DE10109533A1 - Verriegelungs-/Griffvorrichtung für ein Tor, insbesondere ein Garagentor oder eine Tür - Google Patents
Verriegelungs-/Griffvorrichtung für ein Tor, insbesondere ein Garagentor oder eine TürInfo
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Abstract
Beschrieben wird eine Verriegelungs-/Griffvorrichtung für ein Tor, insbesondere ein Garagentor, oder eine Tür, mit welchem Verriegelungselemente für das Tor blockierbar, freigebbar und antreibbar sind, um das Tor aus einem Verriegelungszustand in einen Entriegelungszustand und wieder zurück zu überführen, wobei die Verriegelungs-/Griffvorrichtung (2) sowohl manuell als auch über einen insbesondere motorischen Stellantrieb ver- und entriegelbar und damit betätigbar ist, und wobei sowohl die manuellen als auch die über den Stellantrieb erfolgenden Ver- und Entriegelungsvorgänge auf eine in der Verriegelungs-/Griffvorrichtung (2) verschiebbare Kulissenanordnung (12) wirken, welche die Betätigungsbewegungen in entsprechende Ver- und Entriegelungsbewegungen der Verriegelungselemente umsetzt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verriege
lungs-/Griffvorrichtung für ein Tor, insbesondere ein
Garagentor, oder eine Tür, mit welcher Verriegelungsele
mente für das Tor blockierbar, freigebbar und antreibbar
sind, um das Tor aus einem Verriegelungszustand in einen
Entriegelungszustand und wieder zurück zu überführen.
Vorrichtungen der genannten Art sind beispielsweise
in Form von T-förmigen Drehgriffen bekannt, welche mit
einer Hand ergriffen werden können und bei Drehung ein
Tor ver- oder entriegeln. Gleichzeitig kann an diesem T-
förmigen Griff oder Griffstück das Tor auf- oder
zugezogen werden. Die Drehung des T-förmigen Griffes kann
durch Betätigungen eines zugeordneten Schließzylinders,
der über einen Schlüssel betätigt wird, gesperrt oder
freigegeben werden, um somit das Tor zu versperren oder,
zu entsperren.
Diese bekannten Verriegelungs-/Griffvorrichtungen
sind mit einer Reihe von Nachteilen behaftet, welche die
vorliegende Erfindung zu beseitigen sucht.
So ist in letzter Zeit die Einbruchssicherheit ein in
zunehmendem Maße akutes Problem geworden. Bei Verrie
gelungs-/Griffvorrichtungen der eingangs geschilderten
Art stellt es für einen versierten Einbrecher kein
Problem dar, die Kunststoffplatte, welche Griffstück und
Schließzylinder bündig einbettet, abzuhebeln, wonach dann
der Schließzylinder über die Oberfläche des Tors vorragt
und unter entsprechender Gewalteinwirkung abgedreht
werden kann. Im Haus der Anmelderin durchgeführte
Versuche haben gezeigt, daß mit geeignetem Werkzeug,
welches jedoch nicht übermäßig spezialisiert sein muß
(ein großer Schraubendreher, ein Stemmeisen und eine
Rohrzange genügen), ein mit einer üblichen Verriegelungs-
/Griffvorrichtung abgesichertes Tor in weniger als zehn
Sekunden zu öffnen ist.
Ein weiteres Problem bekannter Verriegelungs-
/Griffvorrichtungen mit beispielsweise T-förmigem Griff
teil ist darin zu sehen, daß insbesondere bei motorisch
angetriebenen Toren, also beispielsweise Deckensektional
toren oder Seitensektionaltoren, eine gewisse Unfall
gefahr besteht. Dies deshalb, weil aufgrund des von der
Toroberfläche vorstehenden T-förmigen Griffteils bei
einem Öffnen des Tores sich dieses Griffteil beispiels
weise an einem Kleidungsstück einer sich unmittelbar vor
dem Tor befindlichen Person verfangen kann, so daß diese
Person vom Antrieb des sich öffnenden Tors mitgezogen
wird. Besonders gefährdet in dieser Hinsicht sind Kinder.
Schließlich stellt eine bekannte Verriege
lungs-/Griffvorrichtung mit einem aus der Toroberfläche
vorstehenden Griffteil insofern einen Nachteil dar, als
sich hierdurch die lichte Durchfahrtshöhe verringert.
Sowohl bei Sektional- wie bei Schwingtoren muß sicherge
stellt sein, daß das Torsegment oder der Torflügel mit
dem sich hieran befindlichen T-förmigen Griffstück beim
Öffnungs- und Schließvorgang die Zarge passieren kann.
