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TECHNISCHES GEBIET
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische Betätigungsvorrichtung für die Betätigung von Stellgliedern in einem Kraftfahrzeuggetriebe gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Derartige Betätigungsvorrichtungen kommen auch in modernen Nutzfahrzeugen, wie LKW und Bussen, massenweise zum Einsatz, wenn es gilt, in automatisierten Schaltgetrieben (ASG), Doppel- oder Mehrkupplungsgetrieben (DKG) oder trennbaren Verteiler- und Differentialgetrieben Getriebestellglieder, wie Schaltgabeln und Schaltmuffen, mit oder ohne Synchronisiereinrichtung, und ggf. Trocken- oder Nass-Reibkupplungen möglichst flexibel und reibungsarm sowie mit geringem Bauraumbedarf zu betätigen.
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STAND DER TECHNIK
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Aus der den Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bildenden Drucke schrift
EP 2 754 911 A1 (
1) ist eine hydraulische Betätigungsvorrichtung für die Betätigung einer Reibkupplung und von Getriebestellgliedern zur Gang- bzw. Gassenwahl in einem automatisierten Kraftfahrzeug-Schaltgetriebe bekannt. Bei diesem Stand der Technik ist eine Leistungseinheit vorgesehen, die zur Erzeugung eines hydraulischen Drucks eine Pumpe aufweist, welche über einen elektrischen Pumpenantrieb antreibbar ist, um Hydraulikfluid zu fördern bzw. zu verschieben. Ferner umfasst die vorbekannte Betätigungsvorrichtung einen hydraulisch an die Leistungseinheit angeschlossenen Getriebestellabschnitt mit einer Mehrzahl von Getriebestellzylindern, deren Kolben mit den Getriebestellgliedern wirkverbunden sind. Darüber hinaus hat die Betätigungsvorrichtung einen Kupplungsbetätigungsabschnitt mit einem hydraulisch an die Leistungseinheit angeschlossenen Kupplungsstellzylinder, dessen Kolben mit der Reibkupplung wirkverbunden ist. Schließlich ist ein Steuergerät vorgesehen, das mit dem Pumpenantrieb und Steuergliedern für den Getriebestellabschnitt und den Kupplungsbetätigungsabschnitt elektrisch verbunden ist.
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Bei diesem Stand der Technik sind des Weiteren die Kolben der Stellzylinder auf gegenüberliegenden Seiten hydraulisch beaufschlagbar, wobei jedem Kolben als Steuerglied eine eigene Rastiereinrichtung mit einem Sperrelement funktional zugeordnet ist. Das Sperrelement jeder Rastiereinrichtung ist in eine Sperrstellung federvorgespannt, in der das Sperrelement eine Bewegung des jeweiligen Kolbens verhindert, und kann mittels eines über das Steuergerät elektrisch ansteuerbaren Aktuators der entsprechenden Rastiereinrichtung von der Sperrstellung gegen die Federvorspannung in eine Lösestellung bewegt werden, in der das Sperrelement eine Bewegung des jeweiligen Kolbens zulässt. Dabei ist die Drehrichtung des Pumpenantriebs und damit die Pumprichtung der Pumpe in der Leistungseinheit umkehrbar, um die Kolben der Stellzylinder für eine Betätigungs- bzw. Stellbewegung je nach Pumprichtung auf der einen oder der anderen Seite hydraulisch zu beaufschlagen. Das Steuergerät koordiniert hierbei die elektrische Ansteuerung des Pumpenantriebs und der Aktuatoren der Rastiereinrichtungen, um die angeschlossenen Getriebestellglieder zu betätigen bzw. die Reibkupplung aus- oder einzurücken.
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Bei einer solchen Betätigungsvorrichtung werden also mehrere Stellzylinder eingesetzt, die über Druckkreise, welche zumeist aus frei verlegbaren Rohr- und/oder Schlauchleitungen bestehen, mit der Leistungseinheit, d.h. dem Druckerzeuger verbunden sind. Da Hydraulikflüssigkeiten (wie im vorliegenden Fall z.B. Öl oder Bremsflüssigkeit) inkompressibel sind, hat der im jeweiligen Druckkreis auf die Hydraulikflüssigkeit wirkende Druck keinen Einfluss auf ihr Volumen und somit auf das Übertragungsverhalten der Hydraulikflüssigkeit im Druckkreis. Im Ergebnis lassen sich über die Hydraulikflüssigkeit im jeweiligen Druckkreis auch hohe Kräfte gleichförmig übertragen, so dass mittels der mit dem jeweiligen Druckkreis hydraulisch verbundenen Stellzylinder exakte Stellbewegungen für die Kuppel- und Schaltvorgänge bewirkt werden können.
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Sind in einem derartigen hydraulischen System allerdings Luftblasen eingeschlossen, so verändert bzw. verschlechtert sich das Übertragungsverhalten. Bei der eingeschlossenen Luft handelt es sich nämlich um ein komprimierbares Gasgemisch, das bei steigendem Druck zusammengedrückt wird und wie eine Feder wirkt. Ein nicht-entlüftetes hydraulisches System weist somit eine gewisse „Weichheit“ bzw. Nachgiebigkeit auf, die nach einer Erstbefüllung mit Hydraulikflüssigkeit, bei Wartungsarbeiten und ggf. während des Betriebs durch Entlüften der Druckkreise zu beseitigen ist. Erst dann ist es möglich, über eine Verschiebung eines definierten Hydraulikvolumens im hydraulischen System eine gleichförmige exakte Stellbewegung an den Stellzylindern zu bewirken.
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Einfache hydraulische Systeme mit nur einem Stellzylinder lassen sich zumeist problemlos von Hand entlüften. Hierfür ist an einer Hochstelle des hydraulischen Systems in der Regel ein Entlüftungsventil vorgesehen, das bei Bedarf manuell geöffnet werden kann, um eine Verbindung zwischen dem hydraulischen System und der Umgebung herzustellen. Über diese Verbindung kann die im hydraulischen System vorhandene Luft dann zur Umgebung hin entweichen. An einer mehrkreisigen Betätigungsvorrichtung mit mehreren Stellzylindern ist eine solche manuelle Entlüftung allerdings mit einem erheblichen Aufwand verbunden, und zwar sowohl in vorrichtungstechnischer Hinsicht als auch im Hinblick auf die Handhabung, zumal die Betätigungsvorrichtung oft nur schwer zugänglich ist, etwa wenn sie sich im Getriebe befindet. Einzelheiten zur Entlüftung der Betätigungsvorrichtung gibt die Druckschrift
EP 2 754 911 A1 indes nicht her.
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AUFGABENSTELLUNG
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydraulische Betätigungsvorrichtung für die Betätigung von Stellgliedern in einem Kraftfahrzeuggetriebe zu schaffen, bei der auf möglichst einfache Weise eine hinreichende Entlüftung gewährleistet ist.
