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Vorrichtung zum Abschrecken von hocherwärmten, zur Koksbildung neigenden
Kohlenwasserstoffdämpfen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abschrecken
hocherwärmter Kohlenwasserstoffdämpfe, die eine Neigung zur Bildung von Koksabscheidungen
haben. Derartige Abschreckv orrichtungen haben besondere Bedeutung im Zusammenhang
mit Wirbelschichtverkokungssystemen mit einer langgestreckten senkrechten Verkokungskammer
zur Umsetzung von in die hocherwärmte verwirbelte Feststoffschicht eingesprühten
Kohlenwasserstoffölen in Dämpfe.
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Wirbelschichtverkokungsverfahren hat man seit einiger Zeit in die
Erdölindustrie eingeführt. Bei diesen Verfahret. wird ein Schweröl, gewöhnlich ein
Rückstandsöl, in Berührung mit feinverteilten hocherwärmten Feststoffteilchen umgewandelt,
die sich in Form einer Wirbelschicht in der Verkokungs- oder Reaktionszone befinden.
Durch die Berührung mit den Feststoffteilchen ergibt das Schweröl außer dampfförmigen
Umwandlungsprodukten noch Koks, der sich auf den Feststoffteilchen absetzt. Die
Feststoffteilchen bestehen gewöhnlich aus Koksteilchen, die in dem Verfahren selbst
entstanden sind und deren Größe zwischen etwa 20 und 1000u, beträgt. Man kann jedoch
auch andere katalytisch oder nicht katalytisch wirkende Feststoffe hierfür verwenden,
z. B. Sand, verbrauchten Katalysator oder Kieselgut.
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Um die Verkokungstemperatur auf etwa 480 bis 650° zu halten, zieht
man einen Teil der aus aufgewirbelten Feststoffteilchen bestehenden Schicht kontinuierlich
ab, führt die festen Teilchen zu einer außerhalb liegenden Heizzone und leitet sie
nach dem Aufheizen wieder zurück. Diese außerhalb liegende Heizzone enthält gewöhnlich
einen Wirbelschichtbrenner, in dem die kohlenstoffhaltigen Abscheidungen teilweise
verbrannt und die verbleibenden Feststoffe auf eine Temperatur erwärmt werden, die
etwa 55 bis 220° oberhalb der Verkokungstemperatur liegt. Man kann jedoch auch andere
bekannte Heizvorrichtungen vorsehen, z. B. in einer Durchflußleitung eingebaute
Verbrennungsanlagen oder Heizkessel, in denen sich die Teilchen auf Grund ihres
spezifischen Gewichtes von oben nach unten bewegen.
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Die dampfförmigen Umwandlungsprodukte zieht man oben aus der Verkokungswirbelschicht
ab und entfernt die mitgeschleppten Feststoffteilchen, vorzugsweise in einer Zyklontrennanlage,
die aus einer Anzahl parallel oder hintereinander geschalteter Zyklonabscheider
innerhalb des Reaktionsraumes besteht. Diese Trennanlage kann aber natürlich auch
außerhalb oberhalb des Verkokungsreaktors angebracht sein.
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Wegen der Neigung der Produktdämpfe zur Koksabscheidung hat die erfindungsgemäße
Abschreckvorrichtung besondere Bedeutung für das vorstehend geschilderte Wirbelschichtverkokungsverfahren
und wird deshalb am besten im Zusammenhang mit diesem hier weiter beschrieben. Über
der erwähnten Verkokungs-und Trennanlage befindet sich hierbei eine Abschreck-und
Waschzone zum schnellen Abkühlen der entsprechenden Dämpfe, die mit einer Vorrichtung
zum Einspritzen von kühlem Öl versehen ist. Das Besondere bei der Abschreckvorrichtung
ist die Anordnung einer Abschreckdüse zum Einlassen der aus der Verkokungskammer
kommenden Produktdämpfe in die Abschreckzone mit hoher Geschwindigkeit, wobei diese
Düse aus einer isolierten senkrechten Leitung besteht, die in den Unterteil der
Abschreckzone hineinragt. Diese isolierte Leitung endet in einer mit ihr ein einheitliches
Ganzes bildenden Ablenkkappe, die in der Lage ist, die daraus austretenden Dämpfe
unter einem Winkel von 20 bis 60° gegenüber der Waagerechten austreten zu lassen,
und die so bemessen ist, daß diese Dämpfe mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 95m/sec
austreten. Dabei hat diese Ablenkkappe einen freien Dampfdurchlaß, der 50 bis 40
°/o des Dampfdurchlasses der isolierten Leitung ausmacht. Vorzugsweise läuft die
Ablenkkappe in eine ebene Fläche aus, die in Richtung auf das isolierte Rohr mit
mehr als 3° gegenüber der Senkrechten nach unten geneigt ist.
