DE1007608B - Verfahren und Vorrichtung zum Veredeln von Kakao- oder Schokoladenmassen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Veredeln von Kakao- oder SchokoladenmassenInfo
- Publication number
- DE1007608B DE1007608B DES31712A DES0031712A DE1007608B DE 1007608 B DE1007608 B DE 1007608B DE S31712 A DES31712 A DE S31712A DE S0031712 A DES0031712 A DE S0031712A DE 1007608 B DE1007608 B DE 1007608B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- aroma
- cocoa
- mass
- zones
- temperature
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23G—COCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
- A23G1/00—Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
- A23G1/04—Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of cocoa or cocoa products
- A23G1/18—Apparatus for conditioning chocolate masses for moulding
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23G—COCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
- A23G1/00—Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
- A23G1/04—Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of cocoa or cocoa products
- A23G1/12—Chocolate-refining mills, i.e. roll refiners
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Confectionery (AREA)
Description
DEUTSCHES
Den bekannten Verfahren zur Veredlung (zum Conebieren) von Schokoladenmassen haftet wegen der
verhältnismäßig hohen Massesäulen in den Behandlungsbehältern auch bei Vakuumanwendung der
Mangel an, daß sie die Masse von den aromaschädigenden Stoffen selbst bei langer Behandlungsdauer nicht befriedigend befreien. Dies liegt vermutlich
daran, daß die Beheizung der Masse sich nur außen und am Boden des Behälters bemerkbar macht,
so daß die zunächst in Dampfform übergehenden flüchtigen Bestandteile in der Nähe der Masseoberfläche
teilweise wieder kondensieren. Dieser Übelstand hat zur Anwendung hoher Unterdrücke und auch von
vornherein verhältnismäßig hohen Temperaturen geführt, die wiederum die Gefahr mit sich bringen,
neben den an sich früher flüchtigen aromaschädigenden Stoffen auch die Aromaträger mitverdampfen oder
-verdunsten zu lassen, so daß also bei dieser Behandlungsart der Masse auch ein großer Teil des Aromas
entzogen wird.
Gemäß der Erfindung soll ein anderer Weg als bisher zur Befreiung der Masse von den aromaschädigenden
Stoffen und zur vollständigen Erhaltung des Aromas in der Endmasse beschriften werden, und
zwar will man die Verdampfungsbedingungen für die leichter flüchtigen aromaschädigenden Stoffe dadurch
günstiger gestalten, daß man die Masse, die nicht unbedingt fein aufbereitet zu sein braucht, stetig in
dünner Schicht durch einen vorzugsweise unter Vakuum stehenden Ausdampfraum fördert, der in
mehrere Zonen verschiedener Temperatur, niedrig beginnend und über einen Höchstwert wieder abfallend,
unterteilt ist, aus denen die in den einzelnen Temperaturstufen ausdampfenden flüchtigen Stoffe getrennt
abziehen bzw. abgesaugt werden. Ferner muß dabei derjenige Teil der zonenmäßig· abziehenden oder
abgesaugten flüchtigen Bestandteile, dessen Abziehbzw. Absaugetemperatur der Verflüchtigungstemperatur
der Aromastoffe, die in keiner der Temperaturzonen ganz erreicht werden darf, am nächsten kommt,
nach seiner Kondensation einem der bekannten Destillations-, Raffinations- oder anderen Trennverfahren,
z. B. dem Ausfrieren der Kakaoaromen, unterworfen werden, wonach dann diese in einer beliebigen
Phase des Veredlungsprozesses oder in einem späteren Mischprozeß der Schokoladenmasse beigegeben
werden. Auf diese Weise kann man, wie Versuche gezeigt haben, den in der fraglichen Verdampfungszone
mitverflüchtigten Aromabestandteil wiedergewinnen und ihn wieder der Gesamtmasse zuführen,
so daß mit einer fast vollständigen Erhaltung des Ursprungsaromas der Kakaomasse gerechnet
werden kann.
