DE1237219B - Verfahren zum Feststellen und Messen von Vorentladungen bei Stossspannungspruefungen - Google Patents

Verfahren zum Feststellen und Messen von Vorentladungen bei Stossspannungspruefungen

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DE1237219B
DE1237219B DE1964L0048905 DEL0048905A DE1237219B DE 1237219 B DE1237219 B DE 1237219B DE 1964L0048905 DE1964L0048905 DE 1964L0048905 DE L0048905 A DEL0048905 A DE L0048905A DE 1237219 B DE1237219 B DE 1237219B
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Werner Widmann
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/327Testing of circuit interrupters, switches or circuit-breakers
    • G01R31/3271Testing of circuit interrupters, switches or circuit-breakers of high voltage or medium voltage devices
    • G01R31/3272Apparatus, systems or circuits therefor

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Testing Relating To Insulation (AREA)

Description

  • Verfahren zum Feststellen und Messen von Vorentladungen bei Stoßspannungsprüfungen Bei der Prüfung von Hochspannungsgeräten, wie Transformatoren, Meßwandlern u. dgl., mit hohen Spannungsstößen ist es oftmals von Interesse, das Auftreten von Vorentladungen festzustellen. Dasselbe gilt noch mehr bei Laborversuchen, die zur Ermittlung der elektrischen Festigkeit von Isoliermaterialien und Isolieranordnungen durchgeführt werden.
  • Die bisher üblichen Verfahren zur Feststellung von Vorentladungen sind hauptsächlich die visuelle Beobachtung und die Registrierung mittels Oszillograph. In vielen Fällen ist das erstere Verfahren zu unempfindlich, außerdem ist eine Beobachtung der inneren Isolation bei Hochspannungsgeräten usw. meist nicht möglich. Beim zweiten Verfahren wird gewöhnlich der Strom in der Erdleitung oszillographiert. Hierzu wird vom Oszillograph der vom Erdstrom an einem ohmschen Widerstand erzeugte Spannungsabfall registriert. Handelt es sich um einen rein kapazitiven Prüfling, so überlagern sich dem kapazitiven Strom beim Auftreten von Vorentladungen relativ hochfrequente Impulse. In vielen Fällen weist aber der Strom durch den Prüfling, auch wenn keine Vorentladungen auftreten, schon hochfrequente Schwingungen auf, die z. B. von Schwingungen zwischen Kapazitäten und Induktivitäten innerhalb des Prüflings oder auch im äußeren Prüf- und Meßkreis entstehen können. Durch diese Schwingungen wird eine exakte Feststellung von Vorentladungen oft sehr erschwert oder unmöglich gemacht. Bei sehr hohen Spannungsstößen ist es darüber hinaus vielfach nicht möglich, den äußeren Prüfkreis, insbesondere die Verbindungsleitung zwischen Spannungsquelle und Prüfling, sprühfrei zu gestalten. In den Oszillogrammen treten dann oft auch diese äußeren Entladungen als Stromstöße auf, die sich vielfach nicht von den durch innere Entladungen im Prüfling verursachten Stromstößen unterscheiden lassen. Soll bei einem Prüfling durch allmähliche Steigerung der Spannung von Stoß zu Stoß die Stoßanfangsspannung ermittelt werden, so ist außerdem eine große Zahl von Oszillogrammen aufzunehmen und auszuwerten so daß die Prüfung recht aufwendig wird. Außerdem läßt sich die Stoßanfangsspannung dann erst nach dem Entwickeln und Auswerten der Oszillogramme feststellen.
  • Zum Nachweis innerer Entladungen bei Wechselspannungsprüfungen werden vielfach auch Hochfrequenzindikatoren, bestehend aus breitbandigen oder selektiven Hochfrequenzverstärkern, benutzt.
  • Ihr Frequenzbereich ist so gewählt, daß die netz frequenten Vorgänge ausgefiltert und nur die von den Entladungen verursachten Hochfrequenzschwin- gungen verstärkt und zur Anzeige gebracht werden.
