CH96352A - Bei Rohr- oder Kesselbruch selbsttätig wirkende Absperrvorrichtung in Druckleitungen. - Google Patents

Bei Rohr- oder Kesselbruch selbsttätig wirkende Absperrvorrichtung in Druckleitungen.

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CH96352A
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  Bei     Rohr-    oder Kesselbruch selbsttätig     wirkende    Absperrvorrichtung in     Druehleitungen.       Es sind bei Rohrdefekten selbsttätig  wirkende Absperrvorrichtungen für Dampf-,  Wasser- und Luftleitungen bekannt, bei  welchen das Absperrorgan aus einer in der  Stromrichtung .angeordneten, drehbar ge  lagerten Klappe besteht. Hierbei wird die  bei einem Rohrbruch auftretende Druck  differenz hinter und vor der Klappe,     bezw.     der Druckabfall hinter derselben für den  Abschluss der Klappe nutzbar gemacht. Bei  einigen Vorrichtungen ist zu diesem Zwecke  nebst der Klappe ein Widerstandskörper an  geordnet, der, durch den einseitig wirkenden  Überdruck betätigt, den Schluss der Klappe  veranlasst.

   Diese Einrichtung hat den we  sentlichen     Nachteil,    dass bei normalem Be  triebe durch den Widerstandskörper eine  teilweise Strömungsänderung und hierdurch  ein Druckabfall hervorgerufen wird, dessen  Betrag mit der Geschwindigkeit wächst.  Dies macht sich insbesondere bei modernen       Dampferzeugungsanlagen    mit hoher Dampf  geschwindigkeit in den Rohrleitungen stö  rend bemerkbar, da hierdurch ein dauernder,  in gesteigertem Kohlenverbrauch sich aus-    drückender Verlust verursacht wird. Man  hat auch vorgeschlagen, die durch den Druck  des Strömungsmittels in der Ruhelage ge  haltene Klappe durch die bei Rohrbruch     hiu-          ter    der Klappe eintretende Druckverminde  rung zu schliessen.

   Bei Anordnung nach die  sem Prinzip 'ist jedoch die Funktion der Ab  sperrvorrichtung von einem     bestimmten,    in  der Rohrleitung herrschenden     Driick    ab  hängig, was diese Vorrichtungen zwar für  Wasserleitungen, keinesfalls aber für Dampf  anlagen mit     wechselndem    Betriebe geeignet  macht.  



  Bei der den Gegenstand vorliegender  Erfindung bildenden     Absperrvorrichtung     wird hingegen eine anfängliche Schliess  bewegung durch die infolge der Druckver  minderung bewirkte Steigerung der Ge  schwindigkeit des Strommittels, also durch  die mitreissende Wirkung desselben ver  anlasst, und hierdurch eine die Klappe  vollends schliessende Kraft, zum Beispiel der  Überdruck auf der einen     Klappenseite    oder  ein Übergewicht, eine Federkraft oder der  gleichen, zur Wirkung gebracht, Hierdurch      wird unter     Vermeidung    eines wesentlichen  Druckabfalles bei normalem Betriebe eine  von dem jeweilig in der Leitung herrschen  den Druck vollkommen unabhängige Arbeits  bereitschaft der Klappe erreicht.  



  Die Zeichnung zeigt in den     Fig.    1 bis 12  mehrere Ausführungsbeispiele der Absperr  vorrichtung nach der Erfindung im     Schnitt.     



  Auf einer im Gehäuse 1     (Fig.    1) dreh  bar gelagerten Welle 2 ist eine Klappe 3  befestigt, die durch die Welle in zwei un  gleich grosse Flächen geteilt und dementspre  chend zur Längsachse des Gehäuses versetzt  angeordnet ist. Der grössere, der Stromrich  tung zugekehrte     Klappenteil    weist auf sei  ner Unterseite eine zur Stromrichtung schräg  liegende     Fl=iehe    auf. durch die das Strom  mittel schliessend auf die Klappe einwirkt.

