DD44179B1 - Farbfernsehsystem - Google Patents
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Description
DDR-Patent kk 179 WP 21 a /107 373
Die Erfindung betrifft ein Farbfernsehsystem mit aus mehreren Schwingungen eines Farbträgers bestehenden, zu Beginn jeder Zeile übertragenen und zur Erzeugung eines Bezugsträgers im Empfänger dienenden Farbsynchronimpulsen sowie einer zeilenfrequenten Umschaltung im Empfänger.
Eine derartige zeilenfrequente Umschaltung im Empfänger ist bei einem Farbfernsehsystan gemäß der DE-PS 928 k7k erforderlich, bei dem der Farbträger mit zwei Farbsignalen nach zwei zueinander senkrecht stehenden Modulationsachsen quadraturmoduliert und eine Modulationsachse im Sender zeilenfrequent um l80° umgeschaltet ist. Für dieses zum PAL-Farbfernsehsystem weiter entwickelte System ist ein Empfänger bekannt (TELEFUNKEN-Zeitung, Heft 1/2, I963, Seite 81-84), bei dem der empfangene Farbträger mit dem empfangenen Farbträger der zeitlich vorangehenden Zeile addiert und subtrahiert und auf diese Weise in zwei farbtragerfrequente Farbsignale konstanter Phase aufgespalten wird, die durch Zusatz eines örtlich erzeugten Bezugsträgers demoduliert werden. Dabei ist es erforderlich, für einen Demodulator einen Bezugsträger zu erzeugen, dessen Phase von Zeile zu Zeile um I80 umgeschaltet ist. In diesem Fall ist die zeilenfrequente Umschaltung notwendig, um die Phase des Bezugsträgers zeilenfrequent umzuschalten.
Die Frequenz dieser zeilenfrequenten Umschaltung kann durch örtlich erzeugte zeilenfrequente Impulse festgelegt werden.
Zusätzlich muß jedoch noch die richtige Schaltphase des Umschalters festgelegt werden·
Zur Synchronisierung der Schaltphase bei einem solchen System ist es bekannt (TELEFUNKEN-Zeitung I963, Heft 1/2, Seite 86,87)» während der Vertikalaustastzeit in den Leerzeilen unmittelbar hinter den hinteren Ausgleichsimpulsen ein Zusatz-Synchronsignal für die Schaltphase zu übertragen und im Empfänger auszuwerten. Diese Lösung erfordert aber die Übertragung zusätzlicher Signale. Außerdem ist eine Synchronisierung oder.Korrektur der Schaltphase jeweils nur während der Vertikalaustastzeit möglich, so daß eine falsche Schaltphase erst jeweils am Ende eines Halbbildes korrigiert werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Farbfernsehsystem der beschriebenen Art zu schaffen, das eine Erzeugung eines' Bezugsträgers im Empfänger und eine störungsfreie Synchronisierung einer zeilenfrequenten Umschaltung im Empfänger ermöglicht, ohne daß für die Synchronisierung der Umschaltung zusätzliche Signale übertragen werden müssen.
Die Erfindung geht aus von einem Farbfernsehsystem mit aus mehreren Schwingungen eines Farbträgers bestehenden, zu Beginn jeder Zeile übertragenen und zur Erzeugung eines Bezugsträgers im Empfänger dienenden Farbsynchronimpulsen sowie einer zeilenfrequenten Umschaltung im Empfänger.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Farbsynchronimpulse aus zwei gleichzeitig vorhandenen, um 90 in der Phase gegeneinander verschobenen Schwingungskomponenten bestehen, von denen die erste Komponente eine konstante Phase und die zweite Komponente zur Steuerung der
ЗО Umschaltung im Empfänger eine von Zeile zu Zeile um I80 umgeschaltete Phase hat.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird
im Empfänger die erste Komponente zur Erzeugung eines Bezugsträgers konstanter Phase und die zweite Komponente zur Erzeugung eines Bezugsträgers mit von Zeile zu Zeile um l80° umgeschalteter Phase ausgenutzt. Bei einer weiteren Ausführungsform ist im Empfänger der Bezugsträger konstanter Phase an den Eingang eines zeilenfrequent umschaltbaren Phasendrehgliedes angelegt, an dessen Synchronisiereingang die zweite Komponente eingelegt ist.
