DE1100752B - Vorrichtung zum schnellen elektrischen und mechanischen Verbinden bzw. Loesen zweier metallischer, stromfuehrender, axial hintereinander-liegender Drehachsen - Google Patents
Vorrichtung zum schnellen elektrischen und mechanischen Verbinden bzw. Loesen zweier metallischer, stromfuehrender, axial hintereinander-liegender DrehachsenInfo
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-
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Description
Oft liegt in der Praxis die Aufgabe vor, zwei metallische, stromführende, axial hmtereinanderliegende
Drehachsen elektrisch und mechanisch schnell zu verbinden bzw. zu lösen. Um solche Handlungen durchzuführen,
ist es z. B. bei der galvanischen Herstellung von Matrizen für Schallplatten bekannt, die Achse, an
der beispielsweise eine Lackplatte mit der Aufzeichnung befestigt ist, in ein galvanisches Bad zu hängen,
um eine Mutterform zu erzeugen. Während des Niederschlags dieser Matrize muß die Lackplatte sich
drehen, damit der Niederschlag gleichmäßig fällt. Bei einer hierfür geeigneten bekannten Vorrichtung war
die die Lackplatte haltende Achse mit einer Abplattung versehen, die gegen eine entsprechende Abplattung
der anderen Achse mittels eines durchgehenden Bolzens mit Flügelmutter geklemmt wurde. Nachteilig
bei dieser Bauart der Vorrichtung ist, daß die lösbare Achse niemals genau zentrierbar ist, und daß außerdem
im allgemeinen an der Verbindungsstelle ein schlechter Kontakt vorhanden ist. Infolge Schwingungen
wächst die Matrize unregelmäßig an, und außerdem ist die Stromstärke niedriger als erwünscht,
es sei denn, daß eine im 'allgemeinen nicht erwünschte hohe Spannung benutzt wird. Diese Unvollkommenheiten
auszuschalten, ist Aufgabe der Erfindung.
Erfindungsgemäß wird dies bei einer Vorrichtung zum schnellen elektrischen und mechanischen Verbinden
bzw. Lösen zweier metallischer, stromführender, axial hintereinanderliegender Drehachsen dadurch
erreicht, daß für die mechanische Verbindung der beiden Drehachsen eine selbstzentrierende, stromlose Bajonettkupplung
und für die elektrische Verbindung auf die Drehachsen pressende, hintereinander angeordnete,
leitend miteinander verbundene, federnde Kontaktelemente vorgesehen sind.
Eine derartige Ausbildung der Vorrichtung gestattet es, die mechanische Verbindung von der elektrischen
Verbindung zu trennen, so daß die mechanische Verbindung nicht unter dem Gesichtspunkt der Erzielung
eines guten elektrischen Kontaktschlusses ausgebildet werden muß. Durch diese Trennung können
also einmal die mechanischen Anforderungen besser erfüllt werden, und andererseits kann die elektrische
Verbindung derart ausgebildet werden, daß die Kontakte selbstreinigend wirken und somit stets ein relativ
niedriger Übergangswiderstand vorhanden ist.
Weitere Merkmale der Erfindung sind, daß die federnden Kontaktelemente an der Innenwand eines
Metallzylinders, der in der Innenwand eines die Drehachsen konzentrisch umfassenden, lediglich axial verschiebbaren,
hülsenförmigen Körpers eingesetzt ist, befestigt sind. Hierdurch ist es möglich, die Kontaktelemente
zum Entkuppeln und zum Kuppeln der einen Achse zu verschieben. Besteht der hülsenförmige Kör-Vorrichtimg
zum schnellen elektrischen
und mechanischen Verbinden
bzw. Lösen zweier metallischer,
stromführender, axial hintereinander-
liegender Drehachsen
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Zoepke, Patentanwalt,
Münch.en5, Erhardtstr. 11
Münch.en5, Erhardtstr. 11
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 26. März 1959
Niederlande vom 26. März 1959
Cornells Petrus Veldman und Herman van Dämmen,
Baarn (Niederlande),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
per aus Isoliermaterial, dann braucht beim Entkuppeln der einen Achse die Stromzufuhr zur anderen Achse
nicht unterbrochen zu werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung gemäß der Erfindung gibt die Zeichnung wieder.