Dies bedingt notwendigerweise einen gewissen Freiraum
zwischen dem Torsegment oder dem Torflügel und der hori
zontalen Zarge oder dem Sturz, was unter anderem die
lichte Durchfahrtshöhe auch verringern kann.
Die vorliegende Erfindung schlägt demgegenüber eine
Verriegelungs-/Griffvorrichtung für ein Tor, insbesondere
ein Garagentor, oder eine Tür vor, mit welcher Verriege
lungselemente für das Tor blockierbar, freigebbar und
antreibbar sind, um das Tor aus einem Verriegelungs
zustand in einen Entriegelungszustand und wieder zurück
zu überführen, wobei die Verriegelungs-/Griffvorrichtung
sowohl manuell als auch über einen insbesondere motori
schen Stellantrieb ver- und entriegelbar und damit be
tätigbar ist und wobei sowohl die manuellen als auch die
über den Stellantrieb erfolgenden Ver- und Entriegelungs
vorgänge auf eine in der Verriegelungs-/Griffvorrichtung
verschiebbare Kulissenanordnung wirken, welche die Be
tätigungsbewegungen in entsprechende Ver- und Entriege
lungsbewegungen der Verriegelungselemente umsetzt.
Im Gegensatz zu dem bislang üblichen beispielsweise
T-förmigen Griffteil, welches von Hand ergreifbar und
drehbar ist, verwendet der Gegenstand der vorliegenden
Erfindung ein verschiebbares Element oder Teil, um die
zum Ver- und Entriegeln notwendigen Bewegungen und Kräfte
zu erzeugen.
Hieraus ergibt sich eine Mehrzahl von Vorteilen,
insbesondere eine weitaus verbesserte Einbruchssicher
heit, die Beseitigung der Gefahr, daß sich beispielsweise
Kleidungsstücke an einem aus dem Torblatt vorstehenden
Griffteil verfangen, eine bei gleichen Einbaumaßen
vergrößerte lichte Durchfahrtshöhe, da die erfindungs
gemäße Verriegelungs-/Griffvorrichtung weitestgehend
bündig in die Ebene des Torblattes eingelassen werden
kann, eine optisch/ästhetisch ansprechende Gestaltung
sowie eine erhöhte Funktionalität.
Diese und weitere mit dem Erfindungsgegenstand
einhergehende Vorteile werden in der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung näher erläutert.
In einer bevorzugten Ausgestaltungsform ist die
Kulissenanordnung zweigeteilt ausgeführt, wobei der
(insbesondere motorische) Stellantrieb auf einen Teil der
Kulissenanordnung alleine wirkt, mit welchem die Ver- und
Entriegelungsvorgänge durchführbar sind, und der manuelle
Antrieb auf den zweiten Teil wirkt, der beim Entriege
lungsvorgang den ersten Teil zwangsläufig mitbewegt.
Hieraus ergibt sich in der Praxis, wie nachfolgend noch
näher erläutert wird, der vorteilhafte Aspekt, daß eine
bei regulärem motorischen Antrieb des Tors erfolgende
Ver- und Entriegelung im Notfall von Hand aufgehoben
werden kann, um beispielsweise bei Stromausfall oder
dergleichen das Tor trotz des nicht mehr funktionsfähigen
motorischen Stellantriebs zu öffnen oder zu schließen.
Der zweite, manuell zu betätigende Teil der
Kulissenanordnung ist weiterhin bevorzugt absperrbar,
beispielsweise über einen üblichen Schließzylinder. Das
Tor ist somit nur bei Besitz einer funktionsfähigen
Fernsteuerung für den motorischen Stellantrieb oder bei
Besitz eines gültigen Schlüssels für den Sperrzylinder zu
öffnen.
Ist weiterhin bevorzugt bei abgesperrtem zweiten Teil
der erste Teil über den Stellantrieb weiterhin bewegbar,
kann das Tor trotz abgesperrtem zweiten, manuell zu
betätigenden Teil der Kulissenanordnung nach wie vor über
den motorischen Stellantrieb geöffnet und geschlossen
werden. Es ist somit nicht notwendig, das Tor vor der
Einleitung der motorischen Bewegung von Hand zu
entriegeln oder aufzusperren; gleichwohl ist das Tor in
seiner geschlossenen Stellung bei abgeschaltetem
motorischen Stellantrieb sicher verriegelt oder
versperrt.
