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Die Erfindung betrifft ein Gassackmodul nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zu seiner Montage nach Anspruch 16.
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Die meisten Frontgassackmodule, insbesondere Fahrer-Frontgassackmodule, weisen eine aus Kunststoff bestehende Abdeckung mit einem Dachabschnitt und einem sich vom Dachabschnitt erstreckenden Seitenwandabschnitt, eine Bodenplatte, einen von der Bodenplatte getragenen Gasgenerator und einen Gassack auf. Hierbei ist die Bodenplatte mit dem Seitenwandabschnitt verbunden. Der Einblasmund des Gassackes ist in der Regel im Bereich des Gasgenerators an einem Flansch des Gasgenerators oder der Bodenplatte gehalten, wozu der Einblasmund in der Regel verstärkt sein muss, und wozu in der Regel innerhalb des Gassackes ein Befestigungsring vorgesehen ist. Nachteilig bei dieser Art von Gassackmodulen sind insbesondere zwei Aspekte: Zum einen wirken aufgrund des Fangschlages sehr starke Kräfte auf den Bereich des relativ kleinen Einblasmundes des Gassackes, welcher entsprechend verstärkt sein muss, um die Gefahr eines Reißens zu bannen. Weiterhin ist die Montage des Gassackmodules relativ aufwendig und nur teilweise automatisierbar.
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Die
DE 44 25 495 A1 schlägt ein Gassackmodul vor, bei dem der Gassack zwischen der als inneres Klemmteil dienenden Bodenplatte und dem Seitenwandabschnitt klemmend gehalten ist. Um diese Klemmung zu erzeugen, erstreckt sich die Bodenplatte abschnittsweise um ein unteres Ende des Seitenwandabschnittes herum, um so einen außen liegenden Klemmabschnitt zu bilden Hierzu muss die Bodenplatte ein recht kompliziert geformtes Blechbiegeteil sein; die Montage erfolgt durch eine abschnittsweise plastische Deformation dieser Bodenplatte. Sowohl die Herstellung der Bodenplatte, als auch die Montage des Gassackmodules ist hierbei relativ aufwendig.
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In der gattungsbildenden
US 5 931 491 A wird vorgeschlagen, den Gassack zwischen dem Gasgenerator und einem Seitenwandabschnitt der Abdeckung klemmend zu halten. Zur Sicherung ist ein äußerer Klemmring vorgesehen, welcher insbesondere in Form einer Schlauchschelle ausgebildet sein kann.
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Die
DE 20 2007 007 885 U1 beschreibt ebenfalls ein Gassackmodul, bei dem der Gassack klemmend zwischen einem inneren Klemmteil und einem Seitenwandabschnitt der Abdeckung gehalten ist. Zur Sicherung dient hier ein äußerer, den Seitenwandabschnitt abschnittsweise umgreifender Bereich des Gasgeneratorträgers, welcher Rasthaken aufweist.
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Die
DE 297 16 535 U1 zeigt ein Gassackmodul, bei dem der Gassack zwischen einem U-förmig ausgebildeten Rand des Gasgeneratorträgers und einem Seitenwandabschnitt der Abdeckung gehalten ist. Zur Sicherung dient auch hier ein äußerer Ring.
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Die
DE 11 2007 002 512 T5 zeigt eine Möglichkeit, wie ein Gasgeneratorträger an der Seitenwand der Abdeckung gehalten und gesichert werden kann.
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Die
DE 20 2004 002 760 U1 schlägt unter anderem vor, in der Gehäusewand des Gehäuses eines Gassackmoduls eine Entlüftungsöffnung in Form einer Venturi-Düse vorzusehen.
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Aus der
US 5 791 682 A ist ein Gassackmodul mit einer den Gasgenerator tragenden Bodenplatte und einer auf die Bodenplatte aufgerasteten Abdeckung bekannt. Hierzu erstrecken sich vom Rand der Bodenplatte Rastlaschen nach außen und im Seitenwandabschnitt der Abdeckung sind hierzu korrespondierende Rastöffnungen vorgesehen.
