DE1024488B - Destillationskolonne - Google Patents

Destillationskolonne

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DE1024488B
DE1024488B DEN7948A DEN0007948A DE1024488B DE 1024488 B DE1024488 B DE 1024488B DE N7948 A DEN7948 A DE N7948A DE N0007948 A DEN0007948 A DE N0007948A DE 1024488 B DE1024488 B DE 1024488B
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DE
Germany
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liquid
tube
gas
pipe
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DEN7948A
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English (en)
Inventor
Dr William S Norman
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WILLIAM S NORMAN DR
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WILLIAM S NORMAN DR
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/16Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Destillationskolonne Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur fraktionierten Destillation von Flüssigkeiten oder zur Behandlung von Gasen mit Flüssigkeiten, wobei eine Flüssigkeit mit einem Gas auf aufeinanderfolgenden Stufen in Berührung gebracht wird und wobei Flüssigkeit und Gas zwischen den Stufen im Gegenstrom fließen. (Der Ausdruck »Gas« ist hier so zu verstehen, daß er auch Dämpfe einschließt.) Fiir Vorrichtungen obengenannter Art ist es wesentlich, daß die Flüssigkeit auf jeder Stufe in eine möglichst wirkungsvolle Berührung mit dem Gas gebracht wird, worauf die beiden Stoffe dann wieder so vollständig wie möglich getrennt werden, damit für den Durchfluß das Gegenstromprinzip aufrechterhalten bleibt. Es ist ferner sehr wünschenswert, daß für Flüssigkeit und Gas die Durchflußgeschwindigkeit durch die Vorrichtung ausreichend hoch ist, so daß die Behandlung in einer möglichst kleinen und gedrängten Vorrichtung durchgeführt werden kann.
  • Die Erfindung hat eine derartige Vorrichtung für die fraktionierte Destillation von Flüssigkeiten oder für die Behandlung von Gasen mit Flüssigkeiten zum Gegenstand, mittels deren die Berührung zwischen Gas und Flüssigkeit stufenweise bei beträchtlich hölieren Geschwindigkeiten durchgeführt werden kann, als dies bei bekannten Vorrichtungsformen möglich ist, ohne daß jedoch merkliche Mengen von Flüssigkeit von dem Gas mit weggeführt werden.
  • Gemäß der Erfindung wird die Berührung zwischen der Flüssigkeit und dem Gas in einer oder mehreren Stufen derart herbeigeführt, daß man die Flüssigkeit in einer oder mehreren Verteilerzonen innerhalb jeder Stufe tropfenförmig in einem Strom des Gases verteilt und sie dann wieder durch Zentrifugieren von dem Gas trennt, wobei die Verteilung der Flüssigkeit in dem Gas dadurch bewirkt wird, daß man den Gasstrom mit hoher Geschwindigkeit durch die Flüssigkeit oder nahe an ihr vorbeiführt, so daß die Flüssigkeit in den Gasstrom hineingezogen und durch ihn verteilt wird. Die Flüssigkeit läßt man entweder durch ihre eigene Schwere zu dieser Zone oder auf andere Weise zufließen, wobei die zur Flüssigkeitsverteilung notwendige Energie dem eine hohe Geschwindigkeit aufweisenden Gasstrom entnommen wird. Diese Geschwindigkeit liegt in der Verteilerzone vorzugsweise bei 15 bis 30 m/sec, kann jedoch auch höher oder niedriger sein, je nach der besonderen Art der auszuführenden Operation.
  • Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht jede Stufe aus einer oder mehreren Flüssigkeitsverteilereinrichtungen, von denen jede vorzugsweise aus einem vertikalen Rohr besteht, in dessen Innerem eine Reihe von radialen Flügeln od. dgl. angeordnet ist, die in einem Winkel gegen die Rohrachse geneigt sind, derart, daß dem das Rohr von unten nach oben durchströmenden Gas eine rotierende Bewegung zuteil wird. Die Flüssigkeit, die auf Grund ihrer Schwere der betreffenden Stufe zufließt, wird in oder nahe dem Zentrum der Zone, in welcher das Gas rotiert, aufgegeben. So kann beispielsweise die herabfließende Flüssigkeit aus einer vorhergehenden Stufe mittels einer oder mehrerer Rohrleitungen in einen Becher, Trog od. dgl. geleitet werden, der in der Gasrotationszone zentral angeordnet ist. Zweckmäßigerweise stellt der Becher oder Trog zugleich die Nabe dar, auf welcher die Flügel od. dgl. im Inneren des Rohres ausgebildet oder angeordnet sind. Selbstverständlich kann jede geeignete Einrichtung angewandt werden, welche den Flüssigkeitsstrom zu einem oder mehreren Punkten in oder nahe dem Zentrum der Gasrotationszone leitet, wo die Gasgeschwindigkeit ausreicht, um die Verteilung der Flüssigkeit zu bewirken. So kann man beispielsweise die Flüssigkeit durch im Zentrum des Gasstromes oder in dessen Nähe gelegene Düsen oder Mundstücke fließen lassen, bevor oder nachdem man den Gasstrom in Rotation versetzt hat. Im übrigen können die obenerwähnten Flügel hohl sein, und die Flüssigkeit kann durch sie hindurch in den mit hoher Geschwindigkeit bewegten Gasstrom eingeführt werden.
  • Die Flügel können auch in bezug auf die Ebene der Nabe bzw. des Bechers gerade gerichtet sein.
  • Nach einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung kann das Gas mit Hilfe von tangential in das obenerwähnte Rohr führenden Einlaßöffnungen oder mittels irgendeiner geeigneten Kombination von Offnungen und Flügeln in Rotation versetzt werden.
  • Die Fliissigkeitsverteilereinrichtung (en) kann (können) auf einer Ebene in Gestalt einer horizontalen Platte angeordnet sein, die zwischen einer Stufe und der ihr vorangehenden oder folgenden quer zu dem Turm, in welchem die Stufen angeordnet sind, eine Schranke bildet. In der Platte sind Einrichtungen vorgesehen, die es der Flüssigkeit erlauben, auf eine niedrigere Stufe (normalerweise die nächstniedrige) herabzufließen, während die Verteilereinrichtungen das von Stufe zu Stufe aufwärts strömende Gas passieren lassen.
