DE10353991A1 - Elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung - Google Patents

Elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung Download PDF

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DE10353991A1 DE2003153991 DE10353991A DE10353991A1 DE 10353991 A1 DE10353991 A1 DE 10353991A1 DE 2003153991 DE2003153991 DE 2003153991 DE 10353991 A DE10353991 A DE 10353991A DE 10353991 A1 DE10353991 A1 DE 10353991A1
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Abstract

Eine elektrisch betätigte Lenradschlosseinrichtung, die einen Verriegelungsbolzen, welcher zwischen einer herausgeschobenen Position, bei der eine Lenkachse verriegelt ist, und einer zurückgezogenen Position, bei der die Lenkachse entriegelt ist, beweglich ist, und ein Nockenteil aufweist, welches durch einen elektrischen Motor gedreht wird, um den Verriegelungsbolzen zu betätigen, ist ferner versehen mit einem Drehblockiermittel, welches elektrisch angetrieben ist, und welches, wenn der Verriegelungsbolzen sich in der zurückgezogenen Position befindet, mit einem ersten Eingriffsabschnitt in Eingriff steht, der in dem Nockenteil gebildet ist, um ein Drehen des Nockenteils zu blockieren; und einem Haltemittel zum Halten der Drehblockiermittel in einem Zustand, in dem ein Drehen des Nockenteils blockiert ist. Bei der elektrisch betätigten Lenkradschlosseinrichtung wird die Lenkachse nicht während eines Fahrens eines Fahrzeugs verriegelt, selbst wenn ein elektrisch betätigtes Bauteil infolge einer Störung oder dergleichen eine Fehlfunktion hat.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrisch betätigten Lenkradschlosseinrichtung, welche davor geschützt ist, dass die Lenkachse verriegelt wird, selbst wenn eine Fehlfunktion in einem elektrisch betätigten Bauteil infolge von Störungen bzw. Rauschen oder dergleichen auftritt.
  • Herkömmlicherweise ist eine elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung, wie sie zum Beispiel in der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 2002–234419 offenbart ist, derart ausgebildet, dass ein Verriegelungsbolzen (Verriegelungsstift) von einer mit einem elektrischen Motor gekoppelten Nockenscheibe angetrieben wird, so dass der Verriegelungsbolzen in Richtung einer Lenkachse hinausgeschoben wird, um mit der Lenkachse in Eingriff zu gelangen und auf diese Weise zu verriegeln. Ferner wird mit einem ausgehöhlten Eingriffsabschnitt, der in der Nockenscheibe gebildet ist, ein Kolben eines Solenoids mit dem ausgehöhlten Eingriffsabschnitt in Eingriff gebracht, so dass, selbst wenn der elektrische Motor eine Fehlfunktion hat, der Verriegelungsbolzen durch Abhalten der Nockenscheibe an einem Drehen durch ein Festhalten mit dem Kolben vor einem Herausspringen gehindert wird.
  • Jedoch bestand in dieser elektrisch betätigten Lenkradschlosseinrichtung ein derartiges Problem, dass, wenn das Solenoid oder der elektrische Motor infolge von Störungen bzw. Rauschen oder dergleichen während des Fahrens bzw. Laufens eines Fahrzeugs simultan angetrieben werden, das Solenoid den Kolben einziehen kann, so dass sein Eingriff mit der Nockenscheibe gelöst wird, wobei zu diesem Zeitpunkt des Lösens der elektrische Motor sich dreht, um den Verriegelungsbolzen gegen die Lenkachse zu verschieben, um auf diese Weise die Lenkachse zu verriegeln.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung wurde in Anbetracht dieser und weiterer Probleme des Standes der Technik gemacht, wobei ein Ziel der vorliegenden Erfindung darin besteht, eine elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung bereitzustellen, welche den Verriegelungsbolzen vor einem Herausschieben schützt, selbst wenn elektrische Ströme durch den elektrischen Motor und das Solenoid zur selben Zeit fließen, mittels einer Anordnung, wobei ein hervorstehendes Blockiermittel, wie zum Beispiel ein Solenoid oder dergleichen, zum Blockieren des Hervorschiebens des Verriegelungsbolzens vor Fehlfunktionen geschützt ist, selbst wenn ein elektrischer Strom durch das hervorgeschobene Blockiermittel während eines Fahrens bzw. Betriebs fließt.
  • Um das oben genannte Ziel zu erreichen, sieht die vorliegende Erfindung eine elektrische betätigte Lenkradschlosseinrichtung vor, die einen Verriegelungsbolzen, welcher zwischen einer herausgeschobenen Position, bei der eine Lenkachse verriegelt ist, und einer zurückgezogenen Position, bei der die Lenkachse entriegelt ist, beweglich ist, und ein Nockenteil aufweist, welches durch einen elektrischen Motor gedreht wird, um den Verriegelungsbol zen zu betätigen, wobei die elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung ferner aufweist: Ein Drehblockiermittel, welches elektrisch angetrieben ist, und welches, wenn der Verriegelungsbolzen sich in der zurückgezogenen Position befindet, mit einem ersten Eingriffsabschnitt im Eingriff steht, der in dem Nockenteil gebildet ist, um ein Drehen des Nockenteils zu blockieren; und Haltemittel zum Halten der Drehblockiermittel in einem Zustand, in dem ein Drehen des Nockenteils blockiert ist.
  • Mit dieser Ausbildung wird, selbst wenn elektrische Ströme gleichzeitig sowohl durch den elektrischen Motor als auch das Drehblockiermittel infolge von Störungen bzw. Rauschen oder dergleichen geflossen sind, so dass das Nockenteil und die Drehblockiermittel angetrieben werden, das Drehblockiermittel von dem Haltemittel gehalten und so niemals aktiviert. Auf diese Weise kann die Möglichkeit, dass der Verriegelungsbolzen fälschlicherweise hervorgeschoben wird, um die Lenkachse zu verriegeln, zuverlässig ausgeschaltet werden.
  • Ferner kann in der elektrisch betätigten Lenkradschlosseinrichtung gemäß der Erfindung das Nockenteil tätig werden, um den Verriegelungsbolzen in die herausgeschobene Position zu bewegen, wenn der elektrische Motor vorwärts gedreht wird, und um den Verriegelungsbolzen in die zurückgezogene Position zu bewegen, wenn der elektrische Motor rückwärts gedreht wird.