    Dieser Schliesskraft wirkt einerseits das       Übergewicht    des grösseren     Klappenteils,    an  derseits ein ausserhalb des Gehäuses 1 auf  der     Klappenwelle    2     aufgekeilter    Gewichts  hebel 4 entgegen, der sich auf eine am Ge  häuse 1 vorgesehene Stellschraube 5 stützt,  durch welche die Klappe 3 verstellt und da  durch der von ihrer     Schrägfläcbe    mit dem  Strom eingeschlossene Winkel und damit die  erforderliche Schliesskraft vergrössert oder  verkleinert werden kann.

   Man kann auch  durch     Zierstellen    des Gewichtes G oder durch  beide Massnahmen die Empfindlichkeit der  Klappe den jeweiligen Betriebsverhältnissen  anpassen.     Überwindet    beim Überschreiten  der zulässigen Maximalgeschwindigkeit die  Schliesskraft des Strömungsdruckes die Ge  wichtsbelastung der Klappe, so wird die  Klappe durch die Strömung in eine solche  .Schräglage gedreht, dass der auf die grössere       Kla.ppenfläche    wirkende Überdruck die  Klappe vollständig schliesst.

       Wird    die Dif  ferenz im Flächenausmass der beiden     Klap-          penteile    und damit die das völlige Schliessen       bewirkende    Kraft entsprechend klein Viehal  ten, so erfolgt der Abschluss ruhig und ohne  gefährlichen Stoss. Wird nach erfolgtem  Schluss der Klappe der in der Leitung vor  gesehene Absperrschieber geschlossen, so    öffnet sich die Klappe infolge des Über  gewichtes wieder selbsttätig.  



  Um die Klappe auch bei der grössten zu  lässigen     Stromgeschwindigkeit    sicher offen  zu halten, kann an der der Druckfläche des  grösseren     Klappenteils    gegenüberliegenden  Seite über dem kleineren     Klappenteil    eine  um eine Achse 7     verschwenkbare    Platte 8  so angeordnet sein, dass sie mit der zweck  mässig gleichfalls schräg ausgebildeten klei  neren     Klappenfläche    einen     trichterartigen          Iiaum    9 bildet, aus dem das Strommittel ab  gesaugt und dadurch eine auf     Offenhaltung          -wirkende    Zusatzkraft erzeugt wird.

   Im Be  triebe wächst     diese    Zusatzkraft mit der Ge  schwindigkeit des Strommittels und entzieht  so die Klappe dem Einfluss der normalen  Betriebsschwankungen vollständig. Bei Rohr  defekt wird jedoch     diesemZusatzkraft    von der  Schliesskraft des plötzlich gesteigerten Strö  mungsdruckes überwunden, so dass die Klappe  schon bei kleinen Defekten     zuverlässlich     schliesst. Eine an die Platte 8 drehbar an  gelenkte Stange 10, die mit ihrem nach aussen  ragenden, mit Gewinde versehenen Ende in  einem Kugellager 10' des Gehäuses auf  gehängt ist, ermöglicht, durch Verstellung  der Platte die offenhaltende Kraft nach Be  darf zu regeln.  



       Fig.    2 zeigt eine     Rohrbruchklappe    wie       Fig.    1 für Falleitungen, deren Klappe durch  Federbelastung während des normalen Be  triebes in Ruhelage gehalten wird. Die  ausserhalb des Gehäuses 1 befindliche Feder  11 greift an einen Arm 4 der     Klappenwelle    2  an, der sich gegen die Stellschraube 5 stützt,       mittelst    welcher die Winkelstellung der  Klappe geändert werden kann, während die  Federspannung durch die das andere Ende  der Feder festhaltende Mutter 12 geregelt  wird.     Fig.    3 zeigt ebenfalls eine Ausführung  wie     Fig.    1, jedoch für Steigleitungen.  



