DE103486C - - Google Patents

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DE103486C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F17STORING OR DISTRIBUTING GASES OR LIQUIDS
    • F17DPIPE-LINE SYSTEMS; PIPE-LINES
    • F17D5/00Protection or supervision of installations
    • F17D5/005Protection or supervision of installations of gas pipelines, e.g. alarm

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch das Offenlassen bezw. unbefugte Oeffnen von Gasleitungshähnen entstehen nicht nur grofse Verluste an Gas, sondern auch sehr leicht Unglücksfälle, wie Vergiftungen oder Explosionen.
. Namentlich geschieht es in grofsen Gebäuden, welche eine ziemlich verzweigte Gasleitung haben, nicht selten, dafs nach dem Auslöschen einzelner sichtbarer Gaslampen der Haupthahn geschlossen wird, aber an einzelnen Stellen, namentlich in abgelegenen Räumen, an die Niemand denkt, oder wo man das Licht nicht bemerkt, z. B. in Kellern, Garderoben, Aborten und dergl., die Gashähne offen bleiben. Ebenso kann tagsüber oder auch Abends, nachdem der Haupthahn geschlossen ist, von unbefugter Hand irdendwo ein Gashahn wieder geöffnet werden. In beiden Fällen strömt dann natürlich, wenn am folgenden Tage oder Abends der Haupthahn geöffnet wird, um irgendwo eine Flamme anzuzünden, aus den übrigen Hähnen, deren Offenstehen nicht bemerkt wird, das Gas aus.
Die sorgfältigste Bedienung und Ueberwachung der Leitung, welche natürlich das sicherste Mittel zur Verhütung derartiger Uebelstände ist, reicht aber doch nicht immer aus und soll daher durch vorliegende Erfindung eine selbstthätig functionirende Sicherheitsvorrichtung gegen das unbefugte oder unbeabsichtigte Offenstehenlassen von Hähnen geschaffen werden.
Die Erfindung ist auf beiliegender Zeichnung in Fig. ι schematisch, in Fig. 2 bis 5 in einer besonderen Ausführungsform ihren Einzelheiten nach dargestellt.
Die Sicherheitsvorrichtung besteht im wesentlichen darin, dafs sämmtliche Brennerhähne sowie auch der Haupthahn mit einer elektrischen Lärmleitung derart in Verbindung gebracht sind, dafs bei geöffnetem Haupthahn der Strom zu allen Brennerhähnen unterbrochen ist, bei geschlossenem Haupthahn dagegen der Stromkreis nur dann unterbrochen ist, wenn sämmtliche Brennerhähne geschlossen sind; ist dagegen irgend einer der Brennerhähne oder wird ein solcher geöffnet, so entsteht an dieser Stelle sofort Stromschlufs und die elektrische Lärmvorrichtung ertönt. Fig. 1 zeigt schematisch eine solche Anordnung.
A ist die Gasuhr, B die Hauptleitung, C der Haupthahn, D sind die von der Hauptleitung abgehenden Zweigleitungen und Gasarme, E die einzelnen Brennerhähne, F die Batterie, G die Lärmglocke oder sonstige Lärm vorrichtung, H die eine Drahtleitung, / die andere.
Die Leitung H ist beim Haupthahn C getheilt und mit Stromschlufsstücken versehen, derart, dafs bei geöffnetem Haupthahn die Leitung hier unterbrochen ist, bei geschlossenem dagegen die Stromschlufsstücke sich berühren und somit hier die beiden Theile der Leitung mit einander in Verbindung treten. Vom Haupthahn ist dann die Leitung H weitergeführt, an sämmlichen Haupt- und Zweigrohren vorbei bis zu den Brennerhähnen hin, wo ebenfalls jedes Zweigende dieser Leitung in eine Stromschlufsfeder endigt.
Diese Leitung H ist auf der Zeichnung in Fig. ι durch eine gestrichelte Linie dargestellt. Die andere Leitung / geht zunächst von der Batterie F zur Lä'rmvorrichtung G, dann von dieser ohne Berührung'des Haupthahnes an sämmtlichen Rohren entlang bis zu jedem einzelnen Brennerhahn und endigt hier ebenfalls in eine Stromschlufsfeder. Diese Leitung I ist auf der Zeichnung durch eine strichpunktirte Linie dargestellt. Ist nun ein Brennerhahn geöffnet, und zwar auch nur theilweise, so berühren sich die beiden, die Enden der Leitung H bezw. I an diesem Hahn bildenden Stromschlufsfedern und es entsteht hier eine Verbindung zwischen den Leitungen H und I. Ist nun der Haupthahn geöffnet, also zur Zeit, in der die Flammen brennen sollen, so entsteht trotz des Leitungsschlusses kein Stromschlufs, weil beim Haupthahn in diesem Falle die Leitung unterbrochen ist, die Lärmvorrichtung ertönt also nicht.