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Durch die beschriebene Abschreckvorrichtung für die Produktdämpfe
gelingt es, die Dampfübergangsleitung zur Kühlzone so kurz wie möglich zu halten.
Über ihr befinden sich dann Kontaktvorrichtungen für Flüssigkeit und Dämpfe, z.
B. Scheiben und ringförmige Prallplatten sowie Vorrichtungen, die es ermöglichen,
ein kaltes Waschöl über die Kontaktvorrichtung zu sprühen. Die aus der Verkokungszone
kommenden Umwandlungsprodukte gelangen zuerst in den unteren Teil der Abschreckwaschzone,
werden dort mit dem Waschöl zusammengebracht
und rasch bis unter
die Temperatur der Koksbildung, d. h. unter d25', abgekühlt. Weiter oben werden
die gewaschenen Umwandlungsprodukte dann fraktioniert. Man kann die Fraktionierzone
auch mit der Waschzone zu einer einheitlichen Zone vereinigen.
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Bei dem beschriebenen Zusammenbau der Abschreckvorrichtung mit einer
Wirbelschichtverkokungsanlage werden die bisher in ähnlichen Fällen auftretenden
Schwierigkeiten vermieden. Bei der bisherigen Arbeitsweise kondensieren sich die
Produktdämpfe teilweise und bilden Ablagerungen, z. B. in den Rohren, in denen die
Dämpfe zu und aus der Waschzone abziehen. Außerdem setzt sich die Waschflüssigkeit
an dem Auslaß der Dampfabzugsleitungen ab und bildet ebenfalls Koks. Diese Koksablagerungen
waren oft so stark, daß die ganze Anlage betriebsunfähig wurde. Ebenso wird durch
die Verwendung der erfindungsgemäßen Abschreckvorrichtung verhütet, daß in den auf
der Innenseite der Waschzone liegenden, die von Flüssigkeit umspülten Einrichtungen
Koksabscheidungen auftreten, wenn ungekühlte Dämpfe auf sie treffen. Derartige Abscheidungen
in den bekannten Verkokungsanlagen machten zwar an sich die letzteren nicht betriebsunfähig;
sie fielen jedoch zum Boden der Waschzone und verstopften die für den Umlauf der
Flüssigkeit vorgesehenen Leitungen und unterbrechen dadurch den Betrieb.
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Das Wesen der Erfindung wird im Zusammenhang mit einer Verkokungsanlage
der erwähnten Art noch näher an Hand der Zeichnung erläutert. Hierbei stellt Fig.
I eine einheitliche Wirbelschichtverkokungsanlage dar, in die die erfindungsgemäße
Abschreckvorrrichtung eingebaut ist; Fig. II der Zeichnungen zeigt einen vergrößerten
senkrechten Schnitt der erfindungsgemäßen Abschreckdüse.
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Erfindungsgemäß iwird eine Verbesserung eines Wirbelschichtverkokungsverfahrens
vorgeschlagen, bei dem ein Kohlenwasserstofföl in einer V erkokungszone durch Kontakt
mit aufgewirbelten Feststoffteilchen, die eine hohe Temperatur besitzen, in dampfförmige
Produkte umgewandelt wird, die nach Entfernung mitgeschleppter Feststoffteilchen
oben abgezogen werden und in der Dampfphase in einer Waschzone mit einem kalten
schweren Abschrecköl unmittelbar abgeschreckt werden, wobei ein Teil flüssiger Produkte
im unteren Teil der Waschzone verbleibt. Die Verbesserung besteht darin, daß man
die dampfförmigen Umwandlungsprodukte aus der Verkokungszone nach oben in den unteren
Teil der MVaschzone durch einen isolierten Kanal leitet, der durch die flüssigen
Produkte hindurchführt, und die Dämpfe dann durch eine geneigte isolierte konvergierende
Düse mit einer Geschwindigkeit von 30,5 bis 76 mjsec in einem Winkel von 20 bis
60' gegenüber der Waagerechten ausläßt, wodurch die Arbeitsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit
des Verkokungsverfahrens stark verbessert wird.
