DD217543A1 - Vereinfachtes herstellungsverfahren grober, profilierter synthesefaeden auf basis polyamid - Google Patents

Vereinfachtes herstellungsverfahren grober, profilierter synthesefaeden auf basis polyamid Download PDF

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DD217543A1
DD217543A1 DD25509883A DD25509883A DD217543A1 DD 217543 A1 DD217543 A1 DD 217543A1 DD 25509883 A DD25509883 A DD 25509883A DD 25509883 A DD25509883 A DD 25509883A DD 217543 A1 DD217543 A1 DD 217543A1
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DD25509883A
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Wolfgang Kreis
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Chemiefaserwerk F Engels Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein vereinfachtes Herstellungsverfahren grober, profilierter Synthesefaeden auf Basis Polyamid unter Anwendung des Schmelzspinnverfahrens. Ziel und Aufgabe bestehen darin, ohne Einsatz komplizierter Anblassysteme, unter Verwendung der Laktamrauchabsaugung sowohl einen guten Abkuehlprozess als auch eine gute Profilauspraegung zu erhalten. Erfindungsgemaess wird dies erreicht, wenn die abgesaugten Luftmengen den definierten mathematischen Beziehungen Amin N lg M m/n (m3/h Spinnstelle)Amax 3,5 N lg M m/n (m3/h Spinnstelle)unterliegen.

