DE1100C - Rotirende Dampfmaschine und Pumpe mit rotirendem Kolben und verstellbarem Seitendeckel, j - Google Patents
Rotirende Dampfmaschine und Pumpe mit rotirendem Kolben und verstellbarem Seitendeckel, jInfo
- Publication number
- DE1100C DE1100C DE000000001100DA DE1100DA DE1100C DE 1100 C DE1100 C DE 1100C DE 000000001100D A DE000000001100D A DE 000000001100DA DE 1100D A DE1100D A DE 1100DA DE 1100 C DE1100 C DE 1100C
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- rotating
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- piston
- steam engine
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- Reciprocating Pumps (AREA)
Description
1S77.
MICIIEL FRIEDLAND in ST. PETERSBURG. Rotirende Dampfmaschine und Pumpe mit rottendem Kolben und verstellbarem Seitendeckel.
IVitcntirt im Deutschen Reiche vom 29. September 1S77 ab.
Vorliegende rotirende Dampfmaschine ist von ■ ilen bisherigen Systemen wesentlich verschieden,
indem jede Abnutzung, welche durch den lang; jährigen Betrieb erfolgt, ohne alle Betriebsstörung,
ja sugar während des Betriebes selbst, wieder
ersetzt werden kann, was besonders bei seitlicher Abnutzung des Kolbens und des Deckels
der Fall ist.
Aufserdem ist die Construction eine einfache und solide, da, mit Ausnahme der Welle, kein
rotirender oder bewegter Theil sich aufserhalb des Cylinders befindet und die Maschine deshalb
von weniger erfahrenen Arbeitern leicht und sicher behandelt und in jedem beliebigen Raum
aufgestellt werden kann.
Durch die grofse Geschwindigkeit, welche diese Construction zuläfst, gewährt diese Maschine
besonders als Schiffsmaschine grofsen Vortheil, ebenso als Betriebsmaschine in Spinnereien und
Webereien. .
Durch die einfache Umsteuerung und den kleinen Raum ist es eine der besten Fördermaschinen.
Durch den verhältnifsmäfsig kleinen Dampfraum, welchen der Hebelarm und die grofse
Geschwindigkeit der Maschine bedingt, wird nach angestellten Proben eine Ersparnifs an
Brennmaterial von 19 pCt. erzielt.
Auf den beiliegenden Zeichnungen stellt Fig. 1 eine Seitenansicht der Maschine dar.
Fig. 2 ist ein Verticalschnitt durch die Mitte der Maschine.
Fig; 3 ein gleicher Verticalschnitt, aber parallel der Hauptaxe der Maschine.
Fig. 4 bis 9 sind Details.
Als Pumpe ist die vorliegende Construction gut verwendbar, zumal da, wo es auf sehr grofse Druckhöhen und hohen Nutzeffect ankommt, was aus der Construction leicht ersichtlich ist, indem nicht, wie bei anderen Pumpen, die Backenfedern c c vom Ringe getragen werden, sondern von einem besonderen Federträger dd, welcher seinerseits auf dem Ringe e e centrisch zum Cylinder ruht und so die Feder beim Passiren der Steigrohröfrhimg nicht von dem Gewicht der darauf lastenden Wassersäule zuriickgedrückt werden kann und den Effect vermindert.
Fig. 4 bis 9 sind Details.
Als Pumpe ist die vorliegende Construction gut verwendbar, zumal da, wo es auf sehr grofse Druckhöhen und hohen Nutzeffect ankommt, was aus der Construction leicht ersichtlich ist, indem nicht, wie bei anderen Pumpen, die Backenfedern c c vom Ringe getragen werden, sondern von einem besonderen Federträger dd, welcher seinerseits auf dem Ringe e e centrisch zum Cylinder ruht und so die Feder beim Passiren der Steigrohröfrhimg nicht von dem Gewicht der darauf lastenden Wassersäule zuriickgedrückt werden kann und den Effect vermindert.
Als Dampfmaschine wird dieselbe verwendet, indem man den Dampf durch den Kanal / in
den Cylinder strömen läfst; derselbe wird aus der Peripherie des Cylinders den Einströmungskanal verlassen und bewirken, dafs die Backe E
von dem Punkte/1 bis zum Punkte/2 gedrängt wird, und so bei dem Punkte /2 in den Abgangskanal
h strömen. In demselben Moment wird die Backe Ex den Punkt/' passirt haben,
und das Spiel beginnt genau auf die vorher beschriebene Weise von neuem.
Der Abdampf entweicht durch den Kanal h. Bei Umsteuerung wird der Hebel i um 90 °
gedieht, und der frische Dampf strömt durch den ι Kanal h in den Cylinder, treibt die Backe E in
entgegengesetzter Richtung bis zum Punkt/', von wo aus das Entweichen des Dampfes durch den
nunmehrigen Abzugskanal / beginnt.
Soll die Maschine stillstehen, so hat ein Rückwärtsdrehen des Hebels i um 45° zu erfolgen
und der Dampf wird gänzlich von dem Cylinder abgeschnitten sein.
Die Anordnung des Ein- und Ausströmungs-Kanales rechtfertigt sich durch die gleiche
Wärme, welche den Cylinder umgiebt; durch die Einströmung des frischen Dampfes, indem derselbe
in die Peripherie strömt und die Backe trifft und nicht, wie bei gewöhnlichen Constructionen,
auf die Mitte des Kolbens wirkt, wo ein bedeutender Theil der Kraft von der Axe aufgenommen wird.
