DE1111159B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Polyphosphorsaeure - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Polyphosphorsaeure

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Dipl-Chem Dr Klaus Beltz
Dipl-Chem Dr Franz Rodis
Herbert Panter
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Polyphosphorsäure Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von höherer Polyphosphorsäure durch Verbrennung von elementarem Phosphor mit Luft und/oder sauerstoffhaltigen Gasen und anschließender Absorption des gebildeten P2 0S in Phosphorsäure sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Unter Polyphosphorsäure im Sinne dieser Erfindung werden alle Phosphorsäuren verstanden, deren Gehalt an P20, höher liegt als 72,4 Gewichtsprozent. 72,4 Gewichtsprozent entsprechen dem P20. Gehalt der wasserfreien Orthophosphorsäure. Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen sind die Säuren mit mehr als 72,4 Gewichtsprozent P2 05 Gemische linear kondensierter Polyphosphorsäuren der allgemeinen Formel Ha +2 Pn 0,3n + 1 mit einer Gleichgewichtsverteilung der Kettenlängen. Der Anteil an Säuren mit großer Kettenlänge ist um so größer, je höher der P.0.-Gehalt des Gemisches ist. Polyphosphorsäuren mit P,0"-Gehalten zwischen etwa 72,4 und 82 Gewichtsprozent enthalten überwiegend kurz- und mittelkettige Phosphorsäuren mit bis zu 10 P-Atomen pro Molekül (einschließlich der Orthophosphorsäure), während Polyphosphorsäuren mit P.0.-Gehalten über 82 Gewichtsprozent beträchtliche Mengen langkettiger Phosphorsäuren mit über 10 P-Atomen pro Molekül enthalten. Die vorliegende Erfindung eignet sich insbesondere zur Herstellung von Polyphosphorsäuren mit bis zu etwa 87 Gewichtsprozent P2051 Es ist bereits bekannt,. Polyphosphorsäure durch Verbrennen von Phosphor herzustellen. Bei einem der vorbekannten Verfahren wird der Phosphor in einer Verbrennungskammer verbrannt und das gasförmige Verbrennungsprodukt nach teilweiser Abkühlung in einem indirekten Kühler in einen mit Füllkörpern gefüllten Absorptionsturm geleitet, in welchem dann die Absorption des P205 durch Polyphosphorsäure erfolgt.
  • Verbrennungskammer, Kühler und Verbindungsleitungen müssen aus hochtemperaturbeständigem Material bestehen. Die Temperatur, mit der die Gase in den Absorptionsturm eintreten, soll über 350° C liegen. Im Verbrennungsturm selbst herrschen noch wesentlich höhere Temperaturen. Ein weiterer Nachteil des Verfahrens ist in der Notwendigkeit zu erblicken, die Verbrennungsluft zu trocknen, damit sich im Verbrennungsturm keine feste Polyphosphorsäure abscheiden kann.
  • Es ist weiterhin bekannt, Orthophosphorsäure durch Verbrennen von Phosphor in Verbrennungstürmen, deren Wände mit Hilfe umlaufender Säure berieselt werden, herzustellen. Dieses Verfahren ist in der bisherigen Form zur Herstellung von Polyphosphorsäuren nicht geeignet. Es wird nämlich nicht die gesamte Menge des gebildeten P205 im Verbrennungsraum selbst hydratisiert. Zur Abscheidung eines beträchtlichen Teiles des P2 05 sind nachgeschaltete Anlagen, wie Cottrell-Gasreinigungskammern oder Venturi-Gaswaschsysteme erforderlich. Die nachgeschalteten Anlagen versagen, wenn die Konzentration der Phosphorsäure zu hoch wird, d. h., wenn man Polyphosphorsäure herstellen will. Da der H20-Partialdruck im Verbrennungsgas bei Herstellung von Polyphosphorsäure nur sehr gering ist, werden die Cottrell-Kammern sowie die Verbindungsleitungen zwischen Verbrennungsraum und Gasreinigungsanlagen durch sich absetzendes, festes P2 05 blockiert. Venturisysteme lassen sich darüber hinaus mit Polyphosphorsäure infolge der hohen Viskosität dieser Säure nicht in befriedigender Weise betreiben.
  • Ein weiterer bereits bekannter Weg, zur Polyphosphorsäure zu kommen, besteht darin, daß man eine Phosphorflamme in ein rotierendes Rohr hineinbrennen läßt, in den sich ein Sumpf von Polyphosphorsäure befindet. Durch die Umdrehung bleibt die Wand des Rohres mit einer Schicht Polyphosphorsäure bedeckt. Zur restlosen Absorption des P2 05 ist ein nachgeschalteter Waschturm vorgesehen.