  • Es ist ersichtlich, daß die der Flüssigkeit durch das Gas erteilte Rotationsbewegung eine Zentrifugalkraft erzeugt, welche die Flüssigkeitstropfen quer zum Gasstrom nach außen schleudert. Falls lediglich eine einzige Verteilereinrichtung je Stufe in oder nahe dem Zentrum der betreffenden Platte vorgesehen ist, läßt sich die Flüssigkeit von dem Gas so trennen, daß man sie an die Wände des Turmes prallen läßt und dann in Richtung der Platte abzieht. Die Abscheidung kann aber auch so bewirkt werden, daß man in dem einen Teil der Verteilungseinrichtung, dem Rohr, eine nach oben gerichtete Ausweitung vorsieht und die Wände des erweiterten Teiles auf geeignete Art durchlöchert.
  • Diese Durchlöcherung kann beispielsweise in Form von Löchern oder Schlitzen ausgeführt sein. Der bzw. die Schlitze können auch in Form einer Tangentialöffnung in der Wand eines Abscheidungsrohres ausgebildet sein. Die durch die Zentrifugalkraft nach außen geschleuderte Flüssigkeit sammelt sich dann an den Wänden der Rohrausweitung und fließt durch die Offnungen, wie oben gezeigt, der Platte zu. Eine weitere mögliche Ausführungsform besteht darin, daß man ein sich nach oben erstreckendes Uberfangrohr von größerem Durchmesser als das Rohr der Verteilereinrichtung vorsieht, das zentral über dem letzteren angeordnet ist, derart, daß zwischen dem unteren Ende des Uberfangrohres und der Platte ein Zwischenraum gelassen ist. An die Wände des Uberfangrohres geschleuderte Flüssigkeit fließt dann abwärts, der Platte zu, oder überfließt das obere Ende des Uberfangrohres. Um ein Abspritzen vom Kopf des Rohres zu vermeiden, können geeignete Leitelemente vorgesehen sein, die die Flüssigkeit nach abwärts, der Platte zu, l, enken. Das Uberfangrohr kann auch durchlöchert sein. Vorzugsweise kann das Uberfangrohr oder die Rohrerweiterung die Form eines Kegelstumpfes haben, der so angeordnet ist, daß das Ende mit kleinem Durchmesser das obere Ende des Uberfangrohres bzw. der Rohrerweiterung bildet.
  • Falls mehr als eine Flüssigkeitsverteilereinrichtung je Stufe vorgesehen ist, so ist es wesentlich, daß eine der oben beschriebenen Abscheidungseinrichtungen mit jeder Verteilervorrichtung gekoppelt ist.
  • Zur Erreichung einer guten Kontaktwirkung zwischen Gas und Flüssigkeit hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Flüssigkeit auf jeder Stufe bzw. Plattform nacheinander mit zwei oder mehr Gasströmen in Berührung zu bringen.
  • Dementsprechend ist in einer weiteren Ausffihrungsform der Vorrichtung nach der Erfindung eine Einrichtung vorgesehen, in welcher die Flüssigkeit auf jeder Stufe oder Plattform nacheinander mit zwei oder mehr Gasströmen in Berührung gebracht wird.
  • Sind auf einer Plattform beispielsweise drei Verteiler-und Sammeleinrichtungen vorgesehen, über die sich der Gasstrom gleichmäßig verteilt, so kann der Flüssigkeitsstrom zunächst durch eine Verteilereinrichtung geschickt werden, worauf die Flüssigkeit, nachdem sie sich wieder gesammelt hat, durch die zweite und endlich durch die dritte Einrichtung geschickt wird, nach deren Verlassen sie dann zu der nächstliegenden Plattform weiternießt. Ist eine größere Anzahl von Verteiler-und Sammeleinrichtungen je Plattform vorgesehen, so kann der Flüssigkeitsstrom in mehrere Einzelströme zerlegt werden, wobei dann jeder dieser einzelnen Ströme nacheinander über zwei oder mehrere Verteiler-und Sammeleinrichtungen geleitet wird.
  • Eine Ausführungsform, die dieser Vorrichtung entspricht, wird bei einer Flüssigkeitsverteiler-und Abscheidungseinrichtung verwendet, worin die Flüssigkeit einem zentralen Becher zugeleitet wird, der die Nabe fiir eine Anzahl kurvenförmiger, radialer, gegen die Becherachse geneigter Flügel bildet, die einem aufsteigenden Gasstrom eine Rotationsbewegung verleihen. Koaxial zu dem Becher sind drei Siebwände angeordnet ; die beiden inneren Siebwände teilen den von den Flügeln kommenden Gasstrom in drei ringförmige Einzelströme von ungefähr gleicher Größe.
  • Die in dem inneren Gasstrom verteilte Flüssigkeit wird. nach außen geschleudert und prallt an die innerste Siebwand, wo sie sich sammelt und, nachdem sie durch die Löcher hindurchgedrungen ist, von dem zweiten Gasstrom wieder verteilt und an die zweite Siebwand geschleudert wird. Nach dem Durchgang durch diese wird die Flüssigkeit von dem dritten Gasstrom erfaßt und verteilt und sammelt sich an der dritten Siebwand, von wo sie in einen ringförmigen Trog fließt, aus dem sie über eine abwärts führende Leitung zu der nächstniedrigen Plattform abgeffihrt wird. In einer Abänderung dieser Anordnung können die Flügel auch zur Becherebene geneigt sein.