       Fig.    4 zeigt eine für     Wasserleitungen     mit     Standrohr    bestimmte     Rohrbruchklappe,     die mit einer Bremsvorrichtung für ruhiges,  stossfreies     Schliessen    der Klappe verbunden  Ist.      Die nur durch ihr     Übergewicht    in Ruhe  gehaltene Klappe 3 ist durch eine Lenk  stange 13 mit einem Bremskolben 14 ver  bunden, dessen Kolbenstange 15 durch die       Stopfbüchse    16 des Bremszylinders 17 nach  aussen geführt und am Ende zu einem ring  förmigen Handgriff 18' ausgebildet ist.

   Die  Kolbenstange 15 stützt sich mit einem Bund  18 auf einen längs der Stopfbüchse 16     ver-          sehraubbaren    Bügel 19, durch dessen Ein  stellung die Winkelstellung der Klappe ge  ändert werden kann, wogegen sie mittelst  des Griffes 18' von Hand aus geschlossen  werden kann. Der Bremszylinder 17 ist in  seiner untern Hälfte mit Längskanälen 20  versehen und am obern Ende durch ein  Rohr 21 mit dem Standrohr 22 verbunden,  das zum Entlüften und Belüften der ganzen  Leitung dient. Kolben     bezw.    Klappe können  sich im Anfang ihres Schlusses, da das im  Zylinder 17 eingeschlossene Wasser ohne be  sonderen Widerstand durch die Kanäle 20  entweicht, rasch bewegen.

   Nach Abschluss  der Kanäle 20 durch den Kolben wird je  doch die Bewegung der Klappe durch die  Drosselung gebremst, welche das Wasser  beim Durchströmen des engen     Verbincaungs-          rohres    erfährt. Im Verbindungsrohr ist über  dies zur Regelung der Schliessgeschwindig  keit der Klappe eine Drosselschraube 23 an  gebracht.  



  Die Lenkstange 13 ist mit dem Brems  kolben 14 durch einen Bolzen 24 des Kol  bens verbunden, der in einem Längsschlitz 25  der Stange eingreift, der so bemessen ist,  dass beim .Schliessen der Klappe nach     Zu-          rücklegung    -des durch den Schlitz bedingten  toten Ganges der Stange 13 die auf die  Klappe     einwirkendo    Schliesskraft derart an  gewachsen ist, dass sie die Kolben- und       Stopfbüchsenreibung    sicher überwindet.  



  Die     Fig.    5 zeigt eine     Rohrbruchklappe,     die hauptsächlich für Leitungen mit hohem  Wasserdruck bestimmt ist. Bei dieser Aus  führungsform ist der Saugraum an der der  Stromrichtung zugekehrten     Klappenhälfte     angeordnet. Um eine auf     -Schliessen    der  Klappe,. also von der Saugvorrichtung weg    gerichtete Kraft zu erzeugen, ist auch die  der Stromrichtung abgekehrte Klappen  hälfte an der Oberseite zu einer Schrägfläche  ausgebildet, so dass die Klappe bei normalem  Betriebe durch die Strömung am vordern       Klappenteil    offenhaltend, am hintern     Klap-          penteil    schliessend beeinflusst wird.

   Die     Saug-          v        orrichtung    besteht wieder aus einer um die  Achse 7 durch die Einstellstange 10     ver-          schwenkbaren    Platte 8, die jedoch an bei  den Seiten und vorne mit einer Bordwand 8'  versehen ist, so dass sie zugleich eine Ab  lenkvorrichtung bildet. Die vordere, keil  förmige Stirnwand ist mit einer Anzahl  nebeneinander angeordneter Öffnungen 26  versehen, unter die der vordere     Klappenrand     zu liegen kommt. Diese Einrichtung hat fol  genden Zweck.

   Bei eintretender Schliess  bewegung der Klappe wird nämlich der An  stellwinkel der rückwärtigen     Klappenhiilfte     und dadurch auch die Schliesskraft der     Klappe     verkleinert. Gleichzeitig gleitet der vordere       Klappenrand    über die Löcher 26 hinweg, so  dass die Saugvorrichtung bereits ihre wesent  liche Wirkung auf den vordern     Klappenteil     verliert, die vollständig aufhört, sobald die  Klappe aus dem Saugraum herausragt. Die  Saugvorrichtung wirkt nun als Stauvorrich  tung und verstärkt die Schliesskraft. Die  Empfindlichkeit der Klappe wird lediglich  durch Heben und Senken der     Ablenkvorrich-          tung    mittelst der     Stange    10 geregelt.

