DD205656B1 - Sicherheitsstuetze mit automatischer abstuetzeinrichtung, fuer kleine fahrerhauskippwinkel - Google Patents
Sicherheitsstuetze mit automatischer abstuetzeinrichtung, fuer kleine fahrerhauskippwinkel Download PDFInfo
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Description
Die Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Kraftfahrzeugtechnik Objekte der Anwendung sind kippbare Fahrerhauser an Nutzkraftwagen
Es sind Sicherheitsstutzen bekannt, wie in DD-Patent 143235 beschrieben, die nach dem Prinzip der Schere (Knickstutze) mit einem auf dem Rasterbolzen angeordneten, gegen eine Zugfeder drehbaren Abstutzelement mit Abstutzspitze oder Abstutzbolzen und einem Profilstuck auf dem rahmenseitigen Schenkel arbeiten Sie sichern entweder das Fahrerhaus im maximalen Kippwinkel ab oder ermöglichen durch spezielle Langlochfuhrungen oder Umstecken von Lagerbolzen eine Wartungs- und Reparaturstellung bei großem Kippwinkel (großer als 50°) und eine Stellung zum Ausbau des Motors bei noch größerem Kippwinkel, meist mit der Demontage weiterer Anbauteile wie Stoßstange, Vorderwandklappe u a verbunden Siebesitzen den Nachteil, daß kleine Kippwinkel die zur Unterwegsreparatur von bestimmten Aggregaten oft ausreichend sind, nicht abgestutzt werden können, so daß der Fahrer zu einer seiner gesetzlich vorgeschrieben Sicherheit gezwungen ist, das Fahrerhaus bis auf den maximalen Kippwinkel anzukippen und vorher von losen Gegenstanden und Gepackstucken zu räumen
Ziel der Erfindung ist es, kippbare Fahrerhauser nicht nur im maximalen Kippwinkel, sondern auch in mehreren kleinen Kippwinkeln sicher abstutzen zu können, damit ein Arbeiten am Fahrzeug bei gekipptem Fahrerhaus möglich ist, ohne lose Gegenstande und Gepackstucke aus dem Fahrerhaus räumen zu müssen
Das Wesen der Erfindung Die technische Aufgabe
Die technische Aufgabe der Erfindung besteht dann, eine Sicherheitsstutze zu schaffen, die auch die sichere Abstutzung eines kippbaren Fahrerhauses in kleinen Kippwinkeln ermöglicht Dabei sollen die ECE-Forderungen nach automatischem Einrasten beim Kippen des Fahrerhauses, manuellem Entrasten vor dem Zuruckkippen des Fahrerhauses und automatiscnes Zurückkehren in die Ausgangsstellung voll erfüllt werden Die Stutze soll sowohl fur hydraulische als auch fur mechanische Kippkraftunterstutzung geeignet sind
Die Merkmale der Erfindung bestehen darin, daß bei eine Sicherheitsstutze nach dem bekannten Prinzip der Schere (Knickstutze) am rahmenseitigen Schenkel der Stutze ein Anschlag unten angeordnet ist, an dem eine am bekannten Abstutzelement befindliche Nase anliegt und am fahrerhausseitigen Schenkel ein Anschlag oben angeordnet ist, an dem eine eine am bekannten Abstutzelement befindliche Stufe anliegt
Die Hinterkante eines Abstutzsteges am bekannten Abstutzelement liegt an der Unterkante des fahrerhausseitigen Schenkels
Die beiden Federbolzen zur Anlenkung der bekannten Zugfeder sind in einem beidseitig vorbestimmten seitlichen Abstand voneinander entfernt angeordnet
Beim Kippen des Fahrerhauses schwenken die Schenkel der Stutze auseinander, der Abstutzsteg oder Abstutzbolzen gleitet auf das Profilstuck und rastet dort em
Die Stutze ist in Druckrichtung gesperrt und bei weiteren Kippen gleitet das Abstutzelement an den einzelnen Zahnen des Profils entlang
Soll das Fahrerhaus aus dem kleinen Winkel zuruckgekippt werden, wird über das Griffstuck manuell das Abstutzelement durch einfaches Umlegen aus seiner Lage geschwenkt bis die hintere Kante des Abstutzsteges oder Abstutzbolzens an der Unterkante desfahrerhausseitigen Schenkels anliegt Dabei wird durch die An lenkung der Zugfeder eine Totpunktlage durchlaufen und das Abstutzelement gegen den Schenkel gezogen
Analog erfolgt auch das Zuruckkippen aus dem maximalen Schwenkbereich des Fahrerhauses
