im Hals der Flasche 27 Schaum erzeugt, der, noch bevor die Flasche die Füllmaschine verlassen hat, den Flaschenhals völlig anfüllt und dabei die im Flaschenhals vorhandene Luft in bekannter Weise verdrängt. Dieser nach unten unter vollem Füllerüberdruck austretende scharfe Bierstrahl erreicht also während und/oder unmittelbar nach dem Abziehen der Flasche vom Füllorgan das Innere des Flaschenhalses. Noch bevor die Flaschen 27 aus dem Füllbereich herausgelangen, kann der Ventilstößel 20 wieder nach oben in Gegenrichtung zum Bewegungspfeil 22 abgehoben werden, wodurch selbsttätig die Ventilkugel 11 gegen die Zentralöffnung 13 als Ventilsitz gelangt und einen weiteren Eintritt von Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitskanal 17 in die Ventilkammer 21 verhindert. Da die Haltefeder 12 wesentlich schwächer ausgebildet ist als die Schließfeder 15, die den Stangenkopf 10 nach oben drückt und damit das Fußventil 7 auf dem Sitz 6 abdichtet, wird beim Niedergehen des Ventilstößels 20 zunächst das Spritzventil 11, 12, 21 geöffnet, wobei das Fußventil 6, 7 geschlossen bleibt. Diese Stellung nach A b b. 6 wird gemäß der Erfindung zum Einspritzen des scharfen Bierstrahls unmittelbar während oder nach dem Abziehen der Flasche benutzt. Beim Öffnen des Fußventils 7 gemäß A b b. 4 wird der Ventilstößel 20 ohne Zwischenhalt sofort ganz nach unten gedrückt, wodurch ein sofortiges Anlaufen der Flüssigkeit ohne vorheriges Ausspritzen aus der Spritzdüse 7' erzielt wird. Beim Schließen des Fußventils aus der Stellung nach A b b. 4 in die Stellung nach A b b. 1 oder 5 wird ebenfalls ohne Zwischenhalt der Ventilstößel 20 ganz nach oben abgezogen, so daß auch hier praktisch ein Ausfließen von Bier aus der Spritzdüse 7' nicht vorkommt. Nur in der in A b b. 6 gezeichneten Stellung wird das Spritzventil 11, 12, 13 voll wirksam.
  • In A b b. 8 ist schematisch dargestellt, wie durch das Verschwenken der Steuerarme 24, 29 des nicht weiter gezeichneten Füllorgans zunächst die in A b b. 8 a noch im Gang befindliche Füllung durch Verschließen des Fußventils 7 gemäß A b b. 1 beendet wird. Ein Steuerbolzen 30 gelangt hierbei gegen den Steuerarm 29 und verschwenkt beide Steuerarme 24, 29 in die gestrichelt gezeichnete Stellung. Die Flasche wird darauf gemäß A b b. 8 b abgezogen, und ein gemäß der Erfindung zusätzlich angeordneter Steuerbolzen 23 gelangt gegen den Steuerarm 24 und bewirkt ein Zurückdrehen in die in A b b. 8 c gezeigte Stellung der Steuerarme 24, 29. Dabei wird das Spritzventil 11,12,13 gemäß A b b. 6 gerade geöffnet, so daß ein Spritzstrahl 25 in die Mündung 26 der Flasche 27 gelangt und dort ein Aufschäumen der abgefüllten Flüssigkeit, z. B. Bier, bewirkt. Durch einen weiteren Steuerbolzen 28 wird der Steuerarm 29 in die in A b b. 8 d gezeigte Schlußstellung gebracht, worauf die Flasche aus dem Bereich des Füllorgans entfernt wird. Auf der gleichen Drehachse 38 wie die Steuerarme 24, 29 ist - schematisch unter den Steuerarmen gezeichnet - die als Schaltelement für das Fußventil ? vorgesehene Exzenterscheibe 31 angeordnet und wird mit diesen verschwenkt.
  • In A b b. 8 a drückt die Exzenterscheibe 31, wie in A b b. 4 näher dargestellt, den Zugstangenkopf 10 nach unten, so daß das Fußventil 7 geöffnet ist.
