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Vorrichtung zur Umwandlung einer ertasteten Wegstrecke in einen Gasdruck,
sogenannter Wegtransmitter Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Umwandlung
einer ertasteten Wegstrecke in einen Gasdruck, also einen sogenannten Wegtransmitter,
vorzugsweise zur Anwendung bei der Seitenkantensteuerung laufender Werkstoffbahnen
oder bei der Dickensteuerung von Flüssigkeitsstrahlen, mit einer Tast-bzw. Fühleinrichtung,
die drosselnd auf einen Gasstrom einwirkt, der eine Düse passiert.
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Vorrichtungen der genannten Gattung sind bekannt.
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Bei den bekannten Vorrichtungen betätigt die Tast-bzw. Fühleinrichtung
eine Prallplatte, die einer Düsenöffnung mehr oder weniger genähert wird, wodurch
der aus der Düse austretende Gasstrom einen mehr oder weniger großen Stau erleidet.
Auf diese Weise erfolgt eine Beeinflussung der Druckverhältnisse in der Rohrleitung
vor der Düsenöffnung, und diese Beeinflussung kann gemessen und zur Anzeige der
verschiedenen Stellungen der Tasteinrichtung verwendet werden. Die Anderung der
Druckverhältnisse kann auch direkt oder indirekt zur Einleitung bzw. Durchführung
geeigneter Maßnahmen für die Korrektur der ertasteten Abweichungen dienen, z. B.
mittels pneumatischer Stellantriebe. Als Nachteil der bekannten Vorrichtung ist
jedoch anzusehen, daß der Weg, den die Prallplatte zur Erzeugung eines größeren
oder kleineren Staus zurücklegen muß, außerordentlich klein ist; er beträgt nur
etwa 0,1 mm. Bei der Steuerung der Seitenkanten laufender Werkstoffbahnen treten
jedoch Schwankungen der Kantenlage im Betrage von etwa 100 mm auf, und diese Wegstrecke,
die von der Fühleinrichtung ertastet wird, muß auf 0,1 mm untersetzt werden. Dies
entspricht einem Verhältnis von 1000 : 1, welches konstruktiv sehr schwer zu lösen
ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der erwähnten
Gattung zu schaffen, die sich durch besonders einfache Bauweise auszeichnet und
eine sichere Beherrschung des erforderlichen Untersetzungsverhältnisses gestattet.
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Die Lösung ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der
Fühler mit einem Drehschieber verbunden ist, dessen Steuerkante oder -kanten über
eine oder mehrere Düsenöffnungen gleiten.
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Der angestrebte Zweck läßt sich besonders gut verwirklichen, wenn
nach einer Ausführungsform der Erfindung die Düsenöffnung bzw. die Düsenöffnungen
exzentrisch zum Drehschieber in dessen Achsrichtung angeordnet sind.
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Eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch
aus, daß das Gehäuse für den Drehschieberkörper drehbar um die Drehschieberachse
ausgebildet und angeordnet ist und daß der Drehschieber mit zwei um einen Winkel,
vorzugsweise 900: versetz-
ten Steuerkanten versehen ist. Durch diese Ausbildungsweise
wird die gattungsgemäße Vorrichtung weiter verbessert, indem ihre B enutzungsmöglichkeiten
erweitert werden. Die Wegtransmitter können nämlich im Betrieb nicht immer in einer
bestimmten Stellung eingebaut und zu ständig gleichgerichteten Steuervorgängen verwendet
werden. Vielmehr erfolgt der Einbau teilweise rechts und teilweise links der abzutastenden
Werkstoff- oder Flüssigkeitsbahn, und die gleiche Bewegung der Tasteinrichtung soll
einmal einen ansteigenden und ein andermal einen fallenden Druck hervorrufen. Durch
die erfindungsgemäße Maßnahme kann für alle vorkommenden Fälle stets ein und dieselbe
Vorrichtung zur Anwendung gelangen, da lediglich das Drehschiebergehäuse bei unverändert
stehender Tasteinrichtung gedreht zu werden braucht, um eine entgegengesetzte Wirkung
zu erzielen.
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Der gleiche Zweck kann aber auch noch auf andere Weise erreicht werden,
und zwar nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung dadurch, daß zwei Düsen
und zwei Steuerkanten vorgesehen und die Düsen wahlweise außer Betrieb setzbar sind,
z. B. durch eine Verschlußschraube oder durch den Drehschieber selbst. Die Düsen
lassen sich auch dadurch außer Betrieb setzen, daß auf der dem Drehschieber entgegengesetzten
Seite der mit den Düsen versehenen Gehäusewand ein Schieber angeordnet ist, der
wahlweise die nicht benötigte Düse bzw. bei mehreren Düsenpaaren das nicht benötigte
Düsenpaar abdeckt.
