CH97357A - Als Propeller dienender Reaktionsapparat. - Google Patents

Als Propeller dienender Reaktionsapparat.

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CH97357A
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  Als Propeller dienender Reaktionsapparat.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein als Propeller dienender Reaktionsap  parat, ohne bewegliche Teile für     Propulsion     in der Luft, im Wasser oder einem andern  Medium. Die Erfindung beruht auf dem Prinzip  der möglichst vollständigen Umwandlung der       tliermischen    Energie eines motorischen Druck  fluidums in kinetische Energie und in der  Benutzung dieser letzteren Energie zur     Pro-          pulsion.     



  Gemäss Erfindung besitzt ein Reaktions  apparat obiger Art eine divergierende, als  Mittel zur Umwandlung der thermischen     Euer-          gie    in kinetische Energie bildende Expansions  röhre und eine konkave, mit ihrer konkaven  Seite in     bezug    auf die Bewegungsrichtung  des Apparates rückwärts gekehrte     Ablenk-          fläche.     



  Die Zeichnung veranschaulicht schematisch  Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen  standes.  



       Fig.   <B>1</B> ist ein Längsschnitt eines Beispiels  mit einer einzigen     Ablenkfläche;        Fig.    2 ist  ein Längsschnitt eines ähnlichen Beispiels mit         inehreren        Ablenkflächen;        Fig.   <B>3</B> ist ein Längs  schnitt eines Beispiels mit mehreren     Ablenk-          flächen    Lind mit einer Reihe von Saugflächen     -          Fig.        3-"    ist ein Schnitt nach der Linie     x-y     in     Fig.   <B>3;

  </B>     Fig.    4 zeigt einen Teil eines Bei  spiels mit primären     und    sekundären     Ablenk-          flächen;        Fig.   <B>5</B> ist eine Stirnansicht von     Fig.    4;       Fig.   <B>6</B> zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel  des Erfindungsgegenstandes.  



  In der praktischen Anwendung der<B>Er-</B>  findung wird der erforderliche Druck des  motorischen Fluidums zweckmässig durch Ver  brennung einer geeigneten Mischung unter  konstantem Druck in einer Verbrennungs  kammer erzielt. Es können     dahei,    auch andere  Mittel     zür    Erreichung des verlangten Druckes,  einschliesslich solcher, bei denen Wasser oder  Dampf angewandt wird, benutzt werden.  



  Beim Beispiel nach     Fig.   <B>1</B> tritt Druckluft  von irgend einem Kompressor<B>durch</B> die  Röhre a in einen durch das äussere, feuer  feste Gehäuse a' und die Wandung der Ver  brennungskammer a' gebildete<B>"</B>     ii    Mantelraum.  Nach     Füllting    dieses Raumes tritt die Druck-           luft    durch Öffnungen     as    in die Verbrennungs  kammer, wo sie     auf    einen durch eine Düse     a'          zersträubten,    in Berührung mit der Druckluft  brennenden     Brennstoffstrahl    trifft.

   Durch Ein  spritzen eines     Brennstoffes    mit niederem     Ent-          flammungspunkt    und Benützung einer elek  trischen     Hilfgzünduiig    kann die Verbrennung  eingeleitet werden. Sobald die Kammer auf  eine hohe Temperatur erhitzt ist, tritt die  Entzündung selbsttätig ein,<B>d.</B> h. der Zünder  ist nicht mehr nötig und kann irgend ein<B>üb-</B>  licher Brennstoff verwendet werden.  



  Der Druck in der Kammer     al    ist gleich  jenem der eintretenden Druckluft; die     Ver-          breiinung    erfolgt bei konstantem Druck und  variablem Volumen. Der Austritt der Ver  brennungsprodukte ist ein kontinuierlicher.  Ventile oder andere mechanisch betätigte  Teile sind nicht erforderlich. Durch die Gleich  mässigkeit des Druckes in der Kammer     al     und. im Gehäuse     al    werden Dauerhaftigkeit  und Festigkeit gesichert.  