Bei der erfindungsgemäßen Lösung werden also keine zusätzliehen Signale für die Synchronisierung der Schaltphase übertragen. Die Synchronisierung der Schaltphase wird lediglich durch eine zeilenfrequente Umschaltung des bereits im System vorhandenen Farbsynchronimpulses erreicht. Dieser erhält durch die Phasenumschaltung eine erste Komponente konstanter Phase zur Erzeugung des Bezugsträgers und eine zweite Komponente mit zeilenfrequent umgeschalteter Phase zur Steuerung der Umschaltung im Empfänger. Dadurch, daß die Information über die Schaltphase zu Beginn jeder Zeile gesendet wird, ergibt sich eine störunanfällige Synchronisierung der Schaltphase. Eine falsche Schaltphase kann bereits nach wenigen Zeilen korrigiert werden.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 den Aufbau des Farbsynchronimpulses, Fig. 2 eine Schaltung zur Trennung des Farbsynchronimpulses in seine beiden Komponenten und
Fig. 3 ein Blockschaltbild für die Auswertung des Farbsynchronimpulses für die Erzeugung des Bezugsträgers und die Synchronisierung der zeilenfrequenten Umschaltung.
In Fig. 1 besteht der Farbsynchronimpuls 7 aus zwei gleichzeitig vorhandenen, um 90 gegeneinander versetzten
Schwingungskomponenten 1O3;1O4, die sich zu dem resultierenden Farbsynchronirapuls 7 zusammensetzen. Die Schwingungskomponente 103 hat in allen Zeilen die gleiche Phase, während die Schwingungskoraponente 10^ von Zeile zu Zeile um I80 umgeschaltet ist, so daß in jeder zweiten Zeile ein in der Phase umgeschalteter Farbsynchronimpuls 71 entsteht.
In Fig. 2 werden mittels der Verzögerungsleitung 3 in einer Addierstufe k die Farbsynchronimpulse 7 und 7' zweier zeitlich aufeinanderfolgender Zeilen nach Fig. 1 addiert. An der Ausgangsklemme 107 entsteht dadurch in jeder Zeile eine Schwingung ІОЗ mit konstanter Phase. In einer Subtrahierstufe l6 werden die Farbsynchronimpulse 7;7' zweier zeitlich aufeinanderfolgender Zeilen subtrahiert. Dadurch entstehen an einer Klemme 109 Schwingungen 10*1 mit von Zeile zu Zeile um 180 unterschiedlicher Phase.
In Fig. 3 stehen an der Klemme 1 der empfangene modulierte Farbträger nach dem PAL-System und der Farbsynchronimpuls gemäß Fig. 1. Die Stufen 3,4,l6 wirken wie in Fig. 2. Die konstante Modulationsachse der Quadraturmodulation ist mit Q1 und die zeilenfrequent umgeschaltete mit I1 bezeichnet. Das farbträgerfrequente Signal I1 mit von Zeile zu Zeile unterschiedlicher Polarität am Ausgang der Subtrahierstufe l6 wird in einer Austaststufe 115 von den Farbsynchronimpulsen befreit, Das Ausgangssignal der Austaststufe 115 wird dem Demodulator 2k zugeführt, der andererseits von einem Bezugsträgeroszillator 117 einen Bezugsträger mit von Zeile zu Zeile unterschiedlicher Phase +I1 und· -I1 erhält. Das farbträgerfrequente Signal Q1 mit konstanter Phase wird in der Austaststufe 6 von den Farbsynchronimpulsen befreit,
ЗО über eine Leitung 19 dem Demodulator 20 zugeführt und darin durch Zusatz eines Bezugsträgers vom Oszillator 9 demoduliert. An den Ausgängen 22,26 stehen die demodulierten Farbsignale Q1 und I1.
