DE119956C - - Google Patents

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DE119956C
DE119956C DENDAT119956D DE119956DC DE119956C DE 119956 C DE119956 C DE 119956C DE NDAT119956 D DENDAT119956 D DE NDAT119956D DE 119956D C DE119956D C DE 119956DC DE 119956 C DE119956 C DE 119956C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ml 19956 -
KLASSE
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Juni igoo ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf einen Hahn zum Kuppeln benachbarter Enden elastischer Leitungen für Gase und Flüssigkeiten.
. Der Kupplungshahn ist so eingerichtet, dafs bei Unterbrechung der Verbindung der Rohrenden, zwischen welchen die Hähne eingeschaltet sind, gleichzeitig ein Abschlufs derselben gegenüber der Atmosphäre erfolgt.
Zur Erreichung dieses Zweckes besteht der Kupplungshahn aus zwei sich gleichenden Theilen, von denen je einer an die zu verbindenden Leitungsenden angeschlossen wird. Jeder Theil hat ein hohles, mit Durchbrechungen versehenes Hahnküken, das in einem mit entsprechenden Durchbrechungen versehenen Hahnsitz drehbar angeordnet ist, so dafs je nach 'der Stellung des hohlen Kükens zu seinem Sitze die Verbindung der Leitung mit dem Innern des hohlen Kükens hergestellt oder' unterbrochen ist. Durch Aufeinandersetzen der beiden einander gleichen Kupplungshähne entsteht gleichsam ein einziger Hahn durch die Verbindung seiner Hohlräume im Küken, so dafs durch die beiden Leitungsenden mittels der Hohlräume im Küken ein Durchgang ermöglicht wird, während bei Unterbrechung der Verbindung ein Abschlufs beider Leitungsenden gegen die Atmosphäre erfolgt.
Der Kupplungshahn ist in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι eine seitliche Ansicht des aus zwei gleichen Hähnen bezw. Hälften zusammengesetzten Kupplungshahnes.
Fig. 2 ist ein Grundrifs des Kupplungshahnes in derjenigen Stellung seiner beiden Hälften, welche einer ununterbrochenen Ver-.bindung, der durch den Hahn gekuppelten Leitungsenden entspricht.
Fig. 3 zeigt eine Hahnhälfte in einem senkrechten mittleren Schnitt.
Fig. 4 zeigt den vollständigen Kupplungshahn in Ansicht in einer anderen Lage seiner Hälften, als der in Fig. 2 dargestellten.
Fig. 5 ist ein waagrechter Schnitt durch den Hahn in der der Fig. 4 entsprechenden Stellung des hohlen Kükens gegenüber seinem Sitz.
Fig. 6 bis 15 veranschaulichen Einzelheiten des Kupplungshahnes.
Fig. 16 und 17 stellen eine Abänderung des Hahnes im mittleren senkrechten Schnitt und im waagrechten Schnitt dar.
Wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, besitzt jede Hälfte des Kupplungshahnes ein cylindrisches Gehäuse a, welches mit zwei vorspringenden, kreisbogenförmigen Bändern τη η und mit einem Rohransatz b versehen ist. Das cylindrische Gehäuse α enthält in seinem Innern ein kegelförmiges Gehäuse c, welches einem hohlen Küken d als Sitz dient. Das Gehäuses ist auf seiner einen Seite offen, um die Einsetzung des Kükens d in seinen Sitz c zu ermöglichen, und wird auf dieser Seite durch einen Schraubenstopfen e verschlossen. Der Stopfen e dient gleichzeitig als Gegenlage für eine Feder ^,.welche das Küken d gegen seinen Sitz c preist.
