DD260581B5 - Fokussiereinrichtung - Google Patents
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Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Fokussiereinrichtung vorzugsweise für ein Mikroskop. Sie findet Anwendung in Verstellmechanismen, bei denen die Gefahr besteht, daßdaszufokussierende Element bzw. derVerstellmechanismusdurch Kollision mit gestellfesten Teilen der Einrichtung beschädigt werden kann.
Bekannt ist eine Lösung zum Bewegen einer Objektivhalterung in Richtung auf das Objekt und von diesem hinweg, bei der eine Scharfeinstelleinrichtung die Objektivhalterung am Scharfeinstellmechanismus derart gleitend verschiebbar haltert, daß die Objektivhalterung eine unabhängige Bewegung ausführen kann (DE-OS 2919779). Bei einer weiteren Lösung, die zur Schnellabsenkung eines Objekttisches dient, werden zwei unabhängige Bewegungen des Tisches dadurch realisiert, daß ein Zahnstange zusätzlich an einer Führung mit Hilfe eines Exenters gleitend verschieblich gelagert ist (DE-PS 3242523).
Bekannt ist auch eine Lösung, bei der ein Objektivrevolver zwecks unbehindertem Objektivwechsel verschiebbar in Richtung auf einen fokussierbaren Objekttisch gehaltert ist und der Objektivrevolver mittels Federkraft nach oben gegen einen Anschlag gedrückt wird.
Das Ziel der genannten Lösungen ist es zu verhindern, daß im Falle des Anstoßens von einem Objektiv mit einem Objekt, während der Fokussierbewegung, keines von Beiden beschädigt wird.
Allen drei genannten Lösungen haftet jedoch der Nachteil an, daß zur Realisierung der zwei unabhängigen Bewegungen auch zwei unabhängig voneinander wirkende Führungen erforderlich sind. Dieses bedingt einen erheblichen konstruktiven Mehraufwand.
Bei Anwendung der genannten Lösungen an inversen Mikroskopen tritt noch der Nachteil ein, daß ab einer bestimmten Fokussiereinstellung des Objektives, dieses Objektiv beim Versuch des Wechselns beschädigt wird. Die Ursache dafür ist, daß derfreie Abstand zwischen Objekttisch und Objektiv zu gering ist bzw. das Objektiv durch die Öffnung eines Objekttisches hinein oder hindurch ragt. Diese Stellung des Objektives ist beim umgekehrten Mikroskop nicht erkennbar.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Fokussiereinrichtung, vorzugsweise für Mikroskope, mit der die genannten Mängel beseitigt werden und eine kostengünstige Fertigung gewährleistet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Fokussiereinrichtung zu schaffen, die zwei voneinander unabhängige Bewegungen eines Objektiv- der Objekttischhalters in Richtung auf das Objekt bzw. das Objektiv und von diesem hinweg gestattet, ohne das eine zweite Führung verwendet wird und die einen Wechsel der Objektive nur in einer Schaltstellung erlaubt.
Die Aufgabe löst eine Fokussiereinrichtung, vorzugsweise für Mikroskope, bei der ein Stellgetriebe, eine Kugelführung, ein Vorgelege, eine Ausgleichseinrichtung und ein Halter, vorzugsweise für die Aufnahme eines Objektivrevolvers, vorgesehen
sind, erfindungsgemäß dadurch, daß ein Anschlag fest mit einem abtreibenden Zahnrad des Vorgeleges, welches drehbar auf einer Achse sitzt, verbunden ist und im Bereich des Anschlages ein Anschlagstift fest an der Achse angeordnet ist. Nachfolgend wird die Wirkungsweise beschrieben.
Durch ein Stellgetriebe wird über ein Vorgelege und einer an einem Schlitten befestigten Zahnstange der an dem Schlitten befestigte Objektivrevolver in Richtung eines Objekttisches uand von diesem hinweg bewegt. Durch eine Ausgleichseinrichtung, die über die Zahnstange auf das abtreibende Zahnrad des Vorgeleges wirkt, wird der Anschlag gegen den Anschlagstift gedrückt. Damit befindet sich der Objektivrevolver immer in der durch das Stellgetriebe eingestellten Position, gegeben durch die Stellung des Anschlagstiftes.
Durch die erfindungsgemäßen Elemente Anschlag, Anschlagstift, abtreibendes Zahnrad und ihrer Anordnung ist es möglich den Schlitten und damit den Objektivrevolver vom Objekttisch, zum Zweck des Objektivwechsel, schnell hinweg zu bewegen und anschließend wieder in die vorgegebene Fokussierstellung zu bringen. Bei einem Auftreffen eines Objektives auf das Objekt wird trotz fortgesetztem Betätigen des Stellgetriebes der Schlitten und damit das Objektiv nicht weiter bewegt, es verharrt in der Kollisionsstellung ohne das es zu Defekten am Objektiv, Objekt oder auch dem Verstellmechanismus kommt. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung bestehen darin, daß eine vorzugsweise am Stativ befestigte Bremse mit ihren Bremsbacken auf eine am Schlitten angeordnete Schiene so wirkt, daß der Anschlag weich an den Anschlagstift anschlägt. Und darin, daß am Stativ, vorzugsweise an der unteren Fläche eines gestellfesten Objekttisches, eine Sperre mit einer Nut, in er ab einer bestimmten Fokussierstellung ein an der äußeren Umfangsfläche des Objektivrevolvers befindlicher Stift geführt wird, angeordnet ist. Jeder im Objektivrevolver vorhandenen Objektivaufnahme ist ein Stift zugeordnet. Diese Ausgestaltungsform der Erfindung gestattet es, daß ein Objektivwechsel nur in einer solchen Position durchgeführt wird, in der keine Beschädigung des Objektives oder des Objektivrevolvers erfolgt.
