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Unbewegliches Kunststoffauge zur Befestigung am Kopf von Spielzeugtieren
od. dgl. Die Erfindung betrifft ein unbewegliches Kunststoffauge zur Befestigung
am Kopf von Spielzeugtieren od. dgl., bestehend aus einem flachen, linsenförmig
gewölbten, Iris und Pupille darstellenden Oberteil und einem damit elastisch formschlüssig
verbundenen Unterteil.
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Außer diesen zweiteiligen, unten noch näher zu beschreibenden Augen
ist auch ein einstückiges Kunststoff auge bekannt, das im Querschnitt etwa pilzförmig
ist und in einem der Frontseite abgewandten, stielförmigen Ansatz eine dünne Bohrung
zur Aufnahme eines Befestigungsmittels aufweist. An seiner Rückseite ist dieses
aus einem durchsichtigen Kunststoff bestehende Auge mit einem Farbüberzug versehen,
der dem Auge die gewünschte Färbung, einschließlich der Darstellung der Pupille
und der Iris, geben soll. Nachteilig ist hierbei zunächst, daß die dünne Bohrung
zur Aufnahme des Befestigungsmittels nicht ohne weiteres beim Spritzen des Auges
mit hersteRbar ist, es sei denn, daß man dazu einen gesonderten Schieber vorsieht.
Andernfalls muß die Bohrung nachträglich gefertigt werden. Ein weiterer Nachteil
liegt darin, daß, bedingt durch die Einstückigkeit des Auges, bei Verwendung eines
durchsichtigen bzw. durchscheinenden Augenmaterials die genannte Bohrung und der
Außenrand des stielförmigen Ansatzes sowie eine gegebenenfalls in diesem vorgesehene
Vertiefung von vom sichtbar ist, was aber den Gesamteindruck des Auges sehr beeinträchtigt.
Außerdem ist dabei der Ansatz relativ dick, so daß im Stoff bzw. im Körper des mit
diesem Auge zu versehenden Tieres entsprechend große Löcher ausgearbeitet werden
müssen. Dies wirkt sich ganz besonders dann aus, wenn eine ovale Pupille erforderlich
ist.
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Ferner ist ein linsenförmiges Kunststoffauge bekannt, welches aus
einem die Iris darstellenden Unterteil, einem die Pupille darstellenden, oben und
unten konvex gekrümmten, in eine entsprechend geforinte Ausnehmung des Unterteils
eingedrückten Oberteil und einem nagelähnlichen Befestigungsmittel besteht, dessen
Kopf in einem Hohlraum zwischen Ober- und Unterteil festgelegt ist. Die fonnschlüssige
Verbindung zwischen Ober- und Unterteil wird dabei durch Umbördeln des Randes des
Unterteiles über eine Randzone des Oberteiles geschaffen. Ein solches Auge ist sowohl
hinsichtlich seiner Fertigung als auch seiner Verwendung nachteilig. Es hat sich
gezeigt, daß die Verwendung eines Stiftes oder Nagels als Befestigungsmittel nicht
ausreicht, um das Auge sicher am Kopf des Spielzeugtieres od. dgl. zu befestigen,
da das Auge relativ leicht vom spielenden Kind abgerissen werden kann. Damit besteht
aber die Gefahr, daß sich das Kind am Befestigungsmittel, nämlich dem Nagel, verletzt,
insbesondere dann, wenn das Kind den Versuch macht, ein solches Auge in den Mund
zu nehmen. Aus diesem Grunde sind derartige Augen auch in vielen Ländern nicht zugelassen.
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Außerdem ist die Herstellung dieses Auges relativ kompliziert, da
drei separate Teile angefertigt und in der beschriebenen Art und Weise miteinander
verbunden werden müssen. Ferner ist hierbei das Unterteil mit mehreren Absätzen
bzw. Stufen zu versehen, welche zum Halt des Befestigungsmittels und des Oberteils
dienen. Dies bedingt aber, daß die Dicke des Unterteiles ein gewisses Maß nicht
unterschreiten kann. Es besteht damit aber die Gefahr, daß das Auge zu dick wird.
Außerdem wirkt es durch die obenauf liegende Pupille unschön bzw. glotzend und ist
somit ohne Tiefenwirkung.
