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Anschlußklemme für elektrische Leitungen Die Erfindung betrifft eine
Anschlußklemme für elektrische Leitungen mit einem streifenförmigen Isolierkörper
mit in seiner Längsrichtung im Abstand voneinander angeordneten, quer verlaufenden
Reihen von durchgehenden Löchern und diese Löcher an der Oberseite des Isolierkörpers
überdeckenden, metallischen Kontaktstreifen mit Klemmschrauben, wobei jeder Kontaktstreifen
einstückige mit dem Isolierkörper greifende hakenförmige Fortsätze besitzt.
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Bei einer derartigen bekannten Anschlußklemme (deutsche Patentschrift
864 287) sind die Kontaktstreifen seitlich auf den Isolierkörper aufschiebbar, wobei
die hakenförmigen Fortsätze der Kontaktstreifen um den Isolierkörper greifen.
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Bei nicht eingeschraubten Klemmschrauben ergibt sich daraus der Nachteil,
daß die Kontaktstreifen in ihrer Lage auf dem Isolierkörper nicht fixiert sind.
Da weiterhin die hakenförmigen Fortsätze der Kontaktstreifen über die Unterseite
des Isolierkörpers vorstehen, muß bei einer derartigen Anschlußklemme zusätzlich
eine bodenseitige Isolation vorgesehen werden, da sonst bei Aufliegen auf metallischen
Teilen eine Kurzschlußverbindung zwischen den einzelnen Kontaktstreifen erfolgen
kann. Außerdem sind die Kontaktstreifen selbst mit Gewindelöchern für die Klemmschrauben
versehen, wodurch die Kontaktstreifen eine :erhebliche Stärke aufweisen müssen,
um eine haltbare Verbindung mit den Klemmschrauben zu gewährleisten. Diese Forderung
ist umso wichtiger, als normalerweise die Kontaktstreifen aus einem elektrisch gut
leitenden, aber weichen Material bestehen.
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Weiterhin ist eine Anschlußklemme (französische Patentschrift 872
070) bekannt, bei welcher der Kontaktstreifen am Isolierkörper durch die hakenförmigen
Enden festgelegt ist, jedoch ist hier dieser wiederum mit Gewindelöchern für die
Klemmschrauben versehen.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Anschlußklemme
zu schaffen, bei welcher zusätzliche Metallteile die Gewindelöcher für die Klemmschrauben
aufnehmn, wobei alle Teile der Klemme auch bei nichteingeschraubten Klemmschrauben
in ihrer Lage zueinander fixiert sind, wodurch ein leichtes Anschließen auch von
elektrischen Leitungen mit ösenförmigen Enden durch Einschrauben der Klemmschrauben
in die Klemme ermöglicht wird.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeder Kontaktstreifen
durch hakenförmig umgebogene Fortsätze, die Schultern seitlich am Isolierkörper
hintergreifen, unverschiebbar am Isolierkörper befestigt ist, jeder Kontaktstreifen
mit den Löchern im Isolierkörper sich deckende gewindelose Durchtrittslöcher für
die Klemmschrauben besitzt, sowie daß unterhalb jedes Kontaktstreifens in einer
Ausnehmung an der Oberseite des Isolierkörpers versenkt und vom Boden der Ausnehmung
abgestützt ein oder mehrere Teile mit Gewindelöchern für die Klemmschrauben angeordnet
sind.
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Daraus :ergibt sich der Vorteil, daß die Klemmteile in ihrer Lage
am Isolierkörper auch bei nicht eingedrehten Klemmschrauben exakt festgelegt sind
und zwar in einer Lage, in welcher ohne jegliche Schwierigkeit das Eindrehen :der
Klemmschrauben möglich ist. Dabei wurde jedes Gewindeloch aus dem Kontaktstreifen
heraus in ein zusätzliches Metallteil verlegt, welcher aus eine entsprechende Festigkeit
aufweisendem Material bestehen kann. Der Kontaktstreifen selbst kann hierdurch aus
einem dünnen und elektrisch gut leitendem, meist sehr weichem Material hergestellt
sein.
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Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von in der Zeichnung dargestelten
Ausführungsbeispielen näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt F i g. 1 eine Draufsicht
auf eine Anschlußklemme gemäß einer Ausführungsform der Erfindung; F i g. 2 eine
Seitenansicht der in F i g. 1 dargestellten Anschlußklemme, F i g. 3 einen Schnitt
durch die Anschlußklemme nach Linie 3-3 der F i g. 1, F i g. 4 in Seitenansicht
einen der Kontaktstreifen der Anschlußklemme vor .dem Zusammenbau mit dem Isolierkörper,
F
i g. 5 eine Draufsicht auf den in F i g. 4 dargestellten Kontaktstreifen, F i g.
