DE1226558B - Verfahren zur Herstellung von gesaettigten hoehermolekularen aliphatischen Carbonsaeuren oder deren Alkali- oder Erdalkalisalzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gesaettigten hoehermolekularen aliphatischen Carbonsaeuren oder deren Alkali- oder Erdalkalisalzen

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DE1226558B
DE1226558B DEU6243A DEU0006243A DE1226558B DE 1226558 B DE1226558 B DE 1226558B DE U6243 A DEU6243 A DE U6243A DE U0006243 A DEU0006243 A DE U0006243A DE 1226558 B DE1226558 B DE 1226558B
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alkali
alkaline earth
acid
pressure
sodium
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Louis Schmerling
Walter George Toekelt
Downers Grove
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Universal Oil Products Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
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    • C07C51/353Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reactions not involving formation of carboxyl groups by isomerisation; by change of size of the carbon skeleton

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von gesättigten höhermolekularen aliphatischen Carbonsäuren oder deren Alkali- oder Erdalkalisalzen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gesättigten höhermolekularen aliphatischen Carbonsäuren oder deren Alkali- oder Erdalkalisalzen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man einen geradkettigen Olefinkohlenwasserstoff mit einem Alkali-oder Erdalkalisalz einer gesättigten aliphatischen Mono- oder Dicarbonsäure, die mindestens 1 Wasserstoffatom an ihrem o;-Kohlenstoffatom gebunden enthält, in Gegenwart eines Alkalimetalls oder dessen Hydrids oder Amids bei einer Temperatur von 50 bis 300"C, vorzugsweise etwa 150 bis 250"C, und einem Druck von 25 bis zu 200 at umsetzt und das hierbei erhaltende Gemisch carbonsaurer Salze in üblicher Weise aufarbeitet.
  • Geradkettige Olefinkohlenwasserstoffe, die beim Verfahren der Erfindung verwendet werden können, sind z. B. Äthylen, Propylen, 1-Buten, 1-Penten, 2-Penten, 1-Hexen, 3-Hexen, 1-Hepten, 2-Hepten, 3-Hepten, 1-Oktene und deren höhere Homologe sowie Diolefine, wie Butadien. Im allgemeinen verwendet man vorzugsweise 1-Alkene mit gerader Kette, insbesondere die normalerweise gasförmigen 1-Alkene, unter denen Äthylen der bevorzugte Vertreter ist.
  • Als weitere Ausgangsprodukte verwendet man zweckmäßig Alkali- oder Erdalkalisalze der allgemeinen Formeln RR'CHCOOMe, MeOOC - CHR - (CR'R") - COOMe, (RR'CHOO)2Me' und [OOCCHR(CR'R")COO]Me' In diesen bedeuten R, R' und R" Wasserstoff, Alkyl-, Cycloalkyl oder Arylreste, Me ein Alkali-, Me' ein Erdalkalimetall, und n ist 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis etwa 10. Alkali- oder Erdalkalisalze von Carbonsäuren, die unter diese allgemeinen Formeln fallen, sind z. B. die Acetate, Propionate, Butyrate, Valerate, Hexanoate, Heptanoate und Oktanoate von Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium, Caesium, Calcium, Magnesium, Barium und Strontium, ferner die entsprechenden Salze der Phenylessig- und der Bernsteinsäure. Weil die Natrium- und Kaliumsalze der Carbonsäuren in vergleichsweise größeren Mengen und zu niedrigen Preisen zur Verfügung stehen sowie auch größere Ausbeuten liefern, sind sie bevorzugte Reaktionsteilnehmer des vorliegenden Verfahrens.
