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Mischer bzw. Kneter, vornehmlich zur Verarbeitung hochviskos er Massen
Bei der Verarbeitung hochviskoser Massen, z. B.
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Farben, Cremes, Salben, Kunststoffdispersionen, Gummi- und Kunststoffmischungen
mit Farbe oder Füllstoffen, befriedigen die bisher verwendeten Mischer bzw. Kneter
nicht, bzw. die bisher erforderlichen Einrichtungen sind von komplizierter Bauart.
Bei den diesbezüglich bekannten Maschinen wird es insbesondere als Nachteil empfunden,
daß das Mischgut vom Mischwerk vielfach als Wulst mitgenommen wird, da sich das
Mischgut in Totecken absetzen kann, und daß ungemischte Klumpen sich der Verarbeitung
entziehen. Wegen der Mitnahme des Mischgutes als Wulst ist es bei Einwellenmaschinen
der bekannten Bauart nicht möglich, eine Verarbeitung eines Gutes in zäher Konsistenz
durchzuführen. Aber auch die Verarbeitung eines Mischgutes in dünner Konsistenz
ist wegen der bei vielen Mischgütern vorhandenen Klumpenbildung recht langwierig.
Wird zur Durchmischung von Mischgut dünner Konsistenz eine Vorrichtung verwendet,
die einen feststehenden und einen rotierenden Körper aufweist, wobei zwischen den
beiden Körpern ein Ringspalt vorgesehen ist, den das Mischgut durchwandern soll,
so ist eine befriedigende Durchmischung auch nicht gewährleistet. Ändert sich nämlich
die Konsistenz des Mischgutes, beispielsweise infolge Temperaturänderung, dann kann
das Mischgut unter Umständen so zäh werden, daß es den Ringspalt nicht mehr zu durchwandern
vermag.
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Hier abzuhelfen und zugleich einen Mischer zu schaffen der in seinem
gesamten Aufbau sehr einfach ist und außerdem die Voraussetzungen erfüllt, daß eine
Verarbeitung hochviskoser Massen mit einem guten Leistungseffekt erreicht wird,
ist wesentlicher Zweck der Erfindung. Nicht nur bei der Verarbeitung hochviskoser
Massen, sondern auch bei der Verarbeitung von Stoffen anderer Konsistenz soll es
gemäß der Erfindung erreicht werden, daß die Bildung von Wülsten, Klumpen oder die
Festsetzung des Gutes in Totecken vermieden wird.
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Um das erstrebte Ziel zu erreichen, wird ausgegangen von einem Mischer
bzw. Kneter, vornehmlich zur Verarbeitung hochviskoser Massen, die durch einen zwischen
einem feststehenden und einem rotierenden Körper bestehenden Ringspalt hindurchbefördert
werden. Erfindunngsgemäß ist ein solcher Mischer so beschaffen, daß der auf einer
Welle sitzende rotierende Körper parallel zur Rotationsachsehin- und herbeweglich
in einem den rotierenden Körper am Rotationsumfang mit geringem Abstand umschließenden
und die Hin- und Herbewegung zulassenden Gehäuse angeordnet ist, welches sich vor
und hinter den Stirnflächen des rotierenden Körpers verengt Die dem rotierenden
Körper aufgezwungene Drehbewegung und die gleichzeitig ausgeführte Hin- und Herbewe-
gung
in der Achsrichtung des rotierenden Körpers hat zur Folge, daß das Bearbeitungsgut
gegen die Stirnwände des Gehäuses gedrückt wird. Dabei versucht das Bearbeitungsgut
durch den Spalt zwischen dem zylindrischen Teil des rotierenden Körpers und dem
Gehäuse auszuweichen.
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Auf diesem Wege wird das Bearbeitungsgut alsdann erheblichen Scherkräften
ausgesetzt Die Größe dieser Scherkräfte hängt ab von der Weite des Ringspaltes einerseits
sowie von dem Zustand der Konsistenz des Mischgutes anderseits.
