DE1069312B - - Google Patents

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DE1069312B
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K13/00Welding by high-frequency current heating
    • B23K13/04Welding by high-frequency current heating by conduction heating
    • B23K13/043Seam welding
    • B23K13/046Seam welding for tubes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Induction Heating (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Widerstands-Längsnaht-Schweißen von Rohren oder sonstigen Metallgegenständen Die Erfindung bezieht sich auf das Schweißen von Rohren oder sonstigen Metallgegenständen mit Hilfe von Hochfrequenzstrom.
  • Es sind bereits Verfahren und Vorrichtungen zum Schweißen von Rohren in einer Längsnaht vorgeschlagen worden, bei denen das Schweißen erfolgt, während das Rohr durch eine Rohrwalze vorwärts bewegt wird. Hierbei wird der Hochfrequenzstrom zwei gegenüber dem Rohr gleitbaren oder drehbaren Kontakten zugeführt, die auf beiden Seiten des in dem Rohr befindlichen Längsspaltes auf dem Rohrmetall kurz vor der Stelle angeordnet sind, an der der Spalt geschlossen und zugeschweißt wird. Hierdurch wird dem Hochfrequenzstrom ermöglicht, einen Durchflußweg niedrigster Reaktanz zu finden, der von dem einen der Kontakte an der Kante des V-förmigen Längsspaltes entlang zu dem Schweißpunkt und von diesem an der anderen Längskante des Spaltes zurück zu dem zweiten Kontakt führt, wobei der Stromfluß im wesentlichen auf die Schweißkanten beschränkt wird. Zur weiteren Konzentration des Stromes auf diese Kanten und um zu vermeiden, daß ein wesentlicher Stromfluß in der Umfangsrichtung über den dem Spalt gegenüberliegenden Teil des Rohres eintritt, ist ferner vorgeschlagen worden, innerhalb des zu schweißenden Rohres magnetische Mittel oder Elemente anzuordnen, die bewirken, daß die Reaktanz bzw. der Widerstand gegen solche in der Umfangsrichtung auftretende Stromwege in hohem Maße gesteigert wird.
  • Diese bereits vorgeschlagenen Verfahren und Vorrichtungen sind zwar gut geeignet, um entweder eiserne Rohre bzw. Rohre aus eisenhaltigem Metall oder Rohre aus Nichteisenmetall bei Anwendung einer verhältnismäßig geringen Energie schnell zu schweißen, es tritt jedoch in einigen Fällen bei diesen Verfahren leicht eine schwache Lichtbogenflamme am Schweißpunkt auf, wodurch es entweder durch den Lichtbogen oder durch das magnetoelektrische Hochfrequenzfeld,'das unmittelbar am Schweißpunkt entsteht. vorkommen kann, daß kleine Metallteilchen des Rohrmetalls ausgestoßen werden. Außerdem hat sich bei den bereits vorgeschlagenen Verfahren ergeben, daß sich die Lage des Schweißpunktes, d. h. sein Abstand von den Kontakten ändern kann, wodurch Temperaturunterschiede am Schweißpunkt und demgemäß Unterschiede in der Gleichmäßigkeit der Schweißung verursacht werden.
  • Es ist ferner beim Widerstands-Längsnaht-Schweißen von Rohren oder anderen Hohlkörpern mit Strom niedriger Frequenz bekannt, von einer Hauptelektrode einen Teilstrom abzuzweigen, welcher zum Vorwärmen der Schweißkanten dient, und den anderen Teilstrom einer Nachwärmelektrode zuzuführen. Der Strom wird dabei den zu verschweißenden Rändern einer geschlossenen Fuge durch Rollenelektroden zugeführt, mit denen gemeinsam je eine Vor- und Nachwärmrolle auf der Schweißnaht entlanggeführt werden.
  • Weiterhin ist es beim Längsschweißen von Rohren bekannt, beiderseits der Schweißkanten und von einer Zone in axialer Richtung gegenläufige Ströme »passender Frequenz« anzuwenden, wobei die Stromkreise durch Kontaktglieder über die Schweißnaht geschlossen sind. Indessen werden die Stromkreise hier induktiv erzeugt.