Es bezeichnet 1 eine Drehachse, die mit einer zweiten Drehachse 2 elektrisch und mechanisch verbunden
werden soll. Die Achse 1 ist von ihrer unteren Stirnfläche aus in Achsrichtung mit einem Sackloch 3 versehen,
in dem ein Stift 4 befestigt ist. Die Befestigung erfolgt durch einen elektrisch gut isolierenden, thermoerhärtenden
Äpoxyharzleim, z. B. durch den unter dem Namen »Äraldite« bekannten Leim. Der Stift 4
trägt einen Konus 5, der mit einer schraubenlinienartigen Spalte 6 versehen ist. Die Achse 2 hat einen Gegenkonus
7, in den der Konus 5 genau hineinpaßt, und besitzt weiter einen Stift 8, der in die Spalte 6
eingleiten kann. Auf diese Weise wird die Achse 2 gegenüber der Achse 1 sehr genau zentriert. Der
Stift 8 bildet in Verbindung mit der Spalte 6 einen Bajonettverschluß. Die Achse 1 ist von einem Kranz
flacher Federn 9 umgeben; ähnliche Federn 10 umgeben die Achse 2. Sowohl die Federn 9 als auch die Federn
10 sind in einem Metallzylinder 11 untergebracht und haben somit eine elektrische Verbindung miteinander.
Um eine noch bessere Federwirkung zu erzie-
109 52W547
len, sind die Federn 9 von zylindrischen Federn 12 und die Federn 10 von zylindrischen Federn 13 umgeben.
Der Metallzylinder 11 ist in einer Isolierhülse
14 untergebracht. Um die Achse 1 herum ist noch ein Gummibelag 15 angeordnet, der einerseits mit einem
Rand 16 auf der Achse festgeklemmt ist und dessen anderes Ende einen Kragen 17 der Isolierhülse 14 umfaßt.
Ein Stift 18, der in der Hülse 14 befestigt ist, liegt in einem Schlitz 19 der Achse 1, so daß sich die
Hülse 14 lediglich axial verschieben kann. Der Balg
15 dient lediglich als Schutz für die bedienende Person. Beim Kuppeln oder Entkuppeln der Achse 2
braucht die Stromzufuhr zur Achse 1 nicht unterbrochen zu werden. Wenn nämlich die Isolierhülse 14
nach oben bewegt worden ist und die Federn 10 nicht mehr auf die Achse 2 pressen, kann diese dann stromlose
Achse 2 durch eine Drehbewegung von der Achse 1 gelöst und entfernt werden, worauf z. B. bei
der Herstellung einer Matrize für Schallplatten eine neue Lackplatte an der Achse 2 befestigt und diese
Achse wieder eingehängt werden kann. Die Zentrierung der Achse 2 und das Haltern derselben erfolgt
lediglich durch die Konusse 5 und 7 und den Bajonettverschluß 6, 8. Die Stromversorgung erfolgt nur durch
die Federn 9 und 10. Die Kontakte zwischen den Federn 9 bzw. 10 und den Achsen 1 bzw. 2 reinigen sich
selbst. Infolge der guten Kontakte konnte in der Praxis bei einem bestimmten galvanischen Bad eine
Stromstärke von 250 A bei einer Spannung von 40 V benutzt werden. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen
Vorrichtung besteht darin, daß bei ihrer Anwendung eine Verunreinigung des galvanischen Bades,
die bei Anwendung der bekannten Flügelmutterkonstruktion möglich ist, da hier Metallteilchen oder
Oxydationsprodukte in das Bad fallen können, vermieden wird.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum schnellen elektrischen und mechanischen Verbinden bzw. Lösen zweier metallischer,
stromführender, axial hintereinanderliegender Drehachsen, dadurch gekennzeichnet, daß für
die mechanische Verbindung der beiden Drehachsen (1 und 2) eine selbstzentrierende, stromlose
Bajonettkupplung (5 bis 8) und für die elektrische Verbindung auf die Drehachsen pressende, hinter-
■. einander angeordnete, leitend miteinander verbundene, federnde Kontaktelemente (9 und 10) vorgesehen
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die federnden Kontaktelemente
an der Innenwand eines Metallzylinders (11) befestigt sind, der in die Innenwand eines die Drehachsen
konzentrisch umfassenden, lediglich axial verschiebbaren, hülsenförmigen Körpers (14) eingesetzt
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der hülsenförmige Körper (14)
aus Isoliermaterial besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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