Koppelt der zweite, manuell zu betätigende Teil der
Kulissenanordung bei seiner Betätigung den Stellantrieb
vom Tor ab, ist sichergestellt, daß das Tor im Notfall
von Hand geöffnet werden kann, ohne hierbei gegen den
Widerstand des motorischen Stellantriebs arbeiten zu
müssen, der in aller Regel aufgrund der hohen
Untersetzungsverhältnisse praktisch selbsthemmend ist und
somit ein Öffnen des Tors von Hand unmöglich machen
würde.
Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Zeichnung.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Verriegelungs-
/Griffvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 einen Schnitt entlang Linie A-A in Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt entlang Linie A-B in Fig. 1;
Fig. 4 eine Fig. 2 entsprechende Darstellung einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung im eingebauten Zustand;
Fig. 5 eine Fig. 3 entsprechende Darstellung einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung im eingebauten Zustand;
Fig. 6 eine gegenüber den Fig. 1 bis 5
verkleinerte, Fig. 1 im wesentlichen entsprechende
Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung im
Verriegelungszustand; und
Fig. 7 eine Fig. 6 entsprechende Darstellung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung im entriegelten Zustand.
Die Fig. 1 bis 5 zeigen ein Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, während die Fig. 6 und 7
eher als schematische Funktionsdarstellungen oder Modelle
zu verstehen sind. Gleichwohl treffen die auf die Fig.
1 bis 5 nachfolgend getroffenen Ausführungen gleicher
maßen auf die Fig. 6 und 7 zu und umgekehrt. Weiterhin
versteht sich, daß die in den einzelnen Figuren der
Zeichnung dargestellten Ausführungs- oder Funktionsbei
spiele in keiner Weise als einschränkend zu verstehen
sind, sondern lediglich das Prinzip oder die der vor
liegenden Erfindung zu Grunde liegende Idee darstellen
und wiedergeben sollen.
Eine in der Zeichnung insgesamt mit 2 bezeichnete
Verriegelungs-/Griffvorrichtung (nachfolgend als "Griff
vorrichtung" bezeichnet) umfaßt gemäß den Fig. 1 bis 3
im wesentlichen ein in Draufsicht rechteckförmiges
Gehäuse 4, welches etwa gemäß den Fig. 2 und 3
zweigeteilt ausgeführt sein kann mit einer im späteren
Einbauzustand außenliegenden Schale 6 und einem diese
Schale am offenen Ende verschließenden Deckel 8. Die
Schale 6 weist eine Öffnung oder Ausnehmung 10 auf,
welche Zugang zu einem Schieber 12 erlaubt. Der Schieber
12 hat die Funktion eines manuellen Antriebs, mit welchem
ein mit der erfindungsgemäßen Griffvorrichtung 2
ausgestattetes Tor von Hand entriegelt und geöffnet
werden kann, wie nachfolgend noch erläutert wird.
Das Gehäuse 4 der Griffvorrichtung 2 ist in der aus
den Fig. 4 und 5 ersichtlichen Weise in ein Torblatt
14 eines in bekannter Weise aufgebauten Tors,
insbesondere eines Garagentors, eingebaut. Das Torblatt
14 kann hierbei ein sogenanntes Deckensektionaltor sein,
wobei das Bezugszeichen 14 in den Fig. 4 und 5 eine
Sektion oder einen Abschnitt dieses Deckensektionaltors
bezeichnen würde. Genauso gut kann das Blatt 14 zu einem
Seitensektionaltor gehören, wobei wiederum das Bezugs
zeichen 14 in den Fig. 4 und 5 eine Sektion oder einen
Abschnitt dieses Seitensektionaltors bezeichnen würde.
Weiterhin kann das Torblatt 14 zu einem in bekannter
Weise ausgebildeten Schwingtor gehören, welches im
Gegensatz zu Sektionaltoren über seine gesamte
horizontale bzw. vertikale Erstreckung einstückig und
starr ausgebildet ist und als eine Einheit bewegt wird.
Die Fig. 1, 4 und 5 zeigen weiterhin schematisch
angedeutet, daß der Schieber 12 zur Aufnahme eines
Schlosses 16 ausgelegt ist, mit welchem der Schieber 12
gegenüber dem Gehäuse 4 festlegbar ist. Das Schloß 16
kann auf unterschiedliche Art und Weise ausgebildet
werden, ist jedoch bevorzugt ein Zylinderschloß bekannter
Bauart, welches bei Betätigung über einen Schlüssel 18
Sperrelemente betätigt, beispielsweise ein- oder ausfährt
oder horizontal oder vertikal verschiebt, wobei dann
diese Sperrelemente in formschlüssigen Eingriff mit dem
Gehäuse 4 oder Teilen hiervon gelangen, so daß der
Schieber 12 gegenüber dem Gehäuse 4 ortsfest, d. h.
unverschieblich festgelegt ist. Das Sperrelement oder die
Sperrelemente sind weiterhin von der Torinnenseite her
zugänglich bzw. betätigbar, z. B. nach Abnahme des Deckels
8, um das Tor im Bedarfsfall auch von innen her von Hand
entriegeln und dann öffnen zu können.