6 eine Draufsicht auf eine der mit Gewindelöchern, versehenen Platten und F i g.
7 einen der F i g. 3 ähnlichen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform der Erfindung.
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Bei der in den F i g. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsform weist
die elektrische Anschlußklemme 1 einen Isolierkörper 2 aus einem isolierenden Kunststoff
auf, welcher mit einer Reihe von mit ihm einstöckig ausgebildeten, in Längsrichtung
des Isolierkörpers im Abstand voneinander angeordneten Querwänden 3 versehen ist,
die sich von der oberen Fläche des Isolierkörpers 2 und im wesentlichen senkrecht
zu ihr erstrecken.
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Zwischen je zwei Wänden 3 sind drei Öffnungen 4, 5, 6 in einer sich
quer zum Isolierkörper 2 erstreckenden Reihe angeordnet. Das mittlere Loch 4 hat
einen größeren Durchmesser als die beiden anderen Löcher 5 und 6, und es erstreckt
sich vollständig durch den Isolierkörper hindurch, während die kleineren Löcher
5 und 6 an ihren Enden, welche der die Wände 3 aufweisenden Isolierkörper gegenüberliegen,
geschlossen sind.
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Ein Kontaktstreifen 7 z. B. aus Messing ist zwischen je zwei Wänden
3 angeordnet, und jeder Kontaktstreifen 7 besteht aus einem Metallstreifen mit zwei.
Öffnungen 8, 9, die mit den beiden Löchern 5, 6
im Isolierkörper 12
in Ausrichtung liegen. Jeder Kontaktstreifen 7 ist an dem Isolierkörper 2 durch
zwei einstöckig mit dem Kontaktstreifen ausgebildete Fortsätze 10 befestigt, die
sich von den gegenüberliegenden Enden des Streifens erstrecken und um die Seiten
gebogen sind. Jeder Kontaktstreifen 7 weist weiterhin ein Paar Vorsprünge 12 nahe
jedem der Löcher 8, 9 auf; diese Vorsprünge stehen zu dem Kontaktstreifen senkrecht.
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Ein rechteckiger Teil 13 in Form einer Stahlplatte ist unter jedem
Kontaktstreifen 7 in einer Ausnehmung 2a in der Oberseite des Isolierkörpers 2 angeordnet,
so daß der Kontaktstreifen 7 die Stahlplatte 13 in ihrer Lage hält. Jede Stahlplatte
13 hat zwei Gewindelöcher 14, die mit den beiden Löchern 5, 6
im Isolierkörper
2 in Ausrichtung liegen.
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Eine Klemmschraube 15, unter welcher eine Unterlegscheibe 16 angeordnet
ist, ist durch jedes Loch 8 bzw. 9 in dem Kontaktstreifen 7 hindurchgeführt und
in das entsprechende Gewindeloch 14 der Stahlplatte 1.3 eingeschraubt.
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Die Anschlußklemme 1 wird in üblicher Weise verwendet, indem (nicht
dargestellte) Leitungsdrähte zwischen den Scheiben 16 und den Kontaktstreifen. 7
mittels der Schrauben 15 befestigt werden. Die Vorsprünge 12 an den Kontaktstreifen
7 dienen dazu, die Litze zu halten, wenn die Anschlußklemme mit litzenförxnigen
Verbindungsleitungen verwendet wird.
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Die Wände 3 bilden Barrieren zwischen den Kontaktstreifen 7 und isolieren
sie daher voneinander. Die beiden Löcher 5, 6 an jedem Ende des Isolierkörpers 2
sind nicht mit Kontakten versehen (wie in F i g. 1 dargestellt), so daß das Mittelloch
4 an jedem Ende dazu verwendet werden kann., die Klemme 1
an einem Träger
zu befestigen.
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Bei der in Fig. 7 dargestellten abgeänderten Ausführungsform der Anschlußklemme
ist jede Stahlplatte 13 durch zwei Muttern 17 ersetzt, deren jede in einer Ausnehmung
in dem Isolierkörper 2 angeordnet ist, wobei die Ausnehmung eine der Gestalt der
Mutter 17 entsprechende Form hat, um eine Drehung der Mutter zu verhindern. Die
Muttern werden in ihren Ausnehmungen -durch die Kontaktstreifen 7 in der
gleichen Weise wie die Stahlplatten 13
festgehalten.