  • Katalysatoren für dieses Verfahren sind - wie bereits erwähnt - die Alkalimetalle, ihre Hydride und Amide. Auch Hydridgemische, wie Lithium-Aluminium-Hydrid und Natrium-Borhydrid, können verwendet werden. Als Katalysatoren können auch o;-Alkaliderivate der Alkalisalze gesättigter Carbonsäuren oder ein Gemisch einer solchen Verbindung mit einem der vorstehend genannten Katalysatoren verwendet werden. Die Erfindung erstreckt sich auch auf die Verwendung dieser Katalysatoren zusammen mit einem die Wirkung der Katalysatoren fördernden Zusatz, wie einem aromatischen Kohlenwasserstoff, z. B. Benzol, Toluol oder Anthracen, oder einem Halogenkohlenwasserstoff, wie Chlorbenzol, oder einem Alkyl- oder Arylalkali, wie Pentylnatrium oder Phenylkalium. Der Katalysator wird gewöhnlich in einer Menge von rund 15 bis 35 Gewichtsprozent, bezogen auf das Ausgangssalz, eingesetzt, während das aktivierend wirkende Mittel im Falle seiner Anwendung in einer geringeren Menge als der Katalysator eingesetzt wird.
  • Gegebenenfalls kann die Umsetzung des Olefins mit dem carbonsauren Salz in Gegenwart eines inerten organischen Lösungsmittels, wie eines gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffes, z. B. Pentan, Hexan, Heptan und Oktan, oder eines cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffes, wie Cyclopentan, Cyclohexan, Cycloheptan, Methylcyclopentan, Methylcyclohexan und Methylcycloheptan, vorgenommen werden. Tertiäre Alkyl- und Arylamine, wie Tributylamin und N,N-Dimethylanilin, sowie Alkyl- und Polyalkyläther, z. B. Dibutyläther und Bis-(äthoxyäthyl)-äther, können auch als Verdünnungsmittel verwendet werden.
  • Die Umsetzung erfolgt, wie bereits festgestellt, bei einer Temperatur im Bereii von 50 bis 3000 C, -vorzugsweise bei etwa 150 bis 250"C. Die jeweilige Temperatur hängt von der Art der Reaktionsteilnehmer und des verwendeten Katalysators ab. Man arbeitet unter einem Druck von etwa 25 bis 200 at. Dieser Druck wird im allgemeinen durch Aufpressen des dampfförmigen Olefins erzielt, er kann jedoch auch durch Zusatz eines inerten Gases aufgebracht werden.
  • In jedem Fall wird die Reaktion unter einem Druck durchgeführt, der ausreicht, einen wesentlichen Teil des Reaktionsgemisches in flüssigem Zustand zu halten.
  • Das Verfahren der Erfindung kann absatzweise oder kontinuierlich durchgeführt werden. Bei diskontinuierlichem Arbeiten in einem Autoklav wird nach Beendigung der Umsetzung das Reaktionsgemisch in Wasser- gelöst, die wäßrige Lösung dann mit einem geeigneten organischen Lösungsmittel, wie Äther, extrahiert, um das gegebenenfalls verwendete Verdünnungsmittel und wasserunlösliche Verbindungen zu entfernen, worauf die wäßrige Lösung konzentriert und das carbonsaure Salz durch fraktionierte Kristallisation isoliert wird Die freie Säure selbst-erhält man durch Ansäuern der wäßrigen Salzlösung in üblicher Weise.
  • Bei kontinuierlicher Arbeitsweise werden die Reaktionsteilnehmer dem Reaktionsgefäß durch getrennte Leitungen zugeführt, oder sie können auch miteinander vor ihrem Eintritt in das Reaktionsgefäß gemischt und dann ein dieses eingeführt werden. Ebenso wird das gegebenenfalls verwendete Lösungs- oderVerdünnungsmittel laufend in das - Reaktionsgefäß durch eine getrennte Leitung eingespeist, oder es kann mit einem oder dem anderen Reaktionsteilnehmer gemischt in dieses eingeführt werden. Der Reaktionsraum kann aus einem leeren Gefäß oder einer Rohrschlange bestehen. Die Wände des Reaktionsraumes können mit Tonerde, entwässertem Bauxit, feuerfesten Ziegeln u. dgl. ausgekleidet sein. Nach der erforderlichen-Verweilzeit wird das Reaktionsgemisch kontinuierlich aus dem Reaktionsraum abgezogen und vom Verdünnungsmittel und- nicht umgesetzten- Olefin in üblicher Weise befreit. Die nicht umgesetzten Ausgangsstoffe werden im- Kreislauf zurückgeführt, während das Reaktionsgemisch dann kontinuierlich einem zweiten Gefäß zugeleiteü wird, wo man -es mit -Wasser, das auch wieder kontinuierlich in dieses zweite Gefäß eingespeist wird, behandelt. Die entstehende wäßrige Salzlösung wird dann kontinuierlich aus dem zweiten Gefäß abgezogen und in üblicher Weise aufgearbeitet, was ebenfalls kontinuierlich erfolgen kann.
