-
Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine, vorzugsweise
eine Flexodruckmaschine, mit mindestens einem Druckwerk, dessen
Druck- und/oder Farbwalzen mit Farbwerken auf Druckwerskonsolen des
Druckmaschinengestells verfahrbar und an einen Gegendruckzylinder
austellbar sind, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
-
Ein besonderes Problem bei Druckmaschinen
und insbesondere bei Flexodruckmaschinen besteht darin, die Druckwalze
und die Farb- oder Rasterwalze gegeneinander anzustellen und voneinander
abzurücken
und die Druckwalze für
sich allein oder gemeinsam mit der Farb- oder Rasterwalze an den
Gegendruckzylinder anzustellen, und zwar in einer Weise, daß einerseits
ein guter Druck gewährleistet
und andererseits ein Weiterlauf der Druck- und Farbwalzen möglich ist
und ggf. auch in einfacher Weise deren Austausch vorgenommen werden
kann.
-
Aus der
DE 2533841 A1 ist eine Druckmaschine
bekannt, die ein Druckwerk umfasst, dessen Druck- und Farbwalze
mit Farbwerken auf Druckwerkkonsolen des Druckmaschinengestells
verfahrbar und an einen Gegendruckzylinder anstellbar sind. Hier
ist auch ein Spindeltrieb beschrieben, durch den die Druck- und
Farbwal zenböcke
miteinander verbunden sind und durch den der Abstand der Druck-
und Farbwalzenböcke
zueinander einstellbar ist. Weiterhin ist eine Einrichtung zum Andrücken der Druckwalze
an den Gegendruckzylinder vorhanden. Eine ähnliche Druckmaschine ist auch
in der
DE 2631697 B2 beschrieben.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, eine
Druckmaschine der erstgenannten Art so weiterzubilden, daß eine Abstandsänderung
zwischen Druck- und Farbwalze sowie zwischen Druckwalze allein bzw.
gemeinsam mit der Farbwalze und dem Gegendruckzylinder auf einfache
Weise unter Gewährleistung
eines guten Drucks bzw. bei Weiterlauf der Druck- und Farbwalze
ermöglicht
ist.
-
Gelöst wird diese Aufgabe durch
eine Druckmaschine mit den Merkmalen nach Patentanspruch 1.
-
Es sind an den Farbwalzenböcken angreifende
Druckmittel-Kolben-Zylinder-Einheiten
vorgesehen, deren Kraft der Einrichtung zum Andrücken der Druckwalze an den
Gegendruckzylinder entgegengesetzt ist. Durch diese Kolben-Zylinder-Einheiten lassen
sich die Farbwalzen von den Druckwalzen und ggf. beide von dem Gegendruckzylinder
abrücken.
-
Die Spindeln in den Druckwalzenböcken sind
begrenzt axial verschieblich gehaltert. Durch diese begrenzte Verschieblichkeit
wird ein Spiel geschaffen, durch das sich die Farbwalze von der Druckwalze
in einer Weise abrücken
läßt, daß diese einander
nicht mehr berühren,
während
die Druckwalze noch an den Gegendruckzylinder angestellt ist.
-
Auf diese Weise läßt sich beispielsweise die restliche
Druckfarbe von der Druckwalze auf den über den Gegendruckzylinder
laufenden Bedruckstoff übertragen.
-
Die Druckmittel-Kolben-Zylinder-Einheiten sind
in einer ersten Betriebsweise zur Verschiebung der Farbwalzenböcke über den
begrenzten axialen Weg (Spiel) und in einer zweiten Betriebsweise
zum Abrücken
der Druckwalze von der Gegen druckwalze gesteuert. Sind die Druck-
und Farbwalzen nicht durch motorische Einzelantriebe, sondern durch Zahnräder angetrieben,
bleiben die Zahnräder
der Druck- und Farbwalzen noch mit ihren Antriebszahnrädern in
Eingriff, so daß in
beiden Betriebsweisen noch ein Weiterlauf der Druck- und Farbwalzen
gewährleistet
ist.
-
Bei einem Austausch der Druck- und/oder Farbwalzen
müssen
deren Zahnräder
außer
Eingriff mit den diese antreibenden Zahnrädern kommen. Nach einer dritten
Betriebsweise ist daher vorgesehen, daß die Kolben-Zylinder-Einheiten
eine Weithubbewegung zum Walzenwechsel ausführen.