Das hohle Küken if ist auf der der Schraubenkappe e zugewendeten Seite geschlossen, auf der entgegengesetzten Seite offen. Die kegelförmige Seitenwandung des Kükens d ist mit Löchern h versehen, welche in Winkelabständen von 120° angeordnet sind. Entsprechende Oeffnungen h' sind in dem Hahnsitze c ausgespart. Wenn die beiden Hahnhälften bezw. die an dieselben angeschlossenen Leitungen mit einander in Verbindung stehen, so decken die Oeffnungen h h' einander, während durch eine Verdrehung der hohlen Küken d gegenüber ihren Sitzflächen c um 60° die Leitungen, zwischen welchen der Kupplungshahn eingeschaltet ist, unterbrochen und gleichzeitig gegen die Atmosphäre abgeschlossen werden.
Die Verdrehung, welche das Küken d gegenüber seinem Sitze zu erfahren vermag, ist durch einen Anschlag z, welcher an dem unteren Theil des Kükens d vorgesehen ist und in einem Ausschnitt j (Fig. 7) des Hahnsitzes c gleitet, auf 60° beschränkt.
An seinem oberen offenen Ende trägt das kegelförmige Hohlküken d einander gegenüberliegende Einschnitte, welche von zwei gleichfalls gegenüberliegenden sectorförmigen Vorsprüngen /c, deren jeder die Ausdehnung eines Viertelkreises besitzt, begrenzt werden. Um zu verhindern, dafs das Hahnsitzgehäuse c an der Drehbewegung des Kükens d theilnimmt, ist dasselbe an seinem unteren Ende mit einer Nase / versehen, welche in eine entsprechende Vertiefung des äufseren Gehäuses α eingreift.
Um die beiden Hahnhälften mit einander zu kuppeln, setzt man sie so auf einander, dafs die Vorsprünge k des. einen Hohlkükens d in die dazwischenliegenden Einschnitte des anderen eingreifen, wobei die Rohrstutzen b der beiden Hahnhälften einen Winkel von 900 mit einander einschliefsen müssen, wie dieses in Fig. 4 angedeutet ist. Hierauf dreht man die Hahnhälften gegen einander in der Richtung, welche durch den Pfeil in Fig. 4 angedeutet ist. Hierbei greifen die vorspringenden Ränder m η unter einander, so dafs eine Kupplung der beiden Hahnhälften und damit zugleich der Leitungsenden b eintritt. Die Drehung der beiden Hahntheile wird so lange fortgesetzt, bis Anschläge der vorspringenden Ränder m η ■auf einander stofsen, d. h. bis die beiden Hahntheile die in Fig..2 dargestellte Stellung gegen einander einnehmen, was einer Drehung der beiden Theile, von der in Fig. 4 dargestellten Lage aus gerechnet, um 1200 entspricht.
Da die beiden hohlkegelförmigen Hahnküken d wegen des Ineinandergreifens der Vorsprünge k der dazwischenliegenden Vertiefungen eine Bewegung gegen einander nicht ausführen können, und da das Hahnküken d gegenüber seinem Sitze c wegen des in dem Winkelausschnitt j beweglichen Anschlages i nur eine Drehung um einen Winkel von 60° vollführen kann, scr folgt, dafs bei einer Drehung der beiden Hahnhälften gegen einander um I2O° eine Drehung der Hahnküken d gegenüber ihrem Gehäuse c um 60 ° eintritt. Diese Verdrehung bewirkt, dafs sich die Oeffnungen h gerade gegenüber den Oeffnungen h' einstellen, so dafs eine ununterbrochene Verbindung zwischen den Rohrstutzen b der beiden Hahnhälften bezw. zwischen den daran angeschlossenen Leitungsenden durch die Oeffnungen h h' und das Innere der kegelförmigen Hahnküken d hindurch hergestellt wird. Da gleichzeitig, wie bereits erwähnt, die Ränder to η der beiden Hahnhälften unter einander greifen, so wird eine Verbindung hergestellt, welche nicht durch einfaches Auseinanderschieben der beiden Hahnhälften gelöst werden kann. Uebrigens kann durch geeignete Anordnung und Form der Dichtungsscheibe f erreicht werden, dafs der im Innern der Rohrleitungen herrschende Ueber- oder Unterdruck die Dichtungsscheibe der beiden Hahnhälften gegen einander prefst und einen dichten Schlufs herbeiführt.