Im entsperrten oder entriegelten Zustand des
Schlosses 16 ist der Schieber 12 im Inneren des Gehäuses
4 in den Fig. 1 bis 7 vertikal auf- und abbeweglich.
Hierzu ist eine Griffausnehmung oder -mulde 20
vorgesehen, welche über die Ausnehmung 10 zugänglich ist
und es ermöglicht, den Schieber 12 beispielsweise in Fig.
4 um einen Betrag A innerhalb des Gehäuses 4 nach oben zu
verschieben.
Da an sich der Schlüssel 18, solange er in dem Schloß
16 steckt, an der Oberkannte der Ausnehmung 10 anschlagen
würde, wenn eine Verschiebung des Schiebers 12
vorgenommen werden soll, ist eine Voraussetzung zur
Bewegung des Schiebers 12, daß das Schloß 16 mit dem
Schlüssel 18 entsperrt und nachfolgend der Schlüssel 18
abgezogen werden muß. Ein versehentliches Abbrechen des
Schlüssels 18 wird hierdurch mit hoher Sicherheit
vermieden.
Der Schieber 12 ist, wie insbesondere aus den Fig.
2 bis 5 hervorgeht, zweigeteilt ausgebildet, wobei ein
Teil des Schiebers 12, nämlich der in der Zeichnung mit
22 bezeichnete Teil, über die Griffmulde 20 bei
entsperrtem Schloß 16 ausschließlich von Hand betätigbar
ist. Ein weiterer Teil 24 des Schiebers 12 ist über einen
in der Zeichnung nicht näher dargestellten Antrieb,
insbesondere einen motorischen Stellantrieb, bewegbar.
Eine Bewegung des Teils 24 bewirkt hierbei keine Mitnahme
des Teils 22, wie sich unmittelbar aus den Fig. 2 bis
5 ergibt, wohingegen eine Bewegung des (entriegelten oder
entsperrten) Teils 22 in den einzelnen Figuren der
Zeichnung nach oben aufgrund einer formschlüssigen Anlage
in einem Bereich 26 eine gleichgerichtete Bewegung des
Teils 24 bedingt.
In jedem Fall bewirkt eine Bewegung des Teils 24 nach
oben oder unten einen Ver- oder Entriegelungsvorgang, wie
nachfolgend näher erläutert werden wird. Die auch als
Kulissenanordnung bezeichenbare Anordnung aus Gehäuse 4
und den beiden hierin beweglichen Teilen 22 und 24 setzt
eine geradlinige Bewegung des Teils 22 und/oder des Teils
24 in Verriegelungs- und Entriegelungsvorgänge um, wie am
besten aus den Fig. 1, 6 und 7 zu erkennen ist. Hierzu
weist das Teil 24, welches über den Stellantrieb unabhän
gig von Teil 22 nach Art einer Kulissenführung oder
Kulissenanordnung des Gehäuses 4 vertikal auf- und ab
bewegbar ist ("vertikal" auf die Darstellung in den
Figuren der Zeichnung bezogen), zwei Ausnehmungen 28a und
28b auf, in welchen Stifte oder Bolzen 30 geführt sind.
Die Bolzen 30 sind in Verbindung mit Verriegelungselemen
ten 32, welche in dem Gehäuse 4 bzw. dem Deckel 8 ver
schiebbar gelagert sind. Die Verriegelungselemente 32
dienen in ihrer Verlängerung dazu, bei einem Deckensek
tionaltor seitlich im Bereich des Übergangs Tor
blatt/Torzarge angeordnete Verriegelungselemente zu
betätigen, welche im verriegelten Zustand ein Anheben des
Deckensektionaltors verhindern. Wie am besten aus den
Fig. 6 und 7 hervorgeht, bedingt eine in besagten
Figuren nach oben gerichtete Bewegung des Teils 24 eine
Führung der Bolzen 30 entlang der Ausnehmungen 28a bzw.