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausfuhrungsbeispiel naher erläutert werden Die zugehörigen Zeichnungen zeigen in
Fig 1 eine Sicherheitsstutze fur kippbare Fahrerhauser, auch fur kleine Kippwinkel Fig 2 Einzelheit am rahmenseitigen Schenkel mit Profil
Eine Sicherheitsstutze zum Abstutzen kippbarer Fahrerhauser nach dem Prinzip der Knickstutze besteht aus einem rahmenseitigen Schenkel 1 und einem fahrerhausseitigen Schenkel 2
Auf dem rahmenseitigen Schenkel 1, der im rahmenseitigen Lagerauge 4 angelenkt ist, befindet sich zusatzlich ein eingearbeitetes Profilstuck 10 und ein Anschlag unten 18 Auf dem Lagerauge 4 ist über den Hakenbolzen 7 der zur Absicherung des maximalen Kippwinkels notwendige Hakenmechanismus 6 drehbeweglich angeordnet Über den Verbindungsbolzen 8 ist der rahmenseitige Schenkel 1 mit dem im fahrhausseitigen Lagerauge 3 angelenkten fahrerhausseitigen Schenkel 2 drehbeweglich verbunden Auf ihm befindet sich der Rasterbolzen 5, in dem der Hakenmechanismus 6 bei Erreichen des maximalen Kippwinkels einrastet Zusätzlich ist auf diesem Rasterbolzen 5 seitlichumfassend ein am vorderen Ende U-formiges Abstutzelement 9 drehbeweglich gegen eine Zugfeder 14, vorzugsweise auf beiden Seiten angeordnet, wahrend sich auf dem fahrerhausseitigen Schenkel 2 zusätzlich ein Anschlag oben 15 befindet Die Zugfedern 14 sind jeweils schwenkbar über einen Federbolzen oben 13 auf dem Abstutzelement 9 und dem Federbolzen unten 19 auf dem Verbindungsbolzen 8 angelenkt Das Abstutzelement 9 weist weiterhin einen Abstutzsteg 11 und dem gegenüber auf der anderen Seite eine Stufe 16 und eine Nase 17
Beim Kippen des Fahrerhauses werden die Schenkel 1 und 2 über die Lageraugen 3 und 4 und den Verbindungsbolzen 8 nach dem Prinzip der Schere auseinandergeschwenkt Dabei gleitet die Vorderkante des Abstutzsteges 11 des durch die Zugfedern 14 beaufschlagbaren Abstutzelementes 9 auf der Oberkante des rahmenseitigen Schenkels 1 entlang, bis das Profilstuck 10 erreicht
In dem in Fig 1 gezeigten Beispiel ist es als Sagezahnprofil ausgebildet, was eine nahezu stufenlose Abstutzung in einem Winkeibereich vorzugsweise um 20° zulaßt
Da bei diesen kleinen Fahrerhauskippwinkeln stets Druckbelastung auftritt, ist das Fahrerhaus jeweils vor Zurückfallen automatisch gesichert, da das Abstutzelement 9 jeweils in einen Zahn des Profilstuckes 10 einrastet und die Stutze in Druckrichtung gesperrt ist, wahrend beim weiteren Kippen des Fahrerhauses das Abstutzelement 9 ohne Behinderung an den einzelnen Zahnen des Profilstuckes 10 mit jeweiligem Einrasten entlanggleitet Soll das Fahrerhaus aus diesem kleinen Kippwinkelbereich zuruckgekippt werden, wird über das Griffstuck 12 manuell von außen ohne mit dem Korper unter das Fahrerhaus zu müssen und ohne einen bestimmten Schwenkbereich halten zu müssen, das Abstutzelement 9 durch einfaches Umlegen aus seiner Lage geschwenkt, bis die hintere Kante des Abstutzsteges 11 an der Unterkante des fahrerhausseitigen Schenkels 2 anliegt Dabei sind die Zugfedern 14 so an den Bolzen 13 und 19 angelenkt, daß eine Totpunktlage durchlaufen wird und das Abstutzelement 9 durch die Zugfedern 14 nun gegen den Schenkel 2 gezogen
