DE112388C - - Google Patents

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DE112388C
DE112388C DE1899112388D DE112388DA DE112388C DE 112388 C DE112388 C DE 112388C DE 1899112388 D DE1899112388 D DE 1899112388D DE 112388D A DE112388D A DE 112388DA DE 112388 C DE112388 C DE 112388C
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Germany
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shoe
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putting
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DE1899112388D
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43CFASTENINGS OR ATTACHMENTS OF FOOTWEAR; LACES IN GENERAL
    • A43C11/00Other fastenings specially adapted for shoes

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71 b.
CARL PETERS in KREFELD. Schuh verschlu fs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. September 1899 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Schuhverschlufs, dessen Eigenart den bekannten Schuhverschlüssen gegenüber darin besteht, dafs derselbe ohne Zuhülfenahme sonstiger, rein mechanisch wirkender Mittel, wie Gummizugbänder u. s. w. direct durch die Bewegung des Fufses beim An- und Ausziehen selbst in entsprechender Weise bethätigt wird. Diese Eigenart der Wirkungsweise wild der Hauptsache nach dadurch erreicht, dafs der zum Schuhhintertheil innerhalb gewisser Grenzen in seinen Bewegungen unabhängig eingerichtete Schaftvordertheil oder umgekehrt der zum Vorderblatt beweglich angeordnete Schuhhintertheil mit einem Querstücke, das in das Innere des Schuhzeuges hineinreicht, veibunden ist und der Fufs beim Anziehen des Schuhes einen Druck nach unten auf das Querstück ausübt, hierdurch das Blattvordertheil zum Fufsrücken in Schlufsstellung bringend, während beim Ausziehen der Druck des Fufsrückens auf das Vorderblatt die entgegengesetze Bewegung der Traverse herbeiführt. Zwecks besseren Abschlusses des Vorderblattes zum Schuhhintertheil empfiehlt es sich hierbei noch, um dem Eindringen von Staub und Feuchtigkeit an den Ueberdeckungsstellen der ersteren entgegenzutreten, in bekannter Weise ein Laschenstück anzuordnen und das Faltenwerfen des Vorderblattes etwa dadurch zu verhüten, dafs man für die unteren seitlichen freien Enden des letzteren eine Metallbandeinlage anordnet. Ein derartig eingerichteter Schuhverschlufs gewährt alsdann die Möglichkeit eines aufserordentlich bequemen, raschen An- und Ausziehens,· sowie eines tadellosen Sitzes des Schuhzeuges am Fufse. Durch den Umstand, dafs sich beim Gehen, wenn auch unmerklich, das im Schuhinnern sitzende, mit dem Blattvordertheil in Verbindung stehende Zwischenstück jedesmal etwas anhebt, wird ein besonders nach grofsen Märschen unangenehm empfundener Druck auf die Gelenkkehle des Fufsrückens, wie er bei den bisherigen Schuhverschlüssen auftrat, vermieden.
In den Fig. 1 bis 4 der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι einen Längsschnitt durch den in gebrauchsfähigen Zustand gesetzten Schuh,
Fig. 2 eine Seitenansicht desselben, während
die Fig. 3 und 4 Rückansichten mit theilweisem Schnitt wiedergeben.
Es bedeutet α den beweglichen Theil des gewalkten Schaftes und b den Hintertheil des Schaftes. Beide Theile sind durch die im Ruhezustande taschenförmig zusammengefaltete Einsatzlasche c mit einander verbunden. An die beiden äufsersten Enden α1 des Schaftvordertheiles a, welcher an der Stelle d seinen Dreh- oder Bewegungspunkt besitzt, um den er entsprechend der in. Fig. 2 eingezeichneten Pfeilrichtung nach vorn bewegt wird, schliefst sich jeweils ein Riemchen oder Band e an, welches an den Stellen f durch einen Schlitz in das Schuhinnere eintritt und dort entweder, wie in der Zeichnung veranschaulicht, an einer der Fersenform angepafsten leichten Lederplatte g befestigt ist oder aber direct eine geschlossene Schleife bildet. Damit sich die der Fersenoder Einsatzform angepafste und sich möglichst dicht an die Fersenwandungen des Schuh-
