CH97158A - Einrichtung an den Anoden von Ventilzellen zur Verhütung von Rückzündungen. - Google Patents

Einrichtung an den Anoden von Ventilzellen zur Verhütung von Rückzündungen.

Info

Publication number
CH97158A
CH97158A CH97158DA CH97158A CH 97158 A CH97158 A CH 97158A CH 97158D A CH97158D A CH 97158DA CH 97158 A CH97158 A CH 97158A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
anode
current
valve cell
voltage
resistance
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Cie Aktiengesellschaft Boveri
Original Assignee
Bbc Brown Boveri & Cie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bbc Brown Boveri & Cie filed Critical Bbc Brown Boveri & Cie
Publication of CH97158A publication Critical patent/CH97158A/de

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J17/00Gas-filled discharge tubes with solid cathode
    • H01J17/02Details
    • H01J17/04Electrodes; Screens
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J17/00Gas-filled discharge tubes with solid cathode
    • H01J17/38Cold-cathode tubes
    • H01J17/40Cold-cathode tubes with one cathode and one anode, e.g. glow tubes, tuning-indicator glow tubes, voltage-stabiliser tubes, voltage-indicator tubes
    • H01J17/44Cold-cathode tubes with one cathode and one anode, e.g. glow tubes, tuning-indicator glow tubes, voltage-stabiliser tubes, voltage-indicator tubes having one or more control electrodes

Landscapes

  • Hybrid Cells (AREA)

Description


  Einrichtung an den Anoden von Ventilzellen zur Verhütung von Rückzündungen.    Um den Stromverlauf in Ventilzellen in  nur einer Richtung sicherzustellen, sind schon  v     erschiedene    Vorschläge gemacht worden. So  zum Beispiel ist vorgeschlagen worden, den  Stromdurchgang- durch die     Ventilzelle    in um  gekehrter Richtung durch     Bla.smagneta    un  möglich zu machen, welche bei Umkehrung  des     Stromes    erregt werden. Alle diese  Einrichtungen sind jedoch umständlich und  teuer, und sie geben dabei durchaus nicht  die     gewünschte    Sicherheit, da der Lichtbogen  einer Ventilzelle     bestrebt    ist, dem magneti  schen Feld auszuweichen, ohne zu erlöschen.

    Ausserdem muss aber zur Erzeugung eines ge  nügend starken Feldes eine hohe Erreger  energie aufgewendet werden, wodurch die  Wirtschaftlichkeit der Anlage herabgesetzt  wird.  



  Die Verhütung von Rückzündungen soll  erfindungsgemäss auf einem ganz neuen Wege  erreicht werden, und es soll zunächst anhand  der     Fig.    1 bis 3 der Gedankengang erläutert  werden, welcher zum Gegenstand der Erfin  dung führt.  



  In     Fig.    1 seien     a1    und     a.    die Elektroden  einer Ventilzelle 7, welche von einer Bat-         terie        ss    über einen Widerstand     IR    gespeist  wird. Die Spannung an der Ventilzelle sei E,  die Spannung an der Batterie     E,,    der Ventil  zellenstrom J. Bei dieser Anordnung ist,  durch die Spannungsrichtung bestimmt,     al     eindeutig Anode,     a2    dagegen Kathode, und es  sollen die Bedingungen untersucht werden,  welche für ein Anwachsen des Stromes mass  gebend sind.

   Am einfachsten bedient man  sich hierzu der bekannten     Kaufmannschen     Spannungscharakteristik einer Zelle, welche  zur Stromleitung in Gasen dient. Diese     Ab-          hängigkeit    der Zellenspannung vom Zellen  strom ist in     Fig.    2 veranschaulicht. (Siehe       Müller-houillet:    Lehrbuch der Physik, Band  IV; Kaufmann: Stromleitung' in Gasen.)  Man kann die verschiedenen Zustände der  Ventilzelle aus dem charakteristischen Ver  lauf der Spannungskurve ersehen.

