DE10242009B4 - Druckmaschine, vorzugsweise Flexodruckmaschine - Google Patents

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Abstract

Druckmaschine, vorzugsweise Flexodruckmaschine, mit mindestens einem Druckwerk, dessen Druckwalzen (108) und/oder Farbwalzen (109) mit Farbwerken auf Druckwerkskonsolen (105) des Druckmaschinengestells (101) verfahrbar und an einen Gegendruckzylinder (102) anstellbar sind, wobei die Druckwalzenböcke (106) und Farbwalzenböcke (107) durch jeweils einen Spindeltrieb, dessen Spindel (112) in eine Spindelmutter (116) der Farbwalzenböcke (107) eingeschraubt ist, in ihrem gegenseitigen Abstand einstellbar sind, und wobei eine Einrichtung zum Andrücken der Druckwalze (108) an den Gegendruckzylinder (102) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
– daß die Spindeln (112) der Spindeltriebe in den Druckwalzenböcken (106) drehbar und über einen begrenzten Weg axial verschieblich gelagert sind,
– daß an den Farbwalzenböcken (107) angreifende Druckmittel-Kolben-Zylinder-Einheiten (141) vorgesehen sind, deren Kraft der Einrichtung zum Andrücken der Druckwalze (108) an den Gegendruckzylinder (102) entgegengerichtet ist und die in einer ersten Betriebsweise zur Verschiebung der Farbwalzenböcke (107) über den begrenzten Weg und in einer zweiten Betriebsweise zum Abrücken der Druckwalze (108) von...

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine, vorzugsweise eine Flexodruckmaschine, mit mindestens einem Druckwerk, dessen Druck- und/oder Farbwalzen mit Farbwerken auf Druckwerskonsolen des Druckmaschinengestells verfahrbar und an einen Gegendruckzylinder austellbar sind, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Ein besonderes Problem bei Druckmaschinen und insbesondere bei Flexodruckmaschinen besteht darin, die Druckwalze und die Farb- oder Rasterwalze gegeneinander anzustellen und voneinander abzurücken und die Druckwalze für sich allein oder gemeinsam mit der Farb- oder Rasterwalze an den Gegendruckzylinder anzustellen, und zwar in einer Weise, daß einerseits ein guter Druck gewährleistet und andererseits ein Weiterlauf der Druck- und Farbwalzen möglich ist und ggf. auch in einfacher Weise deren Austausch vorgenommen werden kann.
  • Aus der DE 2533841 A1 ist eine Druckmaschine bekannt, die ein Druckwerk umfasst, dessen Druck- und Farbwalze mit Farbwerken auf Druckwerkkonsolen des Druckmaschinengestells verfahrbar und an einen Gegendruckzylinder anstellbar sind. Hier ist auch ein Spindeltrieb beschrieben, durch den die Druck- und Farbwal zenböcke miteinander verbunden sind und durch den der Abstand der Druck- und Farbwalzenböcke zueinander einstellbar ist. Weiterhin ist eine Einrichtung zum Andrücken der Druckwalze an den Gegendruckzylinder vorhanden. Eine ähnliche Druckmaschine ist auch in der DE 2631697 B2 beschrieben.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Druckmaschine der erstgenannten Art so weiterzubilden, daß eine Abstandsänderung zwischen Druck- und Farbwalze sowie zwischen Druckwalze allein bzw. gemeinsam mit der Farbwalze und dem Gegendruckzylinder auf einfache Weise unter Gewährleistung eines guten Drucks bzw. bei Weiterlauf der Druck- und Farbwalze ermöglicht ist.
  • Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Druckmaschine mit den Merkmalen nach Patentanspruch 1.
  • Es sind an den Farbwalzenböcken angreifende Druckmittel-Kolben-Zylinder-Einheiten vorgesehen, deren Kraft der Einrichtung zum Andrücken der Druckwalze an den Gegendruckzylinder entgegengesetzt ist. Durch diese Kolben-Zylinder-Einheiten lassen sich die Farbwalzen von den Druckwalzen und ggf. beide von dem Gegendruckzylinder abrücken.
  • Die Spindeln in den Druckwalzenböcken sind begrenzt axial verschieblich gehaltert. Durch diese begrenzte Verschieblichkeit wird ein Spiel geschaffen, durch das sich die Farbwalze von der Druckwalze in einer Weise abrücken läßt, daß diese einander nicht mehr berühren, während die Druckwalze noch an den Gegendruckzylinder angestellt ist.
