DE1126568B - Verfahren zur Regelung des Zuflusses der Schmelze bei Stranggiessanlagen - Google Patents

Verfahren zur Regelung des Zuflusses der Schmelze bei Stranggiessanlagen

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DE1126568B
DE1126568B DESCH26145A DESC026145A DE1126568B DE 1126568 B DE1126568 B DE 1126568B DE SCH26145 A DESCH26145 A DE SCH26145A DE SC026145 A DESC026145 A DE SC026145A DE 1126568 B DE1126568 B DE 1126568B
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regulating
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Dipl-Ing Ralf Schneider
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Schloemann AG
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Schloemann AG
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/16Controlling or regulating processes or operations
    • B22D11/18Controlling or regulating processes or operations for pouring
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B5/00Muffle furnaces; Retort furnaces; Other furnaces in which the charge is held completely isolated
    • F27B5/04Muffle furnaces; Retort furnaces; Other furnaces in which the charge is held completely isolated adapted for treating the charge in vacuum or special atmosphere

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

Infolge der ungleichmäßigen Absenkbewegung des Stranges und der ungleichmäßigen Zuflußmenge zu der Kokille beim Neigen der Gießpfanne ist eine Regelung des Zuflusses der Schmelze zu Stranggießkokillen erforderlich.
Es sind bereits verschiedene Verfahren bekannt geworden, um diese Mängel zu beheben. So hat man vorgeschlagen, durch Regeln der Pfannenneigung in Abhängigkeit von der Ausflußmenge oder auch durch Schwenken der Gießrinne um einen Drehpunkt den Zufluß von Schmelze zu der Kokille zu regeln.
Weiter ist bereits bekannt, die Zuflußgeschwindigkeit der Schmelze durch einen gegen die Ausflußrichtung der Schmelze in der Rinne gerichteten, regulierbaren Gasstrahl zu bremsen. Aber auch mit einer derartigen Vorrichtung war es nicht möglich, die bereits erwähnten Mängel zu beheben.
Aufgabe der Erfindung ist eine gut steuerbare Zuflußregelung der Schmelze, wobei die Nachteile bisher bekannter Vorrichtungen überwunden werden.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem durch die Schmelze entlang des Fließweges von dem Ausflußbehälter zu der Kokille ein Strom geführt wird, zu dem in senkrechter Ebene ein Magnetfeld angeordnet ist, wodurch in einer senkrecht zu der Ebene der Stromrichtung liegenden Ebene eine Kraft auf jedes Teilchen der Schmelze ausgeübt wird, die ein Einschnüren bzw. ein Bündeln des Gießstrahles bewirkt.
Zur Ausübung des Verfahrens wird eine Vorrichtung verwendet, bei der eine Elektrode in dem Ausflußgefäß angeordnet ist, an dem Ausguß zwischen Ausflußgefäß und Kokille senkrecht zur Fließrichtung ein Magnetfeld in einem den Ausfluß umfassenden, hufeisenförmig ausgebildeten Eisenkern erzeugt wird und an der Kokille eine weitere Elektrode angeordnet ist und beide Elektroden mit einem Gleichstromgenerator verbunden sind, bzw. ein Pol der Gleichstrommaschine und beispielsweise die Kokille geerdet sind.
Als weiteres Merkmal soll die Innenwandung des Ausflusses aufgerauht, beispielsweise geriffelt sein oder aus einem Material mit einem hohen Reibungskoeffizienten bestehen. Der Gleichstromgenerator soll vorzugsweise ein Konstantstromgenerator sein. Die den Gießstrahl einschnürende Kraft soll durch Verändern der Spannung an den Elektroden bzw. durch Verändern des Stromes für die Magnetspule veränderbar sein.
Es ist zwar an sich bekannt, zur Erzeugung eines Druckes in geschmolzenem Metall, insbesondere zum Zwecke der Förderung von Metallschmelzen, in dem in einem geeigneten, mit Zu- und Abflußeinrichtungen Verfahren zur Regelung
des Zuflusses der Schmelze
bei Stranggießanlagen
Anmelder:
Schloemann Aktiengesellschaft,
Düsseldorf, Steinstr. 13
Dipl.-Ing. Ralf Schneider, Gelsenkirchen,
ist als Erfinder genannt worden
versehenen Gefäß befindlichen geschmolzenen Metall einen elektrischen Stromfluß zu erzeugen, wobei gleichzeitig das geschmolzene Metall von einem Magnetfeld, vorzugsweise senkrecht zur Stromflußrichtung geschnitten wird.
Bei diesem Verfahren wird der Strom in dem geschmolzenen Metall jedoch in einer ringförmigen, geschlossenen Rinne durch Induktion erzeugt und ein Druck zum Fördern von Schmelze, insbesondere zum Pumpen von Schmelze verwendet.
Auch ist es bekannt, zum Regeln der Durchflußmenge der Schmelze bei Stranggießanlagen in einer Ebene senkrecht zur Fließrichtung der Schmelze ein Magnetfeld zu erzeugen und in der gleichen Ebene senkrecht zu dem Magnetfeld an zwei einander gegenüberliegenden Seiten des die Schmelze führenden Ausflusses Elektroden eines Stromkreises anzuordnen, um den Strom in einer Ebene senkrecht zu der Fließrichtung der Schmelze zu leiten.
Eine derartige Vorrichtung ist ebenfalls zum Erzeugen eines Druckes zum Fördern von Schmelze, insbesondere zum Pumpen von Schmelze geeignet, doch infolge der gegen die Fließrichtung oder in der Fließrichtung gerichteten Kraft zum kontinuierlichen Regeln der Durchflußmenge bei Stranggießanlagen nicht anwendbar. Der Gießstrahl wird durch die Richtung der Kraft zerstreut, was unbedingt zu vermeiden ist. Im übrigen ergeben sich Schwierigkeiten in der Ausführung des Verfahrens bei dem Einbau der Elektroden, die isoliert durch die Wandung des Ausflusses hindurchführen müssen und andererseits soweit in die
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rohrförmige Führung des Gießstrahles hineinragen müssen, daß der Gießstrahl jederzeit mit Sicherheit von dem Strom durchflossen wird.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Mitl ist ein Zwischenbehälter mit einem Ausfluß 2 bezeichnet. Um den Ausfluß 2 legt sich ein hufeisenförmig ausgebildeter Magnetkern 3, auf dem eine Magnetspule 4 sitzt. An der unteren Öffnung des Ausflusses 2 ist ein Abschirmblech 5 angeordnet.
Zwischen dem Ausguß 2 und einer Kokille 6 befindet sich eine Notrinne 7. An dem Zwischenbehälter 1 sowie an der Kokille 6 sind je eine Elektrode 8, 9 eingebaut, deren Stromzuleitungen 10, 11 mit einem Gleichstromgenerator 12 verbunden sind. Ein Pol des Generators 12, der vorzugsweise ein Konstantstromgenerator ist, könnte auch ebenso wie eine Elektrode 9 geerdet sein, wodurch beispielsweise die Rückleitung 11 fortfallen würde. Die Spule 4 erhält über Zuleitungen 13, 14 von einem Wechselstromgenerator 15 einen Strom zum Erzeugen eines Magnetfeldes in dem Magnetkern 3. Der Stromweg verläuft in der Richtung des Pfeiles 16 bei entsprechendem Anschluß des Generators 12 an die Leitungen 10 und 11. Die durch die Wirkung des Stromes zwischen den Elektroden 8, 9 einerseits und des Magnetfeldes in dem Magnetkern 3 andererseits erzeugte Kraft ist bestrebt, den Gießstrahl in dem Ausguß 2 gegen einen Teil der Wand mit rohrförmigem Querschnitt zu drücken, wodurch ein Einschnüren des Gießstrahles und damit ein Verändern der Durchflußmenge von Schmelze erzielt wird. Die Regelung der Durchflußmenge kann sowohl durch Verändern der Spannung an den Elektroden 8, 9 mittels des veränderlichen Widerstandes 18 wie auch durch Verändern des Stromes in der Magnetspule 4 durch Verändern des Widerstandes 19 bzw. deren Windungszahl erreicht werden.

