DE106931C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02B—PREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
- B02B3/00—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming
Landscapes
- Adjustment And Processing Of Grains (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
und Poliren.
Den Gegenstand dieser Erfindung betrifft eine neue Art der Getreidereinigung, die bei
aller Einfachheit eine aufserordentlich gründliche Wirkung hervorbringt und ein Schälen,
Trocknen und Poliren des Getreides in einem Arbeitsgange bewirkt.
Wenn auch das Schälen des Getreides unter Wasser und das Trennen desselben von seinen
Unreinigkeiten, wie solches z. B. in der Patentschrift Nr. 40927 ausgesprochen ist, nicht mehr
als neu anzusehen ist, so ist doch eine Einrichtung,
die zugleich auch trocknet und polirt, bisher noch nicht bekannt.
Die zu diesem Zweck nachfolgend na'her behandelte Einrichtung ist auf beiliegender Zeichnung
in
Fig. ι in theilweis abgebrochener Vorderansicht,
in
Fig. 2 im Schnitt dargestellt.
Der Arbeitsvorgang bei dieser neuen Behandlungsweise des Getreides benöthigt erstens
einen Waschbottich, der zugleich die Schaltrommel enthält, zweitens eine Schleudervorrichtung
zum Ausscheiden des Wassers und drittens eine Vorrichtung zum Poliren und. Trocknen
des Getreides.
Die Wasch- und Enthülsungsvorrichtung ist derart vereinigt, dafs die im Waschbottich M
laufende Schältrommel T an der Stirnseite, dort, wo das Getreide eintritt, Flügel k hat,
die einen Strudel erzeugen, zum Zweck, die Beimengungen des Getreides von d„en vollwerthigen
Körnern zu trennen. Während die leichten Beimengungen in bekannter Weise nach oben steigen und bei ρ abgeführt werden,
zieht der Strudel der Flügel k die schweren Theile nicht an, die dann abfallen und sich
bei 0 sammeln.
Die zu dieser Art der Trennung der specifisch leichten und schweren Beimengungen
tretende Bearbeitung und Enthülsung unter Wasser ist unter Zusammenwirkung mit dem
nachfolgenden Trocknen und Poliren ganz neu ' und technisch wichtig.
Die Bearbeitung und damit verbundene Enthülsung unter Wasser . entsteht durch die Zusammenwirkung
einer rauhen , aber nicht schneidenden, mit Well- oder Buckelblech belegten
Trommel T, die sich in einer gleichfalls mit rauhem Blech versehenen Mulde M
dreht, wobei keine scharfen und spitzen Flächen vorhanden sein dürfen. Das Getreide wird dabei
unter Druck fortwährend zwischen dem rauhen Blech und den schräg liegenden Flächen gerollt,
gescheuert und somit aus den Hüllen gedrückt. Es ist dabei ziemlich ,gleich, ob die
Trommel . Längsfurchen hat, die gegen die runde Mulde arbeiten, wie gezeichnet, oder ob
die Trommel in der Rundung mit rauhem Blech belegt ist, das gegen keilförmige Furchen
■ in der Mulde arbeitet. Es ist immer dieselbe Wirkung, ähnlich der Bewegung der Finger
beim Mandelschnipsen.
Das Wasser, das kalt, aber auch gewännt sein kann, wird bei q zugeführt und bei ρ abgeleitet,
wobei alles vom Getreide Abgetrennte mitgenommen wird. '
Am Ende der Schältrommel ist ein kleiner Elevator, eine Steigschnecke oder ähnliche Vorrichtung
anzubringen, die das Getreide aus dem Wasser nimmt und der Schleudervorrichtung zuführt.
Diese kann aus einem waagrechten oder senkrechten Schlägerwerk S bestehen, das gegen
einen gelochten, stillstehenden oder sich langsam drehenden Mantel C arbeitet, durch den
das Wasser entweicht.
Hierauf geht das Getreide zur Polirvorrichtung, die ganz ähnliche Anordnung wie die
Enthülsungsvorrichtung hat. Auch hier dreht sich eine rauhe, mit keilartigen Furchen versehene
Trommel G in einer mit rauhem Blech belegten Mulde H, wobei das Getreide in der
Drehrichtung in die Luft geworfen und vom Wind, den ein Sauglüfter χ erzeugt, bestrichen
wird.