Wenn man bei der Zoneneinregelung von Tempe-
Verfahren und Vorrichtung zum Veredeln von Kakao- oder Schokoladenmassen
Anmelder:
Robert Sollich,
Bad Salzuflen, Gröchteweg 76 a
Robert Sollich, Bad Salzuflen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ratur und Druck — vorzugsweise Unterdruck ■— entsprechend
dem schwankenden Gehalt der einzelnen Kakaosorten an aromaschädigenden und aromatischen
Bestandteilen nach vorhergehenden Versuchen in jeder Behandlungszone die günstigsten Druck- und Temperaturbedingungen
für das Ausdampfen bestimmter Stoffe oder Stoffgruppen dadurch schafft, daß man die
Zonentemperatur jeweils auf einen Wert einige Grade über dem Siedepunkt des betreffenden Stoffes einregelt,
kann man beste Abscheidungsresultate mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielen.
Ganz besonders zuverlässig kann man die Aromabastandteile des Kakaos der Gesamtmasse erhalten,
wenn man schon die Endzerkleinerung der noch nicht ausreichend feinvermahlenen Kakaokerne auf dem
Förderwege im Vakuum durchführt und die dabei frei werdenden und nachher kondensierten Aromaträger
nach ihrer Trennung von dem im oben geschilderten Sinne gewonnenen Gesamtkondensat wieder in den
Weiterverarbeitungsprozeß einbezieht. Auf diese Weise kann ein Teil der bei der üblichen Vermahlung der
Kakaokerne unter Wärmewirkung sonst verlorengehenden Aromabestandteile der Kakaomasse erhalten
werden.
Eine an sich bekannte Beigabe von alkalisiertem Wasser zu dem Kakaogut vor oder während des Mahlganges
bzw. auch erst beim Einführen des Massestromes in die erste Zone des Ausdampfungsraumes
kann auch bei Anwendung der durch die oben dargestellten Verfahren gegebenen Möglichkeiten zur
weitgehenden Erhaltung des Kakaoaromas bei der Veredlung sich weiter in diesem Sinne unterstützend
auf die Aromaerhaltung auswirken.
Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Veredlungsverfahrens und seiner oben geschilderten Abwandlungsmöglichkeiten
eignet sich eine Vereinigung folgender Aggregate zu einem apparativen Ganzen:
Zunächst gehört ein in mehrere Beheizungszonen aufgeteilter Dünnschichtverdampfer zu den wesent-
709.507/54-
lichen Teilen der Apparatur, wobei die einzelnen Verdampferzonen aus einzelnen einfachzylindrischen oder
mehrzylindrischen Rohren bestehen, in denen zur Erzeugung der dünnen Strömungsschicht hochtourige
Förder-, Misch- und Rührwerkzeuge, ζ. B. in Gestalt von Schnecken, ineinandergreifenden Doppelschnecken
oder auch von Flügel- oder Armschlagwerken, umlaufen müssen. Diese umlaufenden Elemente sollen
nicht nur die Mässeschicht unter ständiger Mischung
Ein Ausführungsbeispiel einer Veredelungsanlage ist aus der Zeichnung im schematischen Längsschnitt ersichtlich.
Das durch die Mühle 2 grob oder auch feiner ver-5 tnahlene Ausgangsgut, also gröbere Kakao- bzw. auch
schon feiner gemahlene Kakao- oder Schokoladenmasse, wird in genau festgelegten Mengen stetig durch
die Drehkolbenpumpe 1 in die erste Stufe 3 eines Dünnschichtverdampfers eingespeist. Vor der Einfühauf
den beheizten Flächen des Gehäuses ausbreiten, io rung der Masse in diese Stufe wird ihr ferner ebensondern
auch ihre Axialbewegung vom einen zum falls in dosierten Mengen durch die Drehkolbenpumpe
anderen Ende jeder Zone bewirken. Die den einzelnen \2 alkalisiertes Wasser beigemischt. Die beiden
Masseteilchen mitgeteilten Zentrifugalbeschleuni- Pumpen stellen auf der Beschickungsseite den erforgungen
haben dabei die Aufgabe, die Masseschicht zu derlichen vakuumdichten Verschluß dar. In der ersten
verdichten, wodurch sich die Trennung von flüssigen 15 Verdampferzone 3, die einen Zwillingszylinder-Quer-
und gasförmigen Bestandteilen begünstigen läßt. Zu schnitt im Sinne der gesonderten Querschnittsdarden
für die erfindungsgemäß beabsichtigte Wirkung stellung oberhalb des Längsschnittes besitzt, läuft
notwendigen Elementen der Gesamtvorrichtung in nach Art bekannter Schneckenkneter ein Schneckenihrer
allgemeinsten Ausführung gehören ferner noch paar 3' mit verhältnismäßig hoher Tourenzahl um, das
Kondensatoren, die die entstehenden Dämpfe wieder 20 dafür sorgt, daß die Masse in dünner Schicht unter
zu einer Flüssigkeit verdichten. Diese Kondensatoren ständiger Durchwirbelung in innige Berührung mit
werden demnach in die Abdampfleitungen der ein- den beheizten Flächen des Gehäuses gebracht wird,
zelnen Zonen, die zu einer Vakuumpumpe führen, ein- Schon in dieser ersten Zone entweichen Gärungsgeschaltet.