  • Bei einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung, die eine sukzessive Flüssigkeitsverteilung gestattet, ist eine Anordnung vorgesehen, bei welcher der Gasstrom in zwei gleiche Teilströme aufgeteilt wird, ehe er über die Flügel geführt wird, welche in zwei koaxialen Reihen um das zentrale Sammelgefäß herum angeordnet sind, wobei diese beiden Flügelreihen durch ein vertikales Zylinderrohr getrennt sind, welches die Sammeleinrichtung für die innere Flügelreihe bildet. Dieses Rohr kann mit einer sich nach oben erstreckenden durchlöcherten Erweiterung versehen sein. Bei noch einer anderen Anordnung sind zwischen jedem Flügelsatz ringförmige Sammeltröge vorgesehen. Die Sammeleinrichtung zwischen den ringförmigen Flügelreihen kann ein durchlöcherter Zylinder sein, der von einem nicht durchlöcherten Zylinder umgeben ist, welch letzterer die Flüssigkeit in den Trog hinableitet, woraus sie durch den die äußere Flügelreihe durchfließenden Gasstrom wieder verteilt wird.
  • Wie oben beschrieben, kann dem Gas die Rotationsbewegung unter anderem mittels einer oder mehrerer tangentialer, in der Wand eines Rohres der Verteilereinrichtung gelegener Einlaßöffnungen oder mittels einer Kombination aus Radialflügeln und einer oder mehreren tangentialen Einlaßöffnungen verliehen werden. Die in die Gasrotationszone aufgegebene Flüssigkeit wird zu Tröpfchen verteilt und durch die Zentrifugalkraft nach außen geschleudert ; sie wird dann durch eine der oben beschriebenen Sammeleinrichtungen gesammelt.
  • Die Vorteile einer mehrfachen Aufteilung der Flüssigkeit in dem Gas können gemäß der Erfindung dadurch verwirklicht werden, daß man zwei oder mehrere getrennte Serien von tangentialen Offnungen mit oder ohne damit kombinierte Flügel sowie Einrichtungen für die Abscheidung der Flüssigkeit aus dem Gas zwischen den jeweiligen Serien vorsieht. Auf diese Weise läßt sich die in dem Gas in einer Gaseintrittszone verteilte Flüssigkeit zwischen dieser Zone und der nächsten, in welcher sie dann aufs neue verteilt wird, von dem Gas trennen.
  • So kann eine Flüssigkeitsverteilungseinrichtung beispielsweise aus einem zylindrischen Rohr bestehen, das am Boden geschlossen und mit einem in der Mitte oder weiter oben vorgesehenen Sammelgefäß versehen ist, das die ihm von oben zugeführte Flüssigkeit aufnimmt. Ein Teil des Rohrumfanges oberhalb des geschlossenen Rohrbodens kann dann mit einer einzigen oder einer bandförmig angeordneten Reihe von tangentialen Einlaßöffnungen versehen sein. Oberhalb der tangentialen Einflußöffnung (en) ist ein nicht durchlöcherter Rohrbereich vorgesehen, oberhalb dessen sich wieder eine Tangentialöffnung bzw. eine Reihe solcher anschließt. In gewissen Fällen kann es wünschenswert sein, mehr als zwei Tangentialöffnungen bzw. Reihen solcher übereinander vorzusehen, wobei in jedem Fall die Einzelöffnungen oder die Offnungsreihen durch undurchlöcherte Rohrbereiche getrennt sein müssen.
  • Nach einer anderen Ausführungsform kann es in einigen Fällen vorzuziehen sein, anstatt des geschlossenen Rohrbereiches im Rohrinneren periphere Leitelemente in irgendeiner Form oder eine Kombination solcher Elemente mit einem geschlossenen Rohrbereich vorzusehen.
  • Bei der letzterwähnten Ausführungsform wird dem durch die tangentiale Einlaßöffnung (en) eintretenden Gas im Inneren des Rohres eine Rotationsbewegung erteilt, so daß es die aus dem Sammelgefäß zufließende Flüssigkeit mitreißt, wobei die Flüssigkeit in dem Gas verteilt wird. Das Gas und die mitgerissene Flüssigkeit strömen durch das Rohr aufwärts, und zwar auf Grund der durch die Rotation erz, eugten Zentrifugalkraft an oder nahe der Rohrwand. In dem von nicht durchlöcherten Wänden begrenzten Rohrteil wird die Flüssigkeit teilweise oder ganz aus dem Gas abgeschieden und an den Wänden niedergeschlagen. Die sich an dem undurchlöcherten Rohrbereich als Film weiter aufwärts bewegende Flüssigkeit wird, wenn sie die nächste Gaseintrittszone erreicht, wieder verteilt. Beim Austritt der Flüssigkeit-Gas-Mischung aus dem Rohr können geeignete Einrichtungen vorgesehen sein, um die Flüssigkeit aus dem Gas abzuscheiden. Hierfür kann beispielsweise ein durchlöchertes Rohr oder ein Siebschirm am oberen Ende des Rohres und koaxial damit vorgesehen sein, das (der) einen größeren oder kleineren Durchmesser als das andere Rohr hat. Es können auch mehrere derartige Abscheidungsvorrichtungen vorgesehen sein.
  • Gemäß einer anderen Ausführungsform kann eine Vorrichtung zur Mehrfachverteilung ein zylindrisches Rohr enthalten, das an seinem unteren Ende eine Reihe von Radialflügeln aufweist, die von einer zentralen Nabe ausgeben, welche als Sammelgefäß zur Aufnahme der von oben eingeführten Flüssigkeit ausgebildet sein kann. Das am Boden eintretende Gas erfährt eine Rotationsbewegung und reißt die dem zentralen Sammelgefäß zufließende Flüssigkeit mit.
  • Durch die Zentrifugalkraft wird die Mischung aus Flüssigkeit und Gas nach außen gegen die Rohrwände geschleudert, wo sich die Flüssigkeit über die nicht durchlöcherten Rohrwände als Film aufwärts bewegt, um dann auf eine weitere Gasrotationszone zu treffen, die dadurch zustande kommt, daß Gas in eine oder mehrere in der Rohrwand oberhalb des nicht durchlöcherten Bereiches zwischen diesem und den Radialflügeln vorgesehene tangentiale Einlaßöffnung (en) eintritt. Ebenso wie bei der oben beschriebenen Ausführung können geeignete Abscheidevorrichtungen benutzt werden, wie beispielsweise das obenerwähnte Rohr oder der durchlöcherte Schirm Nach einer weiteren Ausführungsform kann die Vorrichtung zur Mehrfachverteilung eine rohrähnliche Anordnung aufweisen, die die Form von zwei oder mehrKegelstümpfen mit fortschreitend abnehmendem, mittlerem Durchmesser hat. Der untere Kegelstumpf ist geschlossen und mit einem Aufnahmegefäß für die darin aufzugebende Flüssigkeit versehen, und an seinen Wänden können tangentiale Offnungen entsprechend den oben beschriebenenAusführungsformen vorgesehen sein. Zwischen diesen Offnungen und den in dem nächsten Kegelstumpf vorgesehenen Offnungsreihen ist ein nicht durchlöcherter Bereich vorgesehen.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die Vorrichtung zur Mehrfachverteilung eine zylindrische, rohrähnliche Anordnung aufweisen, wobei Abschnitte mit sich verringerndem Durchmesser vorgesehen sind, so daß das Rohr von seinem Boden bis zu seiner Spitze eine stufenweise Bauart aufweist.