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Man kennt ferner ein Auge mit einer im Querschnitt halbkugelförmigen,
eine Bohrung aufweisende Schale, wobei durch die Bohrung ein die Pupille darstellender
Ansatz eines Unterteiles gesteckt ist. Zwischen Unterteil und halbkugelförmiger
Schale ist eine die Iris darstellende Einlage eingeklebt. In das Unterteil ist das
Befestigungsmittel in Form eines mit Widerhaken versehenen Drahtes eingelassen.
Hierbei ist zunächst der gleiche Nachteil wie bei dem vorstehend beschriebenen Auge
gegeben, nämlich, daß bei einem gewaltsamen Herausreißen des Auges aus dem Tier
sich das spielende Kind an der scharfen, mit einem Widerhaken versehenen Spitze
des Befestigungsmittels erheblich verletzen kann. Im übrigen ist diese Spitze
auch beim Transport der Augen innerhalb eines Kartons gefährlich, da hierdurch die
anderen im Karton befindlichen Augen verkratzt werden können. Nachteilig ist außerdem
die Verwendung einer Verleimung, die nicht nur eine zeitraubende
und
kostspielige Handarbeit bedingt, sondern auch die Gefahr der Verschmutzung der Augenteile
in sich trägt. Das Auge steht ferner auch hier erheblich von der Oberfläche des
Spielzeugtieres ab '. so daß es glotzend wirkt. Auch hat dieses Auge keine Tiefenwirkung,
da sich die Pupille unmittelbar an seiner Oberfläche befindet.
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Man kennt ferner ein bewegliches Auge für Puppen, welches aus drei
Kunststoffteilen besteht. Ein die Linse mit Iris und Pupille darstellendes, entsprechend
eingefärbtes, etwa kegelförmiges Teil ist in ein den Augapfel darstellendes, weiß
eingefärbtes etwa ringföriniges Teil und dieses wiederum in ein das obere und untere
Augenlid darstellendes, das ganze bewegliche Auge zu einer Halbkugel vervollständigendes
Teil, jeweils mit zylindrischem Haftsitz, elastisch formschlüssig eingesteckt. Ein
solches Auge ist aber wegen seiner in die Tiefe gerichteten, fertiaungstechnisch
und optisch bedingten Konstruktion nicht geeignet, auf der Oberfläche eines Spielzeugtieres
od. dgl. angebracht zu werden. Es ist daher nur als bewegliches Auge in einer Höhlung
eines Puppenkopfes verwendbar.
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Weiterhin ist ein bewegliches Auge für Puppen u. dgl. bekannt, das
aus einer halbkugeligen, den Augapfel darstellenden Schale aus Blech mit einer einwärts
gerichteten Ausdrückung besteht, in die ein Linsenkörper mit zentrischem Befestigungszapfen
aus durchsichtigem Kunststoff mit Haftsitz eingesetzt ist. Die konische Rückseite
der Linse ist strahlenförinig profiliert und mit einem der Irisfarbe entsprechenden
Anstrich versehen. Statt dessen kann sie aber auch mit einer der Irisfarbe angepaßten
Folie hinterlegt sein. Der Befestigungszapfen des Linsenkörpers ist schwarz angestrichen
und stellt die Pupille dar. Auch dieses Auge erfordert mit seinem Befestigungszapfen
und der dafür notwendigen Blechhalterung eine verhältnismäßig erhebliche räumliche
Tiefe und wegen der Unzugänglichkeit in der halbkugeligen Blechschale beträchtlichen
Aufwand bei der Herstellung.
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Ferner kennt man ein bewegliches Auge für Puppen u. dgl., welches
aus einem flachen, linsenförmig gewölbten, Iris und Pupille darstellenden Oberteil
mit flacher Unterseite aus durchsichtigem Kunststoff, aus einer unter dem linsenförmigen
Körper angeordneten, die schwarze Pupille, eine strahlenförmige Äderung und die
Irisfarbe zur Darstellung bringenden Folie und aus einer die beiden vorgenannten
Teile im Haftsitz aufnehmenden, nach vorn offenen, hohlzylindrischen Metallfassung,
deren vorderes Ende als Augapfel aufgewölbt ist, besteht. Statt durch die Folie
kann bei dieser Anordnung die Farbwirkung von Iris und Pupille auch durch einen
entsprechenden Farbanstrich auf der Unterseite des linsenförinigen Körpers, der
dann zu diesem Zweck eine der Pupille entsprechende zentrische Vertiefung aufweist,
erzielt werden. Gemäß der den Augapfel darstellenden, in eine Höhlung des Kopfes
hineinragenden und dort schwenkbar befestigten Blechkonstruktion ist dieses Auge
für eine Befestigung an der Oberfläche eines Kopfes ungeeignet. Auch erfordert die
verhältnismäßig komplizierte Blechforrn einen erheblichen Herstellungsaufwand. Die
Nachbildung des Augapfels aus bemaltem Blech reicht bezüglich der natürlichen Wirkung
nicht an eine Nachbildung aus Kunststoff heran.