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Nach der Erfindung können die zwei Düsenöffnungen
auf
der gleichen Seite neben einer Diametrallinie der wirksamen Drehschieberfläche im
Gehäuseboden angeordnet und die Steuerkanten des Drehschiebers für beide Düsen als
eine diametrale Gerade ausgebildet sein. Wenn die Steuerkanten in diesem Falle beide
nach der gleichen Seite hin frei sind, wird der angestrebte Zweck durch Verschließen
einer der beiden Düsen erreicht, während das Verschließen vom Drehschieber selbst
vorgenommen wird, wenn die Steuerkanten nach verschiedenen Seiten hin frei sind.
Je nachdem, welche Düse verschlossen ist, bewirkt die Drehung des Drehschieberkörpers
auf Grund der Fühlerbewegung ein Ansteigen des Druckes in der einen oder in der
anderen Richtung des vom Fühler zurückgelegten Weges. Eine besonders vorteilhafte
Verwirklichungsform ist nach der Erfindung dann gegeben, wenn die Stirnfläche des
Steuerschiebers in regelmäßige Viertel aufgeteilt ist, von denen zwei diagonal gelegene
freigelassen sind.
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Die Charakteristik des Druckverlaufes auf Grund der Bewegungen der
Tast- bzw. Fühleinrichtung kann nach der Erfindung auch dadurch beeinflußt und in
gewünschter Weise gestaltet werden, daß die Düsenöffnungen einen anderen als kreisförmigen
Querschnitt aufweisen oder daß die Steuerkanten eine andere als geradlinige Gestalt
besitzen.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles, welches in den Zeichnungen dargestellt
ist.
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Es zeigt Abb. 1 die vereinfachte Darstellung einer endlosen Werkstoflbahn,
die um zwei Umkehrtrommeln herumgeführt ist und über eine Zwischenwalze zur Regelung
des Bahnverlaufes läuft, Abb. 2 die endlose Werkstoflbahn gemäß Abb. 1 in der Ansicht
von oben, Abb. 3 die schematische Darstellung einer Rohrleitungs- und Drosselanordnung
zur Erzeugung verschiedener Gasdrücke für die Anzeige und Regelung der Seitenkantenlage
der endlosen Werkstoffbahn, Abb. 4 den Wegtransmitter in einem axialen Längsschnitt,
Abb. 5 einen Schnitt durch denWegtransmitter nach der Linie V-V der Abb. 4, Abb.
6 den mit Steuerkanten versehenen Abschnitt des Drehschieberkörpers, teilweise geschnitten,
in der Seitenansicht, Abb. 7 einen Querschnitt nach der Linie VII-VII von Abb. 6,
Abb. 8 den Drehschieberkörper entsprechend Abb. 6 bei anderer Stellung des Schiebergehäuses
und somit anderer Stellung der Düsenöffnung, Abb. 9 einen Querschnitt nach der Linie
IX-IX der Abb. 8, Abb. 10 einen anderen Drehschieberkörper in der Seitenansicht,
Abb. 11 einen Querschnitt nach der Linie XI-XI der Abb. 10, Abb. 12 eine weitere
Ausbildungsform des Drehschieberkörpers in der Seitenansicht, Abb. 13 einen Querschnitt
nach der Linie XIII-XIII der Abb. 12, Abb. 14 ein Diagramm der Abhängigkeit des
Druckanstiegs vom zurückgelegten Weg der Tast- bzw. Fühleinrichtung bei Verwendung
einer einzigen exzentrischen Düsenöffnung, Abb. 15 das Diagramm bei Verwendung von
zwei exzentrisch angeordneten Düsenöffnungen.