  • Auf diese Weise läßt sich beispielsweise die restliche Druckfarbe von der Druckwalze auf den über den Gegendruckzylinder laufenden Bedruckstoff übertragen.
  • Die Druckmittel-Kolben-Zylinder-Einheiten sind in einer ersten Betriebsweise zur Verschiebung der Farbwalzenböcke über den begrenzten axialen Weg (Spiel) und in einer zweiten Betriebsweise zum Abrücken der Druckwalze von der Gegen druckwalze gesteuert. Sind die Druck- und Farbwalzen nicht durch motorische Einzelantriebe, sondern durch Zahnräder angetrieben, bleiben die Zahnräder der Druck- und Farbwalzen noch mit ihren Antriebszahnrädern in Eingriff, so daß in beiden Betriebsweisen noch ein Weiterlauf der Druck- und Farbwalzen gewährleistet ist.
  • Bei einem Austausch der Druck- und/oder Farbwalzen müssen deren Zahnräder außer Eingriff mit den diese antreibenden Zahnrädern kommen. Nach einer dritten Betriebsweise ist daher vorgesehen, daß die Kolben-Zylinder-Einheiten eine Weithubbewegung zum Walzenwechsel ausführen.
  • Die Andrückeinrichtung kann aus an den Druckwalzenlagerböcken angreifenden federnden Elementen, z. B. Zugfedern, bestehen. Die federnden Elemente sind zwischen den Druckwalzenlagerböcken und dem Druckmaschinengestell in einer Weise angeordnet, daß sie die Druckwalze in Richtung auf den Gegendruckzylinder belasten.
  • Zweckmäßigerweise sind die Druckmittel-Kolben-Zylinder-Einheiten pneumatische Kolbenzylindereinheiten.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß in Spindelmuttern der Druckwalzenböcke weitere Spindeln eingeschraubt sind, die sich gegen gestellfeste Anschläge abstützen. Diese weiteren Spindeln dienen dazu, den Andruck der Druckwalze gegen den Gegendruckzylinder einzustellen.
  • Vorzugsweise sind die Enden der weiteren Spindeln drehbar in Spindellagerköpfen gelagert, die mit dem Druckmaschinengestell verriegelbar sind. Durch Lösen der Verriegelungen lassen sich die Spindellagerköpfe von dem Druckmaschinengestell abfahren, so daß beispielsweise zum Austausch des Druckzylinders Weithubbewegungen ausgeführt werden können.
  • Zweckmäßigerweise sind die weiteren Spindeln in den Spindellagerköpfen mit im wesentlichen gleichem Spiel axial verschieblich gelagert, wie die Spindeln in den Druckwalzenböcken. Auf diese Weise kann die Druckwalze in eine sogenannte Druck-Ab-Stellung verfahren werden, in der diese noch mit ihrem Antrieb in Verbindung ist, so daß ein Weiterlauf möglich ist.
  • Die Spindeln der Spindeltriebe können mit Knäufen zur Handbetätigung versehen sein.
  • Müssen jedoch die Druck- und/oder Farbwalzen Weithubbewegungen ausführen, ist ein Drehen der Spindeln von Hand zu mühselig. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist daher vorgesehen, daß die Spindeln über Getriebemittel an eine Welle zur Schnellverstellung ankuppelbar sind.
  • Um sowohl eine Handverstellung als auch eine Schnellverstellung über Getriebemittel zu ermöglichen, sind die Spindeln in Buchsen axial verschieblich, aber undrehbar geführt, welche Buchsen im Druckmaschinengestell frei drehbar gelagert und mit Verzahnungen versehen sind, die ihrerseits mit Verzahnungen von im Druckmaschinengestell gelagerten Kupplungshülsen kämmen, die mit einer Welle kuppelbar sind. Die Welle kann zur Kupplung mit den Kupplungshülsen gegen Federkraft axial verschieblich in den Kupplungshülsen geführt sein. Zur Ankupplung der Kupplungshülsen an die Welle können auf der Welle undrehbare, aber begrenzt axial verschiebliche Kupplungsringe angeordnet sein, die durch Bolzen oder Klauen mit den Kupplungshülsen kuppelbar sind. Die Kupplungsringe können durch Federn in Richtung auf ihre gekuppelten Stellungen belastet sein.