  • Diese Meßeinrichtungen sind jedoch bei Stoßspannungsprüfungen mit den genormten Stoßspannungen mit 1 Fs Stirnzeit und 50 ,as Rückenhalbwertzeit nicht geeignet, da das Frequenzspektrum dieser sehr kurzen Prüfungsimpulse sehr breit ist und das Frequenzspektrum der von inneren Entladungen verursachten Impulse zu einem erheblichen Teil überstreicht. Da naturgemäß die Höhe der Prüfspannungsimpulse ein Vielfaches der durch innere Entladungen verursachten Störimpulse ist, liefern derartige Meßgeräte bei Prüfspannungsimpulsen, die zu keinen inneren Entladungen führen, schon Anzeigen, die weit höher sind als diejenigen, die von inneren Entladungen allein verursacht würden.
  • Das nachfolgend beschriebene Prüfverfahren, das es gestattet, unmittelbar nach jedem Stoß das Auftreten von Vorentladungen festzustellen, bringt bei derartigen Prüfungen wesentliche Erleichterungen, Verbilligungen sowie eine Steigerung der Empfindlichkeit und hat darüber hinaus noch den Vorteil, daß nur die Entladungen angezeigt werden, die zwischen Hochspannungselektrode des Prüflings und der an die Meßeinrichtung angeschlossenen Erdelektrode des Prüflings auftreten. Entladungen zwischen Hochspannungselektrode und anderen Erdelektroden werden dagegen nicht angezeigt. Das Verfahren benutzt die nach dem Abklingen einer Stoßspannung, die zu Vorentladungen führte, im Prüfling zurückbleibenden Ladungen zur Feststellung der Entladungen.
  • Für einen Prüfling, in dem Teilentladungen auftreten, kann allgemein die Ersatzschaltung nach F i g. 1 zugrunde gelegt werden. Hierbei sei mit 1 die Kapazität des elektrisch überbeanspruchten Bereichs der Isolierung, mit 2 die hierzu in Reihe liegende gesunde Kapazität bezeichnet. 3 ist die hierzu parallelliegende übrige entladungsfreie Kapazität des Prüflings. Schlägt z. B. bei der Spannung U0 der Teilkondensator 1 durch, dann liegt anschließend die gesamte Spannung U0 an der Teilkapazität 2. Die Ladung dieser Teilkapazität ist dann Q2= U0-C2, (1) wobei C2 = Kapazität des Kondensators 2.
  • Es ist nun bekannt, daß eine derartige Teilentladung, sobald die betreffende Teilkapazität - im erfindungsgemäßen Fall also der Kondensator 1 mit seiner Kapazität C1 - entladen ist, in kürzester Zeit wieder verlöscht. Geht daher die angelegte Stoßspannung nach der Entladung von Cl allmählich wieder auf den Wert Null zurück, so liegt für die Rückladung wiederum die Reihenschaltung von Cl und C, vor, d. h. aber, daß über den Kondensator 2 die Ladung Q'= UO. C1. C (2) zurückfließt. Diese Ladung ist kleiner als Q2, d. h. aber nach Abklingen der Prüfspannung verbleibt auf dem Prüfling eine Ladung Qr = Q2Q2' = UO-C2- = +C . (3) C1QC Der Vorgang wird leichter verständlich, wenn man sich in Fig. 3 die parallel zur Kapazität 1 liegende Funkenstrecke durch einen Schalter ersetzt denkt.
  • Wird dieser Schalter in dem Moment, in dem die angelegte Stoßspannung ihren Scheitelwert erreicht hat, für einen kurzen Moment geschlossen, so liegt für diesen Augenblick die Kapazität 2 direkt parallel zur Kapazität 3 an der vollen Stoßspannung. Die Ladung Ub, ist dann gleich U0 C,. Nimmt man an, daß der Schalter sofort nach der Aufladung von C2 wieder öffnet, dann liegt beim anschließenden Rückgang der angelegten Spannung auf den Wert Null in Reihe zur Kapazität 2 die zunächst entladene Kapazität 1. Über den Kondensator 2 fließt dann nur die Ladung Q2' gemäß Gleichung 2 zurück, d. h., daß auf diesem Kondensator, wenn die angelegte Spannung auf Null zurückgegangen ist, noch eine Restladung gemäß Gleichung 3 zurückbleibt. Die Annahme, daß der Schalter sofort nach der Aufladung von C. auf U0 wieder als geöffnet gedacht werden kann, ist daher berechtigt, weil der bei einem Teildurchschlag innerhalb des Dielektrikums entstehende Lichtbogen tatsächlich sofort nach der Entladung der betreffenden Teilkapazität wieder verlöscht.