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Das Bearbeitungsgut wird bei jedem Hin- und Hergang des rotierenden
Körpers unter Druck gesetzt, wobei die im Druckzustand besonders günstigen Scherkräfte
ausgenutzt werden. Derselbe Vorgang des Mischens bzw. Knetens wiederholt sich bei
gleichzeitiger Druckerzeugung, sobald der rotierende Körper seine Rückwärtsbewegung
ausführt und damit das Gut gegen die entsprechend entgegengesetzte Stirnwand des
Gehäuses preßt.
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Bei Kunststoffpressen ist es bekannt, die Schnecke axial verschiebbar
vorzunehmen. Die Verschiebbarkeit dient aber nur dazu, das von der Schnecke zusammengepreßte
Material bei der Rückkehr des Spritzkolbens in seine Ausgangslage in den Spritzkanal
zu drücken. Das der Erfindung zugrunde liegende Problem tritt bei einer solchen
Presse nicht auf. Auch vermag die Verschiebbarkeit der Schnecke dieses Problem nicht
zu lösen, um so weniger, als an eine ständige hin- und hergehende Bewegung, wie
sie der rotierende Körper beim erfindungsgemäßen Mischer ausführt, nicht gedacht
war.
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Es empfiehlt sich, die Stirnwände des rotierenden Körpers in ihrer
Gestaltung den verschieden auftre tenden Viskositäten des Bearbeitungsgutes anzupassen.
So
kann die Durchflußmöglichkeit des Gutes ge-. steigert werden, wenn eine oder beide
Stirnflächen des rotierenden Körpers konisch gestaltet sind. Man kann auch den Vorschub
des Gutes bewußt in der einen Längsbewegungsrichtung des rotierenden Körpers steigern,
nach der anderen Längsrichtung der Bewegung dieses rotierenden Körpers bewußt hemmen,
wenn die Stirnflächen des rotierenden Körpers eine unterschiedliche Konizität aufweisen.
So kann z. B. die eine Stirnfläche des rotierenden Körpers plan gestaltet sein,
während seine Mantelfläche schlankkonisch gestaltet ist. Die Stirnflächen des rotierenden
Körpers können auch nach außen oder nach innen gewölbt ausgebildet, z. B. kugelig
sein, und der rotierende Körper als Ganzes kann auch als Kugel, als Rotationsellipsoid
od. dgl. gestaltet sein.
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Der rotierende Körper kann gemäß der Erfindung auf den Stirnilächen
auch mit Räumblechen versehen sein, deren Verlauf einen nach außen gerichteten Materialtransport
herbeiführt. So wird es vermieden, daß an den Stirnflächen des Gehäuses das Bearbeitungsgut
mit geringer Fließfähigkeit vom rotierenden Körper nur gepreßt wird, ohne zum Ringspalt
zu wandern. Die Räumbleche ermöglichen damit auch die Verarbeitung von Bearbeitungsgut,
das kein oder kein genügendes Fließvermögen besitzt.
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Gemäß der Erfindung kann der rotierende Körper auf einer senkrechten,
auf einer waagerechten, gegebenenfalls auch auf einer irgendwie schräg gelagerten
Achse angebracht werden.
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Die Leistungsfähigkeit der Maschine läßt sich noch wesentlich steigern,
wenn auf einer Achse hintereinander zwei oder mehrere rotierende Körper vorgesehen
sind. Hierbei wird jedem rotierenden Körper ein Gehäuse zugeteilt, und die einzelnen
hintereinander angeordneten Gehäuse stehen ihrerseits wieder miteinander durch Kanäle
in Verbindung. Das auf einem Ende einer solchen Batterie von Einzelmischern bzw.
Knetern aufgegebene Gut durchwandert alsdann die Spaltabstände der einzelnen, hintereinander
vorgesehenen rotierenden Körper.