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DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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Diese Aufgabe wird durch eine hydraulische Betätigungsvorrichtung für die Betätigung von Stellgliedern in einem Kraftfahrzeuggetriebe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Bei einer hydraulischen Betätigungsvorrichtung für die Betätigung von Stellgliedern in einem Kraftfahrzeuggetriebe, die eine Mehrzahl von Kolben-Zylinder-Anordnungen hat, welche jeweils einen mit einem Stellglied wirkverbindbaren Stellkolben aufweisen, der auf einer ersten Seite und einer zweiten Seite über jeweils einen zugeordneten Druckraum hydraulisch beaufschlagbar ist, wobei jeder Kolben-Zylinder-Anordnung eine Steuereinrichtung zugeordnet ist, die eine Stellbewegung des jeweiligen Stellkolbens in einer ersten Richtung oder einer entgegengesetzten zweiten Richtung gestattet oder unterbindet, und wobei die Druckräume auf der ersten Seite der Stellkolben über eine gemeinsame erste Druckleitung hydraulisch miteinander verbunden sind, während die Druckräume auf der zweiten Seite der Stellkolben über eine gemeinsame zweite Druckleitung hydraulisch miteinander verbunden sind; ist erfindungsgemäß jeder Druckleitung wenigstens ein Entlüftungsventil mit einem Abgang für Luft zugeordnet, wobei die Abgänge der Entlüftungsventile an eine gemeinsame Entlüftungsleitung angeschlossen sind.
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Mit anderen Worten gesagt besitzt die Betätigungsvorrichtung mehrere doppeltwirkende Kolben-Zylinder-Anordnungen, deren Stellkolben Stellbewegungen zu zwei Seiten ausführen können, je nach dem, von welcher Seite sie druckbeaufschlagt werden und ob sie von der jeweils zugeordneten Steuereinrichtung freigegeben oder festgehalten sind. Dabei sind die Druckräume jeweils einer Seite der Kolben-Zylinder-Anordnungen hydraulisch miteinander verbunden, so dass pro Seite nur ein Druckkreis notwendig ist und die Betätigungsvorrichtung z.B. mittels nur einer Reversierpumpe betrieben werden kann, zu deren Pumpenanschlüssen die Kolben-Zylinder-Anordnungen mit ihren Druckräumen parallel geschaltet sind.
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Durch Vorsehen schon eines Entlüftungsventils in jeder der die Druckräume einer Seite hydraulisch miteinander verbindenden Hydraulikleitungen kann die erfindungsgemäß ausgebildete Betätigungsvorrichtung zuverlässig entlüftet werden. Es ist also mit -geringem vorrichtungstechnischen Aufwand möglich, sämtliche Druckräume einer Mehrzahl von Kolben-Zylinder-Anordnungen zu entlüften. Maßnahmen zur separaten Entlüftung der einzelnen Druckräume sind vorteilhaft entbehrlich.
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Da das jeweilige Entlüftungsventil der entsprechenden Druckleitung zugeordnet ist, können die Druckräume der Kolben-Zylinder-Anordnungen auch dann in einfacher Weise entlüftet werden, wenn sich die Kolben-Zylinder-Anordnungen an einer nur schwer zu erreichenden Stelle, wie z.B. innerhalb des Getriebes befinden.
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Durch Zusammenführen der Luftabgänge der einzelnen Entlüftungsventile in einer gemeinsamen Entlüftungsleitung wird der vorrichtungstechnische Aufwand noch weiter reduziert. Darüber hinaus ermöglicht diese Zusammenführung die Abgabe der ölhaltigen Abluft an zentraler Stelle.
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Da zudem die Entlüftungsventile erfindungsgemäß der Betätigungsvorrichtung zugeordnet sind, ist eine Entlüftung an der die Pumpe(n) aufweisenden Leistungseinheit entbehrlich, die hierfür üblicherweise höher sitzt als die Betätigungsvorrichtung, damit eingeschlossene Luft in Richtung der Leistungseinheit aufsteigen kann. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Betätigungsvorrichtung bietet somit nicht zuletzt auch den Vorteil, dass die Betätigungsvorrichtung an höherer Stelle angeordnet werden kann als die Leistungseinheit. Mit anderen Worten gesagt besteht eine höhere Flexibilität, was die Platzierung der Leistungseinheit angeht, die so z.B. an einem Ort sitzen kann, wo der zur Verfügung stehende Bauraum weniger begrenzt ist.
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Grundsätzlich ist es möglich, die einzelnen Druckräume der Kolben-Zylinder-Anordnungen mit von den Kolben-Zylinder-Anordnungen separaten Druckleitungen oder -röhren zu verbinden. Insbesondere im Hinblick einen geringen vorrichtungstechnischen Aufwand und einen möglichst kleinen Bauraumbedarf ist demgegenüber jedoch eine Ausgestaltung der Betätigungsvorrichtung bevorzugt, bei der jede Kolben-Zylinder-Anordnung zwei die jeweiligen Druckräume begrenzende Zylindergehäuse aufweist, welche jeweils einen Hydraulikeingang und einen Hydraulikausgang für den Druckraum haben, wobei ein Teil der ersten Druckleitung durch eine Reihenanordnung von Zylindergehäusen auf der ersten Seite der Stellkolben gebildet ist, während ein Teil der zweiten Druckleitung durch eine Reihenanordnung von Zylindergehäusen auf der zweiten Seite der Stellkolben gebildet ist.
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In einer konkreten Ausführung eines solchen Konzepts, die vorteilhaft ohne Zusatzleitungen oder labyrinthartig verlaufende Kanäle auskommt, bildet bei der Reihenanordnung von Zylindergehäusen der Hydraulikeingang eines jeweils ersten Zylindergehäuses einen gemeinsamen Eingangsanschluss für die jeweilige Reihenanordnung, während der Hydraulikausgang eines jeweils letzten Zylindergehäuses einen gemeinsamen Endanschluss für die jeweilige Reihenanordnung bildet, wobei zwischen dem Hydraulikeingang des ersten Zylindergehäuses und dem Hydraulikausgang des letzten Zylindergehäuses der Hydraulikausgang eines jeden Zylindergehäuses mit dem Hydraulikeingang eines nachfolgenden Zylindergehäuses verbunden, vorzugsweise steckverbunden ist, insbesondere um die Montage zu vereinfachen. Eine solche Ausführung ermöglicht die Verwendung von identisch ausgebildeten Zylindergehäusen, so dass je nach Anzahl der zu schaltenden Gänge des jeweils zu betätigenden Getriebes verschiedene Reihenanordnungen von Zylindergehäusen in der Art eines Baukastens zusammengestellt werden können. Dies ist besonders wirtschaftlich, da Zylindergehäuse als Gleichteile in hohen Stückzahlen kostengünstig produziert werden können.