  • Ist dann der Prüfling nicht direkt geerdet, sondern schaltet man zwischen Prüfling 3 und Erde einen Kondensator 4 (F i g. 2), so verbleibt an diesem nach dem Abklingen der Stoßspannung noch eine Restspannung U = Qr 3 4 Solange im Prüfling keine Vorentladungen auftreten, wird der Kondensator 4 über den Prüfling 3 nur kapazitiv aufgeladen, und diese Ladung wird auch wieder zu Null, wenn die angelegte Spannung auf Null abgeklungen ist. Sobald jedoch während des Stoßes im Prüfling Vorentladungen auftreten, verbleibt auf dem Kondensator 4 die oben berechnete Restspannung. Erfindungsgemäß wird die auf einem in Reihe zum Prüfling geschalteten Kondensator nach einem Vorentladungen verursachenden Spannungs- stoß verbleibende Restspannung zur Feststellung des Auftretens von Vorentladungen herangezogen. Die im linken Teil von F i g. 2 eingezeichneten Kondensatoren und Widerstände bilden die bekannte Grundschaltung eines Stoßspannungsgenerators. Da der Kondensator 4 während des Stoßes in Reihe zum Prüfling 3 liegt, bildet er mit diesem zusammen einen kapazitiven Spannungsteiler. Die Kapazität des Kondensators 4 muß daher so groß gewählt werden, daß an diesem während des Stoßes keine unzulässig hohe Spannung auftritt. Trotzdem ist natürlich die beim Stoß am Kondensator 4 entstehende Spannung stets um Größenordnungen höher als die nach dem Abklingen der Stoßspannung durch Vorentladungen verbleibende Restspannung. Aus diesem Grunde ist es zweckmäßig, das zur Feststellung dieser Restspannung verwendete Meßgerät 6 erst nach dem Abklingen der Stoßspannung dem Kondensator 4 über den Schalter 5 parallel zu schalten. Der Kondensator 4 muß daher einen sehr hohen Isolationswiderstand aufweisen, damit seine Entladezeitkonstante größer ist als die Zeit vom Moment des Auftretens der Stoßspannung bis zum Schließen des Schalters 5 und der Ablesung des Meßinstrumentes 6.
  • Wählt man den Isolationswiderstand des Kondensators 4 sehr hoch, dann ist es allerdings möglich, daß die nach einem Stoß mit Vorentladungen aufgetretene Restspannung nur außerordentlich langsam wieder verschwindet und damit eine sehr lange Wartezeit bis zum nächsten Stoß notwendig wäre.
  • Es ist daher zweckmäßig, dem Kondensator 4 zur Erzielung einer geeigneten Entladezeitkonstante einen Ableitwiderstand 7 (F i g. 3) parallel zu schalten. Entladezeitkonstanten zwischen 10 und etwa 100 Sekunden dürften hierbei besonders vorteilhaft sein.
  • Infolge der hohen im Stoßmoment am Kondensator 4 auftretenden Spannung kann über die Kapazität des Schalters 5 auf das Meßgerät 6 schon eine Spannung übertragen werden, die zu einem störenden momentanen Ausschlag führt. Dieser Spannungsstoß wird durch das Verzögerungsglied aus dem Widerstand 8 und der Kapazität 9 nach F i g. 3 vom Instrument 6 ferngehalten. Ist der Schalter 5 geschIossen, dann können durch anderweitige Spannungsquellen - z. B. weitere Stoßspannungsgeneratoren oder Prüftransformatoren im Prüfraum, aber auch durch Schaltvorgänge - Spannungen, die kapazitiv oder induktiv auf den Prüfling oder Prüfkreis übertragen werden, zu störenden Ausschlägen am Anzeigeinstrument führen. Auch derartige Störspannungen können durch den Widerstand 8 und die Kapazität 9 beseitigt oder zumindest stark reduziert werden. Wird vor dem nächsten Stoß der Schalter 5 schon geöffnet, bevor die Restspannung ganz abgeklungen ist, dann würde das Instrument 6, das ja ebenfalls eine sehr hohe Entladezeitkonstante aufweisen muß, nur sehr langsam in die Nullstellung zurückgehen. Dem Instrument 6 wird daher ein hochohmiger Widerstand 10 parallel geschaltet. Um bei Durchschlägen des Prüflings die gesamte Meßeinrichtung vor Überspannungen zu schützen, wird dem Kondensator 4 eine Funkenstrecke 11 parallel geschaltet.
