DD200423A1 - Verfahren zur herstellung von calciumchlorid - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Calciumchlorid in Schuppen- und Prillform aus einer Calciumchloridloesung. Die Erfindung hat das Ziel und die technische Aufgabe der wahlweisen Herstellung CaCl ind 2 -Produkten aller Handelformen in einem einzigen Verfahrensgang. Ueberraschend wurde gefunden, dass alle Handelsformen in einem einzigen Verfahren erzeugt werden koennen und eine beliebige Herstellung erfolgen kann. Das kennzeichnende Merkmal ist der Wegfall der umstaendlichen Eindampfung der CaCl ind 2 -Loesung bis zur CaCl ind 2 -Schmelze in dampfbeheizten Eindampfanlagen und damit gleichzeitig der Wegfall des Einsatzes teurer Werkstoffe. Die Anwendung der Erfindung ist auf die Herstellung von Calciumchlorid beschraenkt.
Description
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Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von Calciumchlorid
Anwendungsgebiet der Erfindung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Calciumchlorid in Schuppen- und Prillform aus einer Caiciumchloridlösung.
Charakteristii der bekannten technischen Lösungen Die Herstellung von verschiedenen Handelsformen des Galciumchlorids aus einer niedrigkonzentrierten Lösung erfolgt durch Eindampfen in einer Reihe hintereinandergeschalteter Eindampfanlagen bis zu einer Konzentration von ca. 7 ο bis 72 % GaCl9. Dabei ist die Art der verwendeten Eindampfanlage in
λχζ starkem Maße davon abhängig, in welchem Konzentrationsbereich die Sindampfung der Lösung erfolgt. Bei niedriger CaClp-Konzentration und demzufolge geringer Siedepunktsverschiebung und großem Temperaturintervall zwischen Siede- und Erstarrungspunkt werden mehrstufige Vakuum-Eindampfanlagen eingesetzt, und mit zunehmender Konzentration werden nur noch einstufige, unter Atmosphärendruck arbeitende, Sindampfanlagen eingesetzt', die an die Erfordernisse der hohen Eindampftemperatur und -Konzentration angepaßt sind, wozu Steigrohr- oder !Fallfilmverdampfer aus korrosionsfestem Material wie Titan/Palladium oder drucklos arbeitende Gefäße mit Heizschlangen aus Titan-Palladium oder ähnlichen hochwertigen Werkstoffen erforderlich sind. Die auf diese Weise
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erzeugte ca. 7o-prozentige CaC^-Schmelze ist das Ausgangsmaterial für die Handelsformen Schuppen, geschmolzen bzw· stückig und Pulver. Dazu wird die ca. 17o°C heiße Schmelze über Kühlwalzen geleitet und die Schuppen in beheizten Trommeln oberflächlich kalziniert, so daß ein mittlerer Gehalt von 77 - 8o % CaCIp resultiert. Beim Kalziniervorgang gebildeter Flugstaub kann zur Herstellung der Handelsform CaClp-Pulver herangezogen werden. CaClp-Pzlver läßt sich auch direkt aus niedrigkonzentrierter CaClP-Lösung im Sprüh-
^0 trocknungsverfahren gewinnen. Calciumchlorid mit ca. 9o % CaClp-Gehalt und in Porm von 2 bis 5 nun großen mechanisch festen Prills läßt sich nach dem vorbeschriebenen Herstellungsverfahren prinzipiell nicht herstellen. Die Prill-' Herstellung muß in einer Wirbelschicht erfolgen, wozu ein vorgelegtes Bett von GaCIp-Körnerη niedrig- bzw. mittelkonzentrierter CaCip-Lösung (CaClp^-Konzentration 25 %) direkt eingesprüht wird, und die Wasserverdampfung direkt an der Kornoberfläche im wirbelbett unter dem Einfluß der durchgesetzten Heißluft erfolgt. Dieses Herstellungsverfahren ist einfach, da direkt aus der niedrig- bzw. mittelkonzentrierten CaClp-Lösung in einem einzigen Verfahrensschritt und in einem einzigen Apparat die fertigen CaCl2-Prills erzeugt werden. Eine wahlweise Herstellung anderer Handelsformen ist nach diesem Herstellungsverfahren nicht möglich, da die Stufe der OaClg-Schmelze mit ca. 7o % CaCl2 bei diesem Verfahren übersprungen wird.