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Zwischen den Gehäusen für die benachbarten rotierenden Körper ergeben
sich dann Verbindungskanäle, die zwischen diesen Gehäuseteilen und der hindurchgehenden
Achse der rotierenden Körper liegen. Es ist nun für eine zweckdienliche Einstellung
der Maschine von Vorteil, wenn die Querschnittsgröße dieser Verbindungskanäle veränderbar
ist. Damit hat man ein zusätzliches Mittel in der Hand, um den Vorschub des Bearbeitungsgutes
durch die Maschine hindurch zu steuern.
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Gemäß der Erfindung wird nun weiter Wert darauf gelegt, daß man bei
der - Maschine auch die Ouerschnittsgröße zwischen dem rotierenden Körper und der
Gehäusewandung ändern kann. Dies läßt sich dadurch erreichen, daß der rotierende
Körper hinsichtlich seines Querschnittes ganz oder teilweise durch eine elastische
Wandung, z. B. Gummi, veränderbar ist. So kann die Wandung des rotierenden Körpers
ganz oder teilweise aus Gummi bestehen, und durch eine pneumatische oder hydraulische
innere Pressung ist die Spaltgröße zwischen dem rotierenden Körper und dem zugehörigen
Gehäuseteil genau einstellbar.
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Dieses Ziel läßt sich auch mechanisch erreichen, indem nämlich der
rotierende Körper an seiner Manteilfläche mit Vorsprüngen versehen ist. Diese Vorsprünge
können mit Hilfe einer Steuervorrichtung, z. B. mit Hilfe eines in der Hohlachse
untergebrachten Dornes, als Ganzes radial nach außen einstellbar sein.
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Wenn man. durch die geschilderten Mittel die Möglichkeit hat, den
Spaltquerschnitt zwischen rotierendem Körper und Gehäuse zu verändern, so ist die
Beeinflussung des Bearbeitungsgutes in vielen Fällen noch zu steigern, wenn diese
Veränderung der Querschnittsgröße des Spaltes durchgeführt wird in Abhängigkeit
von der Hin- und Herbewegung des rotierenden Körpers, z. B. bei jedem einzelnen
Arbeitshub.
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So kann es z. B. angebracht sein, daß bei chargenweise arbeitenden
Maschinen mit einseitiger Achseinführung der Ringspalt immer dann erweitert wird,
wenn das Bearbeitungsgut gegen die Gehäusestirnwand gepreßt wird, in welcher sich
die Abdichtung der Achse des rotierenden Körpers befindet Bei kontinuierlich arbeitenden
Maschinen ermöglicht die Maßnahme der zeitweiligen Ringspaltveränderung, das Bearbeitungsgut
in seiner Durchsatzgeschwindigkeit zu beschleunigen oder, wenn gewünscht, auch zu
hemmen.
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Besonders in den Fällen, in denen man befürchten müßte, daß bei der
hin- und hergehenden Bewegung des rotierenden Körpers an den Stirnwänden des zugehörigen
Gehäuses unzulässig hohe Drücke eintreten, ist es von Vorteil, wenn der rotierende
Körper selbst in seiner axialen Richtung Materialdurchtrittsöffnungen aufweist,
die in ihrer Größe verändert werden können, die aber auch ganz geschlossen werden
können, wenn eine zu hohe Drucksteigerung nicht zu erwarten ist.
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Schließlich wird gemäß der Erfindung noch vorgeschlagen, daß das
Gehäuse für den oder die rotierenden Körper aus einem elastischen Material, z. B.
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Gummi, besteht. Es kann also ein Gummigehäuse vorgesehen werden, welches
sich durch eigenes Kontraktionsvermögen an die Oberfläche der rotierenden Körper
selbsttätig anlegt. Bei der Aufgabe des Bearbeitungsgutes in eine solche Maschine
und bei der hin- und hergehenden Bewegung der rotierenden Körper wird sich dann
entsprechend den auftretenden Drücken die elastische Gehäusewandung mehr oder weniger
von der Oberfläche der rotierenden Körper abheben. Diese Ausführung ist z. B. in
einem solchen Anwendungsfall von besonderer Bedeutung, in welchem das Bearbeitungsgut
bestimmte Pressungen nicht überschreiten darf.
