DE1083548B - Verfahren zur Herstellung waermehaertbarer harzartiger Produkte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung waermehaertbarer harzartiger Produkte

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DE1083548B
DE1083548B DEP17818A DEP0017818A DE1083548B DE 1083548 B DE1083548 B DE 1083548B DE P17818 A DEP17818 A DE P17818A DE P0017818 A DEP0017818 A DE P0017818A DE 1083548 B DE1083548 B DE 1083548B
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Roger Morris Christenson
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PPG Industries Inc
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Pittsburgh Plate Glass Co
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von wärmehärtbaren harzartigen polymeren Erzeugnissen, die insbesondere in Überzugsmaterialien verwendbar sind. Sie betrifft vor allem die Gewinnung von harzartigen polymeren Stoffen aus Aldehyd und wenigstens drei Monomeren, von denen eines ein polymerisierbares Amid und ein anderes eine äthylenisch ungesättigte Carbonsäure ist, die als ein die Härtung beschleunigender Katalysator wirkt.
Oft ist bei harzartigem Überzugsmaterial der Zusatz eines Katalysators, wie Phosphorsäure oder Citronensäure, nötig, damit die daraus hergestellten Filme bei den üblicherweise beim Lackieren von Automobilen und Apparaten angewandten Trockentemperaturen bis zu dem gewünschten Grade härten. Einen besonderen J-5 »externen« Katalysator mitzuverwenden, ist deshalb nicht erwünscht, weil dieser häufig vom Letztverbraucher des Überzugsmaterials zugesetzt werden muß, der es im allgemeinen nicht liebt, zwei verschiedene Packungen zu benutzen oder dem Überzugsmaterial etwas in genau vorgeschriebenen Mengen zuzufügen, wie es der Fall wäre, wenn ein solcher Katalysator verwendet würde.
Es wurde nun gefunden, daß die Verwendung eines »externen« Katalysators nicht nötig ist, wenn eine geringe Menge einer äthylenisch ungesättigten Carbonsäure als einer der Monomerenbestandteile des ungesättigten amidhaltigen Copolymeren vorhanden ist. Das auf diese Weise gewonnene polymere Material hat sich bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen als rasch härtend erwiesen. Die äthylenisch ungesättigte Carbonsäure scheint dabei als »innerer« Katalysator zu wirken. Es erübrigt sich also, einen weiteren Katalysator zwecks Erzielung zufriedenstellender Härtung hinzuzufügen. Darüber hinaus ergibt das Überzugsmaterial, das aus nach dem Verfahren dieser Erfindung gewonnenen Copolymeren hergestellt wird, Filme, die eine ausgezeichnete Biegsamkeit und Haftfestigkeit bei erneutem Anstrich aufweisen, bei denen keine unerwünschte Farbbildung stattfindet und deren Aussehen> Glanz, allgemeine Beständigkeit, Farbhaltevermögen, Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit, Flecken, Fett, Hitze, Reinigungsmittel und Korrosion und deren Adhäsion und Biegsamkeit hervorragend sind. So kann man zusammenfassend sagen, daß sich das nach diesem Verfahren hergestellte Material besonders eignet zum Überziehen von Apparaten, wie Herde, Kühlschränke, Klimaanlagen, Waschmaschinen, Warmwasserbereiter, und ebenso für allgemeine, industriell hergestellte Überzüge auf festem Untergrund, wie Metallen, Kunststoffen, Wandplatten u. dgl.
Das nach der vorliegenden Erfindung verwendete Copolymere wird durch Polymerisation von Acrylamid oder einem anderen polymerisierbaren Amid mit wenigstens zwei anderen äthylenisch ungesättigten monomeren Verbindungen, von denen eine eine äthylenisch un-Verfahren zur Herstellung
wärmehärtbarer harzartiger Produkte
Anmelder:
Pittsburgh Plate Glass Company,
Pittsburgh, Pa, (V. St. Ä.)
Vertreter: Dr. W. Beil, Rechtsanwalt,
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 31. Januar 1956
Roger Morris Christenson, Gibsonia, Pa. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
gesättigte Carbonsäure ist, hergestellt. Das Copolymere wird dann unter Bildung eines wärmehärtbaren harzartigen Produktes mit einem Aldehyd umgesetzt. Das Copolymere reagiert dann mit einem Aldehyd, hier Formaldehyd, unter Bildung folgender Struktur:
C = O
NH
CH9OH
C=O
NH
CHoOH
wobei M eine Einheit eines Monomeren, das mit Acrylamid polymerisierbar ist, bedeutet und η eine ganze Zahl, die größer ist als 1.