  • Um der Welle zur Schnellverstellung die gewünschte Anzahl von Umdrehungen mit der gewünschten Geschwindigkeit zu erteilen, kann diese durch eine Steckverbindung mit einer tragbaren Antriebseinrichtung, beispielsweise in Form einer eine bestimmte Anzahl von Umdrehungen ausführenden Bohrmaschine, verbindbar sein.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
  • 1 eine Seitenansicht von auf einer Druckwerkskonsole in verschieblichen Lagerböcken gelagerten Druck- und Farb- oder Rasterwalzen, die aneinander und an einen Gegendruckzylinder anstellbar sind, in schematischer Darstellung,
  • 2 eine Draufsicht auf die in 1 hinten liegenden Druck- und Farb- oder Rasterwalzenböcke,
  • 3 eine Draufsicht auf die in 1 vorne liegenden Druck- und Farb- oder Rasterwalzenböcke im Schnitt,
  • 4 eine vergrößerte Darstellung einer Einzelheit aus 3,
  • 5ac schematische Darstellungen des Gegendruckzylinders und der Druck- und Rasterwalzen in unterschiedlichen Stellungen relativ zueinander,
  • 6 eine Frontansicht auf die Schnellverstellung der Spindeltriebe nach 3 und
  • 7 eine Frontansicht der Schnellverstellung nach 1, teilweise im Schnitt.
  • Anhand der 1 bis 7 wird nun die besondere Art der Anstellung von Farb- oder Rasterwalzen und Druckwalzen aneinander und das Anstellen der Druckwalze an einen Gegendruckzylinder und das Abrücken der Walzen voneinander durch eine Handverstellung und eine Schnellverstellung näher erläutert, und zwar im Bezug auf einen einzigen Gegendruckzylinder.
  • In einem Druckmaschinengestell 101 ist in üblicher Weise ein mit einem Antrieb versehener Gegendruckzylinder 102 gelagert, der von einer Bedruckstoffbahn 103 umschlungen ist, die auf diesen in Richtung des Pfeils C aufläuft und von diesem über die Umlenkwalze 104 wieder abläuft. Die Seitenteile des Druckmaschinengestells 101 sind mit auskragenden Konsolen 105 versehen, deren Oberseiten Führungsbahnen für Druckwalzenböcke 106 und Rasterwalzenböcke 107 bilden. In den Druckwalzenböcken 106 sind in üblicher Weise Druckwalzen 108 gelagert. Entsprechend sind in den Rasterwalzenböcken 107 eine Rasterwalze 109 gelagert, die in üblicher Weise mit einer Farbkammerrakel 110 versehen ist. Mit den seitlichen Konsolen 105 ist eine quer zu diesen verlaufende Halteplatte 111 verbunden, die der Lagerung von zwei Spindeln 112 und 113 dient. Die Spindel 112 durchsetzt den Rasterwalzenbock 107 in einer Bohrung 115 und ist mit ihrem Gewindeteil in das Innengewinde einer Gewindebuchse 116 eingeschraubt, die in einem erweiterten Bohrungsabschnitt der Bohrung 115 gehaltert ist. Das Ende der Spindel 112 ist frei drehbar und über eine begrenzte Strecke verschieblich in einer Sacklochbohrung 117 des Druckwalzenbocks 106 gelagert.
  • Die Gewindespindel 113 ist mit ihrem Gewindeabschnitt 118 in das Innengewinde einer Bohrung eines Ansatzes 119 eingeschraubt, der mit dem Druckwalzenbock 106 fest verbunden ist. Das linke Ende der Spindel 113 ist in einer abgestuften Sacklochbohrung 120 eines Spindellagerkopfes 121 frei drehbar und mit axialem Spiel gelagert. In einem erweiterten Bohrungsabschnitt der abgestuften Sacklochbohrung 120 ist der über eine Ringstufe 122 verjüngte Endabschnitt 123 der Spindel 113 in einem Wälzlager 124 frei drehbar gelagert, das auf der Ringstufe 122 des erweiterten Bohrungsabschnitts durch einen Seegering festgelegt ist. Der verjüngte Endabschnitt 123 durchsetzt den Innenring des Wälzlagers 124 und ist in diesem axial verschieblich gehaltert. Das Ende des verjüngten Endabschnitts 123 ist mit einem Gewinde versehen, auf das zwei Kontermuttern 125 in der Weise auf geschraubt sind, daß sich der verjüngte Endabschnitt 123 der Spindel 113 mit axialem Spiel in dem Innenring des Wälzlagers 124 bewegen kann.
  • In entsprechender Weise ist der verjüngte Endabschnitt 126 der ersten Spindel 112 in dem mit einer Abstufung versehenen Sackloch 117 des Druckwalzenbocks 106 frei drehbar und mit axialem Spiel gelagert.