28b, wobei aufgrund des zur Hoch- oder Längsachse L der
Griffvorrichtung 2 schrägen Verlaufs der Ausnehmungen 28a
und 28b eine Mitnahmebewegung der Bolzen 30 derart er
folgt, daß bei einer Bewegung des Teils 24 in Fig. 6 nach
oben die Bolzen 30 entlang der Ausnehmungen 28a und 28b
geführt und relativ zu der Griffvorrichtung 2 nach innen
geführt werden, wodurch sich die Verriegelungselemente 32
in die Griffvorrichtung 2 zurückziehen. Bei einer voll
ständig nach oben verfahrenen Position des Teils 24
gelangen die Bolzen 30 gemäß Fig. 7 mit dem unteren Ende
der Ausnehmungen 28a und 28b in Anlage, und die Verriege
lungselemente 32 sind vollständig zurückgezogen. Diese
Stellung ist der entriegelte Zustand der Griffvorrichtung
2, wohingegen der Zustand gemäß Fig. 6 der Verriegelungs
zustand oder verriegelte Zustand ist.
Alternativ oder zusätzlich zu den Verriegelungs
elementen 32 können weitere Verriegelungselemente 34
vorhanden sein, welche ebenfalls in dem Gehäuse 4
verschiebbar gelagert sind und über Bolzen 36 und
Ausnehmungen 38a und 38b mit dem Teil 24 in Verbindung
stehen, derart, daß bei einer Bewegung des Teils 24 in
den Fig. 6 und 7 nach oben die Bolzen 36 nach
Durchlaufen der Ausnehmungen 38a und 38b nach oben gezo
gen werden, um die Verriegelungselemente 34 aus dem
Verriegelungszustand gemäß Fig. 6 in den Entriegelungs
zustand gemäß Fig. 7 zu bringen. Die Verriegelungselemen
te 34 sind insbesondere bei Seitensektionaltoren oder
Schwingtoren angezeigt, bei denen eine seitliche Verrie
gelung über die Verriegelungselemente 32 nicht oder nur
wenig sinnvoll ist.
Bei einer Bewegung des Teils 24 aus der Entriege
lungsstellung gemäß Fig. 7 zurück in die Verriegelungs
stellung gemäß Fig. 6 gleiten die Bolzen 30 und/oder 36
entlang der Ausnehmungen 28a und 28b und/oder 38a und
38b, so daß die Verriegelungselemente 32 und/oder 34
wieder relativ zu dem Gehäuse 4 geradlinig ausgefahren
werden und direkt oder indirekt einen Verriegelungsvor
gang des Torblattes gegenüber der Torzarge vornehmen.
Zur Bewegung des Teils 24 zur Umsetzung dieser bezüg
lich des Gehäuses 4 vertikal nach oben gerichteten Bewe
gung in, was die Verriegelungselemente 32 betrifft,
hierzu horizontal oder um 90° umgelenkte Bewegungen oder,
was die Verriegelungselemente 34 betrifft, in entspre
chende gleichläufige Bewegungen, greift an diesem Teil 24
ein insbesondere motorischer Stellantrieb an. Dieser
Stellantrieb ist beispielsweise durch einen Seil- oder
Bowdenzug verwirklicht, der in das Innere des Gehäuses 4
eintritt und beispielsweise im Bereich 26 an dem Teil 24
des Schiebers 12 befestigt ist. Das andere Ende dieses
Seil- oder Bowdenzugs steht mit einem Antrieb, insbeson
dere einem elektromotorischen Antrieb, für das Torblatt
14 in Verbindung. Hierbei ist über geeignete Mittel,
beispielsweise eine Langlochausnehmung zwischen dem
Antrieb und dem diesbezüglichen Anlenkpunkt am Torblatt
14, für den Antrieb am Torblatt 14 ein gewisser Leer-
oder Totgang vorhanden, wohingegen der Seil- oder Bowden
zug zum Betrieb des Teils 24 unmittelbar mit dem Antrieb
in Wirkverbindung steht. Dies bedeutet, daß bei einem
Anlauf des Antriebs für das Torblatt 14 das Teil 24
unmittelbar betätigt wird und in den einzelnen Figuren
der Zeichnung über den Seil- oder Bowdenzug nach oben
gezogen wird und dabei das Torblatt 14 entriegelt, wohin
gegen der eigentliche Antrieb des Torblatts 14 aufgrund
des Leer- oder Totgangs noch nicht wirksam wird. Erst
nachdem sichergestellt ist, daß das Tor entriegelt worden
ist, greift der Antrieb am eigentlichen Torblatt 14
mechanisch an und bewegt dieses. Beim Schließ- und Ver
riegelungsvorgang sind die Bewegungsabläufe umgekehrt,
d. h. der Stellantrieb senkt das Torblatt 14 bzw. bewegt
es in seine Schließstellung, wobei nach Erreichen der
Schließstellung der Antrieb sich innerhalb des Leerlaufs
oder Totgangs weiter bewegt und über den Seil- oder
Bowdenzug die Verriegelung des Tors bewirkt. Hierzu
können im Bereich der über die Verriegelungselemente 32
und/oder 34 betätigten eigentlichen Riegelemente Kraft
unterstützungsmittel, beispielsweise Federn, vorhanden
sein, welche bei einem Absenken des Teils 24 die ent
sprechenden Riegelbauteile in ihre Schließstellung zwin
gen oder zwangsbewegen.