derivate und leicht flüchtige Säuren in Dampfform in
Da es sich auch bei Anwendung der Vorsichtsmaß- 25 den nachgeschalteten Kondensator 6 unter dem durch
regeln hinsichtlich der Temperaturgrenzwerte in den die Pumpe 5 erzeugten Vakuum. Das Kondensat fließt
Beheizungszonen, wie sie oben angedeutet worden sind, aus diesem Kondensator in einen Sammelbehälter, von
wegen der Temperaturdifferenz zwischen Heizmantel dem aus es unter Umständen auf die Rückgewinnung
und behandelter Masseschicht infolge der ständigen bereits mitverdampfter Aromaträger nachträglich be-Durchwirbelung
der Masse unter Umständen nicht 30 handelt werden kann.
vermeiden läßt, daß in geringem Umfang auch Aroma- Ist in dieser ersten Stufe die Beheizungstemperatur
träger mitverdampfen, würde die Gesamtanlage das noch verhältnismäßig niedrig geblieben, so wird sie in
gesteckte Ziel nicht erreichen, wenn man nicht das ge- der nachgeschalteten zweiten Verdampferstufe 7 so
wonnene Gesamtkondensat auf Abscheidung der etwa hoch gewählt, daß Gerbsäuren und die flüssigen
in ihm noch enthaltenen mitverdampften Aromaträger 35 Trägerstoffe des Alkaloids Theobromin als höherin
einer entsprechenden Trennanlage behandeln würde. siedende Flüssigkeiten in dieser zweiten Zone zu ver-Es
kann sich dabei um eine bekannte Destillations- dampfen vermögen, in der ebenfalls die Förderung der
oder Raffinations- oder auch z. B. um eine Ausfrier- Masse in dünner Schicht als Film erfolgt. Hier ist
anlage handeln. Die wiedergewonnenen Aromaträger jedoch zweckmäßigerweise keine Kernschnecke vorwerden
dann selbsttätig durch eine sich an die Trenn- 40 gesehen, sondern ein aus mehreren wegen der notwenanlage
anschließende Rückleitung in die letzte kühlste digen Förderung spiralig verlaufenden bekannten
Behandlungszone für die Masse kurz vor ihrem Austritt aus der Gesamtapparatur hineingeleitet, wodurch
also auch dieser vorher verdampfte Aromaträgerteil
der Gesamtmasse wieder zugute kommen kann.
also auch dieser vorher verdampfte Aromaträgerteil
der Gesamtmasse wieder zugute kommen kann.
