DE12349C - Neuerungen in der Behandlung von Fischen oder Fischabfällen behufs Nutzbarmachung der festen, flüssigen und luftförmigen. Produkte derselben und die hierzu benutzten Apparate - Google Patents

Neuerungen in der Behandlung von Fischen oder Fischabfällen behufs Nutzbarmachung der festen, flüssigen und luftförmigen. Produkte derselben und die hierzu benutzten Apparate

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DE12349C
DE12349C DENDAT12349D DE12349DA DE12349C DE 12349 C DE12349 C DE 12349C DE NDAT12349 D DENDAT12349 D DE NDAT12349D DE 12349D A DE12349D A DE 12349DA DE 12349 C DE12349 C DE 12349C
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L. MC. INTYRE in Glasgow
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    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F1/00Fertilisers made from animal corpses, or parts thereof
    • C05F1/02Apparatus for the manufacture
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    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
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Description

1880.
Klasse 16.
LACHLAN Mc, INTYRE in GLASGOW.
Neuerungen in der Behandlung von Fischen oder Fischabfällen behufs Nutzbarmachung der . festen, flüssigen und luftförmigen Producte derselben und die hierzu benutzten Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom I. Januar 1880 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf verbesserte Methoden und Apparate zur Behandlung von Fischen und Fischabfall zur Fabrikation eines vorzüglichen Düngers von denselben und der Gewinnung der OeIe und anderer flüssiger, luftförmiger oder fester aus der Fabrikation hervorgehender Producte.
Fig. ι und 2 sind bezw. ein Längs- und ein Querschnitt, und Fig. 3 ein auf Fig. 1 bezüglicher Plan einer verbesserten Construction eines doppelwandigen oder mit Dampfmantel versehenen Gefäfses zum Erhitzen, Tocknen und fernerer Behandlung der Fische oder Fischabfälle, und Fig. 4 und 5 sind bezw. eine Ansicht und ein Plan von Theilen, die mit diesem Apparat zusammenhängen, auf die hierin später Bezug genommen wird.
Fig. 6 und 7 sind bezw. Schnitt- und Endansicht einer anderen Modification des verbesserten Apparats, vorzugsweise für die Nachbehandlung des Fischmaterials bestimmt, welches theilweise in den durch Fig. 1 bis 5 veranschaulichten Apparaten getrocknet wurde, und Fig. 8 ist ein Querschnitt einer anderen Construction des Apparats zum Trocknen des Rohfisches und seiner Behandlung, um werthvolle Producte aus ihm zu ziehen.
Bezüglich der Fig. 1 bis 3 besteht dieser Theil der Erfindung besonders in dem Trocknen des rohen oder Abfall-Fischmaterials auf eine neue Weise in den Räumen oder Kammern A eines verbesserten, mit Dampf zu heizenden Gefäfses A' A", das an den Seiten und im Boden doppelwandig ist. In den Raum α zwischen den Wandungen wird Dampf von einem besonderen Dampfkessel oder Generator gelassen, um das in dem inneren offenen Raum A des Gefäfses A' A" befindliche Material zu .erhitzen und zu trocknen.
Der Dampf gelangt von dem Kessel oder Generator in den Mantelraum α an einem Ende durch ein Zweigrohr b, das mit einem Hahn oder Ventil versehen ist, um den Druck des zugelassenen Dampfes reguliren zu können, während an dem anderen oder tiefsten Ende der Dampfmantel mit einem Rohre c versehen ist, das zu einem gewöhnlichen Abflufshahn leitet, mittelst dessen das in dem Mantel sich ansammelnde Condensationswasser abgelassen wird. Der innere Theil dieses Trockengefäfses A ist oben offen, indessen mit einem Verschlufsdeckel ζ versehen, der durch Scharniere mit A zusammenhängt oder auf sonst passende Weise leicht beweglich gemacht ist, um das Material bequem ein- und ausbringen zu können. Die Kammer A ist zufolge der vorliegenden Verbesserungen noch besonders mit einer centralen doppelten, durchlöcherten oder aus Drahtgewebe gefertigten Scheidewand B' B" versehen, die nur einen schmalen Raum zwischen ihren durchbrochenen Flächen frei läfst, so dafs die Flüssigkeiten des Fischmaterials bei der Erhitzung gezwungen sind, durch die Seiten und den Boden des Raumes B zu tropfen oder zu schwitzen, und demnächst durch ein Abzugsrohr B'" an dem tiefsten Punkte des Gefäfses A' A" abziehen können, das an dieser Stelle entweder etwas tiefer gearbeitet oder tiefef aufgestellt wird als an dem entgegengesetzten Ende, zu dem Zwecke, alle Flüssigkeiten an dem Boden abfliefsen zu lassen. Die Dämpfe, welche von dem erhitzten Material ausströmen, steigen durch ein Zweigrohr d auf, deren jede Kammer A eins besitzt, und werden durch ein Sammelrohr d' zu einem Ofen oder einer Esse, oder zu einem besonderen Gefäfse geleitet, um behufs Gewinnung des Ammoniaks oder anderer luftförmiger Producte daraus behandelt zu werden.
