DE111133C - - Google Patents

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DE111133C
DE111133C DENDAT111133D DE111133DA DE111133C DE 111133 C DE111133 C DE 111133C DE NDAT111133 D DENDAT111133 D DE NDAT111133D DE 111133D A DE111133D A DE 111133DA DE 111133 C DE111133 C DE 111133C
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Germany
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cylinder
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pivoted
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01CROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
    • F01C9/00Oscillating-piston machines or engines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
JOHANN REICHEL in BADEN (Oesterreich) Motor für Treibmittel beliebiger Art.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Juni 1899 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Motor, welcher zum Betriebe durch Dampf, Wasser, Druckluft oder Gase geeignet und dadurch gekennzeichnet ist, dafs in einem, aus zwei gewölbten Wänden bestehenden Recipienten ein aus drei gleichen gewölbten Flächen bestehender Kolben verschwenkbar ist, so dafs bei dessen Verschwenkung der an einer Geradführung befestigte Cylinder in einer der Eintrittsrichtung des Dampfes, Wassers etc. entgegengesetzten Richtung bewegt wird und das Treibmittel auf drei Flächen zu wirken im Stande ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein derartiger Motor in den Fig. 1 und 2 in verticalem Längsschnitt in zwei Stellungen, in Fig. 3 im Horizontalquerschnitt dargestellt.
A ist der, die Stelle des Cylinders vertretende Recipient, welcher aus zwei gewölbten Wänden al a'2 besteht. In diesen ist ein hohler Kolben B eingesetzt, welcher von drei gleichen, ebenfalls gewölbten Wänden b1b'2b3 gebildet wird. Kolben B und Cylinder A sind mittelst eines Lenkers c, welcher mit dem Kolben fest verbunden ist, bei i an Zapfen d angelenkt, welche in Führungen der zwei Lagerböcke g und f tragenden Fundamentplatte h vertical beweglich sind.
Der Eintritt des Dampfes, Wassers etc. erfolgt durch Rohr k und Einströmungsventile / und r (Fig. 3), der Austritt durch die Ventile s und t. Diese Ventile werden durch eine mit der Geradführung e verbundene Steuerung m beliebiger Art bethätigt.
Der Cylinder A ist mittelst einer Geradführung in Lagern der Ständer horizontal beweglich.
Der Motor functionirt in folgender Weise:
Tritt Dampf durch das Ventil r in den Cylinder A, so wird der Kolben B aus der in Fig. ι dargestellten in die in Fig. 2 veranschaulichte Stellung verschwenkt; hierbei drückt der Dampf auf die vor dem Kolben B liegenden Theile der Cylinderwände und die Kolbenfläche b3, der Kolben gleitet bei seiner Verschwenkung auf der unteren Cylinderfläche α2; der ganze Cylinder bewegt sich sonach im Sinne des Pfeiles y; wenn Dampf durch das Ventil r (Fig. 3) eintritt, ist das Ausstofsventil t geöffnet. Tritt der Dampf durch das Ventil / ein, und ist Ventil s geöffnet, so erfolgt die Bewegung im entgegengesetzten Sinne, also in der Richtung des Pfeiles \.
Die Zapfen d können sich in entsprechenden Führungen der Grundplatte h, den Bewegungen des Cylinders A nachgebend, auf- und niederbewegen und dienen als Stützpunkte des Motors.
Durch diese Anordnung wird dem Treibmittel (Dampf, Wasser etc.) eine dreifache Angriffsfläche geboten, gegensätzlich zu Motoren mit Cylindern gewöhnlicher Art, bei denen das Treibmittel nur auf eine Kolbenfläche wirkt. Dieser Motor läfst sich auch als Pumpe in der Weise benutzen, dafs eine Antriebskraft auf die Geradführung übertragen wird, wobei dann entsprechend der Bewegung des Cylinders bezw. des Kolbens im Cylinder eine Saug-
und eine Druckperiode entsteht, welche unter Mitbenutzung von entsprechend angebrachten Ventilen zum Pumpen ausgenutzt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Motor für Treibmittel beliebiger Art, dadurch gekennzeichnet, dafs in einem, aus zwei gewölbten Wänden a1 a2 bestehenden, mittelst einer Geradeführung e horizontal beweglichen Cylinder A ein aus drei gleichen, gewölbten Wänden O1O2O3 bestehender Kolben, B verschwenkbar ist, wobei das Treibmittel auf die vor dem Kolben befindlichen Cylinderflächen, sowie auf die Kolbenflächen b* oder b 3 wirkt, den Kolben im Cylinder verschwenkt und hierdurch dem Cylinder eine horizontale Hin- und Herbewegung ertheilt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    berlin. Gedrückt in der Reichsdruckerei.
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