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Prinzipiell kann das Entlüftungsventil z.B. als federvorgespanntes Kugelsitzventil ausgebildet sein. Vorzugsweise handelt es sich bei dem Entlüftungsventil jedoch um ein Tellerventil mit einem tellerförmigen Ventilkörper, der federnd gegen einen Ventilsitz anliegt. Dies ermöglicht bei geeigneter Materialwahl vorteilhaft die Zusammenfassung von Feder und Dichtfläche in nur einem Teil, das kompakt baut und kostengünstig herzustellen ist.
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In einer bevorzugten Ausgestaltung des Entlüftungsventils kann der Ventilsitz einen mit der jeweiligen Druckleitung kommunizierenden zentralen Durchgang und eine den Durchgang umgebende Ringnut aufweisen, die mit dem Durchgang über eine Verbindungsnut verbunden ist, wobei der Ventilkörper aus einem gummielastischen Material besteht, den Durchgang, die Verbindungsnut und die Ringnut überdeckt sowie von der Ringnut abzuheben vermag.
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Ein solche Ventilausgestaltung bietet zum einen den Vorteil eines Rücklauf- bzw. Auslaufschutzes, der - insbesondere wenn die Leistungseinheit/Pumpe tiefer liegt als die Betätigungsvorrichtung - verhindert, dass im drucklosen Zustand Luft gezogen wird oder das hydraulische System leer läuft. Zum anderen kann vorteilhaft durch geeignete Dimensionierung des Querschnitts der Verbindungsnut das Schaltverhalten der Betätigungsvorrichtung beeinflusst werden, wobei die Kolben-Zylinder-Anordnungen in Abhängigkeit vom Nutquerschnitt „härter“ oder „weicher“ bzw. schneller oder langsamer auf die angeschlossenen Stellglieder wirken.
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In einer bevorzugten Ausgestaltung der Betätigungsvorrichtung ist das Entlüftungsventil an einem höchsten Punkt der jeweiligen Druckleitung angeordnet, so dass vorteilhaft der Effekt genutzt werden kann, dass Lufteinschlüsse bzw. -blasen nach oben aufsteigen. Eine tiefere Anordnung des Entlüftungsventils ist zwar prinzipiell auch möglich, dann wird allerdings ein höherer Durchfluss benötigt, um die jeweilige Druckleitung zuverlässig zu entlüften.
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Insbesondere im Hinblick auf eine schnelle Entlüftung bei einer Erstbefüllung der vorerwähnten Reihenanordnung von Zylindergehäusen ist es bevorzugt, wenn das Entlüftungsventil am gemeinsamen Endanschluss für die Reihenanordnung vorgesehen ist. Dies vereinfacht auch die modulare Ausgestaltung der Betätigungsvorrichtung mit Zylindergehäusen aus einem Baukasten, weil die einzelnen Zylindergehäuse nicht eigens zur Aufnahme eines Entlüftungsventils bzw. mit einem Anschluss für ein Entlüftungsventil auszubilden sind.
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In einer bevorzugten Weiterbildung der Betätigungsvorrichtung sind die Kolben-Zylinder-Anordnungen auf einer ersten Trägerplatte montiert, wobei die Entlüftungsleitung auf einer von den Kolben-Zylinder-Anordnungen abgewandten Seite der ersten Trägerplatte verläuft. Ein Verlauf der Entlüftungsleitung auf der den Kolben-Zylinder-Anordnungen zugewandten, „nassen“ Seite der ersten Trägerplatte ist zwar ebenfalls denkbar. Im Reparatur- bzw. Wartungsfall ist die Zugänglichkeit zu der Entlüftungsleitung und den Entlüftungsventilen in der bevorzugten Ausgestaltung aber besser.
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Hinsichtlich einer kostengünstigen und einfachen Montage ist es ferner bevorzugt, wenn die Entlüftungsleitung auf der von den Kolben-Zylinder-Anordnungen abgewandten Seite der ersten Trägerplatte an der ersten Trägerplatte befestigt ist. Auf diese Weise wird vorteilhaft eine vormontierte Einheit geschaffen, die bei der Montage am Getriebe die Entlüftungsleitung schon trägt.
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Des Weiteren kann die Entlüftungsleitung in zweckmäßiger Ausgestaltung wenigstens zwei Leitungsabschnitte aufweisen, von denen mindestens ein Leitungsabschnitt die Abgänge der Entlüftungsventile verbindet.
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Das von den Entlüftungsventilen ferne Ende der Entlüftungsleitung kann z.B. mit einem Schraubanschluss oder einem Quetschanschluss versehen sein. Insbesondere im Hinblick auf eine einfache und schnelle Montage auch bei beengten Platzverhältnissen bevorzugt ist indes eine Ausgestaltung, bei der die Entlüftungsleitung endseitig einen Steckanschluss aufweist. Auch die erste Druckleitung und die zweite Druckleitung können jeweils einen Steckanschluss aufweisen, der auf der von den Kolben-Zylinder-Anordnungen abgewandten Seite der ersten Trägerplatte vorgesehen ist, was ebenfalls einer einfachen Montage förderlich ist. Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn der Steckanschluss der Entlüftungsleitung und die Steckanschlüsse der Druckleitungen an ein und demselben Rand der ersten Trägerplatte angeordnet sind. Dies reduziert den für die Montage benötigten Raum auf ein Minimum.
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Insbesondere im Hinblick auf eine gute elektrische Zugänglichkeit und die Entbehrlichkeit aufwändiger Abdichtmaßnahmen ist es weiterhin bevorzugt, wenn die Steuereinrichtungen auf der von den Kolben-Zylinder-Anordnungen abgewandten Seite der ersten Trägerplatte angeordnet sind, wobei die Entlüftungsleitung neben den Steuereinrichtungen verläuft, was wiederum den Vorteil eines geringen Bauraumbedarfs bietet.
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In einer bewährten Ausgestaltung kann es sich schließlich bei der Steuereinrichtung um eine Rastiereinrichtung handeln, die ein Sperrelement aufweist, das in eine eine Bewegung des Stellkolbens verhindernde Sperrstellung federvorgespannt ist und welches mittels eines elektrisch ansteuerbaren Aktuators von der Sperrstellung gegen die Federvorspannung in eine eine Bewegung des Stellkolbens zulassende Lösestellung bewegbar ist. Dieses Konzept zeichnet sich durch seine Robustheit wie auch durch den Umstand aus, dass aufwändige Ventilanordnungen zur Bewegungssteuerung der Stellglieder nicht benötigt werden.