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Hiervon ausgehend stellt sich die vorliegende Erfindung die Aufgabe, ein gattungsgemäßes Gassackmodul dahingehend weiterzubilden, dass seine Einzelteile einfach und kostengünstig in der Herstellung sind und dass seine Montage sehr einfach und zu einem hohen Grad automatisierbar ist.
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Diese Aufgabe wird durch ein Gassackmodul mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Ein Montageverfahren, welches insbesondere auch ganz oder zu einem hohen Teil automatisierbar ist, ist in Anspruch 16 angegeben.
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Erfindungsgemäß ist ein separater äußerer Klemmring vorgesehen, welcher weder mit dem Seitenwandabschnitt, noch mit dem inneren Klemmteil einstückig verbunden ist und durch eine Axialbewegung von einer Montageposition in eine Endposition bringbar ist. Hierbei ist die Montageposition näher zum Dachabschnitt der Abdeckung als die Endposition.
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Durch die erfindungsgemäße Maßnahme können alle benötigten Einzelteile des Gassackmoduls sehr einfach hergestellt werden, insbesondere kann der äußere Klemmring ein Kunststoffspritzgussteil sein. Weiterhin wird die Montage sehr einfach, da der äußere Klemmring nicht mit einem Bauteil verbunden ist, welches auf der Innenseite der Abdeckung liegt.
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Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Bodenteil (Bodenplatte) vorhanden sein kann, jedoch nicht muss. Es ist nämlich auch möglich, anstatt eines Bodenteils einen Abschnitt des Gassackes zu verwenden, was zu einer Gewichtsreduzierung führt.
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Ein weiterer Vorteil ist, dass der äußere Klemmring auch zur Montage des Gassackmoduls in einem Lenkrad verwendet werden kann. Die Kräfte, welche bei Expansion des Gassackes, und insbesondere aufgrund des Fangschlages vom Gassackmodul auf das Lenkrad übertragen werden, werden hierbei durch den äußeren Klemmring in das Lenkrad übertragen.
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Ein weiterer Vorteil ist, dass das Gassackmodul leicht so ausgestaltet werden kann, dass die Kräfte, welche beim Fangschlag wirken, zu einer Verstärkung der Klemmung führen, so dass keine Gefahr eines Loslösens des Gassackes besteht.
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Weitere Vorteile und bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen sowie aus den nun mit Bezug auf die Figuren näher erläuterten Ausführungsbeispielen. Hierbei zeigen:
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1 sämtliche Einzelteile einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gassackmoduls in einem nicht montierten Zustand,
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2 das in 1 Gezeigte nach Durchführung von zwei ersten Montageschritten,
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3 das in 2 Gezeigte nach Durchführung eines weiteren Montageschrittes,
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4 das in 3 Gezeigte nach Abschluss der Montage des Gassackmodules,
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4a eine Variante zu dem in 4 Gezeigten,
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5 das in 4 Gezeigte nachdem das Gassackmodul in ein Lenkrad montiert wurde,
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6 ein zweites Ausführungsbeispiel der ersten Ausführungsform der Erfindung in einer stark schematisierten Teilansicht, wobei sich das Gassackmodul in einem der 2 entsprechenden Montagezustand befindet,
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7 das in 6 Gezeigte in einem der 3 entsprechenden Montagezustand,
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8 das in 6 Gezeigte im der 4 entsprechenden montierten Zustand,
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9–13 eine automatische Montage des Gassackmoduls der 6 bis 8,
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14 ein drittes Ausführungsbeispiel der ersten Ausführungsform in einer perspektivischen Ansicht,
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15 einen Schnitt entlang der Ebene A-A in 14,
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16 eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gassackmodules in einer der 1 entsprechenden Darstellung,
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17 das in 16 Gezeigte nach Durchführung eines ersten Montageschrittes (entspricht im Wesentlichen der 2),
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18 das in 17 Gezeigte nach Durchführung eines weiteren Montageschrittes,
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19 das Gassackmodul der 18 nach abgeschlossener Montage und
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20 eine Mischform zwischen dem in 4 gezeigten Ausführungsbeispiel und der in 19 gezeigten zweiten Ausführungsform.