  • Mit dieser Ausbildung wird der Verriegelungsbolzen nicht in die herausgeschobene Position durch die Vorspannkraft einer Feder oder dergleichen betätigt, sondern wird durch das Nockenteil in die herausgeschobene Position bewegt. Daher wird, selbst in dem Fall, dass starke Vibrationen während des Fahrens des Fahrzeugs auf das Drehblockiermittel und das Nockenbauteil einwirken, die außer Eingriff zueinander stehen, der Verriegelungsbolzen niemals fälschlicherweise herausgeschoben, so dass die Sicherheit weiter verbessert werden kann.
  • Ferner kann in der elektrisch betätigten Lenkradschlosseinrichtung gemäß der Erfindung das Haltemittel ein zweiter Eingriffsabschnitt, der auf dem Nockenteil gebildet ist, sein, wobei in einem Zustand, in dem ein Eingriff mit dem zweiten Eingriffsabschnitt durch Rückwärtsdrehen des elektrischen Motors gelöst worden ist, der Verriegelungsbolzen durch Vorwärtsdrehen des elektrischen Motors herausschiebbar ist.
  • Um den Verriegelungsbolzen herauszuschieben, muss in dieser Ausbildung der elektrische Motor einmal rückwärts gedreht werden, bevor der elektrische Motor vorwärts gedreht wird, und dann muss in diesem Zustand der Eingriff zwischen dem Drehblockiermittel und dem Haltemittel gelöst werden. Es gibt keine Möglichkeit, dass Störungen oder Rauschen zu einem derartigen Zeitpunkt auftreten, so dass fehlerhafte Betätigungen des Verriegelungsbolzens mit höherer Zuverlässigkeit verhindert werden können.
  • Ferner kann in der elektrisch betätigten Lenkradschlosseinrichtung gemäß der Erfindung ein Nockenabschnitt des Nockenteils in einer derartigen Weise ausgebildet sein, dass der Verriegelungsbolzen nicht zur selben Zeit des Lösebetriebs betätigt wird, so dass der Eingriff mit dem zweiten Eingriffsabschnitt durch Rückwärtsdrehen des elektrischen Motors gelöst wird.
  • In dieser Ausbildung kann, da es kein Bedürfnis zum Drehen des Verriegelungsbolzens von der zurückgezogenen Position weiter in die zurückgezogene Position gibt, der Arbeitsbereich des Verriegelungsbolzens schmaler gemacht werden, so dass es möglich wird, die elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung zu verkleinern.
  • Ferner kann die elektrische betätigte Lenkradschlosseinrichtung gemäß der Erfindung Verriegelungsbolzenhaltemittel aufweisen zum Halten des Verriegelungsbolzens in der zurückgezogenen Position, während der Verriegelungsbolzen in der zurückgezogenen Position angeordnet wird.
  • Mit dieser Ausbildung kann, selbst wenn das Nockenteil nicht im Eingriff mit dem Verriegelungsbolzen steht, verhindert werden, dass der Verriegelungsbolzen klappert, so dass ungewöhnliche Geräusche infolge von Vibrationen des Verriegelungsbolzens niemals auftreten.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert, wobei gleiche Bezugsziffern sich auf gleiche Teile in den verschiedenen Ansichten beziehen, und wobei
  • 1 eine Schnittansicht von unten ist, welche eine elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt;
  • 2 eine Schnittansicht von vorne entlang der Linie A–A aus 1 ist;
  • 3 eine Schnittansicht von vorne entlang der Linie B–B aus 1 ist;
  • 4 eine Schnittansicht von vorne ist, die einen entriegelten Zustand gemäß 2 zeigt;
  • 5 eine Ansicht von vorne des Rotors aus 2 ist;
  • 6A eine Ansicht von vorne ist, welche das Nockenteil aus 2 zeigt, und 6B eine Seitenansicht von 6A ist;
  • 7 eine Ansicht von vorne ist, welche einen gekoppelten Zustand des Rotors und des Nockenteils aus 2 zeigt;
  • 8A eine Ansicht von oben ist, welche den Schieber aus 3 zeigt, 8B eine Ansicht von vorne von 8A und 8C eine Ansicht von der Seite von 8A ist;
  • 9A eine Ansicht von vorne eines Hauptteils ist, das einen Zustand zeigt, in dem das Nockenteil aus 3 soweit wie möglich zu der entriegelten Seite gedreht worden ist, und 9B eine Ansicht von vorne eines Hauptteils ist, das einen Zustand des Schaltnockens zeigt, der in 1 in dem Zustand aus 9A gezeigt ist; und
  • 10A eine Ansicht eines Hauptteils ist, welcher einen Zustand zeigt, in dem der Schieber und das Nockenteil aus 3 miteinander in Eingriff gebracht worden sind, und 10B eine Ansicht von vorne eines Hauptteils ist, welche einen Zustand des Schaltnockens zeigt, der in 1 im Zustand aus 10A gezeigt ist.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGS-BEISPIELE
  • 1, 2 und 3 zeigen eine elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung eines Ausführungsbeispiels gemäß der vorliegenden Erfindung. Die elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung ist derart ausgebildet, dass sowohl die zwei Verriegelungsbolzen 1, 2, ein elektrischer Motor 3, ein Enduntersetzungszahnrad 4, ein Rotor 5, ein Nockenteil 6, ein Solenoid 7, ein Schieber 8, ein Schaltnocken 9 als auch eine Grundplatte 10 zum Anordnen dieser Bauteile daran, alle innerhalb eines Gehäuses 11 angeordnet und mit einer Abdeckung 12 untergebracht sind.