  • Der Spindellagerkopf 121 der zweiten Spindel 113 ist in der insbesondere aus 16 ersichtlichen Weise in einem Sackloch 127 verriegelbar und nach Lösung der Verriegelung begrenzt axial verschieblich gehalten. Der Spindellagerkopf 121 ist über eine Ringstufe 128 mit einem im Durchmesser verjüngten Abschnitt 129 versehen, der bis zu der Ringstufe 128 in das Sackloch 127 eintauchen kann und mit einer im Querschnitt abgerundeten Ringnut 130 versehen ist. Der das Sackloch 127 enthaltende Teil des Druckmaschinengestells ist mit einer quer zu dem verjüngten Abschnitt 129 verlaufenden Bohrung 131 versehen, die von dem Sackloch 127 in der Weise angeschnitten ist, daß die Ringnut 130 die Bohrung 131 in dem angeschnittenen Teil zu einem Kreis ergänzt, wenn die Ringnut in diesem Anschnitt liegt. In der Bohrung 131 ist ein mit einer sehnenartigen Abflachung 132 versehener Sperrbolzen 133 verdrehbar angeordnet. In der aus 4 ersichtlichen Stellung greift der Sperrbolzen 133 mit seinem den Anschnitt überragenden Teil an die Ringnut 130 ein, so daß der verjüngte Abschnitt 129 der weiteren Spindel 113 in dem Sackloch 127 verriegelt ist. Wird jedoch der Sperrbolzen 133 um 90° in eine Stellung verdreht, in der die sehnenartige Abflachung 132 die gestrichelte Stellung 132' einnimmt, kommt der verjüngte Abschnitt 129 von dem Sperrbolzen 133 frei.
  • Das verjüngte Ende 129 der weiteren Spindel 113 ist mit einem axial verlaufenden Langloch 134 versehen, das ein an den Wandungen der Bohrung 127 gehaltener Stift 135 durchsetzt. Nach Lösen der durch den Sperrbolzen 133 bewirkten Verriegelung läßt sich somit der verjüngte Teil 129 des Spindellagerkopfes 121 um die Länge des Langloches 134 aus der Sacklochbohrung 127 herausziehen.
  • Die beiden auf den Laufbahnen oder Führungsschienen der seitlichen Konsolen 105 verschieblich geführten Druckwalzenböcke sind mit Zapfen 136 versehen, an die die einen Enden von Zugfedern 137 angehängt sind, deren anderen Enden mit Zapfen 138 des Druckmaschinengestells verbunden sind.
  • Beide auf den Laufbahnen oder Führungsschienen der Konsolen 105 geführte Rasterwalzenböcke 107 sind mit auskragenden Halteteilen 139 versehen, an die die Kolbenstangen 140 von Pneumatikzylindern 141 angelenkt sind, die ihrerseits durch gelenkige Verbindungen 142 mit den Konsolen 105 verbunden sind. Aus 2 sind die auf der hinteren auskragenden Konsole 105 geführten Druckwalzen- und Rasterwalzenböcke 106 und 107 und aus 3 die auf den Laufbahnen oder Führungsschienen in der vorderen Konsole 105 geführten Druckwalzen- und Rasterwalzenböcke 106, 107 ersichtlich. Für die Druckwalzen- und Rasterwalzenböcke beider Seiten sind die beiden Spindeltriebe 112 und 113 jeweils getrennt vorgesehen. Diese entsprechen einander spiegelbildlich und werden daher jeweils nur an einer Seite beschrieben.
  • Für jeweils jede der beiden Spindeln sind in der Halteplatte 111 Buchsen 150 und 151 drehbar aber axial unverschieblich gelagert. Diese Buchsen 150, 151 sind mit Kegelradverzahnungen 152, 153 versehen, die mit Kegelradverzahnungen von Kupplungshülsen kämmen. In Bohrungen der Buchsen 150, 151 sind die mit axial verlaufenden Federnuten 154, 155 versehenen Abschnitte der Spindeln 112 und 113 axial verschieblich geführt. In die Federnuten 154, 155 greifen Paßfedern 156, 157, die in axial verlaufende Nuten der Bohrungen der Buchsen 150, 151 eingelegt sind. Auf die rechten Enden der Spindeln 112, 113 sind Knäufe 158, 159 zur Handbetätigung aufgesetzt.