  • Die- erfindungsgemäß erhaltenen Verbindungen finden vielfache technische Verwendung, beispielsweise als Zwischenprodukte zur Herstellung von Estern, die wiederum zur Herstellung künstlicher Riech- und Geschmacksstoffe verwendet werden. Ferner können gewisse Ester als Lösungsmittel, insbesondere beider Herstellung von rasch trocknenden Farben und Lacken benutzt werden. Außerdem können die Alkalisalze der erfindungsgemäß hergestellten Polycarbonsäuren zur Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln ver wendet werden.
  • Die folgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens: Beispiel 1 Ein Gemisch aus 30 g Natriumacetat, 10 g Natrium amid und 10 -g n-Heptan wurde in den Glaseinsatz eines Drehautoldavs von 850:cm3 -Fassúngsvermogeh gegeben und Äthylen bis zum Erreichen eines Anfangsdruckes von 53 at eingepreßt. Der Autoklaveninhalt wurde dann innerhalb von 61/2 Stunden auf eine Temperatur von etwa 250"C gebracht. Hierbei stieg der Druck im Autoklav auf 214 at. Anschließend wurde der Autoklaveninhalt auf Raumtemperatur abgekühlt, entspannt, die 65 g Reaktionsprodukt mit Wasser behandelt und die erhaltene Lösung mit Äther extrahiert, um wasserunlösliche Stoffe zu entfernen. Die wäßrige Lösung enthielt nicht umgesetztes Natriumacetat sowie 2-äthyl- und 2,2-diäthylbuttersaures Natrium, die durch fraktionierte Kristallisation aus Wasser voneinander getrennt werden konnetn. Die wäßrige Lösung der Natriumsalze wurde jedoch mit Salzsäure versetzt, das Gemisch der freigesetzten Carbonsäuren mit Äther extrahiert und der Extrakt unter vermindertem Druck fraktioniert destilliert. Die bei 80 bis 81"C/0,9 mm übergehende Fraktion (9 g), die beim Stehen kristallisierte, bestand aus 2,2-Diäthylbuttersäure (= Triäthylessigsäure) -vom -F. - 36 bis 370 C und 2-g 2-Äthylbuttersäure von Kp.l,l 57 bis 63"C. Die Menge der als Nebenprodukt gebildeten Essigsäure wurde nicht ermittelt.
  • Beispiel 2 Auf ein Gemisch aus- 30 g Kaliumacetat, 10 g -Natriumamid und 50 g n-Heptan wurde, wie im Beispiel 1, bis zum Anfangs druck von 53 at Äthylen aufgepreßt und innerhalb-von; ungefähr 6 Stunden auf eine Temperatur von etwa 250" C erhitzt, wobei der Höchstdruck 200 at betrug. Das Reaktionsprodukt (99 g) wurde mit Wasser behandelt, die erhaltene wäßrige Lösung mit Äther extrahiert, um wasseruniösliches Material zu entfernen, worauf die Kaliumacetat, 2-äthyl- und- 2, 2-diäthylbuttersaures Kalium enthaltende Lösung mit Salzsäure angesäuert wurde. Die weitere Aufarbeitung erfolgte wie im Beispiel 1. -Bei der -fraktionierten Destillation wurden etwa 9 g 2-Äthylbuttetsäure (Kp.13 =92"C) und 6 g Z-Diäthylbuttersäure (Kp;0,8 = 78 bis 82"C) erhalten.