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Figurenliste
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten, z.T. schematischen Zeichnungen näher erläutert, in denen zur Vereinfachung der Darstellung elastomere bzw. elastische Teile im unverformten Zustand dargestellt sind. In den Zeichnungen zeigen:
- 1 eine perspektivische Ansicht einer hydraulischen Betätigungsvorrichtung für die Betätigung von Stellgliedern in einem Kraftfahrzeuggetriebe nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung im nicht-montierten Zustand von schräg oben / vorne links mit Blick auf die von einer Flanschfläche der Betätigungsvorrichtung abgewandte Seite der Betätigungsvorrichtung, auf der insbesondere Steuereinrichtungen der Betätigungsvorrichtung angeordnet sind;
- 2 eine perspektivische Ansicht der Betätigungsvorrichtung gemäß 1 im nicht-montierten Zustand von schräg unten / vorne rechts mit Blick auf Kolben-Zylinder-Anordnungen und die Flanschfläche der Betätigungsvorrichtung, über die die Betätigungsvorrichtung an einer Trennwand eines Getriebegehäuses des Kraftfahrzeuggetriebes angeflanscht werden kann;
- 3 eine perspektivische Explosionsdarstellung der Betätigungsvorrichtung gemäß 1 von schräg oben / vorne links zur besseren Veranschaulichung einer die Kolben-Zylinder-Anordnungen tragenden ersten Trägerplatte, einer die Steuereinrichtungen tragenden zweiten Trägerplatte und einer dazwischen angeordneten Platine als elektrische Verbindungseinheit zur elektrischen Kontaktierung und Ansteuerung der Steuereinrichtungen;
- 4 eine perspektivische Ansicht der zweiten Trägerplatte der Betätigungsvorrichtung gemäß 1 von schräg unten / hinten links mit Blick auf die auf der Unterseite der zweiten Trägerplatte angebrachte Platine;
- 5 eine perspektivische Explosionsdarstellung der Kolben-Zylinder-Anordnungen der Betätigungsvorrichtung gemäß 1 von schräg oben / hinten links zur besseren Veranschaulichung von Stellkolben und Zylindergehäusetypen der Kolben-Zylinder-Anordnungen;
- 6 eine Draufsicht auf die Betätigungsvorrichtung gemäß 1 von oben in 1;
- 7 eine im Maßstab gegenüber der 6 vergrößerte Schnittansicht der Betätigungsvorrichtung gemäß 1 entsprechend der Schnittverlaufslinie VII-VII in 6, wobei die Schnittansicht um 180° in der Zeichnungsebene gedreht wurde, um die Einbaulage der Betätigungsvorrichtung zu veranschaulichen;
- 8 eine im Maßstab gegenüber der 7 nochmals deutlich vergrößerte Schnittansicht der Betätigungsvorrichtung gemäß 1 entsprechend dem Detailkreis VIII in 7 zur besseren Illustration eines Entlüftungsventils der Betätigungsvorrichtung;
- 9 eine Draufsicht auf einen Ventilsitz des Entlüftungsventils der Betätigungsvorrichtung gemäß 1 mit Blickrichtung entsprechend dem Pfeil IX in 8;
- 10 eine hinsichtlich des Maßstabs der 6 entsprechende Schnittansicht der Betätigungsvorrichtung gemäß 1 entsprechend der Schnittverlaufslinie X-X in 6;
- 11 eine wiederum hinsichtlich des Maßstabs der 6 entsprechende Schnittansicht der Betätigungsvorrichtung gemäß 1 entsprechend der zweifach versetzten Schnittverlaufslinie XI-XI in 6;
- 12 eine erneut hinsichtlich des Maßstabs der 6 entsprechende Schnittansicht der Betätigungsvorrichtung gemäß 1 entsprechend der Schnittverlaufslinie XII-XII in 6; und
- 13 eine im Maßstab der 12 entsprechende Schnittansicht der Betätigungsvorrichtung gemäß 1 entsprechend der Schnittverlaufslinie XIII-XIII in 12.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DES AUSFÜHRUNGSBEISPIELS
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In den Figuren beziffert das Bezugszeichen 10 allgemein eine hydraulische Betätigungsvorrichtung für die Betätigung von Stellgliedern 12 in einem Kraftfahrzeuggetriebe. Die Betätigungsvorrichtung 10 hat eine Mehrzahl von Kolben-Zylinder-Anordnungen 14.1, 14.2, 14.3, 14.4, 14.5, die jeweils einen mit einem Stellglied 12 wirkverbindbaren Stellkolben 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 aufweisen. Jeder Stellkolben 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 kann auf einer ersten Seite und einer zweiten Seite über jeweils einen zugeordneten Druckraum 18.1, 18.1', 18.2, 18.2', 18.3, 18.3', 18.4, 18.4', 18.5, 18.5' hydraulisch beaufschlagt werden.
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Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind für ein automatisiertes LKW-Schaltgetriebe (ASG) mit acht Vorwärtsgängen und zwei Rückwärtsgängen insgesamt fünf Kolben-Zylinder-Anordnungen 14.1, 14.2, 14.3, 14.4, 14.5 vorgesehen. Als Stellglied 12 ist in den 1 und 2 beispielhaft eine Schaltgabel auf einer Schaltwelle gezeigt, die mit dem Stellkolben 16.4 der Kolben-Zylinder-Anordnung 14.4 gemäß 2 mechanisch verbunden ist. Entsprechende Stellglieder sind auch den anderen Kolben-Zylinder-Anordnungen 14.1, 14.2, 14.3, 14.5 zugeordnet, in den Figuren zur besseren Übersichtlichkeit aber nicht gezeigt.
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Jeder Kolben-Zylinder-Anordnung 14.1, 14.2, 14.3, 14.4, 14.5 ist ferner eine Steuereinrichtung 20.1, 20.2, 20.3, 20.4, 20.5 zugeordnet, die eine Stellbewegung des jeweiligen Stellkolbens 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 in einer ersten Richtung oder einer entgegengesetzten zweiten Richtung gestattet oder unterbindet. Des Weiteren sind die Druckräume 18.1, 18.2, 18.3, 18.4, 18.5 auf der ersten Seite der Stellkolben 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 über eine gemeinsame erste Druckleitung 22 hydraulisch miteinander verbunden, während die Druckräume 18.1', 18.2', 18.3', 18.4', 18.5' auf der zweiten Seite der Stellkolben 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 über eine gemeinsame zweite Druckleitung 24 hydraulisch miteinander verbunden sind.
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Wie im Folgenden noch im Einzelnen erläutert wird, bestehen im Vergleich zum eingangs geschilderten Stand der Technik verschiedene Besonderheiten der Betätigungsvorrichtung 10 nach dem dargestellten Ausführungsbeispiel insbesondere in den folgenden zwei Punkten (i und ii): Zum einen (i) ist, wie am besten in der 7 zu erkennen ist, jeder Druckleitung 22, 24 wenigstens ein Entlüftungsventil 26, 28 mit einem Abgang 30, 32 für Luft zugeordnet, wobei die Abgänge 30, 32 der Entlüftungsventile 26, 28 an eine gemeinsame Entlüftungsleitung 34 angeschlossen sind.