Liegt der Federbolzen 13 links vom Federbolzen 19 mit dem Abstand a, wird der Abstutzsteg 11 des Abstutzelementes 9 gegen die Oberkante des rahmenseitigen Schenkels 1 gezogen, liegt der Federbolzen 13 rechts vom Federbolzen 9 mit dem Abstand b wird der Abstutzsteg des Abstutzelementes 9 gegen die Unterkante des fahrerhausseitigen Schenkels 2 gezogen In Fig 2 besteht das Profilstuck 10 aus einer oder mehreren Hakenfallen, die jeweils genau einen bestimmten Kippwinkel fixieren, wobei ein mit Abstutzelement 9 angeordneter Abstutzbolzen 20 statt der Vorderkante des Abstutzsteges 11 in die Hakenfalle einrastet Die Zugseite kann hier schräg angestellt oder senkrecht sein Bei schräger Anstellung ist ein Weiterkippen ohne Behinderung ähnlich wie beim Saugezahnprofil möglich Die Entrastung geschieht bei Anlage des Abstutzbolzens 20 auf der Druckseite nach leichtem Ankippen des Fahrerhauses in der schon beschriebenen Weise Die senkrechte Stellung hat den Vorteil, daß hier die Stutze auch in Zugnchtung gesperrt ist, wodurch dem Fahrer deutlich signalisiert wird, daß sich der Abstutzbolzen 20 in der Hakenfalle des Profilbereichesdes Profilstuckes 10 befindet und das Fahrerhaus im gewünschten kleinen Kippwinkel fixiert und vor Herabfallen gesichert ist Bei Druck liegt der Abstutzbolzen 20 an der Druckseite an Vor dem Weiterkippen oder dem Zuruckkippen muß das Abstutzelement 9 in der schon beschriebenen Weise entrastet werden
Im Falle des Weiterkippens des Fahrerhauses bis zum maximalen Kippwinkel gleitet das Abstutzelement 9 über das Profilstuck 10 hinaus weiter an der Oberkante des rahmenseitigen Schenkels 2 entlang
Bei großer werdenden Kippwinkel offnen sich die Schenkel 1 und 2 immer mehr, wobei das Abstutzelement 9 vo nderOberkante des rahmenseitigen Schenkels 2 abhebt und durch die Zugfedern 14 über die Stufe 16 gegen den Anschlag oben 15 gezogen und dort fixiert wird Im weiteren Verlauf des Kippvorganges rastet der Hakenmechanismus 6 in den Rasterbolzen 5 im maximalen Kippwinkel ein
Beim Zuruckkippen des Fahrerhauses wird der Hakenmechanismus 6 entrastet und das Abstutzelement 9 wird in der schon beschriebenen Weise umgelegt Wird dieses vergessen, rastet die Stutze erneut im kleinen Kippwinkel ein und das Umlegen des Abstutzelementes 9 kann in dieser Position problemlos nachgeholt werden
Beim weiteren Zuruckkippen des Fahrerhauses schwenken die beiden Schenkel 1 und 2 aufeinander zu, wobei das Abstutzelement 9 über die hintere Kante des Abstutzsteges 11 und die Ubertotpunktstellung der Zugfedern 14 noch immer gegen die Unterkante des fahrerhausseitigen Schenkels 2 gezogen wird Nach Passieren des Profilstuckes 10 durch die Vorderkante des
Abstützsteges 11 läuft die Stufe 17 des Abstützelementes 9 auf den Anschlag unten 18 auf, der das Abstützelement 9 aus seiner Lage zurückschwenkt, wobei die Übertotpunktlage der Zugfedern 14 überwunden wird, so daß das Abstutzelement 9 durch die Zugfedern erneut gegen die Oberkante des rahmenseitigen Schenkels 1 gezogen wird. Die Stütze ist damit automatisch in ihre Ausgangsstellung zurückgekehrt und für den nächsten Kippvorgang bereit. Wird die Abstützung im kleinen Kippwinkel nicht benotigt, wird das Abstützelement 9 nicht montiert.
Claims (2)
- Erfindungsanspruch:Sicherheitsstutze mit automatischer Abstutzeinrichtung, fur kleine Fahrerhauskippwinkel, unter Anwendung einer nach dem Prinzip der Schere (Knickstutze) arbeitenden automatischen Sicherheitsstutze fur maximale Fahrerhauskippwinkel, mit einem auf dem Rasterbolzen angeordneten, gegen eine Zugfeder drehbaren Abstutzelement mit Abstutzspitze oder Abstutzbolzen und einem Profilstuckauf dem rahmenseitigen Schenkel, dadurch gekennzeichnet, daß am rahmenseitigen Schenkel (1) ein Anschlag unten (18) angeordnet ist, an dem eine am Abstutzelement (9) befindliche Nase (17) anliegt, am fahrerhausseitigen Schenkel (2) ein Anschlag oben (15) angeordnet ist, an dem eine am Abstutzelement (9) befindliche Stufe (16) anliegt, die Hinterkante eines Abstutzsteges (11) am Abstutzelement (9) an der Unterkante des fahrerhausseitigen Schenkels (2) anliegt sowie die beiden Federbolzen (13,19) zur Anlenkung der Zugfeder (14) in einem beidseitig vorbestimmten seitlichen Abstand (a, b) voneinander entfernt angeordnet sindHierzu
- 2 Seiten Zeichnungen
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