Nach einer Behandlung von einer oder zwei Stunden Dauer ist das Material durch den Abgang von Wasser und anderer flüssiger Stoffe zu einem Klumpen von dem halben ursprünglichen Volumen zusammengeschrumpft, es wird dann der Deckel ζ gelüftet und das Gefäfs aufgefüllt, wieder verschlossen und weiter geheizt, bis keine Flüssigkeit mehr abfliefst; bei fortgesetztem Heizen wird die in dem Inhalte noch befindliche Feuchtigkeit dann als Dampf abgetrieben und das Material kann demnach, vollständig getrocknet, als eine zerreibliche Masse,
fertig zum Gebrauch als ein reichhaltiger Dünger herausgenommen werden. Mit Hülfe einer gewöhnlichen Walzenmühle kann man das Material vollständig pulverisiren und zum Ausstreuen auf das Land besser geeignet machen.
Die durchbrochenen oder aus Metallgeweben bestehenden Abtheilungen B B' B" dieser geschlossenen, mit Dampfmantel versehenen Gefäfse A A' A" werden in Form eines einfachen rechtwinkligen Rahmens B' B" gemacht, welcher ausgehoben wird, um das Gefäfs A' A" zu leeren, aber es können auch geschlossene Dampfheizabtheilungen quer im Innern A A des Gefäfses A' A" angebracht werden, mit dazwischen befindlichen durchlöcherten Einsätzen, um die Flüssigkeiten abzuziehen. Oder es körinen diese Dämpfheizabtheilungen auch mit Drahtgewebekästen A^, von der Art wie in Fig. 4 und 5, versehen werden. Das Fischmaterial ' wird dann ' innerhalb dieser durchlöcherten Kästen eingetragen, so dafs die Flüssigkeiten aus ihnen heraus in die Räume A sickern, wenn das Material erhitzt ist, und der Procefs kann dann dadurch unterstützt werden, dafs man mechanischen Druck auf den Inhalt der ■Kästen applicirt.
- Es ist selbstverständlich, dafs wir uns auf die gezeichneten rectangulären Formen nicht beschränken wollen, sondern uns vorbehalten, polygonale, runde oder sonst passende Gefäfse •anzulegen; auch kann die Heizung durch siedendes Wasser nach dem Circulationsprincip, anstatt des Dampfes geschehen, oder durch directe Feuerung, unter dem doppelwandigen Gefäfs, dessen Zwischenräume dann mit Wasser gefüllt sind; es wird alsdann ein Sicherheitsventil angebrächt.