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Zum anderen (ii) ist eine elektrische Verbindungseinheit - hier in der Form einer Platine 36 - zur elektrischen Kontaktierung und Ansteuerung der Steuereinrichtungen 20.1, 20.2, 20.3, 20.4, 20.5 vorgesehen, die auf besondere Weise angeordnet ist, wie am besten in 3 zu sehen ist. Während die Kolben-Zylinder-Anordnungen 14.1, 14.2, 14.3, 14.4, 14.5 auf einer ersten Trägerplatte 38 der Betätigungsvorrichtung 10 montiert sind, sind die Steuereinrichtungen 20.1, 20.2, 20.3, 20.4, 20.5 auf einer hiervon verschiedenen, zweiten Trägerplatte 40 angebracht. Beide Trägerplatten 38, 40 sind miteinander verbunden, wobei die Platine 36 just zwischen der ersten Trägerplatte 38 und der zweiten Trägerplatte 40 angeordnet ist.
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Wie die 3 bis 5 veranschaulichen, ist die Betätigungsvorrichtung 10 modular aufgebaut, wobei die erste Trägerplatte 38, die metallisch ist und vorzugsweise aus einer Leichtmetalllegierung besteht, eine Basis bildet, über welche die Betätigungsvorrichtung 10 an einem Getriebegehäuse (nicht gezeigt) angeflanscht werden kann. Hierfür besitzt die in der Draufsicht (6) gesehen im Wesentlichen rechteckige erste Trägerplatte 38 auf ihrer Unterseite eine Flanschfläche 42 (siehe insbesondere 2). An ihrem Rand ist die erste Trägerplatte 38 umlaufend mit Befestigungslöchern 44 versehen, die im am Getriebegehäuse montierten Zustand der Betätigungsvorrichtung 10 von Befestigungsschrauben (nicht dargestellt) durchgriffen werden, welche in Gewindebohrungen im Getriebegehäuse eingeschraubt sind, um die Betätigungsvorrichtung 10 mit ihrer Flanschfläche 42 gegen das Getriebegehäuse zu ziehen. Im Bereich der Flanschfläche 42 vorgesehene Zentrierhülsen 46 (siehe insbesondere 2) positionieren die erste Trägerplatte 38 hierbei bezüglich des Getriebegehäuses.
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Die 3 und 7 bilden die Einbaulage der Betätigungsvorrichtung 10 ab, d.h. im am Getriebegehäuse montierten Zustand der Betätigungsvorrichtung 10 erstreckt sich die erste Trägerplatte 38 im Wesentlichen in horizontaler Richtung. Die einzelnen Kolben-Zylinder-Anordnungen 14.1, 14.2, 14.3, 14.4, 14.5 sind auf noch zu beschreibende Weise zu einer Zylinderbaugruppe 48 zusammengefasst, die von unten auf der ersten Trägerplatte 38 aufgesteckt und mit einer Mehrzahl von Befestigungsschrauben 50 (vgl. 3) befestigt ist. Im am Getriebegehäuse montierten Zustand der Betätigungsvorrichtung 10 ragt die Zylinderbaugruppe 48 durch eine Öffnung des Getriebegehäuses in das Getriebegehäuse hinein, befindet sich also in einem ölnassen Bereich des Getriebegehäuses.
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Die einzelnen Steuereinrichtungen 20.1, 20.2, 20.3, 20.4, 20.5 hingegen sind gemäß insbesondere 1 unter Zuhilfenahme einer Halteplatte 52 und Befestigungsschrauben 54 an der zweiten Trägerplatte 40 befestigt, die aus Kunststoff ausgebildet, insbesondere spritzgegossen ist. Die Steuereinrichtungen 20.1, 20.2, 20.3, 20.4, 20.5 sind somit an der zweiten Trägerplatte 40 zu einer Steuerbaugruppe 56 zusammengefasst, die von oben auf der ersten Trägerplatte 38 aufgesteckt und mit einer Mehrzahl von Befestigungsschrauben 58 (siehe wiederum 3) befestigt ist.
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Gemäß den 12 und 13 ist die zweite Trägerplatte 40 hierbei bezüglich der ersten Trägerplatte 38 mittels an der zweiten Trägerplatte 40 vorgesehenen Zentrierfortsätzen 60 (vgl. auch 4) ausgerichtet, die in zugeordneten Zentrieraussparungen 62 in der ersten Trägerplatte 38 eingreifen. Im am Getriebegehäuse montierten Zustand der Betätigungsvorrichtung 10 befindet sich die Steuerbaugruppe 56 also außerhalb des Getriebegehäuses, mithin in einem „öltrockenen“ Bereich.
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Komplettiert wird der hydraulische Teil der Betätigungsvorrichtung 10 durch auf der Oberseite der ersten Trägerplatte 38, d.h. im „öltrockenen“ Bereich aufgeschraubte Anschlussgehäuse 64 für die Druckleitungen 22, 24, die Abgänge 30 bzw. 32 aufweisende Ventilgehäuse 66 für die Entlüftungsventile 26, 28 sowie die gemeinsame Entlüftungsleitung 34. Letztere ist ebenfalls auf der von den Kolben-Zylinder-Anordnungen 14.1, 14.2, 14.3, 14.4, 14.5 abgewandten Seite der ersten Trägerplatte 38 an der ersten Trägerplatte 38 befestigt, wozu gemäß 1 mit der ersten Trägerplatte 38 verschraubte Halter 68 vorgesehen sind.
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In den 1, 6 und 7 ist auch gut zu erkennen, dass die Entlüftungsleitung 34 neben den Steuereinrichtungen 20.1, 20.2, 20.3, 20.4, 20.5, also im Wesentlichen in einer Ebene mit den Steuereinrichtungen 20.1, 20.2, 20.3, 20.4, 20.5 verläuft, die wie die Entlüftungsleitung 34 auf der von den Kolben-Zylinder-Anordnungen 14.1, 14.2, 14.3, 14.4, 14.5 abgewandten Seite der ersten Trägerplatte 38 angeordnet sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Entlüftungsleitung 34 zwei Leitungsabschnitte 34.1, 34.2 auf, von denen ein Leitungsabschnitt, nämlich der Leitungsabschnitt 34.1 die Abgänge 30, 32 der Entlüftungsventile 26, 28 verbindet. Endseitig ist die Entlüftungsleitung 34 mit einem Steckanschluss 70 (Stecker) versehen.
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Gemäß den 1 bis 3 und 10 weisen die erste Druckleitung 22 und die zweite Druckleitung 24 auch jeweils einen Steckanschluss 72 (Buchse) auf, der auf der von den Kolben-Zylinder-Anordnungen 14.1, 14.2, 14.3, 14.4, 14.5 abgewandten Seite der ersten Trägerplatte 38 vorgesehen und durch das jeweilige Anschlussgehäuse 64 gebildet ist. Insbesondere ist die Anordnung so getroffen, dass sich der Steckanschluss 70 der Entlüftungsleitung 34 und die Steckanschlüsse 72 der Druckleitungen 22, 24 an ein und demselben Rand der ersten Trägerplatte 38 befinden.