Wird Formaldehyd in Form einer Lösung in Butanol oder einem anderen Alkanol verwendet, so kann es zu einer Ätherbildung kommen, wodurch mindestens einige der Methylolgruppen in obiger Struktur in Gruppen folgender Struktur umgewandelt werden:
-CH2O-ALKYL
Die Alkylgruppe stammt hier aus dem verwendeten Alkanol. Inwieweit eine Ätherbildung stattfindet, hängt großenteils von dem pH-Wert des Reaktionsmediums ab;
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3 4
saure Bedingungen begünstigen die Ätherbildung. Die Die Copolymeren können auch durch »Block«- oder
Verätherung des Acrylamidmischpolymeren ist der be- »Pfropf«-Polymerisation hergestellt werden. Während
kannten Butylierung von Harnstoff- und Melaminharzen die Lösungspolymerisation meistens eine unregelmäßige
analog, Verteilung der Bestandteile in den Copolymeren ergibt,
Bevorzugte Amidcopolymere, die gemäß der Erfindung 5 kann bei dem »Block«- oder »Pfropf«-Verfahren dagegen verwendet werden können, sind solche, die durch Misch- der Bestandteil in regelmäßigen Abständen oder nach polymerisation von wenigstens zwei monomeren Ver- einer bestimmten Reihenfolge eingeführt werden, wobei bindungen mit dem Amid und der äthylenisch un- jedes Teilstück eine bestimmte Länge und Periodizität gesättigten Carbonsäure gewonnen wurden. Dadurch ist aufweist. Durch das »Block«- oder »Pfropf«-Verfahren es möglich, das Copolymere so zu gestalten, daß jeder i° können wahlweise: Stoffe verschiedener Löslichkeit in gewünschte Härte- oder Biegbarkeitsgrad erzielt werden diversen Lösungsmitteln, Flammenbeständigkeit, Haftkann. So kann z. B. ein besonders wertvolles Copoly- festigkeit und Wasserlöslichkeit hergestellt werden. Tatmeres aus Acrylamid, Äthylacrylat, Styrol und Acryl- sächlich kann fast jede gewünschte Eigenschaft in das säure verwendet werden. An Stelle von Acrylamid Copolymere »eingepreßt« werden.
kann auch jedes andere polymerisierbare Amid, wie *5 Die nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten
beispielsweise Methacrylamid oder Itacondiamid, ver- Copolymeren setzt man mit einem Aldehyd um. Besonders
wendet werden. wird Formaldehyd, in wäßriger Lösung oder gelöst in
Die Copolymeren werden sehr leicht durch Polymeri- einem niederen Alkohol, wie Butanol, oder eine Formsation in einem Lösungsmittel erhalten, in dem die aldehyd abgebende Substanz, wie Paraformaldehyd, Monomeren löslich sind, wobei man unter Rückfluß- 20 Trioxymethylen oder Hexamethylentetramin, bevorzugt. Temperaturen arbeitet. Es können auch andere Monoaldehyde, einschließlich
Gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung Acetaldehyd, Butyraldehyd, Furfural u. dgl., besonders
kann jede äthylenisch ungesättigte Carbonsäure als aber solche, die nur Kohlenstoff-, Wasserstoff- und
»innerer« Katalysator dienen; dazu gehören z. B. Acryl- Sauerstoffatome enthalten, verwendet werden,
säure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Maleinsäure, Fumar- 35 Vorzugsweise läßt man den Aldehyd auf ein Copoly-
säure, Itaconsäure u. dgl. All diese spezifischen Ver- meres einwirken, das zwischen etwa 5 und etwa 45 °/0
bindungen verleihen, ebenso wie andere äthylenisch Gewichtsanteile Acrylamid enthält und wobei die Differenz
ungesättigte Carbonsäuren, den Copolymeren die er- aus dem oder den anderen äthylenisch ungesättigten