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Die 1 zeigt sämtliche Einzelteile einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gassackmoduls. Im in 1 gezeigten Zustand sind diese Einzelteile vollständig unmontiert, bis auf eine Ausnahme (Bodenteil und Gasgenerator). Das Gassackmodul weist eine Abdeckung 10, einen äußeren Klemmring 30, einen inneren Klemmring 24, einen Gassack 20, ein starres Bodenteil 40 und einen Gasgenerator 44 auf. Der Gasgenerator 44 ist fest mit dem Bodenteil 40 verbunden, wie dies (wie bereits erwähnt) in 1 dargestellt ist. Es wäre auch möglich, Gasgenerator und Bodenteil als ein einziges Bauteil auszugestalten, insbesondere dergestalt, dass das Bodenteil ein großer Gasgeneratorflansch ist.
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Die Abdeckung 10 weist einen Dachabschnitt 12 und einen sich vom Dachabschnitt 12 in axialer Richtung erstreckenden, umlaufenden Seitenwandabschnitt 14 auf. Somit bildet die Abdeckung 10, welche vorzugsweise ein Spritzgussteil aus Kunststoff ist, eine Art Topf. Der Seitenwandabschnitt 14 bildet vorzugsweise einen Ring mit einem im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt.
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Der Seitenwandabschnitt 14 weist eine Außenkontur 16 und eine Innenkontur 18 auf. Die Innenkontur 18 bildet hierbei eine Nut mit einem horizontalen Oberflächenabschnitt 18a und einem nach oben verlaufenden Oberflächenabschnitt 18b. Die Außenkontur weist einen ersten nach oben weisenden Oberflächenabschnitt 16a und einen sich hieran in Richtung des Dachabschnittes 12 anschließenden Keil mit einem nach unten weisenden Oberflächenabschnitt 16b und mit einem zweiten nach oben weisenden Oberflächenabschnitt 16c auf. „Nach oben weisend” und „nach unten weisend” bedeutet hier schräg nach oben beziehungsweise unten weisend, so dass die jeweiligen Flächennormalen einen axialen und einen radialen Anteil haben. Der erste nach oben weisende Oberflächenabschnitt 16a liegt der Innenkontur 18 im Wesentlichen gegenüber, wobei sich der nach oben verlaufende Oberflächenabschnitt 18b der Innenkontur 18 und der erste nach oben weisende Oberflächenabschnitt 16a der Außenkontur 16 parallel zueinander erstrecken.
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Der untere Randbereich des Seitenwandabschnitts 14 weist einen konisch verlaufenden Abschnitt 14a auf, wobei sich der entsprechende Konus nach oben verjüngt. „Nach oben” bedeutet in dieser Anmeldung „in Richtung des Dachabschnitts”. Der untere Randbereich kann in radialer Richtung verlaufende Schlitz aufweisen, um die Elastizität dieses Bereichs zu erhöhen. In diesem Fall ist der konisch verlaufende Abschnitt 14a in mehrere Segmente unterteilt.
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Der äußere Klemmring 30 hat eine Ringschiene mit einem im Wesentlichen V-förmigen Querschnitt mit einem inneren Schenkel 32 und einem äußeren Schenkel 34. Eine nach innen weisende Fläche 32 des äußeren Klemmringes 30 ist so geneigt und dimensioniert, dass sie in Anlage mit dem ersten nach oben weisenden Oberflächenabschnitt 16a der Außenkontur 16 gebracht werden kann, wie man später noch sehen wird. Weiterhin weist der äußere Klemmring 30 eine nach oben weisende Fläche 32b auf, welche so geneigt und dimensioniert ist, dass sie in Anlage mit dem nach unten weisenden Oberflächenabschnitt 16b der Außenkontur 16 bringbar ist; auch dies wird man später sehen.