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Weitere Details der Zylinderbaugruppe 48 sind nun insbesondere der 5 zu entnehmen. Demgemäß weist jede Kolben-Zylinder-Anordnung 14.1, 14.2, 14.3, 14.4, 14.5 zwei die jeweiligen Druckräume 18.1, 18.1', 18.2, 18.2', 18.3, 18.3', 18.4, 18.4', 18.5, 18.5' begrenzende Zylindergehäuse 74.1, 74.1', 74.2, 74.2', 74.3, 74.3', 74.4, 74.4', 74.5, 74.5' auf. Jedes der Zylindergehäuse hat einen Hydraulikeingang 76 bzw. 76' und einen Hydraulikausgang 78 bzw. 78' für den jeweiligen Druckraum 18.1, 18.1', 18.2, 18.2', 18.3, 18.3', 18.4, 18.4', 18.5, 18.5'. Hierbei ist ein Teil der ersten Druckleitung 22 durch eine Reihenanordnung von Zylindergehäusen 74.1, 74.2, 74.3, 74.4, 74.5 auf der ersten Seite der Stellkolben 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 gebildet, wie die 5 und 10 veranschaulichen, während ein Teil der zweiten Druckleitung 24 in analoger Weise durch eine Reihenanordnung von Zylindergehäusen 74.1', 74.2', 74.3', 74.4', 74.5' auf der zweiten Seite der Stellkolben 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 gebildet ist.
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Bei der Reihenanordnung von Zylindergehäusen 74.1, 74.2, 74.3, 74.4, 74.5, 74.1', 74.2', 74.3', 74.4', 74.5' bildet der Hydraulikeingang 76, 76' eines jeweils ersten Zylindergehäuses 74.1, 74.1' einen gemeinsamen Eingangsanschluss 80, 80' für die jeweilige Reihenanordnung, während der Hydraulikausgang 78, 78' eines jeweils letzten Zylindergehäuses 74.5, 74.5' einen gemeinsamen Endanschluss 82, 82' für die jeweilige Reihenanordnung bildet. Dabei ist zwischen dem Hydraulikeingang 76, 76' des jeweils ersten Zylindergehäuses 74.1, 74.1' und dem Hydraulikausgang 78, 78' des jeweils letzten Zylindergehäuses 74.5, 74.5' der Hydraulikausgang 78, 78' eines jeden Zylindergehäuses 74.1, 74.2, 74.3, 74.4, 74.1', 74.2', 74.3', 74.4' mit dem Hydraulikeingang 76, 76' eines nachfolgenden Zylindergehäuses 74.2, 74.3, 74.4, 74.5, 74.2', 74.3', 74.4', 74.5' verbunden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind geeignet abgedichtete Steckverbindungen vorgesehen (siehe auch 10), um die Montage der Reihenanordnungen zu vereinfachen. In der Art eines Baukastensystems werden auf diese Weise nur drei verschiedene Zylindergehäusetypen benötigt, wobei im vorliegenden Beispiel jeweils die Zylindergehäuse 74.1, 74.5' (Typ 1) bzw. 74.5, 74.1' (Typ 2) bzw. 74.2, 74.3, 74.4, 74.2', 74.3', 74.4' (Typ 3) identisch ausgebildet und vorzugsweise aus Kunststoff spritzgegossen sind.
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Zur Positionierung der Zylindergehäuse 74.1, 74.2, 74.3, 74.4, 74.5, 74.1', 74.2', 74.3', 74.4', 74.5' an der ersten Trägerplatte 38 ist jedes Zylindergehäuse gemäß 5 mit wenigstens einem Positioniervorsprung 84 versehen, der in einer zugeordneten Positionieraussparung 86 der ersten Trägerplatte 38 eingreift, wie in den 7 und 10 gezeigt. Bei den jeweils äußeren Zylindergehäusen 74.1, 74.1', 74.5, 74.5' erfolgt eine Positionierung auch über den Hydraulikeingang 76, 76' (Zylindergehäuse 74.1, 74.1') bzw. den Hydraulikausgang 78, 78' (Zylindergehäuse 74.5, 74.5'), der jeweils eine zugeordnete Öffnung 88 in der ersten Trägerplatte 38 durchgreift (siehe wiederum die 7 und 10). Außerdem sind zur axialen Abstützung der Zylindergehäuse 74.1, 74.2, 74.3, 74.4, 74.5, 74.1', 74.2', 74.3', 74.4', 74.5' Anschlagleisten 90 an der ersten Trägerplatte 38 angeformt, wie insbesondere in den 2 und 7 zu erkennen ist.
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Wie die 7 und 10 des Weiteren zeigen, sind die Entlüftungsventile 26, 28 jeweils am gemeinsamen Endanschluss 82, 82' der jeweiligen Reihenanordnung von Zylindergehäusen 74.1, 74.2, 74.3, 74.4, 74.5 bzw. 74.1', 74.2', 74.3', 74.4', 74.5' vorgesehen. Damit ist das Entlüftungsventil 26 bzw. 28 an einem höchsten Punkt der jeweiligen Druckleitung 22, 24 angeordnet.
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Details zu den Entlüftungsventilen 26, 28 sind den 8 und 9 zu entnehmen, die exemplarisch für beide Entlüftungsventile 26, 28 das Entlüftungsventil 28 vergrößert zeigen. Demgemäß handelt es sich bei den Entlüftungsventilen 26, 28 jeweils um ein Tellerventil, mit einem tellerförmigen Ventilkörper 92, der federnd gegen einen Ventilsitz 94 anliegt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Ventilsitz 94 an einem Einsatzteil 96 ausgebildet, das mittels O-Ringen 98 geeignet abgedichtet zwischen dem Ventilgehäuse 66, der ersten Trägerplatte 38 und dem über die Öffnung 88 in der ersten Trägerplatte 38 vorstehenden Ende des Endanschlusses 82' des Zylindergehäuses 74.5' eingefügt ist (siehe 8).
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In 9 ist das Einsatzteil 96 des Entlüftungsventils 28 in einer Draufsicht mit Blickrichtung entsprechend dem Pfeil IX in 8 separat gezeigt, um weitere Einzelheiten des Ventilsitzes 94 zu veranschaulichen. Demgemäß hat der Ventilsitz 94 einen mit der jeweiligen Druckleitung, hier der zweiten Druckleitung 24 kommunizierenden zentralen Durchgang 100 und eine den Durchgang 100 umgebende Ringnut 102. Die Ringnut 102 ist mit dem Durchgang 100 über eine radial verlaufende, gerade Verbindungsnut 104 verbunden. Der Ventilkörper 92 besteht aus einem gummielastischen Material und überdeckt gemäß 8 den Durchgang 100, die Verbindungsnut 104 und die Ringnut 102. Wie die 8 ferner zeigt, ist der Ventilkörper 92 im Bereich der Ringnut 102 nicht zwischen dem Ventilgehäuse 66 und dem Einsatzteil 96 eingeklemmt, so dass dort der Ventilkörper 92 mit seinem Rand von der Ringnut 102 abzuheben vermag.