Der voranstehend erläuterte Funktionsablauf unter
stellt, daß die Griffvorrichtung 2 bzw. der Schieber 12
in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise eingebaut
ist und somit zumindest teilweise mit Schwerkraftunter
stützung beim Schließvorgang oder Verriegelungsvorgang
arbeitet. Selbstverständlich kann der Schieber 12
und/oder können die Verriegelungselemente 32 und 34 al
ternativ oder zusätzlich zu den Federelementen in den ei
gentlichen Riegelbauteilen federunterstützt sein, so daß
der Schieber 12 unter Federkraft von seiner Entriegelungsposition
gemäß Fig. 7 in die Verriegelungsposition
gemäß Fig. 6 zurückkehrt, sobald der Seilzug oder Bowden
zug keine Kraft mehr auf das Teil 24 aufbringt. Hierdurch
ist es auch möglich, die Griffvorrichtung 2 gegenüber den
Darstellungen in der Zeichnung um 90° verdreht einzu
bauen, beispielsweise bei Seitensektionaltoren, wobei
dann die Verriegelungselemente 32 alleine dazu herangezo
gen werden würden, das Seitensektionaltor im Bereich der
oberen und unteren Zarge festzulegen, wenn der Verriege
lungszustand herbeigeführt wird.
In jedem Fall ist hierbei die Bewegung des Teils 24
unabhängig gegenüber dem Teil 22, welches über das Schloß
16 gegenüber dem Gehäuse 4 festgelegt ist, da, wie unmit
telbar aus den Fig. 2 bis 5 hervorgeht, das festlie
gende Teil 22 eine in den Figuren nach oben oder nach un
ten gerichtete Bewegung des Teils 24 nicht behindert. Das
Teil 22 mit der Griffmulde 20 dient, wie bereits erläu
tert, dazu, über die Griffvorrichtung 2 die Verriegelung
des Tors manuell und somit unabhängig von dem Stell
antrieb aufzuheben. Beispielsweise bei Stromausfall oder
bei Versagen der Fernbedienung für den Stellantrieb wäre
das Torblatt 14 an sich aufgrund des ausgefallenen Stell
antriebs nicht mehr zu öffnen. In einem solchen Fall wird
zunächst der Schlüssel 18 in das Schloß 16 gesteckt und
durch Drehen des Schlüssels 18 das Teil 22 gegenüber dem
Gehäuse 4 entriegelt oder entsperrt. Sodann wird von un
ten her in die Griffmulde 20 gegriffen und das Teil 22 in
die in den einzelnen Figuren der Zeichnung nach oben
weisende Richtung geschoben, wobei durch Mitnahme in dem
Bereich 26 auch das Teil 24 nach oben angehoben wird, die
Distanz A überwindet und die Verriegelungselemente 32 und
34 aus der Position von Fig. 6 in diejenige von Fig. 7
bewegt werden. Allerdings wäre jetzt das Torblatt 14 nach
wie vor nicht zu bewegen, da der motorische Stellantrieb
nach wie vor in Eingriff mit dem Torblatt 14 ist und
aufgrund der herrschenden Untersetzungsverhältnisse gegen
diesen Stellantrieb von Hand oder Muskelkraft nicht
angearbeitet werden kann.