   Bei klei  nem Strom     durehläuft    die Spannungskurve  den Bereich der unselbständigen Entladung       (0J,),    in welcher lediglich fremdaktivierte       Jonen    Träger des Stromes sind. Man erkennt  den steilen Spannungsanstieg bei annähernd  konstantem Strom     J,    Von diesem Bereich  tritt die Spannungskurve nach Erreichung      eines     Maximalwertes,    der     Funkenspannung,     bei J, in den Bereich des     Glimmstromes          (J,-J,)    über, in welchem die     Jonen    eine  derartige Geschwindigkeit besitzen,

   dass sie  die von ihnen getroffenen neutralen Gas  moleküle zertrümmern und dadurch freie       Jonen    erzeugen. In diesem Bereich nimmt  die Spannung mit zunehmendem Strom rasch  ab, ohne dass es zunächst zur Bildung eines       Liehtbogens    kommt. Dieser setzt erst bei  weiterer Steigerung der Stromstärke ein. Die       Geschwindigkeit    der     Jonen    ist dann derart  gross, dass sie beim Aufprall auf die Ka  thode die äussern Moleküle dieses festen oder  flüssigen Körpers zertrümmern, so     da.ss    in  grosser Zahl     Jonen    freigemacht werden, wel  che als Träger des     elektrichen    Stromes er  scheinen.

   Hierbei findet zunächst (bei J  ein Spannungssturz bis auf einen relativ  kleinen Wert und von da an ein weiteres  langsames     Sinken    der     Spannung    bei zuneh  mendem Strom statt. In dem Bereich     JJ     ist die eigentliche     Lichtbogenbildung    wahr  nebmbar, und in diesem Bereich arbeitet eine       Ventilzelle    demnach auch im Falle einer       so-genannten    Rückzündung.

   Will man nun  aber die     Fra;e    beantworten, auf welchen Ar  beitspunkt der     vorbeschriebenen    Charakte  ristik sich eine Ventilzelle bei gegebener An  ordnung der     Fig.    1 wirklich einstellt, dann       wird    man erkennen, dass es sich auch  hier, wie in ähnlichen Fällen, um den  Schnittpunkt der Charakteristik mit der     so-          genannten    Widerstandsgeraden handelt, denn  es müssen die Gleichungen bestehen  <I>1. E, -</I>     JR   <I>- E,</I>       ?.    E - f (J) (der Charakteristik ent  sprechend).  



  Die jeweiligen Schnittpunkte     der        Wider-          standsgeradPn    mit der     Charakteristik    sind  aber leicht zu finden, wenn man in     Fig.    2  die konstante Spannung E, als Parallele zu  J einträgt und von ihr die zugehörigen  Werte     JR    für jedes<I>J</I> subtrahiert.

   Diese  Differenz gibt jedesmal die linke Seite der  Gleichung 1.     E,-JR,    und sie     müsste,    um  einem möglichen Zustand zu entsprechen,    gleich sein dem zugehörigen Wert E der       Spannungscharakteristik.    Wie man aus der  Figur erkennt, gibt es aber in dem     gezeich-          netellFalle    drei Punkte, für welche beide  Gleichungen gleichzeitig erfüllt sind. Es  sind die Punkte     a,   <I>b</I> und c, welche ganz ver  schiedenen Bereichen angehören.

   Von diesen  drei Schnittpunkten entspricht b einem la  bilen Zustande des     Spannungsgleichgewichtes,     da bei zunehmendem Strom die verfügbare  Spannung grösser ist als der Spannungsbedarf  und somit eine Steigerung des Stromes bis  zur     Erreichung    des Punktes c eintritt. Die  Punkte     a    und c entsprechen aber stabilen  Zuständen, und sie allein sind im vor  liegenden Falle Arbeitspunkte der Ventil  zelle. Auf welchem dieser beiden Punkte die  Ventilzelle arbeitet, hängt ganz davon ab,  von welchem Anfangswert ausgehend bei  eingeschalteter Ventilzelle der     Widerstand     auf den Wert     R    gebracht wird.

   Geht man  von hohem Widerstand aus, dann ist n der  Arbeitspunkt; geht man von kleinem Wider  stand aus, dann ist c der     Arbeitspunkt.     Einem     höheren        Widerstand        R'    entspricht eine  andere Neigung der     Widerstandsgeraden,     und es lässt sich durch Wahl     der        Wider-          standsgrösse    erreichen, dass die Widerstands  gerade für     R'    die Charakteristik nur einmal,  und zwar im Bereich der     unselbständigen          Entladung    schneidet (zum Beispiel im Punkt.

         d).    Sieht man einen solchen Widerstand vor,       dann    ist das Arbeiten der Ventilzelle bei der  vorausgesetzten Spannungsrichtung in dem       Lichtbogenbereich    unmöglich.  