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Die Erfindung hat sich demgegenüber die Aufgabe gestellt, ein unbewegliches
Kunststoffauge der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, das unter Vermeidung
der vorgenannten Nachteile in einfachster und billigster Weise maschinell herstellbar
und damit sehr preisgünstig ist, wobei aber zugleich eine einwandfreie Farbwirkung
des Auges erzielt werden soll, Die Erfindung besteht daher in erster Linie in der
Kombination folgender für sich bekannter Merkmale, daß die Unterseite des Oberteiles
und die Oberseite des Unterteiles sich in parallelen Ebenen erstrecken, daß das
Unterteil im wesentlichen flach ist und daran die Mittel zur Befestigung des Auges
am Tier od. dgl. einstückig angeformt sind. Hierdurch wird gegenüber den bekannten
Augen das gesamte Auge äußerst flach, so daß es einerseits auf die Oberfläche eines
Stofftieres od. dgl. aufgebracht werden kann und zum anderen trotzdem natürlich
wirkt. Außerdem vermindert die einstückige Anformung des Befestigungsmittels den
Herstellungsaufwand erheblich gegenüber den vorbekannten Anordnungen bei unbeweglichen
Augen. Insgesamt ist also ein Auge, einschließlich seiner Befestigungsmittel, geschaffen,
das einerseits sehr preisgünstig ist, zum anderen aber ein natürliches Aussehen
mit einem einwandfreien Farbeffekt und einer entsprechenden Tiefenwirkung hat.
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In fertigungstechnischer Hinsicht sind jetzt lediglich noch Oberteil
und Unterteil, dieses zugleich mit der Ose od. dgl., herzustellen, was maschinell
erfolgen kann, und dann diese beiden Teile ineinanderzustecken. Die letztgenannte
Arbeit erfordert keinerlei Fachkenntnisse und kann von Hilfskräften, z. B. von Heimarbeitern,
durchgeführt werden, ohne daß ein ungewolltes Lösen zu befürchten ist.
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Diese Verbilligung des Auges ist gegenüber den bekannten Ausführungen
von besonderer Bedeutung, da es sich hierbei um einen ausgesprochenen Massenartikel
handelt und ferner in der Regel die damit auszurüstenden Spielzeugtiere od. dgl.
- im Gegensatz zu größeren Puppen - relativ billig sind.
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Nach der Erfindung ausgebildete Augen können ohne Mehraufwand in beliebiger
Weise gefärbt und auch mit Äderungen versehen werden, Sie zerspringen nicht und
sind daher für das spielende Kind ungefährlich. Auch können sie auf Grund der maschinellen
Herstellung sehr gleichmäßig hergestellt werden.
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Je nach Wunsch kann das Oberteil hierbei die Iris und/oder die Pupille
darstellen, wobei außerdem die Möglichkeit besteht, das Unterteil als Irisrand auszubilden,
welcher nach Durchführung der genannten Steckverbindung das Oberteil umgibt. Man
kann ferner ebenfalls ohne einen Mehraufwand wahlweise dem Unterteil die Form eines
Rund-, eines Schiel-oder eines Eckenauges geben.