  • Weiterhin ist bereits bekannt, Polyphosphorsäure dadurch herzustellen, daß man feste P20, in Phosphorsäure einträgt oder dadurch, daß man Orthophosphorsäure konzentriert. Letzteres kann nach einem bekannten Verfahren z. B. dadurch erfolgen, daß man Wasser durch elektrolytische Zersetzung aus der Phosphorsäure entfernt. Alle diese Verfahren arbeiten jedoch nicht befriedigend, wenn man beabsichtigt, Polyphosphorsäure in großtechnischem Maßstab und in zugleich wirtschaftlicher und kontinuierlicher Arbeitsweise herzustellen.
  • Es wurden nun ein Verfahren und eine Vorrichtung gefunden, mit deren Hilfe es möglich ist, in einfacher Weise elementaren Phosphor mit Luft oder sauerstoffhaltigen Gasen zu P., 05 zu verbrennen und das gebildete P>05 in Polyphosphorsäure unter Bildung von höherer Polyphosphorsäure vollständig zu absorbieren. Das erfindungsgemäße Verfahren und zugehörige Vorrichtung sind durch einen einzigen Reaktionsraum gekennzeichnet, dessen Wände allseitig mit einer Schicht von Polyphosphorsäure bedeckt sind, wobei in einem Teil dieses Raumes die Verbrennung des Phosphors aus einer Phosphorverbrennungsdüse in an sich bekannter Weise erfolgt und in einem anderen Teil dieses gleichen Raumes mit Hilfe rotierender Zerstäuber die Polyphosphorsäure zur Absorption des P.,0, in Tröpfchen aufgeteilt wird, die eine im Vergleich zum P.,0.haltigen Gasstrom hohe Geschwindigkeit haben.
  • Das Verfahren wird zweckmäßigerweise in einem turmartigen Raum durchgeführt, in dessen oberem Teil die Verbrennung und in dessen unterem Teil die Absorption stattfindet. Wenn man einen von oben nach unten konisch sich verjüngenden Turm benutzt, ist die Gewähr gegeben, daß der an den Wänden herablaufende Phosphorsäurefilm nicht abreißt und die Wände lückenlos mit Phosphorsäure bedeckt sind.
  • Der Verbrennungsturm braucht nicht aus hochtemperaturbeständigem Material gebaut zu sein. Die Verbrennungswärme des Phosphors wird von der filmbildenden Phosphorsäure, die im Kreislauf umgepumpt und durch indirekten Wärmeaustausch gekühlt wird, abgeführt. Es genügt daher, den Verbrennungsraum aus säurefestem Edelstahl zu bauen, der beispielsweise gegen Polyphosphorsäure bis etwa 130-'C beständig ist.
  • Die zur Bildung von Polyphosphorsäure aus P20, erforderliche Menge Wasser kann dem System an irgendeiner beliebigen Stelle zugegeben werden. Das Wasser kann als solches oder auch in Form von auf normalem Wege hergestellter Orthophosphorsäure zugegeben werden.
  • Zur Verteilung der Polyphosphorsäure in Teilchen, die eine im Vergleich zum P2 O.- haltigen Gasstrom große Geschwindigkeit haben, dienen rotierende Zerstäubungsteller oder Zerstäuberscheiben oder andere an sich bekannte Mittel. Bei Herstellung sehr hochprozentiger Polyphosphorsäuren haben sich insbesondere rotierende Zerstäuber bewährt, die durch die aus dem Verbrennungsteil des Raumes herablaufende Säure gespeist werden, so daß eine gesonderte Säurezuteilung entfallen kann.
  • Die Aufteilung der Polyphosphorsäuretröpfchen erfolgt zur Erzielung einer möglichst hohen Relativgeschwindigkeit der Phosphorsäuretröpfchen zum Gas zweckmäßigerweise in eine Richtung quer oder entgegengesetzt zur Richtung des P2 O.- haltigen Gasstromes. Bei gleichsinniger oder annähernd gleichsinniger Bewegungsrichtung der beiden Komponenten ist eine entsprechend höhere Anfangsgeschwindigkeit der Polyphosphorsäuretröpfchen erforderlich. Es ist somit ein Zusammenhang gegeben zwischen der Zerstäubungsgeschwindigkeit und der Zerstäubungsrichtung in bezug auf den Gasstrom.