wünschte Eigenschaft, schnell zu härten. Monomeren besteht. Es wurde gefunden, daß solche
Im allgemeinen wird bei der Durchführung der Poly- 30 Copolymere, die größere Anteile an Acrylamid enthalten, merisationsreaktion ein Peroxydkatalysator verwendet, mit jenen Monomeren, die gewöhnlich harte Homovorzugsweise Cumolhydroperoxyd und Benzoylperoxyd polymere bilden, harte und biegsame Filme liefern, oder auch Diazoverbindungen und Redoxkatalysator- während Copolymere, die kleinere Anteile an Acrylamid systeme. enthalten, mit jenen Monomeren, die gewöhnlich weiche
Die Mengen des zur Herstellung des Copolymeren an- 35 Homopolymere bilden, dazu neigen, erheblich weicher gewandten Katalysators können beträchtlich schwanken, zu sein. Wird mehr als ein äthylenisch ungesättigtes jedoch ist es in den meisten Fällen erwünscht, etwa 0,1 Monomeres mit Acrylamid polymerisiert, so sind die bis 2,0% zu verwenden. Wünscht man hohe Viskositäten, Anteile der zusätzlichen Monomeren abhängig von den so nimmt man vorzugsweise anfänglich eine kleine Menge Eigenschaften, die dieses Monomere oder diese MonoKatalysator und fügt dann die für eine 100%ige Um- 40 meren dem endgültigen Copolymeren verleihen. Bei Wandlung notwendigen Zugaben bei. Soll das Copolymere manchen Copolymerensystemen kann es beispielsweise niedrige Viskosität aufweisen, so verwendet man bereits erwünscht sein, etwa 20% Acrylamid, insgesamt etwa anfänglich die Hauptmenge des Katalysators und macht 72 bis 79 % zweier zusätzlicher, äthylenisch ungesättigten, spätere Zugaben nur, soweit dies zur Erreichung der Monomeren und etwa 1,0 bis etwa 8% der ungesättigten, gewünschten Umwandlungen nötig ist. Größere, schon 45 als »innerer« Katalysator dienenden Säure zu verwenden, am Anfang hinzugefügte Mengen des Katalysators er- Auf diese Menge ist man jedoch keineswegs festgelegt, geben eine geringere Viskosität. und die Menge der für eine Copolymerisation notwendigen
Da ein verhältnismäßig niedriges Molekulargewicht Monomeren kann leicht durch einfachen Versuch bestimmt
des Mischpolymeren aus Acrylamid mit anderen äthyle- werden.
nisch ungesättigten Monomeren erwünscht ist, um es mit 5° Man bevorzugt im allgemeinen die Verwendung von
hohem Feststoff gehalt und niedriger Viskosität lösen zu zwei Äquivalenten Formaldehyd für jede in dem Copoly-
können, wird gewöhnlich dem Polymerisationsgemisch merisat vorhandene Amidgruppe, wenn auch diese Menge
ein die Kette modifizierendes oder die Kette begrenzendes vielleicht weitaus größer als die zur Bildung von Methylol-
Mittel zugegeben. Dabei hilft die Verwendung eines gruppen an der polymeren Kette notwendige Menge ist.
niederen Alkanols, wie Butanol, oder ein Gemisch von 55 Folglich kann dieses Verhältnis nach Wunsch wesentlich
Butanol und Wasser als Lösungsmittel — zusammen mit vergrößert oder verkleinert werden. So kann z. B. das
großen Mengen des als Katalysator gewählten Stoffes — Verhältnis bis zu 3 Äquivalente Formaldehyd für jede
sehr, aber meistens wird der Zusatz von genau vor- Amidgruppe in dem Copolymeren sein oder auch nur
geschriebenen Mengen von die Kette modifizierenden etwa 0,2 Äquivalente Formaldehyd pro Amidgruppe
Stoffen vorgezogen. Hierfür werden gewöhnlich Mercap- 6° betragen.