  • Wie in 2 gezeigt, weist der erste Verriegelungsbolzen 1 einen flachen Rumpfabschnitt 16 auf und auf einer Seite der Lenkachse des Rumpfabschnitts 16 ist ein herausgestrecktes Teil 17 vorgesehen, das nach oben herausragt. Ferner ist auf der anderen Seite der Lenkachse 97 des Rumpfabschnitts 16 ein Lagerloch 18 vorgesehen. Diese erster Verriegelungsbolzen 1 ist drehbar an seinem Lagerloch 18 auf einem Achsenabschnitt 12a gehalten, welcher vorgesehen ist, um von der Abdeckung 12 hervorzustehen. Im Ergebnis ist der erste Verriegelungsbolzen 1 in 2 rechtsseitig unterhalb der Lenkachse 97 angeordnet, um um den Achsenabschnitt 12a drehbar zu sein. Wenn dann der erste Verriegelungsbolzen 1 in eine herausgeschobene Richtung (im Uhrzeigersinn) gedreht wird, wird das daraus hervorstehende Stück 17 von einem Öffnungsabschnitt 12c der Abdeckung 12 nach außen herausgeschoben. Das herausgeschobene hervorstehende Stück 17 wird mit einem aufnehmenden Abschnitt 98 der Lenkachse 97 des Fahrzeugs in Eingriff gebracht, wobei die Lenkachse 97 verriegelt wird.
  • In dem ersten Verriegelungsbolzen 1 ist ein Federhalteloch 20 zum Halten eines Endes einer Verschlussfeder 24, welche ein Verriegelungsbolzenhaltemittel darstellt, an einer unteren Seite des Rumpfabschnitts 16 gebildet. Diese Verschlussfeder 24, welche in ihrer Vorspannrichtung in Abhängigkeit der Position des ersten Verriegelungsbolzens 1 variabel ist, weist ein weiteres Ende auf, das von der Abdeckung 12 gehalten wird. Diese Verschlussfeder 24 spannt den ersten Verriegelungsbolzen 1 in der herausgeschobenen Richtung (im Uhrzeigersinn) vor, wenn der erste Verriegelungsbolzen 1 an einer herausgeschobenen Position (einer in 2 gezeigten Position) positioniert ist, und spannt den ersten Verschlussbolzen 1 in Richtung einer zurückgezogenen Position (entgegen dem Uhrzeigersinn) vor, wenn der erste Verriegelungsbolzen 1 in einer zurückgezogenen Position (einer in 4 gezeigten Position) positioniert ist. Ferner ist an dem ersten Verriegelungsbolzen 1 ein einer Kopplung dienender ausgehöhlter Abschnitt 21 zum Betätigen des später beschriebenen zweiten Verriegelungsbolzens 2 auf einer unteren Seite des hervorstehenden Teils 17 des Rumpfabschnitts 16 gebildet, während eine im wesentlichen bogenförmige Kontaktfläche 22, mit der das später beschriebene Nockenteil 6 in Kontakt gebracht wird, auf einer unteren Seitenfläche des Rumpfabschnitts 16 gebildet ist.
  • Der zweite Verriegelungsbolzen 2 weist einen im wesentlichen U-förmigen, flachen Rumpfabschnitt 25 auf und auf einer Seite einer Lenkachse 97 des Rumpfabschnitts 25 ist ein hervorstehendes Teil 26 vorgesehen, das nach oben hervorsteht, während unterhalb dieses hervorstehenden Teils 26 ein konvexer Kopplungsabschnitt 27 vorgesehen ist, welcher sich in den einer Kopplung dienenden ausgehöhlten Abschnitt 21 des ersten Verriegelungsbolzens 1 erstreckt, um damit in Eingriff gebracht zu werden. Ferner ist auf einer Seite der Lenkachse 97 des Rumpfabschnitts 25 ein Lagerloch 28 gebohrt. Der zweite Verriegelungsbolzen 2 ist schwenkbar an seinem Lagerloch 28 an einem Achsabschnitt 12b gehalten, der derart ausgebildet ist, um von der Abdeckung 12 hervorzustehen. Auf diese Weise ist der zweite Verriegelungsbolzen 2 drehbar an einer Position gegenüber dem ersten Verriegelungsbolzen 1 mit der dazwischen angeordneten Lenkachse 97 angeordnet, so dass der konvexe Kopplungsabschnitt 97 mit dem einer Kopplung dienenden ausgehöhlten Abschnitt 21 des ersten Verriegelungsbolzens 1 im Eingriff ist, wodurch der zweite Verriegelungsbolzen 2 mit dem ersten Verriegelungsbolzen 1 verriegelt wird. Dann wird, wenn der erste Verriegelungsbolzen in die hervorstehende Richtung gedreht wird, der zweite Verriegelungsbolzen 2 gemeinsam in die hervorstehende Richtung gedreht, so dass das hervorstehende Teil 26 des zweiten Verriegelungsbolzens 2 aus dem Öffnungsabschnitt 12c der Abdeckung 12 gleichzeitig mit dem hervorstehenden Teil 17 des ersten Verriegelungsbolzens 1 herausgeschoben wird. Das herausgeschobene hervorstehende Teil 26 wird zusammen mit dem hervorstehenden Teil 17 des ersten Verriegelungsbolzens 1 mit dem aufnehmenden Abschnitt 98 der Lenkachse 97 des Fahrzeugs in Eingriff gebracht, wodurch die Lenkachse 97 verriegelt wird.
  • Der elektrische Motor 3, der durch nicht dargestellte Leitungen gespeist wird, die in dem Gehäuse 11 liegen, wird durch eine innere Steuerschaltung 60 vorwärts und rückwärts drehend angetrieben. Der in den 1 und 2 gezeigte elektrische Motor 3 bewirkt auch, dass das Enduntersetzungszahnrad 4 über einen Drehmechanismus 31 gedreht wird. Dieser Drehmechanismus 31 weist auf: eine Schnecke 33, die in einer Antriebsachse des elektrischen Motors 3 eingebaut ist, ein Schneckenrad 34 mit großem Durchmesser, das mit der Schnecke 33 in Eingriff zu bringen ist, und ein koaxiales Zahnrad 36 mit kleinem Durchmesser, das integral mit einer Drehachse 35 des Schneckenrades 34 vorgesehen ist. Das Zahnrad 36 mit kleinem Durchmesser ist mit einem Segmentzahnrad 38 in Eingriff zu bringen, das auf dem äußeren Umfang des Enduntersetzungszahnrads 4 gebildet ist. Im Ergebnis wird, wenn der elektrische Motor 3 vorwärts gedreht wird, das Zahnrad 36 mit kleinem Durchmesser entgegen dem Uhrzeigersinn in 2 gedreht. Wenn das Zahnrad 36 mit kleinem Durchmesser entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird, wird das Enduntersetzungszahnrad 4 im Uhrzeigersinn gedreht. Umgekehrt wird, wenn der elektrische Motor 3 rückwärts gedreht wird, das Zahnrad 36 mit kleinem Durchmesser im Uhrzeigersinn in 2 gedreht, so dass das Enduntersetzungszahnrad 4 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird.
