DE11759C - Frauen Heil-Apparat (Uterus regenerator) - Google Patents

Frauen Heil-Apparat (Uterus regenerator)

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DE11759C
DE11759C DENDAT11759D DE11759DA DE11759C DE 11759 C DE11759 C DE 11759C DE NDAT11759 D DENDAT11759 D DE NDAT11759D DE 11759D A DE11759D A DE 11759DA DE 11759 C DE11759 C DE 11759C
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uterus
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woman
healing apparatus
regenerator
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F. HEUSSI in Leipzig, als Rechtsnachfolger des Dr. med. RUD. HEUSSI, Arztes in Crivitz in Mecklenburg
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F7/00Heating or cooling appliances for medical or therapeutic treatment of the human body
    • A61F7/12Devices for heating or cooling internal body cavities
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
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    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F7/00Heating or cooling appliances for medical or therapeutic treatment of the human body
    • A61F2007/0054Heating or cooling appliances for medical or therapeutic treatment of the human body with a closed fluid circuit, e.g. hot water
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Description

1880.
— JV° 11759 — l!""^fösseto: *'y
PAUL HEUSSI in LEIPZIG,
als Rechtsnachfolger des Dr. med. RUD. HEUSSI in CRIVITZ (Mecklenburg).
Frauen-Heilapparat (Uterus regenerator).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Mai 1880 ab.
Die vorliegenden Apparate (durch verschiedenartige Zwecke bedingte Modificationen eines einheitlichen Princips) haben das Ziel, durch Kühlung der weiblichen Sexualorgane und deren Umgebung jede krankhaft gesteigerte Congestion zu denselben leicht und schnell zu beseitigen und jeder daraus entstehenden Entzündung vorzubeugen, bezw. auch die bereits eingetretenen Entzündungen zu heilen. Da solche Congestionen in ihrer krankhaften Steigerung die erste Veranlassung zu der grofsen Mehrzahl der Unterleibsleiden der Frauen und Mädchen geben, meistens auch zu lange oder gänzlich vernachlässigt werden und in akute oder chronische Entzündungszustände übergehen, so ist ein Apparat, wie der vorliegende, welcher von jeder Patientin ohne ärztliche Assistenz und ohne grofse Unbequemlichkeit selbst angewendet, bezw. von jeder Hebamme applicirt werden kann, und welcher dem Uebel gründlich entgegenwirkt, von der allergröfsten Bedeutung.
Die Anwendung der Kälte an sich, als des natürlichsten Antiphlogisticums, kann zwar nicht den Anspruch auf Neuheit erheben; die zweckmäfsigste, bequemste und wirksamste Application dieses Mittels wird jedoch durch die Eigenthümlichkeiten dieser Instrumente in vollkommener Weise ermöglicht.
Der Apparat wird, wie vorbemerkt, in verschiedenen Modificationen, je nach dem Zweck, construirt und ist in Fig. 1 bis 4 im Durchschnitt dargestellt.
Die in Fig. 1 angegebene Construction wird angewendet, wenn der untere Theil der Gebärmutter und deren Annexa, sowie das parametrische Gewebe, die Scheide und die Theile, welche der Scheide anliegen, auf eine gewisse Zeit einem bestimmten Kältegrade ausgesetzt werden sollen. K ist eine keulenförmige Metallhülse, welche am besten mit einer der Beckenaxe des Weibes entsprechenden Krümmung versehen ist, für einzelne Fälle aber auch gerade sein kann. Der Durchmesser der dicksten Stelle beträgt etwa 3 bis 4 cm. Bei k ist ein ringförmiger Absatz, hinter welchen sich der Con strictor cunni legen soll, um das Herausgleiten des Instrumentes aus der Scheide zu verhindern. Dieses Festhalten in der Scheide kann noch durch Bänder, welche durch die an jeder Seite des Instrumentes bei p befestigten Ringe gezogen sind und von der Patientin gehalten werden, unterstützt werden.