  Der Strom der Verbrennungsgase passiert  eine Verengung     a'    und gelangt hierauf in  eine divergierende Expansionsröhre     a',    welche  das Mittel zur Umwandlung der     thern:iischen          E,        tiergie    in kinetische Energie bildet.  



  An. der Mündung der Röhre     a'    haben die  pro Sekunde ausströmenden Verbrennungs  produkte bei annähernd atmosphärischem  Druck eine Masse m mit der Geschwindigkeit     T',          Und    die nützliche Energie ist durch die Formel  <B>in</B>     v2    dargestellt. Diese kinetische Energie  2  entspricht der umgewandelten     therinischen          Verbrennungs-Energie.    Dabei treten einige  Verluste ein infolge der Wärmeausstrahlung  und der Reibung.  



  Um die in oben beschriebener Weise er  zeugte kinetische Energie zur Fortbewegung  zu verwenden, können verschiedene Mittel  einzeln oder zusammen angewendet werden.  



       Zu    diesem Zweck ist in     Fig.   <B>1</B> am Ende  der Röhre     al'    eine eine     Rotationsfläche    bil  dende     Ablenkfläche   <B>b</B> befestigt.

   Wird die Ge  schwindigkeit     Y    des motorischen     FI        uidums    in       bezug    auf den Apparat gleich der dem<B>Ap-</B>  parat erteilten Geschwindigkeit v angenommen,    also     V#v,    dann hat,<B>da</B> das motorische       eluidum    durch die     Ablenkfläche   <B>b</B> vollständig  in die zur Bewegungsrichtung des Apparates  entgegengesetzte Richtung abgelenkt wird,

    das austretende     Fluiduin    eine Geschwindig  keit Null in     bezug        auf    das umgebende     Me-          diutn    und wird so alle Energie zur Fortbe  wegung verwendet.  



  Beim Beispiel nach     Fig.    2 sind drei     Ab-          lenkflächen   <B>b</B> angeordnet. In der praktischen  Anwendung dieses Beispiels, unter der Be  dingung höchsten Nutzeffektes,     muss    die Ge  schwindigkeit<B>V.,</B> mit welcher die Verbren  nungsprodukte auf die Flächen<B>b</B> treffen, oft  reduziert werden, da sonst über das zulässige  Mass erheblich hinausgehende Geschwindig  keiten erhalten würden.  



  Um dies zu verhindern, kann auf zwei  Wegen, einzeln oder zusammen, vorgegangen  werden, von denen der eine der folgende ist:       Man        lässt    die     Geschwindi-keit    der     Ver-          0          brennungsgase    auf eine     #spiratorgruppe    nach  Art eines     Dampfinjektors    einwirken zur     An-          satigung    eines bestimmten Volumens Um  gebungsluft, wodurch eine     orol,',e        Geschwindig-          keitsverininderung    erreicht wird.

   Dieser Vor  gang findet nach der vollständigen Umwand  lung des Druckes der Verbrennungsgase in  Geschwindigkeit statt.  



  Wenn, wie in     Fig.   <B>3</B> gezeigt, eine Reihe  von Saugschaufeln     c    an der Expansionsröhre a'  angeordnet ist, so wird das     urngebende    F     Itii-          dLIM,        zum    Beispiel Luft, angesaugt und, mit  den Verbrennungsgasen gemischt. Das so ge  bildete Gemisch strömt mit einer Geschwin  digkeit<B>P</B> aus der Mündung der Röhre a',  welche Geschwindigkeit kleiner ist als jene  der ursprünglichen Geschwindigkeit<B>F '</B>  Die anzusaugende Menge des Umgebungs  fluidums kann rechnerisch bestimmt werden.

    Damit die     Ansatigung    zur Fortbewegung  mitwirkt, ist ein nach der Bewegungsrichtung  des Apparates hin offener Trichter<B>d</B> mit der       Aspiratoretireihe    kombiniert, welcher die     Rieb-          tung    des Zuflusses des     Umgebungsfluiduiyis     bestimmt.  