Claims (5)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Regelung des Zuflusses der Schmelze zu Stranggießkokillen, wobei die Schmelze von einem elektrischen Strom durchflossen und einem senkrecht zur Fließrichtung der Schmelze erzeugten Magnetfeld ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Strom durch die Schmelze entlang ihres Fließweges geleitet wird.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Elektrode (8) in dem Ausflußbehälter (1), eine Spule (4) mit dem Magnetkern (3) zwischen Ausflußbehälter (1) und einer Kokille (6), sowie eine mit einem Gleichstromgenerator (12) verbundene oder geerdete weitere Elektrode (9) an der Kokille (6).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine z. B. rauhe Innenwandung des Ausflusses (2) des Ausflußbehälters (1) mit hohem Reibungskoeffizienten.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Konstantstromgenerator zur Erzeugung des Stromes zwischen Ausflußbehälter (1) und Kokille (6).
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Widerstände (18, 19) zum Regeln der Spannung an den Elektroden bzw. des Stromes in der Magnetspule.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 743 492.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 20» 557/371 3.62
DESCH26145A 1959-06-03 1959-06-03 Verfahren zur Regelung des Zuflusses der Schmelze bei Stranggiessanlagen Pending DE1126568B (de)

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DE (1) DE1126568B (de)
GB (1) GB893445A (de)

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