  • In mit den Konsolen 105 verbundenen Lagerschalen 160 ist über Wälzlager eine durchgehende Welle 161 gelagert, von der aus 6 der hintenliegende Teil und aus 7 der in 1 vorneliegende Teil ersichtlich ist. Die Welle 161 ist axial verschieblich in Kupplungshülsen 162 geführt, die drehbar aber axial unverschieblich über Wälzlager und Lagerschalen 163 an den Konsolen 105 gelagert sind. Die Kupplungshülsen 162 sind mit Kegelradverzahnungen 164 versehen, die mit den Kegelradverzahnungen der Buchsen 150, 151 kämmen. Der Einfachheit halber sind in der Zeichnung die Kegelradverahnungen als Geradverzahnungen dargestellt.
  • Das aus 7 ersichtliche vordere Ende der Welle 161 ist mit einer Sacklochbohrung versehen, auf deren Grund sich eine Druckfeder 165 abstützt, deren anderes Ende auf einer Scheibe 166 abgestützt ist, die durch ein Wälzlager 167 in einem mit der Lagerschale 160 verbundenen gehäuseartigen Topf 168 drehbar gelagert ist. Durch die Druckfeder 165 wird die Welle 161 in Richtung auf ihr in 6 hintenliegendes Ende belastet.
  • Auf der Welle 161 sind axial verschieblich aber undrehbar Kupplungsringe 170 geführt, die durch Druckfedern 171 entgegen der Kraftrichtung der Druckfeder 165 belastet sind. Die Kupplungsringe 170 und die Kupplungshülsen 162 sind mit Klauen oder Zapfen 172 versehen, die bei einer Verschiebung der Welle 161 entgegen der Kraft der Druckfeder 165 in zugeordnete Ausnehmungen oder Bohrungen der Kupplungsringe oder Kupplungshülsen greifen. Die Kraft der Druckfeder 165 ist größer als die Kraft sämtlicher Druckfedern 171, so daß in der Ausgangslage die Druckfeder 165 die Welle 161 in einer Stellung hält, in der die Klauen oder Zapfen 172 nicht in die zugeordneten Bohrungen oder Ausnehmungen greifen.
  • Die Kupplungsringe 170 sind mit axial verlaufenden Langlöchern 174 versehen, in die radiale Stifte 175 greifen, die mit der Welle 161 verbunden sind. Durch die Langlöcher 174 und die Stifte 175 ist somit sichergestellt, daß sich die Kupplungsringe nur über eine axiale Strecke verschieben lassen, die zum Einrasten und Ausheben der Klauen 172 in die zugeordneten Bohrungen notwendig ist.
  • Um eine Schnellverstellung der Spindeln 112 und 113 vorzunehmen, wird auf die Welle 161 in Richtung des Pfeils D Druck ausgeübt, so daß durch die Klauenverbindungen die drehfest auf den Wellen 161 angeordneten Kupplungsringe 170 in Eingriff mit den Kupplungshülsen 162 kommen und diese mitnehmen. Auf den endseitigen Vierkant 176 der Welle 161 läßt sich eine Kupplungshülse eines tragbaren Antriebs, beispielsweise einer Bohrmaschine, aufsetzen, so daß zum Zwecke der Schnellverstellung der Welle 161 die erforderliche Anzahl von Drehungen erteilt werden kann.
  • Aus 5a ist eine Stellung der Druckwalze 108 und der Rasterwalze 109 relativ zueinander und zu dem Gegendruckzylinder 102 ersichtlich, in der die Druckwalze 108 noch an den Gegendruckzylinder 102 angestellt und die Rasterwalze 109 von der Druckwalze 108 abgerückt ist. Diese Stellung wird dadurch erreicht, daß der Pneumatikzylinder 141 mit einem ersten Druck beaufschlagt wird, der die Kraft der Zugfedern 137 nicht zu überwinden vermag, so daß der Rasterwalzenbock 107 um das Spiel der endseitigen Spindelabschnitte 123, 126 in den Lagern 124 abgerückt werden kann.
  • In der Stellung der Druck- und Rasterwalzen 108, 109 nach 5b ist der Druck in dem Pneumatikzylinder 141 so weit erhöht, daß die Druckwalze 108 von dem Gegendruckzylinder 102 so weit abgerückt wird, daß sich diese noch im verzahnenden Eingriff mit ihrem Antrieb befindet, so daß ohne Berührung des Gegendruckzylinders 102 ein Weiterlauf gewährleistet ist.