-
Die Andrückeinrichtung kann aus an den Druckwalzenlagerböcken angreifenden
federnden Elementen, z. B. Zugfedern, bestehen. Die federnden Elemente
sind zwischen den Druckwalzenlagerböcken und dem Druckmaschinengestell
in einer Weise angeordnet, daß sie
die Druckwalze in Richtung auf den Gegendruckzylinder belasten.
-
Zweckmäßigerweise sind die Druckmittel-Kolben-Zylinder-Einheiten
pneumatische Kolbenzylindereinheiten.
-
Nach einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist vorgesehen, daß in Spindelmuttern der Druckwalzenböcke weitere
Spindeln eingeschraubt sind, die sich gegen gestellfeste Anschläge abstützen. Diese
weiteren Spindeln dienen dazu, den Andruck der Druckwalze gegen
den Gegendruckzylinder einzustellen.
-
Vorzugsweise sind die Enden der weiteren Spindeln
drehbar in Spindellagerköpfen
gelagert, die mit dem Druckmaschinengestell verriegelbar sind. Durch
Lösen der
Verriegelungen lassen sich die Spindellagerköpfe von dem Druckmaschinengestell abfahren,
so daß beispielsweise
zum Austausch des Druckzylinders Weithubbewegungen ausgeführt werden
können.
-
Zweckmäßigerweise sind die weiteren
Spindeln in den Spindellagerköpfen
mit im wesentlichen gleichem Spiel axial verschieblich gelagert,
wie die Spindeln in den Druckwalzenböcken. Auf diese Weise kann
die Druckwalze in eine sogenannte Druck-Ab-Stellung verfahren werden,
in der diese noch mit ihrem Antrieb in Verbindung ist, so daß ein Weiterlauf
möglich
ist.
-
Die Spindeln der Spindeltriebe können mit Knäufen zur
Handbetätigung
versehen sein.
-
Müssen
jedoch die Druck- und/oder Farbwalzen Weithubbewegungen ausführen, ist
ein Drehen der Spindeln von Hand zu mühselig. In weiterer Ausgestaltung
der Erfindung ist daher vorgesehen, daß die Spindeln über Getriebemittel
an eine Welle zur Schnellverstellung ankuppelbar sind.
-
Um sowohl eine Handverstellung als
auch eine Schnellverstellung über
Getriebemittel zu ermöglichen,
sind die Spindeln in Buchsen axial verschieblich, aber undrehbar
geführt,
welche Buchsen im Druckmaschinengestell frei drehbar gelagert und mit
Verzahnungen versehen sind, die ihrerseits mit Verzahnungen von
im Druckmaschinengestell gelagerten Kupplungshülsen kämmen, die mit einer Welle kuppelbar
sind. Die Welle kann zur Kupplung mit den Kupplungshülsen gegen
Federkraft axial verschieblich in den Kupplungshülsen geführt sein. Zur Ankupplung der
Kupplungshülsen
an die Welle können auf
der Welle undrehbare, aber begrenzt axial verschiebliche Kupplungsringe
angeordnet sein, die durch Bolzen oder Klauen mit den Kupplungshülsen kuppelbar
sind. Die Kupplungsringe können
durch Federn in Richtung auf ihre gekuppelten Stellungen belastet
sein.
-
Um der Welle zur Schnellverstellung
die gewünschte
Anzahl von Umdrehungen mit der gewünschten Geschwindigkeit zu
erteilen, kann diese durch eine Steckverbindung mit einer tragbaren
Antriebseinrichtung, beispielsweise in Form einer eine bestimmte
Anzahl von Umdrehungen ausführenden Bohrmaschine,
verbindbar sein.
-
Ausführungsbeispiele der Erfindung
werden nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
-
1 eine
Seitenansicht von auf einer Druckwerkskonsole in verschieblichen
Lagerböcken gelagerten
Druck- und Farb- oder Rasterwalzen, die aneinander und an einen
Gegendruckzylinder anstellbar sind, in schematischer Darstellung,
-
2 eine
Draufsicht auf die in 1 hinten liegenden
Druck- und Farb-
oder Rasterwalzenböcke,
-
3 eine
Draufsicht auf die in 1 vorne liegenden
Druck- und Farb-
oder Rasterwalzenböcke im
Schnitt,
-
4 eine
vergrößerte Darstellung
einer Einzelheit aus 3,
-
5a –c schematische Darstellungen
des Gegendruckzylinders und der Druck- und Rasterwalzen in unterschiedlichen
Stellungen relativ zueinander,
-
6 eine
Frontansicht auf die Schnellverstellung der Spindeltriebe nach 3 und
-
7 eine
Frontansicht der Schnellverstellung nach 1, teilweise im Schnitt.