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In den Abb. 1 und 2 ist ein endloses Sieb- oder Filzband 1 einer
Papiermaschine (nicht dargestellt) angedeutet. Das Bandl weist die rechten und linken
Kanten 2 auf und läuft über die Umlenktrommeln 3 und 4 in Richtung des Pfeiles 5
um. Das Band 1 hat, wie alle endlosen Bänder, die über Walzen laufen, die Neigung,
abzugleiten. Bei Riementrieben mit geringer Breite wird diesem nachteiligen Umstand
dadurch abgeholfen, daß die Riemenscheiben eine ballige Ausbildung erhalten. Dadurch
erfolgt eine Ausnutzung des Bestrebens endloser Bänder, sich stets in die Lage mit
der größten Spannung einzustellen. Da bei balligen Riemenscheiben die größte Spannung
in der Mittellage gegeben ist, verbleibt der Riemen ohne zusätzliche Regelung in
seiner Mittellage. Bei Papiermaschinen sind die endlosen Sieb- oder Filzbänder so
breit, daß eine ballige Ausführung der Umkehrtrommeln nicht möglich ist. Zur Führung
des Bandes in seiner Mittellage wird daher ein anderer Weg beschritten, und zwar
wird das Band zusätzlich über eine Zwischenwalze 6 geleitet, die an ihrer einen
Seite schwenkbar mit einem Festpunkt 7 verbunden ist, während sie auf ihrer anderen
Seite schwenkbeweglich an einem Schlitten 8 lagert, der auf Schienen 9 läuft und
mittels einer Spindel 10 von Hand oder auf andere Weise verschieblich ist. Gemäß
Abb. 2 kann der Schlitten 8 in den Richtungen des Pfeiles 11 verschoben werden.
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Durch entsprechende Schrägstellung der Zwischenwalze 6 gemäß der strichpunktierten
Linie in Abb. 2 läßt sich ein solcher Einfluß auf den Ablauf des Bandes 1 ausüben,
daß das Band die gewünschte Mittelstellung einhält. Wenn sich eine Abweichung von
dieser Mittelstellung zeigen sollte, wird die Spindel 10 in zweckmäßigem Sinne betätigt,
wodurch sich die Schrägstellung der Zwischenwalze 6 ändert und das Band 1 zu einer
seitlichen Wanderung auf den Trommeln 3 und 4 veranlaßt wird.
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Zur Feststellung der richtigen Lage der Seitenkanten 2 des Bandes
1 ist eine Fühleinrichtung vorgesehen, die sich aus Abb. 4 ergibt. Die Fühleinrichtung
besteht aus dem Fühler 12, der am Fühlarm 13 befestigt ist. Der Fühler 12 befindet
sich an beliebiger Stelle des Bandes 1 seitlich neben dem Band in Höhe einer Kante
2, an der er leicht anliegt. Der Fühler 12 kann als kufenartiges Blech oder als
Rolle ausgebildet sein. Durch die leichte, fast kraftlose Anlage des Fühlers 12
an der Bandkante 2 wird diese praktisch nicht beansprucht bzw. verschlissen. Der
Fühlarm 13 sitzt in einer Halterung 14, die sich am Ende einer Welle 15 befindet,
welche an ihrem anderen Ende einen Drehschieberkörper 16 trägt. Der Drehschieberkörper
16 ist im Innern eines Gehäuses 17 untergebracht, das zylindrische Gestalt aufweist
und durch einen Deckel 18 verschlossen ist. Der Deckel 18 dient als Lagerung für
die Welle 15 (Abb. 4).
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Das Gehäuse 17 befindet sich an dem düsenförmig dargestellten Ende
19 einer Rohrleitung 20 (Abb. 3).
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Der Innenraum des Gehäuses 17, in dem der Drehschieberkörper 16 gelagert
ist, wird durch den Gehäuseboden 21 von der Rohrleitung 20 getrennt. Die letztgenannte
enthält in Richtung der Gasströmung ein Reduzierventil 22 und eine Festdrossel 23,
wodurch sich hinter dem von der Zuluft beaufschlagten Reduzierventil ein Rohrabschnitt
24 mit konstantem Druck ergibt. Bei der praktischen Ausführung befindet sich die
Festdrossel 23 im Gehäuse 17. Zwischen Rohrende bzw. Düse 19 und Drossel 23 sind
an die Leitung 20 ein Meßgerät 25 und eine Abzweigleitung
26 für
Meß- bzw. Regelzwecke angeschlossen. Die Gasströmung geht in Richtung der Pfeile
27 und 28 vonstatten.
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Nach Abb. 4 und 5 ist das Ende 19 der Leitung 20 als Düse 29 ausgebildet,
die sich exzentrisch zur Mittellängsachse des Drehschieberkörpers i6 im Boden 21
des Gehäuses 17 befindet. Die Düse 29 ist als Loch in den ebenen Boden 21 eingearbeitet.