  • Beispiel 3 Bei diesem Versuch wurde die Umsetzung mit dem gleichen Ansatz wie im Beispiel 2, jedoch in Abwesenheit eines Verdünnungsmittels, durchgeführt. Der Anfangs druck betrug 54 at, der Höchstdruck während der Reaktion 183 at und der Enddruck bei Normaltemperatur 50-at. 53 g Reaktionsprodukt wurden, wie oben beschrieben, aufgearbeitet und außer 11 g 2,2-Diäthylbuttersäure etwa 8 g 2-Äthylbuttersäure gewonnen.
  • Beispiel 4 Auf ein Gemisch aus 30 g Natriumpropionat und 10 g Natriumamid wurde Äthylen aufgepreßt, bis ein Anfangsdruck von 54 at erreicht war. Dann wurde der Autoklaveninhalt innerhalb von etwa 5 Stunden auf 250"C gebracht. Der Höchstdruck betrug bei dieser Temperatur 171 at, der Enddruck bei Normaltemperatur 54 at. 57 g Reaktionsgemisch wurden wie oben aufgearbeitet und 28 g 2,2-Diäthylpropionsäure vom Kp.0,7 = 64 bis 66"C erhalten. Außer 36 g ihres Natriumsalzes, entsprechend 28 g freier 2,2-Diäthylpropionsäure, enthielt das Reaktionsgemisch (57g) noch 10 g Natriumamid und 11 g eines Gemisches aus Natriumpropionat und Natrium-2-äthylpropionat. Die freien Säuren wurden jedoch aus diesen Salzen nicht isoliert.
  • Beispiel 5 Auf ein Gemisch aus 30 g Kaliumacetat und 10 g einer 53,60/,igen Dispersion von Natriumhydrid in einem Mineralöl wurde bis zu einem Anfangsdruck von 50 at Äthylen aufgepreßt und dann innerhalb von 6 Stunden auf eine Temperatur von etwa 250° C erhitzt.
  • Der Höchstdruck betrug 103 at, der Enddruck bei Normaltemperatur 33 at. Nach Aufarbeiten der 56 g Reaktionsgemisch wurden 7 g 2-Äthylbuttersäure vom Kr.1,2 = 65 bis 75C und 15 g 2,2-Diäthylbuttersäure vom Kp.1,2 = 85 bis 88"C erhalten. Das Reaktionsgemisch enthielt ferner Natriumacetat, etwa 5 g rohes Natriumbutyrat (die Essigsäure und die Buttersäuren wurden jedoch nicht isoliert), Natriumhydrid und Mineralöl.
  • Beispiel 6 Auf ein Gemisch aus 60 g Natriumstearat und 10 g Natriumamid wurde Äthylen aufgepreßt, bis ein An-Anfangsdruck von 65 at erreicht war. Dann wurde innerhalb von 4,5 Stunden auf 250"C erhitzt. Während dieser Zeit stieg der Druck bis auf 235 at. Der Enddruck bei Normaltemperatur betrug 71 at. Man erhielt 83 g einer grauen festen Schmelze (44 g), die in 200 g heißem Eisessig gelöst wurden. Die Essigsäurelösung wurde mit Wasser verdünnt und dann mit Äther extrahiert. Der Extrakt wurde dann mit Wasser gewaschen und unter vermindertem Druck fraktioniert destilliert, wobei man etwa 12g 2,2-Diäthylstearinsäure vom Kr.,, 7 = 198 bis 200"C, F. = 38 bis 40°C, und 6 g 2-Äthylstearinsäure vom Kp.0,7 = 188 bis 1900C erhielt.