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Der innere Klemmring 24 ist so ausgestaltet und dimensioniert, dass er gemeinsam mit einem äußeren Rand des Bodenteiles 40 in die Innenkontur 18 passt, wozu er eine nach außen weisende Fläche 24a aufweist. Weiterhin weist der innere Klemmring 24 auf der Innenseite eine Einbuchtung 26 auf. Der innere Klemmring 24 ist ebenfalls vorzugsweise ein Spritzgussteil aus Kunststoff.
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Das Bodenteil 40, welches als Blech- oder als Kunststoffteil ausgeführt sein kann, weist einen sich nach oben erstreckenden ringförmigen Ansatz 42 auf, welcher sich im montiertem Zustand in die Einbuchtung 26 des inneren Klemmringes 24 erstreckt, wie man gleich mit Bezug auf die 2 sehen wird. Weiterhin hat das Bodenteil 40 eine zentrale Durchbrechung, durch welche der Gasgenerator 44 ins Innere des Gassackes 20 ragt. Schließlich ist zwischen dem ringförmigen Ansatz 42 und der zentralen Durchbrechung für den Gasgenerator 44 eine Entlüftungsöffnung 43 vorgesehen.
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2 zeigt das in 1 Gezeigte, nachdem zwei voneinander unabhängige erste Montageschritte ausgeführt wurden: Der äußere Klemmring 30 wurde auf den Seitenwandabschnitt 14 aufgeschoben, wobei er vom zweiten nach oben weisenden Oberflächenabschnitte 16c der Außenkontur 16 in Position gehalten wird. Um dieses Aufschieben auf den Seitenwandabschnitt 14 erreichen zu können, muss der untere Bereich des Seitenwandabschnittes 14 und/oder der äußere Klemmring 30 eine gewisse Elastizität aufweisen, wozu, wie bereits erwähnt, radiale Schlitze im unteren Randbereich des Seitenwandábschnitts 14 vorgesehen sein können.
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Weiterhin wurde der Gassack 20 mittels des inneren Klemmringes 24 am Bodenteil 40 angeordnet, wobei ein Rand des Gassackes 20 klemmend zwischen dem inneren Klemmring 24 und dem ringförmigen Ansatz 42 gehalten ist. Diese Klemmung wäre zum Halten des Gassackes 20 am Bodenteil 40 bei Befüllung des Gassackes ohne weitere Maßnahmen jedoch nicht ausreichend.
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Die 3 zeigt einen nächsten Montagezustand. Hier wurde der Gassack 20 in die Abdeckung 10 eingefaltet und das Bodenteil 40 zusammen mit dem inneren Klemmring 24 in den Seitenwandabschnitt 14 eingeschoben, bis ein äußerer Rand des Bodenteils 40 und die nach außen weisende Fläche 24a des inneren Klemmringes 24 in der Innenkontur 18 zu liegen kommt.
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Zum Abschluss der Montage des Gassackmodules wird der äußere Klemmring 30 in einer radialen Bewegung nach unten (also vom Dachabschnitt 12 weg) geschoben, bis der in 4 gezeigte Zustand erreicht wird.
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Wie man der 5 entnimmt, können die äußeren Schenkel 34 des äußeren Klemmringes 30 dazu dienen, das Gassackmodul gemeinsam mit nicht dargestellten, in axialer Richtung wirkenden Hupenfedern an lenkradseitigen Halteteilen 50 zu halten. Man kann der 5 unmittelbar den Kraftweg entnehmen, welcher beim Fangschlag vom Gassack 20 in die Halteteile 50 führt. Man entnimmt der 5 auch unmittelbar, dass beim Auftreten des Fangschlages die Klemmkraft des äußeren Klemmringes 34 auf den Seitenwandabschnitt 14 und somit die Klemmkraft des Seitenwandabschnittes 14 auf den inneren Klemmring 24 und das Bodenteil 40 erhöht wird; das heißt, dass die Klemmkraft dann, wenn sie benötigt wird, erhöht wird, so dass ein Lösen des Gassackes 20 vom Seitenwandabschnitt 14 ausgeschlossen ist. In diesem Ausführungsbeispiel dient der innere Klemmring 24 als inneres Klemmteil.