Gemäß Fig. 1 ist daher weiterhin ein Entkoppelungs
mechanismus 40 vorgesehen, der im wesentlichen aus einem
Hebel 42 besteht, der bei 44 an dem von Hand zu betäti
genden Teil 22 drehbeweglich angelenkt ist und in einer
Ausnehmung 46 aus dem Gehäuse 4 austritt und hierin
schwenkbeweglich gelagert ist. Im Bereich des freien
Endes des Hebels 42 weist dieser eine Öffnung 48 auf, an
der ein Seil- oder Bowdenzug eingehängt ist, dessen
anderes Ende an einer Sperre angreift, mit welcher der
Stellantrieb oder Torantrieb vom Torblatt 14 entkoppelbar
ist. In der normalen Stellung, d. h. in der Stellung
beispielsweise gemäß den Fig. 4 und 5, in der sich das
Teil 22 gegenüber dem Gehäuse 4 verriegelt in seiner
unteren Position befindet und lediglich das Teil 24 durch
den motorischen Stellantrieb für die Ver- und Entriege
lungsvorgänge bewegt wird, befindet sich der Hebel 42 in
der in Fig. 1 mit durchgezogenen Linien dargestellten
Stellung, d. h. schräg nach oben weisend. Bei einem Aus
fall des motorischen Stellantriebs, der eine Bewegung
bzw. Aktivierung der Griffvorrichtung 2 über das manuell
zu betätigende Teil 22 erforderlich macht, wird bei einer
entsprechenden Bewegung des Teils 22 in dem Gehäuse 4
nach oben der Hebel 42 gemäß Fig. 1 mit seinem links
liegenden freien Ende entgegen dem Uhrzeigersinn nach
unten verschwenkt. In der Öffnung oder Öse 48 eingehängte
Seil- oder Bowdenzüge wirken auf den Antrieb derart, daß
dieser vom Torblatt 14 abgekoppelt wird, so daß das
Torblatt 14 von Hand oder durch Muskelkraft aufgeschoben
werden kann, ohne hierbei gegen den Stellantrieb
(Elektromotor, Untersetzungsgetriebe, Zahnriemen etc.)
anarbeiten zu müssen.
Wird anschließend das Torblatt 14 wieder verschlossen
und das Teil 22 in seine Ausgangslage gemäß der Zeichnung
zurückgeführt und dort mit dem Schlüssel 18 festgelegt,
so wird über eine Folgebewegung des Hebels 42 die Entkop
pelung des Torantriebs wieder aufgehoben, so daß bei
einem Wiederanlaufen des Tor- oder Stellantriebs dieser
wieder mit dem Torblatt 14 in Eingriff steht.
Der Hebel 42 kann, obgleich in der Zeichnung nicht
näher dargestellt, ebenfalls unter Federspannung stehen,
um einen lageunabhängigen Einbau und eine lageunabhängige
Funktionsfähigkeit sicherzustellen, so daß der Entkoppe
lungsmechanismus 40 auch beispielsweise bei einem Seiten
sektionaltor zum Einsatz gelangen kann, bei welchem die
Griffvorrichtung 2 gegenüber der Darstellung in den
Figuren um 90° gedreht ist.
Die mit dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung er
zielbaren Vorteile sind insbesondere in Folgendem zu
sehen:
- - Der Zylinder des Schlosses 16 ist in dem Teil 22 bündig eingelassen bzw. aufgrund einer an dem Gehäuse 4 im Bereich der dortigen Ausnehmung 10 angeordneten Blende 50 (Fig. 4 und 5) als zurückgesetzt oder vertieft ein gebaut zu betrachten und ist daher vor Aufbrechversuchen durch Abdrehen oder Abbrechen wirksam geschützt.
- - Im Normalbetrieb, d. h. beim Betrieb alleine des Teils 24 über den motorischen Stellantrieb, ist der Schlüssel 18 abgezogen, da er nur zur Entriegelung oder Freigabe des Teils 22 bei manuellem Betrieb benötigt wird. Das Tor bzw. Torblatt 14 ist somit bei normalem Antrieb über den motorischen Stellantrieb in seiner geschlossenen Position stets verriegelt, da die über die Verriegelungselemente 32 und/oder 34 betätigten Riegelteile selbsttätig oder unter Federkraft einrasten und das Tor bei verriegeltem Teil 22 nicht von Hand hochgeschoben werden kann, da vom verriegelten Teil 22 keine Bewegung auf das Teil 24 und damit auf die Verriegelungselemente 32 und/oder 34 weitergegeben werden kann.
- - Die gesamte Griffvorrichtung 2 fügt sich, wie aus der Zeichnung unmittelbar hervorgeht, flach und optisch ansprechend in das Torblatt 14 oder das zugehörige Torsegment ein.
- - Da im Normalbetrieb der Schlüssel 18 abgezogen ist, gibt es keine wesentlich über die Ebene des Torblattes 14 hinaus nach außen vorstehende Teile. Insofern besteht keine Gefahr, daß sich beim Öffnungsvorgang des Torblatts 14 derart vorstehende Teile beispielsweise in der Klei dung verhaken und Personen, insbesondere Kinder, mitgezo gen werden.