Der Drehschieberkörper 16 liegt mit seiner düsenseitigen Stirnfläche satt an der
Fläche des Bodens 21 an und gleitet während seiner Drehbewegungen auf dieser Bodenfläche.
Die aufeinandergleitenden Teile sind entsprechend eingeschliffen. Das Anliegen des
Drehschiebers 16 am Boden 21 wird noch durch die Kraft einer Feder 30 unterstützt,
die sich als Schraubenfeder um den Körper 16 herumwindet und diesen durch Druck
oder Zug gegen den Boden 21 preßt. Außerdem dient die Feder 30 als Rückstellfeder
für den Drehschieber und als Andrückfeder für den Fühler 12, damit dieser stets
seinen leichten Kontakt mit der Seitenkante 2 der Werkstoffbahn 1 einhält. Die Feder
30 ist also doppelt ausgenutzt; sie ist in geeigneter Weise an der Innenwand des
Deckels 18 und dem Drehschieberkörper 16 befestigt. Das düsenseitige Stirnende des
Drehschiebers ist gemäß Abb. 5 halbzylindrisch ausgebildet, wodurch sich eine diametrale
Steuerkante 31 ergibt. Diese Kante gleitet bei seitlicher Verschiebung des Fühlers
12 infolge entsprechenden Verlaufes des Bandes 1 und somit bei axialer Verdrehung
des Schieberkörpers 16 über die Öffnung der Düse 29 im Boden 21 hin und überdeckt
diese Öffnung mehr oder weniger, beispielsweise auch vollständig. Der durch die
Düse 29 fließende Gasstrom, der sich in Richtung der Pfeile 32, 33 in Abb. 4 bewegt,
wird dadurch mehr oder weniger oder ganz gedrosselt, was sich durch entsprechenden
Druckanstieg in der Leitung 20 sowie im Manometer 25 und in der Leitung 26 bemerkbar
macht. Der Weg, den der Fühler 12 unter dem Einfluß der Verschiebung der Seitenkante
2 zurücklegt, wird also zunächst in eine Drehbewegung des Körpers 16 und anschließend
in eine Gasdruckänderung verwandelt. Die Gasdruckänderung kann gemäß Pfeil 28 zu
einem pneumatischen Antrieb geleitet werden, welcher auf die Spindel 10 und somit
auf die Stellung der Steuerwalze 6 einwirkt, wodurch ein Ausschlag des Fühlers 12
unverzüglich eine Reaktion der Bandsteuerung zur Folge hat.
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Die bisher beschriebene Vorrichtung liefert keine proportionale Abhängigkeit
zwischen dem seitlichen Weg der Kante 2 und dem Druck in der Leitung 20.
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Eine lineare Funktion der Vorrichtung ist für den genannten Zweck
auch nicht unbedingt erforderlich, da nur eine mittlere Stellung des Bandes 1 gehalten
werden soll. Für Anzeigezwecke kann die Nichtlinearität in der Teilung der Anzeigegeräte
berücksichtigt werden. In Abb. 14 ist die Charakteristik des Gerätes in Kurvenform
dargestellt, wobei zu erkennen ist, daß die größte Steilheit in der Mittellage vorhanden
ist d. h., die Walze 6 reagiert kräftig auch bei kleinen Fühlerausschlägen.
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Nicht immer ist die Seitenkante2 einer Bahn 1 vollkommen gerade.
vielmehr treten durch Verschleiß und andere Umstände im Laufe der Zeit Ausfransungen
usw. ein, so daß die Kanten 2 mehr oder weniger wellenförmig aussehen. In diesem
Falle würde der Fühler 12 beim Umlauf des Bandes 1 ständig hin- und herpendeln und
seine zurückgelegten Wegstrecken ununterbrochen in Druckänderungen umsetzen. Die
Folge
wäre eine pausenlos Regeibewegung der Walze 6, obwohl das Band 1 in seinem Lauf
gar nicht geregelt zu werden braucht, da die Seitenkantenverschiebung nur scheinbar
infolge der schlechten Kantenbeschaffenheit eingetreten ist. Hier ist es also erwünscht,
daß die Vorrichtung im Bereich der Mitzellage des Bandes keine oder nur sanfte Regelbewegungen
entstehen läßt. Abb. 15 zeigt eine Charakteristik für einen derartigen Fall mit
einer Unempflndlichkeits zone im Bereich der Mittellage des Bandes 1. Erst bei größeren
Aus schlägen setzen Druckänderungen ein.