  • Das Enduntersetzungszahnrad 4, das in einer im wesentlichen fächerartigen Form gebildet ist, wobei das Segmentzahnrad 38 auf seinem äußeren Umfang gebildet ist, ist innerhalb eines ausgehöhlten Gehäuseabschnitts 12d untergebracht, der in der Abdeckung 12 durch eine Platte 84 gebildet ist, welche ein Deckelteil darstellt, so dass das Enduntersetzungszahnrad 4 in dem ausgehöhlten Gehäuseabschnitt 12d gedreht werden kann. Ein im wesentlichen D-förmiges Kopplungsloch 39 ist in einem Zentrum des Enduntersetzungszahnrads 4 gebildet und ein Kopplungsabschnitt 40 des Rotors 5, welcher ein Kopplungsteil ist, ist in dieses Kopplungsloch 39 eingepasst und dabei mit dem Enduntersetzungszahnrad 4 gekoppelt. Dann werden dieses Enduntersetzungszahnrad 4 und der Rotor durch eine Achse 45 drehbar gehalten, welche sich durch ein Achseneinschubloch 41 erstreckt, das an einem Drehmittelpunkt des Rotors 5 vorgesehen und teilweise in einem im wesentlichen D-förmigen Querschnitt gebildet ist. Die Achse 45 hat einen oberen Endabschnitt 46, der einen im wesentlichen D-förmigen Querschnitt aufweist, einen Drehabschnitt 47, der einen kreisförmigen Querschnitt aufweist, einen Anschlussabschnitt 48, der einen im wesentlichen D-förmigen Querschnitt aufweist, und einen hinteren Endabschnitt 49, der einen kreisförmigen Querschnitt aufweist, wenn man von der Oberseite gemäß 1 ausgeht. In dieser Achse 45 sind der Drehabschnitt 47 und der hintere Abschnitt 49, welche im Querschnitt kreisförmig sind, jeweils drehbar auf der Grundplatte 10 und der Platte 84 gelagert, so dass die Achse 45 selber drehbar gelagert ist. Ferner wird der Anschlussabschnitt 48 der Achse 45 in dem Achseneinschubloch 41 des Rotors 5 eingepasst gelagert, so dass, wenn das Enduntersetzungszahnrad 4 gedreht wird, der Rotor 5 und die Achse 45 zusammen gedreht werden. Es sei herausgestellt, dass das Enduntersetzungszahnrad 4 bezüglich seines Drehbereichs durch einen Stopper 12e reguliert wird, der hervorstehend an der Abdeckung 11 vorgesehen ist.
  • Wie in 5 gezeigt, ist auf der oberen Fläche des Kopplungsabschnitts 40 des Rotors 5 ein Flanschabschnitt 42 gebildet, der in einer im wesentlichen fächerförmigen Form radial hervorsteht, während auf der unteren Seite des Flanschabschnitts 42 ein nach oben hervorstehender ausgehöhlter federbetätigter Eingriffsabschnitt 43 und ein ausgehöhlter rotationsbetätigter Eingriffsabschnitt 44 an spezifischen Positionen vorgesehen sind.
  • Das in den 6A und 6B gezeigt Nockenteil 6 weist auf: einen Nockenabschnitt 52, der derart ausgebildet ist, dass der Abstand zu einem Lagerloch 51, das in einem Drehmittelpunkt gebildet ist, verändert wird, einen ausgehöhlten Kopplungsabschnitt 53, welcher vorgesehen ist, um von einem Nockenabschnitt 52 in Richtung des Rotors 5 hervorzustehen und welcher mit dem Rotor 5 in Eingriff gebracht und gekoppelt ist, und einen Buchsenabschnitt 54, der vorgesehen ist, um von dem Nockenteil 52 in Richtung der Rotorseite 5 zylindrisch hervorzustehen, wenn ein Lagerloch durch das Zentrum des Buchsenabschnitts 54 läuft. Dann wird dieses in 7 gezeigte Nockenteil 7 von dem Drehabschnitt 47 der Achse 45 drehbar gehalten und der ausgehöhlte Kopplungsabschnitt 53 des Nockenteils 46 ist mit dem ausgehöhlten, einem Drehen dienenden Eingriffsabschnitt 44 des Rotors 5 in Eingriff zu bringen, so dass das Nockenteil 6 durch die Drehung des Rotors 5 gedreht wird. Zwischen dem Nockenteil 6 und dem Rotor 5 ist eine Feder 14 vorgesehen, welche in einem Zustand angeordnet ist, dass ein Ende der Feder 14 mit dem einer Feder dienenden ausgehöhlten Eingriffsabschnitt 43 des Rotors 5 im Eingriff ist, während das andere Ende mit dem ausgehöhlten Kopplungsabschnitt 43 des Nockenteils 6 im Eingriff ist. Das heißt, wenn der Rotor 5 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird, ist der einem Drehen dienende ausgehöhlte Eingriffsabschnitt 44 im Eingriff mit dem ausgehöhlten Kopplungsabschnitt 53, so dass der Rotor und das Nockenteil 6 zusammen gedreht werden. Andererseits, wenn der Rotor 5 im Uhrzeigersinn gedreht wird, bewirkt der Rotor 5, dass das Nockenteil 6 über die Feder 14 gedreht wird. Als ein Resultat hiervon wird, selbst wenn das Nockenteil 6 nicht drehbar ist, der Rotor 5 im Uhrzeigersinn gedreht, so dass die Vorspannkraft in der Feder akkumuliert werden kann.
