DE10060C - Pneumatischer Apparat für therapeutische Zwecke - Google Patents

Pneumatischer Apparat für therapeutische Zwecke

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DE10060C
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Germany
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mask
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DENDAT10060D
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Dr. finkler, f. Müller und w. Kochs in Bonn
Publication of DE10060C publication Critical patent/DE10060C/de
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61M—DEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M16/00—Devices for influencing the respiratory system of patients by gas treatment, e.g. ventilators; Tracheal tubes
    • A61M16/0057—Pumps therefor

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Description

.1879.
Klasse 30.
Dr. FINKLER, FRANZ MÜLLER und W. KOCHS in BONN. Pneumatischer Apparat für therapeutische Zwecke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Juli 1879 ab.
Der vorstehende Apparat dient dazu, beim Einathmen comprimirte Luft in die Lunge zu drücken und das Ausathmen durch Aussaugen der Luft aus der Lunge zu unterstützen.
Ein Cylinder α aus starkem Zinkblech dient zur Aufnahme des Sperrwassers; er ist 25 cm breit; seine Bodenplatte wird von den weiten Röhren r1 und r mit 1,5 cm innerem Durchmesser durchsetzt.
In diesen Cylinder wird eine an der Kette L hängende und durch Gewichte G ausbalancirte Doppelglocke gestellt.
Die innere Glocke b ist 35 cm hoch und 16 cm breit.
Die äufsere Glocke c umgiebt die innere b ringförmig; sie ist 70 cm hoch und 4 cm weit.
Die Glocken sind aus weitaus dünnerem Zinkblech als Cylinder a gefertigt.
Auf die innere Glocke b ist die Röhre k mit nach innen schlagendem Ventil d aufgesetzt, während die Röhre r- aus der Glocke nach der Gesichtsmaske ί führt.
Die äufsere Glocke c trägt ein nach aufsen schlagendes Ventil d1; die Röhre rl führt aus Glocke c nach der Gesichtsmaske i.
Auf die Röhren r und rl sind zwei Gummischläuche aufgeschoben, welche vermittelst eines T-förmigen Stückes mit Gesichtsmaske ί in Verbindung stehen. Mittelst einer Doppelklemme wird durch Druck der Hand der eine Schlauch verschlossen, während der andere sich öffnet.
Der Apparat wird durch Einlafs η mit Wasser gefüllt, dann wird der Wassereinlafs fest mit Gummistopfen verschlossen.
Die Kette L ist auf dem Umfang des Rades m1 befestigt. Rad m sitzt auf gleicher Axe wie "Rad m1 fest und trägt auf dem Umfang die Kette Z1 für das Gegengewicht mit Handgriff.
Der Radius des Rades m ist doppelt so grofs als der des Rades m', so dafs das Gegengewicht nur gleich zu sein braucht der Hälfte des Gewichtes der Doppelglocke.
Belastet man das Gegengewicht durch Auflegen weiterer Gewichte, so wird die Doppelglocke gehoben. Dabei schliefst sich das Ventil d\ und öffnet sich das Ventil d. Wird nun zugleich der Gummischläuch auf r, der aus dem inneren Cylinder b zur Maske führt, zugekniffen und damit der Schlauch auf r1 geöffnet, der aus der äufseren Glocke c zur Maske führt, so saugt die Glocke c Luft aus der Maske (bezw. Lunge), und Glocke b füllt sich durch ihr offenes Ventil d mit Luft aus der umgebenden Atmosphäre.
Hebt man jetzt am Handgriff das Gegengewicht in die Höhe, so fällt vermittelst eigener Schwere die Doppelglocke herab. Oeffhet man nun den Schlauch auf r und schliefst den Schlauch auf rl, so wird die Luft aus Glocke b durch den Schlauch in die Gesichtsmaske (bezw. Lunge) geprefst. Die Glocke c dagegen läfst ihre Luft durch das offene Ventil dl in die Atmosphäre entweichen.
Beim Niedersinken der Doppelglocke entleert die innere Glocke b also in die Maske (bezw. Lunge) durch Röhre r die Luft, die sie vorher durch Ventil d aus der Atmosphäre eingesaugt hatte, während die äufsere Glocke c die vorher durch Röhre r aus der Maske (bezw. Lunge) gesaugte Luft durch Ventil dx nach aufsen entleert.
Der Grad der Verdünnung und der Compression läfst sich variiren durch Veränderung des Gegengewichts und Veränderung des Gewichts der Doppelglocke vermittelst Auflagerungen von Bleiplatten. Diese Variationen sind empirisch bestimmt und an den zum Apparat gehörenden Gewicht vermerkt und so bemessen, dafs man eine Saugkraft von — 2 cm Quecksilber und eine Druckkraft von + 2 cm Quecksilber erreichen kann.
Das an jeder Glocke angebrachte offene Quecksilbermanometer zeigt den jeweiligen Druck in der inneren Glocke oder äufseren Glocke an.
Das Gegengewicht ist so bemessen, dafs es die Glocke mit Belastungsgewicht mit gewünschter Saugkraft hinaufzieht, während dadurch, dafs das Gegengewicht bis zum Erschlaffen der Kette angehoben wird, die Glocken mit Belastungsgewichten mit hinreichender Kraft niedersinken. Das Maximum des zu hebenden Gegengewichtes ist ca. 5 kg.
Das Maximum des Weges, den das Gegengewicht macht, ist 70 cm gewählt.
h ist eine \Vasserstandsröhre und f der Auslafshahn. Die Ventile sind runde Gummischeiben von 3 cm Durchmesser.
Soll der Apparat als Spirometer zur Messung der nach dem stärksten Einathmen ausathmenbaren Luftmenge dienen, so werden die Ventile abgenommen und die Oefifhungen durch Gummistopfen verschlossen.
Läfst man dann, während die Maske mit Röhre rl communicirt, ausathmen und schliefst dann den Schlauch, so hat man nur noch das Gegengewicht so anzuheben, dafs das Manometer der Glocke c auf ο steht, und kann dann an der auf die Eisenstange aufgetragenen Scala
direct das Quantum der ausgeathmeten Luft in Cubikcentimetern bis auf 50 ecm genau ablesen.

Claims (1)

  1. Pate nt-An spruch:
    Ein pneumatischer Apparat, der aus zwei ineinandergeschachtelten Cylihdern besteht, mit Ventilen arbeitet, und bei dem die Compression oder Verdünnung der Luft durch die Regulirung eines Gegengewichtes hergestellt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT10060D Pneumatischer Apparat für therapeutische Zwecke Active DE10060C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1256802B (de) * 1957-04-18 1967-12-21 Siemens Ag Vorrichtung zum Durchfuehren des Verfahrens zum Herstellen einer festen Verbindung einer draht- oder bandfoermigen Zuleitungselektrode mit einer flaechenhaften Kontaktelektrode eines Halbleiterbauelements
US6174067B1 (en) 1998-04-21 2001-01-16 Pacfab, Inc. Lighting system, apparatus, and method

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1256802B (de) * 1957-04-18 1967-12-21 Siemens Ag Vorrichtung zum Durchfuehren des Verfahrens zum Herstellen einer festen Verbindung einer draht- oder bandfoermigen Zuleitungselektrode mit einer flaechenhaften Kontaktelektrode eines Halbleiterbauelements
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