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Insbesondere wird durch die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung
zum Abschrecken von Kohlenwasserstoffdämpfen hoher Temperatur geschaffen, die eine
Neigung zur Bildung von Koks aufweisen. Die Vorrichtung besteht aus einem Abschreckgefäß,
einem senkrecht angeordneten isolierten Rohr, das sich bis in den unteren Teil erstreckt,
um Dämpfe aufzunehmen, wobei das isolierte Rohr in einer schräg angeordneten konvergierenden
Düse oder Ablenkkappe mit einem freien Dampfdurchlaß endet, dessen Querschnittsfläche
15 bis 40 °;" der Querschnittsfläche des Durchlasses des isolierten Rohres ausmacht
und dazu geeignet ist, die Dämpfe in das Abschreckgefäß mit einer Geschwindigkeit
von 30,5 bis 76 m/sec in einem Winkel von 20 bis 60' gegenüber der Waagerechten
einzulassen, wobei die geneigte konvergierende Düse in einer Ebene endet, die mehr
als 3' von der Senkrechten nach unten geneigt ist.
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Das Abschreckgefäß, das nachfolgend eingehender beschrieben wird,
enthält eine Vorrichtung zum Kontakt zwischen Dampf und Flüssigkeit, Vorrichtungen
zur Einführung von kaltem Abschrecköl in dessen unterem Teil, Vorrichtungen zum
Austragen der Flüssigkeiten aus dessen unterem Teil und eine Vorrichtung zum Abziehen
abgeschreckter Dämpfe aus dem oberen Teil.
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In Fig. I stellt 10 ein Reaktionsgefäß oder eine Verkokungszone dar,
die mit einer darüber befindlichen Abschreckzone für das Produkt und einer Fraktionierungsanlage
verbunden ist. Die Verkokungszone enthält eine dichte Wirbelschicht 12 aus feinzerteilten
inerten Teilchen, die vorzugsweise aus feinteiligem, im Verfahren erzeugtem Koks
bestehen. Die dichte Wirbelschicht hat eine mit 14 bezeichnete obere Grenze, über
der sich eine verdünnte oder dispergierte Phase befindet. Die inerten Feststoffteilchen
der Wirbelschicht 12 haben eine Teilchengröße zwischen etwa 20 und 1000 Ei" vorzugsweise
zwischen etwa 40 und -100 @-,. Die Temperatur der Wirbelschicht beträgt etwa 455
bis 870', vorzugsweise etwa 480 bis 595'.
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Die umzuwandelnde, vorerhitzte Ölbeschickung wird direkt in die hochturbulente
Wirbelschicht 12 im Reaktionsgefäß an mehreren Stellen durch die Leitung 1 eingeführt.
Die Ölbeschickung wird vorzugsweise auf geeignete Weise z. B. durch Wärmeaustausch
mit Produktanteilen usw. auf eine Temperatur zwischen 315 und 425' erhitzt, bevor
er in das Reaktionsgefäß 10 eingeleitet wird. Die Ölbeschickung besteht vorzugsweise
aus einem Rückstandserdöl, wie Teer, Pech, rohen Rückständen, schweren Rückständen
oder anderen ähnlichen Kohlenwasserstoffmaterialien mit einem spezifischen Gewicht
zwischen etwa 1,0 und 0,9340, einem Kohlenstoffgehalt nach Conradson zwischen etwa
5 und 50 Gewichtsprozent und einem Siedebeginn von 455 bis 650'. Wasserdampf oder
ein anderes im wesentlichen inertes Gas kann an einer oder mehreren Stellen 2 eingeführt
werden, um anhaftende Kohlenwasserstoffe von dem Koks zu entfernen, bevor er dem
Kreislauf zugeführt wird, um wieder erhitzt zu werden und dazu beizutragen, die
Wirbelschicht in aufgewirbeltem Zustand zrr halten.
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Die Wirbelschicht 12 wird durch das nach oben strömende Kohlenwasserstoffgas
und die durch die Verkokung der Ölbeschickung gebildeten Dämpfe und durch den dem
Verfahren zugesetzten Wasserdampf in aufgewirbeltem Zustand erhalten. Die Oberflächengeschwindigkeit
der Gase und der Dämpfe, die sich durch die Wirbelschicht 12 narb oben bewegen,
liegt zwischen etwa 0,15 und 1,22 m 'sec, wenn feinkörniger Koks einer Teilchengröße
von etwa 40 bis 400 1a verwendet wird, und bei einer Oberflächengeschwindigkeit
von etwa 0,31 bis 0,61 m-sec beträgt die Dichte der Wirbelschicht etwa 640 kgm3,
sie kann jedoch in Abhängigkeit von der ausgewählten Geschwindigkeit und der jeweiligen
Teilchengröße etwa 240 bis 960 kg;m3 betragen.