  • Beispiel 7 Auf ein Gemisch aus 30 g Natriumlaurat und 10 g Natriumamid wurde Äthylen bis zu einem Anfangsdruck von 50 at aufgepreßt. Innerhalb von 4,5 Stunden wurde auf etwa 250"C erhitzt, wobei der Druck auf 109 at stieg. Der Enddruck bei Normaltemperatur betrug 50 at. Die 50 g Reaktionsgemisch wurden in Wasser gelöst und die Lösung dann mit Äther extrahiert. Da gefunden wurde, daß das Natriumsalz der Diäthyllaurinsäure in einer Äther-Wasser-Lösung löslich ist, wurde der Lösung wasserfreies Kaliumcarbonat zugesetzt, worauf sich eine untere wäßrige Schicht von der Ätherlösung trennte. Durch Ansäuern dieser wäßrigen Schicht wurde keine Carbonsäure erhalten.
  • Die Destillation der getrockneten Ätherlösung ergab 7 g eines nicht identifizierten Produktes, das hauptsächlich bei 120 bis 1300 C/0,8 mm destillierte, und 25 g eines festen Rückstandes. Dieser feste Rückstand wurde wieder in Wasser gelöst, und durch Ansäuern der wäßrigen Lösung wurden (nach Ätherextraktion) 18 g 2,2-Diäthyllaurinsäure mit einem Siedepunkt von 158 bis 159"C/0,9mm erhalten. Der Rest des Reaktionsgemisches bestand aus Natriumamid.
  • Beispiel 8 Auf ein Gemisch aus 50 g Natriumphenylacetat und 10 g Natriumamid wurde Äthylen bis zum Anfangsdruck von 52 at aufgepreßt und dann innerhalb von 6 Stunden auf etwa 250"C erhitzt. 61g Reaktionsgemisch wurden in Wasser gelöst und die Lösung mit Wasserdampf behandelt. Hierbei wurden als Destillat 13 g eines wasserunlöslichen Produktes gewonnen, das nochmals bei Normaldruck destilliert wurde. Es erwies sich als zur Hauptsache aus Toluol und n-Propylbenzol bestehend. Der Rückstand der Wasserdampfdestillation wurde mit Salzsäure angesäuert, mit Äther extrahiert und der Extrakt unter vermindertem Druck fraktioniert destilliert. Es wurden hierbei 8 g bei 112 bis 113°C/0,08 mm und bei 270 bis 271°C/760 mm siedende 2-Äthylphenylessigsäure mit einem Schmelpunkt von 42"C erhalten.
  • Beispiel 9 Bei diesem Versuch wurden auf ein Gemisch aus 30 g Kaliumacetat, 10 g Natriumamid und 50 g Tributylamin bis zu einem Druck von 48 at Äthylen aufgepreßt und innerhalb von 4,5 Stunden auf 250"C erhitzt. Der Höchstdruck erreichte hierbei 94 at. Der Enddruck bei Normaltemperatur betrug 44 at. 98 g Reaktionsgemisch lieferten bei der üblichen Aufarbeitung 9 g 2,2-Diäthylbuttersäure vom Kp.2,2 = 91 bis 97C und 5 g 2-Äthylbuttersäure vom Kp.2,4 = 74 bis 77°C. Das Reaktionsgemisch enthielt 50g Tributylamin und Essigsäure. Letztere wurde aus der wäßrigen Lösung nicht isoliert.
  • Beispiel 10 Bei diesem Versuch wurde ein Gemisch aus 30 g Natriumacetat, 5 g Natriummetall und 1 g Anthracen in den Glaseinsatz des Drehautoklavs gegeben und mit Äthylen bei etwa 250"C umgesetzt. Es wurden 3 g 2,2-Diäthylbuttersäure erhalten.