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Die 4a zeigt eine Variante, bei der die Entlüftungsöffnung 43 Teil einer Venturi-Düse ist. Hierzu ist auf der Innenseite des Bodenteils 40 ein Gasleitelement 43a angeordnet, welches gemeinsam mit einem Abschnitt des Bodenteils ein Venturi-Rohr bildet, welches an der Stelle der Entlüftungsöffnung 43 seinen kleinsten Durchmesser aufweist. Die eine Stirnseite des Venturi-Rohres zeigt zu einer Auslass-Öffnung 44a des Gasgenerators 44, die andere Stirnseite ins Innere des Gassacks. Somit dient die Entlüftungsöffnung 43 während der Befüllung des Gassacks nicht zur Entlüftung, sondern es wird im Gegenteil zusätzlich Außenluft angesaugt. Nach Erlöschen des Gasgenerators 44 dient die Entlüftungsöffnung 43 zur Entlüftung.
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Bei der eben beschriebenen Ausführungsform mit einem starren Bodenteil 40 wäre es grundsätzlich auch denkbar auf einen inneren Klemmring 24 zu verzichten, so dass die Klemmung des Gassackes ausschließlich zwischen dem starren Bodenteil 40 und der Innenkontur 18 des Seitenwandabschnittes 14 erfolgt. Das Vorsehen eines zusätzlichen inneren Klemmringes 24 ist jedoch schon aufgrund der einfacheren Montierbarkeit bevorzugt.
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Die 6 bis 8 zeigen eine Variante zum eben beschriebenen Ausführungsbeispiel, wobei nur ein Teil des Gasackmoduls dargestellt ist. Die Unterschiede zum ersten Ausführungsbeispiel sind folgende: Innen- und Außenkontur sind als sich gegenüberliegende innere Nut 18d und äußere Nut 16d ausgebildet, wobei diese beiden Nuten jeweils einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweisen. Der zweite Unterschied ist, dass die Klemmung des Gassacks 20 zwischen dem Seitenwandabschnitt 14 und dem als innerem Klemmteil dienenden Bodenteil 40 nicht direkt, sondern mittelbar erfolgt, da der untere Rand des Gassacks 20 vollständig zwischen dem inneren Klemmring 24 und dem Bodenteil 40 gehalten ist. Der innere Klemmring 24 dient gemäß den hier getroffenen Definitionen nicht als inneres Klemmteil, sondern als Kraftübertragungselement zwischen dem Seitenwanwandabschnitt 14 und dem starren Bodenteil 40.
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Die 9 bis 13 zeigen, wie das eben beschriebene Gassackmodul vollautomatisch mittels eines Montageautomaten 60 montiert werden kann. Dieser Montageautomat 60 weist ein ringförmiges ortsfestes Element 62, ein in der zentralen Durchbrechungen des ortsfesten Elementes 62 aufgenommenes vertikal bewegliches Element 64, oberhalb des ortsfesten Elementes 62 angeordnete erste horizontal bewegliche Elemente 66a, 66b und oberhalb dieser ersten horizontal beweglichen Elemente angeordnete, zweite horizontal beweglichen Elemente 68a, 68b mit keilförmigen Ansätzen 69a und 69b, auf. Schließlich ist noch ein Halteelement 70 vorhanden (nur in den 12 und 13 dargestellt).
