DE116590C - - Google Patents
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M11/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
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- D06M11/155—Halides of elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch das vorliegende Verfahren wird bezweckt, das Gewebe, aus welchem die Laufmäntel
der Fahrräder, Motorwagen und dergl. Gefährte bestehen, undurchdringlich für die
spitzen, scharfen Körperchen (Nägel, Dorne, Glasscherben u. s. w.) zu machen, welche auf
der Fahrstrafse vorkommen. Das Verfahren kann sich entweder auf das fertige Gewebe
oder auf das Garn erstrecken, aus welchem dasselbe zu fertigen ist.
Bei der Herstellung des Gewebes wird darauf Bedacht genommen, es möglichst dicht
zu machen. Zu diesem Zwecke erfolgt die Herstellung unter festem Anschlage der Lade.
Ist das Gewebe aus Baumwolle, so beginnt das Verfahren damit, dafs das Gewebe mercerisirt
wird, um seine Dichtheit zu erhöhen.
Hierauf wird das Gewebe mit einer Lösung von Bleiacetat getränkt und dann in ein Bad
gebracht, welches mit Schwefelsäure angesäuert ist, wodurch sich auf die Fasern des Gewebes
Bleisulfat niederschlägt. Dann wird das Gewebe getrocknet und gestreckt und, wenn
nöthig, gebügelt und kalandert. Alsdann wird es in ein Bad gebracht, welches aus einer
Lösung von Kautschuk in Benzin (etwa 100 g Kautschuk auf 1 1 Benzin) besteht, welchem in
gröfserer Menge Blei- oder Zinkoxyd zugesetzt wird.
Hierauf wird das Gewebe nochmals getrocknet und darauf schliefslich mittelst eines
Bausches gepulvertes Bleiweifs oder Bariumsulfat aufgetragen, um die Poren des Stoffes
zu verstopfen.
Wird statt des fertigen Gewebes das Garn behandelt, so geschieht dies in gleicher Weise,
nur wird dann auf das Strecken, Bügeln und Kalandern des Gewebes besondere Sorgfalt
verwendet.
Handelt es sich um Gewebe oder Garne aus Seide, so unterbleibt das Mercerisiren und
statt dessen wird der Stoff wiederholt in ein Bad von Zinnchlorür eingetaucht; alle anderen
Operationen bleiben die gleichen wie vorhin.
Besteht der Stoff aus Tussahseide oder Wolle, so ist weder das Mercerisiren noch das Behandeln
mit Zinnchlorür nöthig, alle anderen Operationen bleiben bestehen.
Die so zugerichteten Gewebe werden in Streifen geschnitten und diese in mehrere
Lagen über einander genäht oder geklebt, um Laufmäntel für Fahrräder u. s. w. aus ihnen zu
bilden.
Das Bad, in welches das, wie oben erwähnt, mit Bleiacetat getränkte Gewebe eingebracht
wird, kann anstatt mit Schwefelsäure mit einer anderen Säure angesäuert werden, welche
gleichfalls geeignet ist, aus der Bleiacetatlösung ein unlösliches Salz niederzuschlagen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zumDichten von Geweben, welche zur Herstellung von Laufmänteln für Fahrräder' ü. s. w. dienen, dadurch gekenn-zeichnet, dafs entweder auf das baumwollene Gewebe selbst oder auf das zu verwebende Garn nach vorangegangener Mercerisirung durch Tränken mit Bleiacetat und Einbringen in ein angesäuertes Bad ein unlösliches Bleisalz niedergeschlagen wird. Eine für Gewebe oder Garn aus Seide bestimmte Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs das Mercerisiren durch eine Behandlung des Stoffes mit Zinnchlorürlösung ersetzt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE116590C true DE116590C (de) |
Family
ID=385925
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT116590D Active DE116590C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE116590C (de) |
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