  • In A b b. 8 b ist die Exzenterscheibe 31 ganz vom Stangenkopf 10 abgehoben (entsprechend A b b. 5). Das Fußventil 7 ist dabei geschlossen, und die Flasche 27 wird gerade nach unten abgezogen.
  • In A b b. 8 c ist die Exzenterscheibe 31 wieder um einen kleinen Winkel und so weit gegen den Ventilstößel 20 nach unten verdreht, daß gerade, wie in A b b. 6 gezeigt, das Spritzventil 11, 12,13 geöffnet wird, ohne daß das Fußventil 7 von seinem Sitz 6 abgehoben wird. Es wird ein dünner, scharfer Bierstrahl 25 in die Flasche gespritzt.
  • In A b b. 8 d ist die Exzenterscheibe 31 wieder in die Schlußstellung entsprechend A b b. 8 b gelangt. Das Spritzventil 11, 12, 13 ist dann ebenso geschlossen wie das Fußventil 6, 7.
  • Zu dem rundlaufenden Flaschenfüller 32 gelangen die zu füllenden Flaschen 27 über eine Anförderbahn 33. Die nicht weiter gezeichneten Füllorgane des Füllers 32 werden durch einen ersten Steuerbolzen 34 in eine Spannstellung und durch einen zweiten Steuerbolzen 35 in eine Füllstellung gebracht. Der in der zweiten Hälfte des Füllerumfanges angeordnete Steuerbolzen 30 ist identisch mit dem in A b b. 8 a gezeichneten, gegen den Schaltarm 29 gelangenden Steuerbolzen 30. Der zur Betätigung des Spritzventils 11,12,13 erforderliche Bolzen 23 ist etwa im letzten Viertel des Füllerumfanges angeordnet. Die Flaschen 27 werden hier abgezogen. Durch den Bolzen 28 wird dann wieder die Schlußstellung gemäß A b b. 8 d erreicht. Im Sektor zwischen dem Bolzen 35 und dem Bolzen 30 des Füllers 32 sind die Steuerarme 24, 29 also in der in A b b. 8 a gezeichneten Stellung. Im Sektor zwischen dem Bolzen 30 und dem Bolzen 23 befinden sich die Steuerarme in der in A b b. 8 b gezeichneten Stellung. Hier kann eine nicht weiter berücksichtigte Entlastung des Flascheninhaltes vorgenommen werden. Im Sektor zwischen Bolzen 23 und Bolzen 28 haben die Steuerarme 24, 29 die in A b b. 8 c gezeichnete Stellung, und hier wird in den Flaschenhals 26 der dünne, scharfe Flüssigkeitsstrahl eingespritzt. Hinter dem Bolzen 28 haben die Füllorgane wieder die in A b b. 8 d gezeichnete Stellung. Die Flaschen 27 gelangen aus dem Bereich des Füllorgans und verlassen dann auf einem Abförderband 39 den Füller 32. Die Füllorgane können mehr als zwei Steuerarme 24, 29 haben. Die in A b b. 8 gezeigten Stellungen der Steuerarme können auch mit anderen Winkeln verwirklicht werden. Als Steuerarme 24, 29 brauchen keine neuen Arme vorgesehen zu sein, soweit mit den sonst noch vorhandenen Steuerarmen die Schaltungen verwirklicht werden können; lediglich zusätzliche Steuerbolzen 23, 28 sind erforderlich. Werden, wie bei bekannten Füllorganen mit Fußventilen, die Steuerarme stets in einer Richtung gedreht, dann sind die Steuerbolzen 34, 35, 30, 28 entweder allesamt oberhalb der Drehachse 38 der Steuerarme oder allesamt unterhalb dieser Drehachse angeordnet. Da zur Verwirklichung der Erfindung ein Rückdrehen der Steuerarme erfoderlich ist, muß wenigstens der Steuerbolzen 23 unterhalb der Drehachse der Schaltarme liegen, soweit die übrigen Steuerbolzen oberhalb der Drehachse angeordnet sind. Entsprechendes gilt für den umgekehrten Fall.
