DE1189264B - Filteraustauschvorrichtung am Spritzkopf einer Kunststoff-Strangpresse oder Spritzmaschine - Google Patents
Filteraustauschvorrichtung am Spritzkopf einer Kunststoff-Strangpresse oder SpritzmaschineInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B29f
Deutsche KL: 39 a4-3/00
Nummer: 1189 264
Aktenzeichen: St 18639 X/39 a4
Anmeldetag: 2. Dezember 1961
Auslegetag: 18. März 1965
Die Erfindung bezieht sich auf Filteraustauschvorrichtungen an Strangpreß- oder Spritzeinrichtungen,
wie sie bei der Herstellung von stranggepreßten oder gespritzten Kunststoffgegenständen verwendet werden.
Derartige Einrichtungen geben das flüssige Kunststoffmaterial an die Formvorrichtung unter
Druck weiter, so daß dieses Material in Hohlräume und Kammern einer Matrize oder einer Formvorrichtung
einfließen kann.
Bei der Herstellung von gespritzten oder stranggepreßten Kunststoffgegenständen kann das Kunststoffmaterial
in einem größeren oder kleineren Umfang durch Fremdmaterial verschiedener Art verunreinigt
werden. Es ist deshalb wichtig, dieses Fremdmaterial von dem Kunststoffmaterial zu trennen,
bevor das letztere in die Formvorrichtung eintritt.
Dies wird üblicherweise dadurch bewerkstelligt, daß eine kombinierte Sieb- und Stauplatte verwendet
wird, wobei das Kunststoffmaterial zuerst durch das Sieb und dann durch die Öffnungen der Stauplatte
hindurchfließt. Diese aus Sieb- und Stauplatte kombinierte Vorrichtung ist zwischen dem Strangpreßoder
Spritzzylinder und der Formvorrichtung so angeordnet, daß der Kunststoff durch das Sieb und
die Stauplatte auf seinem Weg zur Matrize oder zur Formvorrichtung hindurchfließt. Sowohl das Sieb als
auch die Stauplatte dienen dazu, um den erforderlichen Rückdruck im Spritzzylinder zu schaffen.
Hersteller von gespritzten oder sonstwie geformten Kunststoffgegenständen betreiben üblicherweise
ihre Maschinen 24 Stunden pro Tag, d. h. ohne Abstellen, und diese Maschinen werden nur dann angehalten,
wenn sie von einer Form auf eine andere umgestellt werden. Das Ziel bleibt dabei, eine fortlaufende
Produktion zu erreichen und so die Kosten pro Gegenstand so niedrig als möglich zu halten,
da jeder Stillstand eine Erhöhung der Unkosten bedeutet. Die Anwesenheit von Fremdmaterial zwingt
jedoch periodisch zu einem Stillstand der Einrichtungen oder Maschinen, um die Filtervorrichtung
auszuwechseln.
Wie erwähnt, ist das Sieb üblicherweise mit der Stauplatte verbunden, so daß die beiden Teile als
eine Baueinheit entfernt werden können, worauf dann eine neue Baueinheit an Stelle der alten eingesetzt
werden kann.
Es ist nun schon verschiedentlich versucht worden, das Auswechseln dieser kombinierten Sieb- und
Stauplattenaggregate in kürzester Zeit durchzuführen, um so einen Stillstand der Maschine zu vermeiden.
Bei einer bekannten Konstruktion ist dabei die
Filteraustauschvorrichtung am Spritzkopf einer
Kunststoff-Strangpresse oder Spritzmaschine
Kunststoff-Strangpresse oder Spritzmaschine
Anmelder:
Sterling Extruder Corporation, Linden, N. J.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. W. Höger
und Dipl.-Ing. W. Stellrecht M. Sc,
Patentanwälte, Stuttgart 1, Uhlandstr. 16
Als Erfinder benannt:
Lucien Davis Yokana, Princeton, N. J.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 5. Dezember 1960
(73 688)
V. St. v. Amerika vom 5. Dezember 1960
(73 688)
Anordnung so getroffen, daß in der Spritzeinrichtung quer zur Durchflußrichtung des Kunststoffes eine
schieberartige Platte verschiebbar angeordnet ist. Diese Platte weist eine zentrale, mit dem Kunststoffdurchgang
fluchtende Öffnung auf, in der die aus Stauplatte und Sieb bestehende Filtervorrichtung
befestigt ist. Die Platte weist dabei eine im Querschnitt keilförmige Gestalt auf, und zwar verjüngt
sie sich vom oberen zum unteren Ende zu. Um nun die Filtervorrichtung auswechseln zu können, ist es
zunächst notwendig, die Platte etwas anzuheben und dann in Querrichtung aus der Spritzeinrichtung herauszuschieben.
