DE123C - Eisenbahnbierwagen - Google Patents

Eisenbahnbierwagen

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DE123C
DE123C DE000000000123DA DE123DA DE123C DE 123 C DE123 C DE 123C DE 000000000123D A DE000000000123D A DE 000000000123DA DE 123D A DE123D A DE 123DA DE 123 C DE123 C DE 123C
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wagons
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Description

1877.
Klasse 20.
, H. ALBERTI in RADEBERG. Eisenbahn - Bierwagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. August 1877 ab.
welösch.
Der durch die anliegenden Zeichnungen veranschaulichte Bierwagen hat den Zweck, den Biertransport sowohl während des Sommers, als auch während des Winters unter möglichst günstigen Verhältnissen zu gestatten.
Da die in Norddeutschland gebrauten Biere bis zu ihrer Verzapfung gröfsere, als zwischen —)—4 bis 100C. liegende Temperaturschwankungen kaum vertragen, ohne darunter zu leiden, so sind die hier in Frage kommenden Bierwagen mit geeigneten Vorkehrungen versehen, um in allen gebotenen Fällen den an sie zu stellenden Anforderungen zu entsprechen. Die Wagen erhalten zu diesem Zwecke während der wärmeren Jahreszeit ein künstliches Kühlmittel, welches, wie gewöhnlich in Eis und für die kältere ein ebensolches Wärmemittel, welches in der Beheizung mit Holzkohlen-Briquettes besteht.
Zur Aufnahme des Eises dienen zwei aut Trag-. rosten ruhende Zinkreservoire A (Blatt 2 und 3), welche zusammen ein Quantum von 15—16 Ctr. zu fassen vermögen. Das sich bildende Schmelzwasser wird durch die Abflufsrohre α in die 'Gefäfse b geführt, in welchen sich etwaige Unreinigkeiten absetzen und aus welchen das überschüssige Wasser durch die beiden anderen Rohre c unter stetigem Wasserabschlusse ins Freie abgeführt wird.
Um eine Erwärmung des Laderaumes während der kälteren Jahreszeit zu ermöglichen, befinden sich unter dem Wagen zwei Heizapparate für Prefskohlenfeuerung BB, welche, wenn.auch für diesen Zweck eigenartig construirt, mit den für Personenwagen in Anwendung kommenden einige Aehnlichkeit besitzen.· Die Verbrennungsgase werden, um alle entwickelte Wärme zu benützen, direct in den Laderaum eingeführt.
Die vorstehend angeführten Einrichtungen an Biertransportwagen, werden, wenn auch eigenartig, so doch seitens des Erfinders nicht als Gegenstand dieses Patentes bezeichnet, sondern derselbe legt den Werth und die Neuheit der Erfindung auf die in Nachstehendem beschriebenen K'ühlungseffecte durch Luftcirculation.
Soweit die Verschiebbarkeit der Seitenthüren es gestattet, sind die an und für sich doppelt ausgeführten und mit Häcksel gefütterten Seitenwandungen des Wagens, dann auch die den Sonnenstrahlen am meisten ausgesetzten, in gleicher Weise hergestellten Dachflächen durch abstehende, freiliegende Wand- fesp. Dachverschalungen überkleidet, welche in den zwischen Wandungen und gedachter Schutzschalung entstehenden leeren Räumen χ χ einer frei circulirenden Luftschicht Raum geben. Die hierdurch erreichten Erfolge und die erzielten Ersparungen an Kühlungsmaterial sind so bedeutend, dafs sie wohl etwas genauer beleuchtet werden dürfen.
Während auf die mit Häcksel gefüllten Wandungen der Bierwagen älterer Construction die Sonnenstrahlen direct einwirken, und diese Flächen dann eine Temperatur von -)- 30 bis 40 ° C. zeigen, so werden hier die Sonnenstrahlen durch die erwähnten Schutzwände -abgefangen und auf die dahinter liegenden Flächen der Wagenwandungen kommt nur eine um 8 bis io° C. niederigere Temperatur, zur Einwirkung. Die insbesondere bei Eisenbahnfahrzeugen mit geschlossenen Dachflächen bemerkbare Ansammlung von drückend schwüler Luft findet nicht mehr statt, da sie dort, wo sie zur Ansammlung kommen könnte, fortwährend durch die Gesetze der Ausgleichung entfernt wird, und da ferner auch durch die Luftpressung, welche während der Fahrt an der der Fahrtrichtung zugekehrten Stirnseite des Wagens entsteht, eine fortwährende Lufterneuerung in den offenen Räumen χ χ herbeigeführt wird. Hieraus folgt, dafs der Laderaum des Wagens selbst ohne künstliche Kühlung eine weit niedrigere Temperatur zeigt, als dies unter gleichen Verhältnissen bei Bierwagen älterer Construction der Fall ist.
Einige. Versuche haben dargethan, dafs der gegenwärtige Wagen bei einer Eisfüllung von nur 15 Ctr. nach viertägiger Eisenbahnfahrt, während welcher täglich eine Temperatur bis zu 33 ° C. herrschte, noch mit Ueberresten von Eis an seinen Bestimmungsort ankam. Derartige Resultate konnten die seither gebräuchlichen Bierwagen unter sonst gleichen Verhältnissen bei einer Eisfüllung von 45 bis 50 Ctr. kaum erzielen.
Für den Wintertransport werden die hohlen Räume χ χ insofern nutzbar verwandt, als dieselben mit einem schlechten Wärmeleiter (Putzwolle, Stroh) unterstopft werden, wodurch die Einwirkung der Kälte auf den Läderaum wesentlich abgeschwächt wird.
An den Stellen der Seitenwandungen, an welchen die Verschiebbarkeit der Thüren dem Anbringen von äufserlichen Schützwandflächen entgegentritt, sind innere Wände angeordnet, welche die isolirenden Lufträume g g bilden, und welche gleichzeitig dazu dienen, den inneren • Schiebthüren ζ ζ einen Schutz zu gewähren.
Der Laderaum des Wagens gestattet bei rationeller Ladeweise eine Ausnützung von 200 Ctr.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DE000000000123DA 1877-08-14 1877-08-14 Eisenbahnbierwagen Expired - Lifetime DE123C (de)

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DE000000000123DA Expired - Lifetime DE123C (de) 1877-08-14 1877-08-14 Eisenbahnbierwagen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202013010530U1 (de) 2013-11-22 2013-12-19 Christian Pausinger Wandhalterung für ein Sportgerät oder einen flächenhaften Gegenstand
  • 1877

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202013010530U1 (de) 2013-11-22 2013-12-19 Christian Pausinger Wandhalterung für ein Sportgerät oder einen flächenhaften Gegenstand

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