  • Die Zeichnung zeigt eine besonders bewährte Ausführungsform der Vorrichtung zu vorliegender Erfindung. Aus dem Vorratsbehälter 9 wird mit Hilfe der Dosierpumpe 10 Phosphor über die Zuführungsleitung 11 zur Verbrennungsdüse 5 befördert. Aus dieser abwärts gerichteten Düse 5 heraus verbrennt der Phosphor mit Hilfe der ebenfalls über die Zuführungsleitung 12 eingebrachten Luft. Die Verbrennungsdüse 5 ist durch die hohle Welle einer rotierenden Zerstäuberscheibe 6 hindurchgesteckt. Mit Hilfe dieser Zerstäuberscheibe 6 wird die im Kreislauf geführte Polyphosphorsäure in den oberen Verbrennungsturmteil 3 eingebracht. Diese Phosphorsäure bildet dabei zunächst einen Schleier unterhalb der Decke des Verbrennungsraumes und verhindert auf diese Weise das Entstehen einer festen Schicht aus P.,0, unter der Decke. Die Phosphorsäure prallt dann gegen die konische Seitenwand und läuft als Film an dieser Wand herunter. Der langgestreckte, senkrecht stehende, darunter angeordnete Absorptionsturm 2 ist im unteren Teil zylindrisch gebaut, während der obere Teil als Verbrennungsturmteil3 zunächst stark konisch und der mittlere Teil dann schwächer konisch ausgeführt sind.
  • Zur Absorption der P20"-Nebel in der Polyphosphorsäure sind in den zylindrischen Absorptionsturm 2 beispielsweise drei untereinanderliegende rotierende Zerstäuber 8 eingebaut, die mit Hilfe von Leitblechen 7 mit einem Teil der an den Wandungen herunterlaufenden Säure gespeist werden. Diese Säure wird durch die Zerstäuber 8 zu einem Schleier, bestehend aus Tropfen hoher Geschwindigkeit, zerstäubt. Hierdurch absorbiert die Säure das im Gasraum befindliche P205. Die Polyphosphorsäure wird anschließend im darunterliegenden Sammelbehälter 4 vereinigt. Von hier läuft sie über die Bodenableitung 20 zum Vorratsgefäß 21 und wird von da über die Kreislaufleitung 22 mit Umlaufpumpe 23 und über den Wärmeaustauscher 25 und die Zuleitung 13 zur Zerstäubungszentrifuge 6 zurückbefördert.
  • Der Wärmeaustauscher 25 wird über die Zuführung 26 mit Kühlmittel, insbesondere Wasser, versorgt, welches über die Ableitung 27 wieder abströmt.
  • Das von P2 05 nahezu vollständig befreite Abgas wird über die Abgasleitung 15 dem Tropfenabscheider 16 zugeführt und vom Gebläse 18 über die Abgasleitung 17 abgezogen. Der Rückfluß aus dem Tropfenabscheider 16 gelangt über die Rücklaufleitung 19 ebenfalls in das Vorratsgefäß 21.
  • Dem Kreislaufsystem wird über die Zuführungsleitung 14 Wasser oder Orthophosphorsäure zugeführt, während über die Säureableitung 24 jeweils ein Teil der aufkonzentrierten höheren Polyphosphorsäure abgezogen wird. Die Säureableitung 24 kann sich, wie gezeichnet, unterhalb des Vorratsgefäßes 21 befinden, wenn andererseits die Zuführungsleitung 14 erst hinter dieser Abzweigung der Säureableitung 24 in den Kreislauf einmündet. Die Säureableitung 24 kann aber auch aus dem Sammelbehälter 4 bzw. zwischen diesem und dem Vorratsgefäß 21 abzweigen, wobei dann die Zuführungsleitung 14 für beispielsweise Wasser in dieses letztere Vorratsgefäß 21 einmünden kann. Da der Verbrennungs- und Absorptionsraum gemäß der vorliegenden Erfindung allseitig mit einem Film von Polyphosphorsäure umgeben ist, besteht keine Gefahr mehr, daß sich an den Wänden, der Decke oder an irgendwelchen sonstigen Stellen, wie z. B. in Verbindungsleitungen, festes P., 05 abscheidet, obwohl diese Wände nicht heißer als höchstens 130° C sind. Da annähernd die Gesamtmenge, nämlich mindestens 981% des gebildeten P20.. im Verbrennungs- und Absorptionsraum durch die umlaufende Polyphosphorsäure absorbiert werden, ist auch in dem nachgeschalteten Leitungssystem diese Gefahr einer störenden Abscheidung auf ein Mindestmaß herabgedrückt.