    



  Die Klappe 3 ist mit einer Bremsvorrich  tung verbunden. Das obere Ende des Brems  zylinders 17 ist durch einen Kanal 29 mit  der Rohrleitung verbunden, so dass der Kol  ben 14 zu beiden Seiten durch das Strom  mittel belastet ist. Da jedoch die Kolben  stange nach aussen ragt, .wird an der Innen  seite des Kolbens ein nach aussen     wirkender          Überdruck    auftreten, der die Klappe     mi          schliessen    sucht.. Eine den Kolben belastende  Feder 27 nimmt diesen Überdruck auf. Die  im Kanal 29 angeordnete Drosselschraube 23  regelt die     Schliessgeschwindigkeit    der Klappe.  Der     Dreiweghahn    ermöglicht es, den Zylin  derraum durch eine Öffnung 31 mit der  Aussenluft zu verbinden.

   Ist diese Verbindung      hergestellt, so wird die Klappe $ durch den  auf die untere Kolbenfläche     wirkenden     Druck geschlossen. Diese Einrichtung bildet  daher eine Absperrvorrichtung für die -Lei  tung. Der Bremszylinder wird durch das  Ventil 28 entlüftet.  



       Fig.    6 zeigt eine für Dampfleitungen  bestimmte Ausführung, bei welcher im Ge  häuse 1 zwei Klappen angeordnet sind, von  denen die eine, 3, bei Rohrbruch, die andere,  bei Kesselbruch wirksam ist. Die Rohr  bruchklappe     a'    ist gemäss     Fig.    4 ausgeführt,  das heisst die     Klappenteile    sind keilförmig  gestaltet, wobei die eine Fläche des gegen  die Strömung gerichteten grösseren     Klappen-          teils    durch entsprechende Einstellung der  Klappe dem Einfluss der Strömung aus  mesetzt ist.

   Die Klappe wird durch ihr Über  gewicht offen gehalten und ist an der Unter  seite des     Gehäuses    1 mit einer Bremsvorrich  tung zum langsamen Schliessen verbunden.  Der Kolben 14 wird durch das einseitige  Mehrgewicht der Klappe     hebend    beeinflusst,  wird jedoch durch eine Schraubenspindel 15',  die mit einem Bund 18 in einem Bügel 14"       des    Kolbens eingreift, festgehalten. Durch  Drehen der Schraubenspindel kann der Kol  ben gehoben oder gesenkt und damit die  Empfindlichkeit der Klappe eingestellt wer  den. Im Kolben 14 ist eine Bohrung 1.4' an  gebracht. durch die das sich bildende Kon  denswasser unter den Kolben gelangen kann,  so dass die Bremse als Flüssigkeitsbremse  wirkt.

   Die     Nesselbruchklappe    3' ist, wie die  Klappe 3, durch Verlegung der Achse in  zwei ungleiche Teile geteilt, deren grösserer  der Stromrichtung abgekehrt und an der  Oberseite mit einer Schrägfläche     a    versehen  ist, auf die der bei Kesselbruch in umge  kehrter Richtung fliessende Strom schliessend  einwirkt; die Klappe wird lediglich durch  die Strömung offen gehalten. Beim Aufhören  der Strömung wird     dic    Klappe     durch    das  einseitige     t?bergewicht    der grösseren     Klap-          penhälfte    geschlossen und bleibt bei Umkehr       der        Stromrichtung    mit Druck geschlossen.  



  In den     Fig.    7 und 8 sind Rohrbruch  klappen gezeigt, bei welchen das vollständige    Schliessen der Klappe nach der durch die  Steigerung der     Stromgeschwindigkeit    be  wirkten Verdrehung der Klappe nicht durch  Überdruck, sondern durch eine Kippvorrich  tung herbeigeführt wird. Die Welle     \?    der  Klappe 3 ist in der Mitte angebracht und  in der Mittelachse des Gehäuses drehbar  gelagert.