Gleichzeitig mit dem Herausnehmen wird von der entgegengesetzten Seite her eine zweite
Platte mit einer sauberen Filtervorrichtung eingeführt. Die Platten gleiten dabei in dafür vorgesehenen
Führungen und werden durch umfangreiche und aufwendige Steuermechanismen betätigt. Außerdem
wird das zur Querbewegung erforderliche Anheben der Platte stets einen Leckverlust des flüssigen
Kunststoffes hervorrufen.
Um diese Nachteile zu vermeiden, hat man bei einer weiteren bekannten Konstruktion eine im Quer-
So schnitt im wesentlichen rechteckige Platte verwendet, die ebenfalls quer zur Richtung des Kunststoffflusses
in die Spritzeinrichtung eingeschoben wird. In dieser
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Platte, die in geeigneten Führungen geführt ist, sind zwei im Abstand angeordnete Filtervorrichtungen
vorgesehen, die wechselweise mit dem Kunststoffdurchgang zum Fluchten gebracht werden bzw. ausgewechselt
werden können. Die Querverschiebung erfolgt durch ein Hydraulikaggregat. Auch bei dieser
Konstruktion läßt sich ein gewisser Leckfluß nicht vermeiden, da ja die Platte gleitbar sein muß. Außerdem
tritt beim Wechsel von einer Filtervorrichtung auf die andere ein vorübergehender Stau im Kunststofffluß
ein, der sich auf den nachfolgenden Formvorgang ungünstig auswirken kann.
Die bei den bekanntgewordenen Konstruktionen aufgetretenen Nachteile werden bei Filteraustauschvorrichtungen
am Spritzkopf einer thermoplastische Kunststoffe verarbeitenden Strangpresse oder Spritzmaschine,
bei der mindestens zwei in Rahmen gehaltene Filterkörper zwischen dem Einlaß eines
Einlaßventils am Spritzzylinder und einem zum Preß- oder Spritzwerkzeug führenden Auslaß eines
Auslaßteils derart einspannbar sind, daß jeweils ein Filterkörper den Durchgang des plastifizierten Kunststoffes
gestattet, während der oder die anderen Filterkörper sich außerhalb des Spritzkopfes befinden
und somit ausgewechselt werden können, gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß der Raum
des Einlaßteiles mittels eines ersten Umschaltorgans wahlweise mit je einem der die Filterkörper enthaltenden
Hohlräume verbindbar ist, die ihrerseits ebenfalls wahlweise mittels eines zweiten Umschaltorgans
mit dem Raum des Auslaßteiles in Verbindung gebracht werden können, und daß jeder Filterkörper
in einem abnehmbaren Einstellelement gehalten ist, das mittels lösbarer Befestigungsmittel an dem Einlaßteil
und/oder dem Auslaßteil anbringbar ist.
Durch die Verwendung zweier unabhängig voneinander arbeitender Filterkörper und zweier Umschaltorgane
wird es möglich, den Kunststofffluß wahlweise durch den einen oder den anderen Filterkörper
zu leiten, wobei der jeweils außer Tätigkeit gesetzte Filterkörper durch Abnehmen des entsprechenden
Einstellelementes gereinigt werden kann. Hierdurch kann einmal kein Leckfluß eintreten, weil
die erfindungsgemäße Filteraustauschvorrichtung völlig innerhalb der Spritzeinrichtung angeordnet ist,
und zum anderen wird auch jeder Stau im Kunststofffluß vermieden, da das Umschalten augenblicklich
erfolgen kann.
Um das Umleiten des Kunststoffflusses ohne Schwierigkeit und schnell durchzuführen, ist es vorteilhaft,
wenn die beiden Umschaltorgane jeweils aus einem Hahnküken, vorzugsweise einem Zweiwegehahnküken,
bestehen.
Die Filterkörper sollen in ihrer Lage möglichst unverändert bleiben. Aus diesem Grunde hat es sich
als günstig erwiesen, wenn die Höhlungen und die Einstellelemente jeweils ringförmige Abdichtflächen
aufweisen, gegen die die Filterkörper jeweils mit einer entsprechenden Fläche anliegen.