Ist dagegen der Haupthahn geschlossen und es wird ein Brennerhahn geöffnet, oder aber ist ein Brenner geöffnet und der Haupthahn wird geschlossen, so fällt die Unterbrechung der Leitung fort und es entsteht Stromschlufs, so dafs die Lärmvorrichtung in Thätigkeit tritt.
Ist also nur Jemand da, der auf das Ertönen der Lärmvorrichtung achtet, z. B. der Pförtner u. s. w., so wird er sofort aufmerksam gemacht, dafs irgend ein Brennerhahn nicht oder nicht ganz geschlossen ist oder unbefugter Weise geöffnet wurde.
Zweckmäfsig dürfte es bei grofsen Gebäudeanlagen, wo der Haupthahn vielleicht im Keller, entfernt von der Wohnung des Pförtners u. s. w. sitzt, sein, zwei Lärmvorrichtungen anzubringen, eine in der Nähe der Haupthahnes im Keller, die andere in der Pförtnerwohnung oder an sonst geeigneter Stelle.
Die Fig. 2 bis 5 zeigen nun, wie die, die Leitung unterbrechenden bezw. schliefsenden Federn an den Hähnen zweckmäfsig angebracht und durch diese zum Schlufs bezw. zum Oeffnen gebracht werden. Fig. 2 bis 4 zeigt die Einrichtung an einem Brennerhahn in Seitenansicht, Querschnitt und Ansicht von oben bei geschlossenem Stromkreis, also geöffnetem Hahn, während Fig. 5 die Anordnung am Haupthahn in Ansicht von oben bei geöffnetem Stromkreis und geöffnetem Haupthahn zeigt.
Bei beiden Anordnungen sind die beiden Leitungsenden in geeigneter Weise, z. B. durch einen über die Hahnmuffe a an einer Seite geklemmten Ring b an der Gasleitung befestigt; dieser Ring b dient gleichzeitig dazu, das eine Ende der Stromschlufsfeder starr festzuhalten, während deren anderes Ende frei beweglich ist. Ob man nun die blanken Drahtenden mit den blanken Federenden in dem Ringe b etwa durch Polklemmen, Schrauben oder dergl. in Verbindung bringen will, wobei dann selbstverständlich die beiden Leitungen bezw. Stromschlufsfedern von einander entsprechend isolirt werden müssen, oder ob man sich, wie es auf der Zeichnung angenommen ist, die Stromschlufsfedern je an dem zugehörigen Drahtende angelöthet und dann wieder, so weit nothwendig, mit Isolirband oder dergl. umhüllt denkt, ist gleichgültig. Es bildet also in den Fig. 2 bis 4 die Stromschlufsfeder c die Fortsetzung bezw. das jeweilige Ende des Leitungsdrahtes H, die Stromschlufsfeder d dagegen das Ende des anderen Leitungsdrahtes I.
Bei dem Haupthahn C dagen bilden die beiden Stromschlufsfedern h lediglich die Enden der beiden Theile der Leitung H an ihrer Unterbrechungsstelle.
Um nun diese Stromschlufsfedern wirken zu lassen, wird an dem dem Angriff entgegengesetzten Ende des Hahnkükens, wo dieses aus dem Gehäuse hervorsieht, ein entsprechender Ansatz von länglicher Form angebracht bezw. 'die hier zum Befestigen und Anziehen des Hahnkükens dienende kleine Platte oder Mutter e durch Abfeilen bezw. bei besonders zu diesem Zwecke hergestellten Hähnen direct bei ihrer Herstellung so gestaltet, dafs sie nach oben und aufsen einen Ansatz f von geeigneter Form und Gröfse bildet. Dieser Ansatz erhält nun zu dem Hahn bezw. der Hahnbohrung eine solche Lage, dafs er bei den Brennerhähnen parallel zur Bohrung bei dem Haupthahn quer zu derselben steht. Die Stromschlufsfedern : werden nun auf der Platte e rechts und links vom Ansatz f vorbeigeführt und, so weit der Ansatz f sie berühren kann, durch Umhüllung isolirt, während ihre Enden g blank bleiben. Steht nun der Ansatz f, wie in Fig. 4 gezeichnet, parallel zur Richtung der Drähte H und I bezw. der Federn c und d, so werden letztere nur durch die schmale Decke des Ansatzes in seiner Schmalseite von einander getrennt oder aber überhaupt nicht vom Ansatz f berührt, und es berühren sich dann die blanken Federenden g, es entsteht also Leitungs- bezw. Stromschlufs.
Steht dagegen der Ansatz f quer zur Drahtbezw. Rohrleitungsrichtung, wie in Fig. 5 gezeichnet, so hält er mit seiner ganzen Breite die Federn h h bezw. c und d aus einander, so dafs sich ihre blanken Enden g nicht berühren und demnach die Leitung bezw. der Strom unterbrochen ist.