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Koksteilchen werden aus der dichten Wirbelschicht 12 nach unten durch
die Abstreifzone im Unterteil des Verkokungsgetäßes durch die Leitung 5 abgezogen
und zu einer externen Heizzone geführt, in der sie auf eine Temperatur erhitzt werden,
die 55 bis 222' über der Verkokungstemperatur liegt. Erhitzte Koksteilchen werden
aus der Erhitzungszone entfernt und durch die Leitung 6 zur Aufrechterhaltung der
Verkokungstemperatur wieder in die Verkokungszone eingeführt.
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Dampfförmige Verkokungsprodukte verlassen die Wirbelschicht 12 und
«-erden oben durch ein Zyklonabscheidersystem 3 geführt, das im oberen Teil des
Reaktionsgefäßes 10 angeordnet ist. Die die Reaktionszone verlassenden gasförmigen
Reaktionsteilchen und die
Zyklonabscheider 3 oder andere Gas-Feststoff-Trennvorrichtungen
werden angewendet, um die mitgeschleppten Feststoffteilchen abzutrennen oder zu
gewinnen und sie durch geeignete Tauchrohre in die dichte Wirbelschicht zurückzuführen.
Man kann mehr als einen Zyklonabscheider in Stufen anwenden, und er kann außerhalb
des Reaktionsgefäßes 10 angeordnet sein. Die Dämpfe setzen ihre Aufwärtsbewegung
durch die Abschreckdüsen 4 fort, die erfindungsgemäß in den Turm angeordnet sind,
worin die Dämpfe durch kaltes zurückgeführtes Öl auf etwa 315 bis 480' gekühlt werden.
Durch diese Abschreckung werden aus den Dämpfen die schweren Bestandteile entfernt,
die Katalysator und hitzebeständige Verunreinigungen enthalten.
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Das Abschreck- oder Waschöl und die kondensierten schweren Anteile
sammeln sich in dem Flüssigkeitsbehälter 20, der sich am unteren Ende der Waschzone
befindet. Ein Teil dieses kondensierten Öles kann, falls erwünscht, als Produkt
durch die Leitung 21 abgezogen werden, vorzugsweise wird jedoch ein durch die Leitung
22 zurückgeführter Anteil im Wärmeaustauscher 23 gekühlt, und das kalte Öl wird
dann durch die Leitungen 24 und 25 in die Waschzone eingeführt und über die Vorrichtung
zum Dampf-Flüssigkeits-Kontakt gesprüht. Der Rest des Öles wird zur weiteren Behandlung
durch die Leitung 26 zur Verkokungszone zurückgeführt. Die gewaschenen Dämpfe setzen
ihre Aufwärtsbewegung durch den Turm fort, in dem Fraktionen mit mittleren Siedebereichen
kondensiert werden. So kann ein schweres Gasöl durch die Leitung 27 und ein leichtes
Gasöl durch die Leitung 23 entfernt werden. Das restliche unkondensierte Material
einschließlich Rohbenzin und leichterer Kohlenwasserstoffe wird aus dem Oberteil
des Turms durch die Leitung 20 entfernt und auf gewünschte Weise weiterbehandelt.
Um eine stufenweise Wärmeableitung durchzuführen, kann man Teile des Produktes kühlen
und auf übliche Weise in den Turm zurückführen.
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Bei der bisherigen Arbeitsweise bereitete die Einführung der hocherwärmten
Umwandlungsprodukte aus der dispersen Phase der Verkokungszone in die Abschreckzone
Schwierigkeiten. In den senkrechten Rohren, in denen die Umwandlungsprodukte von
den Zyklonabscheidern des Reaktionsgefäßes aufwärts durch den Flüssigkeitsbehälter
im Boden der Abschreckzone aufsteigen, bilden sich Koksablagerungen. Ferner bilden
sich schwere Koksablagerungen, wenn heiße Dämpfe auf die inneren Teile der Waschzone
treffen und deren Oberflächen nicht hinreichend mit Flüssigkeit bespült sind.