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Zusätzlich läßt sich bei der Anwendung eines Gehäuses aus einem elastischen
Material die Anordnung noch so treffen, daß dieses elastische Gehäuse dauernd oder
in gewollten Zeitabständen von außen unter Gas-oder Flüssigkeitsdruck gesetzt wird.
Bei der Anwendung von Gas- oder Flüssigkeitsdruck von außen auf das elastische Gehäuse
ist es auch möglich, von einem solchen elastischen Gehäuse auszugehen, welches ohne
den Druck von außen noch nicht an den rotierenden Körpern anliegt, so daß nur durch
den Druck von außen das Anliegen des Gehäuses am rotierenden Körper und an der Rotationsachse
die gewünschte Spaltweite bestimmt.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
schematisch angegeben, und zwar zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Mischer
bzw.
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Kneter mit einem in senkrechter Richtung hin- und herbewegbaren rotierenden
Körper; Fig. 2 entspricht der Ausführung nach Fig. 1 mit waagerecht liegender Achse
des rotierenden Körpers; Fig. 3 stellt einen Längsschnitt einer Maschine dar mit
einer Reihe von rotierenden Körpern, die hintereinander auf einer waagerecht angeordneten
Achse sich befinden;
Fig. 4 ist ein Längsschnitt -durch eine Maschine
mit mehreren hintereinander angeordneten rotierenden Körpern, bei denen eine Stirnfläche
plan, die Mantelfläche schlankkonisch gestaltet ist; Fig. 5 zeigt Anordnung mit
rotierenden Körpern mit elastischer Wandung; Fig. 6 einen Querschnitt durch einen
rotierenden Körper mit radial nach außen verstellbaren Vor sprüngen; Fig. 7 einen
Querschnitt durch einen rotierenden Körper, bei welchem die einzelnen Vorsprünge
um ein Gelenk an der Mantelfläche des rotierenden Körpers nach außen verschwenkt
werden können; Fig. 8 eine Draufsicht auf einen rotierenden Körper mit Räumblechen;
Fig. 9 einen Querschnitt durch einen rotierenden Körper, die diesen Körper umgebende
elastische Wandung und deren Aufhängung an einer Außenkonstruktion; Fig. 10 einen
Querschnitt durch einen rotierenden Körper mit verstellbarem Durchtrittsquerschnitt
in axialer Richtung.
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Der Mischer bzw. Kneter nach Fig. 1 besteht aus einem Mischergehäuse,
welches aus den beiden zusammenschraubbaren Teilen 1 und 2 gebildet ist. Am oberen
Ende des Gehäuses befindet sich der rotierende Körper 4, der seinerseits sich auf
der Achse 3 befindet.
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Die Dichtung zwischen der Achse 3 und dem oberen Teil 2 des Gehäuses
erfolgt durch die Stopfhuchse 5.
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Der rotierende Körper kann aus der in Fig. 1 eingezeichneten oberen
Lage durch Längsbewegung in die strichpunktiert dargestellte tiefste Stellung gebracht
werden. Außer dieser hin- und hergehenden, durch Pfeileinzeichnung angedeuteten
Bewegung wird der rotierende Körper gleichzeitig noch einer Drehbewegung unterworfen,
wie ebenfalls in Fig. 1 durch Pfeileinzeichnung angedeutet ist.
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Diese Maschine ist für eine chargenweise Bearbeitung, vorzugsweise
von hochviskosen Massen, bestimmt.
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Der obere Gehäuseteil 2 wird von dem unteren Ge häuseteil 1 entfernt.