Da für die Wirtschaftlichkeit des Betriebes die
Vakuumanwendung in den Ausdampfzonen nahezu
eine Voraussetzung ist, bedarf es natürlich außerdem
noch ausreichender Abschlußorgane auf der Be-
Vakuumanwendung in den Ausdampfzonen nahezu
eine Voraussetzung ist, bedarf es natürlich außerdem
noch ausreichender Abschlußorgane auf der Be-
schickungs- und der Entnahmeseite des Dünnschicht- 50 ebenfalls mit einem aus Schlagarmen 9' bestehenden
Verdampfers, um überhaupt das Vakuum halten zu Trommelkörper ausgerüstet ist. In dieser Zone erfolgt
können. Zweckmäßigerweise werden im stetigen noch eine gewisse Nachverdampfung auf Grund des
Durchlaufbetrieb die die Durchlaufmenge bestim- Wärmeinhaltes der dünnen Mässeschicht. Die Übermenden
Drehkolbenpumpen vorn und hinten als gegen stromleitung zwischen den beiden Zonen 7 und 9 ist
das Vakuum dichtende Abschlußorgane benutzt. 55 durch ein Rohr 10 mit entsprechendem Regelorgan
Natürlich muß jede Zuleitung eines Gemischanteiles über einen weiteren Kondensator 8 ebenfalls an die
für die Gesamtmasse mit einer solchen Drehkolben- Luftpumpe 5 angeschlossen. Das Kondensat fließt aus
pumpe versehen sein, also auch die Zuleitung für das diesem Kondensator 8 in eine schematisch dargestellte
alkalisierte Wasser. Trennanlage ab, wo der Aromaträger von den aroma-
Damit ist die allgemeinste Form der Apparatur 60 schädlichen Bestandteilen abgeschieden wird. Durch
zur Durchführung des oben geschilderten Veredlungs- eine zu dem Ende der letzten Verdampferzone 9 fühverfahrens
in großen Zügen festgelegt. rende Rückleitung wird der wiedergewonnene Aroma-
Hat man nun auf die Feinstvermählung der Kakao- träger wieder in die gesamte behandelte Masse hineinmasse
vor Beschickung der Gesamtapparatur ver- geleitet, die mit höchstem in ihr erhalten gebliebenem
ziehtet, so wird erfindungsgemäß Wert darauf gelegt, 65 Aromaanteil von der Drehkolbenpumpe 11 aus der Gedie
in der Apparatur vorgesehenen Förder-, Misch- samtapparatur entnommen wird.
und Rührwerkzeuge auch gleichzeitig noch als Mahl- Da die Temperaturen in der zweiten Behandlungselemente auszubilden, die mit dem Gehäuse zusammen zone 7 der Verflüchtigungstemperatur der Aromadie
Weiterzerkleinerung des Behandlungsgutes be- trägerstoffe am nächsten kommen, ohne sie ganz zu erwirken.
70 reichen, ist wegen des intensiven Wärmeüberganges
Schlagarmen T bestehender Trommelkörper, der wegen seiner hohen Umfangsgeschwindigkeit und der dadurch
erzeugten Zentrifugalwirkung die Masse in 45 dünner Schicht über die beheizte·Fläche ausbreitet und
sie gleichzeitig axial über die gesamte Länge der Dünnschichtverdampferstufe 7 fördert.
An diese mittlere Stufe schließt sich eine weitere, aber schon wieder kühlere Behandlungszone 9 an, die
von dem beheizten Mantel des Gehäuses angesichts der Durchwirbelung der dünnen Schicht in die letztere
mit einem höheren Gehalt an Aromaträgerstoffen in den aus der zweiten Stufe ausdampfenden Brüden zu
rechnen.
Die genauen Drücke und Temperaturen in den einzelnen
Verdampferzonen 3, 7 und 9 müssen natürlich auf die jeweilige Kakaosorte und ihren Anteil an
aromaschädlichen Stoffen, wie Aromaträgern und deren Ausdampfwiderständen, auf Grund von vorherigen
Versuchen abgestimmt werden.
Eine Gesamtanlage im Sinne der oben beschriebenen ist in der Lage, der Kakao- bzw. Schokoladenmasse
einen höheren Anteil an den dem Kakao innewohnenden Aromabestandteilen zu erhalten, als es bei
den bisher bekannten Vorrichtungen und den ihnen zugrunde liegenden Verfahren möglich war.