Eine vorteilhafte Konstruktion ergibt sich, wenn die Anpreßflächen der Einstellelemente gegen den
Auslaßteil rechtwinklig zur Ebene der Filterkörper angeordnet sind. Um nun beim Einsetzen der gereinigten
Einstellelemente geringe Korrekturen vornehmen zu können und die Kunststoffdurchgänge
genau zum Fluchten zu bringen, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn zwischen den einander gegenüberliegenden
inneren Seiten des Einlaß- und Auslaßteiles einstellbare Abstandselemente vorgesehen
sind.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Filteraustauschvorrichtung mit einem Teil eines
Spritzzylinders und einer Formvorrichtung,
F i g. 2 eine Seitenansicht der Filteraustauschvorrichtung nach Fig. 1,
F i g. 3 eine Ansicht gemäß F i g. 2 von rechts her gesehen,
Fig.4 einen Schnitt nach Linie4-4 der Fig. 1,
F i g. 5 einen Horizontalschnitt nach Linie 5-5 der F i g. 2, wobei bestimmte Teile weggelassen sind und
eines der Einstellelemente in seiner Lage verändert ist,
F i g. 6 eine schaubildliche Ansicht eines Filteraggregates.
In F i g. 1 der Zeichnung ist ein Teil des Auslaßendes eines mit 10 bezeichneten Spritzzylinders dargestellt.
Der Spritzzylinder hat dabei eine an sich bekannte Förderschnecke 11, die durch eine nicht dargestellte
Antriebswelle angetrieben ist. Links hiervon ist die Filteraustauschvorrichtung dargestellt, die als Ganzes
mit 12 bezeichnet ist.
Innerhalb dieser Vorrichtung 12 sind zwei Sieboder Filteraggregate angeordnet, die abwechselnd
verwendet werden, wie dies im folgenden noch näher beschrieben wird, und der Ausdruck Filteraggregat
umfaßt dabei den Filterkörper 13, wie er in den F i g. 5 und 6 dargestellt ist. Dieser Körper weist ein
Drahtsieb 14 auf, das an einer Stauplatte 15 befestigt ist, doch bezieht sich der Ausdruck auch auf eine
derartige Stauplatte ohne Sieb. Üblicherweise wird das Sieb 14 an der Platte 15 dadurch befestigt, daß
das Sieb in eine Ausnehmung an der Stirnseite der Stauplatte eingelegt wird, wobei die innere Kante des
am Umfang der Ausnehmung anliegenden Randes, wie bei 16 der F i g. 5 angedeutet, umgekehrt abgeschrägt
ist.
Die Filteraustauschvorrichtung 12 weist ein am vorderen Ende des Spritzzylinders 10 angeordnetes
Einlaßteil 17, ein an einer Formvorrichtung M angebrachtes Auslaßteil 18 und ferner linke und rechte,
zur Einstellung des Filteraggregates dienende Einstellelemente 19 und 20 auf.
Das Einlaßteil 17 ist mit einem Flansch 21 versehen, mit dessen Hilfe es am Vorderende des Spritzzylinders
10 befestigt ist, der selbst einen angeschweißten Flansch 22 aufweist. Die beiden Flansche
21 und 22 sind in üblicher Weise mit Hilfe von aus mehreren Teilen bestehenden Ringen 23 und 24 miteinander
verbunden und werden dann mit Hilfe von Schrauben 25 zusammengehalten, die in den inneren
Ring 24 eingeschraubt sind.
Am linken Ende der Siebaustauschvorrichtung gemäß F i g. 1 ist das Auslaßteil 18 mit der Formvorrichtung
M in ähnlicher Weise verbunden. Auch hier ist ein Flansch 26 am linken Ende des Auslaßteiles
18 mit einem Flansch 27 der Formvorrichtung verbunden, wobei der Flansch 27, wie bei 28 angedeutet,
angeschweißt ist. Zur Verbindung sind Ringe 29 und 30 entsprechend den Ringen 23 und 24 und
eine Anzahl von Schrauben 31 verwendet.
Wie in Fig. 5 dargestellt, hat das Einlaßteil 17 einen Einlaßraum 32 von konischer Form, der nach
innen zu in einen kurzen Durchgang 33 endigt, der
zu einem Raum führt, in dem ein Hahnküken 34 angeordnet ist. Vom Hahnküken 34 führen in entgegengesetzten
Richtungen ein linker Durchgang 35 und ein rechter Durchgang 36 ab, die die Verbindung
mit zwei Hohlräumen 37 und 38 herstellen. Das Hahnküken 34 (vgl. F i g. 4) weist eine rechtwinkelige
Durchgangsöftnung 39 derart auf, daß der Kunststoff bei der Lage des Kükens nach F i g. 5
durch die Durchgänge 33 und 35 zum Hohlraum 37 fließen kann, während zur gleichen Zeit der Durchgang
36 vom Durchgang 33 so abgetrennt ist, daß kein Zufluß zum Hohlraum 38 erfolgt.