  • Beispiel 11 In ein Gemisch aus 30g Kaliumacetat und 10g Natriumamid wurden 70 g 1,3-Butadien eingeführt, wobei der Anfangsdruck 5 at betrug. Innerhalb von 4,5 Stunden wurde auf 250"C erhitzt; dabei erreichte der Druck 20 at. Der Enddruck bei Raumtemperatur betrug wieder 5 at. Das Reaktionsgemisch (83 g) wurde in Wasser gelöst und die Lösung mit Wasserdampf behandelt. Der hierbei erhaltene wäßrige Rückstand wurde wie üblich aufgearbeitet. Man erhielt hierbei 2 g Capronsäure vom Kr.1,4 = 77 bis 78"C. In einer Menge von 65 g enthielt das Reaktionsgemisch Butadienpolymerisaten in flüssiger und fester Form sowie Essigsäure.
  • Beispiel 12 Ein Gemisch aus 30 g 2-methylbernsteinsaurem Natrium und 10 g Natriumamid wurde innerhalb von 4,5 Stunden unter einem Äthylendruck von 50 at auf 150 bis 250"C erhitzt. Der Höchstdruck betrug 120 at. Das feste Reaktionsgemisch (42 g) wurde in Wasser gelöst und die Lösung mit Äther extrahiert, um gegebenenfalls beigemengte und in Alkali unlösliche Amide und Ketone zu entfernen. Nach dieser Ätherextraktion wurde die wäßrige Lösung mit Salzsäure angesäuert und danach ein zweites Mal mit Äther extrahiert. Von dem so erhaltenen Extrakt wurde der Äther abdestilliert, und es hinterblieben 5 g eines festen wasserlöslichen Rückstandes, welcher einen Schmelzpunkt von 90 bis 100"C besaß. Die wäßrige Lösung, welche nach der zweiten Ätherextraktion hinterblieb, wurde eingedampft. Man erhielt einen festen Rückstand, welcher mit absolutem Äthylalkohol extrahiert wurde. Nach dem Abdampfen des Alkohols aus dem Extrakt wurden etwa 3 g einer festen Substanz erhalten, welche nach dem Umkristallisieren aus Wasser und anschließendem Trocknen einen Schmelzpunkt von 102 bis 103"C besaß, entsprechend dem Schmelzpunkt der ec-Methyl-a-äthylbernsteinsäure von 103 bis 104"C.
  • Beispiel 13 34 g Natriumpropionat, 50 g Heptan und 39 g einer Katalysatormischung, welche 15,5 Gewichtsprozent Butyllithium in einem Gemisch aus je 1 Volumteil Pentan und 2 Volumteilen Heptan enthielt, wurden in einen mit einem Glaseinsatz versehenen Autoklav mit 100 ml flüssigem Propylen unter einem Anfangsdruck von 10 at gemischt. Der Autoklaveninhalt wurde dann auf eine Temperatur von 150"C und einen Druck von 31,7 at gebracht und dann weiter 4,5 Stunden auf 250°C erhitzt; der Druck erreichte ein Maximum von 66 at. Nach dem Abkühlen auf Normaltemperatur stellte sich ein Enddruck von 6 at ein. Aus dem Autoklav wurden 121 g Reaktionsgemisch entnommen. Es wurde in Wasser gelöst, die wäßrige Lösung wurde-mit Äther extrahiert, um in Alkali unlösliche Verbindungen zu entfernen, und die zurückbleibende wäßrige Lösung angesäuert, umdie Carbonsäuren in Freiheit zu setzen, welche dann mit Äther extrahiert wurden.
  • Der Ätherextrakt wurde vom Äther durch Destillation bei Atmosphärendruck befreit und der Rückstand bei vermindertem Druck fraktioniert destilliert. Das Destillat (6,3 g),=welches bei 22 bis 25°C/1 mm überging, bestand aus Propionsäure, und der Destillationsrückstand enthielt 3,2 g Flüssigkeit mit einem Kp.l = 62 bis 630 C (Kp.760 = 240 bis 241" C). Sie lieferte folgende Analysenzahlen: Gefunden: C 61,07, H 10,20; berechnet für C6Hlao2 C 62,04, H 10,14. Eine Bestimmung des magnetischen Kernschwingungsspektrums dieser Säure entsprach etwa demjenigen der 2,3-Dimethylbuttersäure.