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Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind an Hand der in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. In der Zeichnung zeigt F
i g. 1 ein nach der Erfindung ausgebildetes Auge im Schnitt, F i
g. 2 ein weiteres nach der Erfindung ausgebildetes Auge ebenfalls im Schnitt,
F i g. 3 eine Draufsicht auf das Auge nach F i g. 2, F i
g. 4 ein weiteres nach der Erfindung ausgebildetes Auge im Schnitt, F i
g. 5 eine Draufsicht auf das Auge nach F i g. 4. Die in den Ausführungsbeispielen
dargestellten Augen bestehen durchweg aus einem Unterteil 1 und einem Oberteil
2, wobei beide Teile ineinandergesteckt sind. Bei den Ausführungsbeispielen nach
den F i g. 1
bis 3 umfaßt dabei das Unterteil das Oberteil, während
im
Ausführungsbeispiel nach den F i g. 4 und 5
das Oberteil auf das Unterteil
aufgesteckt ist und dieses seitlich umgreift. Es ist ersichtlich, daß die Unterseite
3 des Oberteiles 2 und die Oberseite 4 des Unterteiles 1 sich in parallelen
Ebenen erstrecken. Dies schließt jedoch nicht aus, daß die Unterseite
3
mit einer die Augenäderung nachbildenden Profilierung 12 (vgl. F i
g. 1) versehen ist.
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Das einstückig an das Unterteil angeformte Befestigungsmittel
5 besitzt die Form einer nach unten vorspringenden Öse, an deren Ansatzpunkt
das Unterteil 1 eine zentrische Öffnung 6 zwecks Vermeidung einer
Formhinterschneidung aufweist (vgl. F i g. 1
und 4). Um die optische Wirkung
des Auges zu verbessern, ist zwischen Unterteil 1 und Oberteil 2 eine der
Irisfarbe angepaßte Folie 7 (vgl. F i g. 1 und 2) eingelegt. Diese
übernimmt gleichzeitig die Aufgabe, die durch die Iris hindurch sichtbare zentrische
öffnung 6 bzw. das Befestigungsmittel selbst abzudecken. Die im Oberteil
2 befindliche, der Form der Pupille angepaßte Vertiefung 9 weist einen der
Pupillenfarbe entsprechenden Lackauftrag 10 auf.
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Durch die Öse 5 wird in an sich bekannter Weise ein Bindfaden
od. dgl. gezogen und zwecks Anbringung des Auges am Tierkopf an diesem befestigt.
Sofern das Unterteil nicht den Irisrand darstellen soll, ist es im übrigen möglich,
es aus gemischtfarbigen Abfallstoffen herzustellen.
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Gleichgültig, ob man gemäß F i g. 1 das Unterteil als Irisrand
das Oberteil 2 umgreifen läßt oder ob man das Unterteil 1, gemäß den F i
g. 2 und 3, als Eckenauge mit seitlichen Ausbuchtungen 8 ausbildet
oder ob das Oberteil gemäß F i g. 4 und 5 das Unterteil umgreift,
jeweils ist es nach der Erfindung möglich, daß der elastische Formschluß entlang
einer schmalen zylindrischen Fläche 11 hergestellt wird. Die Unterseite des
Unterteiles kann gerade oder gekrümmt ausgebildet sein.
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Wie oben schon erwähnt, kann die Farbgebung des Auges auf verschiedene
Weise erreicht werden. So ist es möglich, das Iris und Pupille darstellende Oberteil
aus einem halbdurchsichtigen, in der Irisfarbe eingefärbten Kunststoff herzustellen.
Man kann auch dieses Oberteil aus einem durchsichtigen oder halbdurchsichtigen auf
der Rückseite mit einem Lackauftrag 13 (vgl. F i g. 4) versehenen
Kunststoff fertigen. Ferner ist es möglich, die Farbwirkung durch die genannte,
je nach dem gewünschten Effekt verschiedenfarbig eingefärbte Folie
7 zu verstärken. Auch kann der Farbeffekt noch durch die ebenfalls bereits
erwähnte Profilierung der Unterseite des Oberteiles günstig beeinflußt werden. Man
kann im übrigen den Eindruck der Äderung auch durch eine entsprechende Darstellung
auf der Folie erzielen.
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Sofern man den Eindruck von Katzenaugen erwecken will, kann entweder
auf der Rückseite der Iris eine Leuchtstoffarbe aufgetragen oder aber die genannte
Folie mit einer Leuchtstoffarbe versehen sein. Auch liegt es im Bereich des Möglichen,
durch verschiedene Färbung der halbdurchsichtigen Iris und der dahinter eingelegten
Folie besondere Farbeffekte zu schaffen.