DE10254397B4 - Universalschlauchkupplung - Google Patents
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Abstract
Schlauchverbindung zur Verbindung eines Schlauches (1) mit einem Rohrelement, mit einer konischen Tülle (2), auf welche der Schlauch (1) aufschiebbar ist, sowie mit einem Muffenstopfen (3), welcher zylindrisch ausgebildet ist und an einer Stirnwand (4) mit einer Ausnehmung (5) versehen ist, welche zur Klemmung des Schlauches (1) auf dessen auf der Tülle (2) aufgeschobenen Endbereich aufschiebbar ist, wobei der Rohransatz (8) mit seiner konischen Tülle (2) zur Selbsthemmung und Klemmung des Schlauchs (1) lose von der Seite des Muffenstopfens, welche in das Rohrelement einsteckbar ist, in dem Muffenstopfen (3) steckt, wobei der Muffenstopfen (3) zum Einstecken in das Rohrelement ausgebildet ist und wobei die Ausnehmung (5) der Stirnwand (4) und die Tülle (2) zur zusammenwirkenden Klemmung des auf die Tülle (2) aufgeschobenen Schlauchs (1) ausgebildet sind.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Schlauchverbindung zur Verbindung eines Schlauches mit einem Rohrelement.
- Im Einzelnen bezieht sich die Erfindung auf alle Arten von Schlauchkupplungen, mit Hilfe derer Schläuche mit Rohren verbindbar sind, sowohl im drucklosen Bereich als auch im Druckrohrbereich.
- Ein spezielles Einsatzgebiet der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Schlauchverbindung für einen Kondensatablauf zu verwenden, um anfallende Kondensate direkt in einen Abfluss zu leiten, ohne ein Siphon oder einen vergleichbaren Fitting als Geruchsverschluss zu benötigen. Einsatzgebiete sind beispielsweise auch eine Überlaufableitung bei Boilern, bei Klimageräten, in der Lüftung oder bei Brennwertgeräten.
- Aus dem Stand der Technik sind Konstruktionen bekannt, bei welchen eine Messing-Tülle in das Schlauchende eingeführt wird, deren anderes Ende in einen Kunststoff(PE)muffenstopfen einmontiert ist. Dies kann beispielsweise mittels eines zusätzlichen Metallrings oder ähnlicher Maßnahmen erfolgen. Als nachteilig erweist sich bei diesen Konstruktionen, dass sie aus einer Vielzahl von Einzelteilen aufgebaut sind und somit einen sehr hohen Fertigungs- und Montageaufwand erfordern.
- Die
DE 41 00 837 A1 zeigt einen Adaptor mit Trachealtubus. Dieser umfasst ein Anschlussstück, welches einstückig mit einem Anschlussrohr versehen ist. Auf dieses ist der Trachealtubus, welcher in Form eines weichen Schlauches ausgebildet ist, aufschiebbar. Um ein Abrutschen zu verhindern, weist das Anschlussstück einen Klemmring mit Klemmzungen auf. - Aus der
DE 44 12 615 A1 ist eine Schiebehülsen-Verbindung vorbekannt, bei welcher ein Rohr auf eine Innenhülse aufgeschoben und nachfolgend mittels einer Schiebehülse fixiert wird. Diese Schiebehülse ist ein separates, ringförmiges Bauelement. - Die
zeigt Rohrverbinder, welche nach dem Trennen durch Kappen verschließbar sind, die über ein Halteband verlustsicher gehalten sind.GB 1 424 505 A - Die
US 2,877,028 zeigt eine Vorrichtung zur Verbindung eines Schlauches mit einem größer dimensionierten Rohr. Dabei wird der Schlauch mittels eines Klemmkörpers und einer Schraubverbindung auf einen Konus an einem Rohransatz geklemmt. Dieser Rohransatz weist ein Innengewinde auf und kann somit auf ein Rohr aufgeschraubt werden. - Die
DE 88 07 430 U1 beschreibt ein Abwasserrohr-Innenreduzierungsstück, bei welchem ein zylindrisches Reduktionsstück in ein Abwasserrohr einsteckbar ist. Das Reduktionsstück weist eine mit einer Begrenzungskante versehene Endwandung auf, in welcher eine Ausnehmung ausgebildet ist, an welche sich ein zylindrischer Einsteckstutzen anschließt. In den Einsteckstutzen ist ein im Durchmesser reduziertes Rohr einsteckbar. Die gesamte Anordnung wird durch Dichtungsringe gehalten. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schlauchverbindung der Eingangs genannten Art zu schaffen, welche bei einfachem Aufbau und einfacher, kostengünstiger Herstellbarkeit für viele Schlauchgrößen und unterschiedlichste Einsatzzwecke anwendbar ist.
- Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmalskombination des Hauptanspruchs gelöst, die Unteransprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
- Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, dass die Schlauchverbindung zunächst eine konische Tülle aufweist, auf welche der Schlauch aufschiebbar ist. Weiterhin ist ein Muffenstopfen vorgesehen, welcher im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und an einer Stirnwand mit einer (zentrischen) Ausnehmung versehen ist. Der Muffenstopfen ist somit napfartig oder glockenartig ausgestaltet. Der Muffenstopfen mit seiner Ausnehmung ist zur Klemmung des Schlauchs auf dessen auf der Tülle aufgeschobenen Endbereich aufschiebbar.
- Die erfindungsgemäße Schlauchverbindung zeichnet sich durch eine Reihe erheblicher Vorteile aus. Erfindungsgemäß ist die Montage denkbar einfach. Zunächst wird der Muffenstopfen durch Einstecken des Schlauchendes in dessen zentrische Aus nehmung auf den Schlauch aufgeschoben. Nachfolgend wird die Tülle in das Schlauchende eingesetzt, so dass nachfolgend der Muffenstopfen über das Schlauchende geschoben werden kann, um dieses zu quetschen oder zu verpressen. Hierdurch erfolgt zum Einen eine mechanische Verankerung des Schlauches an der Universalkupplung, zum Anderen wird der Schlauch dicht mit der Schlauchverbindung verbunden, so dass auf zusätzliche Dichtelemente oder Ähnliches verzichtet werden kann.
- Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei einer auf das Schlauchende aufgebrachten Zugkraft der Muffenstopfen seine Klemmwirkung auf das Ende des Schlauches, welches auf die Tülle aufgeschoben ist, verstärkt, so dass zum Einen die Dichtwirkung erhöht wird und zum Anderen ein Abrutschen des Schlauches sicher verhindert wird.
- In einer besonders günstigen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Tülle in Form eines abgestuften Zylinders ausgebildet ist. Hierdurch kann die Schlauchverbindung für unterschiedlichste Schlauchdurchmesser verwendet werden. Die Verwendung eines abgestuften Zylinders weist weiterhin den Vorteil gegenüber einem reinen Konus auf, dass der Schlauch nicht abrutschen kann, da er jeweils auf den zylindrischen Teil-Bereichen der einzelnen Stufen gehalten wird.
- In einer besonders günstigen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die einzelnen Stufen des abgestuften Zylinders jeweils mit einer Hinterschneidung versehen sind. Sie sind somit nach hinten leicht konisch ausgebildet, wodurch eine zusätzliche Fixierung des Schlauchendes erfolgt.
- Besonders vorteilhaft ist es weiterhin, wenn der Muffenstopfen im Bereich seiner Ausnehmung mit einem zum Innenraum des Muffenstopfens weisenden Konus versehen ist. Dieser Konus dient zur zusätzlichen Pressung oder Quetschung des Schlauchendes und bewirkt beim Aufschieben des Muffenstopfens weiterhin, dass das Schlauchende vollständig auf die Tülle aufgeschoben wird.
- Durch die erfindungsgemäß beschriebene Verpressung oder Quetschung des Schlauchendes erfolgt, wie oben erwähnt, eine hervorragende Dichtung zwischen dem Schlauch und der Schlauchverbindung, so dass auf Dichtringe oder Ähnliches gänzlich verzichtet werden kann.
- Erfindungsgemäß ist es günstig, wenn die zu erreichende Mindestverpressung des Schlauchendes zwischen 10% und 20% der Wandstärke des Schlauches beträgt. Bei weichen Schläuchen kann die Verpressung noch weitaus höher sein. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Schlauchende sich weder von dem Konus des Muffenstopfens noch von der Tülle lösen kann.