Claims (6)
1. Verfahren zur Veredelung von Kakao- oder Schokoladenmasse, dadurch gekennzeichnet, daß
die grob oder fein aufbereitete Masse stetig in dünner Schicht durch einen vorzugsweise unter
Vakuum stehenden beheizten Ausdampfungsraum gefördert wird, der in mehrere Zonen verschiedener
Temperatur, niedrig beginnend und über einen Höchstwert wieder abfallend, unterteilt ist, aus
denen die in den einzelnen Temperaturstufen ausdampfenden flüchtigen Stoffe getrennt abziehen
bzw. abgesaugt werden, und daß ferner diejenige abziehende bzw. abgesaugte Teilmenge der flüchtigen
Bestandteile, deren Abzieh- bzw. Absaugetemperatur bei dem angewendeten Druck — vorzugsweise
Unterdruck —■ der Verflüchtigungstemperatur der Aromastoffe, die in keiner der
Temperaturzonen ganz erreicht werden darf, am nächsten kommt, nach Kondensation einem der bekannten
Destillations-, Raffinations- oder anderen Trennverfahren für die Abscheidung der Aromaträgerstoffe
von den aromaschädigenden Kondensatbestandteilen unterworfen wird, wonach dann das von den aromaschädigenden Stoffen befreite
Restkondensat der in dünner Schicht abgekühlten Masse zur Aromaauffrischung wieder beigegeben
wird.
2. Veredelungsverfahren für Kakao- oder Schokoladenmassen
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Drücke, vorzugsweise Unterdrücke,
und Temperaturen in den einzelnen — Vorzugsweise drei — Behandlungszonen so aufeinander abgestimmt
und gegeneinander abgestuft werden, daß in jeder Zone unter versuchsmäßig vorher festgestellten
günstigsten Bedingungen ein bestimmter Stoff — oder eine Stoffgruppe — dadurch wirkungsvoll
ausgedampft wird, daß man die Zonentemperatur auf einen Wert einige Grade über dem
Siedepunkt des betreffenden Stoffes einregelt.
3. Veredejungsverfahren für Kakao- oder Schokoladenmassen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zerkleinerung bzw. Vermahlung der Kakaokerne im Verlauf ihrer
Förderung durch einen Vakuumraum erfolgt und die dabei frei werdenden und nachher kondensierten
Aromaträger nach ihrer Trennung von dem Gesamtkondensat in den Weiterverarbeitungsprozeß wieder miteinbezogen werden.
4. Veredelungsverfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kakaogut vor oder während des Mahlganges oder auch
erst dem in die erste Zone des Ausdampfungsraumes einfließenden Massestrom stark alkalisiertes
Wasser zugesetzt wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung der Verfahren wahlweise nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Baumerkmale:
a) eines in mehrere Beheizungszonen aufgeteilten Dünnschichtverdampfers (3, 7, 9), bestehend
aus Rohren einfachzylindrischen oder mehrzylindrischen Querschnitts, in denen hochtourige
Förder-, Misch- und Rührwerkzeuge, z. B. in Gestalt von Schnecken, ineinandergreifenden
Doppelschnecken (3'), Flügel- oder Armschlagwerken (7', 9'), umlaufen, die dem in dünner
Schicht auf den beheizten Flächen auszubreitenden Behandlungsgut neben der notwendigen Axialbewegung
auch Zentrifugalbeschleunigungen zu seiner Verdichtung erteilen, mit
b) in die zu einer Vakuumpumpe (5) führenden Abdampfleitungen der Zonen eingeschalteten Kondensatoren
(6, 8) für die Abdämpfe,
c) einer aus dem Kondensat die in ihm noch enthaltenen
Aromaträger abscheidenden Trennanlage mit Rückleitung dieser wiedergewonnenen Aromaträger
in die letzte, kühlere Behandlungszone (9) und
d) von beschickungs- und entnahmeseitig in dem Massedurchlaufweg vor und hinter dem Dünnschichtverdampfer
(3, 7, 9) vorgesehenen, die Aufrechterhaltung des Vakuums ermöglichenden Abschlußorganen,
vorzugsweise in Gestalt von gleichzeitig die Durchlauf menge bestimmenden Drehkolbenpumpen
(I, 12, 11).