Alsdann wird das Bearbeitungsgut in den unteren Gehäuseteil 1 gegeben. Der als Deckelteil
dienende obere Gehäuseteil 2 mit dem rotierenden Körper wird dann wieder auf den
unteren Ge häuseteil 1 aufgesetzt, und nunmehr wird der rotierende Körper in eine
hin- und hergehende und in eine drehende Bewegung gesetzt. Hierbei muß dann das
Bearbeitungsgut bei dem Herunterdrücken des rotiedenden Körpers 4 in dem Ringspalt
zwischen diesem und dem Gehäuse hochsteigen. Umgekehrt wird das Bearbeitungsgut
gezwungen, durch diesen Ringspalt von oben wieder nach unten durchzuwandern, sobald
der rotierende Körper 4 von seiner tiefsten Stellung in seine obere Stellung gebracht
wird. Die konischen Stirnwände des rotierenden Körpers unterstützen hierbei die
Durchflußbewegung des Bearbeitungsgutes durch den Ringspalt.
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Bei der Hin- und Herbewegung und der gleichzeitigen Drehung des rotierenden
Körpers wird auf das Bearbeitungsgut bei dessen Durchgang durch den Ringspalt eine
Scherkraft ausgeübt.
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Das (Sffnen und Schließen des Gehäuses durch die Trennung der beiden
Teile 1 und 2 läßt sich vermeiden, wenn der obere Teil 2 noch mit einem Einfüllstutzen
5 a versehen wird.
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Bei der Ausführungsform der Maschine nach Fig. 1 kann der Unterteil
1 des Gehäuses als abfahrbarer Topf vorgesehen sein, so daß bei einem Misch- und
Knetvorgang schon ein zweiter Topf dieser Art mit Material zur Verfügung steht.
Der Einfüllstutzen 5 a
kann auch dazu ausgenutzt werden, um im Bedarfgfalle irgendwelche
Zusatzstoffe oder eine Nachfüllung von Material durchzuführen.
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Die Ausführungsform der Maschine nach Fig. 2 unterscheidet sich von
der Ausführungsform der Maschine nach Fig. 1 insofern, als die Achse des rotie renden
Körpers waagerecht gelagert ist. In diesem Falle ist an beiden Enden des schwenkbaren
Gehäuses 1 für die Achse 3 des Körpers 4 ein nicht dargestelltes Lager vorgesehen,
und an beiden Enden des Gehäuses befindet sich eine Stopfbuchsenanordnung 5. Das
Gehäuse 1 ist, wie bei Mischtrommeln allgemein üblich, mit einem abnehmbaren Deckel
für den Ein- und Auslaß des Materials versehen. Auf der Mantelfläche sind am Umfang
verteilt Vorsprünge21 vorgesehen. Ein solcher ist beispielsweise in Fig. 6 veranschaulicht.
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Bei der Maschine nach Fig. 3 sind auf einer entsprechend lang ausgebildeten
Achse 3 sechs rotierende Körper 4a, 4b, 4c, 4d, 4e und 4f vorgesehen. Diese sechs
Körper bis 4f werden umgeben von einem Gehäuse welches aus den Teilgehäusen 1 a
bis 1 e besteht Die Wandungen dieser Einzelgehäuse 1 a bis 1 e verlaufen parallel
zu der Mantelfläche und den konischen Süraflächen der Rotationskörper 4a bis 4f.
Zwischen der Mantelfläche der rotierenden Körper und der Mantelfläche der Einzelgehäuse
ist der gewollte Spaltabstand vorhanden. Zweckmäßig der gleiche Spaltabstand ist
auch vorgesehen zwischen den Einschnürungen 6 a bis 6 e und der Rotationsachse 3.
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An dem Einzelgehäuse 1 rist noch ein Einfülltrichter 7 vorgesehen,
der mit einer Förderschnecke 7 a ausgerüstet ist. Die Achse 3 wird an dem rechten
Gehäuseende mit einer Stopfbuchse 5 abgedichtet. An dem Rückenende braucht die Achse
3 nicht in einem besonderen Lager gehalten zu sein. Da an diesem Ende auch der Austritt
des bearbeitenden Gutes erfolgt, ist hier keine besondere Abdichtung erforderlich.