-
Anhand der 1 bis 7 wird
nun die besondere Art der Anstellung von Farb- oder Rasterwalzen und
Druckwalzen aneinander und das Anstellen der Druckwalze an einen
Gegendruckzylinder und das Abrücken
der Walzen voneinander durch eine Handverstellung und eine Schnellverstellung
näher erläutert, und
zwar im Bezug auf einen einzigen Gegendruckzylinder.
-
In einem Druckmaschinengestell 101 ist
in üblicher
Weise ein mit einem Antrieb versehener Gegendruckzylinder 102 gelagert,
der von einer Bedruckstoffbahn 103 umschlungen ist, die
auf diesen in Richtung des Pfeils C aufläuft und von diesem über die
Umlenkwalze 104 wieder abläuft. Die Seitenteile des Druckmaschinengestells 101 sind
mit auskragenden Konsolen 105 versehen, deren Oberseiten Führungsbahnen
für Druckwalzenböcke 106 und Rasterwalzenböcke 107 bilden.
In den Druckwalzenböcken 106 sind
in üblicher
Weise Druckwalzen 108 gelagert. Entsprechend sind in den
Rasterwalzenböcken 107 eine
Rasterwalze 109 gelagert, die in üblicher Weise mit einer Farbkammerrakel 110 versehen ist.
Mit den seitlichen Konsolen 105 ist eine quer zu diesen
verlaufende Halteplatte 111 verbunden, die der Lagerung
von zwei Spindeln 112 und 113 dient. Die Spindel 112 durchsetzt
den Rasterwalzenbock 107 in einer Bohrung 115 und
ist mit ihrem Gewindeteil in das Innengewinde einer Gewindebuchse 116 eingeschraubt,
die in einem erweiterten Bohrungsabschnitt der Bohrung 115 gehaltert
ist. Das Ende der Spindel 112 ist frei drehbar und über eine
begrenzte Strecke verschieblich in einer Sacklochbohrung 117 des
Druckwalzenbocks 106 gelagert.
-
Die Gewindespindel 113 ist
mit ihrem Gewindeabschnitt 118 in das Innengewinde einer
Bohrung eines Ansatzes 119 eingeschraubt, der mit dem Druckwalzenbock 106 fest
verbunden ist. Das linke Ende der Spindel 113 ist in einer
abgestuften Sacklochbohrung 120 eines Spindellagerkopfes 121 frei drehbar
und mit axialem Spiel gelagert. In einem erweiterten Bohrungsabschnitt
der abgestuften Sacklochbohrung 120 ist der über eine
Ringstufe 122 verjüngte
Endabschnitt 123 der Spindel 113 in einem Wälzlager 124 frei
drehbar gelagert, das auf der Ringstufe 122 des erweiterten
Bohrungsabschnitts durch einen Seegering festgelegt ist. Der verjüngte Endabschnitt 123 durchsetzt
den Innenring des Wälzlagers 124 und
ist in diesem axial verschieblich gehaltert. Das Ende des verjüngten Endabschnitts 123 ist
mit einem Gewinde versehen, auf das zwei Kontermuttern 125 in
der Weise auf geschraubt sind, daß sich der verjüngte Endabschnitt 123 der
Spindel 113 mit axialem Spiel in dem Innenring des Wälzlagers 124 bewegen
kann.
-
In entsprechender Weise ist der verjüngte Endabschnitt 126 der
ersten Spindel 112 in dem mit einer Abstufung versehenen
Sackloch 117 des Druckwalzenbocks 106 frei drehbar
und mit axialem Spiel gelagert.