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Die Kurve nach Abb. 15 wird erzielt, wenn das Steuerende des Drehschieberkörpers
16 gemäß Abb. 12 und 13 ausgebildet wird. Die Düse im Gehäuseboden 21 ist bei diesem
Ausführungsbeispiel geteilt und weist zwei Öffnungen 34 und 35 auf. Beide Öffnungen
sind exzentrisch zur Drehschieberachse angeordnet und befinden sich auf der gleichen
Seite einer Diametrallinie des Drehschiebers. Das Steuerende des Drehschiebers ist
an seiner Stirnfläche in Viertel von regelmäßiger Gestalt aufgeteilt, von denen
zwei diagonal liegende Viertel 36 und 37 aus dem Drehschieberfleisch herausgearbeitet
sind (Abb. 12), so daß sich neben den Düsen 34, 35 Steuerkanten 38 und 39 ergeben.
Wenn sich der Drehschieber 16 unter der Wirkung des Fühlers 12 verdreht, wird entweder
die Düse 34 oder die Düse 35 von der zugehörigen Steuerkante des stehengebliebenen
Viertels überfahren, und eine entsprechende Drosselwirkung tritt ein (Abb. 15).
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Die Abb. 10 und 11 zeigen eine Ausführungsform, bei der die Düsenöffnungen
40 und 4t ebenfalls exzentrisch auf der gleichen Seite einer Diametrallinie angeordnet
sind. wobei jedoch der Steuerabschnitt des Drehschiebers 16 als Halbzylinder 42
gestaltet ist.
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Hier ist vorgesehen, daß eine der beiden Düsen abgeschaltet werden
kann, z. B. durch Eindrehen einer Madenschraube (nicht dargestellt). Je nach Drehrichtung
des Schiebers mit Steuerkante 43, die eigentlich aus zwei Steuerkanten besteht,
wird die offene Düse überfahren, wodurch eine Drucksteigerung in den Leitungen 20,
26 erfolgt. Der Zweck besteht darin, daß die Bewegungen des Fühlers 12 wahlweise
in eine Drucksteigerung bzw. in einen Druckabfall umgewandelt werden können, d.
h., wenn beispielsweise der Fühler 12 seinen Weg in Richtung nach rechts (Abb. 11)
zurücklegt. so daß sich der Teil 42 im Gegenuhrzeigersinn dreht. kann der Druck
bei geschlossener Düse ? mittels Düse 41 zum Fallen veranlaßt werden. Bewegt sich
der Fühler nach links, so dreht sich Teil 42 im Uhrzeigersinn, und der Druck steigt.
Ein Wechsel der Gerätetype wird also vermieden, da sich das Gerät allen Erfordernissen
anpassen läßt.
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Auch das Ausführungsbeispiel nach Abb. 6 bis 9 erreicht den Zweck
der wahlweisen Druckreaktion auf den Weg des Fühlers 12. Hier ist der steuernde
Teil des Drehschiebers 16 als Dreiviertelkreisscheibe 44 ausgebildet und mit den
Steuerkanten 45, 46 versehen. die im rechten Winkel zueinander liegen. Im nicht
dargestellten Gehäuseboden befindet sich die Düsenöffnung 47. Je nachdem wie das
Gehäuse mit der Düse 47 nun im Verhältnis zu dem Drehschieber 16 bei der Montage
angeordnet wird, kommt entweder die Steuerkante 45 oder 46 zur Wirkung auf die Düse
47, so daß der Druck bei ein und derselben Drehrichtung des Schiebers 16 entweder
ansteigt oder abfällt, d. h., es ergibt sich gemäß Abb. 7 bei Rechtsdrehung ein
ansteigender Druck und gemäß Abb. 9 bei Linksdrehung ein ansteigender Druck.
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Die Charakteristiken der Abb. 14 und 15 können auch dadurch in ihrem
Verlauf beeinflußt werden, daß die Düsenöffnungen einen anderen als kreisförmigen
Querschnitt aufweisen oder daß die Steuerkanten eine andere als geradlinige Gestalt
besitzen.
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Bei einem in der Zeichnung nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
der Erfindung befinden sich im Gehäuseboden 21 vier Düsen, die um 900 versetzt auf
einer Kreisbahn angeordnet sind, ähnlich den zwei Düsen 34 und 35 in Abb. 13. Die
Düsenpaare können sich auf einer Diametrallinie oder neben einer Diametrallinie
befinden, je nachdem ob eine Charakteristik nach Abb. 14 oder 15 gewünscht wird.