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Die 9 zeigt einen ersten Montagezustand, in welchem der Gassack 20 mittels des inneren Klemmringes am Bodenteil 40 befestigt ist, wobei der Gasgenerator 44 bereits am Bodenteil 40 montiert ist. Dieser Montagezustand entspricht dem in 6 unten Gezeigten. Der Montageautomat 60 befindet sich in einem Zustand, in dem sich das vertikal bewegliche Element 64 in seiner untersten Position befindet, die beiden ersten horizontal beweglichen Elemente 66a, 66b geöffnet und die zweiten horizontal beweglichen Elemente 68a, 66b geschlossen sind. Zunächst (7) werden die beiden ersten horizontal beweglichen Elemente 66a, 66b geschlossen, wodurch der Gassack 20 zusammengedrückt und somit gepackt wird. Die beiden ersten horizontal beweglichen Elemente 66a, 66b haben aufeinander zu weisende halbkreisförmige Ausnehmungen, so dass im geschlossenen Zustand der 10 ein zylindrischer Packraum für den Gassack 20 entsteht. Nun werden die beiden zweiten horizontal beweglichen Elemente 68a, 68b geöffnet (11). Anschließend wird mittels des Halteelementes 70 die Abdeckung 10 oberhalb des gepackten Gassackes 20 positioniert und in diesem Zustand wird das vertikal bewegliche Element 64 nach oben bewegt, wodurch der konisch verlaufende Abschnitt 14a des unteren Randbereichs des Seitenwandabschnittes 14 an den keilförmigen Ansätzen 69a, 69b aufgeleitet und der untere Randbereich aufgeweitet wird, wodurch das Bodenteil 40 mit dem inneren Klemmring 24 in die innere Nut 18d gelangen kann.
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Wie in 13 gezeigt wird nun das Halteelement 70 nach oben und das vertikal bewegliche Element 64 nach unten bewegt, wodurch der untere Rand des Seitenwandabschnittes 14 in seine ursprüngliche Form zurückkehrt. Gleichzeitig oder anschließend wird der äußere Klemmring 30 nach unten geschoben. Auch dies kann automatisch geschehen, was jedoch nicht im Detail gezeigt ist.
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Die 14 und 15 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel der ersten Ausführungsform. Wie im ersten Ausführungsbeispiel auch, dient der äußere Klemmring 30 hier auch zur Montage des Gassackmoduls in einem Lenkradkörper. Hierzu weist der äußere Klemmring Laschen 36 mit jeweils einer Durchbrechung 36a auf, welche mittels ihrer Kontaktflächen 36b in entsprechende Hakenelemente des Lenkradkörpers einrasten können (nicht dargestellt). Die Lasche erstrecken sich nach unten, so dass die Anbindung des Gassackmoduls an den Lenkradkörper auf Höhe des Gasgenerators oder unterhalb des Gasgenerators erfolgen kann. An den äußeren Klemmring 30 sind weiterhin Abstützabschnitte 38, an denen die Hupenfedern 52 anliegen, angeformt.
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Der Bereich des Seitenwandabschnitts 14, in welchem die Klemmung stattfindet, ist hier praktisch unkonturiert, wie man der 15 entnimmt. Die Klemmung des Gassacks 20 erfolgt hier unmittelbar zwischen Seitenwandabschnitt 14 und Bodenteil und zwischen Bodenteil 40 und innerem Klemmring 24. Oberhalb des inneren Klemmrings 24 erstrecken sich vom Seitenwandabschnitt 14 Vorsprünge 15 nach innen, die die Montageposition des inneren Klemmrings 24 definieren und Kräfte beim Auftreten des Fangschlages aufnehmen können. Um die montierte Position des äußeren Klemmrings zu definieren, erstrecken sich von diesem Rastnasen 30a in entsprechende Rastausnehmungen 17 des Seitenwandabschnitts 14.
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Allen drei bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, dass der Seitenwandabschnitt 14 und der innere Klemmring 24 nur Druckkräfte aufnehnehmen müssen, weswegen diese Bauteil aus kostengünstigem unverstärktem Kunststoff hergestellt sein können.