taue oder auch andere, die Kette modifizierende oder Man führt die Kondensationsreaktion vorzugsweise in
kettenabbrechende Mittel verwendet. Gegenwart eines schwach sauren Katalysators, wie
Die Polymerisation der erfindungsgemäß eingesetzten Maleinsäureanhydrid, durch, der wahrscheinlich rasch
Monomeren wird am besten so durchgeführt, daß Acryl- einen Monobutylmaleatester bildet. Es können auch
amid oder ein anderes polymerisierbares Amid, die un- 65 andere saure Katalysatoren, wie Oxalsäure, Salzsäure
gesättigte Carbonsäure und das oder die anderen Mono- oder Schwefelsäure, verwendet werden, obgleich dann,
meren, der Katalysator und, falls benutzt, das die Kette wenn der Katalysator zu sauer ist, die Möglichkeit einer
modifizierende Mittel in dem Lösungsmittel gemischt Gelbildung besteht. Alkalische Katalysatoren, wie
und bis zur gewünschten Umwandlung unter Rückfluß Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd, Hexamethylen-
gehalten werden. 7° tetramin und andere basische Amine, können ebenfalls
5 6
verwendet werden. Tatsächlich scheint sogar die Ver- nicht in einer Alkohollösung, verwendet, so stellt R1
Wendung von basischen Katalysatoren eine raschere natürlich Wasserstoff dar. Die freien Valenzen können,
Härtung der Harzüberzüge zu ergeben. je nach dem verwendeten Amid, entweder mit Wasser-
Die Verwendung eines Katalysators kann bei der stoff oder mit Kohlenwasserstoff abgesättigt sein.
Kondensation auch ganz und gar unterbleiben, jedoch 5 Es wurde schon darauf hingewiesen, daß die nach dem ist es dann schwierig, eine zufriedenstellende Reaktion Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellten harzzu erhalten. Die angewandte Katalysatormenge kann artigen Produkte sich besonders für Überzugsmaterial sehr unterschiedlich sein. So wurde bereits ausgeführt, eignen. Dabei können sie als der einzige harzartige daß die Ätherbildung, die bei Verwendung einer Alkohol- Bestandteil verwendet werden. Jedoch ist es vorteillösung des Aldehyds eintreten kann, um so stärker ist, io. hafter, sie mit anderen harzartigen Stoffen, wie Epoxydje saurer das Reaktionsmedium ist. Wird der Aldehyd harzen oder epoxydierten Ölen, Vinylharzen, Alkylnicht in Form einer alkoholischen Lösung verwendet, harzen, Aminharzen oder ähnlichen, zu mischen,
so wird bevorzugt, etwa 0,2 bis 1,0 Gewichtsprozent des In dem folgenden Beispiel werden im einzelnen die Katalysators, berechnet auf das Gewicht des Acrylamid- Herstellung der harzartigen Produkte nach dem Vercopolymeren, auf das man den Aldehyd einwirken läßt, 15 fahren dieser Erfindung und die Verwendung solcher zu verwenden. Produkte für Überzugsmaterial dargelegt. Jedoch soll Die Reaktion des Acrylamidcopolymeren mit dem durch dieses Beispiel die Erfindung einerseits nicht Aldehyd kann ausgeführt werden, indem man einfach den beschränkt werden; andererseits ist der Erfindungs-Aldehyd und — falls ein solcher verwendet wird — den gegenstand laut den Ansprüchen nur auf die Herstellung Katalysator zu dem Polymerisationsgemisch, das durch 20 gerichtet.
Polymerisation des Acrylamids und eines oder mehrerer Beispiel
äthylenisch ungesättigter Monomerer entstand, hinzufügt
und indem man das erhaltene Gemisch während etwa Ein Copolymeres, das durch Vermischen folgender
3 bis S Stunden unter Rückfluß erhitzt, bis sich die Bestandteile und Mengen
gewünschte Viskosität zeigt. Je nach Wunsch kann das 25 Gewichtsteile Kondensationswasser ebenso wie ein Teil des Lösungs-
mittels durch azeotrope Destillation entfernt werden. ä ΐι "' i λ λ
Wird der Aldehyd in Form einer AlkanoUösung, wie in Atnylacrylat 44
Butanol, verwendet, so soll am Ende der Reaktionszeit Acrylamid 15
etwa die Hälfte des Butanols abdestüliert und durch 3° Acrylsäure I
ein anderes Lösungsmittel, wie Xylol, ersetzt werden. Cumolhydroperoxyd 1
Vorzugsweise weist das harzartige Endprodukt einen tert· Dodecylmercaptan 1
Gehalt an Feststoffen von etwa 20 bis 70°/0 auf. unter 2 stündigem Erhitzen am Rückflußkühler, zusätz-Läßt man zuerst einen Aldehyd, wie Formaldehyd, liehe Zugabe von 0,5 Teilen Cumolhydroperoxyd und auf das Acrylamid einwirken, um ein Alkylolacrylamid, 35 weiteres Erhitzen unter Rückfluß während 2 Stunden wie beispielsweise Methylolacrylamid, zu erhalten, und hergestellt wurde, kondensierte man mit einer aus 2 Mol polymerisiert man dann das auf diese Weise entstandene Formaldehyd (40°/0ige Konzentration in Butanol) be-Methylolacrylamid mit der ungesättigten Säure und dem stehenden Lösung, zusammen mit etwa 0,33 Teilen Maleinöder den bereits besprochenen, äthylenisch ungesättigten säureanhydrid als Katalysator. Das so erhaltene Gemisch Monomeren, so erhält man ein ähnliches polymeres 40 hielt man während 3 Stunden unter Rückfluß, wonach Material. Die Polymerisation unter Verwendung von die Hälfte des Butylalkohols durch Destillation entfernt Methylolacrylamid erfolgt im wesentlichen in der gleichen und durch eine gleiche Menge Xylol ersetzt wurde.