-
Der Spindellagerkopf 121 der
zweiten Spindel 113 ist in der insbesondere aus 16 ersichtlichen Weise in einem Sackloch 127 verriegelbar
und nach Lösung
der Verriegelung begrenzt axial verschieblich gehalten. Der Spindellagerkopf 121 ist über eine
Ringstufe 128 mit einem im Durchmesser verjüngten Abschnitt 129 versehen,
der bis zu der Ringstufe 128 in das Sackloch 127 eintauchen
kann und mit einer im Querschnitt abgerundeten Ringnut 130 versehen
ist. Der das Sackloch 127 enthaltende Teil des Druckmaschinengestells
ist mit einer quer zu dem verjüngten
Abschnitt 129 verlaufenden Bohrung 131 versehen,
die von dem Sackloch 127 in der Weise angeschnitten ist,
daß die
Ringnut 130 die Bohrung 131 in dem angeschnittenen
Teil zu einem Kreis ergänzt,
wenn die Ringnut in diesem Anschnitt liegt. In der Bohrung 131 ist
ein mit einer sehnenartigen Abflachung 132 versehener Sperrbolzen 133 verdrehbar
angeordnet. In der aus 4 ersichtlichen Stellung
greift der Sperrbolzen 133 mit seinem den Anschnitt überragenden
Teil an die Ringnut 130 ein, so daß der verjüngte Abschnitt 129 der
weiteren Spindel 113 in dem Sackloch 127 verriegelt
ist. Wird jedoch der Sperrbolzen 133 um 90° in eine
Stellung verdreht, in der die sehnenartige Abflachung 132 die gestrichelte
Stellung 132' einnimmt,
kommt der verjüngte
Abschnitt 129 von dem Sperrbolzen 133 frei.
-
Das verjüngte Ende 129 der
weiteren Spindel 113 ist mit einem axial verlaufenden Langloch 134 versehen,
das ein an den Wandungen der Bohrung 127 gehaltener Stift 135 durchsetzt.
Nach Lösen
der durch den Sperrbolzen 133 bewirkten Verriegelung läßt sich
somit der verjüngte
Teil 129 des Spindellagerkopfes 121 um die Länge des
Langloches 134 aus der Sacklochbohrung 127 herausziehen.
-
Die beiden auf den Laufbahnen oder
Führungsschienen
der seitlichen Konsolen 105 verschieblich geführten Druckwalzenböcke sind
mit Zapfen 136 versehen, an die die einen Enden von Zugfedern 137 angehängt sind,
deren anderen Enden mit Zapfen 138 des Druckmaschinengestells
verbunden sind.
-
Beide auf den Laufbahnen oder Führungsschienen
der Konsolen 105 geführte
Rasterwalzenböcke 107 sind
mit auskragenden Halteteilen 139 versehen, an die die Kolbenstangen 140 von
Pneumatikzylindern 141 angelenkt sind, die ihrerseits durch
gelenkige Verbindungen 142 mit den Konsolen 105 verbunden
sind. Aus 2 sind die
auf der hinteren auskragenden Konsole 105 geführten Druckwalzen-
und Rasterwalzenböcke 106 und 107 und aus 3 die auf den Laufbahnen
oder Führungsschienen
in der vorderen Konsole 105 geführten Druckwalzen- und Rasterwalzenböcke 106, 107 ersichtlich.
Für die
Druckwalzen- und Rasterwalzenböcke
beider Seiten sind die beiden Spindeltriebe 112 und 113 jeweils
getrennt vorgesehen. Diese entsprechen einander spiegelbildlich
und werden daher jeweils nur an einer Seite beschrieben.
-
Für
jeweils jede der beiden Spindeln sind in der Halteplatte 111 Buchsen 150 und 151 drehbar aber
axial unverschieblich gelagert. Diese Buchsen 150, 151 sind
mit Kegelradverzahnungen 152, 153 versehen, die
mit Kegelradverzahnungen von Kupplungshülsen kämmen. In Bohrungen der Buchsen 150, 151 sind
die mit axial verlaufenden Federnuten 154, 155 versehenen
Abschnitte der Spindeln 112 und 113 axial verschieblich
geführt.
In die Federnuten 154, 155 greifen Paßfedern 156, 157,
die in axial verlaufende Nuten der Bohrungen der Buchsen 150, 151 eingelegt
sind. Auf die rechten Enden der Spindeln 112, 113 sind
Knäufe 158, 159 zur
Handbetätigung aufgesetzt.
-
In mit den Konsolen 105 verbundenen
Lagerschalen 160 ist über
Wälzlager
eine durchgehende Welle 161 gelagert, von der aus 6 der hintenliegende Teil
und aus 7 der in 1 vorneliegende Teil ersichtlich
ist. Die Welle 161 ist axial verschieblich in Kupplungshülsen 162 geführt, die
drehbar aber axial unverschieblich über Wälzlager und Lagerschalen 163 an
den Konsolen 105 gelagert sind. Die Kupplungshülsen 162 sind
mit Kegelradverzahnungen 164 versehen, die mit den Kegelradverzahnungen
der Buchsen 150, 151 kämmen. Der Einfachheit halber
sind in der Zeichnung die Kegelradverahnungen als Geradverzahnungen
dargestellt.