  • Weist ein Prüfling sehr kräftige Vorentladungen auf und ist die angelegte Stoß spannung relativ kurz, dann kann der Schalter 5 gemäß F i g. 4 auch durch den hochohmigen Widerstand 8 ersetzt werden. Der Widerstand 8 und der Kondensator 9 müssen dann so gewählt werden, daß der über dem Kondensator 4 auftretende Anteil der Stoßspannung vom Meßgerät weitgehend ferngehalten wird, d. h. aber, die Zeitkonstante R C9 muß gegenüber der Stoßspannung sehr groß sein.
  • Voraussetzung für die Anwendbarkeit des geschilderten Meßprinzips ist ein genügend hoher Isolationswiderstand des Prüflings. Ist nämlich dieser Isolationswiderstand zu gering, dann gleichen sich die Restladungen nach Abklingen der Stoß spannung so rasch aus, daß eine vorherige Messung nicht möglich ist. In solchen Fällen kann es vorteilhaft sein, gemäß F i g. 5 den Kondensator 4 sofort nach Abklingen der Stoßspannung mittels des Schalters 1 vom Prüfling abzutrennen. Dann bleiben die im Moment der Auftrennung des Schalters 1 im Kondensator 4 gespeicherten Ladungen in diesem Kondensator für eine ausreichend lange Zeit verfügbar.
  • Bei großen Prüflingskapazitäten und hohen Prüfspannungen muß der Kondensator 4 eine große Kapazität haben, damit die an ihr abfallende Stoßspannung ausreichend klein bleibt. Je größer aber die Kapazität 4 ist, um so geringer wird die durch eine bestimmte Restladung hervorgerufene Restspannung an diesem Kondensator und um so geringer ist somit die Meßempfindlichkeit. Bei Prüflingen größter Kapazität kann es daher günstiger sein, statt der Restladung die Rückentladung der Restladung zu messen. Hierzu wird nach Fig. 6 in Reihe zum Prüfling 3 ein Kondensator 4 relativ kleiner Kapazität geschaltet. Dieser Kondensator 4 ist während des Spannungsstoßes durch den Schalter 1 kurzgeschlossen.
  • Nach dem Abklingen der Stoßspannung wird der Schalter 1 sofort geöffnet. Da sich die im Prüfling durch Vorentladungen verursachten Raumladungen zum Teil innerhalb des Prüflings selbst, zum Teil aber auch über die Prüflingsklemmen ausgleichen, erfolgt durch den letzteren Ausgleichsstrom, der über den Kondensator 4 fließen muß, eine allmähliche Aufladung des Kondensators 4. Diese durch die Rückentladung verursachte Spannung am Kondensator 4 kann durch geeignete Meßgeräte ebenfalls zur Feststellung von Vorentladungen dienen.
  • Vielfach ist es vorteilhaft, gleichzeitig zu dem bisher beschriebenen Meßverfahren stärkere Vorentladungen mittels Oszillograph zu registrieren. Hierzu kann in bekannter Weise in Reihe zum Prüfling ein Meßwiderstand geschaltet werden, dessen Spannungsabfall oszillographiert wird. Dieser Widerstand kann entweder zwischen dem Kondensator 4 und Erde oder zwischen dem Prüfling 3 und dem Kondensator 4 angeordnet sein. Im letzteren Fall wird allerdings die Restladung des Kondensators 4 in vielen Fällen über den Eingangswiderstand des Oszillographen (Größenordnung 1 mm) zu rasch abgeführt.
  • Dies läßt sich vermeiden, indem in die Zuleitung zum Oszillographen ein genügend hochohmiger Kondensator geschaltet wird.