  • In jedem Abschnitt können tangentiale Offnungen vorgesehen sein, die von dem nächsten Abschnitt durch einen nicht durchlöcherten Abschnittsbereich getrennt sind.
  • Bei den oben beschriebenen Vorrichtungen zur Mehrfachverteilung können die mit tangentialen Offnungen versehenen Abschnitte aus gebogenen Streifen gebildet sein, die sich überlappen, wobei sie Lücken zwischen sich offen lassen und so die tangentialen Offnungen bilden. Anstatt dessen können in einem Zylinder Öffnungen derart gebildet werden, daß man die Wand mit schlitz-oder lochförmigen Ausschnitten von geeignetem Profil versieht, um dem durch sie eintretenden Gas die notwendige Rotationsbewegung zu verleihen. So können beispielsweise außerhalb der Schlitze oder Löcher Leitelemente vorgesehen sein, die geeignet sind, den Gasstrom im richtigen Sinne hindurchzuleiten.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform kann die Mehrfachverteilung erreicht werden, indem man an dem Rohr nur eine einzige tangentiale bffnung und einen nicht durchlöcherten Bereich oberhalb dieser zwischen der bffnung und der Abscheidungszone anbringt. Bei dieser Ausführungsform ist es besonders wichtig, daß das Verhältnis des bffnungsquerschnittes zu dem gesamten inneren Rohrquerschnitt so gewählt wird, daß es sichergestellt ist, daß die durch die verteilende Wirkung des über die Offnung eintretenden Gases gebildeten Flüssigkeitstropfen so gut wie vollständig wieder ausgeschieden und an der Rohrwand niedergeschlagen werden. Die abgeschiedene Flüssigkeit wird als Film rund um die Rohrwand geführt und, wenn sie die Innenkante der Offnung erreicht, aufs neue von dem Gasstrom verteilt. Beim Ablauf dieser Vorgangsreihe bewegt sich der Film und bzw. oder die Dispersion nach oben aus dem Offnungsbereich heraus und setzt diese Aufwärtsbewegung, wenn er bzw. sie den nicht durchlöcherten Teil der Rohrwand erreicht, fort, bis er (sie) das obere Rohrende und die dort vorgesehenen Flüssigkeits-Gas-Trennvorrichtungen erreicht. Die Abscheidung der Flüssigkeit aus dem Gas findet dann in der gleichen Weise statt, wie in den anderen Ausführungsformen beschrieben.
  • Bei einer abgewandelten Form der soeben beschriebenen Ausführungsform können an dem Rohr mehrere tangentiale Öffnungen vorgesehen sein, derart, daß diese gerade erreicht werden, wenn sich die gewünschte Flüssigkeitsmenge aus der an der Innenkante der vorhergehenden Öffnung gebildeten Dispersion an der Rohrwand abgeschieden hat. Beispielsweise können zwei sich diametral gegenüberliegende Öffnungen vorgesehen sein.
  • Gegebenenfalls kann die Zuleitung für die Flüssigkeit bei den oben beschriebenen Ausführungsformen mit einer Leitfläche umgeben sein, um einen Entzug von Flüssigkeit in Form von Tropfen oder in Form eines an der Außenseite der Zuleitung aufsteigenden Films zu verhindern. Eine derartige ringförmige Leitflache kann z. B. zweckmäßigerweise einen halb so großen Durchmesser wie das Flüssigkeitsverteilerrohr haben.
  • Zum besseren Verständnis sei die Erfindung durch Zeichnungen erläutert : Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen zwei Verteilerstufen umfassenden Turmabschnitt ; Fig. 2 ist ein Querschnitt nach Fig. 1 längs der Linie 24-X ; Fig. 3 zeigt das Profil eines der in der Vorrichtung nach Fig. 1 und 2 vorgesehenen Flügels ; Fig. 4 zeigt zwei verschiedene Einrichtungen für die Flüssigkeitszufuhr nach Fig. 1 und 2 im Längsschnitt ; Fig. 5 ist ein Längsschnitt einer Verteilerstufe mit Tangentialöffnungen ; Fig. 6 ist ein Querschnitt längs der Linie A-A der Fig. 5 ; Fig. 7 stellt eine abgewandelte Anordnung der in Fig. 5 wiedergegebenen Vorrichtung dar, bei welcher zwei Reihen getrennter Tangentialöffnungen vorgesehen sind ; Fig. 8 ist ein Längsschnitt durch einen Teil einer Verteilerstufe mit sowohl radialen Flügeln als tangentialen Öffnungen ; Fig. 9 ist ein Querschnitt längs der Linie A-A der Fig. 8 ; Fig. 10 stellt einen Längsschnitt eines Teiles der Vorrichtung nach Fig. 8 dar, wobei jedoch zwischen den radialen Flügeln und den tangentialen Offnungen ein nicht durchlöcherter Rohrbereich vorgesehen ist ; Fig. 11 zeigt einen Querschnitt einer Verteilerstufe nach Fig. 5, wobei jedoch Leitflächen vorgesehen sind ; Fig. 12 ist ein Querschnitt längs der Linie A-A der Fig. 11 ; Fig. 13 zeigt im Längsschnitt eine Verteilerstufe mit einer einzigen Tangentialöffnung ; Fig. 14 ist ein Querschnitt längs der Linie A-A der Fig. 13 ; Fig. 15 stellt im Querschnitt eine der in Fig. 13 bzw. 14 gezeigten analoge Anordnung dar, wobei jedoch zwei Tangentialöffnungen vorgesehen sind ; Fig. 16 zeigt im Längsschnitt eine andere Ausführungsform einer Verteilerstufe ; Fig. 17 ist ein Querschnitt längs der Linie A-A der Fig. 16 ; Fig. 18 zeigt im Längsschnitt wiederum eine andere Ausführungsform einer Verteilerstufe ; Fig. 19 zeigt im Längsschnitt einen Teil einer Kolonne mit zwei Flüssigkeitsverteilern je Plattform und geeigneten Einrichtungen zur Aufteilung der herabfließenden Flüssigkeit in gleiche Einzelströme ; Fig. 20 zeigt eine Abwandlung der Anordnung nach Fig. 19.