  Diese Überlegungen führen nun zu einer  Ausbildung der Anoden der Ventilzelle, wel  che das Auftreten von     Riielzzülldungsströmen     mit     Sicherheit    verhindern. Für den     R,ück-          zündungsstrom    muss sich ja die Anode in eine  Kathode umwandeln, und wenn es gelingt,  für diesen Fall einen genügend grossen Wi  derstand     R'    vorzusehen, dann     kommt    ein  Lichtbogen, also ein Anwachsen des Stro  mes auf unzulässige     Hölle,    bei     Umkehrun     der Stromrichtung gar nicht zustande.  



  Dies lässt sich     erfindungsgemäss    in ein  facher Weise folgendermassen erreichen:           plan    trennt in an sich     bekannter    Weise die       Anode    von der Kathode durch ein Gitter,  sei     ea,    dass man dieses zwischen den Elek  troden als Trennungswand des-     Kathoden-          und    Anodenraumes vorsieht, sei es, dass man  die Anode mit einem Drahtkorb oder einer  gleichwertigen Umhüllung versieht, deren       Abstand    von der Anode nicht     allzuklein    ge  wählt werden soll.

   Dieses Gitter verbindet  man mit der Anode durch einen Widerstand       von    einer solchen Grösse, dass er in der Ventil  zelle nur einen geringen Strom zulässt, falls  bei Stromumkehr aus der Anode eine Kathode  wird. Für diesen Fall ist, wie bereits er  läutert, der Schnitt der Widerstandsgeraden  mit der     Spannungscharakteristik    massgebend  für die sich einstellende Stromstärke. Ist da  gegen die mit Gitter verbundene Elektrode  eine     Anode,    dann wird der Stromverlauf  durch das Vorhandensein eines Widerstandes  praktisch nicht beeinflusst, weil es vor allem  die Vorgänge an der Kathode sind, welche  den     Zustand.    der Zelle bestimmen.

   Den Wi  derstand wird man vorteilhaft in der Ventil  zelle selbst unterbringen, um eine     Heraus-          ,führung    der Gitterelektrode zu vermeiden.  



  Durch     Fig.    3 ist ein Ausführungsbeispiel  des Erfindungsgegenstandes erläutert. Es       bedeutet:     Z die Ventilzelle,       a    die Anode,       k    die Kathode,         g    eine gitterartige Umhüllung der       Anode        a,     R, ein Widerstand, welcher zwischen g  und     a    geschaltet ist.  



  Fliesst Strom in der     Richtung        a-k,     dann ist die Stromstärke durch .das Gitter     g     und den Widerstand     B    nicht     wesentlieh    be  einflusst, . da das Spannungsgefälle an der  Kathode     k    durch das Vorhandensein von  g und R nahezu gar keine Änderung er  fährt.  



       Fliesst    jedoch Strom in der Richtung     lc-a,     dann ist das Spannungsgefälle an a wesent-    lieh durch das -Gitter g und den Widerstand       R    beeinflusst, da es nicht grösser sein kann,  als die dem Produkt J .<B>11</B> entsprechende  Spannung. Die Geschwindigkeit der auf die  Oberfläche von a auftreffenden     Jonen    ist  also wesentlich herabgesetzt, und aus diesem  Grunde kommt auch nur ein sehr geringer  Strom zustande.  



  Nun kann aber der Fall eintreten, dass  das Spannungsgefälle zwischen g und a bei  sehr hoher Spannung     E,.    immer noch höher  ist als die     Funkenspa.nnung    (siehe     Fig.    2,        & "    der Charakteristik). Dies hätte Über  schläge zwischen g und a zur Folge. In die  sem Falle .liesse sich die Einrichtung dahin  ergänzen, dass zwischen g und     a    noch ein  weiteres Gitter     j    eingeschoben wird, welches  über einen     Widerstand        R!'    ebenfalls mit     a     leitend     verbunden    ist.