: Um das Verfahren zu erleichtern und wirksamer' zu machen, kann ein rotirender Apparat von der Form und Construction wie AA' A", Fig. 6 und 7, angewendet werden, vorzugsweise von cylindrischer Form. ,Derselbe liegt in Lagern C C, welche die hohlen Axen D D' umschliefsen und durch die Ständer C" C" unterstützt sind; sein Antrieb erfolgt durch das Kammrad E, in welches der Trieb E' auf einer Vorgelegewelle e greift, die in den Seiten ständernC' C" gelagert ist. Eine feste und eine lose Riemscheibe E" E'" auf dieser Welle werden durch einen Riemen von irgend einem beliebigen Motor angetrieben, jedoch kann der Antrieb der Trommel A' A" auch mit Umgehung dieser Transmissionsmittel direct von der.Maschine erfolgen. In den Raum α zwischen den beiden Wandungen der Trommel wird Hochdruck- oder überhitzter Dampf mittelst eines Zweigrohres b' geleitet, das durch. eine Stopfbüchse F in die hohle Axe D reicht und mit einem gemeinschaftlichen Dampfrohr verbunden ist, welches alle Apparate mit Dampf versieht. Das Condensationswasser wird: durch ein ' Röhrchen c' abgeblasen, das bis zum tiefsten Punkte des Apparats heruntergebogen ist und durch D und F ins Freie führt. Beide Rohre sind mit Hähnen oder Ventilen versehen, um den Zufiufs des Dampfes zu regeln und das Ausblasen des Wassers von Zeit zu Zeit zu bewirken. Die hohle Axe D1 führt bis in das Innere A des Apparats und ist mit einem feststehenden, innen aufwärts gerichteten Rohr d" versehen, das mittelst einer Stopfbüchse F' innerhalb der hohlen Axe abgedichtet ist. Die Verdampfungsproducte werden durch dieses Rohr abgeleitet, um in später zu beschreibender Weise zu Gute gemacht zu werden. Das rohe Fischmaterial wird, nachdem es in diesem Apparat zum Auszug des Wassers in der oben beschriebenen Weise und wie in den Apparaten, die in Fig. 1 bis 5 dargestellt sind, behandelt oder sonstwie gekocht oder erhitzt worden, ergänzt und die feste Masse dann als fertiger Dünger durch eine passend angebrachte Verschlufsthür z' entleert* In dieser doppelwandigen Trommel sind, ähnlich wie bei den feststehenden Apparaten, doppelte, durchbrochene Scheidewände J3' B" mit geringem Abstande B von einander angebracht, um auch hier den Flüssigkeiten einen Austritt zu gestatten, sowie das Material sie ausschwitzt. Der Abflufs der Flüssigkeiten findet durch Rohre B'" statt, welche am Umfange des Apparats dessen Inneres mit dem Aeufseren verbinden; sie werden zu Gefäfsen geleitet, in welchen sie. sich sammeln, um .weiter zu Gute gemacht zu werden, wie später beschrieben werden, wird.'
In diese Apparate wird jedesmal nur eine geringe Quantität Fischmaterial eingefüllt, welches theilweise bei der Umdrehung der Trommel durch Längsleisten a' an dem inneren Umfange von A' mit hochgehoben wird und dann wieder herunterfällt, so dafs während der Operation ein fortwährender Wechsel der Oberfläche des Materials stattfindet, welche . den Einwirkungen der Trocknung ausgesetzt ist. Die Trocknung kann noch unterstützt werden, wenn man mittelst eines Rohres durch einen.der beiden Zapfen heifse Luft in das Innere der Trommel gelangen läfst und die Dämpfe durch irgend eine - Vorrichtung absaugt. :
. An Stelle'der durchlöcherten Querwände kann man in geringem Abstande .von der inneren Wand A' der Trommel eine gleichgeformte von Drahtgewebe anbringen, in welche das. Fischmaterial eingefüllt wird, so dafs die Flüssigkeiten aus demselben den.entgegengesetzten Weg nehmen, wie es auch bereits bei, dem oben \ beschriebenen stabilen Apparat in ähnlicher Weise angedeutet wurde.
Eine andere verbesserte Construction eines verticalen stationären s Apparats an Stelle , des horizontalen drehbaren zu gleichem Zwecke ist im Verticaldurchschnitt in Fig. 8 dargestellt,und,
besteht aus einem doppelwandigen Gefäfs A' A", das oben verschlossen ist. Das zu bearbeitende Material wird durch einen Rumpf oder Trichter G, der oben oder nahezu oben seitwärts an dem Gefäfse angebracht ist, eingeschüttet. Eine hohle und vielfach fein durchlöcherte verticale Axe H, die unten" durch ein Halslager H' getragen wird, geht oben durch eine central im Deckel angebrächte Büchse und wird durch einen Stellring F verhindert, sich zu heben, wenn bei ihrer Umdrehung die schrägstehenden Flügel h k' h" auf das Material wirken. Der Antrieb der Welle geschieht etwa, wie in der Zeichnung dargestellt, durch die konischen Räder EE', oder wie es sonst zweckdienlich und den Verhältnissen entsprechend erscheinen mag. Bei dem Bearbeiten des Materials dringen die ausschwitzenden Flüssigkeiten durch die Durchbohrungen der Welle H in deren Inneres und laufen unten durch ein Rohr B'" ab, um weiter nutzbar gemacht zu werden. Das feste Material wird somit durchaus gut durch den Dampfmantel von A getrocknet und dann in einem zerreiblichen Zustande durch die dicht schliefsende Thür z" herausgenommen.