Um die beiden Hahnhälften von einander zu trennen, mufs man sie aus der in Fig. 2 dargestellten Lage in der der Pfeilrichtung in Fig. 4 entgegengesetzten Richtung um 1200 drehen bezw. sie in die in Fig. 4 dargestellte Ausgangsstellung zurückführen.. Bei der Ausführung dieser Drehbewegung werden die Oeffnungen h verschlossen, bevor noch die vorspringenden Ringe m η aufser Eingriff gekommen sind.
Bei der Trennung der beiden Hahnhälften wird, wenn in den durch den Hahn mit einander gekuppelten Leitungen Ueberdruck herrscht, die Spannung des im Hohlräume der Hahnkegel nach Absperrung der Oeffnungen h zurückbleibenden Druckmittels bewirken, dafs die beiden Hahnhälften, sobald die Ringe m η aufser Eingriff kommen, mit Heftigkeit aus einander geschleudert werden, während im entgegengesetzten Falle bei in der Leitung herrschendem Unterdrucke eine Trennung der Hahnhälften durch den darauf lastenden Atmosphärendruck erschwert werden wird. Um diesen Uebelstand zu vermeiden, ist in dem Hahngehäuse c ein kleiner Kanal 0 vorgesehen, welcher vermittelst einer Röhre ρ das.Innere des Hahnes mit der umgebenden Luft in Verbindung setzt, sobald die Oeffnungen h' in dem Hahngehäuse geschlossen wird.
Der Winkel, um welchen der Hahnkegel d gedreht werden mufs, damit die Oeffnungen h aus der Mittelstellung zwischen den Oeffnungen h' mit den letzteren Oeffnungen zur Deckung gelangen, hängt von der Zahl der Oeffnungen h h' ab. Die Fig. 16 und 17 stellen einen Hahn dar, bei welchem statt der
drei Oeffnungen der in den Fig. ι bis 15 dargestellten Ausführungsform vier Oeffnungen h h' in dem Hahnkegel und Hahngehäuse vorgesehen sind. . Um in diesem Falle zwei Hahnhälften aus der Schlufsstellung der Fig. 4 in die Kupplungsstellung überzuführen, genügt es, dieselben um 90° gegen einander zu drehen.
Die in den Fig. 16 und 17 dargestellte Ausführung des Hahnes unterscheidet sich überdies von der in den Fig. 1 bis 15 dargestellten Ausführungsform durch eine etwas abgeänderte Form der das cylindrische Gehäuse a verschliefsenden Schraubenkappe e', durch welche ermöglicht wird, dem Gehäuse α eine geringere Höhe zu geben. Die Sicherung der Lage des Hahngehäuses c gegenüber dem äufseren Gehäuse α wird bei dieser abgeänderten Form des Hahnes durch die Röhre_p erreicht, deren inneres Ende in dem Gehäuse c befestigt ist, während das äufsere Ende die Wandung des Gehäuses α durchdringt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Rohrverbindung mit hohlen, in Gehäusen der Verbindungsstücke drehbaren, mit Durchbrechungen versehenen Hahnküken, dadurch gekennzeichnet, dafs die Hahnküken d und die 'Hahngehäuse c mit Anschlägen i bezw. Einschnitten j versehen sind, die die Leerlauf bewegung zwischen Hahn d und Gehäuse c oder Verbindungsstück b in bestimmter Weise begrenzen und durch Ineinandergreifen der Anschläge i und der Kanten der Einschnitte j die Offen- und Schlufsstellung der Hahnküken sichern.
    Rohrverbindung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen den Hahnsitz c durch-. setzenden Entlüftungskanal 0 zur Entlüftung des Inneren des Hahnkükens nach Unterbrechung der Verbindung zwischen den an die Rohrstutzen b angeschlossenen Leitungen und dem Inneren der Hahnküken.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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