Um nun die Federn vor Beschädigungen durch Unberufene oder auch vor Beschmutzen, Verstauben, Oxydiren durch die Aufsenluft zu beschützen, kann noch über dem Ganzen ein ebenfalls an dem Ring b oder sonst geeignet befestigtes Schutzgehäuse i angebracht sein.
Selbstverständlich könnten auch die beiden Stromschlufsfedern nicht nur an ihrem Ende, sondern an ihrer ganzen Länge blank bleiben, wenn die Platte e und der Ansatz f entsprechend isolirt oder aus Isolirmaterial hergestellt würden. Jedenfalls aber ist die hier beschriebene Einrichtung und Anordnung der Erfindung wohl die denkbar einfachste. Die Drahtleitungen werden dabei an der Gasleitung zweckmäfsig, da, wo sie an der Wand oder an der Decke hergehen, durch Stiftchen oder Häkchen, an den freien Deckeln und Wandarmen, Kronleuchtern und dergl. dagegen durch Herumlegen um dieselben befestigt.
Eine Vereinfachung und Ersparnifs in der Drahtleitung liefse sich allerdings noch in der Weise erzielen, dafs man die Gasleitung selbst an Stelle des einen Drahtes, etwa des Drahtes G, treten liefse.
In diesem Falle würde aber die Einrichtung an den Hähnen, obschon dann die eine Stromschlufsfeder fortfiele, insofern verwickelter und theurer, als dann die verbleibende eine Stromschlufsfeder, welche zur Leitung H gehört, wohl nicht mehr seitlich bewegt, sondern so angebracht werden müfste, dafs sie durch einen ansteigenden gekrümmten Ansatz aus Isolirmaterial am Hahn vom Hahngehäuse abgehoben bezw. demselben genähert würde, je nachdem wie der Hahn gedreht wird.
Die vorstehend beschriebene Einrichtung läfst sich, wie gezeigt, in mancherlei Einzelheiten abändern, während ihre Grundeinrichtung jedoch stets dieselbe bleibt. Sie bietet jedenfalls zur Abstellung der Uebelstände, welche in der Einleitung der Beschreibung ausgeführt sind, die Mittel und erreicht den beabsichtigten Zweck jedenfalls weit besser und zuverlässiger, als eine neuerdings bekannt gewordene Einrichtung, bei welcher der Haupthahn mit den Brennerhähnen mechanisch in solche Verbindung gebracht ist, dafs mit dem Haupthahn sämmtliche Brennerhähne gleichzeitig geöffnet bezw. geschlossen werden; bei dieser letzteren Einrichtung ist es überhaupt nicht möglich, einzelne Hähne brennen zu lassen oder zuzusperren, was doch bei den meisten Gasbeleuchtungsanlagen wieder ein sehr grofser Uebelstand wäre.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Sicherheitsvorrichtung gegen das Offenlassen bezw. unbefugte Oeffnen von Gasleitungs-Brenner-Hähnen bei geschlossenem Haupthahn, dadurch gekennzeichnet, dafs durch Oeffnen des Haupthahnes C eine elektrische Lärmleitung eine Unterbrechung erfährt, welche bei geschlossenem Haupthahn geschlossen wird, aber wiederum bei jedem einzelnen Brennerhahn unterbrochen ist, so lange dieser geschlossen ist, wogegen beim Offenstehen bezw. Oeffnen eines Brennerhahnes . bei geschlossenem Haupthahn vollständiger Stromschlufs stattfindet und die Lärmvorrichtung ertönt.
  2. 2. Eine Ausführungsform der Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs von zwei zu einer elektrischen Lärmvorrichtung führenden Drahtleilungen H und / die eine, H, beim Haupthahn C getheilt und mit einer bei offenem Haupthahn geöffneten, bei geschlossenem Haupthahn geschlossenen , durch zwei Federn h gebildeten Stromschlufsstelle, sowie an ihren Abzweigenden bei jedem einzelnen Brennerhahn ebenfalls mit einem blanken Stromschlufsstück versehen ist, dessen Gegenschlufsstück von den Enden der anderen, den Haupthahn nicht berührenden Drahtleitung / gebildet wird, wobei durch einen flachen, zwischen den Federn c und d liegenden, parallel mit der Bohrung gehenden Ansatz f am Brennerhahn hier der Stromkreis bei geöffnetem Hahn geschlossen, bei geschlossenem Hahn unterbrochen wird, während beim Haupthahn durch einen gleichen, aber quer zur Bohrung stehenden Ansatz f der Stromkreis bei geöffnetem Haupthahn unterbrochen, bei geschlossenem aber hergestellt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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