In dieser Hülse wird ein fortwährender Wasserstrom von bestimmter Kälte erhalten. Dieser fliefst durch das Rohr B, welches durch das in die Hülse eingeschraubte Verschlufsstück A eintritt, in die Hülse, setzt seinen Weg durch die Verlängerung D des Rohres B, welche in einem bei b aufgeschobenen Gummirohr oder aus beliebigem Material bestehen kann, fast bis an das halbkugelförmig eingedrückte, obere Ende G der Hülse fort, verläfst hier das Rohr D, um sich in der ganzen Hülse zu verbreiten, dieselbe bis zur gewünschten Temperatur abzukühlen und durch den im Verschlufsstück A befindlichen Hohlraum η und das. Rohr C den Apparat zu verlassen. Durch diese Wassercirculation kann die gewählte Temperatur mit Sicherheit in beliebiger Dauer erhalten, bezw. temperirt werden. Der auf das Einlafsrohr aufgeschobene Gummischlauch E erhält einen fortwährenden Wasserzufluss durch ein am besten an der Wand hoch hängendes, mit ihm verbundenes Wasserbassin, oder durch eine Clyso- pompe. Zwischen der Hülse K und dem Verschlufsstück A liegt um die Schraube herum eine ringförmige Leder- oder Gummischeibe, um den wasserdichten Verschlufs zu sichern.
J ist ein Kanal, welcher bestimmt ist, das vorhandene Gebärmuttersekret nach aufsen zu führen. Sein Anfang bei G entspricht der Lage des Muttermundes in dem halbkugelförmigen Eindruck des vorderen Endes der Hülse. Man legt diesen Apparat, je nach der Höhe der Congestion, ein-, zwei- oder dreimal, auch öfter, täglich in die Scheide und läfst ihn liegen bis die Kranke fröstelt.
Will man nur die Gebärmutter und deren Annexe, sowie das parametrische Gewebe der Kälte aussetzen, die Blase und den Mastdarm aber im wesentlichen dagegen geschützt wissen, so erleidet der Apparat die Veränderung, Fig. 2, dafs der Theil M, welcher im unteren Theil der Scheide liegt, von einem schlechten Wärmeleiter, Horn/ Hartgummi oder dergleichen, hergestellt wird. Es ist dann nur der vordere Theil K, etwa in der Länge von 2 Y2 bis 3 cm, von Metall; derselbe ist bei m auf das Stück M aufgeschraubt. Bei m sichert ebenfalls eine ringförmige Leder- oder Gummiplatte den wasserdichten Verschlufs. Beim Aufschrauben mufs man darauf achten, dafs der Kanal J des Stückes K genau dem Kanal J des Stückes M gegenüber zu liegen kommt. Die Scheibe m ist an dieser Stelle durchbohrt, um den Kanal nicht zu unterbrechen.
Will man den inneren Theil der Gebärmutter, also die Wand der Gebärmutterhöhle, direct der Kälte aussetzen, so kommt der Apparat, welcher in Fig. 3 abgebildet ist, das sogenannte ν Intrauter in- Instrument«, zur Anwendung. Der in die Gebärmutter eingeführte Theil wird dauernd in einem, im Belieben des Arztes stehenden Kältegrad (natürlich nicht unter o°) erhalten. Dieses Instrument besteht in einem cylinderförmigen Metallrohr A, von etwa 5 bis 8 mm Durchmesser. Es hat am unteren Ende das eingeschraubte Verschlufsstück B, welches durchbohrt ist, und auf welches bei b das Verlängerungsstück D (Gummischlauch oder dergleichen) aufgeschoben wird. Am vorderen Ende G, welches durch ein Speculum oder mit dem leitenden Finger in die Gebärmutterhöhle eingeschoben wird, ist der Apparat je nach Bedürfnifs halbkugelförmig, wie bei Fig. 4 (welche eine mehrfache Vergröfserung darstellt), und bei Fig. 3 bei G zu sehen ist, oder, wie bei Fig. 5 gezeigt, zuckerhutförmig, oder auch schief zuckerhutförmig, wie durch Fig. 6 erläutert. Die cylinderförmige Metallröhre ist 1, 1Y2 oder 2 cm vom vorderen Ende entfernt durch einen Gummieinsatz K unterbrochen, welcher, um bei'einer etwaigen Einknickung, welche eine geknickte Gebärmutter erzeugen würde, den Wasserlauf nicht zu hemmen, durch eine Spiralfeder H stets mit offenem lumen erhalten wird.
