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Bildwerfer mit Kühlgebläse Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung
bildet ein Bildwerfer, insbesondere für Niederspannungslampen, mit einem Kühlgebläse,
wie z. B. einem Turbogebläse, mit senkrecht stehender Läuferachse. Da bei bekannten
Bildwerfern dieser Art das jeweils im Bildfenster befindliche Diapositiv erheblichen
Temperaturen ausgesetzt ist, so ist seine ausreichende Kühlung von großer Bedeutung.
Man hat deshalb bei bekannten Bildwerfern, die von dem Gebläse erzeugte Kühlung
zuerst an das in der Bildbühne befindliche Diapositiv herangeführt und erst anschließend
die Kühlluft anderen kühlungsbedürftigen Teilen, z. B. der Lampe, dem Kondensorsystem
usf. zugeführt.
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In einem der bekannten Bildwerfer dieser Art wird zu diesem Zweck
der Bildwechselkanal von der durch das Gebläse angesaugten Luft durchströmt, wobei
der Kühlluftstrom durch unvermeidliche Nebenluft gestört wird. In einem anderen
bekannten Fall muß der Kühlluftstrom auf der Druckseite des Gebläses um 90° in die
Bildbühnenebene umgelenkt werden. In beiden Fällen ist die Kühlwirkung auf das in
der Bildbühne befindliche Diapositiv unzureichend. Dies um so mehr, als in beiden
Fällen der Kühlluftstrom quer zur Längserstreckung des Bildwechselkanals gerichtet
und dieser nur auf einem kurzen Abschnitt seiner Länge der unmittelbaren Beaufschlagung
durch die Kühlluft ausgesetzt ist.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mittels eines
einzigen Kühlgebläses, wie Turbogebläse, mit senkrecht stehender Läuferachse, die
Kühlluft auf geradem und kürzestem Wege und ohne Umlenkung dem Bildwechselkanal
so zuzuführen, daß sie diesen in seiner Längserstreckung durchströmt, um von diesem
Hauptluftstrom ohne wesentliche Umlenkung Teilluftströme in Richtung der Lampe und
der Beleuchtungsoptik und gegebenenfalls des Magazins abzuzweigen. Für Heranführung
eines Kühlluftstromes in horizontaler Ebene an die Bildbühne ist ein Turbogebläse
mit horizontal gestellter Gebläsequelle bekannt, mit dem eingangs geschilderten
Nachteil, der eine Umlenkung der Kühlluft um 90° zur Folge hat.
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Die Lösung der gestellten Aufgabe kennzeichnet sich erfindungsgemäß
dadurch, daß der Läufer des Kühlgebläses seitlich neben der Objektivführung derart
angeordnet ist, daß der Luftaustritt des Gebläses unmittelbar tangential an den
Bildwechselkanal so -anschließt, daß die Kühlluft diesen in seiner Längserstreckung
durchströmt und durch ein vom Bildwechselschieber schwenkbares, auf der Bildeintrittsseite
des Bildwechselkanals anLyeordnetes Umlenkorgan nach Einschieben eines Bildes in
das Bildfenster des Bildwechselkanals in Richtung der Lampe und der Beleuchtungsoptik
umlenkbar ist. Durch diese erfindungsgemäße Anordnung des Läufers liegt seine Drehebene
in der Hauptebene des Bildwerfers, die durch die optische Achse geht und die Längsrichtung
des Bildwerferkanals bestimmt. Da in dieser Hauptebene sämtliche wesentlichen der
Kühlung bedürftigen Teile des Bildwerfers liegen, so kann der Kühlluftstrom diesen
Teilen ohne wesentliche Umlenkung auf geradem und kürzestem Wege zugeführt werden,
was untergeringstem Mittelaufwand zu einer sehr wirkungsvollen Kühlung führt.