   Auf der Aussenseite des Gehäuses  ist bei der Ausführung gemäss     Fig.    7 auf  der Welle     \?    der Gewichtshebel 4 mit dein  verschiebbaren Gewicht 6 lose drehbar ge  lagert und ruht auf dem einen Arm eines  auf der     Klappenwelle    ?     aufgekeilten    Doppel  hebels 32, der sich auf die Stellschraube 5  des Gehäuses 1 stützt, wodurch die offen  ' haltende Kraft     erzeubt    wird.  



  Wird die Klappe 3 bei Rohrbruch durch  den Strom verdreht, so wird der Gewichts  liebel 4 durch den     Hebel    32 so lange mit  genommen, bis er sein Gleichgewicht gegen  die andere Seite hin verliert und, auf den  andern Arm des Hebels     3\?    auffallend, die  Klappe vollends zum Schluss bringt. Die       Empfindlichkeit    wird durch Einstellung der  Klappe durch die Schraube 5 oder durch       Ande.rung    der offenhaltenden Belastung  durch Verstellen des Gewichtshebels 4     mit-          telst    der Stellschraube 33 geregelt.

   Die  Schrägfläche der Klappe ist bei dieser Aus  führungsform an der     Oberseite    der der  Stromrichtung     zu""-el@elirten        Klappenhälfte     vorgesehen, so dass sich die Klappe     beim     Schluss in entgegengesetztem Sinne dreht wie  bei den vorigen Ausführungsformen.  



  Wird, wie dargestellt, auch die andere  K     lappenhälfte,    und zwar an ihrer Unter  seite, mit einer     Schrägfl- < iche    versehen, so  sichert die     Rohrbruchklappe    nach beiden  Richtungen, so dass sie bei Rohrbruch die  Dampfleitung vom Kessel, bei Kesselbruch  den Kessel von der Dampfleitung absperrt.  Insbesondere ist diese Ausgestaltung der  Klappe für Ringleitungen mit wechselnder  Stromrichtung notwendig.

   Wird ferner ge  genüber der     Srhrägfl;,iche    des hintern     Klap-          penteils    eine     einstellbare    Platte 8 angeordnet,  so wird bei der Stromrichtung von links nach      rechts einerseits durch die Saugwirkung eine  offenhaltende Zusatzkraft für die Klappe er  zeugt, anderseits durch die bei Kesselbruch  infolge der Umkehr der Strömung eintretende  Stauwirkung ein leichtes Schliessen der  Klappe erzeugt.  



  Bei der in     Fig.    8 dargestellten Ausfüh  rung ist der Hebel 4 nicht durch Gewicht,  sondern durch eine Feder 34 belastet, deren       Befestigungspunkte    ausserhalb der durch  die Drehachse der Klappe geführten Senk  rechten, und zwar der Strömungsrichtung zu  gelegen sind, wobei der Hebel 4 sich mit der  Stellschraube 33 auf den     Doppelhebel    32  stützt. Bei Drehung der Klappe gelangt die  Feder über die Drehachse der Klappe hinaus  und bewirkt deren Schluss. Der     feder-    oder  gewichtsbelastete Hebel 4 dient auch zum  Schliessen der Klappe von Hand, zu welchem .  Zwecke er gemäss     Fig.    8 als Handhebel aus  gebildet ist.  



  Die in     Fig.    8 gezeigte Ausführung wirkt  ebenfalls nach beiden Richtungen, und zwar  bei Strömung von links nach rechts als Rohr  bruchklappe, bei umgekehrter Strömung als       Kesselbruchklappe,    - zu welchem Zwecke  beide     Klappenflügel    mit Schrägflächen ver  sehen sind.    Unter dem     vordern        Klappenflügel    ist eine  einstellbare Platte 8 vorgesehen, die un  gefähr in ihrer     Mitte    um die Achse 7 dreh  bar gelagert ist.