  • Der Nockenabschnitt 52 des Nockenteils 6 hat eine erste Nockenwandfläche 55, welche die Kontaktfläche 22 des ersten Verriegelungsbolzens 1 in Richtung der Lenkachse 97 durch das im Uhrzeigersinn drehende Nockenteil 6 presst, so dass der erste Verriegelungsbolzen 1 von der zurückgezogenen Position in die herausgeschobene Position gedreht wird. Das Nockenteil 6 hat auch eine zweite Nockenwandfläche 56, welche die Kontaktfläche 22 des ersten Verriegelungsbolzens 1 durch das sich entgegen dem Uhr zeigersinn drehende Nockenteil 6 nach außen (in Richtung einer Seite weg von der Lenkachse 97) gedrückt wird, so dass der erste Verriegelungsbolzen 1 von der herausgeschobenen Position in die zurückgezogene Position gedreht wird. Ferner ist auf der Umfangsseite des Nockenabschnitts 52 eine aufnehmende Vertiefung 57 zum Aufnehmen des Schiebers 8 gebildet, der mit dem später beschriebenen Solenoid 7 gekoppelt ist. Diese aufnehmende Vertiefung 57 ist mit einem Eingriffsabschnitt 58 als Haltemittel vorgesehen, welches mit dem Schieber 8 in Eingriff zu bringen ist, um den Schieber 8 von einer Bewegung in Richtung des Solenoids 7 zu begrenzen. Der Eingriffsabschnitt 58 weist eine Endwand der aufnehmenden Vertiefung 57, welcher der erste Eingriffsabschnitt ist, und einen klauenartigen Vorsprung auf, welcher der zweite Eingriffsabschnitt ist.
  • Das Solenoid 7, das an der Abdeckung 12 befestigt ist, wird durch ein Inbetriebssetzungssignal von der internen Steuerschaltung 60 betätigt und ein Kolben 61 wird in Richtung des Solenoids 7 in seinem betätigten Zustand bewegt. An einen oberen Endabschnitt dieses Kolbens 61 ist der Schieber 8 gekoppelt, welcher mit der Endwand der aufnehmenden Ausnehmung 57 des Nockenteils 6 in Eingriff zu bringen ist, um die Drehung des Nockenteils 6 zu blockieren. Zwischen diesem Schieber 8 und dem Solenoid 7 ist eine Feder 62 vorgesehen, wobei der Kolben 61 als das axiale Zentrum dient, so dass der Schieber 8 in Richtung des Nockenteils 6 durch die Vorspannkraft der Feder 62 vorgespannt wird, während das Solenoid 7 nicht betätigt wird. In diesem Ausführungsbeispiel bilden das Solenoid 7, der Schieber 8 und die Feder 62 ein Drehblockiermittel.
  • Der in den 8A, 8B und 8C gezeigte Schieber 8 weist einen im wesentlichen rechteckquaderförmigen Rumpfabschnitt 65 auf, an dem eine Kopplungsaussparung 66 zum Einsetzen eines Endes des Kolbens 61 des Solenoids darin vorgesehen ist, so dass der Kolben 61 damit gekoppelt wird, und ein Betätigungsdetektionsteil 67, das derart vorgesehen ist, um von dem Rumpfabschnitt 65 hervorzustehen, ist auf der unteren Seite der Kopplungsaussparung 66 gebildet. Dieses Betätigungsdetektionsteil 67 dient dazu, einen Detektionsabschnitt 81 eines Solenoidschalters 80 (siehe 3) zum Detektieren einer Bewegung des Schiebers 8 zu drücken, und dieser Solenoidschal ter 80 wird eingeschaltet, wenn der Schieber 8 in Richtung einer Position bewegt worden ist, wo der Schieber 8 mit dem Nockenteil 6 in Eingriff gebracht werden kann. Ferner ist auf der rechtsseitigen Frontwand des Rumpfabschnitts 65 ein Eingriffsklauenabschnitt 68 hervorstehend vorgesehen, welcher in die aufnehmende Aussparung 57 des Nockenteils 6 eindringt, um auf diese Weise mit dem Eingriffsabschnitt 58 einzugreifen. Ferner sind jeweils auf der rückwärtigen oberen Fläche und der rückwärtigen unteren Fläche des Rumpfabschnitts 65 zwei Schienenaussparungen 69 vorgesehen, in welche schienenförmige konvexe Abschnitte 12f (von denen einer in 1 gezeigt ist) der Abdeckung 12 einfügbar sind, um Bewegungen des Schiebers 8 zu begrenzen, abgesehen von seinen in 3 nach rechts und nach links gerichteten Bewegungen. Hiermit soll verhindert werden, dass der Schieber 8 sich gemäß 3 nach oben oder nach unten bewegt, selbst wenn die drehende Kraft des Nockenteils 6 auf den Schieber 8 einwirkt, so dass auf den Kolben 61 des Solenoids 7 keine Schubkraft ausgeübt wird, so dass auf diese Weise Fehlfunktionen des Solenoids 7 verhindert werden.
  • Der Schaltnocken 9, welcher dazu dient, die Drehposition des Enduntersetzungszahnrades zu detektieren, ist mit dem oberen Endabschnitt 46 der in 1 gezeigten Achse 45 gekoppelt, um auf diese Weise zusammen mit der Achse 45 gedreht zu werden. Auf der äußeren Umfangswand dieses Schaltnockens 9 ist ein Schalterpressabschnitt 72 vorgesehen, welcher in Richtung der äußeren Seite fächerförmig hervorsteht, wie in 9B gezeigt. Der Schalterpressabschnitt 72 drückt einen Detektionsabschnitt 75 eines Entriegelungsschalters 74 zum Detektieren einer Drehung des Schaltnockens 9, und dieser Entriegelungsschalter 74 wird eingeschaltet, wenn die Achse 45, der Rotor 5 und das Nockenteil 6, welche alle gemeinsam entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht werden, in eine bestimmte in 9A gezeigte Position gedreht worden sind.
  • Als nächstes wird der Betrieb der elektrisch betätigten Lenkradschlosseinrichtung mit der obigen Ausbildung beschrieben.