  Da die Menge des     zufliessenden    Umgebungs  fluidums stets in     einern    bestimmten Verhältnis           züi    der dein Apparat     ei-teilten    Geschwindig  keit sein     muss,        ist    ein     D.iit    Schlitzen versehener  Ringschieber C2 über die eine zylindrische  Fläche bildenden Umfänge der     Aspiratoren        c          verschlebbar.    Zur Verschiebung des Schiebers  dient ein Getriebe<B>e3</B> mit Zahnkolben     und     Zahnsegment.

   Auf diese Weise kann die  Weite der Eintrittsöffnungen der     Aspiratoren     reguliert werden. In     Fig.   <B>3</B> sind der Einfach  heit halber die Stege     c-1        (Fig.    3a) nicht dar  gestellt.  



  Der andere der beiden vorgenannten Wege  besteht in einer solchen Anordnung und Form  gebung der     Ablenkfläche        bezw.        Ablenkflächen,          dass    durch dieselben nicht die volle Geschwin  digkeit des durch die Verbrennungsprodukte  allein oder mit     Aussenfluiduin    gemischt ge  bildeten Fluidums ausgenutzt wird, sondern       dass    die am Austrittsende der     Ablenkfläche          bezw.        Ablenkflächen    verbleibende Geschwin  digkeit zur Erzeugung eines teilweisen Va  kuums vorne, und daher eines Druckes hinten,  benutzt wird, wie.

   im folgenden an Hand von       Fig.    4 und<B>6</B> gezeigt wird.  



  Das die     Ablenkflächen   <B>b</B> verlassende Flui  dum wird nach einer gewissen Zeit freier Be  wegung durch Flächen z     (Fig.    4 und<B>5)</B>     noch-          nials,    und zwar parallel zur Achse eines das       ganzeFlächensystem        einseliliessenden    Rohres lt  abgelenkt.

   Während des freien Überganges  zwischen den     Primärflichen   <B>b</B> und den     Sektiii-          därfläcben    z (und wenn gewünscht, selbst  nach der Ablenkung durch die Schaufeln z),  bewirken die     Strönie    eine Reaktion auf das  Umgebungsfluidum, wodurch dieses durch       Oberflächenreibung    in der Richtung der ein  gezeichneten Pfeile mitgerissen wird. Hieraus  ergibt sich eine Saugwirkung im Vorderteil     f     der Röhre     lt    und eine Kompression im     hititern     Teil     fl    derselben, Faktoren, welche beide  zur Vorwärtsbewegung des Apparates bei  tragen.  



  Um ein wirksames Mitreissen der Luft zu       ei-zielen,    ist es natürlich notwendig,     dass    die       Fluidummasse    nicht in einer kontinuierlichen,       kre.isförmigen    Krone, wie in     Fig.   <B>3,</B> aus der  Reihe     Ablenkflächeii    austritt. Sie     muss    viel  mehr in Teile gespalten werden, welche freien    Raum zum Mitreissen und zur Aspiration von  Umgebungsluft lassen, wie in.     Fig.    4 ange  deutet. Hier teilen Scheidewände den Strahl  in die Elemente 1-12, um die Einführung  von Umgebungsluft zu bewirken.  



  Ein Beispiel, bei welchem eine Vorrichtung  nach     Fig.   <B>3</B> mit einer solchen nach     Fig.    4  und<B>5</B> kombiniert ist, zeigt     Fig.   <B>6.</B>  



       a'    bezeichnet die Verbrennungskammer  mit angeschlossener Expansionsröhre     al.    Ein  Satz     Aspiratoren   <B>o</B> ist längs der Röhre a6  vorgesehen, um mit den Verbrennungsgasen  zu mischendes Umgebungsmedium einzuführen.  Die mit letzterem gemischten Verbrennungs  gase treten ans der Röhre<B>6</B> aus und schlagen  dann auf Schaufeln<B>b</B> nach     Pelton-Typ    auf.  Letztere sind so gestaltet,     dass    eine Reihe von  Strahlen entsteht,     welcheLuft        aus    dem Raum<B>f</B>  Mitreissen.  



  UM die im Umgebungsfluidum hervorge  brachte     Ansaugung    zur Fortbewegung mit  wirken zu lassen, ist auch bei diesem Bei  spiel ein nach der Bewegungsrichtung des  Apparates hin offener Trichter<B>d</B> mit der     As-          piratorreilie    kombiniert, welcher die Richtung  des     Zuflusses    des Umgebungsfluidums reguliert.  