  • Schließlich ist auch die Ausnutzung des Skin-Effektes von Hochfrequenzströmen beim Widerstandsschweißen bekannt.
  • Die vorliegende Erfindung geht demgemäß von einer Vorrichtung zum Widerstands-Längsnaht-Schweißen von Rohren oder sonstigen Metallgegenständen mit längs der offenen Schweißkanten gegensinnig verlaufendem Schweißstrom und zur Zuleitung des Schweißstromes dienenden Kontakten aus, die beiderseits des offenen Spaltes an einer vor der Schweißstelle liegenden Stelle angeordnet und an eine Hochfrequenzquelle mit einer Frequenz in der Größenordnung von 100 000 Hertz oder darüber angeschlossen sind. Gemäß der Erfindung bestehen die wesentlichen Merkmale einer solchen Vorrichtung darin, daß zur überleitung des Schweißstromes kurz vor dem Schweißpunkt ein den dort noch offenen Rohrspalt überbrückendes Kontaktglied angeordnet ist. Hierdurch wird zunächst die Anwendung von Hochfrequenz mit Skin-Effekt bei Vermeidung der Labilität der Strombahn am Umkehrpunkt infolge zu diesem hin schnell steigender Induktivität ermöglicht. Außerdem wird durch die hierdurch erreichte Stromführung verhindert, daß an dem Schweißpunkt selbst ein wesentlicher Stromfluß stattfindet, und erreicht, daß der unmittelbar an diesen Punkt angrenzende Bereich von Wirkungen eines stärkeren elektromagnetischen Feldes frei bleibt. Der Stromweg für den Heizstrom verläuft dabei von dem einen Zuleitungskontakt an oder dicht an der einen Kante des V-förmigen Spaltes entlang bis zu einer vor dem Schweißpunkt gelegenen Stelle, wo er dann durch das den dort noch offenen Spalt überbrückende Kontaktglied nach der anderen Seite übergeleitet und zu dem zweiten Kontakt der Hochfrequenzstromquelle zurückgeführt wird. Die Schweißkanten werden auf diese Weise schnell und bis zum Schweißpunkt fortschreitend erhitzt, wobei die größte Temperatur kurz vor dem Schweißpunkt erreicht wird.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann zur Bildung eines von den Zuleitungs- oder Hauptkontakten abgezweigten Vorwärmstromes im Abstand vor diesen Kontakten ein den offenen Rohrspalt überbrückendes Kontaktglied angeordnet sein. Dadurch, daß von den Hauptkontakten der Vorwärmstrom in an sich bekannter Weise abgezweigt wird, ist es ohne Beeinträchtigung des Grades der Erhitzung an dem Schweißpunkt möglich, die zur Enderhitzung erforderliche Zeit zu verkürzen, da die Schweißkanten, bevor sie an die Hauptkontakte gelangen, durch den zum Endheizstrom parallelen Vorwärmstrom weitgehendst vorgewärmt werden. Das Verhältnis der Größe des Weges des Vorwärmstromes zu der Länge <les Weges des Endheizstromes kann dabei durch Veränderung der gegenseitigen Stellung der verschiedenen Kontakte geändert und hierdurch der Grad der Z'orwärmung und der Enderhitzung gegenseitig abgestimmt werden.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung der in der Zeichnung als bevorzugte Ausführungsformen dargestellten Beispiele. Es zeigt Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung in schaubildlicher Ansicht, Fig.2 eine ähnliche Darstellung von Teilen nach Fig. 1 in etwas abgeänderter Form, Fig. 3 eine Draufsicht auf ein durch eine Rohrwalze gehendes Rohr mit einer anderen Kontaktanordnung. Nach Fig. 1 wird eine Rohrlänge 10, die einen Längsspalt 11 aufweist, in der angedeuteten Pfeilrichtung durch eine Rohrwalze zwischen den Rollen 12. 13 vorwärts bewegt, die das Rohr so zusammendrücken, daß der Längsspalt 11 an der Schweißstelle geschlossen wird. An dem Rohr sind zwei Zuleitungskontakte 14 und 15 vorzugsweise gleitbar angebracht, von denen je ein Kontakt auf jeder Seite des Spaltes 11 an oder dicht an der Spaltkante angeordnet ist. Die gleitbare Anordnung der Kontakte 14, 15 ist aber nicht unbedingt erforderlich. Die Kontakte 14, 15 li-#innen durch beliebige, nicht dargestellte Mittel ein-#aellbar sein und sind gegeneinander isoliert. Vorzugstveise enthalten sie jeweils Hohlräume, wie sie z. B. hei 16 dargestellt sind und die zur Aufnahme von Wasser oder einer anderen Kühlflüssigkeit dienen, die die Hohlräume in ständigem Strom in der angedeut-ten Pfeilrichtung durchströmt. Die Kontakte 14, 15 sind ferner, wie in der Zeichnung dargestellt, jeweils an die beiden Klemmen einer Hochfrequenzstromc.z:elle angeschlossen. Vorzugsweise besitzt der Strom eine Frequenz von 300 000 oder 400 000 Hertz oder mehr; es können aber auch Frequenzen von 100 000 Hertz verwendet werden.