DieFörderschnecke 7 a dient dem Zweck, einen Rückstoß des Materials aus dem Gehäuses
zu verhindern. Diese Förderschnecke 7 a kann auch z. B. durch eine Art Rückschlagklappe
ersetzt werden.
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Bei der Maschine nach Fig. 4 sind rotierende Körper 8 a, 8 b, 8 c,
8 d vorgesehen, die, entgegen der Förderrichtung des Gutes betrachtet, eine plane
Stirnwand aufweisen und an der- Mantelfläche schlankkonisch gestaltet sind. Dies
hat zur Foge, daß das Bearbeitungsgut zur Austrittsrichtunghin unter höherem Druck
steht, also die Austrittsgeschwindigkeit beschlennigt wird, während entgegen der
Austrittsrichtung des Gutes ein geringerer Druck bei der Rückwärtsbewegung der rotierenden
Körper auftritt.
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Die rotierenden Körper 8 a bis 8d; die wiederum auf der Achse 3 befestigt
sind, werden umgeben von einem Gehäuse 9, welches aus Gummi besteht und durch Eigenkontraktion
auf der Mantelfläche der rotierenden Körper &a; bis 8d aufliegt.
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Das Bearbeitungsgut gelangt entweder über den Einfülltrichter 10
oder über den Einfülltrichter 13 mit Förderschnecke 11 zu den rotierenden Körpern.
Bei der Druckerzeugung durch die hin- und hergehende Bewegung der rotierenden Körper
hebt sich die elastische Gehäusewandung 9 entsprechend den auftretenden Drücken
von der Oberfläche der rotierenden Körper ab.
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Mit Ziffer 14 ist noch ein Außengehäuse bezeichnet, welches über
den Stutzen 15 pneumatisch oder hydraulisch unter Druck gesetzt werden kann. Dieser
Druck wirkt sich auf die Außenoberfläche des elastischen Gehäuses 9 aus, so daß
auch durch Änderung des Druckes in dem durch das Gehäuse 14 geschaffenen Raum 16
eine
Beeinflussung der Spaltgröße zwischen dem Ge häuser und den rotierenden Körpern
8 bis 8d eintreten kann. Die Förderschnecke 11, die das Material von dem Trichter
13 aus zu den rotierenden Körpern zu fördern hat, liegt im Gehäuse 12.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 sind auf die Achse 3 rotierendeKörperl7a.,
17 b, 17 c und 17 d aufgesetzt, deren Wandung aus einem elastischen Ma-Material
gebildet ist. Die Achse 3 ist hohl ausgebildet, das bedeutet, daß durch die entsprechende
Längsbohrung 18 und durch die Querbohrungen 19 pneumatisch oder hydraulisch ein
Aufblasen der rotierenden Körper 17« bis 17d vorgenommen werden kann, so daß diese
Körper mit einer gewollten Spaltweite in bezug auf die Gehäusewandungen 29 bis 20e1
sich ausdehnen. In Fig. 5 ist die Darstellung zur Verdeutlichung so getroffen, daß
die oberhalb der Achse befindliche Hälfte der Anlage mit ausgedehnten rotierenden
Körpern, die untere Hälfte dieser Anlage mit nicht ausgedehnten rotierenden Körpern
zur Darstellung gebracht ist.
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Bei der Querschnittsdarstellung eines rotierenden Körpers 4 nach
Fig. 6 sind an der Mantelfläche des rotierenden Körpers Vorsprünge 21 angebracht.
Die Gehäusewandung ist in dieser Darstellung mit Ziffer 22 bezeichnet. Der Spalt
zwischen dem Mantel des Körpers 4 und der Gehäusewandung 22 kann verkleinert werden,
indem sämtliche Vorsprünge 21 z. B. mittels eines nicht dargestellten Domes radial
nach außen einstellbar sind. In Fig. 6 sind alle vier Vorsprünge 21 in der voll
nach außen bewegten Stellung gezeichnet, wobei der waagerechte Pfeil lediglich den
innenliegenden Teil eines Vorsprungs andeutet.