   Hierdurch wird die     Platte     derart mittelst Schraubenspindel 10 einstell  bar, dass der von der Platte und der Schräg  fläche eingeschlossene winkelförmige Raum 9  mit der Öffnung entweder der Strömung ab  gekehrt oder zugekehrt ist, so dass sie in er  sterem Falle als Saugvorrichtung und in letz  terem Falle infolge der Drucksteigerung als  Stauvorrichtung wirkt. Die letztere Einstel  lung     wird    dann gewählt, wenn ein früherer  Schluss der Klappe bewirkt werden soll. Die  Platte 8 reicht nicht bis zum     Klappenrand,     sondern steht um ein bestimmtes Mass gegen  diesen zurück.

   Es kann daher durch entspre  chendes Einstellen der Platte die Schräg  fläche mehr oder weniger abgedeckt und da-    durch die wirksame Fläche     vergrössert    oder  verkleinert werden.  



  Um bei Kesselbruch das Schliessen der  Klappe zu erleichtern, ist an der Unterseite  des hintern     Klappenflügels    eine zweite  Klappe 35     angelenkt,    die sich bei normalem  Betriebe - wie     strichliert    angedeutet - in  die Strömungsrichtung einstellt, um bei der  bei Kesselbruch eintretenden Strömungs  umkehr abzufallen, wobei sie an einem drit  ten, an der Klappe angeordneten Arm 32'  des Hebels 32 anzuliegen kommt. Durch den  Anprall des Dampfes auf die senkrecht zur       Strömung    gerichtete Klappe wird die Über  windung der Federkraft und damit das  Schliessen der Klappe erleichtert.  



       Fig.    9 zeigt eine     Rohrbruchklappe.,    bei  welcher die schliessend wirkende Kraft durch       Stauwirkung    des Strommittels erzeugt wird.  Zu diesem Zwecke ist unter dem vordern       Klappenflügel    eine einstellbare Platte 8 vor  gesehen, die zwischen sich und dem Klappen  flügel einen Stauraum 9 bildet. Die Klappe  hat Gewichts- oder Federbelastung, die bei  normalem Betriebe der schliessend wirkenden  Kraft der Stauung entgegenwirkt, bei der  bei gesteigerter Stromgeschwindigkeit in  folge der Stauung bewirkten Verdrehung der  Klappe einen     vollständigen    Schluss derselben  herbeiführt.

   Die Empfindlichkeit der Klappe  wird durch Belastungsänderung mittelst  einer Stellschraube oder durch Verstellen  der Platte 8 mittelst der Schraubenspindel 10  geregelt, wogegen eine Einstellung der Klappe  selbst als überflüssig entfällt. Bei dieser Aus  führungsform sind die Schrägflächen ent  behrlich.  



       Fig.    10 zeigt eine Ausführungsform, bei  der die Klappe 3 nicht selbst zu Schräg  flächen ausgebildet ist, sondern beide     Klap-          penflügel    mit je einer besonderen Prall  fläche versehen sind.  



  Gemäss der Ausführungsform     Fig.    11 ist  unterhalb des vordern     Klappenflügels    eine  Platte 36 angeordnet, die durch eine Stange  37 mit der Klappe verbunden und durch eine       angelenkte        Stellstange    in beliebigem Winkel  zum Strom einstellbar ist. Diese Platte wird      derart schräg zum Strom eingestellt, dass sie  erst bei gesteigertem Strömungsdruck ver  dreht wird, wobei sie die Klappe mitnimmt.  welch letztere     sodann    durch eine der vor  beschriebenen Einrichtungen vollends ge  schlossen wird.  



  Bei der Ausführungsform     Fig.    12 ist die  den Strömungsdruck aufnehmende Platte 36  senkrecht über der Drehachse 2 der Platte 3  um eine Achse 38 drehbar gelagert. Die  Platte wirkt als Belastungsgewicht, hält mit  einer an der Unterseite vorgesehenen Schräg  fläche die Klappe offen, das heisst das Über  gewicht der Platte und der auf diese aus  geübte Strömungsdruck halten sich unter  normalen     Betriebsverhältnissen    die Wage.  Bei Drucksteigerung stellt sich jedoch die  Platte senkrecht zur Stromrichtung und  bietet eine grosse Angriffsfläche für das  Strommittel.  