innern anschliefsende Platte g nicht schief legen kann und noch eine dritte Führung erhält, empfiehlt es sich, das Strippenband h bis hinunter in die Ferse zu führen, so dafs ■ es bis zur Schuhsohle reicht und dort ebenfalls mit der beweglichen Platte g verbunden wird. Damit ferner der bewegliche Schaftvordertheil a einen gewissen Halt bezw. die nöthige Steifigkeit erhält, um stets der Länge nach gespannt zu bleiben, ist in die unteren Lappenränder η ein elastisches Stahlband eingenäht, welches die Befestigungsriemchen e gleichzeitig an ihrer Befestigungsstelle gegen Ausreifsen sichert.
Soll ein derartiger Schuh nun angezogen werden, so genügt ein Erfassen desselben mit der einen Hand, während die Fufszehen oder der Fufsrücken beim Hineintreten in das Schuhinnere selbstthätig den Schaftvordertheil α unter gleichzeitigem Anheben der Riemchen c bezw. der Platte g nach vorn schieben, so dafs der Schuh die in Fig. ι dargestellte Ansicht erhält, bei welcher die Einsatzlasche c gestreckt ist. Der Fufs dringt also ohne den geringsten Widerstand in die ausgeweitete Schuhöffnung so tief hinein, bis die Ferse die Platte g berührt und nunmehr einen Druck nach unten, in der Pfeilrichtung, darauf ausübt, wodurch die Riemchen angezogen und der Vorderschaft α wieder in die Verschlufsstellung (Fig. 2) zurückgebracht wird. Natürlich wird es unter Umständen erforderlich sein, die Lager der Riemchen zu reguliren, was in irgend einer geeigneten Weise geschehen kann, so dafs man entsprechend der Dicke des Fufsgelenkes des jeweiligen Benutzenden ein passendes und anschliefsendes Schuhwerk herstellen kann.
Das beschriebene System ist natürlich bei jeder Art von Schuhen, also sowohl bei Schaft-, wie auch bei Halb- und Spangenschuhen verwendbar. In den beiden letzteren Fällen genügt sogar ein einseitig wirkender Verschlufs; die Riemchen e bezw. die Platten g sind aber bei derartigem Schuhzeuge mehr nach vorn zu rücken, damit dieselben schon von der Fufsfläche und nicht erst von der Ferse bethätigt werden können. Bei Spangenschuhen kommen die Riemchen überhaupt in Fortfall und an deren Stelle kann gleich die Spange mit der Platte g verbunden werden. Das Schliefsen und Oeffnen geschieht in diesem Falle genau so selbstthätig durch den Fufs, wie bei Schaftschuhen.
In Fällen, wo es beispielsweise wie bei Jagd- und Touristenschuhen darauf ankommt, das Schuhzeug auch in feuchten Wiesen und zum Durchschreiten von Wasser benutzen zu können, ist es natürlich nothwendig, die Eintrittsstelle der Riemchen in das Schuhinnere in geeigneter Weise abzudichten, was1 durch eine aufgenähte oder aufgenietete, geschlitzte Gummilasche geschehen kann.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Schuhverschlufs, dadurch gekennzeichnet, dafs derselbe ohne Anwendung rein mechanisch wirkender Mittel, wie Gummibänder und dergl., lediglich durch den Fufs selbst beim An- und Ausziehen bethätigt wird, indem der Druck des Fufses beim Anziehen, ein entweder mit dem innerhalb gewisser Grenzen beweglichen Vorderblatt (a) oder den Schuhhintertheil in Verbindung stehendes, in das Innere des Schuhzeuges hineinreichendes Querstück (g) niederdrückt und damit das Blattvordertheil oder Schuhhintertheil in Schlufsstellung zum Fufse bringt, während der letztere beim Ausziehen einen Druck gegen das Vorderblatt oder Schuhhintertheil ausübt und hierdurch zugleich mit der Erweiterung der Schuhöffnung ein Nachgeben des Querstückes bewirkt.
  2. 2. Eine Ausführungsform des Schuhverschlusses nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs das an den Schaftvorder- öder Hintertheil angeschlossene, in das Innere des Schuhwerkes hineinreichende Querstück durch eine der Fersenform angepafste Lederscheibe (g) gebildet wird, welche einerseits mittelst zweier Riemchen (e) an dem Schaftvorder- oder Hintertheil (a) andererseits zwecks genügender Führung, an der Stiefelstrippe befestigt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1899112388D 1899-09-23 1899-09-23 Expired - Lifetime DE112388C (de)

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