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Erfindungsgemäß wird eine besonders konstruierte Abschreckdüse 4 verwendet,
um Dämpfe aus dem Zyklonabscheider des Reaktionsgefäßes in die Waschzone so einzuführen,
daß Koksablagerungen in dem von dem Zyklonabscheider ausgehenden senkrechten Rohr
vermieden werden, um das Auftreffen der Dämpfe auf die nicht bespülten Oberflächen
der Waschzone zu verhindern und um ein wirksames Mischen des Wasch- oder. Abschrecköls
mit den Dämpfen zu erzielen. Diese Düsenkonstruktion wird eingehender in Fig. II
gezeigt.
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Die wesentlichen Kennzeichen dieser Abschreckdüsen sind unter anderem
1. Die Verwendung einer geneigten konvergierenden zylindrischen Düse auf dem senkrechten
Dampfsteigrohr zur Erhöhung der Geschwindigkeit der Umwandlungsprodukte auf über
30,5 m/sec. Die hohe Geschwindigkeit, die durch diese Düse erzielt wird, lockert
sämtliche Koksablagerungen, die sich in der Düse bilden könnten und bewirken ein
kräftiges Mischen des Waschöls mit den Dämpfen.
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2. Weil die Düse in einem Winkel angeordnet ist, werden die Dämpfe
gezwungen, sich quer durch den Turm zu bewegen, sie durchlaufen so eine längere
Bahn, bevor sie die Wandoberflächen berühren. Sie werden gegen senkrechte Wände
gerichtet, die mit Flüssigkeit bespült sind. Hierdurch wird ein Kontakt der Dämpfe
mit den unteren Oberflächen der für den Dampf-Flüssigkeits-Kontakt vorgesehenen
Prallwände in dem Waschgefäß, die nicht mit Flüssigkeit bespült werden, verhindert.
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3. Das senkrechte Rohr und die Düse sind gut isoliert, um Wärmeverluste
zu vermeiden und um die Verkokung der mit dem senkrechten Steigrohr in Berührung
stehenden Flüssigkeit zu verhindern. Das senkrechte Steigrohr und die geneigt angeordnete
Umwandlungsdüse können z. B. durch Dampfschlangen oder durch elektrische Heizelemente
erhitzt werden, um weiter Wärmeverluste auszugleichen.
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4. Bei einer bevorzugten Konstruktion endet das Auslaßende der konvergierenden
Düsenenden in einer Ebene, die um mehr als 3' geneigt ist. Hierdurch wird verhindert,
daß Flüssigkeit, insbesondere bei niedrigen Beschickungsgeschwindigkeiten, in die
Düse fällt, wenn die in der Düse herrschende Geschwindigkeit nicht ausreicht, das
Eintreten der Flüssigkeit vollkommen zu verhindern. Da die Düse in einer ebenen
Fläche endet, wird ein Eindringen von Flüssigkeit in die abgeführten Dämpfe verhindert.
Es wurde gefunden, daß durch dieses Eindringen Koksablagerungen verursacht werden.
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Diese Anordnung ist mehr ins einzelne gehend in Fig. II dargestellt.
Ein Teil 40 des die aus dem Zyklonabscheider ausgelassenen Dämpfe enthaltenden senkrechten
Rohres ist hier dargestellt. Die Dämpfe strömen durch diesen Teil mit einer Geschwindigkeit
von 12 bis 23 m/sec. Die Wände des senkrechten Steigrohres sind gut isoliert und
können weiter durch Dampfschlangen 41 erhitzt «erden, die innerhalb der Isolation
angeordnet sind. Die Dämpfe werden in eine geneigte konvergierende Düse 42 gelenkt.
In diesem speziellen Beispiel ist eine flache Prallplatte 43 in dem senkrechten
Dampfkanal angeordnet, um den Dampfstrom sacht abzulenken. Die obere Fläche der
Düse 42 ist um mehr als 10'' geneigt (Winkel <3), um ein Ablaufen der Flüssigkeit
zu erreichen. Der ebene Endteil der Düse ist um mehr als 3' von der Senkrechten
geneigt (Winkel B), um zu verhindern, daß die abwärts fließende Flüssigkeit in die
Düse eintritt. Die Düse arbeitet am besten, wenn die Dämpfe in einem Winkel (Winkel
C) von 20 bis 60' gegenüber der Waagerechten in die Waschzone strömen. Die Breite
der ringförmigen ebenen Oberfläche, die sich rings um den Düsenauslaß befindet,
muß das o,5- bis l,Ofache des Durchmessers der Auslaßdüse betragen, darf jedoch
nicht kleiner als 15,24 cm sein, um das Eindringen von Flüssigkeit in die mit hoher
Geschwindigkeit ausströmenden Dämpfe zu verhindern. Die Düse ist so bemessen, daß
die Dämpfe bei normalem Betrieb eine Auslaßgeschwindigkeit von 46 bis 61 m/sec haben.