  • 2 und 3 zeigen einen Zustand, in dem die Verriegelungsbolzen 1, 2 der elektrisch betätigten Lenkradschlosseinrichtung in einer hervor stehenden Position sind, wo sie von dem Öffnungsabschnitt 12c der Abdeckung 12 in einem abgestellten bzw. angehaltenen Fahrzeug hervorstehen. In diesem Zustand ist der elektrische Motor 3 in einem Haltezustand und das Enduntersetzungszahnrad 4 ist in einer im Uhrzeigersinn gedrehten Position, wobei eine Endseite des Enduntersetzungszahnrades 4 im Kontakt mit dem Stopper 12e steht. Ferner befindet sich das Solenoid 7 in einem AUS-Zustand und der Schieber 8 wird mit einer Seitenfläche des Nockenteils 6 durch die Vorspannkraft der Feder 62 in Kontakt gehalten. Zu diesem Zeitpunkt ist der Kolben 61 in der herausgeschobenen Position und der Solenoidschalter 80 ist im AUS-Zustand, betriebsbereit in Erwiderung auf bzw. abhängig von dem Betätigungsdetektionsteil 67 des Schiebers 8. Ferner ist der Entriegelungsschalter 74 zum Detektieren einer Drehung des Schaltnockens 9 im AUS-Zustand.
  • Nach Eingang eines Signals zum Lösen des Riegels der Lenkung wird in diesem Zustand von einer (nicht dargestellten) fahrzeugseitigen Steuerschaltung von der internen Steuerschaltung 60 ein Signal zum Rückwärtsdrehen des elektrischen Motors 3 ausgegeben und der elektrische Motor 3 gedreht, wobei ein Strom dem elektrischen Motor 3 zugeführt wird, wodurch das Enduntersetzungszahnrad 4, der Rotor 5, die Achse 45, der Schaltnocken 9 und das Nockenteil 6, von dem der konvexe Kopplungsabschnitt 53 mit dem zum Drehen bestimmte konvexe Eingriffsabschnitt 44 des Rotors 5 im Eingriff ist, gemeinsam über den Drehmechanismus 31 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht werden.
  • Während das Nockenteil 6 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird, wird die zweite Nockenwandfläche 56 des Nockenteils 6 in Kontakt mit der Kontaktfläche 22 des ersten Verriegelungsbolzens 1 gebracht und der erste Verriegelungsbolzen 1 wird in die Rückzugsrichtung gedrückt, wobei er entgegen den Uhrzeigersinn gedreht wird. Ferner wird der konvexe Kopplungsabschnitt 27 des zweiten Verriegelungsbolzens 2, der in den zum Zwecke der Kopplung vorgesehenen ausgehöhlten Abschnitt 21 des ersten Verriegelungsbolzens 1 hervorsteht, bewegt, während der Eingriff beibehalten wird, wobei der zweite Verriegelungsbolzen 2 ebenfalls in die Rückzugsrichtung gedrückt wird, wobei er im Uhrzeigersinn gedreht wird. Dann trennen sich, wie in 4 gezeigt, die hervorstehenden Teile 17, 26 des ersten und des zweiten Verriegelungsbolzens 1, 2 von dem aufnehmenden Abschnitt 98 der Lenkachse 97 des Fahrzeugs. Als Ergebnis davon wird der Eingriff zwischen der Lenkachse 97 und den Verriegelungsbolzen 1, 2 gelöst, wodurch die Lenkachse 97 entriegelt wird.
  • Wenn dann das Nockenteil 6 in eine Position hinauf gedreht wird, die in 9A gezeigt ist, das heißt eine Position, wo die andere Endseite des Enduntersetzungszahnrades 4 mit dem Stopper 12e in Kontakt gelangt, geht der Eingriffsklauenabschnitt 68 des Schiebers 8 über den Eingriffsabschnitt 58 von der Seitenfläche des Nockenteils 6 hinaus, wobei er in die aufnehmende Aussparung 57 von der Position aus 3 durch die Vorspannkraft der Feder 62 eintaucht. In diesem Zustand gelangt der Solenoidschalter 80 in einen EIN-Zustand und auch der Entriegelungsschalter 74 gelangt in einen EIN-Zustand.
  • Die interne Steuerschaltung 60 gibt nach Empfang von Signalen, welche ein EIN für den Solenoidschalter 80 und ein EIN für den Entriegelungsschalter 74 anzeigen, ein Signals aus, um den elektrischen Motor 3 ein wenig vorwärts zu drehen. Als Ergebnis hiervon wird mit einem zu dem elektrischen Motor 3 geführten Strom der elektrische Motor 3 ein wenig vorwärts gedreht, so dass das Enduntersetzungszahnrad 4 über den Drehmechanismus 31 ein wenig im Uhrzeigersinn gedreht wird, wobei der Rotor 5, die Achse 45 und der Schaltnocken 9 zusammen mit dem Nockenteil 6, das von der Feder 14 gegen den Rotor 5 gedrückt wird, ein wenig im Uhrzeigersinn gedreht werden. In diesem Fall wird, selbst wenn das Nockenteil 6 ein wenig im Uhrzeigersinn gedreht wird, die erste Nockenwandfläche 55 des Nockenteils 6 nicht mit der Kontaktfläche 22 des ersten Verriegelungsbolzens 1 in Eingriff gebracht und der erste Verriegelungsbolzen 1, welcher durch die Verschlussfeder 26 in Richtung der Rückzugsposition vorgespannt ist, verbleibt in der Rückzugsposition gehalten.
  • Dann greift, wie in den 10A und 10B gezeigt, der Eingriffsklauenabschnitt 68 des Schiebers 8 in den Eingriffsabschnitt 58 ein, während er mit der unteren Fläche der aufnehmenden Aussparung 57 in Kontakt gehalten wird. In diesem Fall wird der Entriegelungsschalter 74 AUS-geschaltet, wo durch die interne Steuerschaltung 60, welche ein Signal erhält, das ein AUS des Entriegelungsschalters 74 anzeigt, die Leistungsversorgung des elektrischen Motors 3 unterbricht.
  • In diesem Zustand, selbst wenn eine Einwirkung zum Drehen des Nockenteils 6 im Uhrzeigersinn in dem Fall ausgeübt wird, dass zum Beispiel eine Störung oder Rauschen in die interne Steuerschaltung 60 eingegangen ist, von der ein Signal zum Vorwärtsdrehen des elektrischen Motors ausgegeben wird, um den elektrischen Motor 3 vorwärts zu drehen, wird das Nockenteil 6 niemals drehen, da seine Drehung im Uhrzeigersinn durch den Schieber 8 begrenzt ist, dessen Eingriffsklauenabschnitt 68 im Eingriff mit der Endwand – als ein Teil des Eingriffsabschnitts 58 – der aufnehmenden Aussparung 57 des Nockenteils 6 ist. Auf diese Weise werden die Verriegelungsbolzen 1, 2 niemals von der Rückzugsposition zu der hervorstehenden Position verschoben, so dass die Lenkachse 97 niemals verriegelt wird.