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Die Erfindung wird nachfolgend an Hand schematischer Zeichnungen an
mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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F i g.1 zeigt in Draufsicht einen Bildwerfer gemäß der Erfindung,
wobei der Gehäuseoberteil zwecks Freilegen der wesentlichen Teile weggelassen ist;
F i g. 2 und 3 zeigen jeweils in gleichartiger Draufsicht zwei andere Ausführungsformen
eines Bildwerfers gemäß der Erfindung.
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In sämtlichen Figuren sind gleiche Teile mit den gleichen Bezugsziffern
bezeichnet. So ist mit 1 das Bildwerfergehäuse, mit 2 die optische Achse, mit 3
die Niederspannungslampe, mit Q. der Reflektor, mit 5 die Beleuchtungsoptik und
mit 6 das Objektiv bezeichnet. Auf der einen .Seite der optischen Achse ist in Richtung
der Achse verschiebbar ein Magazin 7 angeordnet, während sich parallel auf der anderen
Seite der optischen Achse ein Niederspannungstransformator 8 befindet. Der Pfeil
9 und die in Richtung des Pfeiles 9 sich erstreckende strichpunktierte Linie deutet
die senkrechte Ebene an, in der sich der Bildwechselkanal befindet und der Bildwechselschieber,
der selbst nicht dargestellt ist, bewegt.
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Auf der Seite des Niederspannungstransformators 8 ist in der vorderen
Hälfte des Gerätes neben der Führung (nicht dargestellt) des Objektivs 6 ein Lüftergebläse
10
angeordnet, dessen Achse 11 senkrecht steht. Bei dem Gebläse handelt es sich
vorteilhafterweise um ein Turbogebläse, dessen Läufer mit 12 bezeichnet ist. Der
tangentiale Luftaustritt 13 des Gebläses 10 mündet unmittelbar am Ende des mit 14
bezeichneten Bildwechselkanals in der Weise, daß der austretende Luftstrom den Kanal
14 in Längsrichtung, wie durch die Pfeile angedeutet, durchströmt. Dabei wird das
sich im Bildfenster befindende Diapositiv 15 auf beiden Seiten vom Kühlluftstrom
intensiv bestrichen.
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Um auch die Lampe 3 und die Beleuchtungsoptik 5 in dosierter Weise
kühlen zu können, ist am Bildeintritt des Biidwechselkanais ein Umlenkblech 16 angeordnet,
das zwischen der ausgezogenen Stellung und der gestrichelt dargestellten Stellung
verschwenkbar ist. Zum Verschwenken des Umlenkbleches 16 dient der Bildwechselschieber.
Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß bei eingeschobenem Bildwechselschieber,
d. h. bei im Bildfenster befindlichen Diapositiv, das Ablenkblech 16 in den Bildwechselkanal
eingeschwenkt ist und den Luftstrom durch eine Öffnung 17 in das Lampengehäuse 18
umlenkt. Innerhalb des Lampengehäuses können an geeigneten Stellen weitere Umlenkbleche
19 vorgesehen sein, die den Kühlluftstrom an die kühlungsbedürftigen Stellen des
Lampengehäuses umlenken. Während des Bildwechselvorganges wird das Umlenkblech 16
durch den Bildwechselschieber in die gestrichelte Stellung verschwenkt, so daß der
Bildwechselkanal frei liegt.
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Neben den Durchtritten für den Bildwechselschieber können weitere
Durchtritte in dem Umlenkblech 16 vorgesehen sein, die entsprechend Pfeil 20 den
Durchtritt eines Teils der Kühlluft in das Magazin 7
ermöglichen. Dieser im
Bildwechselkanal erwärmte Luftstrom dient zum Vorwärmen insbesondere von nicht verglasten
Diapositiven.
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Mit dem Umlenkblech 16 drehfest verbunden kann eine Blende 21 vorgesehen
sein, die während des Bildwechselvorganges das Bildfenster abdeckt, wie dies in
F i g.1 gestrichelt und in F i g. 3 in ausgezogenen Linien dargestellt ist.