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Für den Fachmann ist insoweit ersichtlich, dass die Verbindungsnut 104 eine Drosselwirkung hat, die einen wesentlichen Druckabbau in der im Endanschluss 82' anstehenden Hydraulikflüssigkeit verhindert, gleichwohl eingeschlossene Luft vom Endanschluss 82' zum Abgang 32 ohne Weiteres passieren lässt, wobei der Rand des Ventilkörpers 92 leicht vom Ventilsitz 94 abhebt. In der anderen Richtung verhindert der tellerförmige Ventilkörper 92 aufgrund seiner elastischen Eigenschaften, dass Luft aus dem Abgang 32 in den Endanschluss 82' zurückgesaugt wird.
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Zur Unterstützung der so bewirkten Entlüftung des hydraulischen Systems können im Übrigen die Stellkolben
16.1,
16.2,
16.3,
16.4,
16.5 der Kolben-Zylinder-Anordnungen
14.1,
14.2,
14.3,
14.4,
14.5 durch wechselnde Druckbeaufschlagung der jeweiligen Druckräume
18.1,
18.1',
18.2,
18.2',
18.3,
18.3',
18.4,
18.4',
18.5,
18.5' hin und her bewegt werden, wie dies in der älteren
deutschen Patentanmeldung 10 2018 008 943.7 der vorliegenden Anmelderin beschrieben ist.
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Weitere Details zu den identisch ausgebildeten Steuereinrichtungen
20.1,
20.2,
20.3,
20.4,
20.5 der Steuerbaugruppe
56 ergeben sich insbesondere aus den
7 und
12. Das Funktionsprinzip dieser Steuereinrichtungen ist grundsätzlich aus der Druckschrift
EP 2 543 891 A2 der vorliegenden Anmelderin bekannt, auf die an dieser Stelle zunächst ausdrücklich verwiesen sei.
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Demgemäß handelt es sich bei den Steuereinrichtungen 20.1, 20.2, 20.3, 20.4, 20.5 jeweils um eine Rastiereinrichtung, die ein Sperrelement 106 aufweist, das in eine eine Bewegung des jeweiligen Stellkolbens 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 verhindernde Sperrstellung mittels einer Feder 108 vorgespannt ist und welches mittels eines elektrisch ansteuerbaren Aktuators 110 (Hubmagnet) von der Sperrstellung gegen die Federvorspannung in eine eine Bewegung des jeweiligen Stellkolbens 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 zulassende Lösestellung bewegt werden kann. Die Bewegung des entsprechenden Sperrelements 106 erfolgt hierbei entlang einer jeweiligen Zustellachse 112, die in den 7, 11 und 12 mit einem Doppelpfeil gekennzeichnet ist.
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In an sich bekannter Weise kann das Sperrelement 106, das sich eng durch komplementär geformte Öffnungen 113 in der ersten Trägerplatte 38 und der zweiten Trägerplatte 40 hindurch erstreckt (vgl. die 7, 12 und 13), in zugeordneten Aussparungen 114 des jeweiligen Stellkolbens 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 verrasten, um - auch bei Druckbeaufschlagung der entsprechenden Kolben-Zylinder-Anordnung 14.1, 14.2, 14.3, 14.4, 14.5 - eine Kolbenbewegung zu verhindern. Jeder Stellkolben 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 hat hierfür drei Aussparungen 114, die, wie am besten in den 5 und 7 zu erkennen ist, entlang der Kolbenachse gesehen hintereinander liegen. Während die jeweils mittlere Aussparung 114 eine Neutralstellung des jeweiligen Stellkolbens 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 definiert, geben die jeweils äußeren Aussparungen 114 zwei verschiedene Betätigungsstellungen des jeweiligen Stellkolbens 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 vor.
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Des Weiteren ist jeder Kolben-Zylinder-Anordnung 14.1, 14.2, 14.3, 14.4, 14.5 eine Sensoranordnung 116 zugeordnet, die gemäß den 7 und 11 einen gegenüber der ersten Trägerplatte 38 ortsfesten Positionsdetektor 118 - hier ein Hall-Sensorelement (siehe auch die 3 und 4) - und einen Positionsgeber 120 - hier ein Magnet (vgl. auch 5) - aufweist, der zur Erfassung der jeweiligen Stellung des Stellglieds 12 mit dem entsprechenden Stellkolben 16.1, 16.2, 16.3, 16.4, 16.5 wirkverbunden ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist vorteilhaft vorgesehen, dass die elektrische Verbindungseinheit, d.h. die Platine 36 auch die Positionsdetektoren 118 der Sensoranordnungen 116 elektrisch kontaktiert.
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Wie die 3, 7, 10 und 11 veranschaulichen, ist die erste Trägerplatte 38 mit einer Aussparung 122 zur Aufnahme der Platine 36 versehen. Befestigt ist die Platine 36 hingegen an der zweiten Trägerplatte 40, wie in den 4 und 11 zu sehen ist, wozu eine Mehrzahl von Befestigungsschrauben 124 vorgesehen ist. Im montierten Zustand erstreckt sich die Platine 36 gemäß den 7, 10 und 11 parallel zur ersten Trägerplatte 38. Damit ist die Platine 36 auch quer zu den Zustellachsen 112 der Sperrelemente 106 der Steuereinrichtungen 20.1, 20.2, 20.3, 20.4, 20.5 ausgerichtet (vgl. 7).
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Insbesondere in den 4 und 12 ist weiterhin zu erkennen, dass die zweite Trägerplatte 40 mit einer integrierten Dichtungsanordnung 126 versehen ist, die zwischen der ersten Trägerplatte 38 und der zweiten Trägerplatte 40 die Aussparung 122 zur Aufnahme der Platine 36 nach außen gegenüber der Umgebung und nach innen gegenüber den Öffnungen 113 in den Trägerplatten 38, 40 abdichtet. Die elastomeren Dichtwülste der Dichtungsanordnung 126 sind hierbei sowohl um die Aussparung 122 als auch die Öffnungen 113 umlaufend ausgebildet, wie sich aus der 4 ergibt. Im Ergebnis ist die Platine 36 sehr platzsparend und gut gegen äußere Einflüsse geschützt zwischen der ersten Trägerplatte 38 und der zweiten Trägerplatte 40 aufgenommen.