Die Stauplatte 15 hat eine feste Scheibe von kreisförmiger Gestalt mit einer Anzahl von kleinen
Durchbrüchen 40 zu dem Zweck, den massiven Strom desuKunststoffes in viele kleine Ströme aufzuteilen.
Die entgegengesetzten Stirnseiten der Platte sind parallel und glatt, und eine Stirnseite der Filterkörper
13 liegt in beiden Hohlräumen 37 und 38 gegen eine ebene Ringfläche 41 an, die an den Umfangen
dieser Höhlungen so angeordnet sind, daß sich dort flüssigkeitsdichte Verbindungen ergeben.
Die herausnehmbaren Einstellelemente 19 und 20 sind an den entgegengesetzten Seiten des betreffenden
Filterkörpers 13 angebracht, d. h. entgegengesetzt zu den Hohlräumen 37 und 38. Die beiden
Einstellelemente halten nun die Filterkörper gegen die Abdichtflächen 41 des einen oder des anderen
Hohlraumes 37 bzw. 38. Zu diesem Zweck sind die Einstellelemente 19 und 20 mit je einer Ringfläche 44
versehen, die ähnlich der Ringfläche 41 ist und die gegen die Randstirnfläche einer der Filterkörper
anliegt. Innerhalb der Einstellelemente 19 und 20 sind ferner konische Höhlungen 45 und 46 ähnlich
den Hohlräumen 37 und 38 angeordnet, die die Verbindung mit den rechtwinkeligen Durchgängen 47
und 48 herstellen. Das Auslaßteil 18 hat zwei Querdurchgänge 49 und 50, die mit den Auslaßenden der
Durchgänge 47 bzw. 48 fluchten. Diese Durchgänge 49 und 50 sind auf ein zweites Hahnküken 51 zu gerichtet,
durch das sie wahlweise mit einem kurzen Durchgang 52 verbunden werden können, der sich in
einen Auslaßraum 53 öffnet. Die Öffnung 54 des Kükens 51 entspricht der Öffnung 39 des Hahnkükens
34, so daß bei Verbindung des Durchganges 49 mit dem Auslaßraum 53 der Durchgang 50 abgetrennt
ist und umgekehrt. Durch diese Anordnung kann der Fluß des Kunststoffes entweder durch den
rechten oder linken Filterkörper hindurchgeleitet und jeweils von der anderen Baueinheit abgetrennt werden.
Wie in F i g. 5 beispielsweise dargestellt ist, geht der Fluß durch den rechten Hohlraum 37 und seinen
Filterkörper 13 hindurch, während der Fluß durch den linken Hohlraum 38 und seinen Filterkörper
abgedrosselt ist.
Durch die Konstruktion kann beispielsweise das Einstellelement 20, wie dies schematisch in F i g. 5
dargestellt ist, entfernt werden, so daß nun der verschmutzte Filterkörper 13 aus dem Hohlraum 38
herausgenommen und durch einen neuen Filterkörper ersetzt werden kann. Nunmehr wird das Einstellelement
20 in seine ursprüngliche Lage, wie in Fig. 1 bis 4 dargestellt, zurückgebracht, und der
Fluß des Kunststoffes kann nun auch durch diese Seite der Vorrichtung hindurchgeleitet werden.
Wie in den F i g. 1 bis 4 angegeben, sind die einzelnen Einstellelemente 19 und 20 in ihrer Lage
durch eine Anzahl von Schwenkbolzen gehalten. Da die Konstruktion für die linke Seite und die rechte
Seite gleich ist, wird im folgenden nur die rechte Seite, d. h. das Einstellelement 19, des näheren beschrieben.