Die Fortbewegung des ununterbrochen einlaufenden Getreides geschieht durch Leitflächen
sowohl in dem Enthülsungsbottich als auch in der Polirvorrichtung. Es entsteht dadurch
ein schraubenartiges Fortbewegen des Getreides vom Einlauf bis zum Ende der Trommeln.
Diese Beförderung kann gesteigert oder ganz ersetzt werden, indem die Längsfurchen der
Trommeln oder Mulden schräg zur Mittelachse zu liegen kommen, wie bei G gezeichnet ist.
Zum Zweck besseren Trocknens und Polirens kann die Mulde der Polirvorrichtung mit einem
Dampfmantel versehen oder sonst künstlich erwärmt werden, wie auch die Trommel am
Ende mit Bürsten K belegt werden kann.
Der Arbeitsvorgang ist folgender:
Das bei η eintretende Getreide wird im Wasser von dem Strudel, den die Schaufeln k
erzeugen, gefafst und zwischen Trommel T und Mulde M geleitet, wohingegen Steine,
Eisen u. s. w. in den Trog ο fallen, der von Zeit zu Zeit geleert wird. Im Wasser nimmt
die äufsere Umhüllung des Getreides die Feuchtigkeit auf, wird dann zwischen den keilartigen
rauhen Furchen gerieben, gedrückt und so gescheuert, dafs auch Erdklöfse, Mäusedreck,
Schimmel aufgelöst und die Körner bei der wiederholten Bewegung zwischen den rauhen Flächen den durch Wasser ablösbaren
Schmutz, die Holzfasern u. s. w. fahren lassen. Vermöge der Drehrichtung werden Körner und
Abgänge über die Wellenachse nach oben befördert, wobei die leichteren Abgänge mit dem
Schmutzwasser beim Ablauf ρ abschwimmen.
Dieser Vorgang wiederholt sich oftmals, wobei die Körner von den Leitflächen L dem
Ende der Trommel zugeleitet werden, wo ein kleiner Elevator oder dergl. das Getreide aus
dem Wasserbottich . hebt und der Schleudervorrichtung zuführt. Hier wird die Feuchtigkeit
nach Belieben durch Regelung der Geschwindigkeit des Schlägerwerkes entfernt.
Dann geht das Getreide in die Polirvorrichtung über, die ganz ähnlich wie die Enthülsungsmaschine
wirkt, nur mit dem Unterschiede, dafs hier nicht durch Wasser, sondern durch einen Ventilator die feinen Splitterchen
und Abgänge wie auch die feuchte Luft entfernt werden.
Nur die directe Zusammenwirkung der angeführten Arbeitsvorgänge kann die Arbeit des
Waschens, Enthülsens wie auch des mahlfähigen Trocknens in einem Arbeitsgange bewirken,
selbst wenn die einzelnen Arbeitsvorrichtungen räumlich auseinandergezogen wären.
Diese gesammfen Arbeitsvorgänge kommen beim Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und Mais
hauptsächlich in Betracht, sind aber auch auf andere Hülsenfrüchte anwendbar.
Jedoch auch da, wo das Trocknen des Getreides keine Nothwendigkeit ist, wie bei der
Bereitung von Brod aus ganzem Korne, der Bierbrauerei, der Stärkefabrikation u. s. w., ist
dieses neue Verfahren der Enthülsung und Entfernung des Schmutzes unter Wasser mit nachfolgendem
Trocknen und Poliren von grofsem Werthe.
Claims (1)
- Pa tent-Anspruch:Verfahren zum Schälen von Getreide unter Wasser mit sich anschliefsendem Trocknen und Poliren, dadurch gekennzeichnet, dafs das Getreide unter Wasser durch Drücken und Rollen zwischen einem gerauhten Schälmantel und einer mit sägezahnartigen Längsrippen versehenen Trommel (oder umgekehrt) von den Schalen befreit wird, um dann ausgeschleudert und in einer der obigen Schälvorrichtung gleichen, aber mit heizbarem Mantel versehenen Vorrichtung getrocknet und polirt zu werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE106931C true DE106931C (de) |
Family
ID=377045
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT106931D Active DE106931C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE106931C (de) |
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