DE112618C - - Google Patents

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DE112618C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)
  • Manufacture Or Reproduction Of Printing Formes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. September 1898 ab.
Das Niello wird bekanntlich so hergestellt, dafs eine Silberplatte, in die eine Zeichnung gravirt ist, mit dem geschmolzenen Gemische der Schwefelverbindungen von Blei, Kupfer und Silber überzogen wird. Der Ueberschufs der schwarzen Schwefelmetalle wird abgekratzt, und, da bei dem ersten Ueberziehen die Striche noch nicht ganz gefüllt sein werden, so wird die Operation wiederholt. Nun wird so lange gekratzt und geschliffen, bis der Silbergrund ganz freigelegt ist und die Zeichnung schwarz auf weifsem Grunde hervortritt. Die Gravirung macht das Verfahren sehr theuer und es lag daher nahe, bei dem heutigen Stande der Technik die Zeichnung auf photographischem Wege auf die Silberplatte zu übertragen und durch Aetzung zu vertiefen, und in der That hat Burbank (The procefs photogramm 1897, S. 143) ein dahin gehendes Verfahren empfohlen, indem er vorschlug, ein Bild mit dem in der Autotypie bekannten Emailverfahren (mit chromirtem Eiweifs und Fischleim) auf eine Silberplatte zu übertragen, einzuätzen und die vertiefte Zeichnung mit der Mischung der geschmolzenen Schwefelmetalle in bekannter Weise auszufüllen. Auch der Gedanke, diesen Photonielloprocefs mit einem der bekannten Halbtonverfahren zu verbinden, ist an der gleichen Stelle bereits geäufsert. Die praktische Durchführung eines derartigen Verfahrens, nämlich des sogen. Rasterverfahrens, bildet den Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Bei diesem Verfahren mufs eine Rasteraufnahme gemacht und in ein Rasterdiapositiv übergeführt und dieses in bekannter Weise auf eine Silberplatte übertragen und geätzt werden. In der weiteren Behandlung aber können die bisherigen Verfahren nicht verwendet werden, weil bei dem gerasterten Bilde die Punkte, die das Bild erzeugen, so klein sind und so nahe bei einander stehen, dafs man nicht so tief ätzen kann, wie die Zeichnung einer gravirten Platte ist, ohne die Punkte in ihrer Form und damit das Bild zu zerstören. Diese geringe Vertiefung des Bildes verbietet die Verwendung des alten Niellir-Verfahrens durch Ueberziehen mit einem Ueberschusse der geschmolzenen Schwefelmetalle. Das von Burbank empfohlene Verfahren, die Schwefelmetalle zu pulvern und zu schlämmen, ist nicht verwendbar, weil die zähen Schwefelmetalle, wenn sie durch Zusammenschmelzen hergestellt sind, sich nicht so fein vertheilen lassen, dafs sie in die feinen Punkte des Rasterbildes hineingingen, es findet daher eine unvollkommene Ausfüllung der Vertiefungen statt, wenn man nicht die Masse im Ueberschufs aufträgt, und dann mufs eine so starke mechanische Bearbeitung mit dem Schaber eintreten, dafs dabei die zarten Töne des Bildes zerstört und bei einem Porträt z. B. die Aehnlichkeit vernichtet wird. Um diesen Mifsständen zu begegnen, wurde die Mischung der Schwefelmetalle aus einer Mischung von Blei-, Kupfer- und Silbernitrat auf nassem Wege hergestellt, was nach einem in der Chemie hierfür bekannten Processe geschehen kann. Man erhält auf diese Weise ein so zartes schwarzes Pulver, dafs man damit die allerfeinsten Vertiefungen ausfüllen kann, und braucht davon keinen Ueberschufs aufzutragen. Hierin liegt der beabsichtigte neue Effect. Die breiartig feuchte Masse wird in
derselben Weise in die Zeichnung eingerieben, wie dies der Kupferdrucker mit seiner gravirten Kupferplatte thut, und jeder Ueberschufs wird entfernt,
Auch die von Burbank als Flufsmittel vorgeschlagene Ammoniumcarbonatlösung erwies sich in diesem Falle als unbrauchbar. Vielfache Versuche ergaben verdünnte Phosphorsäure als geeignetes Flufsmittel und hierin liegt eine weitere Neuerung in der Niellirung.
Die Platte wird nach dem Auftragen der Farbe erhitzt, so dafs die Schwefelmetalle zusammenschmelzen, wobei sie so weit schwinden, dafs die Zeichnung nicht ganz damit angefüllt ist. Es ist daher nöthig, die Operation des Niellirens zwei- bis dreimal zu wiederholen. Nun genügt ein verhältnifsmäfsig schwaches Schleifen, um die schwarze Zeichnung klar auf dem weifsen Silbergrunde hervortreten zu lassen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Erzeugung photographischer Niello-Bilder, bei denen die Verwendung rastrirter Photographien dadurch ermöglicht ist, dafs als Niellomasse ein auf nassem Wege gewonnenes Gemisch der Schwefelmetalle benutzt wird.
2. Ausführungsform des unter i. geschützten Verfahrens, bei der als Flufsmittel für die Niellomasse verdünnte Phosphorsäure dient.
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