  • Beispiel 14 55 g Natnumpelargonat (Natriumnonanoat) und 10 g Natriumamid wurden unter einem Äthylenanfangsdruck von 50 at in einem Autoklav innerhalb 5 Stunden auf eine Temperatur von 150 bis 250"C gebracht, wobei der Druck bis auf 106 at stieg. Nach Abkühlen des Autoklaveninhaltes auf Normaltemperatur betrug der Druck 48 at. Bezogen auf das eingesetzte Natriumpelargonat, wurden folgende Ausbeuten an reinen Säuren aus dem Reaktionsgemisch (76 g) isoliert: 190/o 2-Äthylpelargonsäure, Kr.0,6 = 98 bis 102"C; Kp.760 = 287 bis 290"C; n200 = 1,4344 (analytisch gefundene Werte für C 70,96, H 11,87; berechnet für C11H22O2: C70,91, H11,90) und 34O/o 2,2-Diäthylpelargonsäure, Kr.0,2 = 107"C; Kp.760 = 316"C; nD = 1,4447; gefunden C 75,05, H 12,59; berechnet für Q3H26O2: C 72,84, H 12,22.
  • Beispiel 15 In einen Autoklav, in welchem sich 30 g cyclopentylpropionsaures Natrium und 10 g Natriumhydrid be- fanden, wurde bei Normaltemperatur 50 at Äthylen eingepreßt und der Autoklaveninhalt innerhalb von 5,7 Stunden auf eine Temperatur von 150 bis 2500C gebracht, wobei der Druck 115 at erreichte. Nach dem Abkühlen auf Normaltemperatur betrug der Druck 46 at. Aus dem Reaktionsgemisch (45 g) wurde Monoäthylcyclopentylpropionsäure in einer Ausbeute von 13 g (42 Molprozent, bezogen auf das eingesetzte Natriumcyclopentylpropionat) erhalten; Kp.2,8 = 124"C; n2D0 = 1,4584; analytisch gefundene Werte für Molekulargewicht 170: C 70,73, H 10,39; berechnet für C10H18O2 = Molekulargewicht 170: C 10,55, H 10,66.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von gesättigten, höhermolekularen aliphatischen Carbonsäuren oder deren Alkali- oder Erdalkalisalzen, d a d u r c h gekennzeichnet, daß man einen geradkettigen Olefinkohlenwasserstoff mit einem Alkali-oder Erdalkalisalz einer gesättigten aliphatischen Mono-oderDicarbonsäure, die mindestens 1 Wasserstoffatom an ihrem - Kohlenstoffatom gebunden enthält, in Gegenwart eines Alkalimetalls oder dessen Hydrids oder Amids bei einer Temperatur von 50 bis 300° C, vorzugsweise etwa 150 bis 250° C, und einem Druck von 25 bis 200 at umsetzt und das hierbei erhaltene Gemisch carbonsaurer Salze in üblicher Weise aufarbeitet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Olefinkohlenwasserstoff ein einfach ungesättigtes 1-Alken, wie Äthylen oder Propylen, verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart eines inerten Lösungs- oder Verdünnungsmittels, vorzugsweise eines gesättigten aliphatischen oder cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffes, eines tertiären Alkyl- oder Arylamins oder eines Alkyl oder Polyalkyläthers durchführt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsprodukte Alkali- oder Erdalkalisalze der allgemeinen Formeln RR'CHCOOMe, MeOOC - CHR - (CR'R") - COOMe, (RR'CHCOO)2Me' und [o OCCHR(CR'R'').CO O]Me' in denen R, R' und R" Wasserstoff, Alkyl-, Cycloalkyl- oder Arylreste, Me ein Alkali-, Me' ein Erdalkalimetall bedeuten und n gleich 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis etwa 10 ist, verwendet.
DEU6243A 1958-06-02 1959-06-02 Verfahren zur Herstellung von gesaettigten hoehermolekularen aliphatischen Carbonsaeuren oder deren Alkali- oder Erdalkalisalzen Pending DE1226558B (de)

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