Die Wirkfläche des Drehschiebers 16 ist in diesem Falle so ausgebildet, wie es aus
Abb. 13 zu erkennen ist, also mit zwei einander gegenüberliegenden, viertelkreissektorförmigen
Aussparungen. Auf der dem Drehschieber entgegengesetzten Seite der mit den Düsen
versehenen Gehäusewand21 ist ein weiterer Schieber angeordnet, der die Aufgabe hat,
einige Düsen wahlweise zu verschließen. Der Schieber liegt an der Wand 21 an und
ist vorzugsweise kreisförmig ausgebildet. Er arbeitet ebenfalls als Drehschieber.
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Dies läßt sich leicht bewerkstelligen, indem an seiner Rückseite eine
kurze Welle befestigt ist, die aus dem Gehäuse 17 des Gerätes herausragt und durch
die der Schieber verdreht werden kann. An seiner Wirkfläche ist der Schieber mit
einer Ausfräsung oder mit Ausfräsungen versehen, die sich über diejenigen Düsen
erstrecken, die für den Durchgang des Mediums frei bleiben sollen. Im Falle des
Vorhandenseins von vier kreisförmig angeordneten Düsen, die jeweils um 90° versetzt
sind, folgt die Ausfräsung im Schieber zweckmäßigerweise einer Diametrallinie und
ist so breit, daß die Düsen, wenn sie unter der Ausfräsung liegen, vom Medium gut
beaufschlagt werden. Die beiden anderen Düsen werden dann von der nicht ausgefrästen
Wirkfläche des Schiebers zugedeckt. Durch Verdrehen des Schiebers um 900 lassen
sich entweder die einen oder die anderen einander gegenüberliegenden Düsen unter
die Ausfräsung bringen, so daß entweder durch dieses oder durch jenes Düsenpaar
der Vordruck wirkt. Der Drehschieber 16 auf der dem soeben erläuterten Schieber
entgegengesetzten Seite des Bodens 21 überdeckt in seiner Ruhestellung jeweils eine
halbe Düse der Düsen eines Düsenpaares oder nur eine Düse des Düsenpaares ganz,
während die andere offen ist, und durch Verdrehung des Drehschiebers 16 werden die
beiden Düsen des vom Vordruck beaufschlagten Düsenpaares in der einen Ausführungsform
mehr geschlossen oder weiter geöffnet, in der anderenAusführungsform die offene
Düse mehr geschlossen oder die geschlossene Düse mehr geöffnet.
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Das Anwendungsgebiet für den erfindungsgemäßen Wegtransmitter ist
sehr weitläufig. Es erstreckt sich zunächst über praktisch alle endlosen Warenbahnen,
wie Papier, Pappe, Textilware, Kunststoffware, Grob-und Feinbleche, ferner auf Förderbänder
aus Gummi.
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Filz oder Drahtgewebe, also auf endlose Bahnen, die entweder zunächst
endlos hergestellt und später in endliche Stücke abgeschnitten werden, z. B. Gewebebahnen
aus Textilware, oder auf endlos bleibende Bahnen, die um Führungs- und Umkehrrollen
geleitet sind, z. B. Förderbänder. Selbstverständlich läßt sich mit der Vorrichtung
nicht nur eine Seitenkantensteuerung bewerkstelligen, sondern auch eine Steuerung
der Dicke einer Warenbahn, z. B. eines Ton-oder Teigstranges, der eine Strangpresse
verläßt. In
diesem Falle können sowohl die Bewegung der Seitenkanten als auch der
Oberkante des Stranges abgetastet und in Druckänderungen umgewandelt und somit zur
Fernanzeige undloder Regelung verwendet werden.
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Auch der Durchmesser und die seitliche Steuerung von Flüssigkeitsstrahlen
lassen sich bei entsprechender Ausbildung des Fühlers 12 messen und einstellen.
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Die Vorrichtung nach der Erfindung ermöglicht darüber hinaus auch
die Fernanzeige des Ortes von nicht endlosen laufenden Gütern, wie einzelnen Bögen,
Tafeln oder Schüssen. Ebenso kann die Spiegelhöhe eines Flüssigkeitsstromes in einem
Strömungsbett gemessen, fernangezeigt und reguliert werden. Auch eine ruhende Flüssigkeit
in einem Bassin läßt sich hinsichtlich des Standes ihres Spiegels überwachen.
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In diesem Falle liegt der Vorteil der Vorrichtung in ihrer besonders
einfachen und damit betriebssicheren Ausbildungsweise.