-
Das aus 7 ersichtliche vordere Ende der Welle 161 ist
mit einer Sacklochbohrung versehen, auf deren Grund sich eine Druckfeder 165 abstützt, deren
anderes Ende auf einer Scheibe 166 abgestützt ist,
die durch ein Wälzlager 167 in
einem mit der Lagerschale 160 verbundenen gehäuseartigen Topf 168 drehbar
gelagert ist. Durch die Druckfeder 165 wird die Welle 161 in
Richtung auf ihr in 6 hintenliegendes
Ende belastet.
-
Auf der Welle 161 sind axial
verschieblich aber undrehbar Kupplungsringe 170 geführt, die durch
Druckfedern 171 entgegen der Kraftrichtung der Druckfeder 165 belastet
sind. Die Kupplungsringe 170 und die Kupplungshülsen 162 sind
mit Klauen oder Zapfen 172 versehen, die bei einer Verschiebung
der Welle 161 entgegen der Kraft der Druckfeder 165 in
zugeordnete Ausnehmungen oder Bohrungen der Kupplungsringe oder
Kupplungshülsen greifen.
Die Kraft der Druckfeder 165 ist größer als die Kraft sämtlicher
Druckfedern 171, so daß in
der Ausgangslage die Druckfeder 165 die Welle 161 in einer
Stellung hält,
in der die Klauen oder Zapfen 172 nicht in die zugeordneten
Bohrungen oder Ausnehmungen greifen.
-
Die Kupplungsringe 170 sind
mit axial verlaufenden Langlöchern 174 versehen,
in die radiale Stifte 175 greifen, die mit der Welle 161 verbunden
sind. Durch die Langlöcher 174 und
die Stifte 175 ist somit sichergestellt, daß sich die
Kupplungsringe nur über eine
axiale Strecke verschieben lassen, die zum Einrasten und Ausheben
der Klauen 172 in die zugeordneten Bohrungen notwendig
ist.
-
Um eine Schnellverstellung der Spindeln 112 und 113 vorzunehmen,
wird auf die Welle 161 in Richtung des Pfeils D Druck ausgeübt, so daß durch die
Klauenverbindungen die drehfest auf den Wellen 161 angeordneten
Kupplungsringe 170 in Eingriff mit den Kupplungshülsen 162 kommen
und diese mitnehmen. Auf den endseitigen Vierkant 176 der
Welle 161 läßt sich
eine Kupplungshülse
eines tragbaren Antriebs, beispielsweise einer Bohrmaschine, aufsetzen,
so daß zum
Zwecke der Schnellverstellung der Welle 161 die erforderliche
Anzahl von Drehungen erteilt werden kann.
-
Aus 5a ist
eine Stellung der Druckwalze 108 und der Rasterwalze 109 relativ
zueinander und zu dem Gegendruckzylinder 102 ersichtlich,
in der die Druckwalze 108 noch an den Gegendruckzylinder 102 angestellt
und die Rasterwalze 109 von der Druckwalze 108 abgerückt ist.
Diese Stellung wird dadurch erreicht, daß der Pneumatikzylinder 141 mit einem
ersten Druck beaufschlagt wird, der die Kraft der Zugfedern 137 nicht
zu überwinden
vermag, so daß der
Rasterwalzenbock 107 um das Spiel der endseitigen Spindelabschnitte 123, 126 in
den Lagern 124 abgerückt
werden kann.
-
In der Stellung der Druck- und Rasterwalzen 108, 109 nach 5b ist der Druck in dem
Pneumatikzylinder 141 so weit erhöht, daß die Druckwalze 108 von
dem Gegendruckzylinder 102 so weit abgerückt wird,
daß sich
diese noch im verzahnenden Eingriff mit ihrem Antrieb befindet,
so daß ohne
Berührung
des Gegendruckzylinders 102 ein Weiterlauf gewährleistet
ist.
-
In der Stellung nach 5c hat der Pneumatikzylinder 141 in
einer dritten Stellung nach Lösen der
Verriegelung 133 den Druckwalzenbock 106 so weit
nach rechts verschoben, daß der
aus 4 ersichtliche Stift 135 an
dem anderen Ende des Langlochs 134 liegt und die Antriebsverzahnungen
außer Eingriff
sind, so daß ein
Austausch der Druck- und/oder Rasterwalzen vorgenommen werden kann.