Weise wie die Copolymerisation des Acrylamids mit zwei Das auf diese Weise hergestellte, mit Formaldehyd oder mehreren Monomeren, von denen einer die un- modifizierte Copolymere wurde folgendermaßen zu einer gesättigte Säure ist. 45 Emailliermasse verarbeitet:
Die nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung Bestandteile Gewichtsteile
gewonnenen harzartigen Produkte enthalten alle in der Rutiltitandioxvd 207
polymeren Kette wiederkehrende Gruppen Lösung des J^. i^al^hy^ modifizierten
Acrylamidcopolymeren 647
_ 5° Epoxydharzlösung (60%ig<3 Lösung in 15%
Methylisobutylketon und 85% Xylol;
das Molekulargewicht des Harzes beträgt
etwa 900) 53
γ —U Kiefernöl 10,5
I 55 Glykolmonoäthylätheracetat 20
NH Siliconlösung (Linde X-12) 2
Bei der Herstellung der Emailliermasse wurde das Titandioxyd 147 Teilen des formaldehydmodifizierten
in denen R einen niedrigen aliphatischen Kohlenwasser- 60 Acrylamidcopolymeren beigemischt und das Gemisch in
Stoffrest darstellt, d. h. einen Rest, der durch Ent- einem 3-Walzen-Knet-Mahlwerk gemahlen. Das übrige
fernung des Sauerstoffes aus einem niederen aliphatischen Copolymere und die anderen Bestandteile wurden hinzu-
Aldehyd erhalten wird. Wird z. B. Formaldehyd ver- gefügt und das Gemisch bis zu einer Viskosität von
wendet, so stellt R eine Methylengruppe (—-CH2—) 7 Minuten, 14 Sekunden verarbeitet (Ford-Becher Nr. 4).
dar. Wenn eine alkoholische Lösung des Aldehyds, wie 65 Der Masse wurde dann Xylol im Verhältnis 8:5 zugesetzt,
etwa eine Butanollösung von Formaldehyd, verwendet so daß sie in einem Ford-Becher Nr. 4 eine Zerstäubungs-
wird, dann kann eine Ätherbildung eintreten und ein viskosität von 28 Sekunden erreichte. Vor der Ver-
Teil des Alkohols in die polymere Kette eintreten, so daß minderung der Viskosität wies das auf diese Weise her-
wenigstens einige der Reste R1 einen niedrigen Alkylrest, gestellte Überzugsmaterial einen Gesamtgehalt an Fest-
wie Butyl, darstellen. Wird der Aldehyd allein, d. h. 70 stoffen von 58,4% auf.

Claims (1)

  1. 7 8
    Die so gewonnene Emailliermasse spritzte man sowohl gemeinen gleichwertige Ergebnisse erzielt werden, wenn
    auf grundierte wie auch auf ungrundierte Stahlplatten, andere ungesättigte Carbonsäuren von der bereits be-
    wobei der Überzug 0,033 mm dick wars und ließ diese sprochenen Art verwendet werden,
    bei einer Temperatur von 150° C 30 Minuten läng Ebenso kann die Acrylsäure oder eine andere un-
    trocknen. Die Filme hatten im Vergleich zu einer durch- 5 gesättigte Säure als Bestandteil von wieder anderen
    schnittlichen, aus Alkylharz aufgebauten Emailliermasse Acrylamideopolymeren mit guten Ergebnissen verwendet
    folgende Eigenschaften: werden.