Die bei dem Verfahren resultirenden Dämpfe werden sowohl aus dem Gefäfse A' A", wie aus der hohlen Spindel durch Rohrleitungen d' d" zu einem doppelwandigen Gefäfs K geleitet, welches eine leichte Lösung von Schwefelsäure enthält und deshalb mit Blei ausgekleidet sein mufs. Zwischen . den Doppelwänden circulirt kaltes Wasser, und es wird somit das in den Dämpfen enthaltene Ammoniak condensirt, wiederg'ebunden und in dem Gefäfs oder einer Reihe derselben gesammelt. Unbrauchbare Gase entweichen durch ein Rohr d2 nach einem Ofen oder der Esse.
Die abgezogene Flüssigkeit wird gekocht oder erhitzt und demnach durch Seihesäcke oder andere Filter abfiltrirt, in welchen die festen Substanzen zurückbleiben. Die Flüssigkeit läuft ab und in ein anderes Gefäfs, wo sie absetzt, • so dafs das OeI abgezogen werden kann. Dasselbe wird dann zu einem Reinigungsapparat geleitet, der am besten aus einem hölzernen Fafs besteht, in welches durchlöcherte Rohre tauchen, durch welche man Dampf einströmen läfst, tim das OeI zu erhitzen oder zu kochen. Der Schaum, welcher dabei an die Oberfläche steigt, wird abgezogen l und ist dieser Procefs genügend lange fortgesetzt, so werden die feineren OeIe in passender Höhe ab- und als marktfertige Waare auf Fässer gezogen. Die flüssigen Rückstände des Filterprocesses, von welchen die OeIe getrennt wurden, können dann besonders in Gefäfsen mit Dampfmantel erhitzt und abgedampft werden, bis eine gelatinöse Substanz entsteht, die hauptsächlich für Appreturzwecke Verwendung findet.
Anstatt nun die festen Rückstände des Filtrirprocesses dem Dünger, wie er von den Apparaten kommt, zuzufügen, kann man dieselben zufolge einer anderen Verbesserung erhitzen, um aus ihnen Purpurcarmin oder purpursaures Ammoniak = Cs JTS 7Vb O6 NHZ zu erzeugen, indem man sie in ein Gefäfs mit Salpetersäure bringt. Die vereinigte Wirkung der Salpetersäure und der Harnsäure, welche letztere u. A. die Rückstände enthalten, ist, dafs diese in ein Alloxan = CiJV2H2O4, zerlegt werden, dem man hinreichend Ammoniak zusetzt, um das purpursaure Ammoniak (Murexide) in Krystallen auszuscheiden, welche gesammelt und als Farbe oder zu anderen Zwecken, wo sie dienlich sind, verwendet werden.
Andererseits kann man, wenn es gewünscht wird, die Rückstände auf die Wiedergewinnung des darin enthaltenen Ammoniaks behandeln und dieselben dann zu dem festen Dünger fügen, der von den rotirenden Apparaten kommt, oder sie mögen anderweitig nützlich verwendet werden.
Es ist zu beachten, dafs das rohe Fischmaterial in dem beschriebenen horizontalen, sich umdrehenden, oder in dem verticalen oder anderen mit Dampfmantel versehenen Apparate so lange und mit Dampf von solcher Temperatur erhitzt werde, dafs durch Ueberhitzung ein gröfserer Theil der gelatinösen Stoffe der Fische oder Fischpräparate ausgezogen wird, wenn man dieselben von gröfserem Werthe findet, als den Dünger. Der letztere mag dann so lange gekocht werden, bis er ganz zerfällt und einen an Gelatine reicheren Rückstand giebt, bevor er getrocknet und in eine zerreibliche Masse verwandelt wird. Obgleich die festen Bestandtheile als vollkommen trocken geschildert wurden, wenn sie als zerreibliche Masse aus dem Dampfapparat genommen werden, so ist dies doch so zu verstehen, dafs sie auch in einem noch feuchten oder breiigen Zustande die Apparate verlassen können, welcher gestattet, dafs man die in Filtersäcke oder ähnliche Behälter gefüllte Masse in hydraulischen oder anderen Pressen behandeln kann, um ihr das OeI und andere Flüssigkeiten zu entziehen und Kuchen aus ihnen gewinnen kann, die aufser als Dünger auch als Viehfutter dienen können.