  • Neben einem ausreichend hohen Isolationswiderstand zwischen Hochspannungs- und Erdelektrode des Prüflings ist weiter auch ein entsprechend hoher Isolationswiderstand zwischen der Erdelektrode und Erde notwendig. Dieser Widerstand liegt nämlich parallel zu dem Meßkondensator 4. Ist er zu klein, dann wird der Kondensator 4 über diesen Widerstand zu rasch entladen. Läßt sich zwischen Erdelektrode und Erde des Prüflings kein ausreichend hoher Iso- lationswiderstand erreichen, oder aber wenn der Prüfling direkt geerdet ist, kann der Kondensator 4 auch zwischen Störgenerator und Prüfling, also auf der Hochspannungsseite, angeordnet werden. In diesem Fall muß das Meßgerät 6 entweder ebenfalls gegen Erde für die volle Spannung isoliert sein, oder aber es wird erst nach dem Stoß entweder von Hand oder über einen entsprechend spannungsfesten Schalter zugeschaltet. Da die Hochspannungszuleitungen zum Prüfling bei höheren Stoßspannungen meist sprühen, muß der Kondensator 4 direkt an der Hochspannungsklemme des Prüflings angeordnet werden, und es ist durch geeignete Abschirmungen dafür zu sorgen, daß an der Verbindung zwischen Kondensator 4 und der Hochspannungsklemme sowie an der Hochspannungsklemme selbst keine Vorentladungen auftreten.
  • Bei Prüflingen kleiner Kapazität können bei geeigneter Dimensionierung des Kondensators 4 durch Vorentladungen Restspannungen in der Größenordnung von etwa 1 bis 100 V entstehen. Diese lassen sich in einfacher Weise durch elektrostatische Voltmeter bestimmen. Bei Prüflingen größerer Kapazität ist die Meßempfindlichkeit dagegen kleiner. Es ist dann zur Erhöhung der Meßempfindlichkeit zweckmäßig, die Restspannung mittels eines elektronischen Voltmeters mit ausreichend hohem Eingangswiderstand (Größenordnung 1010 bis 10t4 Q) auszumessen.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Nachweis des Auftretens von Vorentladungen und zur Bestimmung der Stärke dieser Vorentladungen bei der Prüfung von Hochspannungsgeräten und Isolieranordnungen mit hohen Spannungsstößen, d a dur c h g e -kennzeichnet, daß die auf einem in Reihe zum Prüfling geschalteten Meßkondensator mit hohem Isolationswiderstand nach dem Abklingen der Stoßspannung durch Vorentladung hervorgerufene Restspannung gemessen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät erst nach dem Abklingen der Stoßspannung dem Meßkondensator parallel geschaltet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unerwünschte Störspannungen vorn Anzeigegerät durch an dessen Eingangsklemmen angeordnete Schaltglieder, insbesondere eine RC-Kette, gedämpft werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß störende Restspannungen, hervorgerufen z.B. infolge bei vorhergehenden Spannungsstößen entstandenen Vorentladungen oder infolge äußerer Einstreuungen in den Prüfling, durch einen parallel zum Meßkondensator geschalteten Ableitwiderstand reduziert werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Prüflingen mit zu kleinem Isolationswiderstand der Meßkondensator unmittelbar nach dem Abklingen des Spannungsstoßes vom Prüfling abgeschaltet wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät über ein Dämpfungsglied, vorwiegend ein RC-Glied, direkt dem Meßkondensator parallel geschaltet ist, wobei die Zeitkonstante dieses Dämpfungsgliedes, verglichen mit der Dauer des Spannungsstoßes, sehr groß ist.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßkondensator während des Spannungsstoßes kurzgeschlossen ist und der Kurzschluß unmittelbar nach dem Abklingen des Spannungsstoßes aufgehoben wird, wobei erst nachträglich eine allmähliche Aufladung des Meßkondensators durch den beim Ausgleich der im Prüfling durch Vorentladungen verbliebenen Raumladungen über die Klemmen des Prüflings fließenden Ausgleichsstrom erfolgt und diese Rückentladungsspannung gemessen wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 436313; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 004731.
DE1964L0048905 1964-10-01 1964-10-01 Verfahren zum Feststellen und Messen von Vorentladungen bei Stossspannungspruefungen Pending DE1237219B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE436313C (de) * 1924-05-17 1926-10-27 Telefunken Gmbh Einrichtung zur betriebsmaessigen Pruefung von Hochspannungsisolatoren
DE1004731B (de) * 1953-10-26 1957-03-21 Rer Nat Karl Wolfgang Boeer Dr Verfahren zur rechtzeitigen Anzeige und Verhuetung des elektrischen Durchschlages inHochspannungsgeraeten, Isolierstoffproben usw.

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