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Gemäß den 7 und 11 ist der elektrisch ansteuerbare Aktuator 110 jeder Steuereinrichtung 20.1, 20.2, 20.3, 20.4, 20.5 des Weiteren über Kontaktstifte 128 mit der Platine 36 kontaktiert, die mittels einer Pressfit-Verbindung in der Platine 36 festgelegt sind. Darüber hinaus veranschaulichen insbesondere die 3, 4 und 10, dass die Steuereinrichtungen 20.1, 20.2, 20.3, 20.4, 20.5 über die Platine 36 als elektrische Verbindungseinheit an einer in der Betätigungsvorrichtung 10 integrierten, elektrischen Schnittstelle 130 angeschlossen sind. Entsprechendes gilt für die Positionsdetektoren 118 der Sensoranordnungen 116, so dass die Steuereinrichtungen 20.1, 20.2, 20.3, 20.4, 20.5 und die Positionsdetektoren 118 der Sensoranordnungen 116 über die elektrische Schnittstelle 130 gemeinsam kontaktierbar sind.
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Wie in den 1, 4, 6 und 10 deutlich zu erkennen ist, hat die elektrischen Schnittstelle 130 einen an der zweiten Trägerplatte 40 der Betätigungsvorrichtung 10 angebrachten Steckanschluss 132. Der Steckanschluss 132 verläuft quer zu der zweiten Trägerplatte 40, in einer Richtung weg von der ersten Trägerplatte 38, befindet sich somit ebenfalls auf der „öltrockenen“ Seite der Betätigungsvorrichtung 10.Schließlich ist auch der Steckanschluss 132 der elektrischen Schnittstelle 130 zur gemeinsamen Kontaktierung der Steuereinrichtungen 20.1, 20.2, 20.3, 20.4, 20.5 und der Positionsdetektoren 118 der Sensoranordnungen 116 gemäß den Fig. mit Kontaktstiften 134 versehen, die mittels einer Pressfit-Verbindung in der Platine 36 festgelegt sind.
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Was im Übrigen die Funktionsweise der vorbeschriebenen Betätigungsvorrichtung
10 bei der Betätigung der einzelnen Stellglieder
12 im Kraftfahrzeuggetriebe angeht, sei abschließend ausdrücklich auf die Druckschrift
EP 2 754 911 A1 der vorliegenden Anmelderin verwiesen, die exemplarisch typische Kupplungs- und Schaltvorgänge in einem entsprechend automatisierten Kraftfahrzeuggetriebe beschreibt.
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Eine hydraulische Betätigungsvorrichtung für die Betätigung von Stellgliedern in einem Kraftfahrzeuggetriebe hat eine Mehrzahl von Kolben-Zylinder-Anordnungen, die jeweils einen mit einem Stellglied wirkverbindbaren Stellkolben aufweisen, der auf einer ersten Seite und einer zweiten Seite über jeweils einen zugeordneten Druckraum hydraulisch beaufschlagt werden kann. Jeder Kolben-Zylinder-Anordnung ist eine Steuereinrichtung zugeordnet, die eine Stellbewegung des jeweiligen Stellkolbens in einer ersten Richtung oder einer entgegengesetzten zweiten Richtung gestattet oder unterbindet. Ferner sind die Druckräume auf der ersten Seite der Stellkolben über eine gemeinsame erste Druckleitung hydraulisch miteinander verbunden, während die Druckräume auf der zweiten Seite der Stellkolben über eine gemeinsame zweite Druckleitung hydraulisch miteinander verbunden sind. Für eine einfache Entlüftung des Systems ist jeder Druckleitung wenigstens ein Entlüftungsventil mit einem Abgang für Luft zugeordnet, wobei die Abgänge der Entlüftungsventile an eine gemeinsame Entlüftungsleitung angeschlossen sind.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Betätigungsvorrichtung
- 12
- Stellglied
- 14.1
- Kolben-Zylinder-Anordnung
- 14.2
- Kolben-Zylinder-Anordnung
- 14.3
- Kolben-Zylinder-Anordnung
- 14.4
- Kolben-Zylinder-Anordnung
- 14.5
- Kolben-Zylinder-Anordnung
- 16.1
- Stellkolben
- 16.2
- Stellkolben
- 16.3
- Stellkolben
- 16.4
- Stellkolben
- 16.5
- Stellkolben
- 18.1, 18.1'
- Druckraum
- 18.2, 18.2'
- Druckraum
- 18.3, 18.3'
- Druckraum
- 18.4, 18.4'
- Druckraum
- 18.5, 18.5'
- Druckraum
- 20.1
- Steuereinrichtung
- 20.2
- Steuereinrichtung
- 20.3
- Steuereinrichtung
- 20.4
- Steuereinrichtung
- 20.5
- Steuereinrichtung
- 22
- erste Druckleitung
- 24
- zweite Druckleitung
- 26
- Entlüftungsventil
- 28
- Entlüftungsventil
- 30
- Abgang
- 32
- Abgang
- 34
- Entlüftungsleitung
- 34.1
- Leitungsabschnitt
- 34.2
- Leitungsabschnitt
- 36
- Platine
- 38
- erste Trägerplatte
- 40
- zweite Trägerplatte
- 42
- Flanschfläche
- 44
- Befestigungsloch
- 46
- Zentrierhülse
- 48
- Zylinderbaugruppe
- 50
- Befestigungsschraube
- 52
- Halteplatte
- 54
- Befestigungsschraube
- 56
- Steuerbaugruppe
- 58
- Befestigungsschraube
- 60
- Zentrierfortsatz
- 62
- Zentrieraussparung
- 64
- Anschlussgehäuse
- 66
- Ventilgehäuse
- 68
- Halter
- 70
- Steckanschluss
- 72
- Steckanschluss
- 74.1, 74.1'
- Zylindergehäuse
- 74.2, 74.2'
- Zylindergehäuse
- 74.3, 74.3'
- Zylindergehäuse
- 74.4, 74.4'
- Zylindergehäuse
- 74.5, 74.5'
- Zylindergehäuse
- 76, 76'
- Hydraulikeingang
- 78, 78'
- Hydraulikausgang
- 80, 80'
- Eingangsanschluss
- 82, 82'
- Endanschluss
- 84
- Positioniervorsprung
- 86
- Positionieraussparung
- 88
- Öffnung
- 90
- Anschlagleiste
- 92
- Ventilkörper
- 94
- Ventilsitz
- 96
- Einsatzteil
- 98
- O-Ring
- 100
- Durchgang
- 102
- Ringnut
- 104
- Verbindungsnut
- 106
- Sperrelement
- 108
- Feder
- 110
- Aktuator
- 112
- Zustellachse
- 113
- Öffnung
- 114
- Aussparung
- 116
- Sensoranordnung
- 118
- Positionsdetektor
- 120
- Positionsgeber
- 122
- Aussparung
- 124
- Befestigungsschraube
- 126
- Dichtungsanordnung
- 128
- Kontaktstift
- 130
- elektrische Schnittstelle
- 132
- Steckanschluss
- 134
- Kontaktstift
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Zitierte Patentliteratur
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- EP 2754911 A1 [0003, 0007, 0058]
- DE 102018008943 [0049]
- EP 2543891 A2 [0050]