    Trocknen 20 bis 350° F Patentansprüche:
    Glanz 90 +
    Bleistifthärte 3 H , Tr , , TT , .. .. ... , ,
    Allgemeine Beständigkeit gegen zer- J- Verfahren zur HersteUur^warmehartbarer harzstörende Einflüsse ausgezeichnet f?&* ^^Λ α iL·^?™? -S"**' TaX
    HaftfestigkeitaufbonderisiertemStahl ausgezeichnet keitsbestandige, haftende Überzüge bilden und durch
    Stoßbeständigkeit*) 21 bis 24 cm/kg Kondensation eines Copolymere* aus Acrylamid und
    Eintauchen in Pflanzenöl (100 Stunden 15 wenigstens zwei anderen athylenisch ungesättigten
    bei 38° C, Bleistifthärte) 2 H Monomeren mit einem Aldehyd gebildet werden
    2S0stündige Bespritzung mit Salz dadutch gekennzeichnet, daß ernes.der athylenisch
    (ungrundiert) . ausgezeichnet ungesättigten Monomeren erne athyknisch ungesat-
    250stündige Bespritzung mit Salz tigte Carbonsäure ist wodurch die Temperatur bei
    (grundiert) ausgezeichnet 2° fT f1 ψ**™β ™* dem harzartigen Material ohne
    lOOstündiges Eintauchen in ein Jusatz eines externen Katalysators gebildet werden
    Reinigungsmittel (ungrundiert) .. ausgezeichnet kann, gesenkt wird. ,.,.,,
    50östündiges Eintauchen in ein salz- \ Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
    haltiges Reinigungsmittel (grün- z?lclme> af.. ±e. athylenosch ungesättigte Carbon-
    diert? ausgezeichnet 25 saure Acrykaure ist.
    lOOstündiges Eintauchen in ein'salz'- 3: 7erf^en ^nac^ eüiem .^ vorstehenden Anhaltiges Reinigungsmittel (ungrun- «pruche, dadurch gekennzeichnet, daß das ungesatdigrt? gut tigte Amld Acrylamid ist.
    500stündiges Eintauchen m"ein' Rei- \ Vf^f1 *** ^P™* c 3' dadurch gekenn-
    nigungsmittel (grundiert) ausgezeichnet 3° zei^et' ^6 Acrylamid mit Styrol, Athylacrylat
    lOOstündiger Widerstand gegen Ver- . und Acrylsäure zu dem Copolymeren polymensiert
    färbung durch Senf keine Verfärbung vnid. , ■ ■, . , , A
    lOOstündiger Widerstand gegen Ver- 5; 7erf^en "a v ^^ t\ TaJ Z w
    färbung durch lippenstift keine Verfärbung f™4^f gekennzeichnet, daß der Aldehyd
    lOOstündiger Widerstand gegen Ver- 35 Formaldehyd ist.
    färbung durch Tinte ... keine Verfärbung 6; 7βΓ^5βη ™f emenl de/ 7Ta ^? J
    „ ^. „, ,.,....., ,., , „T . , >. ^ spruche; dadurch gekennzeichnet, daß die athylenisch
    *) Die Stoßbeständigkeit wurde auf folgende Weise bestimmt: r ..'. , n ,° .. ,, J .
    Eine 9,5-mm-Stahlkugel wurde über einer 12,7 mm großen OfE- ungesättigte Carbonsaure m einer Menge von etwa
    nung in einer Platte, auf die der Film aufgebracht war, angeordnet. 1 bis 8 Gewichtsprozent des Copolymerisate verwendet
    Sodann ließ man eine beschwerte Kugel aus einer abgemessenen 40 wird.
    Höhe auf die Stahlkugel fallen.
    In dem vorangehenden Beispiel würde Acrylsäure als In Betracht gezogene Druckschriften:
    »innerer« Katalysator verwendet. Jedoch können im all- Deutsche Patentschrift Nr: 654 989.
    ©l 009 530/568 6.60
DEP17818A 1956-01-31 1957-01-19 Verfahren zur Herstellung waermehaertbarer harzartiger Produkte Pending DE1083548B (de)

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