- - Da die Griffvorrichtung 2 beidseits nur wenig aus der Ebene des Torblatts 14 vorsteht, erfolgt auch nur eine unwesentliche Verringerung der vom Torblatt 14 freigegebenen lichten Durchfahrtshöhe.
- - Die Entriegelungs- und Griff-Funktionen in Öff nungsrichtung bei manuellem Betätigen des Torblatts 14 sind in einer Einheit kombiniert. Dies ist sowohl bei Decken- oder Seitensektionaltoren als auch Schwingtoren ergonomisch vorteilhaft.
- - Das Torblatt 14 ist im Bedarfsfall auch von innen her manuell entsperr- und öffenbar. Hierzu muß z. B. der Deckel 8 abgenommen werden, um das Schloß 16 bzw. dessen Riegelelemente von Hand zu bewegen und danach das Tor(blatt) 14 aufzuschieben. Es können auch durch den Deckel 8 hindurch wirkende Betätigungselemente, die auf das Schloß 16 und/oder seine Riegelelemente wirken, vorhanden sein, um den Sperrzustand durch das Schloß 16 gewollt aufzuheben.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Verlauf
der Ausnehmungen 28a und 28b geradlinig und zur Längsmit
telachse L um einen bestimmten Winkelbetrag symmetrisch
zu dieser Achse L schräg angeordnet. Sind andere Bewe
gungsverhältnisse und/oder -abläufe gewünscht, können
diese Ausnehmungen selbstverständlich auch einen anderen
Verlauf haben, beispielsweise mehr oder weniger stark zur
Achse L gekippt sein und/oder gegebenenfalls einen von
der gezeigten geradlinigen Form abweichenden, bogenförmig
gekrümmten oder sonstwie gearteten Verlauf haben.
Beschrieben wurde eine Verriegelungs-/Griffvorrich
tung für ein Tor, insbesondere ein Garagentor, oder eine
Tür, mit welchem Verriegelungselemente für das Tor
blockierbar, freigebbar und antreibbar sind, um das Tor
aus einem Verriegelungszustand in einen Entriegelungs
zustand und wieder zurück zu überführen, wobei die Ver
riegelungs-/Griffvorrichtung sowohl manuell als auch über
einen insbesondere motorischen Stellantrieb ver- und
entriegelbar und damit betätigbar ist, und wobei sowohl
die manuellen als auch die über den Stellantrieb erfol
genden Ver- und Entriegelungsvorgänge auf eine in der
Verriegelungs-/Griffvorrichtung verschiebbare Kulissen
anordung wirken, welche die Betätigungsbewegungen in
entsprechende Ver- und Entriegelungsbewegungen der Ver
riegelungselemente umsetzt.
Claims (5)
1. Verriegelungs-/Griffvorrichtung für ein Tor, ins
besondere ein Garagentor, oder eine Tür, mit welchem
Verriegelungselemente für das Tor blockierbar, freigebbar
und antreibbar sind, um das Tor aus einem Verriegelungs
zustand in einen Entriegelungszustand und wieder zurück
zu überführen, wobei die Verriegelungs-/Griffvorrichtung
(2) sowohl manuell als auch über einen insbesondere
motorischen Stellantrieb ver- und entriegelbar und damit
betätigbar ist, und wobei sowohl die manuellen als auch
die über den Stellantrieb erfolgenden Ver- und Entriege
lungsvorgänge auf eine in der Verriegelungs-/Griffvor
richtung (2) verschiebbare Kulissenanordung (12) wirken,
welche die Betätigungsbewegungen in entsprechende Ver-
und Entriegelungsbewegungen der Verriegelungselemente
umsetzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Kulissenanordnung (12) zweigeteilt aus
geführt ist, wobei der Stellantrieb auf einen Teil (24)
der Kulissenanordnung alleine wirkt, mit welchem die Ver-
und Entriegelungsvorgänge durchführbar sind, und der
manuelle Antrieb auf den zweiten Teil (22) wirkt, der
beim Entriegelungsvorgang den ersten Teil (24) zwangs
läufig (26) mitbewegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß der zweite, manuell zu betätigende Teil (22) der
Kulissenanordnung (12) absperrbar (16, 18) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß bei abgesperrtem zweiten Teil (22) der erste
Teil (24) über den Stellantrieb weiterhin bewegbar ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprü
che 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite, ma
nuell zu betätigende Teil (22) der Kulissenanordnung (12)
bei seiner Betätigung den Stellantrieb vom Tor abkoppelt
(40, 42).
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