Dies genügt, um jegliche Flüssigkeit, die in die Düse eintreten könnte, herauszublasen,
und um sämtliche sich möglicherweise bildenden Koksablagerungen loszulösen.
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Beim normalen Betrieb ist der untere Teil der Waschzone mit einem
sehr feinen, kräftig bewegten Kohlenwasserstoffnebel gefüllt. Bei niedrigen Geschwindigkeiten
kann jedoch das Waschöl in Form von einzelnen großen Tropfen hinunter in den Düsenbereich
gelangen. So verhindern bei dem Arbeiten unter voller Ausnutzung der Kapazität die
hohen Geschwindigkeiten das Eintreten von Nebel in die Düse, und beim Arbeiten der
Kapazitätsgrenze verhindert die Neigung der Auslaßfläche den Eintritt der herabfallenden
Flüssigkeitstropfen. Man sieht also, daß dem Verkokungsverfahren durch diese besondere
Düsenkonstruktion eine gute Anpassungsfähigkeit verliehen wird.
Wenn
mehr als eine Abschreckdüse zur Einführung der aus dem Verkokungsgefäß kommenden
Dämpfe in die Abschreckzone verwendet wird, wenn z. B. vier Düsen verwendet werden,
dann werden die geneigten konvergierenden Düsen so angeordnet, daß sie die Dämpfe
tangential um einen waagerechten Querschnitt der Waschzone und nicht durch die senkrechte
Mittellinie lenken. Hierdurch wird eine weitere Bewegung und Vermischung des Waschöls
mit den Dämpfen begünstigt.
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In der Tabelle ist ein spezifisches Beispiel für die vorliegende Erfindung
dargestellt. Dieses Beispiel stellt die Verkokung eines im Vakuum rasch verdampften
Rückstands mit einem Siedebeginn von 510', einem spezifischen Gewicht von 1,0744,
einem Kohlenstoffgehalt nach Conradson von 30,2 Gewichtsprozent und einem Schwefelgehalt
von 4,1 Gewichtsprozent dar, wobei das gesamte oberhalb 545' siedende Produkt (0,3
kg/kg frischer Einsatz) bis zur vollständigen Umwandlung zurückgeführt wird.
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Beispiel
| Druck am Zykloneinlaß, kg(cm2 ..... 0,77 |
| Temperatur der Verkokungswirbel- |
| schicht, 'C ...................... 532 |
| Beschickungsgeschwindigkeit, |
| Gew.[h/Gew. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,7 |
| Umlaufgeschwindigkeit der Feststoff- |
| teilchen, kg/kg Beschickung ....... 8,6 |
| Zur Aufwirbelung dienender Wasser- |
| dampf, Gewichtsprozent der Be- |
| schickung ....................... 14,7 |
| Umwandlung in bei 545' siedende Pro- |
| dukte ........................... 70,7 |
| Dampfgeschwindigkeit am Ausgang der |
| Abschreckdüse, m/sec . . . . . . . . . . . . . 58 |
| Druckabfall an den Zyklonabscheidern |
| und den Abschreckdüsen, kg/cm2 .. 0,065 |
| Temperatur des Dampfes in der Wasch- |
| zone, 'C ........................ 532-Boden |
| 343-oberes Ende |
| Temperatur der Flüssigkeit in der |
| Waschzone, 'C .................. 385-Boden |
| 260-oberes Ende |
| Verwendetes flüssiges Abschreckmittel, |
| kg/tatsächliche m3-Dämpfe . .. . ... . 1,76 |
| Anzahl der Zyklonabscheider und |
| Abschreckdüsen .................. 2 |
| Wirkungsgrad des Zyklonabscheiders, |
| m3;1iMinute bei 1,76 kg/m3 anfänglicher |
| Feststoffbeschickung .............. 170,`Zyklon |
| Innerer Durchmesser der senkrechten |
| Steigrohre für die Düsen, cm ...... 45,7 |
| Auslaßdurchmesser der Abschreckdüsen, |
| cm ............................. 30,5 |
| Winkel A ......................... 15' |
| Winkel B ......................... 5' |
| Winkel C ......................... 35' |