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird beim Verfahren zur Herstellung von höherer Polyphosphorsäure durch Verbrennen von elementarem Phosphor mit Luft und/oder sauerstoffhaltigen Gasen und anschließender Absorption des gebildeten P20, in Phosphorsäure nunmehr so gearbeitet, daß der aus der Verbrennungszone abströmende, P2 05 haltige, heiße Gasstrom einer Absorptionszone zugeleitet wird, in welcher niedere Polyphosphorsäure zur Absorption des P2 05 mit Hilfe rotierender Zerstäuber in Teilchen zerstäubt wird, die eine im Vergleich zum P2 05-haltigen Gasstrom hohe Geschwindigkeit haben. Hierbei erfolgt die Zerstäubung der zur Absorption eingesetzten Polyphosphorsäure in einer Richtung zwischen etwa quer und entgegengesetzt zur Richtung des P2 05 haltigen Gasstromes, wobei dann das Verhältnis der Geschwindigkeit von zur Absorption eingesetzter Polyphosphorsäure zur Geschwindigkeit des P2 05 haltigen Gasstromes größer als etwa 2 : 1, vorzugsweise größer als etwa 10: 1 ist. Und zwar ist das Geschwindigkeitsverhältnis umso größer, je mehr die Strömungsrichtung der P, O-haltigen Gase und die anfängliche Zerstäubungsrichtung der zur Absorption eingesetzten Polyphosphorsäure von der zueinander entgegengesetzten Richtung abweichen.
  • Die abgezogene Polyphosphorsäure wird bei dem Verfahren der Erfindung wenigstens teilweise im Kreislauf zur Absorptionszone zurückgeleitet und gelangt dort erneut zur feinen Verteilung. Die zur Bildung von Polyphosphorsäure aus P2 05 erforderliche Wassermenge wird vorzugsweise in- Form von dem Kreislauf zugeführter Orthophosphorsäure zugegeben.
  • Gemäß einem weiteren Gedanken der vorliegenden Erfindung sind die Wandungen der Verbrennungs-und Absorptionszonen mit einem vorzugsweise bewegten Film von Polyphosphorsäure bedeckt. Die aus der Flammenzone abströmenden, P20.- haltigen Gase treten mit einer Temperatur von etwa 200 bis 2500° C, im allgemeinen jedoch mit einer Temperatur unter etwa 2000° C, in die Absorptionszone ein. Die im Kreislauf geführte Polyphosphorsäure tritt mit einer Temperatur von etwa 70 bis 130° C, im allgemeinen von zwischen etwa 80 und 120° C, in die Verbrennungs- und Absorptionszone ein und wird aus dieser mit einer Temperatur von etwa 80 bis 140° C, im allgemeinen von zwischen etwa 90 und 130° C, abgezogen. Diese Temperaturen können aber auch unter- bzw. überschritten werden.
  • Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht aus einem vorteilhafterweise senkrecht angeordneten Absorptionsturm 2 mit darüber angeordnetem Verbrennungsturmteil3 sowie aus einem darunter angeordneten Sammelbehälter 4 und einem Säurekreislaufsystem, wobei am oberen Ende des Verbrennungsturmteiles 3 eine nach unten gerichtete, mit Phosphor und sauerstoffhaltigen Gasen gespeiste Verbrennungsdüse 5 angeordnet ist, welche durch die hohle Welle eines rotierenden Zerstäubers 6 hindurchragt, der, 6, zur Zerstäubung von Polyphosphorsäure in Richtung auf das obere Ende der seitlichen Turmwandungen dient und wobei im darunter angeordneten Absorptionsturm 2 Leitbleche 7 angeordnet sind, welche, 7, die an den Turmwandungen abwärtsfließende Polyphosphorsäure teilweise abnehmen und mechanischen Mitteln zuführen, die zur Aufteilung dieser Säure in Teilchen hoher Geschwindigkeit im Absorptionsturminnern dienen. Zur Verteilung der Polyphosphorsäure im Absorptionsturminnern sind mehrere hintereinander angeordnete rotierende Zerstäuber 8 vorgesehen.