  • In der Stellung nach 5c hat der Pneumatikzylinder 141 in einer dritten Stellung nach Lösen der Verriegelung 133 den Druckwalzenbock 106 so weit nach rechts verschoben, daß der aus 4 ersichtliche Stift 135 an dem anderen Ende des Langlochs 134 liegt und die Antriebsverzahnungen außer Eingriff sind, so daß ein Austausch der Druck- und/oder Rasterwalzen vorgenommen werden kann.

Claims (15)

  1. Druckmaschine, vorzugsweise Flexodruckmaschine, mit mindestens einem Druckwerk, dessen Druckwalzen (108) und/oder Farbwalzen (109) mit Farbwerken auf Druckwerkskonsolen (105) des Druckmaschinengestells (101) verfahrbar und an einen Gegendruckzylinder (102) anstellbar sind, wobei die Druckwalzenböcke (106) und Farbwalzenböcke (107) durch jeweils einen Spindeltrieb, dessen Spindel (112) in eine Spindelmutter (116) der Farbwalzenböcke (107) eingeschraubt ist, in ihrem gegenseitigen Abstand einstellbar sind, und wobei eine Einrichtung zum Andrücken der Druckwalze (108) an den Gegendruckzylinder (102) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, – daß die Spindeln (112) der Spindeltriebe in den Druckwalzenböcken (106) drehbar und über einen begrenzten Weg axial verschieblich gelagert sind, – daß an den Farbwalzenböcken (107) angreifende Druckmittel-Kolben-Zylinder-Einheiten (141) vorgesehen sind, deren Kraft der Einrichtung zum Andrücken der Druckwalze (108) an den Gegendruckzylinder (102) entgegengerichtet ist und die in einer ersten Betriebsweise zur Verschiebung der Farbwalzenböcke (107) über den begrenzten Weg und in einer zweiten Betriebsweise zum Abrücken der Druckwalze (108) von dem Gegendruckzylinder (102) gesteuert sind.
  2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittel-Kolben-Zylinder-Einheiten (141) in einer dritten Betriebsweise eine Weithubbewegung ausführen.
  3. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Andrücken der Druckwalze (108) an den Gegendruckzylinder (102) aus an den Druckwalzenböcken (106) angreifenden federnden Elementen, z. B. Zugfedern (137), bestehen.
  4. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittel-Kolben-Zylinder-Einheiten pneumatische Kolben-Zylinder-Einheiten (141) sind.
  5. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in Spindelmuttern (119) der Druckwalzenböcke (106) weitere Spindeln (113) eingeschraubt sind, die sich gegen gestellfeste Anschläge abstützen.
  6. Druckmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der weiteren Spindeln (113) drehbar in Spindellagerköpfen (121) gelagert sind, die mit dem Druckmaschinengestell (101) verriegelbar sind.
  7. Druckmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Spindeln (113) in den Spindellagerköpfen (121) mit im wesentlichen gleichem Spiel axial verschieblich gelagert sind wie die Spindeln (112) in den Druckwalzenböcken (106).
  8. Druckmaschinen nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeln (112, 113) mit Knäufen (158, 159) zur Handbetätigung versehen sind.
  9. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeln (112, 113) an eine Welle (161) zur Schnellverstellung ankoppelbar sind.
  10. Druckmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeln (112, 113) in Buchsen (150, 151) axial verschieblich, aber undrehbar geführt sind, welche Buchsen (150, 151) im Druckmaschinengestell (101) frei drehbar gelagert und mit Verzahnungen (152, 153) versehen sind, die ihrerseits mit Verzahnungen von im Gestell gelagerten Kupplungshülsen (162) kämmen, die mit der Welle (161) kuppelbar sind.
  11. Druckmaschine, nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (161) zur Kupplung mit den Kupplungshülsen (162) gegen Federkraft axial verschieblich in den Kupplungshülsen (162) geführt ist.
  12. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ankupplung der Kupplungshülsen (162) an die Welle (161) auf dieser undrehbare, aber begrenzt axial verschiebliche Kupplungsringe (170) angeordnet sind, die durch Bolzen (172) oder Klauen mit den Kupplungshülsen (162) kuppelbar sind.
  13. Druckmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsringe (170) durch Federn (171) in Richtung auf ihre gekuppelten Stellungen belastet sind.
  14. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (161) durch eine Steckverbindung (176) mit einer tragbaren Antriebseinrichtung verbindbar ist.
  15. Druckmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung hinsichtlich der Anzahl der von ihr ausgeführten Drehungen programmierbar ist.
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