   So liesse sich das Span  nungsgefälle in der Nähe von a auf einen       genügend    kleinen Wert bringen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung an den Anoden von Tentil- zellen zur Verhütung von Rückzündungen, bei welchen Zellen sich zwischen den Haupt elektroden der Ventilzelle Gitterelektroden befinden, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterelektrode mit der Anode der Ventil zelle über einen Widerstand leitend ver bunden ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gitterelek trode die Anode,korbartig umhüllt.
    22 <B>.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, da-. durch gekennzeichnet, class zwischen der Gitterelektrode und der Anode sich. eine weitere Gitterelektrode befindet, welche ihrerseits ebenfalls über Widerstand mit der Anode elektrisch leitend verbunden ist. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sich der Wider stand im Innern der Ventilzelle befindet.
    .1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Widerstand derart bemessen ist, dass die 'Widerstands gerade nur einen einzigen Schnitt mit der Spannungscharakteristik der Ventilzelle, und zwar im Bereich der unselbständigen Entladung, hat.
CH97158D 1921-06-07 1921-06-07 Einrichtung an den Anoden von Ventilzellen zur Verhütung von Rückzündungen. CH97158A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH97158T 1921-06-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH97158A true CH97158A (de) 1922-12-16

Family

ID=4354871

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH97158D CH97158A (de) 1921-06-07 1921-06-07 Einrichtung an den Anoden von Ventilzellen zur Verhütung von Rückzündungen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH97158A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH97158A (de) Einrichtung an den Anoden von Ventilzellen zur Verhütung von Rückzündungen.
AT133059B (de) Zum Gleichrichten von Wechselstrom dienende Entladungsröhre mit einer Anode und zwei oder mehreren Kathoden.
DE2819111C2 (de) Verfahren zum Einschalten einer Gasentladungs-Schaltröhre mit gekreuzten Feldern und zur Durchführung dieses Verfahrens ausgebildete Schaltröhre
DE2704434A1 (de) Elektronenstrahlgesteuerte entladungsschaltvorrichtung niedriger impedanz
DE2239526C3 (de) Metalldampf-Lichtbogen-Schaltvorrichtung
DE693185C (de) Dampf- oder gasgefuelltes Entladungsgefaess
AT141387B (de) Verfahren und Einrichtung zum vorzeitigen Löschen des Anodenstromes bei Gleich-, Wechsel- oder Umrichtern.
DE685535C (de) Einrichtung zur Vermeidung von Rueckzuendungen fuer Entladungsgefaesse mit Gas- oder Dampffuellung
AT115804B (de) Kathodenstrahlenröhre für Höchstspannungen.
DE922843C (de) Metalldampfstromrichtergefaess mit Lichtbogenentladung
DE625971C (de) Gas- oder dampfgefuelltes gesteuertes Schaltrohr
DE437793C (de) Entladungsroehre zur Erzeugung sekundaerer Elektronen
DE633794C (de) Einrichtung zur Kontrolle und (oder) Anzeige des Vakuums in Vakuumentladeapparaten mit Glueh- oder Quecksilberkathode und mit verduennter Gas- oder Dampffuellung, insbesondere in Quecksilberdampfgleichrichtern
DE567861C (de) Anordnung zum Zuenden von grossflaechige Kathoden aufweisenden Quecksilberdampf-Gleichrichtern, die keine zusaetzliche Gasfuellung enthalten, mittels Hochfrequenz
DE395159C (de) Glimmlichtroehre fuer Mehrphasenstrom
DE693547C (de) Roentgenroehrenanordnung
DE469246C (de) Metalldampfgleichrichter mit in der Entladungsbahn angeordneten elektrisch leitenden, an der Stromfuehrung jedoch nicht unmittelbar beteiligten durchbrochenen Querwaenden
DE359965C (de) Anordnung zur Erzeugung von Wechselstroemen mittels Vakuumroehren
DE724116C (de) Stromrichter, insbesondere Gleich- oder Wechselrichter, mit Bogenentladung und gegebenenfalls Gluehkathode
DE746746C (de) Steuergitteranordnung fuer Stromrichter, insbesondere fuer Quecksilberdampfstromrichter
AT89848B (de) Glühkathoden-Röntgenröhre für Wechselstrom und Einrichtung zu ihrem Betriebe.
AT138680B (de) Stromrichter.
DE259020C (de)
AT215560B (de) Elektrodensystem für Tacitrone
AT158321B (de) Elektrisches Entladungsgefäß.