  • Wie in den A b b. 1 und 4 dargestellt ist, wird die obere, becherartige Erweiterung 3 des Füllrohres 1 durch eine ringförmige, elastische Dichtung 36 im nicht weiter gezeichneten Gehäuse 37 des Füllorgans gehalten. Durch Entlastung des Dichtringes 36 kann das Füllrohr 1 leicht abgenommen werden. Das Füllrohr 1 stellt ein in die Flasche 27 reichendes Füllelement des Füllorgans dar. Soweit in die Flasche an Stelle eines Füllrohres 1 nur ein Luftrohr eingeführt wird und die einzufüllende Flüssigkeit an der Flaschenwand nach unten strömt, kann dieses Luftrohr gemäß der Erfindung zusätzlich am unteren Ende mit der Spritzdüse 7' versehen sein. Die Spritzdüse 7' steht dann über eine separate Bohrung 9', die im oder am Luftrohr angeordnet ist, mit Zuführungs-und Steuerorganen des Spritzventils 11, 12, 13 in Verbindung.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Gegendruckfüller zum luftarmen Abfüllen von Bier und anderen kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten durch Erzeugen von Schaum im Hals der zuvor schaumarm gefüllten Flaschen durch Einspritzen von Flüssigkeit in den Flaschenhals, dadurch gekennzeichnet, daß das Einspritzen der Flüssigkeit vom Füllorgan aus steuerbar ist.
  2. 2. Gegendruckfüller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erzeugen eines feinen, vom Füllorgan her in den Flaschenhals (26) gerichteten Bierstrahls (25) ein unter Abfülldruck stehendes dünnes Flüssigkeitsrohr (9) vorgesehen ist.
  3. 3. Gegendruckfüller nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des während der Dauer von 0,05 bis 3,0 Sekunden in die Flasche eingespritzten Bierstrahls (25) etwa 0,1 bis 1,0 mm beträgt.
  4. 4. Gegendruckfüller mit in die Flasche reichenden, als Gas- oder Füllrohr ausgebildeten Füllelementen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein in die Flasche (27) reichendes Füllelement (1) während bzw. nach dem Herausziehen des Elementes (1) aus der gefüllten Flasche (27) ein kurzfristig an einen unter vollem Abfülldruck stehenden Flüssigkeitskanal (17) des Füllorgans anschließbares Flüssigkeitsrohr (9) mit Bohrung (9') aufweist, die mit einer in den Hals (26) der Flasche gerichteten Spritzdüse (7') geringen Durchmessers versehen ist.
  5. 5. Gegendruckfüller nach Anspruch 4 mit leicht lösbarem und mit Fußventil und Schließfeder versehenem Füllrohr für Flaschen und Dosen, mit einer im Füllrohr angeordneten, vom Füllorgan aus betätigbaren Zugstange für das Fußventil und mit einem unter der Kraftwirkung der Schließfeder stehenden, verschiebbaren Zugstangenkopf, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstange (9) als Flüssigkeitsrohr (9) ausgebildet ist und daß das Flüssigkeitsrohr (9) einerseits über den mit einem eigenen abgefederten Spritzventil (11, 12, 13) versehenen Stangenkopf (10) mit dem unter Fülldruck stehenden Druckkanal (17) des Füllorgans und andereseits mit dem am unteren Ende eine Spritzdüse (7) geringen Durchmessers aufweisenden Fußventil (7) verbunden ist.
  6. 6. Gegendruckfüller nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Spritzventil (11, 13) und seine Haltefeder (12) als Druckstück für einen Ventilstößel (20) im Stangenkopf (10) angeordnet sind und die Haltefeder (12) schwächer als die den Stangenkopf (10) beeinflussende Schließfeder (15) des Fußventils (7) ausgebildet ist.
  7. 7. Gegendruckfüller nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit am Umfang der Füllmaschine angeordneten, in Eingriff mit den Steuerkreuzen der Füllorgane gelangenden Steuerbolzen, wobei zum Füllen des Gefäßes mit Flüssigkeit das Fußventil geöffnet und nach Beendigung der Füllung geschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang des Füllers (32) ein zusätzlicher, die Steuerarme (24, 29) der Steuerkreuze nur bis zum Öffnen der Spritzventile (11, 12, 13) rückdrehender Steuerbolzen (23) und ein die Rückdrehung kurz darauf wieder aufhebender weiterer Steuerbolzen (28) vorgesehen ist.
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