Der so mit dem Leitungsrohr A elastisch verbundene Kopf G des Instrumentes kann überall den Wegen des Cervikalkanals und der Gebärmutterhöhle, auch wenn der Uterus geknickt ist, folgen. Durch die ganze Länge des Gummischlauches K und auf beiden Enden noch darüber hinaus, ist der feine, das Wasser einführende Schlauch D ebenfalls durch eine Spiralfeder J gegen eine den Wasserlauf versperrende Einknickung geschützt. Die beiden Spiralen Hund/ haben aufserdem den Zweck, die geknickt gewesene, aufgehobene Gebärmutter während der Anwendung des Instrumentes in gerader Lage zu halten, um so, durch häufige Stärkung des Organs durch die Kälte, auch schliefslich das Umknicken desselben womöglich zu verhindern.
Das Wasser, welches bei Em den feinen Schlauch hineinläuft, verläfst diesen bei d, verbreitet sich im ganzen Rohr mit der aus- dem Bassin oder der Clysoponvpe erhaltenen Kälte und verläfst durch das Seitenrohr C bei e den Apparat wieder, um durch das, Gummirohr F in irgend ein darunter stehendes Gefäfs abzufliefsen. Die Einfügung des Gummischlauches K in das Kopfstück G und in die lange Röhre A wird am zweckmäfsigsten durch zwei Metallhülsen L L vermittelt, auf welchen K mit Seidenfaden festgebunden ist und so in die Schraubengewinde von G und A eingeschraubt wird.
Auf dem oberen Theil der Röhre A, sind Ringe α mit verschiedenen Farben oder Zahlen, markirt, um anzuzeigen, wie weit das Instrument in den Uterus hineingeglitten ist.
Diese Ringe werden am besten in Entfernungen von je ι cm angelegt und bei einer Entfernung von 6 cm vom oberen Ende ist ein besonderer, flacher Ring zu markiren.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Die Construction eines sogenannten »Frauen-Heilapparates« (Uterus Regenerators) aus einer der Krümmung der weiblichen Beckenaxe entsprechenden, nach Erfordernifs auch geraden Metallhülse K, mit Wasser-Einflufsrohr B, dessen Verlängerung D und dem separaten Wasserabflufs C.
2. In einem Frauen-Heilapparat: der kolbenförmige, vordere Absatz, welcher bezweckt, dafs das Instrument durch den Constrictor cunni in der Scheide festgehalten werde.
3. In einem Frauen-Heilapparät: die halbkugelförmige Aushöhlung des oberen Endes, um der Vaginal-Portion der Gebärmutter eine anpassende Lagerung zu geben.
4. In einem Fraüen-Heilapparat: der Kanal/ welcher die Gebärmuttersekrete nach aufsen führt.
5. Die Construction des gröfseren Theiles des in der Scheide liegenden, unter 1. beanspruchten Instrumentes aus einem schlechten Wärmeleiter, um die Blase und den Mastdarm vor der Einwirkung der Kälte zu schützen, Fig. 2.
6. Das sogenannte ■% Intrauter in - Instrument«, Fig. 3, welches in die Gebärmutter eingeführt wird und dauernd auf einem bestimmten Temperaturgrade erhalten werden
kann, bestehend aus einer Metallhülse A mit Markirungsringen a, dem Wasser-Einflufsrohr B und dem separaten Wasserabflufs C. In einem Intrauterin-Instrximent: eine biegsame Verbindung des nach Bedarf geformten Kopfes G mit dem Leitungsrohr A, um überall den Wegen des Cervikalkanals und der Gebärmutterhöhle folgen zu können.
Die Herstellung dieser biegsamen Verbindung zwischen dem Kopf G und dem Leitungsrohr A durch die Hülsen L L und zwei in Gummiröhren liegende Spiralen H und J, welche letzteren zugleich die Kraft haben sollen, die geknickt gewesene, aufgehobene Gebärmutter in gerader Lage zu halten.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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