  • Etwas vor der Stelle, an der der Spalt 11 geschlossen und zugeschweißt wird, ist ein elektrisch leitendes Kontaktglied, vorzugsweise in Form einer Rolle 17 angeordnet, die mit Ringflanschen 18 und 19 od. dgl. versehen ist und über diese Flansche mit dem Metall des Rohres beiderseits des Spaltes 11 in Berührung steht. Vorzugsweise sind die Ringflansche 18 oder 19 oder deren Äquivalente derart angeordnet, daß sie von dem heißen Metall oder wenigstens von den heißesten Stellen beiderseits des Spaltes einigen Abstand haben. so daß sie mit geschmolzenem Metall nicht unmittelbar in Berührung kommen und nicht gekühlt zu werden brauchen.
  • Die Schweißstelle, d. h. der Punkt, an dem die Spaltränder zusammengepreßt und miteinander verschweißt werden, kann dicht hinter dem Kontaktglied 17 liegen. Sie ist aus Fig. 1 nicht ersichtlich, da sie durch das Glied 17 verdeckt ist.
  • Das rollenartige Kontaktglied 17 kann an einem Gabelkopf 21 gelagert sein, der von einem Kragarm 22 getragen wird, der vorzugsweise etwas federnd ausgebildet ist, so daß das Kontaktglied 17 nach unten gegen das Rohr gedrückt wird. Der Kragarm 22 kann vorzugsweise z. B. mittels Schrauben und Schlitze 23, 24 sowohl senkrecht zur Bewegungsbahn des Rohres als auch in dieser Bewegungsbahn einstellbar sein.
  • Bei der bisher beschriebenen Vorrichtung ergibt sich ein Stromweg für den Hochfrequenzstrom, der von der Stromquelle über den Kontakt 14 entsprechend der gestrichelten Linie 25 an der einen Kante des V-förmigen Spaltes 11 entlang zu dem Ringflansch 19, dann über den anderen Ringflansch 18 des Kontaktgliedes 17 an der anderen Kante des V-förmigen Spaltes entlang entsprechend der gestrichelten Linie 26 zurück zu dem Kontakt 15 und von da zur Stromquelle führt.