Description

- 1 Titel der Erfindung . · ; < '
Vereinfachtes Herstellungsverfahren grober, profilierter Synthesefäden auf Basis Polyamid.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur vereinfachten Herstellung grober, profilierter Synthesefäden auf Basis Polyamid unter-Anwendung des Schmelzspinnverfahrens.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen ,
Bekanntemeise werden bei der Erspinnung von Synthese fäden . nach dem Schmelzspinnverfahren nach Austritt der Polymerschmelze aus den Düsenkapillaren, diese zur schnellen Verfestigung und bei der .Erspinnung von Profilfäden zur Ausprägung, einer ausreichenden Profilform einer raschen Abkühlung unterworfen. Die Abkühlung erfolgt derart," daß' überwiegend quer zum Fadenlauf über entsprechend gestaltete Anblassysteme gas- bzvr« dampfförmige Medien, vorwiegend Luft, durch die Fadenbündel geblasen werden.· Weiterhin erfolgt bei der Erspinnung von Polyamidfäden unmittelbar unterhalb der Spinndüse ein Absaugen der sich bildenden Laktamdämpfe, um somit ein Verkrusten der Spinndüsenoberfläche durch vercrackende Laktamablagerungen zu vermeiden und damit einen stabilen Spinnprozeß zu'^ermöglichen* Für den schnellen Abkühlprozeß der Faden und beim Profil- : spinnen, insbesondere zur Ausprägung des gewünschten Profils der Fäden, sind verschiedene Verfahren und Vorrichtungen, bekannt, die jeweils über verschiedenartig gestaltete AnblasluftZuführungen den Spinnsystemen angepaßt sind und eine 1^eitestgehende laminare Luftströmung quer zum Fadenbündel garantieren.
Sämtliche in der Literatur beschriebenen Verfahren und Vorrichtungen, wie z. 3. in den Patentschriften DE-AS 1303038, CH - PS 467348, DE - OS 1785490, DE - OS 2923700,
DE - 05 2906618, GB - PS 1144238, DD-WP 110312 ermöglichen zwar eine rasche Abkühlung und Ausprägung.der entsprechend der Düsenbohrungen vorgegebenen Profilform der Fäden, sie sind -jedoch, sehr kostenaufwendig und bedürfen einer ständigen Wartung. . .
Andere Verfahren, die ebenfalls eine Queranblasung erfordern, jedoch zum Erhalt der jeweils gewünschten Profilform ohne estreine. Abkühlung auskommen, arbeiten nach dem Prinzip der Zugabe bestimmter .oberflächenaktiver Agensien. In der DD - PS 154784 wird z. B. vorgeschlagen, vor der Brspinnung der Polymerschmelze tensidhaltige Agenzien zuzugeben, die dann eine gute Profilform der Fäden ermöglichen sollen. . Derartige- Verfahren weisen die gleichen obengenannten !lachte ile bezüglich zusätzlicher Aufwendungen für die entsprechenden Agenzien auf· . . . ,
Ziel der: Erfindung; '
Ziel der Erfindung ist es, ohne Einsatz komplizierter Anblassysteme bei der Erspinnung grober, profilierter Synthesefäden auf Basis Polyamid auszukommen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgäbe zugrunde, den Abkühlprozeß' und damit die Ausprägung der entsprechenden Profilformen durch die bei der Schmelzerspinnung von Polyamidfäden . erforderliche laktamräuchabsaugung zu erreichen. 'Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß entsprechend den Durchsätzen pro Spinnposition, der Kapillaranzahl der'einzelnen Düsenplatten sov»ie dem Durchsatz je Kapillarbohrung genau definierte Luftmengen abgesaugt werden. '
Überraschend wurde gefunden", daß es bei der Erspinnung grober, profilierter Synthesefäden auf Basis Polyamid bei Einsatz von Spinndüsenplatten mit einer maximalen
Kapillaranzahl von 100 und unter Verwendung einer Laktamrauchabsaugung ohne Einsatz komplizierter Anblassysteme zur guten Ausprägung der entsprechenden Profilform der Spinnfäden kommt, vjenn die mittels Laktamrauchabsaugung abgesaugten Luftmengen den folgenden mathematischen Beziehungen unterliegen:
A = IT- . Ig M - m/n (m3/h . Spinnstelle)
3,5 ♦ H" ♦ Ig M + m/n (m /h ♦ Spinnstelle)
A . .. a minimal abgesaugte Luftmenge pro Spinnposition = maximal.abgesaugte Luftmenge pro Spinnposition
H = Kapillaranzahl/Spinnposition '
M = Durchsatz/Spinnposition (g/min) m/n = Durchsatz/Kapillarbohrung (g/min)
-Bei < \,±n -fconmt es zur ungenügenden Ausprägung der Profilform, während > A einen instabilen Spinn-..prozeß ergibt., es treten verstärkt Padenbrüche auf«
Ausführungsbeispiel
Zum Erhalt einer i,7 tes-Polyamidfaser trilobalen Querschnittes wurde eine Polyamidschmelze der Viskosität 2,40 bei einer Temperatur von 265 0C direkt versponnen, Es kamen Spinndüsen mit 28 Kapillarbohrungen entsprechender. Profilform zum Einsatz«· Der Durchsatz pro Spinnposition lag bei 97 g/min. Über die Laktamrauchabsaugung wurden 120 nrVh'Luft abgesaugt. Die Päden wurden keiner zusätzlichen Queranblasung unterzogen. Der erzielte Spinnablauf war sehr stabil. Es kam zu keinerlei Fadenunterbrechungen, die Profile ^aren bei allen Fäden gleichmäßig gut ausgeprägt und das Spinnmaterial ließ sich problemlos weiterverarbeiten. " _ ._

Claims (1)

  1. Brfindungsanspruch
    Vereinfachtes Herstellungaverfahren grober, profilierter Synthesefäden auf Basis Polyamid bei Einsatz von Spinndüsenplatten mit einer Kapillaranzahl von maximal 100 und unter Verwendung einer Laktamrauchabsaugung, dadurch gekennzeichnet, daß die abgesaugten Luftmengen den mathematischen Beziehungen · '
    Amin ~ Έ ' lg M " 1^11 ^m3/h · Spinnstelle)
    A„_. a 3,5 . $ · lg M + m/n (m^/h . Spinnstelle) unterliegen, wobei '
    A_. . _ minimal abgesaugte Luftmenge pro Spinnposition A„__ β maximal abgesaugte Luftmenge pro Sninnposition
    U a Kapillaranzahl/Spinnposition M a Durchsatζ/Spinnposition (g/min) m/n = Durchsatz/Kapillarbohrung (g/min)
    bedeuten.
DD25509883A 1983-09-26 1983-09-26 Vereinfachtes herstellungsverfahren grober, profilierter synthesefaeden auf basis polyamid DD217543A1 (de)

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