  • In den Fig. 1 und 2 sind in einem zylindrischen Turm 1 zwei Flüssigkeitsverteilerstufen angeordnet.
  • Die folgend beschriebenen Ausführungsformen sind stets so zu verstehen, daB in ihnen eine Mehrzahl von Flüssigkeitsverteilerstufen quer zum Turm auf einer Trägerplatte (-plattform) od. dgl. angeordnet sein können und daß jede gewünschte Anzahl von Trägerenrichtungen bzw. -platten od. dgl., die je eine oder eine Mehrzahl von Verteilereinrichtungen tragen, längs der Gesamthöhe des Turmes angebracht sein können. Die Verteilervorrichtungen 2 umfassen ein senkrechtes Rohr 3, das mit Radialflügeln 4 versehen ist, welche in einem Winkel zu der Rohrachse geneigt und an ihren inneren Enden an einer hohlen Nabe4 befestigt sind. Dem durch den Turm nach oben strömenden Gas wird bei seinem Durchgang durch die Flügel eine Rotationsbewegung verliehen. Die aus der vorhergehenden Verteilervorrichtung herabfließende Flüssigkeit wird dem Zentrum der Nabe4a über die Leitungen 5 zugeleitet. An der Turmwand ist, um die Leitungen 5 reinigen zu können, je ein Mannloch 6 vorgesehen. Bei dieser Ausführungsform der Vorrichtung wird die verteilte Flüssigkeit in dem Gas nach oben und außen gegen die Turmwände geschleudert, wo die Flüssigkeit vom Gas getrennt wird, worauf sie durch die Leitungen 5 in die nächste Verteilerstufe herabfließt. Ist auf jedem Querträger in dem Turm jeweils nur eine Verteilervorrichtung vorgesehen, so ist es selbstverständlich, daß zur Verhinderung des Abfließens von Flüssigkeit auf anderem Wege als durch die Leitungen 5 Vorrichtungen vorgesehen sind, die entweder in einem das Rohr 3 umgebenden Flansch oder in einer Platte bestehen konnen.
  • In der oberen Halte, 4 der Fig. 4 ist eine abgewandelte Einrichtung für die Flüssigkeitszufuhr zu der Verteilervorrichtung gezeigt, worin eine abwärts führende Außenleitung 7 Flüssigkeit aus der vorhergehenden Verteilerstufe 2 über die Leitung 8 dem Boden der Nabe 4 a zufiihrt. In der unteren Hälfte der Fig. 4 ist die nabe 4a als massiv angenommen, und die über die Außenleitung 9 herangeführte Flüssigkeit wird durch die Leitung 10 mit ihrer konischen Erweiterung 11 aufgegeben, deren Mündung das untere Ende der Nabe umgibt, wobei zwischen der Außenfläche des Nabenendes und der Mündung der Ausweitung 11 ein Zwischenraum frei bleibt. Die durch diesen Zwischenraum überfließende Flüssigkeit wird von dem aufwärts strömenden Gas mitgerissen, und das Gas-Flüssigkeits-Gemisch passiert dieRadialflügel, wodurch die Flüssigkeit verteilt wird.
  • In Fig. 5 umfaßt eine in einem Turm 13 angeordnete Flüssigkeitsverteilervorrichtung 12 ein mit Reihen von Tangentialöffnungen 15 (deutlicher ersichtlich aus Fig. 6) versehenes Rohr 14, das an seiner Bodenfläche 16 ein becherartiges Sammelgefäß 17 bildet. Die herabfließende Flüssigkeit wird über die Leitung 18 dem Becher 17 zugeführt, während das aufwärts strömende Gas durch die Tangentialöffnungen 15 hindurch eintritt, wobei es in rotierende Bewegung versetzt wird.
  • Das rotierende Gas reißt Flüssigkeit mit, die in dem Gas verteilt wird, und das weiter rotierende Gas-Flüssigkeits-Gemisch strömt dann im Rohr 14 nach oben, wobei es zugleich nach außen an die Turmwand 13 geschleudert wird, wo die Flüssigkeit aus dem Gas abgeschieden wird, um dann auf die Querplatte 19 abzufließen und über die Leitung 20 in die nächstuntere Verteilervorrichtung abzulaufen. In einer Abwandlung dieser Vorrichtungsform kann das Rohr 14 mit einer Trennvorrichtung versehen sein, welche durch eine durchlöcherte Ausweitung am oberen Ende des Rohres gebildet sein kann.
  • Fig. 7 zeigt eine Verteilervorrichtung 21, umfassend zwei jeweils bei 22 bandförmig angeordnete Reihen von Tangentialöffnungen 23 in einem Rohr 25. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, sind die Offnungsreihen 22 durch einen nicht durchlöcherten ringförmigen Bereich 24 des Rohres 25 voneinander getrennt. Wie bei der vorhergehenden Ausführung wird das Rohr durch eine Bodenplatte 26 abgeschlossen, in welcher eine becherartige Vertiefung 27 ausgebildet ist. In den Becher wird die herabströmende Flüssigkeit über Leitung 28 aufgegeben. Das in die untere Reihe von Tangentialöffnungen eintretende Gas reißt Flüssigkeit aus dem Becher 27 mit sich und bildet ein Flüssigkeits-Gas-Gemisch, das beim Aufwärtsströmen durch das Rohr auf den undurchlöcherten Bereich 24 desselben auftrifft, wo sich die Flüssigkeit aus dem Gas abscheidet. Sobald der an der Oberfläche des Bereiches 24 aufsteigende Flüssigkeitsfilm die zweite Reihe von Tangentialöffnungen erreicht, wird eine weitere Flüssigkeits-Gas-Mischung gebildet. Die in diesem zweiten Bereich 22 gebildete Mischung tritt zum Schluß aus dem Rohr 24/25 aus, und die Flüssigkeit wird nach außen an die Wände des Turmes 29 geschleudert und fließt auf die Platte 30 herab, von welcher sie, wie oben beschrieben, zu der nächstniedrigen Vorrichtung abfließt.