  • In dem Rohr 10 sind, wie bereits früher vorgeschlagen, magnetkernartige Glieder. z. B. eine Mehrzahl von Stangen 27, in geeigneter Weise angeordnet, die durch beliebige Mittel in ihrer Lage gehalten werden und z. B. aus einer Mischung aus gesintertem magnetischem Oxyd und Isoliermaterial bekannter Art mit niedrigem Verlustfaktor und hohem räumlichen Leitwiderstand (z. B. aus dem unter der Bezeichnung »Ferramic« bekannten Material der General Ceramic & Steatite Corp.) bestehen. Die kernartigen Glieder können jedoch auch aus einem beliebigen anderen Material bestehen, das eine größere, vorzugsweise eine wesentlich größere Permeabilität (mü) als 1 aufweist und in dem Wirbelstromverluste im Höchstmaß vermieden sind. So können sie z. B. aus geschichteten Blechkernen bestehen, wie sie oft als magnetisches Kernmaterial für elektrische Apparate verwendet werden. Diese magnetischen Kernglieder erstrecken sich in dem Rohr vorzugsweise von einer vor den Kontakten 14 und 15 gelegenen Stelle bis zu einer Stelle, die hinter oder dicht hinter der Schweißstelle liegt. Sie bewirken, daß die Induktivität für den Stromweg von dem einen Kontakt zu dem anderen über den Umfang des Rohres etwa 8- bis 10mal vergrößert wird. Infolgedessen wird der Stromfluß zwischen den Kontakten 14, 15 und dem Kontaktglied 17 entlang den Rändern des V-förmigen Spaltes 11 in einem solchen Grade gesteigert, daß die Stromkonzentration entlang den durch die gestrichelten Linien 25, 26 dargestellten Wegen wesentlich vergrößert wird. so daß das Rohr mit größerer Geschwindigkeit durch die Rohrwalze hindurchgehen und geschweißt werden kann.
  • Zur an sich bekannten Vorwärmung der Ränder des Rohrspaltes vor Erreichen der Kontakte 14, 15 wird, wie in Fig. 1 dargestellt ist, ein zusätzliches Kontaktglied 30 zwischen den Randflächen des Spaltes 11 angeordnet, das diese Flächen an einer etwas vor den Zuleitungs- oder Hauptkontakten 14, 15 liegenden Stelle miteinander verbindet. Auf diese Weise wird der von der Hochfrequenzstromquelle kommende Strom auf zwei Wege verteilt, von denen der eine Stromweg, wie oben beschrieben, den gestrichelten Linien 25, 26 folgt und der andere Weg entsprechend den gestrichelten Linien 32 und 33 verläuft. Dieser zweite Weg führt z. B. von dem Kontakt 14 entlang der Linie 32 zu dem Kontakt 30 und von dort zurück über die gestrichelte Linie 33 zu dem Kontakt 15. Es ist zu bemerken, daß das die beiden gegenüberliegenden Randflächen des Spaltes 11 berührende Kontaktglied 30 gewährleistet, daß ein Teil des zum Vorwärmen dienenden Stromes die ebenen Flächen entlangströmt, die miteinander zu verschweißen sind.
  • Damit der Anteil des Stromes, der zum Vorwärmen dient, im Verhältnis zu dem Stromanteil, der, wie oben beschrieben, zum endgültigen Erhitzen dient, geändert werden kann, kann die Längsstellung der Kontakte 14, 15 gegenüber den Kontaktgliedern 17 und 30 so eingestellt werden, daß entweder der eine oder der andere Stromweg größer wird und eine größere Reaktanz aufweist und damit einen geringeren Stromanteil erhält.
  • In Fällen, in denen eine Vorwärmung in der oben beschriebenen Weise nicht gewünscht ist, kann das Kontaktglied 30 leicht weggenommen werden. Das Kontaktglied 30 kann ferner vorzugsweise mit einem Hohlraum 34 zur Aufnahme einer zirkulierenden Kühlflüssigkeit versehen sein.
  • Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Erfindung sind Hauptkontakte 14' und 15' angeordnet, die in ihrer Ausbildung und ihrem Zweck den Hauptkontakten 14, 15 nach Fig. 1 entsprechen; das Kontaktglied 17' ist jedoch statt in Form einer Rolle wie in Fig. 1 als Gleitglied ausgebildet, das die gegenüberliegenden Ränder des Spaltes 11' etwas vor dem Schweißpunkt w berührt. Die das Rohr gleitbar berührenden Teile des Kontaktgliedes 17' sind, wie Fig. 2 zeigt, von den Spaltkanten etwas zurückgesetzt, leiten aber dennoch den Strom entlang den Wegen 25' und 26'. Wie ersichtlich ist, kann auch das Kontaktglied 17', falls erforderlich, mit einem Durch- t laß 35 für eine Kühlflüssigkeit versehen sein.