Der stellbare Seitendeckel besteht aus dem äufseren Cylinderdeckel C, Fig. 4 und 5, dem
verstellbaren Deckel B, Fig. 6 und 7, dem Stellring k, Fig. 8 und 9, mit dem Knaggen /, der
Stellschraube m und den drei Spannschrauben n.
Der äufsere Cylinderdeckel C, Fig. 4 und 5, besteht aus Gufseisen und ist als dichtender
Deckel zu betrachten; derselbe wird durch Schrauben an dem Cylinder befestigt und trägt
aufserdem die ihrerseits wieder verstellbaren Stopfbüchsen 0. ,
Der Innendeckel B, Fig. 6 und 7, ebenfalls aus Gufseisen, ist eine verstellbare Scheibe,
welche auf der Vorderseite den Führungsring e trägt, welcher genau centrisch zur Cylinderbohrung
ist; auf demselben gleiten die Federträger d vermittelst der Metalllinsen g, um den
Backen in horizontaler Lage eine freie, ungehinderte Bewegung zu erlauben und theils bei
Al'nuir.unc derselben eine rasche Reparatur bewerkstelligen
/U können.
Auf den Rückseiten aber sind die Knaggen /' entgegengesetzt.dem Knaggen / angebracht und
/war so, da fs. vermittelst der Schraube m der King k, Fig. S und 9, gehoben werden, und
somit der Innendeckel B an dem Kolben D beliebig angedrückt werden kann, ohne den Betrieb
zu stören.
Ist dieser Deckel so an den Kolben angedrückt, dafs derselbe dichtet, so wird der Deckel B
mit den drei kleinen Schrauben η angespannt,
damit jener Dampf, welcher zwischen B und C kommen konnte, nicht einen schädlichen Druck
auf die Rückseite von B ausübt, denselben auf
den Kolben D überträgt und somit grofse Reibung verursachen würde.
Mittelst der Schmierhähne// wird durch den kleinen Kanal das OeI zuerst durch C, dann
nach B übergeführt, woselbst es oberhalb der Führungsringe e ausströmt, um zuerst denselben
mit den Metalllinsen, dann sämmtliche rotirende Theile zu ölen.
Der Kolben J^ wird ebenfalls aus Gufseisen
hergestellt, sitzt aufser dem Centrum des Cylinders, so dafs sich die Unterkanten als dichtende
Flächen berühren; er dient besonders, um von den beiden Backen EE1 die rotirende Bewegung
auf die Welle zu übertragen, um dieselbe von da nutzbar zu machen.
Nach einem gewissen Zeitraum wird die Dichtungsrläche
zwischen Kolben D und Cylinder A, Fig. i, abgenutzt und etwas Dampf durchgelassen,
was sehr rasch und eben so leicht wieder hergestellt werden kann, indem man die Schrauben
der Stopfbüchsen ο ο etwas löst, den Kolben bis zur Dichtungsfläche sinken läfst und
die Schrauben von ό ο aufs neue anzieht.
Die Backen EE* mit den beweglichen Metalllinsen
α sind bei Dampfmaschinen aus Gufseisen, bei Pumpen ebenfalls aus Metall.
An den beiden Enden derselben sind die Federn c eingebohrt, um die Abnutzung in der
Höhe continuirlich zu ersetzen. Als eine gleiche und solide Auflage derselben dient der Federträger d.
■ ' ' '■.''■.'■
Der Umsteuerungs-Mechanismus ist bei Maschinen, welche mit Expansion arbeiten, mit
einer Hebelvorrichtung versehen; bei Maschinen ohne Expansion aber ein einfacher, rotirendcr
Muschelschieber in einem runden Gehäuse.
Besonders geeignet sind diese Maschinen überall da, wo es auf grofse Geschwindigkeit,
leichte Montagen, wenig Platz und Dampfersparnifs ankommt, sowie für rotirende Pumpen
gleichen Systems, indem die Welle derselben in diesem Falle aus einem Stück hergestellt werden
kann.
In den Figuren io bis 13 ist eine Modification
der Construction dargestellt, bei welcher die Vorrichtung zum Nachstellen der seitlichen
Abnutzung fortgelassen ist.
Dieselbe eignet sich vorzüglich zu Pumpen ■mit Handbetrieb und stellen die bezüglichen
Figuren eine fur diesen Zweck eingerichtete Pumpe dar.
Die Pumpe ist an einem verticalen Brett befestigt.
Die Führungsringe e sind hier direct an den Deckeln C befestigt, und anstatt zweier Federn c
in jeder Backe E ist blos eine Feder c in einer Backe angeordnet.
Die beiden Federträger d sind an einem Ring χ angenietet und werden durch denselben
in ihrer Lage festgehalten.
Die beiden Oeffnungen F und H sind je nach der Drehungsrichtung Ein- oder Ausströmöffnungen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:Die Construction der vorliegenden rotirenden Dampfmaschine und Pumpe und zwar speciell: ι. Die ganze Construction des Cylinders A und · des rotirenden Kolbens D, in Combination mit den Vorrichtungen zum Nachstellen der seitlichen Abnutzung mittelst der Deckel B und C- '
- 2. Die Modification der Construction, bei welcher die Vorrichtung zum Nachstellen der seitlichen Abnutzung fortgelassen ist. Alles in der Hauptsache, wie beschrieben und gezeigt. .Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1100T | 1877-09-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1100C true DE1100C (de) |
Family
ID=70976869
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000001100DA Expired - Lifetime DE1100C (de) | 1877-09-28 | 1877-09-28 | Rotirende Dampfmaschine und Pumpe mit rotirendem Kolben und verstellbarem Seitendeckel, j |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1100C (de) |
-
1877
- 1877-09-28 DE DE000000001100DA patent/DE1100C/de not_active Expired - Lifetime
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