  • Erfindungsgemäß ist der Verbrennungsturmteil3 trichterförmig ausgebildet, wobei sich der Trichterwinkel gegebenenfalls mehrmals in Richtung des unteren Absorptionsturmes 2 verkleinert. Die Wandungen des Absorptionsturmes 2 und des Verbrennungsturmteiles 3 können aus säurefestem Stahl bestehen. Beispiel In einem Verbrennungsturm 3 werden mit Hilfe der Verbrennungsdüse 5 stündlich 25 kg elementarer gelber Phosphor verbrannt. Hierzu werden stündlich 200 Nm3 Luft zugegeben. Zur Absorption des gebildeten P, 05 und zur Abführung der Verbrennungswärme werden innerhalb des Verbrennungsturmes 3 und Absorptionsturmes 213 m3/Stunde Polyphosphorsäure im Kreislauf gehalten. Diese Polyphosphorsäure hat einen P2 05 Gehalt von etwa 84 Gewichtsprozent. Sie wird durch den zentral die Verbrennungsdüse 5 umgebenden rotierenden Zerstäuber 6 in den Verbrennungsturm 3 eingespeist, wobei sie sich unmittelbar unterhalb des Turmdeckels zunächst unter Ausbildung eines Schleiers zu den seitlichen Turmwandungen hin bewegt und dort als geschlossener Film auf den Wandungen herunterrieselt. Am Absorptionsturmteil 2 wird die Säure durch Leitbleche 7 von den Wandungen abgenommen und mittels rotierender Zerstäuber 8 an verschiedenen Stellen und gegebenenfalls in verschiedener Richtung zerstäubt, wobei sie zur Absorption des im Gasstrom enthaltenen P05 dient. Die Säure erhitzt sich beim Durchlaufen des Turmes von etwa 103° C auf etwa 117° C. Im Wärmeaustauscher 25 erfolgt wieder eine entsprechende Abkühlung. Dieser Wärmeaustauscher 25 wird mit 7 m3 Kühlwasser von 15° C betrieben, welches eine Erwärmung auf etwa 34° C erfährt. Dem Polyphosphorsäurekreislauf werden pro Stunde über die Zuführungsleitung 14 etwa 11 kg Wasser zugegeben. Die stündlich produzierte Menge an 84o/aiger Polyphosphorsäure beträgt etwa 69 kg, die über die Säureableitung 24 abgezogen werden. Die P.0,1,-Ausbeute beträgt demnach 99,5'°/a.

Claims (11)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von höheren Polyphosphorsäuren durch Verbrennen von elementarem Phosphor mit Luft und/oder sauerstoffhaltigen Gasen und anschließender Absorption des gebildeten P20 5 in niederen Polyphosphorsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Verbrennungszone anfallende, P20 5 haltige, heiße Gasstrom einer Absorptionszone desselben Reaktionsraumes zuströmt, in der ein Teil der an den Wandungen des Reaktionsraumes herabfließenden niederen Polyphosphorsäuren abgenommen und mit Hilfe rotierender Zerstäuber im Reaktionsraum verteilt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstäubung der zur Absorption eingesetzten Polyphosphorsäure in einer Richtung zwischen etwa quer und entgegengesetzt zur Richtung des P. O.- haltigen Gasstromes erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Geschwindigkeit von zur Absorption eingesetzter Polyphosphorsäure zur Geschwindigkeit des P..1Ohaltigen Gasstromes größer als etwa 2:1, vorzugsweise größer als etwa 10. 1 ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschwindigkeitsverhältnis um so größer ist, je mehr die Strömungsrichtung der P2 OS-haltigen Gase und die anfängliche Zerstäubungsrichtung der zur Absorption eingesetzten Polyphosphorsäure von der zueinander entgegengesetzten Richtung abweichen.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die abgezogene Polyphosphorsäure wenigstens teilweise im Kreislauf zur Absorptionszone zurückgeleitet wird und dort erneut zur feinen Verteilung gelangt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Bildung von Polyphosphorsäure aus dem P,0" erforderliche Wassermenge in Form von dem Kreislauf zugeführter Orthophosphorsäure zugegeben wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an den Wandungen der Verbrennungs- und Absorptionszone des Reaktionsturmes ein zusammenhängender Film von Polyphosphorsäuren aufrechterhalten wird. B.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Turmwandungen herabfließende Polyphosphorsäure durch Leitbleche teilweise abgenommen und den rotierenden Zerstäubern zugeführt wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die niederen Polyphosphorsäuren durch einen die Verbrennungsdüse umgebenden rotierenden Zerstäuber dem Reaktionsturm zugeführt werden.
  10. 10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbrennungsteil des Reaktionsturmes trichterförmig ausgebildet ist, wobei sich der Trichterwinkel gegebenenfalls mehrmals in Richtung des unteren Absorptionsteiles verkleinert.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen des Reaktionsturmes aus säurefestem Stahl bestehen. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 247 373, 2 272 414, 2708620.
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