Es ist kennzeichnend für den Stand der Technik der CaCIp-Herstellung, daß die Handelsformen Schuppen, geschmolzen bzw. stückig, deren Herstellung an das Vorhandensein einer CaClp-Schmelze gebunden sind und der Handelsform CaCl2-Prills nur in völlig verschiedenen Typen von Prozeßanlagen herstellbar sind und eine wahlweise Herstellung nicht möglich ist. Einmal ist die erforderliche CaCl2-Schmelze aus der Lösung nur durch Eindampfungsprozesse herstellbar, und durch das NichtVorhandensein einer Schmelzphase bei der Prillherstellung lassen sich in derartigen Anlagen keine
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Schuppen erzeugen. Andererseits lassen sich aber aus den durch Eindapfung erzeugten CaCl^-Schmelzen keine Prills erzeugen, da derartige Schmelzen nicht in der Wirbelschicht verdüst werden können, da bei einer 7oprozentigen GaCl2-Schmelze kaum eine Differenz zwischen Siede- und Erstarrungspunkt besteht,und ein Versprühen durch Düsen ummöglich ist.
Ziel der Erfindung
2iQ Erfindung hat das Ziel und die technische Aufgabe der wahlweisen Herstellung von CaCl^-Frodukten aller Handelsformen in einem einzigen Verfahrensgang.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Überraschend wurde gefunden, daB alle Eandelsforaen in einem einzigen Verfahren erzeugt werden können und eine beliebige wahlweise Herstellung erfolgen kann. Das kennzeichnende Merkmal des erfindungsgemäSen Verfahrens ist der Wegfall der umständlichen Eindampfung der GaCi^.-Lösung bis zur CaCl--Schmelze in dampfbeheizten Eindampfanlagen und damit gleichzeitig der vvegfall des Einsatzes sehr teurer Werkstoffe insbesondere vom Typ Titan/Palladium.
Das erfindungsgemäße Verfahren geht von einer niedrig oder mittelkonzentrierten CaClp-Lösung aus, die beispielsweise durch Neutralisation von Salzsäure mittels Kalk herstellbar ist und erforderlichenfalls noch durch direkten Kontakt mit Sauchgasen in bekannten Apparaten vom Typ Tauchbrenner oder Eiesel-Turm konzentriert worden ist. Die etwa 45prozentige CaGl2-LOSUiIg wird nun durch eine einzige Verfahr ens stufe im Wirbelbett in Prills umgewandelt und somit die gewünschte Handeslform Prills erhalten»
Bei der erfindungsgemäßen Herstellung der Handelsformen Schuppen oder geschmolzen bzw. stückig wird nun, ohne daß weitere Eindampfanlagen erforderlich sind, aus einem Teil der niedrig oder mittelkonzentrierten GaClp-Lösung und CaGl^-Prills in einem einfachen Rührgefäß eine ca. 7o prozentige Schmelze ohne Zuhilfenahme von Eindampfapparaten erhalten und diese nach bekannten Verfahren entweder direk
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in Blechtrommel!! eingegossen bzw. erst nach dem Erstarren in Stückenform abgefüllt oder nach ebenfalls bekannten Verfahren über Schuppenwalzen geleitet. Durch das erfindungsgeinäße Verfahren ist die wahlweise Herstellung aller gebräuchlichen Handelsformen, wie Schuppen, Prills, geschmolzen bzw. stückig und Pulver möglich« Die zur Herstellung erforderlichen Einrichtungen sind einfach im Aufbau insbesondere dadurch, daß die Herstellung der CaCl2-Schmelze nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ausschließlich
-I0 durch Mischen der Eingangslösung mit festem CaCl- erfolgt. Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch in einer modifizierten Form angewendet werden. Bei Verzicht auf eine Herstellung, von Prills lassen sich die Handelsformen Schuppen, geschmolzen bzw. stückig und Pulver dadurch herstellen, daß
η5 ein Teil der CaClp-Singangslösung in einen Sprühtrockner vorzugsweise mit Abwärme zu festen pulverföriaigen CaCl,-, oder GaCl^-inonoirydrat versprüht und dieses GaCl^-Pulver mit einem ©eiteren Teil der CaCIp-Eingangslösung vermischt and auf diese Weise die zur Schuppenherstellung erforderliehe γο prozentige GaClp-Schmelze ohne Anwendung dampfbeheizter Sindampfanlagen auf einfache Weise hergestellt wird. Sowohl die erfindungsgemäße Herstellung von wahlweise schuppenform ig em, geschmolzenem bzw. stückigem Calciumchlorid und geprilitem Calciumchlorid oder das modifizierte Verfahren, bei dem die Schmelzeherstellung nicht mit Prills sondern mit sprühgetrocknetem CaClp-Pulver erfolgt, haben den Vorteil einer hohen !Flexibilität und einer einfachen Apparatur unter Portfall der Sindampfanlagen zur Schmelzeherstellung. Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert.
