DE1021069B - Gasgefuellte elektrische Gluehlampe oder Entladungsgefaess und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Gasgefuellte elektrische Gluehlampe oder Entladungsgefaess und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
- Gasgefüllte elektrische Glühlampe oder Entladungsgefäß und Verfahren zu ihrer Herstellung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung gasgefüllter elektrischer Glühlampen und Entladungsgefäße, bei dein Pumpröhrchen und Stromzuführungen in ein Tellerfußrohr eingequetscht werden. Während das Pumpröhrchen im allgemeinen außerhalb der Quetschstelle durch das Fußrohr mit dem Gefäßinneren in Verbindung gebracht wird, ist es auch bekannt, das Pumpröhrchen über das Fußrohr hinaus in das Gefäßinnere einzuführen und bei der Quetschung dafür zu sorgen, daß der Hohlraum im Pumprährchen offen bleibt. Der im Gefäßinneren befindliche Teil des Pumpröhrchens dient gleichzeitig als eine dem bei Glühlampen bekannten Glasstab ähnliche Haltevorrichtung für den Gestellaufbau.
- Bei den bekannten Verfahren zur Herstellung solcher Lampen mit durch die Quetschung gebendem, als Haltevorrichtung dienendem Pumprö-hrchen erfolgt das Entlüften und Gasfüllen in zwei aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen, indem das Gefäßinnere über das Pumpröhrchen zuerst mit einer Vakuumpumpanlage verbunden und entlüftet und sodann an das Füllgas-V orratsgefäß angeschlossen und mit dem Füllgas bis zu dem gewünschten Druck gefüllt wird. Ein beonderer Nachteil des Pumpens ist der durch das enge Pumpröhrchen gegebene Strömungswiderstand, der eine schnelle und wirksame Entlüftung, die besonders bei der automatischen Massenfertigung ein dringendes Bedürfnis ist. behindert. Bei den üblichen Konstruktionen von Glühlampen und Entladungs gefäßen ist es nicht möglich, den Pumpröhrchen einen wesentlich größeren Querschnitt zu geben: denn die Ouersehnittsgrößen von Pumpröhrchen, Fußrohr und Gefäßhals müssen aufeinander abgestimmt sein, da sie ineinander angeordnet werden.
- Die Eifindung beseitigt diese Nachteile und sieht ein einfaches und schnell arbeitendes Verfahren zur lderstellung solcher Glühlampen und Entladungsgefäße mit über die Quetschstelle hinaus in das Gefäßinnere ragenden Pumpröhrchen vor, das eine Verringerung der Fertigungskosten ermöglicht. Es besteht darin, daß eine Kanüle durch das Pumprohr in das Gefäß geschoben und Füllgas durch sie hindurch in das Gefäß eingeblasen wird: am Pumprohr ist mindestens eine zusätzliche Öffnung angebracht, welche das Entweichen der im Gefäß befindlichen Luft und eines Überschusses an Füllgas gestattet. Sodann wird die Kanüle unter fortgesetztem Einblasen von Füllgas wieder entfernt und das Pumprolir endgültig verschlossen. Die Entlüftung und Gasfüllung mittels eines Spülvorganges nach der Erfindung macht das Pumpen und die Punipanlage überflüssig und beseitigt damit alle dem Pumpen anhaftenden Nachteile. Es bietet gerade bei Lampen und Entladungsgefäßen finit durchgehendem, in das Gefäß hineinragendem Puniprohr besondere Vorteile, da es durch diese Konstruktion möglich ist, die Kanüle ohne Beschädigung des Glühkörpers oder übrigen Gestenaufbaues weit in das Gefäß hineinzuführen. Während nun von dort aus das Füllgas die im Gefäß befindliche Luft verdrängt, wird sich diese zum entgegengesetzten Gefäßteil hin bewegen, wobei sich zwischen diesen beiden Bereichen eine mehr oder weniger starke Durchmischung von Luft und Füllgas ausbildet. Durch die zwischen Pumprohr und Kanüle verbleibende Öffnung wird daher während des Spülens nicht nur Luft, sondern auch ein gewisser Anteil des Füllgases wieder ausströmen, während sich in anderen Gefäßbereichen noch unvermischte oder Luft mit geringerem Füllgasanteil befindet. Man wird also die Ausströmöffnung möglichst in jenem Teil des Gefäßes anbringen, der von der Kanülenöffnung weit entfernt ist. Erfindungsgemäß ist daher am Pumprohr nahe der Quetschstelle, also in größtmöglicher Entfernung von der Kanülenöffnung noch mindestens eine zusätzliche Öffnung angebracht, die die Spülung erleichtert und beschleunigt.
- Einzelheiten der Erfindung werden nun an einem Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnung erläutert, Die Zeichnung zeigt eine elektrische Glühlampe im Schnitt während des Spülvorganges.