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch die Ausbildung der Elemente der Förder-,
Misch- und Rührwerkzeuge als mit dem Gehäuse in bezug auf die Weiterzerkleinerung des Behandlungsgutes
zusammenwirkende Mahlelemente.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 440 197.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 507/54 +.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES31712A DE1007608B (de) | 1953-01-05 | 1953-01-05 | Verfahren und Vorrichtung zum Veredeln von Kakao- oder Schokoladenmassen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES31712A DE1007608B (de) | 1953-01-05 | 1953-01-05 | Verfahren und Vorrichtung zum Veredeln von Kakao- oder Schokoladenmassen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1007608B true DE1007608B (de) | 1957-05-02 |
Family
ID=7480618
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES31712A Pending DE1007608B (de) | 1953-01-05 | 1953-01-05 | Verfahren und Vorrichtung zum Veredeln von Kakao- oder Schokoladenmassen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1007608B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0018607A1 (de) * | 1979-04-26 | 1980-11-12 | Bühler AG | Verfahren und Vorrichtung zur Vorvermahlung von Kakaokerngut |
| EP0129884A3 (en) * | 1983-06-23 | 1985-05-22 | Meiji Seika Kabushiki Kaisha | Method for manufacturing deaerated chocolate products |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE440197C (de) * | 1923-02-24 | 1927-02-02 | Hermann Haehle Dr | Verfahren zur Behandlung von Kakao und Kakaopraeparaten |
-
1953
- 1953-01-05 DE DES31712A patent/DE1007608B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE440197C (de) * | 1923-02-24 | 1927-02-02 | Hermann Haehle Dr | Verfahren zur Behandlung von Kakao und Kakaopraeparaten |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0018607A1 (de) * | 1979-04-26 | 1980-11-12 | Bühler AG | Verfahren und Vorrichtung zur Vorvermahlung von Kakaokerngut |
| EP0129884A3 (en) * | 1983-06-23 | 1985-05-22 | Meiji Seika Kabushiki Kaisha | Method for manufacturing deaerated chocolate products |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2119678C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von coffeinfreiem Kaffee-Extrakt | |
| DE2106133C3 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Aromabestandteile enthaltendem Kaffeeöl aus Röstkaffee | |
| DE2445354B2 (de) | Verfahren zur extraktion von antioxidantien | |
| DE3513021A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum waermebehandeln von fliessfaehigen materialien | |
| EP0534994B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen herstellen einer hartbonbonmasse | |
| DE2027049A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Raucheraerosols | |
| DE3341603A1 (de) | Verfahren und vorrichtungen zur verringerung des alkoholgehaltes von originalwein | |
| DE102007010080B4 (de) | Verfahren zum Trennen von mehrkomponentigen Flüssigkeiten in einem Kurzwegverdampfer sowie Kurzwegverdampfer | |
| DE1007608B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Veredeln von Kakao- oder Schokoladenmassen | |
| EP0082284B1 (de) | Verfahren zur Gewinnung oder Anreicherung von Aromastoffen | |
| DE3515617C2 (de) | ||
| DE2148626B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Kaffee-Extrakt | |
| DE102011012964B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Rösten von Kaffeebohnen | |
| AT525037B1 (de) | Aromatisiertes Gemisch, sowie ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bereitstellen eines derartigen Gemisches | |
| DE826747C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Trennung von Substanzen mit verschiedenen Verdampfungsgeschwindigkeiten durch Destillation bei niedrigen Restgasdrucken | |
| EP0018607B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Vorvermahlung von Kakaokerngut | |
| EP3284349B1 (de) | Anlage zum konzentrieren von flüssigen produkten | |
| DE2857402A1 (de) | Kontinuierliches desorptionsverfahren fuer ein aroma-geschmackstoff- konzentrat | |
| DE2000315A1 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines pulverfoermigen Extraktes aus vermahlenen,geroesteten Kaffeebohnen | |
| DE102004006859B3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Süsswarenmasse | |
| DE69211528T2 (de) | Verfahren zur Behandlung von Kaffee-Öl, bestimmt um mit einem Kaffeearoma enthaltenden Gefrierkondensat aufgenommen zu werden | |
| DE102004029814B3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verarbeiten einer gekochten Süsswarenmasse | |
| DE832386C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kaffee-Trockenextrakt | |
| DE2220922C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Abtrennung von Fettsäuren durch Destillation | |
| CH343767A (de) | Verfahren zur Herstellung von reinem löslichem Tee-Extrakt in Pulverform |