  • Wie das Kontaktglied 17 bei der Ausführungsform nach Fig. 1 dient das Kontaktglied 17' nach Fig. 2 zur Verbindung der Stromwege 25', 26' kurz vor dem Schweißpunkt w, so daß vor dem Schweißpunkt w eine ; maximale Erhitzung der Spaltränder erfolgt und kein Strom bzw. kein wesentlicher Strom sowie kein elektromagnetisches Feld oder keine Bogeneffekte am Schweißpunkt auftreten.
  • Wenn bei der Ausführungsform nach Fig.2 eine f Vorwärmung erfolgen soll, so kann ein Kontaktglied 30' angeordnet werden, das mit zwei unteren Schleifteilen auf den gegenüberliegenden Rändern des Rohrspaltes 11' aufsitzt und für den Vorwärmstrom den durch die gestrichelten Linien 32', 33' dargestellten f Stromweg ergibt. An Stelle des Kontaktgliedes 30' kann auch ein der Fig. 1 entsprechendes Kontaktglied 30 verwendet werden. Die Art des Vorwärmkontaktgliedes 30 oder 30' ist unabhängig davon, ob ein Brückenkontaktglied 17 oder 17' angewendet wird. 7 Zur Erläuterung der Ausführungsform der Erfindung nach Fig. 3 ist in dieser Figur ein durch eine Rohrwalze vorbewegtes Rohr 40 gezeigt, wobei die Rohrwalze mit Druckrollen 41, 42 versehen ist, um den Rohrspalt zu schließen, bevor er an den Schmelzpunkt w gelangt. In der Pfeilrichtung hinter diesen Druckrollen wird der Spalt durch ein in ihn eingreifendes Spreizglied 45 geöffnet und anschließend durch weitere Druckrollen 43, 44 am Schweißpunkt w oder in der Nähe desselben wieder geschlossen. Bei dem Spreizglied 45 sind zwei Kontakte 46, 47 angeordnet, die in ihrer Ausbildung und ihrem Zweck den Kontakten 14, 15 nach Fig. 1 entsprechen. Ferner ist ein Kontaktglied 48 angeordnet, dessen Ausbildung und Zweck entweder dem Kontaktglied 17' nach Fig. 2 oder dem Kontaktglied 17 nach Fig. 1 entsprechen kann. Das Spreizglied 45 kann aus verschleißfestem Isoliermaterial bestehen.
  • Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ergibt sich ein Vorwärmstrom, der dem durch die gestrichelten Linien 49, 50 dargestellten Weg folgt, und ein Strom für die Enderhitzung, der den gestrichelten Linien 51, 52 entlanggeht, d. h., der Vorwärmstrom fließt frei von dem Kontakt 46 an der Kante des durch das Spreizglied 45 geöffneten Spaltes nach hinten bis zu dem Punkt 53, an dem der Spalt noch geschlossen ist, und von dort an der anderen Kante des Spaltes zurück nach dem Kontakt 47. Wenn die Kontakte 46, 47, wie in Fig. 3 dargestellt, dem Kontaktglied 48 etwas näher liegen als dem Punkt 53, so hat der Vorwärmstrom einen größeren Weg und eine größere Reaktanz als der dem Weg 52,53 folgende Strom, so daß der Vorwärmstrom, wie erwünscht, etwas schwächer als der Endheizstrom ist, durch den die Spaltkanten auf Schweißtemperatur erhitzt werden, wenn sie an dem Kontaktglied 48 ankommen.
  • Auch bei der Anordnung nach Fig. 3 können gegebenenfalls Magnetkernglieder entsprechend den Gliedern 27 nach Fig. 1 angewendet werden.
  • Bei allen Anwendungs- und Ausführungsformen der Erfindung können ferner die Kontakte 14, 15 bzw. 14', 15' und 46, 47, falls es erwünscht erscheint, in den Rohrspalt eingreifen und als Schleifkontakte an den gegenüberliegenden Spaltkanten anliegen.
  • Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen und dargestellten besonderen Ausführungsformen beschränkt. Diese können vielmehr mancherlei Änderungen erfahren, ohne den durch die nachfolgenden Ansprüche gegebenen Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Claims (11)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Widerstands-Längsnaht-Schweißen von Rohren oder sonstigen Metallgegenständen mit längs der offenen Schweißkanten gegensinnig verlaufendem Schweißstrom und zur Zuleitung des Schweißstromes dienenden Kontakten, die beiderseits des offenen Spaltes an einer vor der Schweißstelle liegenden Stelle angeordnet und an eine Hochfrequenzquelle mit einer Frequenz in der Größenordnung von 100000 Hertz oder darüber angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß zur Überleitung des Schweißstromes (25, 26 bzw. 25', 26' bzw. 51, 52) kurz vor dem Schweißpunkt (w) ein den dort noch offenen Rohrspalt (11, 11') überbrückendes Kontaktglied (17, 17' oder 48) angeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vor dem Schweißpunkt (w) angeordnete Kontaktglied als drehbare Rolle (17) mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Ringflanschen (18, 19) ausgebildet ist, die sich in geringem Abstand von den Spalträndern auf die Rohrwandung beiderseits des Spaltes (il) auflegen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vor dem Schweißpunkt (w) angeordnete Kontaktglied als Schleifkontakt (17') mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Kontaktflächen ausgebildet ist, die sich in geringem Abstand von den Spalträndern auf die Rohrwandung beiderseits des Spaltes (11') auflegen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rollkontaktglied (17) senkrecht zur Rohrwandung und in dessen Längsrichtung einstellbar ist.
  5. 5. Vorrichtung insbesondere nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zurBildung eines von denZuleitungs-oder Hauptkontakten (14, 15 bzw. 14', 15') abgezweigten Vorwärmstromes (32, 33 bzw. 32', 33') im Abstand vor den Zuleitungs- oder Hauptkontakten ein den offenen Rohrspalt (11, 11') überbrückendes Kontaktglied (30, 30') angeordnet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Bildung des Vorwärmstromes dienende Kontaktglied durch einen in den offenen Rohrspalt (11) eingreifenden Schleifkontakt (30) gebildet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Bildung des Vorwärmstromes dienende Kontaktglied als Kontaktbrücke (30') ausgebildet ist, die sich mit zwei Schleifkontaktflächen von außen auf die Rohrwandung beiderseits des Spaltes (11') auflegt. B.
  8. Vorrichtung insbesondere nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zurBildung eines von denZuleitungs-oder Hauptkontakten (46,47) abgezweigten Vorwärmstromes (49, 50) im Abstand vor den Hauptkontakten Druckrollen (41, 42) angeordnet sind, die die Rohrwandung zusammenpressen und den Rohrspalt an dem gewünschten Endpunkt (53) des Vorwärmstromes (49, 50) elektrisch leitend schließen.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch ein kurz vor den Hauptkontakten (46, 47) hinter den Druckrollen (41, 42) angeordnetes, elektrisch isolierendes Spreizglied (45), das den geschlossenen Spalt im Anschluß an den Endpunkt (53) wieder öffnet.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptkontakte (14, 15 bzw. 14', 15' bzw. 46, 47) sowie die Kontaktglieder (17', 30, 30') mit Durchlässen (16, 34, 35) für eine Kühlflüssigkeit versehen sind.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den Hauptkontakten (14, 15 bzw. 14', 15' bzw. 46,47) und dem zur Bildung des Vorwärmstromes dienenden Kontaktglied (30,30') sowie gegebenenfalls auch dem vor dem Schweißpunkt (w) angeordneten Kontaktglied (17, 17', 48) zur gegenseitigen Abstimmung des Grades der Vorwärmung und/oder der Enderhitzung veränderlich ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 680190; USA.-Patentschriften Nr. 2 647 981, 2 086 305.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1206105B (de) * 1964-01-22 1965-12-02 Siemens Ag Verfahren zum induktiven Nahtschweissen von Rohren

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US2086305A (en) * 1931-08-07 1937-07-06 Frank L Sessions Apparatus for electric welding
DE680190C (de) * 1937-07-15 1939-08-24 Heinrich Trunkwalter Vormals R Aus flachen Verbindungsleitern gebildete Stromzufuehrung fuer elektrische Widerstandsschweisseinrichtungen fuer Rohre und andere Hohlkoerper
US2647981A (en) * 1947-12-08 1953-08-04 Woegerbauer Alfred Electrical butt seam welding or cutting process and apparatus for carrying out said process

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