- An den Hals des Lampengefäßes 1 ist der Tellerfuß 2 angeschmolzen. Durch die Quetschstelle 3 sind die beiden Stromzuführungen 4 sowie das Pumprohr 5 vakuumdicht hindurchgeführt. Die Stromzuführungen bestehen, wie bekannt, aus inneren, den Leuchtkörper 8 tragenden Abschnitten, aus den Einschmelzabschnitten, deren Material einen dem Glas angepaßten Wärmeausdehnungskoeffizienten hat, und den außerhalb der Lampe verlaufenden Abschnitten. Das Pumprohr besitzt an seinem im Lampengefäß befindlichen offenen Ende eine linsenartige Verdickung 6, in die mehrere den Leuchtkörper 8 unterstützende metallische Halter 7 eingeschmolzen sind. Obgleich als -Material des Pumpröhrchens im allgemeinen Glas gewählt wird, das sich sehr bewährt hat, ist die Erfindung nicht auf gläserne Pumpröhrchen beschränkt. Sie können beispielsweise auch aus einem geeigneten Metall, einer Metallegierung oder einem anderen hitzebeständigen und mit dem Füllgas nicht reagierenden Stoff bestehen. Für das Offenhalten de-, gläsernen Punipröhrchens beim Quetschvorgang sind verschiedene Mittel bekannt, beispielsweise ein ini Pumprchr auf und ab bewegter oder rotierender, feuerfester Dorn, wendelförmige Draht- oder Blecheinlagen oder federnde Metallröhrchen im Puniprohr.
- Die Zeichnung zeigt die durch das Pumprohr eingeschobene Kanüle 9, die his fast an die gegenüberliegende Gefäßwand geführt ist und durch die das Füllgas, beispielsweise Argon oder eine Argon-Stickstoff-Mischung, in das Gefäß geblasen wird. Das Pumpröhrchen besitzt dicht über der Quetschstelle 3 noch eine Öffnung 10, durch die wegen ihrer größeren Entfernung voll der Kanülenöffnung ein Luft-Füllgas-Gemisch mit größerem Luftanteil ausströmt als durch die Öffnung am Pumprohrende. Pfeile in der Zeichnung deuten die Richtung der eingeblasenen und aus dein Gefäß entweichenden Gase an. Nach Beendigung des Spül- und Füllvorganges wird die Kanüle unter fortgesetztem Einblasen von Füllgas aus dein Pumpröhr eben zurückgezogen und das Pumprohr in bekannter Weise mit Hilfe von Drennern 11 abs,esc@iineAzen und luftdicht verschlossen. Sodann wird die Lampe wie üblich gesockelt.
- In gleicher Zi'eise können auch Entladungsgefäße hergestellt werden. in denen das in das Gefäß ragende Puniprohrende beispielsweise eine Abschii-nikappe oder einen "Zündstrich trägt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung gasgefüllter elektrischer Glühlampen und Entladungsgefäße. lief dem ein Puinpröhrchen und die Stromzuführungen in ein Fußrohr derart eingequetscht werden, daß das Pumpröhrchen über die Quetschstelle hinaus in das Gefäßinnere ragt und Mittel vorgesehen sind, um das Pumprohr während der Quetschung offen zu halten, worauf Glühdraht l@zw. Elektroden und gegebenenfalls sonstige Teile #les Gestellatifbaus an den Stromzuführungen und deni als Halter dienenden Pumprohr befestigt werden, der fertige Fuß an den Gefäßhals angeschniolzen, das Gefäß durch das Puniprohr finit (Jas gefüllt. das äußere Pumprohrende al>gesclnnolzen und die Lampe gesockelt wird, dadurch gekennzeichnet. daß eine Kanüle durch das Puniprohr in das Gefäß geschoben und Füllgas durch #ie hindurch in das Gefäß eingehlasen wird, wohei mindestens eine zusätzliche Öffnung am Pumprolir an--ebracht ist. «-elche das Entweichen der im Gefält,i befindlichen Luft und eines iUbersehusses an Füllgas gestattet, worauf die Kanüle unter fortgesetztem Einblasen von Füllgas wieder entfernt und das Puniprohr endgültig -,-erschlossen v#:ird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. daß das sich durch die Quetschung erstreckende Pumprohr innerhalb und/oder außerhalb des Gefäßes aus Metall oder einer MetalllegiE'rung besteht.
- 3. Nach dein Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2 hergestellte elektrische Lampe finit einem sich durch den Quetschfuß ins Gefäßinnere erstreckendtii und d,;rt als Halter für den Gestellaufbau ausrebildeten Pitmprohr, dadurch gekennzeichnet. daLI das Pumprohr im Gefäßinnern außer der an 'einem Ende befindlichen Öffnung mindestens eine zusätzliche Ö itnung in seiner Rohrwand aufweist.
Priority Applications (1)
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| DE1021069B true DE1021069B (de) | 1957-12-19 |
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| DE (1) | DE1021069B (de) |
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1957
- 1957-04-24 DE DEP18405A patent/DE1021069B/de active Pending
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