  • Fig. 8 und 9 zeigen eine im Turm 31 angeordnete Verteilervorrichtung 30, umfassend ein Rohr 32 mit einem Band von Tangentialöffnungen 33 und einer Reihe von Radialnügeln 34, die von einer hohlen Nabe 35 getragen werden. Uber die Leitung 36 wird Flüssigkeit in den durch die Nabe gebildeten Becher aufgegeben. Das durch die Radialflügel 34 strömende Gas wird in Rotation versetzt und reißt die den Becher 35 überfließende Flüssigkeit unter Bildung einer Flüssigkeits-Gas-Mischung mit sich, der noch eine weitere Gasmenge zugeführt wird, welche über die Öffnungen 33 in die Zone eintritt. Die Trennung von Flüssigkeit und Gas findet im oberen Teil des Turmes 31 statt, aus welchem die abgeschiedene, an der Platte 37 angesammelte Flüssigkeit über die Leitung 38 in oben beschriebener Weise abfließt.
  • Fig. 10 zeigt eine der in Fig. 8 dargestellten ähnliche Anordnung, bei welcher jedoch die Radialflügel 34 von den Tangentialöffnungen 33 durch einen nicht durchlöcherten Bereich 39 des Rohres 32 getrennt sind. In diesem Rohrbereich findet infolgedessen die Flüssigkeitsabscheidung aus dem Gas statt, nachdem das letztere die Radialfliigel passiert hat und bevor die Dispersion die Tangentialöffnungen 33 erreicht.
  • (Die verschiedenen Vorrichtungsteile sind in Fig. 10 mit den gleichen Bezugszeichen versehen wie in Fig. 8 und 9.) Selbstverständlich können die in den besprochenen Figuren dargestellten Vorrichtungen eine beliebige Anzahl getrennter Reihen von Tangentialöffnungen, gegebenenfalls jeweils kombiniert mit Radialnügeln, umfassen.
  • Fig. 11 und 12 zeigen eine den Fig. 5 und 6 entsprechende Ausführungsform, weshalb auf die Unterscheidungsmerkmale der hier dargestellten Anordnung zu der in Fig. 5 dargestellten Anordnung zu der in den Fig. 11 und 12 dargestellten nicht näher eingegangen wird. Bei dieser Ausführungsform sind Leitflächen 40 und 41 vorgesehen, welche die abwärts gerichtete Zufuhrleitung 18 umgeben. Die ringförmige Leitfläche 40 verhindert ein Abfließen von Flüssigkeit an der Außenseite der Leitung 18, und die Leitfläche 41 verursacht eine Abscheidung und Ansammlung von Flüssigkeit, was sich im Auftreten einer mehrfachen Flüssigkeitsverteilung auswirkt.
  • Fig. 13 bzw. 14 zeigen eine Anordnung, bei welcher eine Flüssigkeitsverteilungsvorrichtung 42 im Turm 43 an einer Platte 44 angeordnet ist, und worin das Rohr 45 nur eine einzige Tangentialöffnung46 aufweist (s. Fig. 14). Wie oben wird die über die Leitung 47 herangeführte Flüssigkeit einer becherartigen Vertiefung 48 in der das Rohr 45 unten abschließenden Platte 49 zugeführt. Das durch die Öffnung 46 eintretende, aufwärts strömende Gas wird in Rotation versetzt und reißt unter Bildung einer Dispersion Flüssigkeit mit. Die Flüssigkeit strömt ab der Innenfläche des Rohres 45 entlang unter Rotieren aufwärts, wobei die Flüssigkeit sich von dem Gas zu trennen sucht. Jedesmal, wenn der rotierende Flüssigkeitsfilm jedoch die Kante 50 an der Einmündung der Öffnung 46 erreicht, wird die Flüssigkeit aufs neue von dem eintretenden Gas verteilt, und dies setzt sich so lange fort, bis der Bereich des Rohres 45, in welchem die Offnung 46 einmündet, passiert ist. Flüssigkeit und Gas können dann auf die vorher beschriebene Art getrennt werden.
  • In Fig. 15 ist schematisch ein Rohr im Querschnitt dargestellt, bei welchem einander diametral gegenüber stehende Tangentialöffnungen 51 und 52 vorgesehen sind. Der oben in bezug auf die einzelne Öffnung 46 beschriebene Ablauf findet dann an jeder der Offnungen 51 und 52 statt.
  • Fig. 16 und 17 zeigen eine Flüssigkeitsverteilervorrichtung 53, die durch eine Platte 55 im Turm 54 getragen wird. Sie umfaßt ein mit an der Hohlnabe 58 befestigten Radialflügeln 57 versehenes Rohr 56, in dessen Becher 58 die Flüssigkeit über die Leitung 59 aufgegeben wird. Oberhalb der Radialflügel sind drei voneinander getrennte ringförmige Siebwände 60, 61 und 6Q vorgesehen. Das durch die Radialflügel strömende Gas wird in Rotation versetzt und reißt zwischen Rohr 59 und Sieb 60 die über den Nabenbecher 58 überfließende Flüssigkeit mit sich ; die gebildete Flüssigkeits-Gas-Mischung wird gegen die Siebwand 60 geschleudert, so daß durch die Sieblöcher Flüssigkeit in den Raum zwischen den Siebwänden 60 und 61 austritt. Diese Flüssigkeit wird von dem in dem genannten Raum rotierenden Gas verteilt und die Mischung gegen die Siebwand 61 geschleudert, wo sich die Flüssigkeit wiederum abscheidet und durch die Sieblöcher in den Raum zwischen 61 und 62 dringt.