Die Synchronisierung der Bezugsträgeroszillatoren 9»117
mit Hilfe des Farbsynchronimpulses gemäß Fig. 1 geschieht auf folgende Weise:
Am Ausgang der Addierstufe 4 stehen gemäß Fig. 2 die Komponenten 103 mit ständig konstanter Phase zur Verfügung. Diese werden mit der Austaststufe 5 herausgetrennt und über eine Leitung 120 dem Bezugsträgeroszillator 9 zugeführt. Sie sorgen dafür, daß der Bezugsträgeroszillator 9 zu Beginn einer Zeile immer mit der richtigen Phase Q' anschwingt. Die Ausgangsspannungen Q1 und I1 der beiden Austaststufen 6;115» welche nur zwei definierte Phasenlagen (0 und Ti* ) haben, werden einer Addierstufe 121 zugeführt. Am Ausgang der Stufe 121 steht ein Signal, welches eine konstante Phase aufweist. Dieses Signal wird dem Bezugsträgeroszillator 9 zugeführt und dient dazu, die während der Farbsynchronimpulse grob eingestellte Phase während des Zeilenhinlaufes fein zu synchronisieren.
Die am Ausgang der Subtrahierstufe l6 gemäß Fig. 2 stehenden Komponenten 104 mit von Zeile zu Zeile um l80 unterschiedlicher Phase werden mit einer Austastetufe 122, welche nur während der Dauer der Farbsynchronimpulse geöffnet ist, herausgetrennt und dem Bezugsträgeroszillator.117 zugeführt. Sie sorgen dafür, daß der Bezugsträgeroszillator 117 in erwünschter Weise mit von Zeile zu Zeile um l80 unterschiedlicher Phase anschwingt. Die Feinsynchronisierung des Bezugsträgeroszillators 117 erfolgt ebenfalls während des Zeilenhinlauf es von der Stufe 121. Am Ausgang des Bezugsträgeroszillators 117 steht somit ein von Zeile zu Zeile um l80 in der Phase umgeschalteter Bezugsträger zur Verfügung. Gleichzeitig wird sichergestellt, daß die Schaltphase richtig ist, das heißt, daß in einer bestimmten Zeile der vom Oszillator 117 erzeugte Bezugsträger die richtige der beiden möglichen Phasenlagen (0 und'if ) hat.
Ein Farbsynchronimpuls gemäß Fig. 1 kann ohne Verwendung einer Verzögerungsleitung auch für die Synchronisierung
eines Quarzoszillators verwendet werden, wenn dieser eine genügend hohe Güte hat. Es entsteht dann ein Bezugsträger, dessen Phase etwa in der Mitte zwischen den Phasen der beiden Schwingungskomponenten des Farbsynchronimpulses liegt. Es ist auch möglich, mit der Schwingungskomponente 103 einen Quarzoszillator zu steuern und von diesem über ein Phasendrehglied, welches von der Schwingungskomponente 104 zeilenfrequent umgeschaltet wird, einen zweiten Oszillator zu synchronisieren, der einen Bezugsträger mit von Zeile zu Zeile unterschiedlicher Phase erzeugt. Die Herstellung der Färbsynchronimpulse gemäß Fig. 1 im Sender ist besonders einfach, weil bereits Modulatoren für die Achsen I1 und Q1 vorhanden sind.
Claims (2)
- DDR-Patent kk 179Patentansprüche1. Farbfernsehsystem mit aus mehreren Schwingungen eines Farbträgers bestehenden, zu Beginn jeder Zeile übertragenen und zur Erzeugung eines Bezugsträgers im Empfänger dienenden Farbsynchronimpulsen sowie einer zeilenfrequenten Umschaltung im Empfänger, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbsynchronimpulse (7) aus zwei gleichzeitig vorhandenen, um 90 in der Phase gegeneinander verschobenen Schwingungskomponenten (103»10^) bestehen, von denen die erste Komponente (103) eine konstante Phase und die zweite Komponente (ΙΟΌ zur Steuerung der Umschaltung im Empfänger eine von Zeile zu Zeile um 18O umgeschaltete Phase hat.
- 2. Farbfernsehsystem nach rueifcr- it dadurch gekennzeichnet, daß im Empfänger die erste Komponente (ІОЗ) zur Erzeugung eines Bezugsträgers konstanter Phase und die zweite Komponente (104) zur Erzeugung eines Bezugsträgers mit von Zeile zu Zeile um 180 umgeschalteter Phase ausgenutzt ist.З. Farbfernsehsystem nach ~?unk+ A/ , dadurch gekennzeichnet, daß im Empfänger der Bezugsträger konstanter Phase an den Eingang eines zeilenfrequent umschaltbaren Phasendrehgliedes angelegt ist, an dessen Synchronisiereingang die zweite Komponente angelegt ist.Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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