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Wie in den F i g. 2 und 3 bei 25 angedeutet ist, kann das Gebläse
eine Ulfsaustrittsöffnung besitzen, die unmittelbar in den angrenzenden Raum für
den Niederspannungstransformator 8 mündet, um einen Teilluftstrom zur Kühlung des
Transformators auszunutzen. Statt dessen kann aber auch die nicht dargestellte Ansaugöffnung
des Gebläses mit dem Transformatorraum verbunden sein, so daß auf diese Weise eine
Kühlung des Transformators durch die über ihn hinweg angesaugte Frischluft sichergestellt
ist.
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Da während des Bildwechselvorganges eine Kühlung des Bildwechselkanals
von geringerer Bedeutung ist und auf der anderen Seite während dieses Vorganges
das Umlenkblech 16 nicht zur Wirkung kommt, kann es zweckmäßig sein, eine weitere
Hilfsaustrittsöffnung des Gebläses so anzuordnen, daß ein Teilluftstrom vor Eintritt
in den Bildwechselkanal unmittelbar dem Lampengehäuse 18 zugeführt wird.
Zu diesem Zweck ist bei dem Ausführungsbeispiel in F i g. 2 in einer Wand des Lampengehäuses
eine Hilfsaustrittsöffnung 30 vorgesehen, die in den Lampenraum 18 mündet.
Entsprechende Umlenkflächen 31 können dazu dienen, den Kühlluftstrom sicher in das
Lampengehäuse einzuführen.
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Die Leistung des Gebläses wird dann in ganz besonderem Maße vorteilhaft
ausgenutzt, wenn man dafür Sorge trägt, daß die Hilfsaustrittsöffnungen des Gebläses
während der eingentlichen Projektion abgedeckt sind, so daß der gesamte Kühlluftstrom
zur Kühlung des sich im Bildfenster befindenden Diapositivs ausgenutzt werden kann.
Während des Bildwechselvorganges werden diese Öffnungen dagegen freigegeben, so
daß in diesen Zeitspannen eine zusätzliche intensive Kühlung der Lampe und der Beleuchtungsoptik
möglich ist. Zu diesem Zweck ist in F i g. 2 ein Schieber 32 vorgesehen, der vorteilhafterweise
durch den Bildwechselschieber betätigt wahlweise vor die Austrittsöffnung 30 bzw.
in den Projektionslichtstrahl eingeschoben werden kann. Er dient im letzteren Fall
gleich als Blende während des Wechselvorganges. In entsprechender Weise kann auch
die Öffnung 25 durch einen besonderen Schieber 33 oder auch durch den Schieber während
der Projektion abdeckbar sein.
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In F i g. 3 ist eine andere Möglichkeit angedeutet. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist ein schwenkbares Umlenkorgan 35 vorgesehen, das ebenfalls durch den Bildwechselschieber
betätigt werden kann. In der ausgezogenen Stellung, die der während des Bildwechselvorganges
entspricht, sperrt das Organ 35 den Biidwechselkanal ab und gibt gleichzeitig den
Austritt 30 unmittelbar in das Lampengehäuse frei. Damit wird während des
Bildwechselvorganges eine intensive Kühlung des Lampengehäuses erzielt. Während
der Projektion nimmt das Organ 35 die gestrichelt dargestellte Stellung ein,
in der es den Hilfsaustritt 30 absperrt und den Hauptanteil der Kühlluft
in den Bildwechselkanai 14 einströmen läßt.
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Durch die Anordnung gemäß der Erfindung kann mit einer sehr geringen
Gesamtluftleistung und damit mit einem sehr kleinen, von eineng Kleinstmotor getriebenen
Gebläse bevorzugt eine intensive Kühlung des Diapositivs erreicht werden, ohne daß
dadurch eine ausreichende gut dosierbare Kühlung der übrigen Einrichtungen des Gerätes
behindert wird.