  Dabei kommt die Nase 39 der Platte in       Anschlag    mit der Klappe, so     dass    diese mit  genommen und durch das Übergewicht der  Platte in die Schliessstellung gebracht und  in derselben festgehalten wird. Die Belastung  der Klappe erfüllt demnach zwei Aufgaben:  Unter normalen Betriebsverhältnissen der  schliessenden Kraft des Stromes entgegenzu  wirken und bei einer durch Rohrdefekt ein  trei;enden Steigerung der Stromgeschwindig  keit die Klappe zu schliessen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bei Rohr- und Kesselbruch selbsttätig wirkende Absperrvorrichtung in Druck leitungen, mit in der Stromrichtung gelege ner, um eine Achse drehbarer Klappe, da durch gekennzeichnet, dass der bei Rohr oder Kesselbruch gesteigerte Strömungsdruck die Schliessbewegung der Klappe durch deren Drehung um einen bestimmten Winkel ein leitet und Hierdurch eine die Klappe voll ends schliessende Kraft zur Wirkung bringt.
    UNTERANSPRÜCHE: l.. Absperrvorrichtung nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schliessbewegung der Klappe durch an derselben vorgesehene, schräg gegen die Stromrichtung gekehrte Flächen ein geleitet wird, die dem gesteigerten Strö mungsdruck bei Rohr- oder Kesselbruch ausgesetzt sind. 2. Absperrvorrichtung nach dem Patent anspruch, gekennzeichnet durch eine ein stellbare, mit dem Klappenkörper einen Stauraum für das strömende Mittel ein schliessende Platte, in welchem bei Rohr- oder Kesselbruch ein erhöhter, die Schliess bewegung der Klappe einleitender Strö mungsdruck auftritt. 3.
    Absperrvorrichtung nach dem Patent anspruch, gekennzeichnet durch eine ein stellbare, mit dem Klappenkörper einen Saugraum einschliessende Platte in solcher Anordnung, da.ss die auftretende Saug wirkung eine bei normalen Betriebsver hältnissen die Ruhelage der Klappe sichernde Kraft hervorgerufen wird. 4. Absperrvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe durch ihre Welle in zwei ungleich grosse Flügel geteilt ist, so dass nach der ein leitenden Schliessbewegung die ungleiche Druckverteilung auf die Klappenteile den vollständigen Schluss der Klappe herbei führt. .
    Absperrvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an der Klappe ein eine Schrägfläche aufweisen des Organ angelenkt ist, das sich bei .nor malem Betrieb in die Stromrichtung, bei gesteigertem Strömungsdruck dagegen senkrecht zur Stromrichtung stellt, wo durch dem Strommittel eine vergrösserte Angriffsfläche geboten und das Schlie ssen der Klappe erleichtert wird. 6.
    Absperrvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an der Klappe ein eine Schrägfläche aufweisen des Organ angelenkt ist, das sich bei normalem Betrieb in die Stromrichtung, bei Umkehrung der Stromrichtung durch Kesselbruch senkrecht zur Stromrichtung stellt, wodurch dem Strommittel eine ver- grösserte Angriffsfläche geboten und das Schliessen der Klappe erleichtert wird.
    7. Absperrvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ruhe lage, in welcher die Platte bei nor malem Betriebe gehalten wird, und da mit der Einstellwinkel einer an ihr aus- gebildeten Schrägfläche zur Stromrichtung verändert werden kann, um die Empfind lichkeit der Klappe gegen Steigerungen des Strömungsdruckes zu verändern.
CH96352D 1916-12-06 1921-03-30 Bei Rohr- oder Kesselbruch selbsttätig wirkende Absperrvorrichtung in Druckleitungen. CH96352A (de)

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