Ausführungsbeispiel 1
9,5 t/n 3opiozentige CaClp-Lösung wird mit konzentrierten heißen Abgasen oder Rauchgasen im direkten Wärmeaustausch konzentriert. Dabei dampfen 3,56 t/h H2O aus der Lösung aus,
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und es entsteht 5>94 t/h 68prozentige CaGl^-Lösung, die in ein Wirbelbett eingesprüht wird. Bs verdampfen dabei 2,71 t/h Wasser und es entsteht 3,1o t/h festes Produkt,
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wird· Aus der gebildeten 17o°C~ heißen Schmelze werden mit Hilfe einer Schuppenwalze CaClp-Schuppen erzeugt, die oberflächlich ^alciniert und als 77 bis 8oprozentiges Produkt verwendet werden.
Bine Galciumchloridlösung, bestehend aus 2,1 t GaCl-; und 3si t JEuQ, wird in einem Zerstäubungstrockner zu einem festen CaClp-Pulver mit ca. 9o % CaCl^-Gehalt versprüht. 2,3t des cäci2-Pulvers ( 2,o7 t CaGl2) werden mit 3,7 t CaCi2-Lösung ( 1,5 t CaCl?; 2,2 t HgO ) vermischt und
daraus Schmelze hergestellt, die nach dem Erstarren grob zerkleinert und in stückiger Form verwendet wird.
6,o t/h 48prozentige GaCl2-Lösung wird ist Wirbeibett-Ofen zu 3j1 Vb. CaClo-Prills mit 9o Prozent CaGlp-Gehalt versprüht. Davon werden o,8 t/h direkt verwendet und 2,3 t/h mit 1,5 t/h 3oprozentiger Lösung gemischt. Aus der Schmelze werden 3,15 t/h GaCl^Schuppen mit 8o % CaCl2-Gehalt hergestellt.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Calciumchlorid dadurch gekennzeichnet, daß Galci unichlor id lösung zu einem festen Calciumchlorid versprüht und aus diesem und weiterer Lösung eine etwa 7oprosentige CaCl^-Schmelze bereitet wird, die zu schuppenförmigen, geschmolzenen oder stückigen Produkten weiterverarbeitet wird.
2. Verfahren zur Herstellung von Calciumchlorid nach
Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Calciumchloridlösung durch Versprühen in ein Wirbelbett in prillförmiges festes CaIiurnehlorid übergeführt wird, und aus diesem die Schmelze hergestellt wird.
3· Verfahren zur Herstellung von Calciumchlorid nach Punkt 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Calciumchloridlösung zu CaClp-Pulver versprüht, und aus diesem die Schmelze hergestellt wird·
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23360481A DD200423A1 (de) | 1981-09-28 | 1981-09-28 | Verfahren zur herstellung von calciumchlorid |
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| DD23360481A DD200423A1 (de) | 1981-09-28 | 1981-09-28 | Verfahren zur herstellung von calciumchlorid |
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| DD200423A1 true DD200423A1 (de) | 1983-05-04 |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002004351A1 (fr) * | 1999-01-13 | 2002-01-17 | Kaisei Kogyo Co., Ltd. | Procede de granulation d'hydrate de chlorure de calcium et appareil de granulation |
| CN1297481C (zh) * | 2000-07-06 | 2007-01-31 | 开成工业株式会社 | 氯化钙水合物的造粒方法及造粒装置 |
-
1981
- 1981-09-28 DD DD23360481A patent/DD200423A1/de not_active IP Right Cessation
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