Oder nach einer anderen Verbesserung können die festen Rückstände den Apparaten auch feucht oder breiig entnommen und dann nachher auf den gewünschten Grad der Trockenheit in einer Reihe von flachen, geschlossenen Rostöfen oder Trockenkammern, die man zweckmäfsig in Stapeln oder verticalen, säulenförmigen Serien über einander anordnet, wobei passende Thüren zum Beladen und Entleeren eingerichtet sind. Jeder solche Ofen wird durch eine doppelwandige Dampfkammer geheizt, die unter ihm

Claims (3)

und entweder für ihn besonders oder für eine Reihe auf gleichem Niveau liegende Oefen angeordnet ist. Die obere Wand einer solchen Kammer bildet den Boden des einen, und die untere Wand die Decke des darunter liegenden Ofens, alle Kammern sind durch Zweigrohre mit einem gemeinschaftlichen Dampfrohr und also auch unter sich selbst in Verbindung gebracht, ebenso wird aus jeder Kammer das Condensationswasser in ein Sammelrohr abgeleitet. Auf dem Boden dieser Oefen wird die feuchte oder breiige Masse ausgebreitet und durch die Hitze des Dampfes in den Kammern getrocknet; die entstehenden Dämpfe gehen durch Zweigrohre von dem höchsten Punkte jedes Ofens in ein für die ganze Gruppe gemeinschaftliches Abzugsrohr und werden dann später behandelt, wie beschrieben. Obgleich die doppelwandigen Heizapparate A' A" dahin beschrieben wurden, dafs sie mit Rohren ausgerüstet sind, um die Flüssigkeiten, welche das in Behandlung befindliche Material ausschwitzen, durch ihre eigene Schwere allein abzuführen, so können doch diese Flüssigkeiten auch durch Saugepumpen entweder direct oder durch Seihebleche oder Filtermedien abgezogen werden, wenn es zweckmäfsig erscheint. Ebenso können die Dämpfe, anstatt durch natürlichen Zug allein, auch durch irgend einen Exhaustor abgesogen werden, um sie dem vorhin beschriebenen Zwecke zuzuführen. Das Fischmaterial kann auch, nachdem es, wie vorstehend beschrieben, in dem Dämpfapparat behandelt wurde, behufs der Ausscheidung der Flüssigkeiten in Centrifugaltrockenmaschinen ausgeschleudert werden, wie sie für ähnliche Zwecke gebräuchlich sind, und es kann dann durchweg ohne Anwendung von Wärme von der zurückbleibenden Feuchtigkeit befreit werden, aber es mufs dann in einer doppelwandigen Centrifuge während des Stillstandes mit überhitztem Dampf oder heifser Luft erwärmt werden, um die Flüssigkeiten auszuscheiden, so dafs danach nur die restirende Feuchtigkeit durch die Centrifuge, wenn diese in Bewegung gesetzt wird, entweder mit Zuhülfenahme von überhitztem Dampf oder heifser Luft auszutreiben ist. PATENτ-AnSprüche:
1. Eine Construction und Anwendung eines zum Erwärmen, Kochen und Extrahiren von Fischen und Fischabfällen bestimmten Apparates, bestehend aus stationären oder rotirenden, von einem Dampfmantel umgebenen Behältern mit durchlöcherten Kammern oder Rohren, oder auch Schirmen, die ähnlich einer Brause wirken.
2. Zum Verdampfen der Feuchtigkeit von Fischen und Fischsubstanzen eine Construction u^d Anwendung von Oefen, welche mit Dampfmantel versehen sind, in Verbindung mit durch Dampf zu heizenden stationären oder rotirenden Behältern.
3. Das Verfahren und die Mittel der Behandlung der Flüssigkeiten von Fischsubstanzen und Niederschlagen solcher Flüssigkeiten, nachdem die OeIe extrahirt worden, um Murexid und andere Salze, und um Gelatinesubstanzeu oder Kuchen zur Leimfabrikation oder zu anderen Zwecken daraus zu gewinnen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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