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Die 16 bis 19 zeigen eine zweite Ausführungsform der Erfindung entsprechend den 1 bis 4. Der Unterschied ist hier, dass kein starres Bodenteil 40 vorhanden ist, sondern dass der Boden durch einen Bodenabschnitt 20c des Gassackes 20 gebildet wird und die Klemmung des Gassackes in der Innenkontur 18 ausschließlich über den inneren Klemmring 24 erfolgt. Der Bodenabschnitt 20c des Gassackes kann ein separates Gewebeelement sein, welches derart vernäht ist, dass die Naht einen Hauptabschnitt 20a von einem Verbindungsabschnitt 20b des Gassackes trennt. Dieser Verbindungsabschnitt 20b ist mittels eines Halteringes 21 mit dem inneren Klemmring 24 verbunden, wobei dieser Haltering 21 in einer Nut 28 des inneren Klemmringes 24 liegt. Im montierten Zustand (14) befinden sich Nut 28 und Ring im Übergangsbereich zwischen dem horizontalen Oberflächenabschnitt 18a und nach oben verlaufenden Oberflächenabschnitt 18b der Innenkontur 18. Der Bodenabschnitt 20c weist eine Durchtrittsöffnung auf, durch die der Gasgenerator ins Innere des Gassacks ragt. Die Verbindung zwischen Gasgenerator 44 und dem Bodenabschnitt 22 erfolgt mittels eines Befestigungsringes 23, welcher einen Randbereich des Gassackes 50 auf einen Befestigungsflansch 46 des Gasgenerators 44 klemmt. Weiterhin ist eine Ventilationsöffnung im Bodenabschnitt vorgesehen.
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Die 20 zeigt eine Mischform aus den beiden bisher beschriebenen Ausführungsformen. Der grundsätzliche Aufbau ist dem in 4 gezeigten sehr ähnlich mit dem Unterschied, dass das Bauteil, welches dem starren Bodenteil 40 entspricht, ringförmig ausgebildet ist und sich nicht bis zum Gasgenerator 44 erstreckt. Dieses Bauteil wird als ringförmiges inneres Klemmteil 41 bezeichnet. Die Klemmung zwischen diesem Bauteil, dem inneren Klemmring 24 und dem Seitenwamdabschnitt 14 entspricht dem ersten Ausführungsbeispiel der ersten Ausführungsform. Im Unterschied zu diesem erstreckt sich der Gassack 20 mittels seines Bodenabschnitts 20c bis zum Gasgenerator 44 und trägt diesen, wie in der zweiten Ausführungsform.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Abdeckung
- 12
- Dachabschnitt
- 14
- Seitenwandabschnitt
- 14a
- konisch verlaufender Abschnitt
- 15
- Vorsprung
- 16
- Außenkontur
- 16a
- erster nach oben weisender Oberflächenabschnitt
- 16b
- nach unten weisender Oberflächenabschnitt
- 16c
- zweiter nach oben weisender Oberflächenabschnitt
- 16d
- äußere Nut
- 17
- Rastausnehmung
- 18
- Innenkontur
- 18a
- horizontaler Oberflächenabschnitt
- 18b
- nach oben verlaufender Oberflächenabschnitt
- 18d
- innere Nut
- 20
- Gassack
- 21
- Haltering
- 20a
- Hauptabschnitt
- 20b
- Verbindungsabschnitt
- 20c
- Bodenabschnitt
- 22
- Ventilationsöffnung
- 23
- Befestigungsring
- 24
- innerer Klemmring
- 24a
- nach außen weisende Fläche
- 26
- Einbuchtung
- 28
- Nut
- 30
- äußerer Klemmring
- 30a
- Rastnase
- 32
- innerer Schenkel
- 32a
- nach innen weisende Fläche
- 32b
- nach oben weisende Fläche
- 34
- äußerer Schenkel
- 36
- Lasche
- 36a
- Durchbrechung
- 36b
- Kontaktfläche
- 38
- Abstützfläche
- 40
- Bodenteil
- 41
- ringförmiges inneres Klemmteil
- 42
- ringförmiger Ansatz
- 43
- Entlüftungsöffnung
- 43a
- Gasleitelement
- 44
- Gasgenerator
- 46
- Befestigungsflansch
- 50
- lenkradseitiges Halteteil
- 52
- Hupenfeder
- 60
- Montageautomat
- 62
- ortsfestes Element
- 64
- vertikal bewegliches Element
- 66a, b
- erste horizontal bewegliche Elemente
- 68a, b
- zweite horizontal bewegliche Elemente
- 69a, b
- keilförmige Ansätze
- 70
- Halteelement