Zwei Schwenkbolzen 55 sind am Oberteil der Siebaustauschvorrichtung 12 und zwei Schwenkbolzen 56 am Boden der einzelnen Einstellstücke
vorgesehen. Die Enden dieser Schwenkbolzen sind auf Zapfen 57 und 58 schwenkbar gelagert, die in
Löchern von Paaren von im Abstand angeordneten
ίο Lageraugen 59 und 60 befestigt sind, wobei diese
Lageraugen integral mit dem Einlaßstück 17 sein können. Wenn die Schwenkbolzen 55 und 56 in eine
Lage parallel zu den Seiten des Einstellelementes 19 geschwenkt werden, werden sie zwischen Paaren von
Ansätzen 61 und 62 aufgenommen. Nunmehr werden Schrauben 63 mit Unterlagscheiben darunter auf
die Enden der Bolzen aufgeschraubt und festgezogen. Hierdurch wird das Einstellelement 19 fest gegen das
Einlaßteil 17 angepreßt, und die Ringflächen 41 und 44 liegen fest gegen die entgegengesetzten Stirnseiten
des Filterkörpers 13 an. Die einander entgegengesetzten Endteile der Einstellelemente 19 und 20 werden
gegen die einander entgegengesetzten senkrechten Seiten des Auslaßelementes 18 in ähnlicher Weise
angepreßt, doch ist die Klemmrichtung rechtwinkelig zur Richtung der vorbeschriebenen Klemmrichtung.
Das bedeutet, daß die Ebenen der Anpreßflächen zwischen den Einstellelementen 19 und 20 einerseits
und dem Auslaßelement 19 rechtwinklig zur Ebene der Filterkörper 13 sind. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist ein einzelner Schwenkbolzen 64 am Oberteil des Einstellelementes 19 und ein einzelner
Schwenkbolzen 65 am Boden desselben angeordnet. Die Enden dieser Schwenkbolzen sind in zentrischen
Ausnehmungen 66 bzw. 67 (F i g. 1) aufgenommen, die an den betreffenden oberen und unteren rechten
Ecken des Auslaßelementes 18 (F i g. 4) vorgesehen sind. In Löchern des Auslaßelementes 18 sind Zapfen
68 und 69 befestigt, auf denen die Schwenkbolzen 64 bzw. 65 schwenkbar angeordnet sind.
Diese beiden Schwenkbolzen sind, wie dargestellt, beide in ihrer Klemmstellung, wobei der Bolzen 64
zwischen einem Paar von Lageraugen 70 angeordnet ist, die ähnlich den vorbeschriebenen Ansätzen sind,
und der Bolzen 65 befindet sich zwischen einem ähnlichen Paar von Lageraugen 71. Auf den Bolzen 64
und 65 ist unter Dazwischenlegen einer Unterlagscheibe jeweils eine Mutter 72 aufgeschraubt, wodurch
die entsprechenden Flächen des Einstellelementes 19 mit der senkrechten Wand des Auslaßelementes
18 in abdichtende Berührung miteinander gebracht werden. Diese Verbindungsflächen sind
eben, und daher sind kleine Abweichungen in der Stärke der Filteraggregate zulässig.
Die Festklemmung des linken Einstellelementes 20 ist identisch mit der vorbeschriebenen, und es sind
hierfür die gleichen Bezeichnungen verwendet.
Es sei darauf hingewiesen, daß nach Festklemmen der beiden Einstellelemente 19 und 20 nicht nur die
beiden Filterkörper 13 in ihrer Lage in den entsprechenden Hohlräumen 37 und 38 festgeklemmt sind,
sondern auch die Durchgänge 47 und 48 der betreffenden Einstellelemente 19 und 20 mit den Durchgängen
49 bzw. 50 des Auslaßelementes 18 verbunden sind.
Wenn eines der Einstellelemente, und zwar entweder das Einstellelement 19 oder das Einstellelement
20, wie oben beschrieben, entfernt wird, um
einen Filterkörper 13 auszuwechseln, so ergibt sich eine beträchtliche Beanspruchung des Einstellelementes,
das in seiner Lage verbleibt, besonders dann, wenn der Spritzzylinder und die Formvorrichtung
nicht genau miteinander fluchten. Um nun dies zu verbessern, ist ein Paar von einstellbaren Abstandsstücken
in Form von Sechskantschrauben 73 und 74 (Fig. 2) vorgesehen. Diese Schrauben werden in
einen mittleren Teil des Einlaßteiles 16 senkrecht übereinander eingeschraubt und die Köpfe zur Anlage
gegen die hintere senkrechte Fläche des Auslaßteiles 18 gebracht. Diese Schrauben werden in eingestellter
Lage in irgendeiner geeigneten Weise, beispielsweise dadurch festgelegt, daß Gegenmuttern
aufgeschraubt werden, von denen eine bei 75 in F i g. 1 und 5 gezeigt ist.