  • Selbst im Fall, dass eine bestimmte Störung in die interne Steuerschaltung 60 gelangt ist, von der ein Signal zum Vorwärtsdrehen des elektrischen Motors 3 und gleichzeitig ein Signal zum Aktivieren des Solenoids 7 ausgegeben werden, bewegt sich der Kolben 61, selbst wenn versucht wird, den Kolben 61 anzuziehen, niemals aufgrund des Eingriffs des Eingriffsklauenabschnitts 68 und des Schiebers 8 mit dem klauenartigen Vorsprung als Teil des Eingriffsabschnitts 58 des Nockenteils 6. Da ferner das Nockenteil 6 einer Einwirkung der im Uhrzeigersinn drehenden Kraft des elektrischen Motors 3 unterzogen wird, wird die Eingriffskraft zwischen dem Eingriffsklauenabschnitt 68 und dem Schieber 8 und dem Eingriffsabschnitt 58 des Nockenteils 6 proportional größer, wodurch ein sicherer Halt des Kolbens 61 ermöglicht wird. Auf diese Weise wird dem Nockenteil 6 niemals ermöglicht, sich zu drehen.
  • Im Fall, dass ein Signal zum Rückwärtsdrehen des elektrischen Motors 3 und gleichzeitig ein Signal zum Aktivieren des Solenoids 7 von der internen Steuerschaltung 60 wegen eines abnormen Signals ausgegeben worden sind, wird der Kolben 61 angezogen, jedoch wurde das Nockenteil 6 im Uhrzeigersinn gedreht und daher werden die Verriegelungsbolzen 1, 2 nie mals hervorstehen. Dann wird nach Beenden des abnormen Signals das Solenoid 7 von einer Aktivierung abgehalten, wobei der Eingriffsklauenabschnitt 68 des Schiebers 8 in die aufnehmende Aussparung 57 durch die Vorspannkraft der Feder 62 herausgeschoben wird, um auf diese Weise mit dem Eingriffsabschnitt 58 in Eingriff gebracht werden zu können, während ein Kontakt mit der unteren Fläche der aufnehmenden Aussparung 57 gehalten wird.
  • Wie oben beschrieben, werden, selbst wenn eine Störung in die interne Steuerschaltung 60 während des Betriebs eingegangen ist, so dass ein Signal zum Vorwärtsdrehen des elektrischen Motors 3 und ein Signal zum Ansteuern des Solenoids 7 von der internen Steuerschaltung 60 ausgegeben werden, die Verrieglungsbolzen 1, 2 niemals in die herausgeschobene Position bewegt, was zu einer hohen Sicherheit führt.
  • Ferner werden in der elektrisch betätigten Lenkradschlosseinrichtung gemäß diesem Ausführungsbeispiel die Verriegelungsbolzen 1, 2 nicht durch die Vorspannkraft einer Feder oder dergleichen in die herausgeschobene Position betätigt, sondern es werden die Verriegelungsbolzen 1, 2 in die herausgeschobene Position durch das Nockenteil 6 bewegt. Daher werden, selbst in dem Fall, dass der Eingriff zwischen dem Eingriffsklauenabschnitt 68, des Schiebers 8 und dem Eingriffsabschnitt 58 des Nockenteils 6 aus irgendeinem Grund gelöst wird, was erfordert, dass starke Vibrationen während des Fahrens des Fahrzeugs auftreten, die Verriegelungsbolzen 1, 2 niemals fälschlich herausgeschoben, so dass die Sicherheit weiter erhöht wird.
  • Wenn ein Signal zum Verriegeln der Lenkung von der fahrzeugseitigen Steuerschaltung zu der internen Steuerschaltung 60 übertragen wird, wird ein Signal zum Rückwärtsdrehen des elektrischen Motors 3 von der internen Steuerschaltung 60 ausgegeben, wobei in diesem Fall das Nockenteil 6 von der in 10A gezeigten Position in die in 9A gezeigte Position gedreht wird. Dann wird der Entriegelungsschalter 74 EIN-geschaltet und ein Signal zum Aktivieren des Solenoids 7 wird von der internen Steuerschaltung 60 ausgegeben, was bewirkt, dass das Solenoid 7 betätigt wird, so dass der Kolben 61 und der Schieber 8 in Positionen gezogen werden, wo diese aus der aufnehmenden Aussparung 57 entgegen der Vorspannkraft der Feder 62 heraustreten.
  • In diesem Fall ist, selbst wenn das Nockenteil 6 entgegen dem Uhrzeigersinn in die in 9A gezeigte Position gedreht wird, die zweite Nockenwandfläche 56 des Nockenteils 6 nicht mit der Kontaktfläche 22 des ersten Verriegelungsbolzens 1 im Eingriff, so dass der erste Verriegelungsbolzen 1 nicht aktiviert wird.
  • Dann wird, wenn der Solenoidschalter 80 ausgeschaltet wird, ein Signal zum Vorwärtsdrehen des elektrischen Motors 3 von der internen Steuerschaltung 60 ausgegeben. Auf diese Weise wird der elektrische Motor 3 vorwärts gedreht, so dass das Enduntersetzungszahnrad 4, der Rotor 5, die Achse 45 und der Schaltnocken 9 zusammen mit dem Nockenteil 6, das über die Feder 14 gegen den Rotor 5 gepresst wird, über den Drehmechanismus 31 im Uhrzeigersinn gedreht werden.