- In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Einführkonus in Form eines Rohransatzes über die Stirnwand des Muffenstopfens vorsteht. Dieser Einführkonus erleichtert zum Einen das Einsetzen des Schlauchendes in den Muffenstopfen, zum Anderen dient er zur Absicherung gegen ein unbeabsichtigtes Einpressen des Schlauches in den Muffenstopfen, was wiederum zu einer Lockerung der Verpressung oder Quetschung zwischen dem Schlauchende, dem Konus des Muffenstopfens und der Tülle führen könnte. Zusätzlich können weitere Abzugssicherungen vorgesehen sein, beispielsweise Krallen, Stifte, Gewinde, Schnappverbindungen oder Ähnliches, die das Schlauchende nach dem Aufquetschen des Muffenstopfens sichern.
- Wie sich aus oben stehenden Ausführungen ergibt, ist die erfindungsgemäße Schlauchverbindung sehr einfach aufgebaut. Sie besteht aus zwei Teilen, nämlich der konischen Tülle und dem Muffenstopfen. Diese beiden Teile können herstellungsbedingt über ein Verbindungselement miteinander verbunden werden, so dass sich bei der Handhabung lediglich ein einziges, einteiliges System ergibt. Hieraus folgt, dass die Herstellung der Schlauchverbindung einfach und kostengünstig durchgeführt werden kann. Auch die Montage des Schlauchendes, beispielsweise durch einen Installateur, kann in einfachster Weise erfolgen. Es sind keinerlei Werkzeuge oder Hilfsvorrichtungen erforderlich, ebenso kann auf zusätzliche Bauelemente, beispielsweise Dichtungen oder Ähnliches, gänzlich verzichtet werden.
- Die Montage der Schlauchverbindung kann noch dadurch verbessert werden, dass die Tülle rückwärtig mit einem Rohransatz versehen ist. Bei einem Überschieben des Muffenstopfens über die Tülle bietet somit das andere Ende des Rohransatzes eine Handhabungsfläche oder Abstützfläche aus, um den Muffenstopfen mit entsprechender Kraftanwendung über die Tülle bzw. das Schlauchende zu quetschen.
- Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt
-
1 eine vereinfachte Darstellung der erfindungsgemäßen Schlauchverbindung im nicht-montierten Zustand und -
2 eine Schnittansicht durch die in1 gezeigte Schlauchverbindung im montierten Zustand. - In
2 ist zunächst in vereinfachter Weise das Ende eines Schlauches dargestellt. Dieses ist über eine Tülle2 geschoben. Diese besteht aus einzelnen, zylindrischen, abgestuften Abschnitten, welche zum Einen sichere Halterung des Schlauchendes gewährleisten und zum Anderen eine Anpassung an unterschiedliche Schlauchdimensionierungen ermöglichen. - Der Schlauch wird bevorzugter Weise bis an eine Anschlagfläche
9 der Tülle geschoben, so dass er vollständig aufgesteckt ist. - An die Tülle schließt sich ein zylindrischer Rohransatz
8 an, welcher an seinem freien Ende mit einem Flansch versehen ist, der eine Grifffläche10 bildet. - Die Tülle
2 ist über ein einstückig mit dieser verbundenes Sicherungsband11 mit einem Muffenstopfen3 verbunden. Dieser ist napfförmig oder glockenförmig ausgebildet und im Wesentlichen zylindrisch. Er ist mit einer Stirnwand4 versehen, die wie in1 gezeigt, in Form eines Flansches über die Kontur des Muffenstopfens3 überstehend ausgestaltet sein kann. - Der Muffenstopfen
3 ist so dimensioniert, dass er, ähnlich einem Spitzende oder einer Rohrmuffe, in ein Ablaufrohr oder Ähnliches eingesteckt werden kann, ohne dass ein Geruchsverschluss oder Siphon erforderlich ist. Dabei kann die vergrößerte Stirnwand4 als Anlagefläche dienen. - Der Muffenstopfen ist an seiner Stirnwand
4 mit einer zylindrischen Ausnehmung5 versehen, die einen nach innen weisenden Konus6 sowie einen nach außen weisenden Einführkonus7 hat (siehe2 ). Angrenzend an die Innenseite der Stirnwand ist an dem Muffenstopfen3 ein zusätzliches Stützrohr12 ausgebildet, welches zur Führung des Rohransatzes8 dient, insbesondere, um ein Verkanten zu verhindern. - Zur Montage wird somit zunächst der Muffenstopfen