Erfindungsgemäß kann dieser Sperrmechanismus auch so ausgebildet sein, daß die äußere Umfangsfläche des Objektivrevolvers eine den Objektivaufnahmen entsprechende Anzahl von Nuten aufweist und gestellfest ein Anschlag, zum Beispiel ein Stift, vorgesehen ist.
Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen nachfolgend näher erläutert
Es zeigen
Fig. 1: eine schematische Darstellung einer Seitenansicht (Teilschnitt) der Fokussiereinrichtung, und Fig. 2: eine schematische Darstellung der Fokussiereinrichtung mit einer Bremseinrichtung im Schnitt, wie in Fig. 1 angezeigt.
In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Fokussiereinrichtung dargestellt, die in einem inversen Mikroskop eingebaut ist. An einem Stativ 1, eines nicht weiter dargestellten inversen Mikroskopes, ist eine Kugelführung 2 befestigt. Die Kugelführung 2 besteht aus einer Führung 2c, einem in dieser geführten Schlitten 2a und einer am Schlitten 2 a befestigten Zahnstange 2 b. Am Schlitten 2a ist ein Objektivhalter 3 angebracht, der einen Objektivrevolver 4 mit Objektiven 5 aufnimmt. Am Objektivrevolver 4 sind an der äußeren Umfangsfläche Stifte 4a vorgesehen. Die Anzahl der Stifte ist gleich der Anzahl der Objektivaufnahmen. Eine Sperre 10 miteinerNutiOa ist dem Objektivrevolver 4 zugewandt an dem Stativ !,vorzugsweise an der unteren Fläche eines gestellfesten Objekttisches 6 so angebracht, daß sich der jeweilige Stift 4a in der Fokussierstellung Il bis IV in der Nut 10a bewegt und somit eine Drehung des Objektivrevolvers verhindert. Die Realisierung der Fokussierbewegung erfolgt durch ein an sich bekanntes, nicht weiter dargestelltes Stellgetriebe 7 über ein Vorgelege 8 und der Zahnstange 2b auf den Schlitten 2 a. Die Fig.2 zeigt, daß das Stellgetriebe 7 ein fest auf einer Achse 8a, die in einem mit dem Stativ 1 verbundenen Lagerbock 8f gelagert ist, angeordnetes Zahnrad 8 b antreibt. Auf der Achse 8 a ist ein abtreibendes Zahnrad 8e mit einem Anschlag 8d drehbar gelagert, wobei der Anschlag 8 d immer durch eine Ausgleichseinrichtung 9, siehe Fig. 1, an einem fest mit der Achse 8 a verbundenen Anschlagstift 8c anliegt. Damit der Anschlag 8d, nach schnellem Bewegen des Schlittens nach unten zum Zweck des Objektivwechsels, beim Wiedereinfahren in die fokussierte Stellung weich an den Anschlagstift 8c anfährt, wirkt eine am Stativ 1 angeordnete Bremse 11 mit ihren Bremsbacken 11 a und 11 b auf eine am Schlitten 2 a befestigten Schiene 12. Die Anwendung der erfindungsgemäßen Fokussiereinrichtung beschränkt sich nicht auf das in den Zeichnungen dargestellte Beispiel für ein inverses Mikroskop. Es ist überall dort einsetzbar, wo neben einer Fokussierbewegung, meistens mittels einem Feintrieb, die Möglichkeit für eine schnelle Bewegung über eine größere Distanz, im Vergleich zum Feintriebbewegungsbereich gesehen, gegeben sein soll. Die Ausgleichseinrichtung ist je nach den konstruktiven Gegebenheiten zu wählen und kann zum Beispiel eine Druck- oder eine Zugfeder oder ein Ausgleichsgewicht sein.
Claims (4)
1. Fokussiereinrichtung, vorzugsweise für Mikroskope, bei der ein Stellgetriebe, eine Kugelführung, ein Vorgelege, eine Ausgleichseinrichtung und ein Halter, vorzugsweise für die Aufnahme eines Objektivrevolvers, vorgesehen sind, gekennzeichnet dadurch, daß ein Anschlag (8d) fest mit einem abtreibenden Zahnrad (8e)des Vorgeleges (8), welches drehbar auf einer Achse sitzt, verbunden ist und im Bereich des Anschlages (8d) ein Anschlagstift (8c) fest an der Achse (8a) angeordnet ist.
2. Fokussiereinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß eine vorzugsweise am Stativ (1) befestigte Bremse (11) mit ihren Bremsbacken (11 a, 11 b) auf eine am Schlitten (2 a) angeordneten Schiene (12) so wirkt, daß der Anschlag (8d) weich an den Anschlagstift (8c) anschlägt.
3. Fokussiereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß am Stativ (1), vorzugsweise an der unteren Fläche eines gestellfesten Objekttisches (6), eine Sperre (10) mit einer Nut (10a), in der ab einer bestimmten Fokussiersteliung ein an der äußeren Umfangsfläche des Objektivrevolvers (4) befindlicher Stift (4a) geführt wird, angeordnet ist.
4. Fokussiereinrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, daß jeder im Objektrevolver vorhandenen Objektivaufnahme ein Stift (4a) zugeordnet ist.
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Legal Events
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