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Die Ausführungsform des rotierenden Körpers nach Fig. 7 unterscheidet
sich von der Ausführungsform nach Fig. 6 dadurch, daß die Vorsprünge 23 keine Anschlagkanten
26 besitzen und an der Mantelfläche des rotierenden Körpers 4 um einen im Drehungssinn
vorliegen Drehpunkt 24 nach außen bzw. nach innen schwenkbar sind. Diese Ausführungsform
ist deshalb besonders vorteilhaft, weil sich bei der in Fig. 7 eingezeichneten Drehrichtung
des rotierenden Körpers durch die ausgeschwenkten Vorsprünge keilförmige Einzugsspalte
25 ergeben.
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Der rotierende Körper 4 kann bei der Ausführungsform nach Fig. 8
an einer oder auch an beiden Stirnflächen mit Räumblechen 27 ausgerüstet sein. Diese
Räumbleche sind spiralförmig gestaltet in bezug auf die in. Fig 8 durch Pfeileinzeichnung
angedeutete Dreh richtung in der Weise, daß sie das Bearbeitungsgut von innen nach
außen bewegen.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 ist der rotierende Körper
4 von einer elastischen Gehäusewandung 28 umgeben, ähnlich wie bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 4. Außen greifen an dieser elastischen Gehäusewandung 28 Bänder oder Hebel
29 an. Diese Bänder oder Hebel 29 sind mit dem starren Außenteil 30 des Gehäuses
verbunden und sollen verhindern, daß bei der Drehung des rotierenden Körpers in
der eingezeichneten Pfeilrichtung die Gehäusewandung an dieser Drehbewegung teilnimmt.
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Die Aufhängekonstruktion 30 kann auch als ge schiossener mantel ausgebildet
sein, so daß der dadurch entstehende Ringraum 31 auch zur Aufnahme eines pneumatischen
oder hydraulischen Mittels ausgenutzt werden kann.
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In Fig. 10 besteht der im Gehäuse 36 rotierende Körper aus zwei axial
hintereinander befindlichen, gegeneinander verdrehbaren und mit Ausbuchtungen versehenen
Teilen 32 und 33. Jeder dieser beiden
Teile hat eine Mantelfläche, wie sie in Fig.
10 voll ausgezeichnet ist Werden die beiden Teile 32 und 33 voll zur Deckung gebracht,
so ergeben sich Durchgangsöffnungen entsprechend den freien Flächen zwischen zwei
benachbarten Mantelvorsprüngen 34 und 35. Werden dagegen die beiden Teile 32 und
33, wie aus der Zeichnung ersichtlich, derart verdreht, daß die Mantelvorsprünge
des einen Teiles in die Lücken der Mantelvorsprünge des anderen Teiles treten, dann
werden diese Lücken praktisch voll geschlossen.
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Bei allen Anwendungsfällen kann je nach den Eigenschaften der zu
verarbeitenden Stoffe auch noch in an sich bekannter Weise eine Heizung oder Kühlung,
sei es des Gehäuses, sei es des rotierenden Körpers oder der Gesamtanlage, vorgenommen
werden.
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In den Fällen, in denen die Ausführung mit Hilfe von pneumatischen
oder hydraulischen Medien arbeitet, ist die Verwendung dieser Medien unmittelbar
zur Heizung oder Kühlung möglich.
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PATENTANSPROCHE: 1. Mischer bzw. Kneter, vornehmlich zur Verarbeitung
hochviskoser Massen, die durch einen zwischen einem feststehenden und einem rotierenden
Körper bestehenden Ringspalt hindurchbefördert werden, dadurch gekennzeichnet, daß
der auf einer Welle sitzende rotierende Körper parallel zur Rotationsachse hin-
und herbeweglich in einem den rotierenden Körper am Rotationsumfang mit geringem
Abstand umschließenden und die Hin-und Herbewegung zulassenden Gehäuse angeordnet
ist, welches sich vor und hinter den Stirnflächen des rotierenden Körpers verengt.