Die Hahnküken 34 und 51 haben an jedem Ende, wie besonders aus Fig. 1 und 4 erkennbar ist,
Schlüsselflächen zum Angreifen eines Verstellschlüssels. Die Enden des Hahnkükens 34 sind innerhalb
des Einlaßteils 17 entsprechend ausgespart, während die Enden des Kükens 51 oberhalb und unterhalb des
Auslaßteils 18 überstehen.
Die beiden Offenstellungen der Hahnküken sind durch kleine Pfeile rechtwinkelig zueinander in den
F i g. 1 und 5 angedeutet. Eine automatische Betätigung dieser Küken von einer Stellung in die andere,
und zwar nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit kann ohne weiteres vorgesehen werden.
Um nun das Kunststoffmaterial in günstiger Weise fließfähig zu erhalten, sind mit der Filteraustauschervorrichtung
12 elektrische Heizvorrichtungen verbunden. Die Abmessung und die Form dieser Heizvorrichtungen
hängt von der offenliegenden Oberfläche der Filterauswechselvorrichtung ab, die zur Aufnähme
der Heizvorrichtungen verfügbar ist. Gemäß F i g. 2 sind deshalb schmale rechtwinkelige Heizvorrichtungen
76 an entgegengesetzten Seiten des Einlaßteiles 17 und den Kopfteilen der Einstellelemente 19
und 20 angebracht. Kleinere und anders geformte Heizelemente, wie sie durch die Zahlen 77, 78 und 79
gekennzeichnet sind, können an anderen Teilen der Einlaßvorrichtung und der Einstellelemente angebracht
werden. Die einzelnen Heizelemente werden durch Schrauben befestigt und sind mit einem Paar
von Anschlüssen, wie bei 80 in F i g. 1 angedeutet, versehen, um sie an eine elektrische Stromquelle anschließen
zu können.
Claims (8)
1. Filteraustauschvorrichtung am Spritzkopf einer thermoplastische Kunststoffe verarbeitenden
Strangpresse oder Spritzmaschine, bei der mindestens zwei in Rahmen gehaltene Filterkörper
zwischen dem Einlaß eines Einlaßteiles am Spritzzylinder und einem zum Preß- oder Spritzwerkzeug
führenden Auslaß eines Auslaßteiles derart einspannbar sind, daß jeweils ein Filterkörper den
Durchgang des plastifizierten Kunststoffes gestattet, während der oder die anderen Filterkörper
sich außerhalb des Spritzkopfes befinden und somit ausgewechselt werden können, dadurch
gekennzeichnet, daß der Raum (32) des Einlaßteiles (17) mittels eines ersten Umschaltorgans
(34) wahlweise mit je einem der die Filterkörper (13) enthaltenden Hohlräume (37, 38) verbindbar
ist, die ihrerseits ebenfalls wahlweise mittels eines zweiten Umschaltorgans (51) mit dem
Raum (53) des Auslaßteiles (18) in Verbindung gebracht werden können, und daß jeder Filterkörper
(13) in einem abnehmbaren Einstellelement (19, 20) gehalten ist, das mittels lösbarer
Befestigungsmittel (55, 56) an dem Einlaßteil (17) und/oder dem Auslaßteil (18) anbringbar ist.
2. Filteraustauschvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und zweite
Umschaltorgan je aus einem Hahnküken (34) besteht.
3. Filteraustauschvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterkörper
(13) aus einem Sieb (14) und einer Stauoder Lochplatte (15) besteht.
4. Filteraustauschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hohlräume (37, 38) jeweils eine ringförmige Abdichtfläche (41) aufweisen, gegen die jeweils
ein Filterkörper (13) mit einer entsprechenden Fläche anliegt.
5. Filteraustauschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einstellelemente (19, 20) je eine ringförmige Abdichtfläche (44) aufweisen, mit der sie gegen
eine entsprechende Fläche der Filterkörper (13) anliegen.
6. Filteraustauschvorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterkörper
(13) zwischen den beiden Abdichtflächen (41, 44) mittels der Befestigungsmittel (55, 56)
festklemmbar sind.
7. Filteraustauschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anpreßfläche der Einstellelemente (19, 20) gegen den Auslaßteil (18) rechtwinkelig zur
Ebene der Filterkörper (13) angeordnet sind.
8. Filteraustauschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einstellbare
Abstandselemente (73, 75) zwischen den einander gegenüberliegenden inneren Seiten des
Einlaß- und Auslaßteiles (17,18).
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 661497, 2 763 308.
USA.-Patentschriften Nr. 2 661497, 2 763 308.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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