  • Dort finden dieselben Vorgänge statt, und die am Schluß durch die Löcher der Siebwand 62 austretende Flüssigkeit fließt nach außen ab und wird auf vorbeschriebene Art zur nächstniedrigen Verteilerstufe abgeführt. Anstatt der drei können zwei oder mehr Siebwände, je nach dem gewünschten Verteilungsgrad, angeordnet sein.
  • In Fig. 18 ist eine Anordnung gezeigt, die eine Abwandlung der durch Fig. 16 wiedergegebenen darstellt. Hier weist die im Turm 64 durch die Platte 65 getragene Verteilervorrichtung 63 keine Siebwände auf. Es ist ein Rohr 66 vorgesehen, das mit auf der Hohlnabe 68, in welche die Flüssigkeit aus dem Rohr 69 aufgegeben wird, befestigten Radialflügeln 67 versehen ist. Das Rohr 66 ist von einem konzentrischen Rohr 70 umgeben, und zwischen den Rohren 66 und 70 ist eine weitere Reihe Radialflügel 71 vorgesehen.
  • Eine mittels der Radialflügel 67, wie oben beschrieben, erzeugte Dispersion wird nach außen gegen die nicht durchlöcherte Fläche des Rohres 66 geschleudert, wo sich die Flüssigkeit aus dem Gas abscheidet, und der Flüssigkeitsfilm bewegt sich rotierend aufwärts entlang dieser Fläche. Sobald der Flüssigkeitsfilm das obere Ende des Rohres 66 erreicht, trifft er auf eine weitere Gasrotationszone, die durch das um das Rohr 66 herum aufwärts strömende und dabei durch die Flügel 71 in Rotation versetzte Gas erzeugt ist. Nach dieser neuerlichen Verteilung kann die Flüssigkeit wie in der vorhergehenden Stufe abgeschieden werden, oder sie kann einer weiteren Verteilung unterworfen werden, falls weitere konzentrische Rohre und Flügel vorgesehen sind.
  • Es sei an dieser Stelle eingefügt, daß, wo in den vorstehenden Ausführungsformen Radialflügel vorgesehen sind, diese jeweils zu der Achse des Rohres, in welchem sie angeordnet sind, derart geneigt sind, daß sie dem Gas die gewünschte Rotationsbewegung verleihen. Die Art der Neigung dürfte aus der für die jeweiligen Flüssigkeitsverteilervorrichtungen wiedergegebenen Querschnittszeichnung in hinreichendem Maße hervorgehen.
  • Fig. 19 zeigt eine Anordnung, bei der zwei Verteilervorrichtungen 72 je Plattform 73 des Turmes 74 vorgesehen sind. Die einzelnen Vorrichtungen 72 können in Übereinstimmung mit einer der oben beschriebenen Ausführungsformen ausgebildet sein. Die sich auf der Platte 73 ansammelnde Flüssigkeit wird mittels der Leitungen 75, die an ihren oberen Enden V-förmige Einkerbungen76 aufweisen, in zwei im wesentlichen gleiche Einzelströme aufgeteilt. Selbstverständlich kann diese Art der Anordnung von Vorrichtungen und Flüssigkeitszuführungen für beliebig viele Vorrichtungen und Plattformen angewandt werden. Anstatt dessen kann auch jede andere geeignete Methode zur Unterteilung der Flüssigkeit in zwei oder mehr im wesentlichen gleiche Einzelströme auf jeder Plattform verwendet werden.
  • Fig. 20 zeigt eine andere Anordnung, wobei jede Verteileranordnung 77 aus der unmittelbar darüberliegenden Vorrichtung mit Flüssigkeit gespeist werden kann. Die Aufteilung der Flüssigkeit, beispielsweise an der hier nicht gezeigten Kopfplatte des Turmes 78, kann durch irgendwelche bekannte Maßnahmen bewirkt werden. Die gleiche Flüssigkeit, die durch z. B. eine oberste Verteilervorrichtung läuft, durchläuft nacheinander alle senkrecht darunter liegenden Verteilerstufen ebenfalls. Jede dieser Vorrichtungen 77 ist von einem an der Trägerplatte 80 angeordneten Rohr 79 umschlossen. Der Boden des Rohres 79 ist mit einem nach innen gerichteten Flansch 81 versehen, welcher an die Verteilervorrichtung 77 anschließt. Die in dem Rohr 79 gesammelte Flüssigkeit fli, eßt durch ein Rohr 82 zur nächsten Vorrichtung 77 ab.
  • Der hauptsächliche technische Fortschritt, der sich beim Arbeiten mit der Vorrichtung nach der Erfindung gegenüber bekannten Anordnungen ergibt, besteht darin, daß erfindungsgemäß Gasgeschwindigkeiten in Höhe von etwa 15 m/sec erreicht werden können, wohingegen mit den üblichen Vorrichtungen nur etwa 0, 6 bis 1, 2 m/sec erhältlich sind.
  • Ein weiterer Vorteil, der sich mit denjenigen Vorrichtungen nach der Erfindung erreichen läßt, die mit Mehrfachflüssigkeitsverteilung arbeiten, besteht darin, daß der Austauscheffekt zwischen Gas und Flüssigkeit zwischen 55 und 65 °/o liegt, während er bei einer einstufigen Trennvorrichtung 35 bis 45/o nicht übersteigt. Der Wirkungsgrad wurde bestimmt, indem man warmes Wasser über eine mit der Vorrichtung nach der Erfindung ausgerüstete Säule im Gegenstrom mit einer entsprechenden Durchsatzmenge kalter Luft fließen ließ und die Einlaß-und Auslaßtemperatur des Wassers ebenso wie die durchschnittliche Trocken-bzw. Naßtemperatur der eintretenden bzw. austretenden Luft bestimmte. Der Wirkungsgrad wird ausgedruckt als das Verhältnis der von der Luft beim Passieren einer Plattform tatsächlich aufgenommenen Wärmemenge zu der Wärmemenge, die sie zum völligen Ausgleich ihrer Temperatur mit der des Wassers, das die Plattform verläßt, aufnehmen müßte.