  • Wenn das Nockenteil 6 gedreht wird, wird die erste Nockenwandfläche 55 des Nockenteils 6 in Kontakt mit der Kontaktfläche 22 des ersten Verriegelungsbolzens 1 gebracht und der erste Verriegelungsbolzen 1 wird in die vorstehende Richtung gedrückt, um auf diese Weise im Uhrzeigersinn gedreht zu werden. Ferner wird der konvexe Kopplungsabschnitt 27 des zweiten Verriegelungsbolzens 2, der in den zur Kopplung bestimmten ausgehöhlten Abschnitt 21 des ersten Verriegelungsbolzens 1 herausgeschoben wird, in Eingriff gebracht, wobei der zweite Verriegelungsbolzen 2 ebenfalls in die vorstehende Richtung gedrückt wird, um so entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht zu werden. In diesem Betrieb werden die hervorstehenden Teile 17, 26 des ersten und zweiten Verriegelungsbolzens 1, 2 aus dem Öffnungsabschnitt 12c der Abdeckung 12 herausgeschoben, wobei sie in den aufnehmenden Abschnitt 98 der Lenkachse 97 des Fahrzeugs eintreten und dabei mit dem aufnehmenden Abschnitt 98 der Lenkachse 97 in Eingriff gelangen, wodurch die Lenkachse 97 verriegelt wird.
  • Dann wird, wenn das Nockenteil 6 in die in 2 gezeigte Position gedreht wird, eine Endfläche des Enduntersetzungszahnrades 4 in Kontakt mit der Seitenwand des Stoppers 12e der Abdeckung 12 gebracht, wobei eine Drehung verhindert wird, und nach einem vorbestimmten Zeitablauf wird die Energieversorgung des Motors 3 unterbrochen. Danach unterbricht die interne Steuerschaltung 60 die Leitung zum Solenoid 7, wobei der Schieber 8 mit der Seitenfläche des Nockenteils 6 durch die Vorspannkraft der Feder 62 in Kontakt gelangt. Auf diese Weise gelangt die elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung in den in den 2 und 3 gezeigten Verriegelungszustand.
  • Wie oben beschrieben besteht mit der Struktur, dass die Verriegelungsbolzen 1, 2 nicht zum Zeitpunkt des Lösens betätigt werden, wobei der Eingriff zwischen dem Eingriffsklauenabschnitt 68 des Schiebers 8 und dem Eingriffsabschnitt 58 des Nockenteils 6 durch Rückwärtsdrehen des elektrischen Motors 3 gelöst wird, kein Bedürfnis zum Drehen der Verriegelungsbolzen 1, 2 von der zurückgezogenen Position weiter in die Rückzugsrichtung, so dass der Arbeitsbereich der Verriegelungsbolzen 1, 2 verengt werden kann, was es ermöglicht, die elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung zu verkleinern.
  • Es sei angemerkt, dass dieses Ausführungsbeispiel auf die folgenden Weisen verändert werden kann.
  • Obgleich in dem obigen Ausführungsbeispiel das Solenoid 7 angesteuert wird, nachdem der erste Verriegelungsbolzen 1 von der in 10A gezeigten Position in die in 9A gezeigte Position verschoben wird, kann das Solenoid 7 auch gleichzeitig angesteuert werden. In diesem Fall kann wegen des gleichzeitigen Zeitablaufs der Leitung für sowohl das Solenoid 7 als auch den elektrischen Motor 3 die Reaktionsgeschwindigkeit in einem seiner Wirkung entsprechenden Maß erhöht werden.
  • Obgleich das Solenoid 7, der Schieber 8 und die Feder 62 ein Drehblockiermittel in dem obigen Ausführungsbeispiel bilden, ist es auch möglich, dass der obere Endabschnitt des Kolbens 61 des Solenoids 7 direkt mit dem Eingriffsabschnitt 58 des Nockenteils 6 in Eingriff gebracht wird, oder dass der Schieber 8 durch einen elektrischen Motor oder dergleichen aktiviert wird.
  • Obgleich die vorliegende Erfindung beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen vollständig beschreiben worden ist, ist zu beachten, dass verschiedene Änderungen und Modifikationen dem Fachmann ersichtlich sind. Daher sollen, solange derartige Änderungen und Modifikationen nicht aus dem Bereich der vorliegenden Erfindung herausführen, diese als von der Erfindung eingeschlossen angesehen werden.

Claims (5)

  1. Elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung, die einen Verriegelungsbolzen aufweist, welcher zwischen einer herausgeschobenen Position, bei der eine Lenkachse verriegelt ist, und einer zurückgezogenen Position, bei der die Lenkachse entriegelt ist, beweglich ist, und ein Nockenteil aufweist, welches durch einen elektrischen Motor gedreht wird, um den Verriegelungsbolzen zu betätigen, wobei die elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung ferner aufweist: ein Drehblockiermittel, welches elektrisch angetrieben ist, und welches, wenn der Verriegelungsbolzen sich in der zurückgezogenen Position befindet, mit einem ersten Eingriffsabschnitt im Eingriff steht, der in dem Nockenteil gebildet ist, um ein Drehen des Nockenteils zu blockieren, und Haltemittel zum Halten der Drehblockiermittel in einem Zustand, in dem ein Drehen des Nockenteils blockiert ist.
  2. Elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung nach Anspruch 1, wobei das Nockenteil bewirkt, dass sich der Verriegelungsbolzen in die herausgeschobene Position bewegt, wenn der elektrische Motor vorwärts gedreht wird, und dass der Verriegelungsbolzen in die zurückgezogene Position bewegt wird, wenn der elektrische Motor rückwärts gedreht wird.
  3. Elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung gemäß Anspruch 2, wobei das Haltemittel ein zweiter Eingriffsabschnitt ist, der an dem Nockenteil gebildet ist, und in einem Zustand, in dem ein Eingriff mit dem zweiten Eingriffsabschnitt durch ein Rückwärtsdrehen des elektrischen Motors gelöst worden ist, der Verriegelungsbolzen durch Vorwärtsdrehen des elektrischen Motors herausschiebbar ist.
  4. Elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung nach Anspruch 3, wobei der Nockenabschnitt des Nockenteils derart ausgebildet ist, dass der Verriegelungsbolzen nicht zu einem Zeitpunkt des Betriebs des Lösens betätigt wird, bei dem der Eingriff mit dem zweiten Eingriffsabschnitt durch Rückwärtsdrehen des elektrischen Motors gelöst wird.
  5. Elektrisch betätigte Lenkradschlosseinrichtung nach Anspruch 4, die ferner ein Verriegelungsbolzenhaltemittel aufweist zum Halten des Verriegelungsbolzens in einer zurückgezogenen Position, während der Verriegelungsbolzen in der zurückgezogenen Position positioniert ist.
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