DE100352C - - Google Patents

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DE100352C
DE100352C DENDAT100352D DE100352DA DE100352C DE 100352 C DE100352 C DE 100352C DE NDAT100352 D DENDAT100352 D DE NDAT100352D DE 100352D A DE100352D A DE 100352DA DE 100352 C DE100352 C DE 100352C
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DENDAT100352D
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H7/00Spinning or twisting arrangements
    • D01H7/92Spinning or twisting arrangements for imparting transient twist, i.e. false twist
    • D01H7/923Spinning or twisting arrangements for imparting transient twist, i.e. false twist by means of rotating devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Röhrchen, durch welches den Faserbändern des Spinnereigewerbes gleichzeitig mit einem sogen, falschen Draht auch eine weitgehende Verdichtung durch allseitiges Zusammendrücken ertheilt wird. Zu diesem Zwecke ist zwischen dem glatt durchgehenden Kanal des Röhrchens und der damit axialen Austrittsöffnung für das Faserband ein lä'ngsgestreckter Arm angeordnet, um welchen das Faserband in einer Schraubenlinie herumläuft.
Das Faserband wird hierdurch gleichmäfsig verdichtet und auf seiner ganzen Umfläche geglättet, . ohne dafs dabei die Parallelität der Fasern, welche zu einer nochmaligen Bearbeitung des Bandes mittelst Stachelwalzen oder Kämmen erforderlich ist, verloren ginge.
Auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulichen Fig. ι und 2 das Flügel-Röhrchen in Seiten- und Vorderansicht, während Fig. 3 seine Anwendung bei einer Streckmaschine zeigt.
Wie Fig. ι und 2 erkennen lassen, besteht das Flügel-Röhrchen aus dem axial durchbohrten Rohr α, von dessen hinterem Ende zwei flügelartig gegenüberstehende Arme b ausgehen, die sich hinten wiederum zu einem kurzen Rohrstück vereinigen, dessen Kanal c axial zum Rohr α liegt. Das Faserband umläuft nach Austritt aus dem Kanal α des Hauptrohres den einen Arm b in einer Schraubenlinie und wird dann wieder in axialer Richtung durch den Kanal c abgeführt. Der zweite Arm ist, wie ohne Weiteres einleuchtet, wesentlich nur aus dem Grunde angeordnet, um eine bei der raschen Rotation des Röhrchens sich hinsichtlich der Centrifugalkraft das Gleichgewicht haltende Masse zu haben und so die Lager zu schonen und einen dauernd ruhigen Gang zu sichern.
Uebrigens kann das Faserband auch in zwei oder mehr Schraubenwindungen um den Arm herumlaufen, wodurch selbst schon bei verhältnifsmäfsig geringem falschen Draht doch eine weitgehende allseitige Dichtung und Glättung herbeigeführt wird. Zum besseren Verständnifs ist dieser Fall an dem zweiten Arm des Flügel-Röhrchens in punktirter Linie mit veranschaulicht.
In Fig. 3 ist die Anwendung dieses Röhrchens bei der Streckpartie einer gewöhnlichen. Vorspinnmaschine für Wolle dargestellt.
Das Wollband passirt hier zunächst die Einzugwalzen A und B, die Nadelwalze C, dann die Streckcylinder D und gelangt von hier zu dem in einem Lager F drehbar gelagerten Flügel-Röhrchen E. In dieses tritt das Faserband durch den Rohrkanal α ein, umschlingt den einen Arm b des Flügels, wie dies auch aus Fig. 1 deutlich ersichtlich ist, und verläfst das Organ durch die axiale Austrittsöffnung c. Die Drehung desselben erfolgt mittelst Schnur oder Riemen von der Schnuroder Riemscheibe K aus, deren Welle von irgend einem Organ der Maschine mit einer Geschwindigkeit angetrieben wird, die proportional der Nummer des verarbeiteten Bandes ist. Durch das rotirende Flügel - Röhrchen empfängt das Band eine in der Spinnereitechnik als falscher Draht bekannte Drehung, welche sich hinter dem Mitnehmerflügel wieder auflöst, so dafs das Band das Röhrchen ohne eine bleibende Drehung verläfst und demnach
noch weiter mittelst Nadelwalzen bearbeitet werden kann.
Die Riffelwalze H dient zum Aufspulen des aus dem Flügel-Röhrchen E austretenden ungedrehten Bandes. Da hierbei der Flügel das Mittel zur Tordirung des Fadens bildet, so ist einzusehen, dafs immer die gerade auf dem Flügelarm schleifende Schraubenstrecke des Fadens der Theil mit stärkster Tordirung ist, weil letztere ja bekanntlich — bei Erzeugung falschen Drahtes — stets von dem Punkte stärkster Excentricität nach beiden Seiten zu allmälig ausläuft. Aus dem Umstände, dafs immer der stärkst tordirte Theil des Fadens in Schraubenlinie um den Flügelarm b herumgleitet, ergiebt sich unter Berücksichtigung der ständig fortschreitenden Bewegung des Fadens sowie seiner durch den mitrotirenden Flügel ununterbrochen fortgesetzten Tordirung die Wirkung, dafs der Faden diese Schraubenlinie um den Flügel herum unter gleichzeitiger Windung um sich selbst herum zurücklegt und so — je nach dem Grade der Tordirung — die ganze Umfläche des Fadens ein- oder mehrmals mit dem Flügelarm in Berührung kommt, wodurch bei der durch den Flügel erzeugten Spannung der Faden naturgemäfs allseitig verdichtet und geglättet wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Flügel-Röhrchen zur Verdichtung von Faserbändern, bei welchem eine allseitige Glättung des hindurchgeleiteten Fadens dadurch herbeigeführt werden kann, dafs derselbe nach Durchlaufen des axialen Rohrkanals (a) einen Arm (b) des zugehörigen Flügels umschlingt und durch eine axiale Austrittsöffhung (c) abläuft. , ■
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE100352C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE887164C (de) * 1946-04-12 1953-08-20 Saint Gobain Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Vorgarn aus Glas-oder aehnlichen Mineralfasern

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE887164C (de) * 1946-04-12 1953-08-20 Saint Gobain Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Vorgarn aus Glas-oder aehnlichen Mineralfasern

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