  • Anwendungsbeispiel Zum Nachweis der mittels der Vorrichtung nach der Erfindung erzielbaren Vorteile wurde mit der in Fig. 1 dargestellten verhältnismäßig einfachen Ausführungsform gearbeitet.
  • In einer Destillationskolonne von 10 cm Durchmesser, die mit einer Vorrichtung nach Fig. 1 ausgerüstet war, besaß die becherförmige Nabe 4 a einen Durchmesser von 2, 5 cm und war umgeben mit einem Kranz aus radialen Leitflächen4 mit einem Außendurchmesser von 7, 5 cm, wobei die Leitflächen unter einem Winkel von etwa 30° zur Horizontalebene geneigt waren.
  • Das zu behandelnde Gemisch bestand aus Benzol-und Pyridindämpfen, die aus einem Verdampfungsgefäß mit einer bestimmten, an der Eintrittsstelle gemessenen Strömungsgeschwindigkeit in die Apparatur einströmten. Nach dem Passieren der Destillationskolonne wurde das Gemisch kondensiert und das fliissige Kondensat als Rückfluß zurückgeführt. Der Wirkungsgrad der Vorrichtung wurde berechnet auf Grund der Zusammensetzung des in die Kolonne einströmenden Dampfgemisches und derjenigen des Rückflusses.
  • Versuch A Gesamte Wärmezufuhr durch Dampf...................... 4400 kcal/Std.
  • Strömungsgeschwindigkeit der Benzol-Pyridin-Dämpfe 4373 kg/Std.
  • Dampfgeschwindigkeit in der Kolonne von 10 cm Durchmesser 5, 9 m/sec.
  • Druckabfall an der Vorrichtung.. 28 cm Wassersäule Wirkungsgrad der Vorrichtung.. 67, 7 ID/o Im Beispiel ist ein maximaler Durchsatz für die Kolonne gewählt. Bei höheren Dampfgeschwindigkeiten floß die Flüssigkeit zu langsam ab, und der Boden wurde überflutet.
  • Zum Vergleich wurde festgestellt, daß ein Glockenboden normaler Konstruktion bei Verwendung des gleichen Gemisches eine maximale Dampfgeschwindigkeit von 1 m/sec aufwies.
  • Mit fallenden Dampfgeschwindigkeiten wurden folgende weitere Versuche durchgeführt :
    Versuch
    B | C | D
    Wärmezufuhr in
    37, 37, 550 29, 500 @ 21, 670
    Dampfgeschwindigkeit
    in m/sec 5, 0 4, 0 2, 9
    Druckabfall in cm !
    Wassersäule..... 20 13 8,8
    Wirkungsgrad in %.... 60 53 45

Claims (14)

  1. PATENTANSPROCHE : 1. Vorrichtung zur fraktionierten Destillation von Flüssigkeiten oder zur Behandlung von Gasen bzw. Dämpfen mit Flüssigkeiten im Gegenstrom mittels mehrerer in einem Turm angeordneter Einrichtungen zum Verteilen und Wiederabscheiden der Flüssigkeit in bzw. aus dem Gas, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitsverteiler-bzw. Abscheidungsvorrichtungen ein im Inneren des Turmes (1) koaxial angeordnetes, vorzugsweise zylindrisches Rohr (3) mit einer ebenfalls koaxial angeordneten Nabe (4) und Leitungen (5) zur Zu-bzw. Weiterleitung von Flüssigkeit zu der Nabe bzw. von einer Stufe zur anderen umfassen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nabe 4a eine becherartige, zur Aufnahme von Flüssigkeit geeignete Form aufweist und durch die Leitungen (5, 7, 8) entweder von oben (5) oder von unten (7, 8) mit Flüssigkeit versorgt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nabe (4a) massiv ist und die Zufuhr der Flüssigkeit durch eine sie in einer trichterförmigen Erweiterung (11) umgebende Leitung (9, 10) erfolgt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Zwischenraum zwischen der Rohrwand (3) und der Nabe (4a) zur Rohrachse geneigte, vorzugsweise gekrümmte Radialmigel (4) angeordnet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (24, 25) mit mehreren, jeweils durch eine nicht durchlöcherte Zone (24) getrennten Zonen (22) ausgerüstet ist, in denen seine Wand Schlitze (23) aufweist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (32) sowohl Schlitze (33) wie Radialflügel (34) aufweist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhrleitung (18) Leitflächen (40, 41) trägt.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Rohres (45) eine offene spiralige Wand darstellt, so daß ein Spalt (46) offen bleibt.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (45 a) aus zwei sich versetzt gegenüberliegenden bogenförmigenWandteilen gebildet ist, zwischen denen Spalte (51, 52) offen bleiben.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (14) aus einer Anzahl sich teilweise überlappender bogenförmiger Wandteile (14a) gebildet ist, zwischen denen Spalte (15) offen bleiben.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des Rohres (53) eine oder mehrere ringförmige Siebwände (60, 61) angeordnet sind, wobei das Rohr (53) selbst ebenfalls durchlöchert ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß um das erste Rohr (66) ein weiteres mantelförmiges Rohr (70) angeordnet ist, wobei im Zwischenraum zwischen beiden weitere Radialflügel (71) vorgesehen sind.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Turmes sowohl neben-wie übereinander mehrere Flüssigkeitsverteilereinrichtungen (72) der genannten Ausführungsformen angeordnet sind.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die übereinanderliegenden Flüssigkeitsverteilervorrichtungen (72) jeweils durch Flüssigkeitsleitungen (76) verbunden sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschriften Nr. 115 756, 188 636, 224 714 ; britische Patentschrift Nr. 20 319 ; USA.-Patentschriften Nr. 1 306 956, 1 896 894, 1 934 674, 2 114 786, 2 392 705, 2 409 088, 2 509 172.
DEN7948A 1952-10-28 1953-10-27 Destillationskolonne Pending DE1024488B (de)

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