3 mittels des Einführkonus7 auf das Ende des Schlauches1 aufgeschoben. Nachfolgend wird die Tülle2 in das Schlauchende2 eingesteckt, bis dieses gegen die Anschlagfläche9 anliegt. Nachfolgend wird der Muffenstopfen aufgedrückt, wobei die Grifffläche10 und die Stirnwand4 zu einer ausreichenden manuellen Krafteinleitung A jenen. - Durch den abgestuften Zylinder der Tülle
2 und den Konus6 des Muffenstopfens3 wird im Einbau eine hohe Pressung aufgebracht, so dass die Reibkräfte zwischen dem Schlauch und der Schlauchverbindung zu einer Selbsthemmung führen und eine ausreichend feste Verbindung gewährleisten. Der im Durchmesser abgestufte Zylinder der Tülle2 führt zu einem Aufweiten beim Aufstecken des Schlauchendes, wodurch beinahe jede beliebige Schlauchwandstärke eingesetzt werden kann. Die Selbsthemmung wird insbesondere dadurch erreicht, dass die innenliegende Tülle ”lose” ist. Auf den Schlauch aufgebrachte Zugkräfte führen somit zu einer verstärkten Quetschung des Schlauchendes, da der Schlauch zusammen mit der Tülle gegen den Konus6 des Muffenstopfens3 gezogen wird. - Die erfindungsgemäße Schlauchverbindung kann vorzugsweise für Steckprogramme mit Spitzende oder Rohrmuffen verwendet werden, es ist jedoch auch möglich, den Muffenstopfen so auszubilden, dass dieser verschweißt werden kann. Auch ein Einsatz im Druckrohrbereich ist erfindungsgemäß möglich.
-
- 1
- Schlauch
- 2
- Tülle
- 3
- Muffenstopfen
- 4
- Stirnwand
- 5
- Ausnehmung
- 6
- Konus
- 7
- Einführkonus
- 8
- Rohransatz
- 9
- Anschlagfläche
- 10
- Grifffläche
- 11
- Sicherungsband
- 12
- Stützrohr
Claims (10)
- Schlauchverbindung zur Verbindung eines Schlauches (
1 ) mit einem Rohrelement, mit einer konischen Tülle (2 ), auf welche der Schlauch (1 ) aufschiebbar ist, sowie mit einem Muffenstopfen (3 ), welcher zylindrisch ausgebildet ist und an einer Stirnwand (4 ) mit einer Ausnehmung (5 ) versehen ist, welche zur Klemmung des Schlauches (1 ) auf dessen auf der Tülle (2 ) aufgeschobenen Endbereich aufschiebbar ist, wobei der Rohransatz (8 ) mit seiner konischen Tülle (2 ) zur Selbsthemmung und Klemmung des Schlauchs (1 ) lose von der Seite des Muffenstopfens, welche in das Rohrelement einsteckbar ist, in dem Muffenstopfen (3 ) steckt, wobei der Muffenstopfen (3 ) zum Einstecken in das Rohrelement ausgebildet ist und wobei die Ausnehmung (5 ) der Stirnwand (4 ) und die Tülle (2 ) zur zusammenwirkenden Klemmung des auf die Tülle (2 ) aufgeschobenen Schlauchs (1 ) ausgebildet sind. - Schlauchverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tülle (
2 ) in Form eines abgestuften Zylinders ausgebildet ist. - Schlauchverbindung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Stufen des abgestuften Zylinders jeweils mit einer Hinterschneidung versehen sind.
- Schlauchverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Muffenstopfen (
3 ) im Bereich seiner zentrischen Ausnehmung (5 ) mit einem zum Innenraum des Muffenstopfens (3 ) weisenden Konus (6 ) versehen ist. - Schlauchverbindung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einführkonus (
7 ) in Form eines Rohransatzes über die Stirnwand (4 ) vorstehend ausgebildet ist. - Schlauchverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Ausnehmung (
5 ) des Muffenstopfens (3 ) zumindestens eine zusätzliche Auszugssicherung vorgesehen ist. - Schlauchverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tülle (
2 ) mit einem Rohransatz (8 ) versehen ist. - Schlauchverbindung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Muffenstopfen im montierten Zustand das Schlauchende sowie einen Teil des Rohransatzes (
8 ) umschließt. - Schlauchverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Muffenstopfen (
3 ) und die Tülle (2 ) einstückig ausgebildet sind. - Schlauchverbindung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Muffenstopfen (
3 ) und die Tülle (2 ) mittels eines flexiblen Sicherungsbandes (11 ) miteinander verbunden sind.
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