  Auch bei diesem Beispiel können die     Ein-          lassöffnungen    der     Aspiratoren   <B>c</B> durch einen  Mit Schlitzen     versehenen,    durch einen Zahn  kolben und ein     Zahnstatigengetriebe   <B>e3</B>     betätig-          baren    Ringschieber e2 reguliert werden.  



  Die von den Schaufeln<B>b</B> kommenden       Strablen    der Verbrennungsgase und des an  gesaugten Umgebungsmediums werden durch  eine zweite Gruppe von Schaufeln z noch  mals, und zwar parallel zu der sämtliche     Ab-          lenkflächen    einschliessenden     Röhreh,    abgelenkt.  Infolge des     Mitreissens    der Umgebungsluft aus  dem Raume<B>f</B> und der Ablenkung der Strahlen  durch die Schaufeln<B>3</B> wird im vordern Teil  der Röhre eine Saugwirkung und in ihrem  hintern Teil eine Kompression erzeugt, welche  beide Faktoren die     Vorwärtsbewegung    des  Apparates unterstützten.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH: .</B> Als Propeller dienender Reaktionsapparat, ohne bewegliche Teile für Propulsion in der Luft, im Wasser oder einem andern Medium, init möglichst vollständiger Umwandlung der therwischen Energie eines motorischen Druck- fluidunis in kinetische Energie, gekennzeichnet durch eine divergierende, das Mittel zur Um- wandlungderthermischen Energie in kinetische Energie bildende Expansionsrühre und durch eine konkave,
    mit ihrer konkaven Seite in bezug auf die Bewegungsrichtung des Appa rates rückwärts gekehrte Ablenkfläche. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Reaktionsapparat nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine G'ruppe von Ablenkflächen mit zunehmendem Flächen inhalt vorgesehen ist. 2.
    Reaktionsapparat nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass eine Gruppe von Aspiratoren in die Expansionsröhre eingesetzt ist, um eine bestimmte Menge des Umgebungsmediunis zwecks Verminderung der Geschwindigkeit des inotorischen Fluidums in die genannte Röhre zu ziehen. <B>3.</B> Reaktionsapparat nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Aspiratoren mit einem nach der Bewegungsrichtung des Appa rates hin offenen Trichter kombiniert sind, zum Zwecke, die Richtung des Zuflusses des Umgebungsmediums zu regeln.
    <B>4.</B> Reaktionsapparat nach PatentansprLich und Unteransprüchen<B>1-3,</B> dadurch gekeiiii- zeichnet, dass die Aspiratoren an ihrem Um fang Öffnungen besitzen, und dass die Uni- fänge der Aspiratoren eine Rotationsfläche bilden, auf welcher ein durchbrochener Drehschieber gedreht werden kann, um den freien DLIpelilafcqtierschnitt der<B>Öff-</B> nungen ain Umfang der Aspiratoren ver grössern oder verkleinern zu können.
    <B>5.</B> Reaktionsapparat nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-4, dadurch gekenn zeichnet, dass das die Ablenkflächen ver lassende Fluiduin das Umgebungsmedium witreisst und zusammen mit diesem letzteren durch eine zweite Gruppe von Ablenkflächen nochmals undzwarparallelzueinersämtliche Ablenkflächen einschliessenden Röhre, ab gelenkt wird, wodurch im vordern Teil der Röhre eine Saugwirkung und in ihrem hintern Teil eine Kompression erzeugt wird, welche beide Faktoren die Vorwärts bewegung des Apparates unterstützen.
    <B>6.</B> Reaktionsapparat nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1-5,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass zurErzielung eines wirksamen Mitreissens der Umgebungsluft die Flui- duminasse durch Scheidewände am Uni fang der im Unteranspruch<B>1</B> erwähnten Ablenkflächen in einzeIne Strahlen aufge teilt wird.
CH97357D 1919-12-30 1921-02-10 Als Propeller dienender Reaktionsapparat. CH97357A (de)

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